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Alt 08.09.05, 15:55   #1 (Permalink)
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[Sammelthread] Gothic-Alben

::: Gothic-Alben Sammelthread :::

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Alt 08.09.05, 15:56   #2 (Permalink) Top
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[Sammelthread] Gothic-Alben

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Es wird eng in der Spitzengruppe der Gothic-Metal Bands, denn Leaves' Eyes lassen mit Vinland's Saga ein mächtiges Breitwand-Brett auf die Konkurrenz und die Fans niedergehen. Vor Within Temptation, Evanescence, Nightwish etc. müssen sich Liv Kristine und ihre Mannen jedenfalls keine Sekunde verstecken, und die Freunde der genannten Bands sollten ganz dringend auch hier mal ihre Ohren verwöhnen lassen.

Ohne jede Angst vor epischer Breite gehen Leaves' Eyes bei ihrem Zweitling zu Werke, dazu gesellen sich wieder die Einflüsse nordischer Folklore, sehr ausgeprägt beim Song "Amhrán" oder beim letzten Stück "Ankomst", das fast an Loreena McKennit erinnert. Sonst reichen sich Gothic-Metal und Hollywood-Fantasy-Filmsoundtracks die Hände, um Livs kraftvoller, aber nicht übertrieben opernhafter Stimme den gebührenden Untergrund zu liefern. Mit der Single "Elegy" und dem nach der Band benannten "Leaves' Eyes" sind wenigstens zwei potentielle Radio-Hits gelungen, aber auch die Melodie des Powerballadenwinterlieds "Misseri" hat eine enorme Klebekraft. Nicht selten kann man Liv's Vorbild Kate Bush durchscheinen hören, besonders beim Intro von "The Thorn".

Bei der Produktion wurde an akustischen Instrumenten im Streicher- und Folk-Bereich nicht gespart, was der Platte eine zusätzlich Tiefe verleiht und die Gitarrenfraktion manchmal in den Hintergrund verbannt. Insgesamt also allerfeinstes Futter für die Freunde des Genres, und eine echte Messlatte für die Konkurrenz.


::: Trackliste :::

01 Vinland Saga
02 Farewell Proud Men
03 Elegy
04 Solemn Sea
05 Leaves' Eyes
06 The Thorn
07 Misseri (Turn Green Meadows into Grey)
08 Amhrán (Song of the Winds)
09 New Found Land
10 Mourning Tree
11 Twilight Sun
12 Ankomst


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Alt 08.09.05, 16:57   #3 (Permalink) Top
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[Sammelthread] Gothic-Alben

Aus der medienkonverter-Redaktion

Nanu, ist das wirklich Umbra et Imago, was mir da aus den Lautsprechern entgegenschallt? Bombastische Gitarren, weiche Klaviertöne und eine ungewohnt volle Stimme. Und es wird die ewige, nicht die körperliche Liebe besungen! Aber schon beim nächsten Track ?Sweet Gwendoline? (kein Cover des fast gleichnamigen Ärzte-Titels) sind die Zweifel verflogen. Sound und (erotische) Thematik sind eindeutig von Umbra et Imago.

Trotzdem zieht sich dies nur durch einige Songs. Mozart zeigt sich auf der vorliegenden Scheibe als nachdenklicher Beobachter und nimmt z.B. bei ?Sagt nein? oder ?Der Prälat? in kritischer Weise und mit direkten Worten zu aktuellen Themen Stellung.

Dem kann jedoch die musikalische Begleitung nicht immer folgen. Das Songwriting erinnert teilweise zu sehr an das gewöhnlicher Rockbands. Nach dem wirklich starken Opener ?Märchenlied? schneiden die harten Gitarren einige Intro's zu abrupt ab und gerade die nachdenklichen Texte könnten differenzierter durch die Musik unterstrichen werden. Mozarts diesmal ungewöhnlich vielseitige Stimme und die auf einigen Songs weibliche Begleitung (wer ist diese Sängerin?) kämen dann wohl noch besser zur Geltung.

Trotzdem kann ?memento mori? als deutlich gereiftes Werk und als ein großer Entwicklungsschritt der Band angesehen werden, was die Scheibe nicht nur für ?Altfans? interessant macht. Zusätzliches Bonbon zur CD: eine DVD mit, lt. Aussage der Band ?fast meditativen Kunst Kurzfilm Sequenzen?, die also wohl einige visuelle Überraschungen bereithält.


::: Trackliste :::

01 Märchenlied (Liebeslied)
02 Sweet Gwendoline
03 Sagt Nein
04 Memento Mori
05 Schlag mich
06 Ein letztes Mal
07 Der Wahnsinn
08 Egoismus
09 Money
10 Stoppt die Lügen
11 Der Prälat
12 Mach was


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Alt 08.09.05, 17:17   #4 (Permalink) Top
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[Sammelthread] Gothic-Alben

Aus der Amazon.de-Redaktion

Die neben In Extremo größte und wichtigste Mittelalter-Metal-Band ist ihrem Mix aus harten Riffs und folkloristischen Farbtupfern grundsätzlich treu geblieben, lotet die Grenzen des Mach- und Vertretbaren aber weiter aus als in der Vergangenheit. Bombastische Streicher-Passagen und melancholische Gesangslinien erweitern den typischen Subway-Sound, und auch das verstärkte Grooven im Midtempo-Bereich lässt die Potsdamer in einem neuen Licht dastehen. Komplexe Songs wie "Schneekönigin" oder "Seemannslied" brauchen zwar einige Zeit, bis sie sich dem Hörer in ihrer ganzen Pracht erschließen, reihen sich dann aber nahtlos in die lange Liste der STS-Highlights ein. Und mit Hits der Marke "Sieben" oder "Das Rätsel II" sind auch einige typische, sofort ins Ohr gehende Subway-Nummern vertreten, die Nord Nord Ost letzten Endes zu einer Scheibe machen, mit der man sich schneller als erwartet anfreundet.


::: Trackliste :::

01 Saraband De Noir
02 Schneekönigin
03 Feuerland
04 Sieben
05 Lacrimae '74
06 Feuerkind
07 Das Rätsel li
08 S.O.S.
09 Eisblumen
10 Seemannslied


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Alt 08.09.05, 20:35   #5 (Permalink) Top
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Leaves' Eyes entstanden als launiges Atrocity-Nebenprojekt bei einem Waldspaziergang, doch Lovelorn, das erste Album der Süddeutschen, klingt außergewöhnlich engagiert und ausgereift. Die Scheibe, deren kreatives Fundament in erster Linie auf das Konto von Atrocity-Basser Chris Lukhaup und der aus Norwegen stammenden, mit Atrocity-Sänger Alex Krull verheirateten Ex-Theatre-Of-Tragedy-Sängerin Liv Kristine Espenaes-Krull geht, überzeugt mit angenehm klischeefreien Songs.

Man fährt mit dem Klangcocktail aus Metal, Klassik, Gothic und Ambient zwar unverkennbar im Nightwish-Fahrwasser, schafft es aber, ohne Kitsch und ausgelutschte Stereotypen über die Runden zu kommen. Die Instrumentierung bricht immer wieder aus herkömmlichen Bombast-Metal-Schemata aus, die Spannungsbögen werden ohne hektische Laut-leise-Wechsel gehalten, und die Melodielinien klingen überaus eigenständig. Liv Kristine steht jederzeit im Vordergrund und veredelt die zehn Kompositionen mit ihrer ausdrucksstarken Stimme, die Lovelorn als ohrenfreundlichen Mix aus Kate Bush, Enya und Within Temptation durchgehen lässt.


