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03.11.11, 08:06
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#1 (Permalink)
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Gedanken eines Zeitungs-Uppers
Rheinische Post und Neuss-Grevenbroicher Zeitung v. 03.11.11 Ausgabe Düsseldorf Ausgabe Duisburg Ausgabe Dinslaken NGZ Ausgabe Neuss Nomen est omen?! Wenn man das Wort "Bundeskanzlerin" als Anagramm betrachtet, kann man es zum Begriff "Bankzinsenluder" umstellen. Und dies ist wirklich "alternativlos", denn einen Plan B gibt es in diesem Fall tatsächlich nicht ! | | | | | | |
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03.11.11, 08:06 | Top | | | Gedanken eines Zeitungs-Uppers | | |
03.11.11, 19:49
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#2 (Permalink)
Top | Threadstarter Mitglied seit: Feb 2009 |
Gedanken eines Zeitungs-Uppers
Süddeutsche Zeitung - Freitag, 04.11.11 Zum aktuellen und überraschenden(?) Entgegenkommen der griechischen Regierung fällt mir spontan ein ganz alter Spruch ein: „Traut nicht dem Pferde, Trojaner! Was immer es ist, ich fürchte die Danaer, selbst wenn sie Geschenke bringen.“ | | | | | | |
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04.11.11, 07:17
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#3 (Permalink)
Top | Threadstarter Mitglied seit: Feb 2009 |
Gedanken eines Zeitungs-Uppers
Rheinische Post und Neuss-Grevenbroicher Zeitung v. 04.11.11 Ausgabe Düsseldorf Ausgabe Duisburg Ausgabe Dinslaken NGZ Ausgabe Neuss Auch ein Argument: „Wir wissen, dass Menschen bei Volksabstimmungen oft Antworten geben auf Fragen, die ihnen nicht gestellt worden sind.“ sagte schon vor knapp drei Jahren der damalige Präsident des Europäischen Parlaments, Hans-Gert Pöttering.
Meine Schlussfolgerung: Politiker sind keine Menschen, denn sie geben uns auf Fragen, die wir ihnen stellen, keine Antwort, und stellen selbst permanent Fragen, die niemand beantworten kann.  | | | | | | |
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04.11.11, 19:54
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#4 (Permalink)
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Gedanken eines Zeitungs-Uppers
Süddeutsche Zeitung v. Samstag, 05.11.11 05. November 2031: Nachdem gestern auch Frankreich aus der Euro-Zone ausgeschieden ist, weil der einundvierzigste Hebel zur Verdoppelung des Rettungsschirms mit einem Gesamtvolumen von 90 Quattuordezilliarden Euro wirkungslos verpuffte, ist die Eurozone auf fünf Staaten zusammengeschmolzen: Vatikan, Luxemburg, Deutschland, Türkei und China. Zum neuen Präsidenten des Europäischen Parlaments soll heute Papst Theodor VII. gewählt werden, ein Türke mit chinesischem Vater, der in Deutschland studierte und die päpstliche Residenz nach Luxemburg verlegen ließ. | | | | | | |
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05.11.11, 09:03
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#5 (Permalink)
Top | Threadstarter Mitglied seit: Feb 2009 |
Gedanken eines Zeitungs-Uppers
Rheinische Post und Neuss- Grevenbroicher Zeitung v. 05.11.11 Ausgabe Düsseldorf Ausgabe Duisburg Ausgabe Dinslaken NGZ Ausgabe Neuss Ich wünsche Euch allen ein schönes Wochenende!!! Trinkt nicht zuviel. Und wenn doch, dann Ouzo. Tut den Griechen etwas Gutes!
Esst nicht so viel. Und wenn doch, dann Gyros. Tut den Griechen etwas Gutes!
