Nein, sie haben mit DIWODASO keine zusätzlichen Wochentage oder neue Tonleiter erfunden, sie bleiben einfach nur die, die wo da so Spaß machen. Sie heißen weiterhin Henny Nachtsheim und Gerd Knebel aus dem Rhein-Main-Gebiet und versammeln auf ihrem dritten Album Pophits wie "Ei Want Your Sex" oder "Sweet Harmony". Ansonsten jede Menge Gags, darunter die üblichen verlässlichen wie die Pappa-Sketche oder "Richie und Headbanger" im Spielwarengeschäft. Wenn "Hessi James" babbelt, bleibt kein Ohr unblutig, und in der Super-Gameshow "Was glaubst du" wird dem Ostseefischer auf seinem Arbeitsplatz der (Öl)Teppich ausgerollt.
Was war noch los im Erscheinungsjahr 1993? Ach ja, die Musik war "unplugged" ("Wo gibt's'n des?" "Des is doch in de Charts, in de Top Ten" -- "Ei ja, dann kauf ich's da"), und die Computerspiele waren "megabryte". Im letzten Drittel gibt es zwar einige schwächere Stücke, aber insgesamt macht sich die CD genauso bezahlt wie die 6 Mark 50 Sicherheitsgebühr im Sketch 19. --Berthold Haas
"Och Joh" ist der Name des 1990'er Albums des hessischen Komikerduos Badesalz. Badesalz, das sind namentlich Gerd Knebel und Henni Nachtsheim. Sieht man sich zuerst die Trackliste von "Och Joh" an, dann ist man gleich von der Masse der Stücke - nämlich 33 an der Zahl - überwältigt. Die vorliegende CD ist dabei eine gelungene Mischung aus musikalischen und gesprochenen Stücken. Wobei die Sprechstücke den größeren Anteil ausmachen. Badesalz bewegt sich dabei in einer Bandbreite von hintergründigem Witz bis zu reiner Comedy und zum Nonsens. Erheiternd sind sie dabei aber immer. Gleiches gilt für die Musikstücke, die nicht nur durch die Qualität der Texte überzeugen, sondern auch durch die Qualität der Musik an sich. (Schließlich waren die Herren Knebel und Nachtsheim, bevor sie Badesalz gründeten, auch Musiker in verschiedenen Bands.) Nun, wer sich nicht an der hessischen Mundart stößt, sondern die Herzlichkeit und Echtheit dieses Sprachraumes zu schätzen weiß, für den wird dieses Album sicher eine wahre Freude sein.
Die neueste Scheibe der zwei Hessen ist wieder gut gelungen, zwar nicht ganz so wie ihre zahlreichen Vorgänger, was man Badesalz aber nicht zum Vorwurf machen kann, weil es von Album zu Album immer schwieriger wird, sich witzige und vor allem neue Themen auszudenken. Aber wie man an 'Voodoobabbel' sieht, sind ihre Quellen immer noch nicht ausgeschöpft, sodass sie auf die CD insgesamt 37 Stücke packen konnten, die alle sehr hörenswert sind. Jeder Badesalz-Fan wird in dieser CD seine wahre Freude haben, aber auch für alle anderen ist 'Voodoobabbel' ein guter Kauf. Ein paar der zahlreichen Höhepunkte sind für mich 'Hiphop-Telefonseelsorge', 'Die Anonymen Autoritätslosen', 'Kloster Andechs', 'Zwangshandlung', 'Nette Opis', 'Ein Tag extra' und 'Typisch Robert'. Zum Glück tauchen auch die beiden altbekannten Figuren Richie und Headbanger wieder auf, die sich gegenseitig in 'Schöner Wohnen' nachbarschaftliche Nettigkeiten an den Kopf werfen. Insgesamt kann ich jedem, der schon immer über Badesalz lachen konnte, nur raten: hol dir die Scheibe!
"Des is noch viel zu harmlos", heißt es gleich im ersten Sketch. Gemeint sind damit die Qualen, mit denen Verweigerer samstäglichen Straßenkehrens abzustrafen sind (merke: Straßenkehren ist kein "Abbuzze" wie im Badesalz-Film). Zum Glück ohne Kehrtwende geben sich die beiden Hessen Knebel und Nachtsheim auch auf dieser CD alles andere als harmlos oder qualvoll.
Wenig Parodien und Lieder sind dabei, darunter aber eine sehr gelungene A-Capella-Live-Version von "Back for good". Ansonsten Aktuelles anno 1997: vom Handy (also vom Funkloch), vom Tamagotchi ("Fütter mich, f*** mich.."), von Tankstellen-Hochzeiten, von Störfällen im Farbwerk.
Auch wenn sie früher noch schärfer waren, so schnell gehen ihnen die Ideen nicht aus, zu hören bei "Der erste Kontakt" mit der hessischen Marsmission oder bei alten Bekannten wie Richie und Headbanger mit ihrem "Naturschauspiel". Mittlerweile haben sie viele Töchter und Nachahmer, aber Badesalz präsentieren sich mal wieder als Mutter hessischer Comedy und bringen eine muntere Schar peppiger, prägnanter Sketche zur Welt.