::: Trackliste :::

01 Norwegian Lovesong
02 Tale Of The Sea Maid
03 Ocean's Way
04 Lovelorn
05 The dream
06 Secret
07 For Amelie
08 Temptation
09 Into Your Light
10 Return To Life


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Alt 09.09.05, 11:30   #6 (Permalink) Top
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Funktioniert die Verbindung aus düsteren Metal und Gothic auch ohne meterdickem Pathos und peinlichen Kitsch? Eher selten, aber es kann durchaus funktionieren. Eines der wenigen positiven Beispiele sind Tristania aus Norwegen, deren Debütalbum Widow's Weeds vor allem in Deutschland viele Freunde gefunden hat. Was machen Tristania anders als die anderen? Sie wollen nicht auf Teufel komm' raus gefallen, sie setzen nicht auf kommerzielles Kalkül, welches besagt, oberflächlich und glatt zu Werke zu gehen.

Und so sind Tristania vor allem Metal -- mit düsteren Vibes, mit harten Gitarrenläufen. Die Rockinstrumentierung macht die schönen Melodien aus, der Gruftgesang von Frontmann Morten ist wesentliches Markenzeichen -- und erst danach kommen die gotischen Elemente, die zur Bereicherung dienen und nicht zur alleinigen Bestimmung der Trademarks. Keyboardsounds werden stets effektiv, dafür um so wirkungsvoller eingesetzt. Sängerin Vibeke ergänzt sich mit ihrem männlichen Gegenpart, anstatt das gesangliche Zepter gänzlich zu übernehmen. So klingt das Album ausgewogen und reif, wenngleich man das hohe Niveau noch nicht über die volle Longplayerdistanz halten kann.


::: Trackliste :::

01 Preludium ...
02 Evenfall
03 Pale Enchantress
04 December Elegy
05 Midwintertears
06 Angellore
07 My Lost Lenore
08 Wasteland's Caress
09 ... Postludium


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Alt 10.09.05, 01:07   #7 (Permalink) Top
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::: Trackliste :::

01 Requiem
02 Hörst Du mein Rufen
03 Es war einmal eine "O"
04 You Are Poison For Me
05 Kleine Schwester
06 Der Trieb
07 Hass
08 Black Waves
09 Madeira
10 Wintertage


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Alt 10.09.05, 16:24   #8 (Permalink) Top
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Closure:Live ist nach der wenig spannenden Inperspective-Mini-CD der zweite Nachschlag des ehemaligen Theatre-Of-Tragedy-Labels Massacre, bei dem die Band ihre erfolgreichsten Jahre verbrachte, bevor sie mit Musique zu East West wechselte, einen radikalen Stilwechsel vollzog und leider deutlich an Boden verlor. Veröffentlichungen einer Excompany riechen immer etwas nach Cash-In. Und auch Closure:Live würde wohl kaum als reguläres Release in die Läden gelangen. Zunächst einmal sind Theatre Of Tragedy beim besten Willen keine Liveband, sondern musikalisch zu statisch und optisch zu befangen, um auf der Bühne nachhaltig zu überzeugen. Sich allein auf eine Hand voll gute Songs und die Aura von Frontfrau Liv Kristine Espen?s zu verlassen, ist einfach zu wenig. Da mag Closure:Live, nachdem die Gruppe mit Musique in der angestammten Gothic-Metal-Szene überhaupt nichts mehr reißen konnte, zwar als Best-of des klassischen Theatre-Of-Tragedy-Sounds durchgehen (die Platte wurde bereits vor dem Release von Musique aufgenommen), doch gewinnen die Songs in der Liveumsetzung keinen Deut gegenüber den Originalen. Im Gegenteil: Für Closure:Live wurde lediglich ein einzelner Gig in Polen mitgeschnitten, bei dem die Gruppe zudem nicht sonderlich motiviert klingt. Folglich ist Closure:Live eher ein unbeeindruckendes Testament einer Band, die von jüngeren Acts qualitativ und erfolgstechnisch längst überholt wurde. Schade eigentlich.


::: Trackliste :::

01 Intro / And When He Falleth
02 Der Spiegel
03 Cassandra
04 Venus
05 Black As The Devil Painteth (Remix V2)
06 Siren
07 Poppaea
08 Bacchante
09 A Distance There Is
10 Der Tanz der Schatten
11 Cassandra (Video)
12 Der Tanz der Schatten (Video)


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Rapidshare Mirror - Teil 2
Rapidshare Mirror - Teil 3
Rapidshare Mirror - Teil 4
Rapidshare Mirror - Teil 5
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Alt 10.09.05, 20:48   #9 (Permalink) Top
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Ich weiß nicht, ob hier auch GMX erlaubt ist, aber ich habe alle Lacrimosa-Alben dort geuppt, nach Alben sortiert in Teilarchiven zu je 5 MB.
Die Track-Listen finden sich in diesem Post:
http://board.gulli.com/post/265...ost2652029
Ich kann einzelne Alben oder auch alles Komplett beamen, die Bereitschaft weiterzubeamen ist jedoch Voraussetzung. Dazu werde ich eine Liste aller, denen ich die Alben gebeamt habe in einem Posting im genannten Thread veröffentlichen.

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Alt 12.09.05, 07:31   #10 (Permalink) Top
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David A. Line provoziert gern, und so sind Bandname und Titel der CD passend gewählt. Das Nebenprojekt des Untoten klingt elektronischer, ist düster und beinhaltet sogar clubtaugliches Material. Unterstützt wird alles ebenfalls durch die Untote Greta Csatlos.
Wem ziemlich undergroundiger Sound aus dem Dunstkreise der Untoten gefällt, wird auch beim Hören dieser CD seine helle oder auch dunkle Freude haben.


::: Trackliste :::

01 Luzifer's rising
02 Beichtstuhl der Begierde
03 Perversion bizarre (Clubversion)
04 Das Bluthörspiel
05 My mother wears black
06 Thru the looking glass (now!)
07 Schau mich nicht so böse an
08 Are U psycho?
09 Luzifer's decline
10 Botschaft
11 F*cken und t*ten
12 Exit


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Alt 12.09.05, 18:56   #11 (Permalink) Top
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Dieses Album liefert eine akustische Traumlandschaft, eine Art Reise ber verschiedene ruhige und einfhlsame Titel. Brilliant ist dabei die beeindruckende Stimme von Claudia Uhle (X-Perience), die gerade in der dezenteren Instrumentalisierung voll zur Geltung kommt.
Die technische Seite macht auch einen guten Eindruck, auf exzessive Dynamikkompression wie sie grosse Label pflegen wurde hier verzichtet. Auch leisere Nuancen und Instrumente kommen sauber durch.


::: Trackliste :::

01 Turn The Sky (Feat. Apocalyptica)
02 Back In The Moment (Feat. Joachim Witt)
03 Blasphemous Rumours
04 Otium
05 Falling Leaves
06 Guardian Angel
07 Crawling
08 Bouncing Shadows
09 Fairyland (Album Vesrion)
10 Dream In A Church (Feat. Letzte Instanz)
11 Lights
12 Newborn Sun (Feat. Milu/Mila Mar)
13 Into My Arms (Feat. Roedernallee)
14 Christmas Dreams
15 Peace Of Mind


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Alt 14.09.05, 12:49   #12 (Permalink) Top
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Endlich die lang ersehnte Live-Scheibe der Potsdamer Kracher-Kapelle, deren Konzerte bei Kennern mittlerweile Kultstatus besitzen. Um es vorwegzunehmen: Das Warten hat sich gelohnt. Nicht zuletzt den hartnäckigen Anfragen der Fans ist dieses Dokument zu verdanken, das die Band eigentlich gar nicht realisieren wollte. "Halb zog man uns, halb sanken wir hin", meint Texter und Mitbegründer der Band, Bodenski. Man hatte Bedenken, die reale Konzert-Atmosphäre auf Silberling bannen zu können. Natürlich ist das unmöglich, aber Subway To Sally nähern sich dem so weit es eben geht.