Habt nicht so viel Sex! Und wenn doch, dann macht Kinder. Tut den Griechen etwas Gutes... denn Griechenland braucht mehr Urlauber! | | | | | | |
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06.11.11, 18:52
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#6 (Permalink)
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Gedanken eines Zeitungs-Uppers
Süddeutsche Zeitung v. Montag, 07.11.11 Wo ist die Welt noch in Ordnung? Israel bereitet sich auf Ärger mit dem Iran vor, in Syrien lässt ein Diktator sein Volk dezimieren, in Nigeria brennen Kirchen und den Griechen geht's am Sonntag Abend zum Erstaunen der Mediengesellschaft noch nicht besser als am Freitag. Vielleicht in Deutschland? Ja, hier ist die Welt noch in Ordnung! Nur noch drei Millionen Arbeitslose, 11,2 Millionen im Niedriglohn, Ansteigen der Scheidungen, Abtreibungen, Todesfälle, Jugendgewalt, des Rechts- und Linksextremismus bei gleichzeitigem Sinken der Geburten, des ehrenamtlichen Engagements und der Kirchenmitglieder.
Oh, doch nicht so toll, oder? Dann vielleicht.... ja, ich hab's... in Nordkorea! Denn dort gibt's all diese Probleme nicht!  | | | | | | |
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06.11.11, 22:12
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#7 (Permalink)
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Gedanken eines Zeitungs-Uppers
Handelsblatt v. Montag, 07.11.11 Die Überschrift zur heutigen Titelstory des Handelsblatts erinnert mich irgendwie an ein Werk von Karl Popper. Wie war das noch....? Ach ja, "Die offene Gesellschaft und ihre Feinde". Ist zwar ein ziemlich dicker Wälzer und auch nicht mehr ganz so neu, aber solllte man irgendwann doch schon mal lesen.
Denn: anschließend ist man so frustiert, dass man kein Feind von nix mehr sein möchte. Einfach nur, um dazu zu gehören. Notfalls auch zur Marktwirtschaft! Ich halte es da eher mit dem Griechen Heraklit: "Wer keine Feinde hat, hat auch keinen Charakter". | | | | | | |
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07.11.11, 18:51
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#8 (Permalink)
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Gedanken eines Zeitungs-Uppers
Süddeutsche Zeitung von Dienstag, 08.11.11 "Notkabinett soll nur drei Monate regieren" titelt die Süddeutsche Zeitung morgen mit Blick auf unser geliebtes Hellas.
Man soll ja nicht irgendwelche Parallelen herbeischwätzen, aber.... Da gab es mal einen Herrn von Papen, der hat sich auch gedacht: "Ich mache einfach mal ein Bündnis mit dem Adi aus Braunau. Den Schleicher schicken wir beide dann in Rente und in drei Monaten bin ich mit dem kleinen Österreicher auch fertig und kann mich zu den Neuwahlen als Retter Deutschlands präsentieren". Wie wir wissen, hat das nich ganz so geklappt, wie der gute Franz es sich im Januar 1933 vorgenommen hat. Aber wie gesagt, ich will da jetzt nix konstruieren! | | | | | | |
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07.11.11, 22:08
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#9 (Permalink)
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Gedanken eines Zeitungs-Uppers
Handelsblatt v. Dienstag, 08.11. Also die Mädels und Jungs der Handelsblatt-Redaktion machen mir echt Angst! Gestern noch mit "Die Marktwirtschaft und ihre Feinde" auf klarem Linkskurs durch Anleihen bei Karl Popper. Bei der aktuellen Ausgabe dann als Titel "Im Stahlgewitter" und somit der eindeutige Wechsel nach "Rechts" zu Ernst Jünger. Am Mittwoch geht es dann wahrscheinlich zurück in die Mitte und der Titel lautet mit Blick auf Erich Maria Remarque: "Für den Westen nichts Neues" (Untertitel: "Der Euro ist sicher"). Das nennt man zielgruppenorientiertes Schreiben. Echt cool! | | | | | | |
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08.11.11, 06:34
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#10 (Permalink)
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Gedanken eines Zeitungs-Uppers
Rheinische Post und Neuss-Grevenbroicher Zeitung v. Dienstag, 08.11.11 Ausgabe Düsseldorf Ausgabe Duisburg Ausgabe Dinslaken NGZ - Ausgabe Neuss "Die Zeiten haben sich geändert", lautet ein beliebtes Argument, wenn in der Gesellschaft irgendetwas nicht mehr rund läuft. Ein wunderbares Opiat, dieser Satz! Noch zu meiner Eltern Jugendzeiten (das ist noch nicht sooo lange her), galten als Rabeneltern, die sich nicht oder nur unzureichend um ihre Kinder kümmerten. Heute gilt als Heimchen am Herd, wer sich noch selbst kümmert. Heute verklagt man den Staaat, wenn er den "Alleinerziehenden" nicht die "Alleinerziehung" abnimmt und jedem die freie Emtfaltung gönnt. Tja: "Die Zeiten haben sich geändert!".  | | | | | | |
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08.11.11, 18:47
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#11 (Permalink)
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Gedanken eines Zeitungs-Uppers
Süddeutsche Zeitung - Mittwoch, 09.11.11 Heute macht die Süddeutsche Zeitung "Ferien im Dorf des Horrors" War also doch alles gar nicht so schlimm in Chile damals bei Onkel Pinochet.
