Medientage München - Wert(e) der Medien in der digitalen Welt
24. Medientage München
13.10.2010
- Wert(e) der Medien in der digitalen Welt -
Was dürfen die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten im Internet und was dürfen sie nicht? Welche Rolle spielen in Zukunft, die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender in der Gesellschaft? Wie sieht die Finanzierung der öffentlich-rechtlichen aus? Andreas Bönte im Gespräch mit Bernd Lenze (Vorsitzender Rundfunkrat Bayerischer RundfunK)
Grußwort
Prof. Dr. Wolf-Dieter Ring (Vorsitzender Gesellschafterversammlung Medientage München, Präsident BLM, München)
Eröffnungsrede
Horst Seehofer (Ministerpräsident des Freistaates Bayern)
Keynote
Dr. Mathias Döpfner (Vorstandsvorsitzender, Vorstand Abonnement-zeitungen und Internationales, Axel Springer-Berlin)
Wer darf was im Netz umsonst veröffentlichen, und wohin treiben die Werbesummen? In der Medienbranche ist über diese Fragen der Umgangston rauer geworden. Die Medientage stellen die Wertefrage. Die Doppeldeutigkeit ist gewollt.
Der Motivator lässt auch das Schuldbekenntnis nicht aus: Dass sich im Internet in den vergangenen 15 Jahren die Gratiskultur durchgesetzt hat, «ist zuallererst auch unsere eigene Schuld», sagt der Vorstandsvorsitzende der Axel Springer AG, Mathias Döpfner, in seiner Rede zum Auftakt der Medientage München. Es sei anfangs als Marketinginstrument gesehen worden, doch es ist der Vertriebsweg der Zukunft und der müsse nun mal Geld einbringen.
Geht es nach den meisten Gipfelteilnehmern der traditionellen Elefantenrunde zum Start des dreitägigen Kongresses, dann sollte der Anfang vom Ende der Gratiskultur bald erreicht sein.
Der Chef des größten Medienhauses fordert vor allem für die Verlage ein Leistungsschutzrecht bei journalistischen Inhalten im Netz. Da ist er sich einig mit Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU), der sich in seiner Eröffnungsrede ebenfalls klar für diesen Schutz des geistigen Eigentums ausspricht. Es sei nicht nötig, hier auf Europa zu warten. Beide fordern zudem einen Werbeverzicht des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Deutschland, um einer Wettbewerbsverzerrung entgegenzuwirken. Ein Werbeverbot sei in der Zukunft wahrscheinlich, bisher allerdings fehle die Mehrheit.
Keine kostenlosen Apps von ARD und ZDF
Zudem sollten ARD und ZDF auch künftig keine kostenlosen Apps anbieten: Die bei den mobilen Geräten zur Internetnutzung - anders als am PC - derzeit bestehende Bezahlkultur sollte in jedem Fall erhalten werden, sagte Döpfner. Es müsse für die Produzenten von Inhalten aus der analogen Welt auch in der digitalen Welt die Möglichkeit geben, markengebundene Inhalte zu refinanzieren, stellte er klar. Wenn dies geregelt sei, biete die Digitalisierung für alle Medien allen Grund zum Zukunftsoptimismus: Die Zeitung und Zeitschrift der Zukunft sind Smartphones zum Beispiel für die Verwaltung von Kontakten, Terminen und Aufgaben sowie multimedialen oder internetbasierten Anwendungen. Sie benutzen meist ein spezielles Betriebssystem, welches die Installation weiterer Programme erlaubt, sagte der Springer-Vorstandschef.
Größe: 1.19 GiB (mkv/H.264) | Dauer: 99 min.
Video: AVC | 720x576 | 16:9 | Chapter 4 | 1720 Kbps
Audio: AC3 | 2.0 Channel | German | 224 Kbps
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Podiumsdiskussion - Elefantenrunde
Diskussionsrunde: Prof. Dr. Wolf-Dieter Ring (Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien BLM), Thomas Ebeling (Vorstandsvorsitzender ProSiebenSat.1 Media, Unterföhring), Peter Boudgoust (Vorsitzender der ARD, Intendant SWR, Stuttgart), Philipp Schindler (Managing Director Northern & Central Europe, Google, London), Dr. Herbert Kloiber (Geschäftsführender Gesellschafter Tele München Gruppe, München), Dr. Mathias Döpfner (Vorstandsvorsitzender, Vorstand Abonnement-zeitungen und Internationales, Axel Springer, Berlin), Anke Schäferkordt (Geschäftsführerin Mediengruppe RTL Deutschland, RTL Television, Köln), Jürgen Doetz (Präsident Verband Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT), Berlin), Dr. Paul-Bernhard Kallen (Vorstandsvorsitzender Hubert Burda Media, München), Prof. Markus Schächter (Intendant des ZDF, Mainz), Moderation Helmut Markwort (Herausgeber FOCUS, München)
Größe: 1.10 GiB (mkv/H.264) | Dauer: 92 min.
Video: AVC | 720x576 | 16:9 | Chapter 10 | 1689 Kbps
Audio: AC3 | 2.0 Channel | German | 224 Kbps
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