So ein Flughafen schafft Fakten. In meinem Fall heißt das erste Faktum: Der Flieger ist weg! Ein anderes Faktum heißt: Delia ist stinksauer! Sie dreht sich einfach um und geht. Ich habe jetzt zwei Möglichkeiten: Entweder ich klappe den Kragen meines Trenchcoats hoch und sage:"Du hattest Deine Chance, Baby!", oder ich renne ihr hinterher. Ich tendiere zur ersteren Alternative, aber ich trage keinen Trenchcoat, also renne ich ihr hinterher - Ein Workaholic mit drei Jobs, eine urlaubsreife Freundin, ein verpasstes Flugzeug und Urlaub an der Ahr statt auf den Malediven - kurz: Stefan hat ein Problem und jede Menge Ärger. Doch wer hätte gedacht, was ein paar Gläser Rotwein so alles bewirken können...
Was macht man, wenn man keine Lust mehr hat, im teuer gemieteten Ferienhaus darauf zu achten, dass die Kinder weder die Polstermöbel beschmutzen, noch das hauseigene Geschirr zerdeppern? Man besorgt sich einen Wohnwagen und kann sein Eigenheim überall mit hinnehmen. Und weil man Rolf-Zuckowski- und Benjamin-Blümchen-Kassetten im Auto auf keinen Fall länger als zwei Stunden ertragen kann, fährt man am besten nach Holland, denn das liegt von Köln aus so schön nah. Und was dann folgt, ist nicht von schlechten Eltern.
Augenzwinkernd und mit einer gehörigen Portion Selbstironie schreibt der stolze Wohnwagenbesitzer Bernd Stelter über die Freuden und Tücken des familienfreundlichen Campingurlaubs: wieso man einen Wagen mit Tandem-Achse wählen sollte, wo mit ein bisschen Einfallsreichtum ein wohl temperierter Weinkeller etabliert werden kann und wie sich die Warteschlange am Waschhäuschen am besten überlisten lässt.
Fröhlich, frech und urkomisch. Ein Hochgenuss für alle Campingfreunde und die ultimative Lösung für die, die sich einmal so richtig erholen wollen.
In 50 Jahren wird mehr als ein Drittel aller Deutschen über 60 Jahre alt sein -- eine Seniorenarmada, die immer gesünder herumhoppelt, schwarz arbeitet, keine Steuern zahlt und Geld haufenweise hortet. Für Dieter Hildebrandt liegt daher die Quotenmacht der Alten klar auf der Hand. Sein Entschluss steht fest: Sich selbst kasteiend, steigt unser kabarettistisches Urgestein hinab in die tiefsten Canyons des TV-Flachsinns. Zusammen mit seiner Frau Renate beschließt Hildebrandt, seinen Erfahrungsschatz um eine der furchtbarsten Varianten zu erweitern -- den Einzug in einen Senioren-Container.
Lebenslänglich vertragsmäßig gebunden, findet das Leben der Eheleute H. von nun an nur noch in ihrer Küche statt, kameraüberwacht versteht sich. Alle restlichen Zimmer des Hauses wurden von ORA-TV in Beschlag genommen, einer von finsteren Medienmonstern beherrschten Sendeanstalt. Wie ein großer Bruder steuert eine ganze Hierarchie von Weisungsbefugten den Alltag der Hildebrandts per Regieanweisung fern. Ganz oben entscheidet eine letzte, rätselhafte Instanz, schelmisch HÖWEI (Höhere Weisung) getauft. Bald wendet sich der Spaß zum Irrsinn. Einer medialen Gehirnwäsche gleich, gerät unser Seniorenpaar in einen Albtraum aus Reality und Reality-TV -- um sich am Ende dramaturgisch perfekt durchgestaltet wiederzufinden.
Ein Thema, bei dem der 74-jährige Dieter Hildebrandt seinem Affen Zucker geben kann. Seine Visionen künftiger Medien- und Money-Allmacht schlagen Purzelbäume: Peter Stein toppt seinen Expo-Faust demnächst mit der Ilias, alles wesentlich größer und üppiger natürlich. 36 Stunden, finanziert von kunstsinnigen Sponsoren, unterbrochen lediglich durch 72 Werbeblöcke. Ob Hildebrandt Bandenwerbung in Kathedralen wittert, Kochs Schwarzgeldkonten plündert, die Love Parade oder Jauch beseufzt, es ist eine Ehre, vom Altmeister abgewatscht zu werden.
Zeitgeist-Kids und Stefan-Raab-Surfer im Ozean der riesigen Spaßgesellschaft benötigen schon etwas feinere Sensoren, Hildebrandts giftigen, tröpfchenweise verabreichten Humor im Kampf gegen die Verblödung herauszudestillieren. Trotz des zuweilen etwas antiquiert mahnenden Zeigefingers hält sich der alte "Lach- und Schieß"-Kämpe noch immer recht gut.
Dass Dieter Hildebrandt immer schon ein Fußballfan und Spieler war, wissen nur wenige. So gründete er parallel zur Lach- und Schießgesellschaft den Fußballclub FC Schmiere, der mit sämtlichen Bundesligamannschaften trainierte. Zum wechselnden Kader gehörte auch die gesamte Weltmeistermannschaft von 1954. Dieter Hildebrandt erzählt mit Begeisterung von seiner Leidenschaft - und deutsche Geschichte.
Fußball, das Thema Nummer eins im WM-Jahr 2006, aus Sicht von Dieter Hildebrandt - amüsant und tiefsinnig.