Gleich darunter wird bejubelt, das die ansonsten verhassten "Faschisten" der Lega Nord Berlusconi stürzen wollen. Dabei kopiert der Mann den Duce doch, so gut er kann. Eine Uniform steht ja nun mal nicht jedem, oder?
Neben diesem Artikel wiederum ist dann nachzulesen, dass meine "missionarische" griechische Franz-von Papen-Geschichte von gestern eben nicht nur eine Geschichte ist, auch wenn das in ostdeutschen Moorlandschaften niemanden interessiert  | | | | | | |
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09.11.11, 06:20
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#12 (Permalink)
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Gedanken eines Zeitungs-Uppers
Handelsblatt - Mittwoch, 09.11.11 Heute können wir alle beruhigt in den Tag starten! Der böse Mann, der Europa sooo viele Jahre in Atem gehalten hat, der Unterdrücker der Meinungsfreiheit, die Korruption auf zwei Beinen, der Höchstverschuldner, Islamophobe, Homophobe und - was das Allerschlimmste war - der Duzfreund des Papstes, tritt bald von der politischen Bühne ab.
Ganz besonderer Dank gilt in diesem Zusammenhang der „Lega Nord“, jener Partei, die immer schon wusste, dass wahre Demokratie ohne den Geist Benito Mussolinis nicht verwirklicht werden kann und von der die Europäische Kommission in der Vergangenheit schon vieles gelernt hat: z.B. das „Volksabstimmung“ ein Bäh-Wort ist.  | | | | | | |
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09.11.11, 18:56
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#13 (Permalink)
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Gedanken eines Zeitungs-Uppers
Süddeutsche Zeitung - von Donnerstag, 10.11.11 Alle hacken jetzt plötzlich auf dem armen Mahmud Ahmadinedschad herum!!!
Das ist doch voll gemein! Was hat er denn Schlimmes gesagt?
Ja, OK: "Ich werde Isarael auslöschen" war nicht ganz so nett. "Tötet Obama" hätte auch nicht sein müssen. Aber auf der anderen Seite muss man auch bedenken, dass der Gute berufsbedingt unter massivem Stress steht. Man kann sich kaum vorstellen, wie schwierig es ist, als Diktator einer demokratischen islamischen sozialistischen Volksrepublik all seine Zielgruppen bei Laune zu halten. Und außerdem: Über Deutschland hat er noch nie schlecht gesprochen! Erst neulich ließ Mahmud über seinen Pressesprecher verlauten: "Wir können noch viel lernen von der deutsche Außenpolitik ab 1936". Also macht Euch mal wieder locker, Leute!  | |
Geändert von mitheolaackis (09.11.11 um 19:17 Uhr).
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09.11.11, 22:33
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#14 (Permalink)
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Gedanken eines Zeitungs-Uppers
Handelsblatt - v. Donnerstag, 10.11.11 Eine Schocktherapie für Italien, verabreicht durch die Finanzmärkte? Mir schwant nichts Gutes. Da macht sich der Bock selbst zum Gärtner!
