Mann beißt Hund ist ein belgischer Mockumentary aus dem Jahr 1992.
Rémy Belvaux
Handlung
Der Film handelt vom Serienmörder Ben. Sein Leben ist Gegenstand einer Reportage eines Filmteams, das Ben hierzu bei seiner „Arbeit“ begleitet und filmt. Der gesamte Film besteht aus Material, das das Team aufgenommen hat, es ist schwarzweiß und oft verwackelt.
Das Filmteam lässt sich dabei immer mehr auf die Sichtweise des durchaus charmanten Ben ein, der zwischen seinen Morden über Gott und die Welt philosophiert und ein gutes Verhältnis zu seiner Familie pflegt. Schließlich werden die Mitglieder des Teams zu Mittätern, die auch mal bei der Beseitigung von Leichen helfen und die von ihrem Tun selbst dann nicht ablassen, als bei einem Schusswechsel der Toningenieur des Teams ums Leben kommt.
Tatsächlich geht es in dem Film also um das meist nicht direkt sichtbare Reporterteam, das für eine gute Reportage buchstäblich über Leichen geht.
Ein dreiköpfiges Reporterteam begleitet den Auftragskiller Ben ein paar Wochen bei der Arbeit. Dieser erklärt dem Trio so wortreich wie praxisnah die technischen und psychologischen Hintergründe seiner Tätigkeit und hat auch sonst zu ziemlich jedem Belang der westlichen Zivilisation Wissenswertes mitzuteilen. Mit zunehmendem Distanzverlust lassen sich die Reporter schließlich sogar als Helfer einspannen und müssen deshalb selbst dran glauben, als Ben sich eines Tages mit den falschen Leuten anlegt.