hallo - erst mal danke für die super filme
kann mir vielleicht einer helfen: ich suche filme von doris day,ruck hudson,james garner... - so in der art wie "unternehmen petticoat", " was diese frau so alles treibt und viele andere aus dieser zeit - kann mir da einer helfen??? - wäre echt klasse - danke schon mal für die antworten
Ich suche den Film Goldrausch von Charlie Chaplin. Daher bin ich auf diesen Thread gestossen. Finde den Film leider hier nicht mehr. Hat den noch jemand?
danke, schon mal ein thread mit doris day - suche aber immer noch nach den anderen:p - ich denke mit der zeit klappt das schon war halt ne super film-zeit
Mr. Smith geht nach Washington (1939) von Frank Capra [Avi] Drama/Komödie - DVD-Rip - Deutsch/Englisch - 1,12 GB - 124 Minuten
Info & Review
"Mr. Smith geht nach Washington" - Film-Inhalt und Kritik:
Als der Senator eines kleinen (namenlosen) Staates in den U.S.A. das Zeitliche segnet, muss Gouverneur Hubert Hopper (Guy Kibbee) möglichst schnell einen Nachfolger ernennen. Die Entscheidung trifft, wie in diesem Staat wohl üblich, aber in Wirklichkeit der Zeitungsverleger James Taylor (Edward Arnold), eigentlich der wichtigste Mann im Staat. Er entscheidet sich schließlich für den unauffälligen Pfadfinder-Führer Jefferson Smith (James Stewart), den er für eine willenlose, formbare Marionette hält, die nach seiner Pfeife tanzt. Zusammen mit dem anderen Senator des Staates, dem altgedienten Joseph Paine (Claude Rains) und seiner Beraterin Clarissa Saunders (Jean Arthur) zieht er in Washington in den Kongress ein.
Zunächst ist Smith beeindruckt, von allem, was er in Washington sieht. Allerdings entwickelt er schon nach kurzem den Ehrgeiz, einen eigenen Gesetzesentwurf einzubringen: Er möchte ein nationales Jungenlager am Willett Creek errichten - das Land hierzu, sollen die Jungen durch Cent-Spenden selbst bezahlen und der Staat vorfinanzieren. Dummerweise hat Senator Paine im Auftrag von Taylor andere Pläne mit dem Land: Er möchte an selber Stelle einen Damm errichten. Smith droht Taylors Pläne zu gefährden und soll ausgeschaltet werden. Als alle Tricks, u.a. die Bezirzung durch Paines Tochter Susan (Astrid Allwyn) keine Wirkung zeigen, stellt Paine den Antrag, Smith aus dem Senat auszuschließen, da er sich angeblich persönlich bereichern will. Der will sich aber keinesfalls kampflos geschlagen geben...
James Stewart spielt in dieser Capra-Komödie - einmal mehr - den etwas naiven Einzelkämpfer, der sich gegen die Mächtigen durchsetzen will. Dabei ist natürlich viel Herz und eine "kleine" Romanze am Rande im Spiel. Das ganze verpackt Capra aber in seiner unnachahmlichen Art wieder einmal so geschickt, dass es keinesfalls kitschig oder abgedroschen wird, sondern den Zuschauer zwei Stunden lang fasziniert. 11 "OSCAR"-Nominierungen gab es für "Mr. Smith geht nach Washington" - natürlich in allen wichtigen Kategorien wie "bester Film", Regie und Hauptdarsteller. Allerdings war gegen das übermächtige "Vom Winde verweht" 1939 kein Kraut gewachsen, so dass sich Capras Film schließlich mit einem "OSCAR" für die beste Story zufrieden geben musste.
Alle 3 Filme um 1 Mb/sec XviD AC3 192 von DVD gerippt.