Zwei Jahrzehnte lang motivierte eine ganze Legion von Bankvorständen und anderer so genannter Finanzexperten die Italiener, Schulden zu machen, damit alle Läden brummen und alle Kassen klingeln. Als dann das Brummen zum leisen Schnurren wurde, machten dieselben "Experten" gemeinsam mit den Meinungsveröffentlichungsinstituten (den Medien) fast ein Jahr Druck auf das Volk, um so Italiens politische Eliten zu destabilisieren.
Und heute, wo nicht einmal mehr etwas schnurrt und die Destabilisierung erfolgreich abgeschlossen werden konnte, kommt die Schocktherapie, mit der man den Menschen im Land jene Situation vor Augen führt, die man selbst geschaffen hat! Mit dem Begriff "Schizophren" soll man ja sehr vorsichtig umgehen, aber in diesem Fall ist er doch wohl angemessen. Bei den tatsächlichen und virtuellen Akteuren an den Finanzmärkten liegt eine multiple Systemstörung vor, die sich nicht therapieren lässt! Dieses Problem löst nur der "Tod"!. | | | | | | |
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10.11.11, 01:39
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#15 (Permalink)
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Gedanken eines Zeitungs-Uppers
Es kann doch wirklich nicht Dein Ernst sein, daß Bankvorstände und andere sogenannte Finanzexperten auch nur einen Politiker in dieser Welt dazu animieren müssten, Schulden zu machen, oder, anders gesagt: das Volk solange mit den verschiedensten Wundertüten zu beglücken, bis das Geldausgeben dafür ins Schuldenmachen übergeht.
Gelegentlich streifst Du ja tiefere Wahrheiten, aber hier liegst Du leider ziemlich daneben. | | | | | | |
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10.11.11, 07:57
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#16 (Permalink)
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Gedanken eines Zeitungs-Uppers
Rheinische Post (Ausgabe Düsseldorf) u. Neuss-Grevenbroicher Zeitung v. Donnerstag, 10.11.11 Es ist immer wieder beruhigend, zu lesen und zu sehen, mit welch klarer Linie unsere in der Regierungsverantwortung Stehenden Maßnahmen ergreifen, um die aktuelle und wirklich dramatische Situation zu verbessern. Während die Kanzlerin alternativlos mit der einen Hand Ihren Schirm aufspannt und in der anderen den Hebel hält, sind ihre Parteifreunde mehr und mehr der Ansicht, man dürfe mittellose Verwandte sehr wohl bei Regen vor die Tür setzen und den Hebel auch mal zum Steuern jenes Baggers benutzen, der Löcher in Friedhöfe buddelt, um darin die durch schlechte Kleidung und den vielen Regen verblichenen ehemaligen Famiilienangehörigen beizusetzen. Nicht, als hätte ich ein Lösung für die Euro(pa)-Krise. Dazu bin ich ein viel zu kleines Licht! Das wirklich dramatische ist, dass auch die grossen Lichter keine Lösung haben, aber täglich mehrmals den Eindruck erwecken, mit dem vor jeweils fünf Minuten Gesagten die Krise nun "endgültig" abgewendet zu haben! | |
Geändert von mitheolaackis (10.11.11 um 08:08 Uhr).
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10.11.11, 08:05
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#17 (Permalink)
Top | Threadstarter Mitglied seit: Feb 2009 |
Gedanken eines Zeitungs-Uppers
Liebes freulein.
Danke für die erste Rückmeldung in diesem etwas anderen Unter-Thread!
Ich provoziere gern!  Wenn dann eine Provokation eine Rückmeldung einbringt - umso besser.
In einer Mediendiktatur wie der unseren entsteht nur durch permanente Reflexion der verarbeiteten Informationen die Fähigkeit zur Ausbildung einer eigenen Meinung.
Die meisten Menschen sind aber leider nur "Konsumenten".
