Jason, Sohn von König Jason (Massimo Girotti), ist auf der Suche nach dem Goldenen Vlies, mit dessen Kraft er seinen Onkel Pelias vom unrechtmäßig erworbenen Thron stoßen will. In Kolchis trifft er auf Medea (Maria Callas), die sich sofort in ihn verliebt und ihm hilft, das Vlies zu bekommen.
Zurück in Jasons Heimat heiraten die beiden. Medea schenkt ihrem Mann zwei Kinder, doch das Glück währt nicht lange. Aus Ehrgeiz verlässt Jason seine Familie, um Glauke, die junge Tochter des Königs von Korinth, zu heiraten. Medea ist blind vor Eifersucht und nimmt grausame Rache.
Mit MEDEA brachte der italienische Dichter und Filmemacher Pier Paolo Pasolini seine Vision eines durch und durch archaischen Kunstwerkes auf den Punkt: Seine Reinszenierung des klassischen Medea-Stoffes ist durchdrungen von Mythos und Opfer, konstruiert aus Versatzstücken zahlreicher vormoderner Zivilisationen und mit einem Sinn für erdige Farben und rituelle Musik inszeniert. Operndiva Maria Callas in der Rolle der verstoßenen Medea, die aus Rache ihre eigenen Kinder ermordet, ist die einzige professionelle Schauspielerin in diesem Epos, das dramaturgisch selbst wie ein Ritual konstruiert ist.
Süddeutsche Zeitung: "Das sind Bilder von archaischer Wucht, von beeindruckender Schönheit, von umwerfender Fremdheit... MEDEA ist der überzeugendste der post-neorealistischen Filme Pasolinis."
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