Info:
Rock Hudson und Doris Day funktionierten wie sonst niemand in der Welt des amerikanischen Kinos auf entzückende Weise zusammen. Das stellten sie in einer Reihe von Komödien unter Beweis, darunter auch in Bettgeflüster aus dem Jahre 1959, dem Vorgänger dieses Films. In beiden Filmen -- die sich sehr ähnlich sind -- sehen wir einen gut aussehenden, zunächst hinterlistigen Hudson, der eine ernste Doris Day erst zu überlisten versucht und sich schließlich in sie verliebt. In Ein Pyjama für zwei spielen sie Jerry Webster und Carol Templeton, in Konkurrenz zueinander stehende Werbeagenten, die um die selben Kunden wetteifern -- bis Jerry die Einführung eines neuen Produkts mit dem Namen "Vip" vortäuscht, um sich aus der Bredouille zu helfen. Während die Werbebranche das Vip-Fieber packt, verzettelt sich Jerry mit seinem Fantasieauftrag immer mehr -- und verliebt sich immer stärker in Carol, die einen Plan ausheckt, ihm den nicht existierenden Kunden abzuluchsen. Tony Randall spielt die Rolle des Peter Ramsay, Websters glücklosen Chef. Während Hudson und Day so liebenswert wie immer sind, sticht Randall, der bereits in Bettgeflüster und Schick mir keine Blumen an ihrer Seite brillierte, besonders hervor. Er dient den beiden Stars als äußerst effektvolle Folie -- sowohl auf humoristische Weise als auch physisch (vor allem, wenn er neben dem viel größeren Hudson steht). Ihre humoristischen Stile ergänzen sich vorzüglich: Hudsons süffisante Koketterie, Days unschuldige Liebenswürdigkeit und Randalls nervöses Gehabe. Achten Sie auf Ann B.Davis in der Rolle von Carols treuer Assistentin Mille sowie auf Donna Douglas als Ramsays Sekretärin, die später in der US-Familienserie The Brady Bunch, respektive in der Kultserie The Beverly Hillbillies zu eigener Berühmtheit gelangen sollten.
Info:
Jan Morrow (Doris Day) und Brad Allen (Rock Hudson) haben sich noch nie getroffen, dennoch sind die beiden eingeschworene Feinde. Dafür sorgt ein kleines Accessoire in ihrem Leben: das Telefon. Die beiden teilen sich nämlich eine Leitung und Jan ist stinksauer, weil Brad dauert die Leitung belegt, um seine Frauenbekanntschaften zu becircen. Aus der anonymen Feindschaft wird ein klassisches Dreiecksverhältnis, als einer von Jans Klienten (Jan ist eine erfolgreiche Innendekorateurin) sich in sie verliebt und sich herausstellt, dass es sich bei besagtem Klienten (Tony Randall) um einen alten Highschool-Kumpel von Brad handelt. Als dieser von der Verbindung seines Freundes zu Jan erfährt, beschließt er, selbst um sie zu werben, in der Hoffnung auf diese Weise den Telefonzwist beizulegen. Da Jan aber nie auf diesen plumpen Versuch eingehen würde, gibt Brad sich als Rancher Tex Stetson aus Texas aus, der zu Besuch in New York ist.
Die nun folgende Geschichte ist, obgleich etwas durchsichtig, höchst amüsant, gespickt mit spritzigen Dialogen und clever eingesetzten Split-Screens für die Telefonszenen. Thelma Ritter gibt eine urkomische Performance als Jans andauernd verkatertes Hausmädchen Alma und das Zusammenspiel zwischen Rock Hudson und Doris Day funktioniert wie immer perfekt.
Info:
Doris Day mag wegen ihres biederen Hausfrauen-Images, das sie in Welterfolgen wie Bettgeflüster und Ein Hauch von Nerz zur Perfektion trieb, für alle Alice-Schwarzer-Anhänger das Feindbild schlechthin sein. Aber wer deshalb ihre herrlich ausgelassenen, leicht frivolen Komödien als tumbe Unterhaltungsware aburteilt, der weiß nicht, was ihm bzw. ihr entgeht. Was diese Frau so alles treibt -- grandios und temporeich in Szene gesetzt von Norman Jewison (Mondsüchtig, Hurricane) -- ist eine dieser klassisch-bunten Turbulenzen, die man auch heute noch augenzwinkernd genießen kann.