Der Sound knackt, die Klampfen wummern, der Chorgesang ist herrlich, das Publikum gröhlt und die Songauswahl kommt einem Best Of gleich. Einem Best Of allerdings der Songs, die live einfach knallen. Einer der absoluten Höhepunkte der insgesamt großartigen Scheibe ist die Verknüpfung der Songs "Die Braut" und "Der Bräutigam", wobei erstgenannter bisher lediglich in unbefriedigender Soundqualität auf dem Debüt Album 1994 erhältlich war.

Ein Muss für jeden Fan, allein um die Wartezeit auf das nächste Konzert zu überstehen. Ein prima Einstieg für denjenigen, dem diese Ausnahme-Rocker bislang unbekannt waren und der auf gut gespielten, druckvollen Heavyrock mit deutschen Texten steht, der seine Wurzeln aus Folk und Keltentum zieht.


::: Trackliste :::

01 Intro
02 Böses Erwachen
03 Mephisto
04 Das Opfer
05 Unterm Galgen
06 Grabrede
07 Traum vom Tod II
08 Der Sturm
09 Horo
10 Minne
11 Die Hexe
12 Liebeszauber
13 Die Braut und der Bräutigam
14 Ohne Liebe
15 Henkersbraut
16 Julia und die Räuber
17 Carrickfergus
18 Maria


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Aegis ist die bislang einzige Scheibe der Norweger, die man ernst nehmen kann -- und trotzdem erreicht die Band lediglich musikalisches Mittelmaß. Es ist also eine Ironie des Schicksals, weshalb ausgerechnet Theatre Of Tragedy im Gothic Metal-Genre zu den Top-Verkäufern zählen und andere, anspruchsvolle Acts das kommerzielle Nachsehen haben. Aber man muß dieser Band zugestehen, daß ihre Songs auf Aegis nicht mehr nur eindimensional und kitschig auf die Tränendrüsen (je nach Gusto Tränen der Rührung oder Lachtränen) drücken, sondern ein paar wirkliche tiefere Melodiebögen auf der Pfanne haben. Dies liegt einerseits an der verbesserten Gitarrenarbeit und andererseits auch an der Routine der Band in songschreiberischer Hinsicht. Ähnlich polarisierend wie die Musik ist auch der Gesang von Liv Kristine. Viele Leute meinen, sie sei eine positive Ausnahmeerscheinung der Szene -- als Ausnahmeerscheinung würde ich sie auch bezeichnen, aber nicht unbedingt unter der gleichen Prämisse.


::: Trackliste :::

01 Cassandra
02 Lorelei
03 Angelique
04 Aoede
05 Siren
06 Venus
07 Poppea
08 Bacchante


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POWERMETAL.de Review:

Seit einiger Zeit hält sich jeder, der ein schwarzes T-Shirt trägt und seine Gitarre um eine Oktave heruntergestimmt hat, für Gothic. Das können wir Kinder der 80er natürlich nicht unwidersprochen durchgehen lassen. Der männliche Sänger von BESEECH hat zwar auch keine klassische Friedhofsstimme, schafft es aber dennoch, eine träge und düstere Stimmung aufkommen zu lassen. Die weibliche Stimme ist in diesem Genre ja mittlerweile Vorschrift, aber auch die Frontdame der Gruppe macht nicht einfach Dienst nach Vorschrift. Der Duettgesang von weiblicher und männlicher Stimme, der auf fast allen Liedern ihres aktuellen Albums "Sunless Days" vorkommt, überzeugt mit diesen beiden guten Sängern voll und ganz. (Das wiegt um so schwerer, wenn man bedenkt, wie viele sich damit schon lächerlich gemacht haben.) Auch die Musiker tragen allesamt zu einem großartigen Sound bei: Die Gitarren hauen rein, der knochentrockene Bass blubbert, die Tasten - Klavier oder düster schwebende Keyboards - sorgen für Stimmung, und das Schlagzeug bringt den Rhythmus genau auf den Punkt.

"Sunless Days" beginnt bei 'Innerlane' mit wuchtigem Rhythmus und großen Melodielinien. Auf das treibende 'The Outpost' folgt mit 'A Bittersweet Tragedy' eine fantastische Nummer mit dem typischen Lavasound. Das Cover 'Devil's Playground' amüsiert, weil es in der Fassung von BESEECH eher nach TYPE-O-NEGATIVE als nach der Originalband DANZIG klingt. 'Lost' präsentiert die Klasse von Sängerin Lotta, die hier allein zum Klavier singt. Das großartige 'Restless Dreams' führt in seiner Intensität zwischen Rock, Düsternis und Melancholie noch einmal alle Stärken von BESEECH vor, ehe der Rausschmeißer 'The Reversed Mind', eine etwas disharmonische Klangkulisse, eine andere Seite der Gruppe zeigt.

"Sunless Days" ist eine der besten Neuerscheinungen, die ich bislang in diesem Jahr gehört habe. Hier sollte jeder, der auch nur ein wenig für dunkle Klänge übrig hat, mal reinhören. Und ob BESEECH nun Gothic oder düstere Rockmusik spielen, ist letztendlich nur eine zweitrangige Schubladenfrage.

Anspieltipps: Innerlane, A Bittersweet Tragedy, Lost, Restless Dreams

Neben der normalen Version, die hier besprochen wurde, gibt es von "Sunless Days" noch eine Limited Edition mit zwei Bonus-Tracks.
Stefan Kayser [04.09.2005]


::: Trackliste :::

1. Innerlane
2. The Outpost
3. A Bittersweet Tragedy
4. Everytime I Die
5. Devil's Plaything
6. Lost
7. Last Obsession
8. Emotional Decay
9. Restless Dreams
10. The Reversed Mind (Outro)


::: Download :::

Rapidshare Mirror - Teil 1
Rapidshare Mirror - Teil 2

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Alt 16.09.05, 01:27   #15 (Permalink) Top
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POWERMETAL.de Review:

Nachdem sich XANDRIA mit ihrem zweiten Album "Ravenheart" endgültig in der Metalszene etabliert hatten, durfte man gespannt sein auf "India", den dritten Streich der Gothic-Metaller um Frontfrau Lisa. Und ich verrate nicht zu viel, wenn ich sage, dass sie das starke "Ravenheart"-Album noch mal deutlich getoppt haben.

Die ausgedehnte Tour mit ENTWINE und LAB sowie einige Festival-Auftritte, u. a. auf dem Summer Breeze 04 und dem Busan International Rock Festival, haben die Truppe deutlich weiter gebracht. Das merkt man erstens an Lisas Stimme, die sich noch mal gesteigert hat und noch kräftiger und melodischer klingt, sowie an der deutlich raueren und härteren Gangart, die XANDRIA auf "India" angeschlagen haben.
Das ist nicht erstaunlich, da auch das "Ravenheart"-Material live deutlich härter klang als auf dem relativ weich produzierten Album. Diese "Livehärte" konnte XANDRIA ins neue Album rüberretten, und dieser Schritt tut dem Album sehr gut.

Mit dem Opener 'India' wurde eine fast schon klassische Metalnummer eingespielt, in der die Riffs sehr prägnant daherkommen. Zusammen mit Lisas etwas opereskem Gesang, den orientalischen Klängen und einigen Breaks entfaltet sich ein orientalisches Flair, das dem Namen 'India' gerecht wird. Zusammen mit typischen XANDRIA-Songs wie z.B. 'The End Of Every Story' und 'In Love With The Darkness', macht die neue Härte die CD unheimlich abwechslungsreich. Besonders interessant ist, dass der eben schon erwähnte Titelsong und der Abschlusssong 'Return To India' das Album in einen geschichtlichen Rahmen verpacken. So weisen die Stücke auf die Entdeckung Amerikas hin und somit symbolisch auf die Ziele, die jeder Einzelne vor Augen hat.

