Regisseur Peter Fleischmann hat 1968 im Dokumentarfilm "Herbst der Gammler" junge Aussteiger auf der Straße und im Park befragt. Münchens brave Bürger haben sich dazugestellt und nach Arbeits- und Vernichtungslagern verlangt.
Akribisch und minutiös zeigt er die verständnislosen und zum Teil faschistoiden Reaktionen der älteren Generation, jener ordentlichen Deutschen, die Andersdenkende am Liebsten "ausrotten" würden. Fleischmann, der Vorurteile abbauen und Rückschlüsse auf die Denkstruktur der damaligen Gesellschaft ermöglichen wollte, legte damit auf erschreckende Weise den damals und eben auch heute immer noch existierenden alltäglichen Faschismus bloß.