Schönen (Arbeits-)Tag noch
m. | | | | | | |
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10.11.11, 11:53
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#18 (Permalink)
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Gedanken eines Zeitungs-Uppers
Zitat:
Zitat von mitheolaackis In einer Mediendiktatur wie der unseren entsteht nur durch permanente Reflexion der verarbeiteten Informationen die Fähigkeit zur Ausbildung einer eigenen Meinung.
Die meisten Menschen sind aber leider nur "Konsumenten".  | Das ist auch mein Eindruck, daß die meisten Menschen reine Konsumenten sind, d.h. das ihnen Vorgesetzte einfach nur reproduzieren, nachplappern. Wer heute als denkender Mensch z.B. eine "Mitmachsendung" zum Thema "Wirtschaftskrise" einschaltet, den muß die Konformität der Meinungsäußerungen erschrecken... vor dem inneren Auge entsteht das Bild eines großen Heeres im Gleichschritt marschierender Roboter.
Ohne den geringsten Antrieb zur Reflexion, d.h. des kritischen Hinterfragens, wird es nicht zu eigenen Meinungen kommen können, auch da hast Du recht. Aber es wäre doch nicht nur ausreichend, wenn alle plötzlich sich eigene Meinungen bildeten, sondern die eigenen Meinungen sollten doch auch ein zutreffenderes "inneres Modell" eines Sachverhalts sein als die vorgegebenen Meinungen. Sie sollten doch die Realität besser, d.h. zutreffender einschätzen.
Da ist dann die Frage, ob man zu einem solchen Qualitätssprung immer auch nur unter Einsatz des eigenen, gesunden Menschenverstandes kommen kann. Es gibt auch Fälle, da reicht die Reflexion übers Vorgesetzte einfach nicht, sondern man muß auf die Suche gehen nach dem "nicht Vorgesetzten", dem allgemein VERSCHWIEGENEN.
Wobei ich hiermit nicht nur das absichtsvoll Verschwiegene meine, sondern auch das, was in einer Medienlandschaft unter die Räder kommt, in der die Produzenten ebenfalls verbreitet untereinander nachplappern, und das am häufigsten Gesagte automatisch den Charakter des "am Relevantesten" bekommt... und das am seltensten Gesagte immer mehr aus der öffentlichen Diskussion verschwindet, weil es in der Anschauung der Menschen schon alleine dadurch disqualifiziert ist, weil es selten gesagt wird.
Und nicht zuletzt ist wichtiges Merkmal der Wirklichkeit ihre Komplexität. D.h. man kann davon ausgehen, daß Meinungen, die simple Erklärungen enthalten, egal zu welchem Thema und egal was sie aussagen, schon allein dadurch einigermaßen falsch sind, daß sie nur simple Erklärungen bieten. | |
Geändert von freulein (10.11.11 um 12:13 Uhr).
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10.11.11, 12:26
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#19 (Permalink)
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Gedanken eines Zeitungs-Uppers
Also !
nur weil nicht jeder seine Meinung preistun muss, sollte man nicht alle als Konsumenten abstempeln - die Frage ist ja interessiert jemand meine Meinung wirklich oder langweile ich andere nur damit ! ?
Das wichtige ist doch selbst eine Meinung zu haben und danach zu handeln !
Als kleines Beispiel vor kurzem musste der Deutsche Bundestag über eine lächerliche Summe von 275 Mrd abstimmen und es stellte sich heraus das nichtmal 50% unserer Volksvertreter verstand über was Sie da eigentlich abstimmen müssen - nutzt es nun was das in die Öffentlichkeit zu tragen ? Aendert das was ? Hat es jemand interessiert das im "zweiten" bei Maibrit Illner z.b. Versicherungslösung erklärt wurde nur leider faktisch falsch ? Ich als so "dummer" Konsument wusste das sofort - die am Tisch die hochdekorierten Experten nicht ! - nun habe ich dazu meine eigene Meinung gebildet - aber Glaube mir mein Umfeld interessiert sichnicht dafür - wiso ? Ganz einfach allen geht es noch sehr gut oder sagen wir zumindest den meisten ! - denen welchen es nicht so gut geht - interessiert politik und wirtschaft nicht - viele dieser sind wohl die bildungsfernen und lesen nur eine Tageszeitung - ich denke jeder weis welche ! allerdings lesen diese auch manche der "Experten"
nun waren das einige gedankliche Ergüsse und interessieren die hier jemand ?