Der Tag, an dem Kabarettistenlegende Dieter Hildebrandt zusagte, bei der Aufführung von “Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort“ mitzumachen, war für Roger Willemsen nach eigner Aussage „ein glücklicher Tag“. Das Publikum der Kölner Lese- und Veranstaltungsreihe lit.Cologne, auf dem das bekannte Duo erstmals mit seinem Programm über die Lügenhaftigkeit des Menschengeschlechts gemeinsam auf der Bühne stehen sollte, empfand das offenbar ähnlich. Die tausend Karten für die Uraufführung 2007 waren so schnell verkauft, dass in aller Eile eine Nachmittagsveranstaltung anberaumt werden musste. “Ja, die Nervosität war spürbar, als wir uns mit Dieter Hildebrandt nur Stunden vor der Premiere zur allerersten Probe trafen“, schreibt Willemsen im (leider wieder allzu schmalen) Booklet von “Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort!“. Das Alter des Kollegen -- immerhin war Hildebrandt inzwischen stolze 80 Jahre -- schwang da sicher mit.
Der Fall Dieter Nuhr würde sich trefflich dazu eignen, um die ewige Frage zum Unterschied von Kabarett und Comedy zu erörtern. Aber am Ende stünde vielleicht doch nuhr ein entschiedenes Sowohl-als-auch. Der Mann hat einfach alles drauf: leise, hinterhältige, gesellschaftskritische Zwischentöne, die eher ans Kabarett erinnern, aber auch kalauernde Brüller zu Comedy-Dauerbrennerthemen wie dem ewigen Mann-Frau-Konflikt. Eins aber ist sicher: Dieter Nuhr ist einer der besten seines Fachs, das beweist auch sein neuestes Programm ich bin’s nuhr -- live aufgenommen im Berliner Kabarett-Theater „Die Wühlmäuse“ vor einem offenkundig sehr belustigtem Publikum. Geboten werden fast 78 Minuten beste Unterhaltung, inklusive eines „optischen Kunststücks“ in der Zugabe („Ich finde das schön, wenn man auf der CD auch was Optisches hat...“). Der eine oder andere hätte vielleicht lieber Nuhr pur, ohne Lacher im Hintergrund, aber das ist anderseits eine seiner Stärken: mit dem Publikum spielen und spontan zu reagieren.
Das Programm fängt schon im Booklet an bzw. geht dort weiter: „Da will ich das Meinige tun und wenigstens ein anständiges Booklet beilegen, damit sie sich einreden können, die Investition hätte sich gelohnt“. Es folgen 18 Seiten mit vielen Bildern vom Künstler und lustigen Texten. Sogar in der üblichen Rubrik Danksagung hört Herr Nuhr immer noch nicht auf, witzig zu sein -- das nenn ich Dienst am Konsumenten! Und dem kann auch gesagt sein: die Investition lohnt sich in diesem Fall wirklich.
An alle die Gaby Köster mögen und sie kennen aber auch an die jenigen an die GABYMANIA vorbeigezogen sind....Endlich...die langersehnte CD und das Buch "Die dümmste Praline der Welt" gibt's jetzt käuflich zu erwerben.Wurde aber auch zeit!Nicht nur durch "7Tage 7Köpfe"und "Ritas Welt" ist Gaby bekannt geworden,sondern auch wegen Ihrem Bühnenprogramm!Da ich selber noch nie das Glück hatte persönlich bei Ihrem Bühnenprogramm dabeisein zu dürfen,(geschweige denn GABY einmal persönlich kennen zu lernen!!) sah ich es natürlich als SELBSTVERSTÄNDLICH an,das ich mir das Buch und die CD kaufen werde. Ich kann nur eins sagen...mit GABY und Hella bleibt Köln da wo es hingehört ... nähmlich auf PLATZ 1!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Gerd Dudenhöfer ist als Heinz Becker echter KULT! Egal, ob mit Familienklan in der TV-Serie oder als Solokünstler ganz allein auf der Bühne, mit seiner Saarländer Mundart und seinen Weisheiten über Kartoffeln und die Nachbarschaft bringt er das Publikum immer wieder zum Toben. Fazit: "Jo geh´ fortt" ... keiner kann's besser!
Batschkapp, Spießerdress, gruseliges Schuhwerk und alles besser wissen und können: das sind die besonderen Kennzeichen von Gerd Dudenhöffer alias Heinz Becker. Und so ist der studierte Graphiker, Kabarettist, Komiker, berüchtigte Dummschwätzer und boshaft-geniale Sprücheklopfer zum Kult geworden. Dudenhöffer, Jahrgang 1949, geboren im saarländischen Bexbach, hat den Finger am Puls der deutschen Stammtischbrüder, ignoriert mit Begeisterung die oft zitierte politische Korrektheit, und macht selbst aus der Benutzung eines Teebeutels eine saukomische Nummer. Im Film glänzte er in „Tach, Herr Dokter“, im Theater in „Zwei nach Hawaii“ und im Fernsehen mit der „Familie Heinz Becker“, für die er 2004 den Deutschen Comedy Preis erhielt.