Während Gerald Boyer (James Garner) als erfolgreicher Gynäkologe hohes gesellschaftliches Ansehen genießt und bestens für das finanzielle Auskommen seiner Familie sorgt, hat seine Frau Beverly (Doris Day) als Mutter zweier Kinder und Hausfrau alle Hände voll zu tun, um das alltägliche Chaos zu bewältigen. Das alles ändert sich schlagartig, als sie durch Zufall das Angebot erhält, als das neue "Happy Girl" in TV-Spots die gleichnamige Seife anzupreisen. Nach einigen Startschwierigkeiten erobert Beverly durch ihren natürlichen Charme und ihre entwaffnende Ehrlichkeit das Publikum im Sturm. Schon bald hat sie ihren Mann in Sachen Popularität und Einkommen mühelos überflügelt. Dem behagt es natürlich überhaupt nicht, nur noch im Schatten seiner berühmten Frau zu stehen und auch als Versorger auf dem Abstellgleis zu landen. Herrlich, wenn Doris Day den entnervten Garner aus Versehen als Mr. Beverly vorstellt oder das Kindermädchen die lieben Kleinen abends vor den Fernseher setzt, damit sie einmal am Tag ihre Mami sehen können.
Jewsion spart auch nicht an Seitenhieben auf die Werbebranche und stupide TV-Produzenten, die ihr Publikum für dumm verkaufen wollen. Da verzeiht man der charmant-ironischen Komödie, die weder sich selbst noch andere ernst nimmt, auch das obligatorische, brave Happy End. Klassisches Hollywood-Kino, wie es gefällt!
Ich suche den Film Goldrausch von Charlie Chaplin. Daher bin ich auf diesen Thread gestossen. Finde den Film leider hier nicht mehr. Hat den noch jemand?
Ich hätte eine riesen Bitte. Ich habe gesehen, dass einer der nächsten Filme, die geuppt werden sollen, "Die Katze auf dem heißen Blechdach" ist. Ich würde mich wahnsinnig freuen, wenn der bald online ist. Ich warte schon sehnsüchtig.
Danke im Voraus. Sonst Kompliment für den Thread. Die Errol Flynn Filme sind der Hammer.
Der Rote Korsar (1952) von Robert Siodmak [Avi] Abenteuer/Komödie - DVD-Rip - Deutsch/Englisch - 999 MB - 100 Minuten
Info & Review
Seine definierten Muskeln sehen aus, als wäre der Mann aus Holz geschnitzt. Die blauen Augen blitzen wie Roulette-Jetons, und das breite Lächeln lässt denken, er habe doppelt so viele Zähne im Mund als wir Landratten. So behende wie der gelernte Trapezkünstler Burt Lancaster als Käptn Vallo durch die Takelage turnt, könnte er einem Marvel Comic entsprungen sein: ein Superheld mit nackter Brust und roter Caprihose, mit Sprungfedern in den Beinen und Armen wie Bungee-Seile. Doch strahlendes Lächeln und feurige Reden können nicht darüber hinwegtäuschen: Es sind schlechte Zeiten für das romantische Genre. Die Seeräuberei ernährt nicht mehr ihren Mann. Die Piraten sind Modernisierungsverlierer, ein Strukturwandel muss her. Zu übermächtig ist der Gegner und zu gut bewaffnet.
