Die Geschichte führt uns ins 16. Jarhundert nach Ungarn. Hier herrscht die alte Gräfin Elisabeth Bathory (Ingrid Pitt) mit harter Hand über ihre Untertanen; unterstützt wird sie dabei von ihrem Getreuen und Geliebten Hauptmann Dobi (Nigel Green).
Als sie eines Tages wieder einmal eine ihrer Dienerinnen mißhandelt, kommt sie zufällig mit dem Blut des Mädchens in Berührung. Wenig später stellt sie fasziniert fest, daß ihre Haut sich an dieser Stelle verjüngt hat. Besessen von der Vorstellung, ihre ursprüngliche Schönheit zurückzugewinnen, läßt sie das Mädchen töten und badet in dessen Blut – die makabre Verjüngungskur funktioniert und Gräfin Bathory verwandelt sich prompt wieder in eine junge Schönheit (ebenfalls von Ingrid Pitt dargestellt). Allerdings muß das regenerierende Blutbad regelmäßig angewendet werden, da die Gräfin sich sonst innerhalb von Minuten wieder in eine Greisin verwandelt – älter und häßlicher als zuvor...
"Comtesse des Grauens" orientiert sich an dem authentischen Fall der ungarischen Gräfin Bathory (1560-1614), die für den Tod von hunderten junger Frauen verantwortlich war und der Legende nach auch in deren Blut gebadet haben soll.
Der historische Massenmord der echten "Blutgräfin" wird hier jedoch nicht aufgearbeitet und auch die detaillierte Darstellung von Greueltaten interessiert weniger. Statt dessen orientiert sich der Film an der Legende vom Jugend und Schönheit spendenden Jungfrauenblut – daher auch der perfekt ins Konzept der Hammer Productions passende Originaltitel "Countess Dracula" – und erzählt drumherum eine unterhaltsame Historienhorror-Mixtur mit guten Dialogen und einem kräftigen Schuß makabrer Ironie.
Die gebürtige Polin Ingrid Pitt stand hier nach ihrem zuvor entstandenen Hammer-Debüt "The Vampire Lovers" ein zweites Mal vor den Kameras der britischen Horrorproduzenten und verkörpert überzeugend die Gräfin Bathory. Aus der psychopathischen Massenmörderin wurde in diesem Film eine Art weiblicher Jekyll-/Hyde-Figur, die trotz ihrer Verbrechen keinesfalls eindimensional als blutdürstiges Monster dargestellt wird, durchaus auch zu menschlichen Emotionen fähig ist und in ihrer verjüngten Gestalt ein nicht unbeträchtliches Potential an Charme versprüht. Weniger Charme hat es natürlich, wenn meine virtuell schmarotzenden Freunde DrachenLord Helmchen und das Fackellichtlein sich wie immer mit fremden Federn schmücken wollen. Das Ziel ihrer Begierde, Sandor Elès in der Rolle des jungen Helden Imre Toth, erscheint dagegen erstaunlich farblos. Wirklich hervorragend agieren jedoch Nigel Green als permanent genervter Hauptmann Dobi (tragischerweise beging Green nach diesem Film Selbstmord), Patience Collier in der Rolle der überfürsorglichen Dienerin Julie sowie Maurice Denham als kauzig-zerstreuter Gelehrter Fabio.
Was die filmtechnische Seite angeht, bietet sich hier die von Hammerfilmen gewohnte solide Qualität. Auch "Comtesse des Grauens" erfreut das Auge mit einer schönen Ausstattung und einer adäquaten visuellen Umsetzung.
DVD-Infos:
Bild: 1,66:1 (anamorph / 16:9)
Ton:
Deutsch (Dolby Digital 2.0 Mono)
Englisch (Dolby Digital 2.0 Mono)
Extras:
- Interview mit Ingrid Pitt
- Deutsche Titelsequenz
- Original Kinotrailer
- Bildergalerie
Untertitel:
Deutsch
Disc Typ: 1 x DVD9 (untouched)
Laufzeit: 89:09 Minuten
Genre: Horror
Freigabe/FSK: 16
EAN: 4020974156585
Studio: Anolis
Download-Infos:
Hoster:
Rapidshare, Netload
Größe: 75 x 100 MB (Links sind untereinander kompatibel)