Auch auf seiner neuen Doppel-CD gibt Dudenhöffer wieder das, was er am besten kann: die Karikatur des Klein- und Spießbürgers, der zu allem und jedem seinen dumpfbacken Senf dazu gibt. Seine realsatirische Kunstfigur Heinz Becker entlarvt genüsslich und hämisch sämtliche Vorurteile und Bösartigkeiten, die meist unter dem Vorzeichen „gesundes Volksempfinden“ laufen. Die 37 zum Teil schreiend komischen und zum Teil fröstelnd wahrhaftigen Nummern wurden vom 2. bis 4. Dezember 2004 im Capitol in Mannheim vor einem hingerissen applaudierenden Publikum aufgenommen. Fazit: Lachen Sie sich schlapp bei Becker-Überlegungen wie „Essen“, „Tee-Zeremonie“ und „Metzingers Bertha“, und lassen Sie sich boshafte Becker-Meinungen wie „Lehrer“, „Homo-Ehe“ und „Tag der europäischen Völker“ auf der Zunge zergehen. Und „das Hilde“ ist natürlich immer dabei. Absolute Klasse!
Heinz Erhardt überschreitet die Grenzen üblichen Sprachgebrauchs mit seiner zeitlosen Poesie, die er liebevoll in Alltagsweisheiten verpackt. Eines seiner bekanntesten Gedichte handelt von der Made mit dem Kinde. Was nach einem harmlosen Spaziergang aussieht, endet in einem Dilemma. Statt penetrant die Weisheit der Maden-Eltern anzuprangern, versteht es Heinz Erhardt, seine Botschaft spielerisch zu vermitteln. Niemand fühlt sich belehrt und doch versteht jeder seine Botschaft. Er streift Dichterkünstlern wie Goethe und Schiller ebenso wie Alltagsweisheiten taktvoll eine Narrenkappe über.
In seiner Zeit wurde Heinz Erhardt von Kritikern unterschätzt, weil seine schelmischen Filmrollen oberflächlich erschienen. Wer seinem Wortwitz unbefangen nachgeht, erliegt dem Scharm seiner Wortspielereien. Vordergründige Schüchternheit entpuppt sich als eigensinniger Humor.
Einige seiner spitzen Bemerkungen können nur im Vortrag verstanden werden. Heinz Erhardt spielt mit Worten ebenso wie mit Lautmalerei. Er setzt Vortragspausen ebenso überraschend, wie er ungeahnte Wortgebilde schafft. Zum vollen Genuss seines Humors empfehle ich unbedingt eine seiner Hörfassungen.
Wer hätte gedacht, daß Hella von Sinnen so konzentriert und diszipliniert ein abendfüllendes Bühnenprogramm auf die Beine stellt?! Ich nicht. Diese Frau überrascht doch immer wieder aufs neue.
Das Programm sprüht vor witzigen Einfällen; sie ist laut, scharfsinnig, selbstbewußt - man könnte meinen, sie habe in ihrem Leben nie etwas anderes getan!
Ob sie in die Figur einer gestressten U-Bahn-Fahrerein schlüpft, die sich über scheinbare sexuelle Belästigung ärgert, ob in die der großen Zarah Leander, die sich über prominente Zeitgenossen mokiert, oder ob in die der angetrunkenen Kölner Karnevalsgängerin, die mal eben die gesamte Mannschaft auf dem Frauenklo unterhält - jede Rolle scheint ihr auf den Leib geschrieben.
Leider kommt man bei einem Hörmittschnitt nicht in der Genuß der witzigen Verkleidungen, die ja einen wichtigen Teil ihrer Auftritte ausmachen, aber egal.
Gekonnt ihre stimmliche Variation, das Setzen kunstvoller Pausen - sie hat ihr Publikum im Griff, das auch prompt jauchzt und tobt.
Sie spricht ja ausgesprochen gern über sich selbst (wie man weiß)und so gibt es auch eine ironisch-augenzwinkernde Darstellung ihrer Beziehung zu Cornelia Scheel - köstlich!
Fazit: Eine rheinisch-intellektuell feministische Rampen-Sau, unverwechselbar, zeitlos gut.
Ein echter Knaller!
*TIP*Ja uff erstmal! - Winnetou unter Comedy-Geiern: *TIP*
von Jürgen von der Lippe , Rüdiger Hoffmann , Herbert Knebel , Bastian Pastewka , Hella von Sinnen
Vor zwei Jahren erinnerten sich Regisseur Klaus-Dieter Fröhlich und Jürgen von der Lippe, beide bekennende Karl May-Fans, an eine Rarität, die seit 1955 im Rundfunkarchiv des WDR schlummerte: "WINNETOU - nach Karl May frei für den Funk bearbeitet" - war auf dem Deckblatt einer 7-teiligen WDR-Hörspielserie aus dem Jahre 1955 zu lesen, in der Hans-Jörg Felmy, Kurt Lieck und Kaspar Brüninghaus die Hauptrollen spielten.
Ihre Idee: Wie wäre es, wenn man die 45 Rollen des Hörspiels im Jahre 2000 mit den Oberindianern der deutschen Comedy besetzt? Und die Spaßvögel in einem Hörfunkstudio einsperrt? Mit Manuskript in der Hand und unter der Androhung, sie müssten eine Sechs-Stunden-Sendung zu Stande bringen - sonst Marterpfahl!