Doch "India" ist kein Konzeptalbum, denn zwischen diesen beiden Songs nutzen XANDRIA alle Freiheiten aus. Mit viel Bombast bei 'Now and Forever' und wunderschönen Melodiebögen in 'In Love With The Darkness', der ersten Singleauskopplung, können XANDRIA punkten. Die Harmonie zwischen Melodie und Härte ist bemerkenswert, da trotz starker melodischer Ansätze und viel Bombast die Riffs sehr prägnant bleiben und nicht verwässern.

Gänzlich ohne Härte kommt mein persönlicher Favorit des Albums,'?Like A Rose On The Grave Of Love' daher. Unterstützt von Jessica Thierjung von LYRIEL und SCEAL EILE, singt Lisa diese wunderschöne Ballade. Die durchweg akustischen Instrumente wie Mandoline, Flöte Kontrabass und Uillean Pipe verleihen dem Stück einen stark mittelalterlichen Touch. Lisas und Jessicas Stimmen harmonieren sehr schön und laden zum Träumen ein. Vor allem der Anfang mir der Uillean Pipe könnte glatt dem "Braveheart O.S.T." entsprungen sein, und der hat, soweit ich weis, 'nen Oscar bekommen.

Auch die folgenden Songs lassen nicht nach in ihrer Qualität. Ob 'Widescreen' oder das ziemlich klassisch gehaltene 'The End Of Every Story' oder 'Winterhearted' (beide wieder mit Unterstützung von LYRIEL, diesmal aber Linda Laukamp am Cello) sind musikalische Perlen.
Die Zusammenarbeit mit dem Deutschen Filmorchester Babelsberg zahlt sich ebenfalls aus, denn das Orchester klingt deutlich stimmungsvoller als die Konserve auf dem Vorgänger.

So also komme ich zu folgendem Fazit: Das Album ist echt geil.
Es ist abwechslungsreich, heavy, mit tollen Melodien bestückt und voll gepackt mit Ideen. Bei jedem Hördurchgang finde ich irgendetwas Neues, dass mir voher noch nicht aufgefallen war. Wer hier nicht zugreift, ist selber schuld, denn mit "India" hat XANDRIA das wohl beste Stück Gothic Metal abgeliefert, das Deutschland zurzeit zu bieten hat.
Martin Schneider [16.08.2005]


::: Trackliste :::

1. India
2. Now & Forever
3. In Love With The Darkness
4. Fight Me
5. Black And Silver
6. Like A Rose On The Grave Of Love
7. Widescreen
8. The End Of Every Story
9. Who We Are (And Who We Want To Be)
10. Dancer
11. Winterhearted
12. Return To India


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Catastrophe Ballet
Album: Menschenfeind + Gallery of 1990 -1993 (Limited Edition)
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Album: Menschenfeind
Genre: Gothic
Year: 1997
Codec: MPEG 1 Layer III
Settings: 320 kbps CBR / 44100 khz / Joint Stereo
Written Tags: ID3v1 ID3v2
Total Tracks: 9
Total Length: 00:49:58

1 Love Is Dead & Death Is The Only Love 5:28
2 Everybody Creates His Own Hell 4:48
3 I Am Human 6:54
4 Der Weg ist das Ziel 4:05
5 The Missing Part (Father) 5:32
6 Rage 6:06
7 These Wounds 5:56
8 Unclean 4:49
9 Maybe Just Once 6:15

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Album: Gallery of 1990 -1993 (Limited Edition)
Genre: Gothic
Year: 1997
Codec: MPEG 1 Layer III
Settings: 320 kbps CBR / 44100 khz / Joint Stereo
Written Tags: ID3v1 ID3v2
Total Tracks: 13
Total Length: 00:54:12

1 Intro (..The Flame) 1:09
2 Decades (Part 1) 4:02
3 Theme From "Zardoz" 5:22
4 House Of Hate 4:49
5 Nightmares 3:49
6 New Values 3:14
7 The Beauty Of Innocence 5:56
8 The Garden Of Decay 4:11
9 The Last Day On Earth 3:34
10 21st Century Boy 3:53
11 The Truth? 3:45
12 Model Utopia 5:03
13 Call Of The Dawn (Fragile Scream) 5:22








Aus der Amazon.de-Redaktion Seit jeher kombinieren die Hamburger Catastrophe Ballet EBM, Industrial, Wave und Gothic-Elemente zu einer sinnigen Einheit. Manchmal rockt's ordentlich, manchmal ergeht man sich in klagenden Electro-Gefilden. Schick ist's eigentlich immer, auch wenn die Vorbilder (wie z.B. Nine Inch Nails) manchmal zu offensichtlich durchschimmern. Menschenfeind ist das bis dato reifste Werk der Hansestädter, da einerseits die Songs gänzlich unplakativ wirken, andererseits an der Gitarren- und Drumarbeit massiv gefeilt worden ist. Zudem kommt hinzu, daß Gastsängerin Patricia (Aurora Sutra) eigene Akzente setzt, ja sogar auf diesem Album eine Art Eigenleben entfaltet. Aber Kritikpunkte gibt es auch -- und die haben vorrangig mit dem Sound zu tun. Der ist typisch auf frühneunziger Jahre getrimmt, so EBM-mäßig. Soll heißen, daß alles zu klinisch, zu Hallenbad-mäßig klingt, was vor allem auf Erics Stimme wirkt. Da hätte man entschieden mehr machen können. Aber im Jahr 2000 gibt's ja eine neue Platte des Katastrophen-Balletts -- und die soll ja knallen...
INTRO:
Aufgrund seiner trendgefälligen Hinwendung zum Electro-Metal-Crossover hatte mich der Vorgänger ?New Values? eher kalt gelassen, dafür gefällt mir ?Menschenfeind? nun um so besser, was schon der erneut alte Goth-Qualitäten beweisende Opener ?Love Is Dead & Death Is The Only Love? offenbart. Nicht zuletzt die beeindruckend luftige Produktionsarbeit von Axel Hermes und Hauke Harms (beide GIRLS UNDER GLASS) schubst Dich in eine Gefühlsachterbahn zwischen Pathos, Aggressivität, Harmonie, Härte und Melancholie. Daß hier wieder - trotz des Albumtitels - mehr auf Atmosphärisches gesetzt wird, steht den BALLETs allemal besser zu Gesicht als halbherzig klingende Prügelorgien. Demgemäß sei das von der Plattenfirma gewählte Etikett ?Future Industrial Gothic? abgesegnet, seien gute Kritiken in Metal- und Goth-Magazinen erwartet und sei das Motto ?Der Weg Ist Das Ziel? über die Haustür genagelt. Überzeugendes Album.







Dateigröße: 233 MB
Catastrophe Ballet Part1
Catastrophe Ballet part2
Catastrophe Ballet part3
Catastrophe Ballet part4
Catastrophe Ballet part5
Passwort: Ballet4gulli

mfg
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POWERMETAL.de Review:

Wumm ? da bollert der Bass mächtig fett aus den Boxen. Keineswegs schwebt hier die Nacht auf sanften Flügeln herein, wie es im Opener des neuen ELIS-Albums heisst, sondern mit einem schweren Krachen. Die in Liechtenstein und der Schweiz beheimateten Musiker brechen ein Gothic-Metal-Gewitter vom Zaun, wie es derzeit seinesgleichen sucht. Sicherlich, da wir hier eine lieblich und manchmal hoch tönende Sängerin am Mikro stehen haben, darf jetzt kurz der Name NIGHTWISH als Orientierung fallen und gleich wieder vergessen werden. Denn ELIS geben der Brachialromantik die Ehre und lassen sich mit den letzten zahmen (wenn auch keineswegs schlechten) Veröffentlichungen der finnischen Bestseller nicht vergleichen. Wer wie ich auf deren "Oceanborn"-Klassiker abfährt, könnte allerdings mit ELIS eine neue Offenbarung und die Erfüllung lang gehegter Sehnsüchte nach ähnlicher Klasse erleben.

