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Wie in einem bizarren Spiel bringen drei Frauen ihre Ehemänner um. Die Frauen stammen aus drei Generationen und tragen alle den Namen Cissie Colpitts. Sie ertränken die Männer entweder in der Badewanne, im Meer oder im Schwimmbad, und zwar ohne einen Hauch von schlechtem Gewissen. Und sie tun dies spielerisch nach Zahlen von 1 bis 100. Der Leichenbeschauer Madgett bescheinigt ihnen immer eine natürliche Todesursache, weil er sich von ihnen erotisches Entgegenkommen erhofft. Nur die Angehörigen der Toten wollen die Mörderinnen entlarven....
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Großmutter, Mutter und Tochter - Cissie Colpitts 1 (Joan Plowright), 2 (Juliet Stevenson) und 3 (Joely Richardson) - ertränken im Laufe der Geschichte, Untreue, Gleichgültigkeit und Anmaßung zum Anlaß nehmend, ihre Männer, weil sie sie einfach satt haben. Die drei Frauen verbünden sich mit dem Leichenbeschauer Madgett (Bernard Hill), der in Hoffnung auf erotischen Lohn stets einen natürlichen Tod attestiert. Angehörige der jäh aus dem leben Gerissenen schöpfen Verdacht und schmieden nachts bei ihren Treffen am Wasserturm Pläne zur Entlarvung der Mörderinnen und ihres Komplicen. Ein Tauziehen soll am Ende nach Madgetts Vorschlag den Konflikt entscheiden. Zwar verliert dabei die Partei der Frauen, aber Madgett, der mit den Mörderinnen auf den See hinausrudert, um die Urnen mit den Überresten der Ehemänner zu bestatten, wird ihr letztes Opfer und findet ebenfalls ein nasses Grab. Madgetts Sohn Smut (Jason Edwards), Typ des bebrillten Strebers und pervertierte Realisation einer ?Alice im Wunderland?, sammelt, numeriert und katalogisiert parallel zu den mörderischen Aktivitäten der Frauen alle Fälle von Absterben in der Natur und quittiert sie mit Feuerwerken und der Rezitation surrealer Regeln nekrophiler Gesellschaftsspiele. Als seine kleine Freundin, die seilhüpfend die Namen von hundert Fixsternen wiederholt, am Ende Opfer eines betrunkenen Autofahrers geworden ist, spielt Smut sein letztes Spiel und erhängt sich.
Es gibt kaum einen anderen Regisseur, der wie Greenaway die barocke Philosophie von der Welt als Bühne und der Bühne als Weltspiegel so raffiniert und visuell ausgeklügelt auf die Leinwand übertragen hätte. Mit britischem Eigensinn, Traditionen von Bu?uel und Beckett verschmelzend, vereinigt der Regisseur seine ironische Konzeption vom Verhältnis der Menschen zueinander mit den Prinzipien der Kunst mehrerer Jahrhunderte. In Bildern, die von Brueghel über die Surrealisten und Absurden bis zum modernen Clip ihre genau berechnete Inspiration schöpfen, entsteht eine nekrophile Komödie, in der der Mensch des ausgehenden 20.Jahrhunderts, aller schönfarberischer und auch verkniffener Moral entkleidet, das Ende der Kommunikation zelebriert.