Die Millennium-Frage aller Winnetou-Fans begeisterte auch WDR-Fernsehredakteur Michael Bleichenbach und Georg Bungter, vom WDR Hörfunk. Aber es sollte 2 Jahre und 3 Monate dauern, bis es zum großen Showdown kam. Mitte September war es soweit: Im idyllischen Köln-Bickendorf flogen Tomahawks, und den Beteiligten standen die Tränen vor Lachen in den Mokassins. The Wild Bunch of German Comedy ließ die Prärie erzittern, schwelgte an Lagerfeuern, heulte mit den Koyoten, dramatisierte das Leben und Sterben des größten jemals zwischen Buchdeckeln gesperrten Indianers der Kulturgeschichte und lieferte so manche spontane Lachattacke gleich mit aufs Band. Dazu ließ Mel Kutbay, Deutschlands bekanntester Geräuschemacher, den Angriff der Kiowas und die Schüsse aus dem Henry-Stutzen akustisch noch einmal aufleben, frei nach dem Motto: Erst wenn die letzte Schwarzblende gezogen und der letzte Ton gesendet ist, werdet ihr erkennen, dass man Winnetou nicht totkriegen kann. Howgh!
Es macht sehr sehr großen Spaß, Johanns brüchiger Stimme zu lauschen und sich zum Beispiel mit "Tipps aus dem Frauenbuchladen" zu vesorgen. Das Tolle an Johann Köhnich ist, dass er alle Gesetze der Comedykunst auf den Kopf stellt: An der Stelle, an der man einen Gag erwartet, kommt er erst mal nicht. Scheint die Pointe dann vorbei, setzte Johann Köhnich einen absoluten Knaller.
Ein Highlight!
Diese Cd bietet einige bekannte Raritäten des bekannten bayerischen Komikerduos. Leider sind nach meinem Geschmack zu viel Solonummern drauf. Der Witz und Spaß kommt meiner Ansicht nach aber vor allem bei den lustigen Zwiegesprächen drum nur vier Sterne. Ansonsten ist eine sehr unterhaltsame CD die für Kenner der Beiden ein Gewinn ist.
Diese CD ist ein Muss für jeden Fan von Kaya Yanar und "Was guckst du?". Kaya erzählt von seiner Kindheit, seinem Heimatland, seinen Urlaubstrips und nicht zuletzt von seinen Freunden. Die CD ist voller Gags wie man sie aus der TV-Sendung kennt und wird auch beim wiederholten MAl Anhören nicht langweilig.
Loriot, eigentlich Bernhard Victor Christoph-Carl von Bülow, kurz Vicco von Bülow, wurde am 12. November 1923 in Brandenburg an der Havel geboren. Sein Vater ist preußischer Offizier, seine Mutter starb früh. Von Bülow wuchs bei Großmutter und Urgroßmutter in Berlin auf, bis die Familie 1938 nach Stuttgart zog. Dort besuchte er ein humanistisches Gymnasium, das er 1941 mit Notabitur verließ.
Er begann in der Familientradition eine Offizierslaufbahn, es folgte ein dreijähriger Militäreinsatz an der Ostfront in Russland. Nach dem Krieg arbeitete er kurzzeitig als Holzfäller in Niedersachsen, 1946 legte er das Abitur ab. Von 1947 bis 1949 studierte er Malerei und Grafik an der Kunstakademie (Landeskunstschule) in Hamburg. Nach dem Abschluss legte er erste Arbeiten als Werbegrafiker vor und erfand das charakteristische "Knollennasenmännchen".
Ab 1950 war von Bülow als Cartoonist zunächst für das Hamburger Magazin "Die Straße", im Anschluss für den "Stern" tätig. Seit dieser Zeit verwendet er den Künstlernamen Loriot, die französische Bezeichnung des Pirols, des Wappentiers der von Bülows. Es folgten weitere Arbeiten für "Weltbild" und "Quick".
1967 wechselte Loriot das Medium: Er moderierte zunächst die Fernsehsendung "Cartoon", die er auch als Autor und Co-Regis
Ich war ja schon immer begeistert von Filmen wir "Ödipussi" oder "Papa ante portas" und diese CD steht dem in nichts nach.
Lachen ist hier garantiert und die CD nicht nur für Loriot Fans ein muss!
Diese CD darf in keiner CD-Sammlung fehlen. Sie ist
eine optimale Erweiterung um ihre Lachmuskeln zu trainieren.
Sie erfahren eine ganz neue Form der Comedy, mit leibhaftigen
Erfahrungen des Neuen Comedy-Meisters Maddin Schneider!!!
Ja, der bayerische Comedy-Star ist zurück, Back To Life, seine Fans werden es ihm danken. Mit dem zweiten Album macht er genau dort weiter, wo er bei Zapped wegen der ausgelaufenen Batterien seiner Fernbedienung aufhören musste. Doch Back To Life ist auch programmatisch zu verstehen, als Absage an das ohnehin langweilige Fernsehprogramm, das den Fernsehfreak raus ins wahre Leben zwingt. In Fußgängerzonen, wo Blinde, radikale Pantomimen und "Azteken-Kelly-Families" darauf warten, vom respektlosen Pointenschützenkönig aufs Korn genommen zu werden.
Natürlich steuert er nach kaum einer Viertelstunde zielsicher und direkt von den Bienen und Blüten -- "Jetzt popp' ich Dich, bis Du blühst" -- auf das eigentliche Thema des Abends zu. Dass er hierbei, live im Hamburger Avantgarde-Komödienstadl Schmidts Tivoli, auch die weiblichen Lacher auf seiner Seite hat, ist sicher nicht nur seinen (für uns Hörer unsichtbaren) Grimassen zu verdanken. Nein, der Mann versteht es, sich selbstironisch in Szene zu setzen, der Sexist wird zum Opfer, wenn auch nur für Sekunden, bevor er zum nächsten Tiefschlag ausholt. Mindestens ebenso spaßig wird es, wenn der Ex-Klosterschüler ("bei den christlichen Marines") über religiöse Belange spricht, und die Kombination von beidem. Unübertroffen! Oder beinahe. Meistens.
