[ Archiv ] Musik VST Synths und FX - Sammelthread
Nomad_Factory_-_Rock_Amp_Legends_1[1].0__VST_.rar
Ampsimulatoren für Gitarren sind heutzutage so selbstverständlich, dass sogar im neuen Cubase 4 ein derartiges Plug-In standardmäßig enthalten ist. Dennoch gibt es nach wie vor Stand-alone-Software, die mit mehreren hundert Euro zu Buche schlägt. Leisten diese so viel mehr, oder reicht ein mitgeliefertes Plug-In? Die bislang eher als Geheimtipp gehandelte Nomad Factory aus den USA hat (neben einer Reihe weiterer brillanter Produkte) die Amp-Simulation Rock Amp Legends im Programm. Mit dem Erscheinungsjahr 2005 liegt ein nicht allzu aktuelles Produkt vor, das aber einiges auf dem Kasten hat. So ist auf der Internetseite eines größeren Musikladens von dem„derzeit auf dem Weltmarkt bestklingenden Amp Simulator Plug-In“ die Rede …
Die Amp-Legenden beinhalten amerikanische und britische Modelle, inklusive einer „Stage-Tube“-Nachbildung. Entwickelt wurden die Sounds in Zusammenarbeit mit Jimmy Crespo, seines Zeichens ehemaliger Aerosmith-Gitarrist und Sideman für Rod Stewart, Jon Bon Jovi, Stevie Nicks u.v.m. Die Arbeitsweise bestand übrigens darin, die Sounds der größten Rock-Hits zu analysieren und dann entsprechend zu simulieren. Laut Nomad Factory sind deren Produkte ausschließlich als Download erhältlich – diese Angabe ist evtl. aber nicht mehr ganz aktuell, da im Internet Angebote als physisches Produkt existieren.
Zu den technischen Daten - bis zu 192 kHz Sample-Raten möglich
- komplexe Fließkomma-Algorithmen sorgen für den Sound
- sämtliche Regler sind automatisierbar
Die Installation verläuft absolut problemlos, ein kleines Programm zur Lizenzierung muss allerdings auch installiert werden. Die enthaltenen Presets (beachtliche 82 an der Zahl) verschaffen einen guten Überblick über die Soundmöglichkeiten und sind zugleich eine exzellente Ausgangsbasis für eigene Kreationen. Per Mausklick steckt man das virtuelle Gitarrenkabel je nach Setup entweder in den High- oder Low-Input. Graphisch verzichtet Nomad Factory auf weitere Gimmicks: neben der Ansicht des Topteils schaltet man mittels „FX“ zur EQ, Compressor, Noise Gate und Effektansicht um. Dennoch sei ein Nachteil erwähnt: die Ansicht des Plug-Ins kann nicht vergrößert werden und die Beschriftung erscheint selbst auf 19“-Monitoren recht klein und undeutlich.
Die Effekt-Abteilung enthält folgende Elemente - einen Stereo-Imager zur Verbreiterung der Stereo-Basis (hier sollte man drauf achten, dass der Insert in stereo ausgelegt ist)
- einen Equalizer für Bässe, Mitten und Höhen (jeweils mit Gain, Frequenz und Bandbreite)
- einen Kompressor mit den üblichen Einstellmöglichkeiten (umschaltbar zwischen Pre/Post – also Pre als Eingangsstufe das Amps und Post nach der Pre-Amp-Stufe und damit nach der Verzerrung
- ein Noise-Gate, das ebenfalls nach dem eben beschriebenen Prinzip zwischen Pre/Post umschaltbar ist
- ein Tremolo-Effekt
- ein Modulations-Effekt (Chorus oder Phaser)
- ein Delay-Effekt sowie
- ein Reverb
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