Zum Gelingen der neue Scheibe hat mit Sicherheit auch die helfende und studiotechnisch versierte Hand von ATROCITY-Mastermind Alexander Krull beigetragen, der schon die Vorgängeralben produzierte. Früher hieß die Band ERBEN DER SCHÖPFUNG, benannte sich aber nach dem Album "Twilight" in ELIS um und veröffentlichte unter diesem Namen 2003 "God?s Silence, Devil?s Temptation". Von der "Twilight" kenne ich ein Stück (und zwar genau das, von dem der neue Gruppenname stammt), das damals auf einem Metal-Hammer-Sampler enthalten war und mich mit seiner feinsinnigen lyrischen Note beeindruckte. Wie schmaler Geldbeutel und fehlende Arbeitsmoral zur Aufbesserung desselben so spielen, konnte ich mir das gesamte Album damals nicht leisten. In die neue CD hätte ich jedoch auf jeden Fall investiert. Sie stellt einen grossen Schritt nach vorne für die Rüschen-Metaller dar. "Dark Clouds In A Perfect Sky" ist einfach ganz große Klasse!

Zu einem unwiderstehlichen Erlebnis wird der musikalische Genuss vor allem durch die Kombination folgender hochwertiger Zutaten des schmackhaften Gerichts: einmal haben wir den wuchtigen Pfeffer zweier Klampfen im Verein mit dem stärkehaltigen Bass, dann ein paar wunderschöne symphonische Soundelemente als würzige Kräutermischung, deren Erzeuger sträflicherweise weder auf meiner Promo, noch im Info, noch irgendwo im Netz genannt wird, zudem als süsse Paprika die Stimme von Sabine Düser, welche natürlich nicht ohne ihre Chorausbildung denkbar wäre und ? least but not last ? das Salz ausgereifter und teils komplexer Kompositionen, die ELIS weit aus der Masse vergleichbarer Bands herausheben. Ach ja ? die nachtverliebte Romantik darf natürlich nicht vergessen werden, die hier den Part der bitteren, aber kräftigen Muskatnuss übernimmt...

ELIS stellen dabei immer die eingängige Komponente in den Vordergrund. Die Gitarren spielen einprägsame und melodische Hooks und Riffs, wobei die Band nicht nur eine Melodie herunterschrammelt, sondern mehrere Harmonien zum Einsatz bringt. Häufig setzen sie Breaks ein, die dem Ganzen eine etwas anspruchsvollere und abwechslungsreichere Note geben, die man bei dem üblichen Gothic-Metal-Pop schlicht vermisst. Wer aber unbedingt letzteren hören will, kommt mit dem wohligen Frauengesang und einigen zuckersüssen Ohrwürmern schon genug auf seine Kosten. Die Rhythmussektion geht aber immer einen harten Weg und viele Stücke sausen in Windeseile am Hörer vorrüber.

Neoklassizistisches Ambiente darf auf einer solchen Scheibe natürlich auch nicht fehlen und so haben wir eine Menge Klaviertupfer, Streicher und Bombastsounds, wobei neben den Keyboards auch natürliche Instrumente verwendet worden sind. Sehr schön ist in dieser Hinsicht das letzte Stück der CD 'Ballade', welches von einem elektronisch-wavigen Rhythmus und Klavierklängen getragen wird, während Sabine Düser in schwarzromantisch "flötender" Manier ein Gedicht des deutschen Dichters Georg Trakl intoniert, der ja für seine ebenso genialen wie tief schwermütigen Gedichte bekannt ist. Hier spürt man auch ein wenig die ?süddeutsche? Herkunft der Sängerin im Akzent, was durchaus sympathisch wirkt... "Laut sang, o sang das Meer." Ja, wahrhaftig, eine bezaubernde Sirene!

Die Gitarren schweigen in diesem Song. Und schweigen kann natürlich niemand, der sowieso nichts zu sagen, sondern nur jemand, der etwas zu mitzuteilen hat. Und in den vorhergehenden zehn Songs haben die Gitarren deutlich das Sagen. Schauen wir uns kurz mal ein paar bemerkenswerte Nummern von "Dark Clouds In A Perfect Sky" an:

Der Hit für den Club dürfte der Opener 'Der letzte Tag' sein: - der Text ist zwar ein ein wenig klischeehaft, aber genau das dürfte den Gothic-Teenie begeistern und ansonsten geht?s einfach kraftvoll nach vorne mitten in den Gehörgang ab. Einige Streicher ergänzen die Gitarrenpracht. Komplexer wurde 'Lost Soul' gestaltet, das mit stampfenden Gitarren beginnt die von Keyboardflächen getragen werden. ELIS füllen den Sound im weiteren durch verschiedene melodische Solos aus. Der Frauengesang wechselt in den Strophen mit einer grunzenden Männerstimme, während der Refrain in einer für die Band typischen Weise sehr hymnisch ausfällt. Das ist im übrigen der einzige kleine Kritikpunkt an der vorliegenden Scheibe: die Refrains sind eben sehr typisch gestaltet und könnten ruhig einen Schuß mehr Abwechslung vertragen. Da hier aber sonst alles stimmt, fällt das für mich nicht besonders ins Gewicht.

Herrausragend ist auch das majestätische Midtempo-Stück 'Perfect Love', das von Klavier und Streichern verschönert wird. Die Majestät von 'Heart In Chains' liegt dagegen vor allem in den mächtigen Gitarrenwänden und bombastischen Stimmungsbildern begründet. In 'Die Zeit' verwenden ELIS - neben 'Der letzte Tag' und 'Ballade' - Worte in deutscher Sprache. Die Melodie erscheint fast poppig, aber Gitarre und Bass fahren wieder tief in die Magengrube. Eine attraktive komplexe Rhythmik zeichnet 'Devil Inside You' aus. Flöten- und Klaviertöne und ein schwelgerischer Klangfluß betonen bei 'Rebirth' die lyrischen Momente, die aber in fast jedem Stück des Albums auftauchen. Mächtig knallt der treibende Rhythmus, der dem Refrain von 'Are You Missing Me' unterlegt wurde.

Im Ganzen gesehen haben ELIS hier eine gut abgerundete Scheibe geschaffen, die man sich am besten in einem Stück anhört. Es kommt weniger auf die einzelnen Songs an, als mehr auf den vollmundigen Gesamtsound, der sowohl durch Kraft als auch durch schillernde Romantik eine siebenundvierzigminütige Hochstimmung erzeugt, die den Alltag vergessen lässt. Lyrische Buntheit, melodische Eingängigkeit und krachende Härte halten sich hier ungefähr die Waage. Damit liegt endlich mal seit langem wieder ein Gothic-Metal-Album vor, das zu gefallen weiß, ohne plakativ irgendwelchen Trends nachzurennen. Nachzutragen bleibt, dass die CD als limitiertes Digipack mit einem Bonusstück erscheint.