"Du bis' krass Alder, abber was hörst du für Scheißendregg? Ich hab anderem, dem iss viel krasser, isch hab dem korreggdesde CD von Frankfurt, heißt Mundstuhl"
"Mundstuhl: du bist ja ultrakrass Dragan!"
"Isch weiß, Alder!!!"
Das "Allerfeinste" hat sich bereits über 150.000 mal verkauft, und das Live-Publikum im gesamten deuschtern Sprachraum schreit nach Mundstuhl. Diesen Erfolg hat net Kumpel besorgt, er is auch nicht "kongrrädd von Laster gefalle": Lars Niedereichholz und Ande Werner sind Musiker, normal. Die Songs sind nicht immer überragend, werden aber meist unterschätzt. Klasse sind einige badesalzmäßige Dialoge wie "Die Stürme" oder "Die Osmose".
Das beste bleibt dennoch der "running Gag" mit Dragan und Alder, mittlerweile zwischen allen Stühlen und in aller Munde. Ihre kultivierten Streitgespräche über "Dreihärrn BMW" und "stärkere Handys" sind jedem geläufig, der sein Ohr zuweilen am subkulturellen Puls der turbo-coolen serbo-internationalen Großstadtjugend hat. Diese CD ist so "ultrakrass", daß die hier persiflierten mittlerweile "selbern" darauf abfahren.
Ande Werner und Lars Niedereichholz, besser bekannt als Mundstuhl, sind Meister der Comedy und Realsatire. Dieses Metier hat Parallelen mit der Massagekunst: Um der wohltuenden Wirkung willen, muss es zwischendurch auch einmal richtig weh tun. Das dürfte auf Mundstuhls CD alles inklusive garantiert der Fall sein.
Die beiden Frankfurter haben noch nie ein Blatt vor den Mund genommen. Ultragemein, gallig und bitterböse pfeifen sie auf jegliche 'Political Correctness'. Ob Türken, Ossis oder der Lernonkel von der "Sendung mit der Maus", -auf der CD alles inklusive bekommen sie garantiert alle ihr Fett ab. In 54 Sketchen wird die deutsch-deutsche Multikulti-Volksseele demontiert und gründlich durch den Kakao gezogen. Neu dabei sind die beiden sächsischen Mütter Peggy und Sandy in ihrer Plattenbausiedlung. Wie es sich anhört, wenn sie ihre Sorgen teilen, z.B. weil Sohn Justin sich ein Hakenkreuz ins Gesicht hat tätowieren lassen ("zum Glück nur verkehrt rum, und vielleicht ist es ja schon wieder rausgewachsen, wenn er mit 15 auf die Hauptschule kommt") oder über das Hochwasser reden, lässt sich hier nachhören. Gerade beim Hochwasser-Sketch beweist das Duo Werner-Niedereichholz, dass ihnen 33 Sekunden genügen, um in der miefigen Enge einer Zweiraumwohnung eine Lachbombe zu zünden: -"Ich bin gar nicht so unglücklich, dass wir im Plattenbau wohnen, -uns hat das Hochwasser nicht weggeschwemmt." -"Das ist wahr, -so hoch wars nun wirklich nicht" Auf alles inklusive dürfen die beiden alten Bekannten Dragan & Alder nicht fehlen. Was jene Protagonisten aus Gründerzeiten der Kanak-Comedy über die Wahl von "korregden" Handyklingeltönen und Wunderbäumen für den tiefergelegten 3-er BMW berichten, ist haarsträubend komisch. Darüber hinaus erfüllt Mundstuhl etwas, woran sich öffentlich-rechtliche Fernsehsender wieder einmal erinnern sollten, -den Bildungsauftrag nämlich. Dafür haben sich Mundstuhl vom WDR den Fernsehonkel der "Sendung mit der Maus" ausgeborgt, der nun die lieben Kleinen darüber aufklärt, wie man alltägliche Aufgaben meistert, inklusive Anleitungen zu Obdachlosigkeit, Abtreibungen und Ölpest. Das ist wirklich böse und grenzt an Geschmacklosigkeit, doch stellt sich nicht nur für Mundstuhl die Frage, womit Zuschauer heute überhaupt noch zu schockieren und zugleich zu animieren sind.
Otto Waalkes -- dieser Name ist Programm und bedarf keiner näheren Erläuterung. Noch immer gelingt es dem Ostfriesen mühelos, die größten Hallen mit begeisterten Fans zu füllen. "Die erkennen mich sogar wieder", witzelt er, nachdem ihm auf seinen "Hallo Echo"-Ruf ein fröhliches "Hallo Otto" seitens des Publikums zurückschallt. 34 Tracks auf insgesamt 48 Minuten von Only Otto lassen ahnen, dass es nicht nur live, sondern auch auf dieser CD in punkto Gags Schlag auf Schlag zugeht.