*lach* und weiteren schönen Tag ! | | | | | | |
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10.11.11, 20:18
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#20 (Permalink)
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Gedanken eines Zeitungs-Uppers
Süddeutsche Zeitung v. Freitag 11.11.11. (Elfter Elfter Elf) Elfter Elfter Elf - ein für uns alle (?) wirklich wichtiges Datum. Die einen lassen ihren Nachwuchs morgen per Kaiserschnitt das Licht der Welt erblicken, obwohl ein paar Tage mehr Lungenreife dem Kind schon ganz gut tun würden.
Die anderen haben sich unter Schmerzen über den natürlichen Geburtszeitpunkt hinwegegkämpft.
Wiederum andere zwingen die Standesbeamten an diesem Tag zu Trauungen im Akkordtempo.
Da geraten die eigentlich wichtigen Themen das Tages schon mal in den Hintergrund. Hoppedizerwachen und Karnevalsbeginn.... oder St. Martin und seine Mantelteilung.
Erinnert Ihr Euch? Es gab mal einen Menschen, der hat die Hälfte dessen, was er aktuell (also in der konkreten Situation) besaß, einem völlig Fremden überlassen. Ohne Vorbedingungen und Kleingedrucktes! Könntest DU oder DU oder DU sich das vorstellen? Die Hälfte von dem, was Du besitzt, einem Menschen zu geben, den Du nicht einmal kennst?
Ach sorry - wir sind ja hier in einem Forum von Leuten, die Geschenke fordern und jene, die sie Ihnen machen, gern auch mal beleidigen.
WIE KONNTE ICH IN DIESEM THREAD NUR EINE SO ASOZIALE FRAGE STELLEN? | |
Geändert von mitheolaackis (10.11.11 um 21:20 Uhr).
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10.11.11, 22:20
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#21 (Permalink)
Top | Threadstarter Mitglied seit: Feb 2009 |
Gedanken eines Zeitungs-Uppers
Handelsblatt v. Freitag, 11.11.11 (Elfter Elfter Elf) Extremst kreativ, was man heute vorn auf dem Handelsblatt zu lesen (eher zu sehen) bekommt: Frederico Fellini's 'La dolce vita' als Aufhänger für eine weitere scharfe Kritik des renommierten deutschen Börsenblattes an den Griechen des Monats November: unseren italienischen Freunden!
Ob der Redaktion der Inhalt des Films bekannt ist? Eher nicht! Denn bei diesem Meisterwerk handelt es sich u.a. um eine Medienschelte. Kritik an der Sensationssucht und dem Druck mancher Redaktionen auf ihre Mitarbeiter.
Haben unsere Medien nicht auch ein ganz klein bisschen Verantwortung für das, was zurzeit in Europa geschieht? Während man der BILD-Zeitung zurecht vorwirft, dass sie hauptsächlich mit Scheidung, Sex und Leichen ihre Leser glücklich und ihre Konten fett machen kann, weiden sich renommierte Häuser an den Zuckungen der Krisis oder gar dem Todeskampf einer Marktwirtschaft. Das ist nicht besser als die BILD, nur intellektueller  Manch Medienschaffenden würde es sicher gut tun, sich mal wieder "La dolce vita" anzuschauen oder bei Zeitmangel einfach Reinhard Meys recht altes Lied "Was in der Zeitung steht" in einer 30-Minuten-Schleife am Bürostuhl gefesselt zu hören.. | |
Geändert von mitheolaackis (10.11.11 um 22:34 Uhr).
