Originaltitel: Z
Produktionsland: Frankreich, Algerien
Erscheinungsjahr: 1969
Länge: 127 Minuten
Originalsprache: Französisch
Altersfreigabe: FSK 16
Regie: Constantin Costa-Gavras
Drehbuch: Constantin Costa-Gavras
Jorge Semprún
Z ist ein französisch-algerischer Spielfilm aus dem Jahr 1969 nach der gleichnamigen Romanvorlage von Vassilis Vassilikos. Er gilt als ein genrebildender Klassiker des politisch engagierten Kinos (vgl. Politthriller). Der Streifen wurde erstmals am 26. Februar 1969 in Frankreich aufgeführt.
In einem nicht namentlich genannten Staat, in dem Militär und Königshaus herrschen und die Demokratie immer mehr verloren geht, wird Opposition als „kommunistischer Mehltau“ nur widerwillig geduldet.
Als eine pazifistische Oppositionsgruppe eine Veranstaltung mit einem populären Universitätsprofessor, Abgeordneten und NATO-Kritiker durchführen will, werden dieser Veranstaltung zunächst Steine in den Weg gelegt, der Politiker wird am Ende der Veranstaltung unter den Augen der Polizei ermordet.
Polizei und Militärs versuchen den Mord als Unfall darzustellen, mit den Ermittlungen wird ein junger Untersuchungsrichter beauftragt, von dem erwartet wird, dieses Ergebnis zu bestätigen. Der Richter zeigt Verantwortung und ermittelt in dem Fall ebenso penibel wie hartnäckig. Pressionen von Vorgesetzten und Militärs hört er sich geduldig an, um sie danach geräuschlos zu ignorieren.
Eine Anklage gegen diverse Respektspersonen aus dem Militär führt jedoch auch nicht zu deren Verurteilung, da mehrere Zeugen unter merkwürdigen Umständen zu Tode kommen und das Verfahren durch einen Militärputsch zum Erliegen kommt. Selbst der Journalist, der seine Rechercheergebnisse dem Staatsanwalt zur Verfügung gestellt hat, kommt ins Gefängnis.
Realer Zusammenhang:
Griechische Militärdiktatur von 1967 bis 1974
Yves Montand stellt seine Ermordung von 22. Mai 1963 nach
, ist im Film dargestellte Untersuchungsrichter und spätere Präsident.
(persönliche Anmerkung, der Film stellt nicht die vollständige Entstehungs-geschichte dar, denn die Realität war wesentlich schlimmer).
Bewertungen:
- Oscar 1970 als bester nichtenglischsprachiger Film und für den Filmschnitt
- Oscar-Nominierungen 1970: Beste Regie, Bester Film, Bestes adaptiertes Drehbuch
- BAFTA-Award 1970 für Mikis Theodorakis (Beste Filmmusik)
- Spezialpreis der Jury und Preis für den besten Darsteller (Jean-Louis Trintignant) bei den internationalen Filmfestspielen in Cannes 1969
-
rottentomatoes 90%
-
Allmovie 4,5/5