Anspieltipps: Der letzte Tag, Lost Soul, Perfect Love, Heart In Chains, Ballade
Jörg Scholz [08.10.2004]


::: Trackliste :::

1. Der letzte Tag
2. Anger
3. Lost Soul
4. Perfect Love
5. Heart In Chains
6. Die Zeit
7. Black Angel
8. Devil Inside You
9. Rebirth
10. Are You Mising Me
11. Ballade


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POWERMETAL.de Review:

Dass aus Italien nicht nur Poser-Metal a la RHAPSODY als Exportschlager auf dem restlichen europäischen Metal-Markt fungiert, das weiß der umsichtige Hörer und Freund sphärischer und gotisch gefärbter Gitarrenmucke seit 1999, als eine gewisse Band namens LACUNA COIL ihren gelungenen Erstling "In A Reverie" veröffentlichte - und allerspätestens seit 2001, als selbige Truppe mit "Unleashed Memories" eine emotionale Metalscheibe erster Güte auf die Welt losließ.
Und nun ist er da, der brandneue Streich "Comalies", randvoll gepackt mit 13 Tracks. Heiße Frage hierbei: Sind die Südländer auf ihrem zwar absolut hörenswerten aber zuweilen leicht sperrigem Stil hängengeblieben oder lässt sich eine gewisse Weiterentwicklung im Spiel des Sextetts um die hübsche Sängerin Cristina Scabbia ausmachen? Um es kurz und knapp zu sagen: Definitiv! LACUNA COIL kumulieren auf ihrer neuen Scheibe die atmosphärischen Stärken der beiden Vorgängerlongplayer, bleiben sich dabei aber selber treu und legen zusätzlich noch mal eine große Schippe Emotionen und seelischen Tiefgang drauf. Vor allem am Gesang wurde äußerst angenehm gefeilt, Cristina besticht nicht mehr nur allein durch ihren grazienhaften Elfengesang, sondern zeigt gleich beim Eingangsstück "Swamped", was für eine neue Energie und Kraft ihren Stimmbändern innewohnt. Auch ihr männlicher Gegenpart hat merklich an sich gearbeitet, so verliert Andrea Ferro sich nur noch ansatzweise in seinen ehemals doch recht rauen und kratzigen Vocals und setzt auf "Comalies" verstärkt auf cleane Darbeitungen, die sich hören lassen können. Diese neugewonnenen Stärken der beiden Hauptakteure geben dem Gesamtwerk gleich eine viel rundere und reifere Note, die in den früheren Veröffentlichungen des Sechsers immer irgendwo fehlte.
Musikalisch baut man weiterhin auf kräftige Songgerüste, deren Basis die fundiert rockenden Gitarren bleiben, allerdings setzen Keyboard und Synthesizer jetzt noch stärkere Akzente als zuvor und bilden neben den Sechssaitern das unumstößliche Fundament der Stücke. Da nisten sich Werke wie das perfekt inszenierte "Heaven's A Lie", "Tight Rope" oder "Unspoken" mit druckvollem Riffing und traumhaft-sphärischen Melodiebögen der Tastenfraktion wohlig im Ohr fest - erdig und exorbitant zugleich. Und besonders im Bereich der soliden Balladen zeigt die Band auf ein Neues, wo ihr Können liegt: Ähnlich dem Schmachter "Purify" des 2001er-Albums "Unleashed Memories" rühren "The Ghost Woman And The Hunter" und "Entwined" mächtig am Herzen der Hörerschaft - Anspielpflicht!
Etwas moderner - die gute Cristina übt sich zu "Angel's Punishment" im Sprechgesang (keine Sorge, es ist kein Rap) - und schließend mit dem italienisch-englisch vorgetragenen Titeltrack "Comalies" wieder rockig-balladesk aufwartend findet die Platte nach einer knappen Stunde ein gebührendes Ende.

Ohne jetzt dick auftragen zu wollen, aber mit "Comalies" haben LACUNA COIL ihr bisheriges Meisterwerk abgeliefert - Musik, die Träumer wie auch Liebhaber zügigem Riffings anspricht. In Symbiose mit den gereiften Gesangslinien eine absolut sichere Sache, somit: Wer LC vorher sowieso schon mochte, für den ist diese CD Pflicht, ebenso wie für Anhänger mystisch-emotionalem Gothic Metals.
Beide Daumen hoch!

Anspieltipps: Swamped, Heaven's A Lie, The Ghost Woman And The Hunter, Entwined, Comalies
Kathy Schütte [03.10.2002]


::: Trackliste :::

1. Swamped
2. Heaven´s A Lie
3. Daylight Dancer
4. Humane
5. Self Deception
6. Aeon
7. Tight Rope
8. The Ghost Woman And The Hunter
9. Unspoken
10. Entwined
11. The Prophet Said
12. Angel´s Punishment
13. Comalies


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POWERMETAL.de Review:

Als im letzten Jahr das Album-Debüt ?Prison Of Desire? von AFTER FOREVER erschien, wurde meine Frau beim Stöbern nur des eindrucksvollen und auffälligen Cover-Artworks wegen auf die Scheibe aufmerksam ? ein Glücksgriff, wie sich herausstellen sollte. Seltsamerweise hatte ich den Eindruck, dass dieses erstaunliche Debüt trotz sehr guter Kritiken in den Magazinen am Großteil der Szene vorbeischlich und nicht zu dem Bekanntheitsgrad gelangte, den es verdient hatte. Auch beim nun vorliegenden Nachfolger ?Decipher? wissen Cover und Booklet durch eines der exzellentesten Artworks zu bestechen, deren ich bislang ansichtig wurde. Aber damit ist es natürlich nicht getan, denn auch der Inhalt ist erneut absolut erstaunlich. Und die Holländer AFTER FOREVER haben sich weiterentwickelt ? es ist nicht alles Käse, was aus Holland kommt ? und noch mehr klassische Elemente, gezielteren Choreinsatz, beständige Unterstützung durch Violinen und die gelegentliche Oboe und akustische Gitarre eingebracht. Diese Entwicklung ging ein wenig auf Kosten der härteren Anteile, die dem Black Metal entlehnt waren; so kommen Screams und Grunts nicht mehr so intensiv zum Einsatz wie auf dem Erstlingswerk. Aus meiner Sicht ein wenig schade, aber dem Hörgenuss hat das nicht geschadet.

Klassisch ist auch der Aufbau des Albums; verschiedene Grundthemen werden über das Werk verteilt wieder aufgegriffen und ?Decipher? weiß mit einer der besten klassischen Latein-Ouvertüren zu erfreuen, die je den Beginn eines Metal-Albums zierten und leiten somit die düstere und zugleich engelhafte Grundstimmung des Gesamtkonzeptes ein. Die genannte Vermischung von Stilelementen ist im Gothic Metal seit einigen Jahren keine Neuerung mehr, aber der Klang, den AFTER FOREVER erzeugen, unterscheidet sich doch sehr von dem vergleichbar arbeitender Projekte. Der im Vordergrund stehende Sopran von Floor Jansen ist sehr kraftvoll und energisch, nicht so filigran und zart wie oftmals andren Orts ? beispielsweise bei vielen Stücken von NIGHTWISH ? zu finden. Das Klangbild ist recht orientalisch angehaucht, noch am Ehesten zu vergleichen mit den ägyptischen und babylonischen Themen, die THERION erschufen, bevor sie sich mit dem neuen Album der nordischen Mythologie zuwandten. Durch diese Einflüsse, die langgezogene Sangesinterpretation der Textanteile und einige beabsichtigt harte Wechsel zwischen verschiedenen Stilelementen wird ein erstes Hören sicherlich gewöhnungsbedürftig sein, doch intensives Zuhören lohnt sich, denn durch Komplexität und ein stimmiges klangliches Gesamtkonzept frisst sich die Musik sehr schnell in die Hirnwindungen und sorgt für lang anhaltenden Hörgenuss ? das Debütalbum rotiert noch immer alle Nase lang in meiner Anlage.

Tempotechnisch liegt das Album zumeist im mittleren oder langsam schwebenden, wundervoll erhabenen Bereich, nur gelegentlich durchbrochen von schnellen Passagen, die dann meist vom Black-Metal-Hintergrund des Konzeptes getragen werden. Ganz exzellent ist der Einsatz von Rhythmusfraktion und Drumming geraten, und auch die unaufdringliche und stimmige Einflechtung der klassischen Elemente wie Chor und Violinen ist gelungen, wie es nur wenige klassisch arbeitende Gothic-Metal-Bands erreichen; die verschiedenen musikalischen Welten werden auf harmonische Weise miteinander verflochten und schaffen ein durch eine satte Produktion fundamentiertes abwechslungsreiches, intensives, anspruchsvolles und düsteres Klangerlebnis, das man sich nicht entgehen lassen sollte.