?Der rote Korsar?, den Robert Siodmak 1952 drehte, ist so etwas wie das Mutterschiff aller Piratenfilme und beginnt doch damit, dass die Seeräuber sich mit dem Gegner verbünden, den sie nicht besiegen können, und beschließen, an Land zu arbeiten. Fische auf dem Trockenen. Die ?Piraten alter Schule? wie Vallos Rivale Humble Bellows meutern, müssen jedoch erleben, dass sie mit den hergebrachten Methoden ? Breitseite, Entern und eine Buddel voll Rum ? untergehen. Vallo schafft den Turnaround, weil er mit dem Fortschritt paktiert, mit selbstgebauten Schnellfeuergewehren anrückt, mit Schützenpanzern und Nitroglyzerin-Bombenteppichen, die von einer Montgolfi?re abgeworfen werden. Eine der hinreißendsten Slapstick-Szenen der Filmgeschichte fasst in einem Bild zusammen, wie der Mensch der Moderne an die Technik geschmiedet ist. Als Vallo und seine beiden Kombattanten an ein Beiboot angekettet und ausgesetzt werden, bringen sie das Boot zum Kentern, lassen sich auf den Meeresgrund sinken und erreichen zu Fuß das rettende Ufer. Ein Schiff, dem Beine wachsen ? ein amphibisches Wunder.
Und auch das ist erstaunlich: Ein Piratenfilm ohne finales Degenduell des Helden. Kaum je sieht man Lancaster mit einer Waffe in der Hand, denn dieser Mann ist selbst eine Waffe, wie er sich akrobatisch durch die Lüfte schwingt und stets mit einem weichen Salto landet. Dass er ständig für seinen stummen Gefährten Ojo dolmetschen muss ? ein Umstand, ohne den Lancaster kaum mehr als zehn Sätze Text hätte ?, unterstreicht, dass die beiden ein dynamizistisches Doppelwesen sind, Flieger und Fänger. Gleich in der Anfangssequenz schwingt Vallo sich an einem Seil in die Szene und schärft seinen Männern ? und den Zuschauern ? ein, sie sollten nur glauben, was sie sehen. Dann schwingt er wieder zurück, als würde der Film zurückgespult, und korrigiert sich: ?Nein, glaubt nicht mal die Hälfte davon.? So doppelbödig beginnt ein Filmmärchen, dessen Bilderzauber uns 100 Minuten lang narrt. Eines der schönsten Dementis Hollywoods.
Die Katze auf dem heißen Blechdach (1958) von Richard Brooks [Avi] Drama - DVD-Rip - Deutsch/Englisch - 1018 MB - 103 Minuten
Info & Review
?Das Leben ist kannibalisch ...?
?Der Vogel, den ich im Netz dieses
Stückes fangen möchte, ist nicht die
Lösung eines psychologischen Problems
eines Einzelnen. Ich möchte den
Wahrheitsgehalt von Erlebnissen
innerhalb einer Gruppe von Menschen
darstellen, jenes flackernde, umwölkte,
schwer zu fassende ? aber fieberhaft
mit Spannung geladene! ? Zusammenspiel
lebendiger Wesen in der Gewitterwolke
einer gemeinsamen Krise.?
(Tennessee Williams)
Was bestimmt Menschen in ihrem Tun und Lassen, in ihrem Denken? Wissenschaftler gehen heute davon aus, dass uns Gefühle und Emotionen mehr bestimmen, als bisher angenommen wurde. Tennessee Williams Theaterstücke sind ein beredtes Beispiel für sein Ansinnen, den Mechanismen der oft schwer in Worte zu fassenden menschlichen Beziehungsgeflechte auf die Spur zu kommen. Was treibt jemanden zur Wut, zur Aggression, zur Ablehnung eines anderen usw.? ?Cat on a Hot Tin Roof?, einer seiner bekanntesten Theaterstücke, immer wieder aufgeführt, mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet, wurde bereits drei Jahren nach seinem Erscheinen von Richard Brooks (1912-1992; ?Die Saat der Gewalt?, 1955; ?Die Brüder Karamasov?, 1958; ?Kaltblütig?, 1967) für das Kino adaptiert, erhielt sechs Oscar-Nominierungen, aber leider keinen einzigen Oscar und zählt für mich zu den wenigen in jeder Hinsicht gelungenen Adaptionen eines Theaterstücks.