Vielleicht ist es das reifere Mannesalter von Otto Waalkes, dass ihn sich hauptsächlich auf das Wesentliche seiner Fähigkeiten besinnen ließ, nämlich allein durch schlichte Anwesenheit einen ganzen Saal zum Kochen zu bringen. Zwar findet sich auch ein Ausnahmestück mit Band auf dieser CD, eine Cover-Version von "Africa" ("Arschgesicht"), ansonsten jedoch herrscht hier der wohltuende Purismus einer One-Man-Show.
Dass sein Soloprogramm ganz hervorragend funktioniert, lässt sich am Gejohle des Publikums ableiten, z. B. wenn Otto seine zugeschalteten Fernsehzuschauer in Österreich und der Schweiz begrüßt und gleichzeitig seine japanischen Gäste verabschiedet: "Die haben es schon hinter sich, weil es dort zweieinhalb Stunden später ist: Good Bye Tokio!" Harmlose Scherze, die trotzdem jede Menge Lacher auf den Plan rufen, ein Zeichen dafür, wie sehr Otto nach wie vor sein Handwerk versteht.
Was aber wäre eine Otto-Show ohne Musik? Aus diesem Grund dürfen natürlich auch auf Only Otto einige Beweise seiner überdurchschnittlichen Musikalität keinesfalls fehlen. Stücke wie "Sag mir dein Gewicht" ("Zeig mir dein Gesicht"), "Du nervst mich so" ("Every Breath You take") und "Meise" ("My Way") verfolgen weniger das Ziel lupenreiner musikalischer Interpretation als vielmehr die Strategie, das Publikum darüber in Entzücken zu versetzen, welches gigantisches Potenzial an Blödsinn in den Originalen schlummert, um von Otto zu neuem Leben erweckt zu werden.
Rüdiger Hoffmann ist heute einer der bekanntesten und beliebten deutschen Komiker. Auf dieser hier zu rezensierenden CD sind seine bekanntesten und wichtigsten Werke zusammen gefaßt, die ihn so berühmt gemacht haben. Sein Markenzeichen ist auch hier wieder sein langgezogenes "Jaaah,.... hallooo erst einmal......Ich weiß gar nicht ob sie es schon wußten,....". Womit er seinen Zuhörern die ersten großen Lacher abverlangt. Als die absoluten Knaller haben sich auch hier wieder seine Stücke "Der Ausländerfreund", "Senf", Charisma" und "Acht Kostbarkeiten" erwiesen. Es gelingt dem Langsamredner wieder mal alle Zuhörer auf seine Reise durch das deutsche Spießertum mitzunehmen. Das ist umso erstaunlicher, als daß er nun außer seiner berühmten Lahmarschigkeit und Raffinesse keine weiteren Merkmale hat.
"Ja, hallo erst mal. Ich weiß gar nicht, ob Sie's wußten, aber ...". Mit dieser lakonisch hingeworfenen Floskel beginnt Rüdiger Hoffmann viele seiner Nummern -- und schon hat er das Publikum fest im Griff. Dem Eröffnungssatz, längst sein Markenzeichen, folgen dann stets brüllkomische Texte, in denen der lange Lulatsch mit dem breiten Scheitel auf unnachahmliche Weise die Tücken des Alltags karikiert. Wenn er etwa in die Rolle eines pedantischen Ordnungsfanatikers schlüpft und das Zusammenleben mit Jochen schildert, bleibt kein Auge trocken ("Mein Mitbewohner"). Der bornierte Fleischfan, dem es einfach nicht in den Kopf will, daß "Der Vegetarier" keine tierischen Produkte mag, ist auch zum Schießen. Und wenn der Ostwestfale in "Anonyme Ausländerfeinde" ohne erhobenen Zeigefinger und dennoch pointiert den Fremdenhaß in diesem unserem Lande aufs Korn nimmt, bebt ebenfalls das Zwerchfell.
All diese Sketche und viele quietschkomische Monologe mehr findet man auf dem 1995er Album Der Hauptgewinner. Damals schaffte der Mann mit der Zunge aus Blei gerade den Durchbruch. Auftritte im Vorprogramm der Stones, bei "Wetten, dass ...?" sowie "RTL Samstag Nacht" etablierten Hoffmann als scharfsichtigen Beobachter des ganz normalen Wahnsinns. Seither ist der Typ mit dem Schlafmützen-Image aus der Comedyszene nicht mehr wegzudenken.
Endlich gibt es Hoffnung für das multikulturelle Zusammenleben der Völker: Wieso soll nicht weltweit möglich sein, was sogar im bevölkerungsreichsten deutschen Bundesland geht? Hier machen Rheinländer und Westfalen (notgedrungen?) gemeinsame Sache. Seit 1994 tingeln der Paderborner Rüdiger Hoffmann und der Kölner Jürgen Becker durch ausverkaufte Hallen, und zwar auch außerhalb NRWs.
So wie der Chinese acht Kostbarkeiten auf die Speisekarte setzt (Stück Nr. 2), bieten die beiden auf ihre Art acht Streifzüge durch den deutschen Westen an und servieren nicht nur rheinischen Sauerbraten oder abgehangenen westfälischen Schinken. Becker, der 1984 die berüchtigte Kölner Stunksitzung ins Leben rief und die WDR-Mitternachtspitzen mit ureigenem Frohsinn moderierte und Kabarettist Hoffmann auf seine Art: langsam, aber (meist) nicht langweilig.