Anspieltipps: "Ex Cathedra", "Estranged", "Forlorn Hope"
Andreas Jur [23.11.2001]


Kurze Bemerkung aus der loran90-Redaktion:
Überragende gothic-metal-Scheibe, die ihresgleichen sucht.


::: Trackliste :::

1. Ex Cathedra - Ouverture
2. Monolith Of Doubt
3. My Pledge Of Allegiance #1 - The Sealed Fate
4. Emphasis
5. Intrinsic
6. Zenith
7. Estranged - A Timeless Spell
8. Imperfect Tenses
9. My Pledge Of Allegiance #2 - The Tempted Fate
10. The Key
11. Forlorn Hope


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Aus der brela-net.de-Redaktion

Eine Sammlung elegischer Popsongs bilden den Kern des ersten Soloalbums der Frontfrau der norwegischen Gothicrocker "Theatre Of Tragedy".
Die einzelnen Tapes schaffen den geeigneten Background um durch eine Blumwiese zu wandeln. Die duftigen Arrangements des Klangzauberers Günther Illi sind der Norwegerin geradezu auf den Rubens Leib gemalt. Voluminöse, flauschige Klangteppiche in Moll auf denen sich a la bonne heure kuscheln lässt.
Liv Kristine brilliert auf Deus Ex Machina nicht durch eine ausnehmend satte Stimme, zierlich und zerbrechlich umspielt sie die Facettenreichen Soundgebilde. Besondere Beachtung darf man dem kurzen, deutschen Text des Titels "Huldra" schenken.

Mit diesem Soloprojekt hat die Gothiclady nicht den Oberkracher gelandet, sie hat aber demonstriert das da Potential ist, Reservoirs die nur angezapft werden müssen.


::: Trackliste :::

01 Requiem
02 Deus Ex Machina
03 In The Heart Of Juliet
04 3 AM
05 Waves Of Green
06 Take Good Care
07 Huldra
08 Ei Tulle Med ?yne Bl?
09 Good Vibes Bad Vibes
10 Outro
11 3 AM (No Loop Mix)


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[Sammelthread] Gothic-Alben

POWERMETAL.de Review:

Ich weiß, dass ich mich jetzt hier weit aus dem Fenster lehne, aber mit diesem Album haben EPICA ihren niederländischen Landsmännern und -frauen von WITHIN TEMPTATION in auf musikalischer Hinsicht bereits den Rang abgelaufen. EPICA haben nach dem sehr erfolgreichen Debüt "The Phantom Agony" nämlich nicht den Fehler gemacht und beim Nachfolger im Hinblick auf den Erfolg ihrer Kollegen auf poppige und mainstreamartige Klänge gesetzt. Hiermit will ich das letzte Album von WITHIN TEMPTATION keinesfalls runtermachen, sondern eher klarstellen, welch großartige Musik einen auf dem Zweitwerk (die zwischendurch veröffentlichten "2 Meter Sessies" will ich mal nicht mitzählen) dieser grandiosen Band erwartet.

Schon beim Intro 'Hunab K'u' stellt man klar, dass auf "Consign To Oblivion" mächtig geklotzt wird, denn schon hier erwarten einen opulente orchestrale Arrangements, Gänsehaut-Chöre und tolle klassische Melodien. Zwar kann man den hier positiv hervortretenden Bombast nicht auf dem ganzen Album anbringen, aber alleine die Tatsache, dass hier auch jede einzelne Tonspur mit Gesängen, Streichern, Fanfaren, Pianos, Orgeln und Melodien gefüllt wird, sollte die Herzen der offensichtlichen Fangemeinde höher schlagen lassen. Hinzu kommt wiederum die einmalige Stimme von Simone Simons, die meiner Meinung nach vom Stimmumfang eine Sharon Den Adel noch locker in die Tasche steckt und auch die Konkurrenz zu einer finnischen Genre-Vertreterin nicht scheuen braucht. Für mich ist diese Dame das Nonplusultra im orchestralen Metal, was sich nicht nur bei den normal gesungenen Cleanparts herausstellt, sondern vor allem bei den opernhaften Gesängen - hier besonders reizvoll das tolle Duett beim balladesken 'Trois Vierges' - sehr deutlich wird. Schade nur, dass sie sich nach wie vor von einem männlichen Begleiter die Zeilen durch einige recht hohe Screams und anders herum auch einige Death-Grunts versauen lässt; das drängt die Band leider ein bisschen in die Gothic-Metal-Schublade, doch da gehören EPICA gar nicht hin.

Ich persönlich finde das hier Gebotene schon fast annähernd so stark wie die letzten beiden Meisterwerke von THERION, auch wenn die Arrangements natürlich noch nicht so fein ausgeklügelt sind wie bei den Schwdden - aber nahe dran sind EPICA auf jeden Fall schon.
Zudem hat man auf dem neuen Album trotz des massiven Gebrauchs von klassischen Elementen nicht vergessen, melodische und eingängige Songs zu schreiben, so wie etwa das majestätische 'The Last Crusade', das dezent begleitete 'Blank Infinity' oder das mit einigen folkigen Passagen angereicherte 'Quietus'.

Der Höhepunkt wird schließlich, wie auch schon beim ersten Album, bis zum Schluss aufgespart, wo man mit dem fast zehnminütigen Titelstück wieder alle Register zieht und der Konkurrenz zeigt, dass diese Szene durch den Erfolg von WITHIN TEMPTATION, LACUNA COIL und NIGHTWISH noch lange nicht vom Potenzial her erschöpft ist. Jetzt wäre es nur noch sehr wünschenswert, wenn dieses Meisterwerk bzw. eine derart ambitionierte, fleißige und erhabene Band ähnliche Erfolge feiern könnte wie ihre Kollegen - und das über die Staatsgrenzen hinaus!

Anspieltipps: The Last Crusade, Blank Infinity, Quietus, Trois Vierges, Consign To Oblivion
Björn Backes [17.04.2005]


::: Trackliste :::

1. Hunab K'u (A New Age Dawns - Prologue)
2. Dance Of Fate
3. The Last Crusade (A New Age Dawns #1)
4. Solitary Ground
5. Blank Infinity
6. Force Of The Shore
7. Quietus
8. Mother Of Light (A New Age Dawns #2)
9. Trois Vierges
10. Another Me In Lack'ech
11. Consign To Oblivion (A New Age Dawns #3)


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[Sammelthread] Gothic-Alben

Aus der metal.de-Redaktion

Die schwedische Truppe Beseech hat mit ihrem aktuellen Longplayer beileibe keinen Originalitätspreis verdient, da man grösstenteils den allseits bekannten Vorbildern H.I.M. oder Paradise Lost nacheifert - dies jedoch auf einem Niveau, das durchaus begeistert. Ich verfolge den Werdegang der Band seit ihrem Debüt "...from a bleeding heart" und werde die neue Scheibe erstmals nicht wieder zum Second-Hand-Dealer tragen. Wenn ich ernsthaft darüber nachdenke, dann halte ich einige "Copycats" wie etwa "Charon", "Entwine" und nun auch noch "Beseech" inzwischen für die besseren Songwriter. Die drei grössten Kritikpunkte waren bei den alten Veröffentlichungen der Nordlichter der schauderhafte Gesang, das durchschnittliche Songwriting und die mumpfig-unzeitgemässe Produktion. Während handwerklich schon immer alles im grünen Bereich lag, konnte man den Rest nun endlich auch ausbügeln. Zur lasziv-erotischen, dunklen Stimme des neuen Sängers Erik Molarin gesellt sich die unschuldig-verführerische Klangfarbe Lotta Höglins. Der Einfall des Wechselgesanges ist zwar nicht gerade innovativ, funktioniert hier aber grossartig. Beseech sind meiner Meinung immer dann am besten, wenn sie leicht balladesk agieren - obwohl die ganze Scheibe an und für sich nicht zum heftigen Abrocken geschaffen wurde. Allerdings sucht man beim abschliessenden Bonustrack und Abba-Cover "Gimme Gimme Gimme" eventuell ernsthaft nach einem Regler, der die Drehzahl der CD etwas erhöht, wie das zur guten alten Vinyl-Zeit noch möglich war (Habt ihr auch ab und zu mit Doom-Metal-Platten auf 45 Umdrehungen herumexperimentiert ? *ggg*). Zum Schluss möchte ich neben den Anspieltipps auch auf das tolle, von Artwork-Gott Travis Smith entworfene Cover hinweisen. Für den Ohrentest: Between the Lines; Blinded; Sunset 28.