Der Film war damals in gewisser Hinsicht ein Wagnis. Denn Williams Stück enthielt deutliche Hinweise auf die homosexuelle Beziehung einer Hauptfigur des Stücks, Brick, zu einem (dann durch Selbstmord umgekommenen) Freund namens Skipper. Obwohl der Moralkodex in den 50er Jahren und besonders in der Filmindustrie jedes offene und öffentliche Ansprechen von Homosexualität strikt untersagte und auch im Film keine direkte Rede darauf kommt, war zumindest für alle Kenner des Stückes von Williams klar, in welcher Beziehung Brick zu Skipper gestanden hatte. Auch in der Darstellung Bricks durch Newman sind zumindest Spuren dieser Konnotation vorhanden.
?Maggie: ... You know what I feel like?
I feel all the time like a cat on a hot tin roof.
Brick (offering a solution): Then jump off
the roof, Maggie, jump off it. Now cats
jump off roofs and they land uninjured.
Do it. Jump.
Maggie: Jump where? Into what?
Brick: Take a lover.?
Wir treffen auf die Familie Pollitt, bestehend aus dem ?Patriarchen? Harvey, genannt Big Daddy (Burt Ives), einem reichen Plantagenbesitzer, der gerade nach einer gründlichen Untersuchung wegen permanenter Magenschmerzen aus einem Krankenhaus auf seinen Landsitz zurückkehrt. Sein ältester Sohn Gooper (Jack Carson), ein Anwalt, dessen schwangere Frau Mae (Madeleine Sherwood), deren vier Kinder und Big Daddys Schwiegertochter Maggie (Elizabeth Taylor), die Frau des anderen Sohnes Brick (Paul Newman), holen Big Daddy und seine Frau Ida (Judith Anderson) sowie den Hausarzt Dr. Baugh (Larry Gates) und den Pfarrer Davis (Vaughn Taylor) vom Flugplatz ab, um Big Daddys 65. Geburtstag zu feiern.
Brick, ein ehemaliger Football-Spieler und Sportreporter, ist zu Hause geblieben. In der Nacht zuvor hatte er sich en Fuß gebrochen, als er betrunken auf einem Sportplatz über Hürden laufen wollte. Brick trinkt und scheint seine Frau zu hassen, die immer und immer wieder versucht, die Beziehung der beiden zu retten. Während Mae samt ihren vier Kindern einen Geburtstagszirkus mit Singen und Klatschen und hohlen Sprüchen veranstaltet und Big Daddy auf die Nerven geht, kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Maggie und Brick, der am liebsten wieder nach Hause möchte und Maggie unmissverständlich klar macht, dass er von ihr nichts mehr wissen möchte. Maggie hingegen versucht immer wieder, ein Gespräch mit Brick zu beginnen. Doch sie scheitert.
Über allen Familienmitgliedern schwebt nicht nur eine Lüge. Die neueste Lüge ist die über den Gesundheitszustand Big Daddys. Dr. Baugh hat es nicht fertig gebracht, ihm und seiner Frau zu sagen, dass der alte Mann unheilbar an Krebs erkrankt ist. Nur Gooper weiß Bescheid. Und Dr. Baugh erzählt Brick davon.
Andere Lügen überschatten die Familiengeschichte. Brick gibt Maggie die Schuld am Selbstmord seines besten Freundes Skipper. Gooper und vor allem Mae haben nichts anderes im Sinn, als nach dem Tod Big Daddys den Besitz der Familie zu übernehmen. Big Daddy schaut zurück auf sein Leben als einer Aneinanderreihung von Lügen und Heuchelei. Schon lange scheint er seine Frau nicht mehr zu lieben. Mae hasst Maggie und intrigiert gegen Brick. Gooper will seinen Bruder matt setzen, als es um die Frage des Erbes geht.