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11.11.11, 02:10
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#22 (Permalink)
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Gedanken eines Zeitungs-Uppers
Zitat:
Zitat von krebsle nur weil nicht jeder seine Meinung preistun muss, sollte man nicht alle als Konsumenten abstempeln - die Frage ist ja interessiert jemand meine Meinung wirklich oder langweile ich andere nur damit ! ? | Anlaß für meine Einschätzung, daß so wenige Menschen eine eigene Meinung haben, war, wie ich ja beschrieb, weniger die Tatsache, daß ich so wenige Menschen ihre Meinung habe äußern hören, sondern eher, daß die geäußerten Meinungen, die man so hört, sich erschreckend gleichen... und wenn mir ein altes Omilein, früher teilweise Verkäuferin auf dem Fischmarkt und ansonsten Hausfrau, im tiefsten Brustton der Überzeugung erklärt, was genau die tieferen Ursachen der Finanzkrise sind, dann kommt man wirklich ins Grübeln: Hat Omilein jetzt wirklich die gesammelte Fachliteratur zu diesem Thema durchgeackert, um sich das Basiswissen anzueignen, um mithilfe dieses Wissens die Sachlage zu analysieren? Hab ich jetzt gar nicht auf ihrem Fernsehtischchen gesehen, diese ganzen Schwarten, nebst Handelsblatt und FTD, stattdessen nur Bild der Frau etc. Und was Omilein da zur Finanzkrise erzählt, gleicht auch noch den Deppenzusammenfassungen (Mit zwei Sätzen alles erklärt!) im TV wie ein Ei dem anderen. Da grübelt man doch wirklich mit voller Berechtigung, ob das noch eine eigne Meinung ist.
Aber ansonsten nix gegen Omilein, ist eine ganz nette. Nicht jeder, der was nachplappert, ist ein Idiot. Ein mündiger Bürger ist er aber auch irgendwie nicht. | | | | | | |
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11.11.11, 07:30
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#23 (Permalink)
Top | Threadstarter Mitglied seit: Feb 2009 |
Gedanken eines Zeitungs-Uppers
Rheinische Post (Ausgabe Düsseldorf[ und Neuss-Grevembroicher Zeitung v. Freitag, 11.11.11 (Elfter Elfter Elf) Leider habe ich heute morgen zu wenig Zeit, um einen längeren Text zu pressen. Das ist aber auch gar nicht nötig,
Helmut Schmidt hat gestern beim Enpfang des Jahrtausend-Bambis (dabei ist er doch erst 92) vieles gesagt, was jeden Menschen in unserer Nation für längere Zeit glücklich machen könnte: Deutschland geht es gut wie nie zuvor, rauchende Politiker sind niemals Vorbild für die Jugend und der Zweite Weltkrieg ist jetzt endgültig lange genug her, um störungsfrei optimistisch in die Zukunft schauen zu dürfen.
Ich werfe mich gleich vor den Zug, denn allen Nörglern und Pessimisten hat Helmut gestern in sieben Minuten alle ihre Illusionen und so genommen  | | | | | | |
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11.11.11, 13:52
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#24 (Permalink)
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Gedanken eines Zeitungs-Uppers
Zitat:
Zitat von mitheolaackis Ich werfe mich gleich vor den Zug, denn allen Nörglern und Pessimisten hat Helmut gestern in sieben Minuten alle ihre Illusionen und so genommen  | Als in der Wolle gefärbter Nörgler und Pessimist muß ich Dir leider sagen: Das wird vermutlich nicht funktionieren, denn der Zug, der eigentlich gleich kommen sollte, wird mit höchster Wahrscheinlichkeit Verspätung haben. | | | | | | |
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11.11.11, 18:29
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#25 (Permalink)
| Threadstarter Mitglied seit: Feb 2009 |
Gedanken eines Zeitungs-Uppers
AUF MEHRFACHSTE NACHFRAGE (Na ja... OK, nur von drei Leuten. Aber immerhin!) mp3 aus der LP "Die Zwölfte" (1983): Reinhard Mey - Was in der Zeitung steht Und H I E R die jedenfalls mich noch tiefer "berührende" (Au weia, bin ich sentimental) On-Stage-Version vom Doppelalbum "Live '84) | |
Geändert von mitheolaackis (11.11.11 um 19:35 Uhr).
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