::: Trackliste :::

01 Illusionate
02 Between The Lines
03 Souls Highway
04 Blinded
05 Endless Waters
06 Fiction City
07 Sunset 28
08 A Last Farewell
09 A Season In Green
10.Beyond The Skies


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[Sammelthread] Gothic-Alben

Aus der metal-inside.de-Redaktion

Man ist ja so einiges gewohnt. Es passiert nicht mehr allzu oft, doch LUMSK liefern mit ?Troll? eines dieser Alben ab, dass auch nach mehrmaligem Hören primär Stirnrunzeln erzeugt. Sehr viele Halbtöne und nordische Romantik schaffen es zwar durchaus zauberhafte Momente zu kreieren, mit gleicher Leichtigkeit wandeln die sieben Musiker auf dem Grat an dessen Seiten die Verwirrung und Nervenbelastung steil abfallen. LUMSK bringen im Gegensatz zu vielen anderen Folkbands eine gewisse Introvertiertheit ins Spiel, die sich nicht permanent in der Lust entlädt ums Lagerfeuer zu tanzen. Teils sehr hoher weiblicher Gesang trifft auf männlichen Bass, die norwegische Sprache wirkt mystisch, die Kombination aus alledem exotisch aber auch wenig Eingängig. Dramatisch schluchzende Geigen werden bei ?Asgardsreia? mit düster schleppenden Gitarren gemischt und stehen in Kontrast zu vollkommen zerbrechlichen Tracks wie dem finalen ?Byttingen?. LUMSK fangen ganz großartig Stimmungen ein und setzen diese musikalisch anspruchsvoll um. Wie das aber bei so etwas fast immer ist: Nur ein kleiner Kreis wird sich an den wenig metallischen und auch wenig konsensfolkischen Klängen erfreuen. Für ruhige Norwegenträume aber durchaus geeignet.


::: Trackliste :::

01 Nokken
02 Dunker
03 Asgardsreia
04 Trolltind
05 Allvis
06 Perpalsa
07 Bl?ster
08 Byttingen


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Aus der terrorverlag.de-Redaktion

GOTHICA, was für ein außergewöhnlicher Bandname, eigentlich verwunderlich, dass noch niemand vor dem italienischen Duo auf diese Idee gekommen ist. Ob man nun die dunkle Antwort auf METALLICA ist, sei mal dahingestellt, Eindruck macht es auf jeden Fall. Seit 1995 treiben Roberto Del Vecchio und Alessandra Santovito ihr musikalisches Unwesen, welches als eine Ode an die verschiedenen Kunstformen des ?Gothic? über die Jahrhunderte verstanden werden soll. Nach 2 Demos fand man eine Heimat beim schwedischen Cold Meat Label, respektive dem Sublabel ?Cruel Moon?. ?The Cliff of Suicide? ist nach ?Night Thoughts? der zweite reguläre Output.

Die beiden Künstler teilen sich dabei den Gesang und die Instrumentalarbeit, die fast ausschließlich aus synthetischen Klängen besteht, Gastmusiker unterstützen sie allerdings mit echten, ?warmen? Instrumenten wie Oboe, Flöte oder Violine. Während Alessandra mit kunstvollem, elfengleichen Gesang brilliert, konterkariert sie Roberto mit seiner fast ausdrucklosen Stimme (ausdruckslos im positiven Sinne!). Zumeist werden die musikalischen Geräte sparsam eingesetzt, um sich ambientartig aus den Lautsprechern zu schleichen. Damit erzeugen die Italiener dennoch eine düstere und opulente Atmosphäre. Neben den unübersehbaren Klassik-Einflüssen, werden auch folkige Passagen kredenzt, eine interessante Mischung aus HAGALAZ RUNEDANCE und QNTAL. Allerdings sollte sich wirklich jeder selbst ein Bild machen, um die Töne als persönliche Erfahrung zu erleben.

Keine Musik zum Nebenbeihören, wie fast alle Releases von Cold Meat, aber wieder einmal der Beweis für den hohen qualitativen Level der Schweden. Das Mastering stammt übrigens von Peter Andersson (RAISON D`?TRE), der uns auf dem WGT 2003 beglückte. Zudem enthält der Silberling eine Elektro-Version des Titeltracks als Videoclip als weiteren Kaufanreiz. High Art for High Expectations!


::: Trackliste :::

01 Nel Buio
02 The Cliff Of Suicide
03 Deep Lakes Of The Soul
04 Cosmic Harmony
05 Under The Dock
06 Leaves
07 The Monk
08 Harmattan
09 The Land Beyond
10 La Vida Es Sueno
11 Where The Lilies Fade


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Alt 24.09.05, 11:02   #25 (Permalink)
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loran90
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[Sammelthread] Gothic-Alben

metal.de Review:

Es gibt sie immer noch: Die Bands, die unermüdlich versuchen Theatre Of Tragedy vom Thron zu stoßen, oder sich zumindest damit abgeben, genauso wie diese Band zu klingen. Meist geht so was tierisch in die Hosen, in seltenen Fällen kann man aber auch mal eine richtige Perle entdecken. Und die scheinen sich bei Napalm Records zu versammeln. Erst die inzwischen zu Nuclear Blast abgewanderten Dismal Euphony, dann Tristania und jetzt diese Band hier, mit einem wunderschönen, durchaus verkausförderndem Cover. Und zwei hübschen Blondinen. Diese beide Damen haben dann auch die Hosen in dieser Band an, so zumindest scheint es. Nicht nur, daß die eine ihr Goldkehlchen auf der CD vernehmen läßt und somit den nicht gerade aufregenden Grunzer aussticht, nein, die andere Dame läßt auch noch ihre Violine erklingen. My Dying Bride meets Theatre Of Tragedy? Klingt ja wirklich verlockend. Naja, ich muß hier an dieser Stelle wohl etwas bremsen: So richtig genial ist diese Band noch nicht, aber sie hat das Zeug zu mehr. En Detail: Die Musik ist meist melodisch, selten aggressiv und überzeugt einmal durch ihre epische Länge (meist über sieben Minuten) und der wirklich schönen Atmosphäre. Der Grunzer langweilt, dürfte aber für Fans alter Theatre Of Tragedy Sachen durchaus das Salz in der Suppe sein. Das Frauenstimmchen ist mir teilweise etwas zu sehr aus der Ecke "zart und schwach" geholt, verzaubert aber dennoch mit ihre Präsenz. Dazu noch die Geige! Die gibt dem Material wohl erst richtig diesen Hauch von Großem. Sehr schön paßt sich dieses Instrument in den Stil der Band, mal dominant, mal eher unterstreichend und verschafft der Band somit den nötigen Schub Eigenständigkeit. Besonders das ruhige "Until Dark" hat es mir angetan und soll hier als Anspieltip verstanden werden. Eine runde Sache, die man sich getrost neben die bereits erwähnten Bands stellen kann.

Punkte: 8/10
(Asmondeus / 24.11.1998)


::: Trackliste :::

1.My love
2.The kiss
3.Worthy of you
4.Lake of sorrow
5.Until the dark
6.All alone
7.Silent pain


::: Download :::

Rapidshare Mirror - Teil 1
Rapidshare Mirror - Teil 2

Qualität: VBR MP3
Paßwort: sins_4_gulli

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