Mit Pomp, Triumph und mitternächtigen Spielen, soll in vier Tagen die Hochzeit zwischen den Herzog Theseus und seiner geliebten Hippolyta statt finden. Die Hochzeitsvorbereitungen sind im vollem Gange als Egeus, ein guter, alter Freund von Theseus, ihn um Hilfe bittet. Voller Verdruß hat er Klage gegen seine Tochter Hermia vorzubringen. Der junge Demetrius hatte das Wort von Egeus, Hermia zur Frau zu bekommen, doch Hermia verliebte sich in den hübsche Lysander, der mit Liebesreimen im Mondenschein unter ihrem Fenster sang und somit ihr Herz gewann. Nun erbittet Egeus von Theseus das alte Bürgerrecht Athens, daß sie sein ist, und zu verfahren ist, wie er will. Entweder vermählt sie sich mit Demetrius oder sie soll des Todes sein. Mit den Worten, " Laß dir raten, schönes Mädchen, dein Vater sollte für dich sein, als wie ein Gott", gibt Theseus Hermia viert Tage Bedenkzeit, um sich auf die Hochzeit mit Demetrius oder auf den Tod vorzubereiten. Der liebeskranke Lysander wirft ein, das Demetrius auch um Nedars Tochter Helena buhlte und ihr Herz gewann, und sie schwärmt abgöttisch für Demetrius. Doch Theseus steht zu Egeus und legt Hermia nah, daß sich ihre Neigung nach ihres Vaters Willen fügt.
Lysander bittet Hermia im Geheimen mit ihm zu seiner Tante unweit von Athen zu fliehen. Dort könnten sie heiraten, denn da gilt nicht Athens Gesetz. Drum bitte er sie, in der nächsten Nacht in den Wald gleich vor der Stadt, zu kommen, da will er auf sie warten und mit ihr zusammen fliehen. Hermia schwört es ihm, bei Amors stärkstem Bogen, sie wird um Mitternacht an dem Platz sein, wo sie es ausgemacht. In dem Moment kommt Helena, die Demetrius liebt doch von ihm abgewiesen wurde, zu Tür herein. Hermia und Lysander vertrauen ihr ihren Fluchtplan an, da sie eine alte Vertraute von Hermia ist. Doch Helena beschließt mit dieser Nachricht zu Demetrius zu gehen. Als Labsall ihrer ach so furchtbaren Pein, für all das Leid, was sie durchlitten, sein Anblick sein.
Auch bei dem Theaterdirektor Peter Quince herrscht Aufregung, er und sein Ensemble sollen vor dem Herzog und der Herzogin an deren Hochzeitstag ein Stück aufführen. Bei dem Stück handelt es sich um die höchstklägliche Komödie und den höchstgrausamen Tod des Pyramus und der Thisby. Niclas der Weber, sehr dominant und von sich überzeugt, ist begeistert. Er würde am liebsten jede Rolle im Stück übernehmen, aber er muß sich mit der Hauptrolle "begnügen", die des Pyramus. Da sie nun nur noch vier Tage Zeit haben das Stück zu lernen, wollen sie sich gleich noch in der nächsten Nacht treffen. In dem Wald gleich vor der Stadt, wo sie ungestört proben können, als wäre es schon die Premiere.
Doch dieser Wald ist kein gewöhnlicher Wald, er ist das Reich der Elfenkönigin Titania, die mit ihrem Gemahl Oberon im Streit lebt. In Titanias Obhut befindet sich ein indisches Königskind, welches als Edelknabe künftig ihr dienen soll. Eifersüchtig fordert Oberon ihn auf, den rauhen Wald nun zu durchziehen. Doch Titania versagt durchaus den holden Knaben, begrenzt ihn, will an ihm sich einzig laben. Um wieder Platz in Titanias Bett zu bekommen, befiehlt er dem Waldgeist Puck eine Zauberblume aus dem Westen zu holen. Der Saft der Blume, geträufelt auf ein schlafendes Augenlied, macht Mann wie Frau, in Liebe entbrennen, zu jeder Kreatur, die sie zuerst erblickt. Diesen Saft will Oberon Titania in die Augen träufeln lassen, und wenn sie liebestoll durch den Wald irgendeiner Kreatur folgt, kennt nur er das Kraut, daß ein Gegenzauber bewirkt. Dieses wird er ihr natürlich erst geben, wenn sie ihm das indische Königskind überläßt.
Der Waldgeist Puck, der die Blume für seinen Herrn beschafft hat, ist bekannt für seine Streiche. So träufelt er nicht nur Titania die Zaubertropfen in die schlafenden Augen, sondern auch Lysander, der sich mit Hermia im Wald zum schlafen gelegt hat. Als er erwacht, erblickt er als erstes Helena und vor Liebe nach ihr verzerrend, verläßt er die schlafende Hermia.
Auch die Theatergruppe bleibt nicht vor Pucks streichen verschont, er verwandelt alle in Tiere. Niclas der Weber wird in ein Esel verwandelt, und gerade ihn sieht Titania als ersten als sie erwacht. Ein heilloses, liebestolle Durcheinander läßt sich nicht mehr vermeiden.
William Shakespeares schrieb seinen "Sommernachtstraum" zwischen 1594 und 1596, etwa zur gleichen Zeit wie "Romeo und Julia". Es gibt zahlreiche Verfilmungen dieser wunderschönen Liebeskomödie. 1924 mit Hans Albers und Charlotte Ander, und 1935 mit James Cagney, durch Max Reinhardt und William Dieterle. Selbst ein Animationsfilm, aus dem Jahre 1959, entstand in Tschechien. Bei den neueren Versionen sind vor allem die mit Hollywood Stars besetzte Verfilmung ( u.a. mit Kevin Kline u. Michelle Pfeiffer ) von Michael Hoffman von 1999 hervorzuheben, und halt diese Version in der die berühmte Royal Shakespeare Company ihr bestes gibt. Es ist eine moderne Adaption, mit schönen Kostümen, guten Schauspielern und interessanten Bühnenbildern. Wie es sich für die Royal Shakespeare Schauspieler gehört, wird der Text natürlich in der original Formulierung von damals vorgetragen. Wer der wirklich wunderschönen Sprache nicht ganz folgen kann, sollte sich den Untertitel einschalten, den Text zu hören und zu lesen macht ihn doch leichter verständlich.
Bernd Hellweg (Digitalvd.de)
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