Der Westfale muß zugeben "Wir lachen auch schon mal... wenn's denn sein muß". In diesem Programm muß es sein, und am Ende wird furchtbar getanzt und furchtbar gesungen. Aber es geht, also Separatisten dieser Erde, ihr könnt euch weglachen!
Wiederholung schafft Sicherheit. Wiederholung schafft Vertrautheit. Und Wiederholung offenbart einen Personalstil. Und diese Kontinuität ist Rüdiger Hoffmann auch bei seiner CD Ich komme...! nicht abzusprechen. Ich weiß nicht, ob Sie es schon wussten, aber der Hoffmann ist seinem Stil treu geblieben. Erstaunlich eigentlich, dass die meisten Menschen mittelmäßig genervt sind, wenn Vattern oder der geliebte Ehegatte zum x-ten Mal die gleichen aufgewärmten Sprüche bringt -- bei Kabarettisten scheint das dieselben Menschen eher zu entzücken. Nun ist es ja auch nicht so, dass der Paderborner in seinem dritten Soloprogramm ständig alte Kamellen aufwärmt. Was gleich bleibt, sind nur die Begrüßungen ("hallo erstmal..."), die Einschränkungen ("nun ist es ja nicht so, dass...") und Kommentare ("nee, is klar..."). Und so was schafft ja nun wirklich Vertrauen. Man kennt ihn eben, den Rüdiger.
Was sich zwischen den bekannten Floskeln abspielt, ist dieses auf unnachahmliche Weise unschuldige Understatement: Ich sage etwas anderes, als ich eigentlich meine, und das so deutlich, dass die Geschichten erstens vor Ironie triefen und zweitens immer wieder ihren Realitätsbezug deutlich vor sich her tragen. Ob nun die Freuden des Geschlechtsverkehrs beschrieben werden, die Akzeptanz in Beziehungen oder die therapeutische Funktion eines Angestellten beim Ausländeramt -- all dies geschieht immer in der Haltung der unschuldigen Beteuerung: Neee, also ich will Euch doch gar nichts. Will er doch.
Daneben können sich die Hörerinnen und Hörer auch noch musikalisch erfreuen: Drei Stücke, komponiert und natürlich getextet von Rüdiger Hoffmann, der sich auch selbst am Klavier begleitet. Einer davon, "Immer On The Road" gemeinsam mit Inga Rumpf. Wer sich dieses Album kauft, wird wahrscheinlich sagen: Schön, dass er gekommen ist, der Hoffmann.
In der Rolle des skurrilen Bankangestellten Frank Weber will Thomas Freitag seinem Publikum endlich einmal eine positive Grundeinstellung zum Geld vermitteln. Und so erfahren wir allerlei Hintergründiges und Wissenswertes über die Tricks und Schliche auf dem Weg zur ersten Million. Über Wechselkurse und Währungen, über Heiratsmodelle beim Spitzensteuersatz oder über die Vielfalt des deutschen Versicherungswesens. Denn nirgendwo sind Menschen häufiger versichert als in Deutschland.
Dabei beläßt es Thomas Freitag als "Millionär in 98 Minuten" nicht nur bei pointenreichen Tips und originellen Ratschlägen. Sein Frank Weber steigert sich immer tiefer hinein in die Absurditäten und Abgründe des flexiblen Menschen und der Globalisierung.
Aber "Millionär in 98 Minuten" ist nicht nur aberwitziges Kabarett rund ums Geld, sondern auch eine sensible Schilderung der persönlichen Nöte des Geldexperten Frank Weber. Denn sehr bald erfahren die Zuschauer, daß er unter einer angeborenen Normalität leidet. Und dabei möchte er doch etwas Besonderes sein und auffallen, um von seiner großen Liebe, der Sparkassenangestellten Fräulein Lenz entdeckt zu werden.
"Millionär in 98 Minuten", das ist temporeiche und intelligente Unterhaltung. Bei Thomas Freitags satirischem Kammerspiel sind interaktive Publikumsspiele und Heiratstips inbegriffen.
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Wirklich ein klasse Thread! Vielen dank dafür!
Hoffe du bleibst am Ball und es kommen noch mehr Ups; suche z.B noch einige der älteren Dudenhöfer programmme; Heinz Pur kann ich dank dir nun endlich meiner Sammlung hinzufügen!
ich kann es leider auch nicht auspacken error data corrupt und das bei allen
Bei manchen Daten steht hinten anstatt dem üblichen *.zip vielmehr ein "*.zip.001", was natürlich bullshit ist. Also: einfach rechtsklick->umbennen und den Zahlencode entfernen!
@empowering: Das Album "Der Hauptgewinner" entspricht "Kostbarkeiten - das beste aus 94" (ebenfalls von Rüdiger Hoffmann), wobei letzteres im Gegensatz zum eigentlichen Album vernünftig betitelt ist. Also wenn möglich bitte ändern
Thomas Freitag funktioniert bei mir mit WinRAR nicht, mit der Freeware "7-zip" hat's anscheinend geklappt. Hab's noch nicht durchgehört, sieht aber entpackt okay aus.
Coole Seiten aber die Mehrteiler lassen sich nicht öffnen auch umbenennen hilft nicht.
Kommen immer Fehlermeldung wie Besschädigt oder unerwartetes Archivende.( bei Winrar und 7-zip )
Vielleicht mal anders einstelle z. b xxx1.zip: xxx2.zip oder ähnlich.
Danke Ewu