Es kommt zu zwei intensiven Aussprachen zwischen Brick und seinem Vater. Und nur, weil sich beide auf Drängen des je anderen schonungslos die Wahrheit sagen, kommen Dinge ans Tageslicht, was für fast alle zu einem heilsamen Schock führt.
?Das Leben ist kannibalisch. Das
eine Ich frisst das andere Ich.
Immer ist jemand dabei, an einem
anderen zu nagen, aus Neid, aus
Profitgier, aus Angst. Wissen Sie,
die Vorstellung, in einem Zimmer
zu schlafen, wo nicht irgendwo eine
Flasche steht, finde ich ziemlich
schrecklich. Es könnte ja immerhin
sein, dass ich nachts aufwache und
einen Schluck brauche.?
(Tennessee Williams, 1974)
Williams und in ihm in nichts nachstehend Richard Brooks enthüllen schonungslos, aber trotz allem in kritischer Sympathie zu ihren Protagonisten, das Gewebe aus Lügen und Heuchelei, das sich im Laufe der Jahre über die Familie Pollitt ausgebreitet hat. Der ?Clou? dabei ist, dass diese Entzauberung der zerrissenen persönlichen Beziehungen nicht von außen, durch eine dritte Person, oder durch psychologische Mittel erreicht, sondern durch drei der Familienmitglieder selbst bewerkstelligt wird: durch Big Daddy, Brick und Maggie. Und obwohl es sich um ein Theaterstück handelt, überzeugt Brooks? Inszenierung, die fast ausschließlich in den Räumen des Landsitzes der Familie spielt und extrem ?dialoglastig? ist, durch eine gekonnte Mischung aus schauspielerischen Leistungen, exzellenter Kameraführung und einem Produktionsdesign, das dem Spiel der Darsteller und der Dramatik der Handlung den optimalen Background liefert.
Paul Newman, Burt Ives und Elizabeth Taylor können in ihren Rollen im wahrsten Sinn des Wortes glänzen. Ives spielt einen Patriarchen, der im Laufe seines Lebens Reichtum angehäuft hat und dem sein Sohn Brick bescheinigt, dass er nicht Liebe gegeben habe, sondern sich Zuneigung erkaufen wollte. Ives Darstellung vermittelt den Eindruck von einem Menschen, der zwar keine Macht neben sich duldet, aber gleichzeitig das Geflecht aus Heuchelei und Intrigen innerhalb und in der Nähe seiner Familie nie aufzudecken vermochte. Newman spielt einen dem Selbstmitleid und entsprechend dem Alkohol verfallenen Ex-Footballspieler, der sich die Schuld am Tod seines besten Freundes gibt, diesen Selbsthass aber voll und ganz auf seine Frau projiziert, von der er (fälschlicherweise) annimmt, sie habe mit seinem verstorbenen Freund Skipper geschlafen. Newman spielt hier eine seiner besten Rollen. Für Elizabeth Taylor gilt das gleiche. Sie verkörpert eine Frau, die vergeblich immer wieder versucht, Brick zum Gespräch zu verleiten, ohne zu merken, dass ohne eine Aussprache Bricks mit seinem Vater ihr Ansinnen völlig hoffnungslos ist.
Auch die anderen Darsteller leisten hervorragende Arbeit in der Darstellung einer Familie, deren Konsistenz, sprich: gegenseitige emotionale Abhängigkeit, und zugleich Zerrissenheit in seltener Klarheit und Glaubwürdigkeit in diesem Film dramatisiert wurde. Dabei scheint es vordergründig vor allem um eine Art ?Südstaatendrama? zu gehen, d.h. eine Auseinanderset-zung Williams und auch Brooks mit den tragenden Werten von Macht, Geld(gier) und äußerlicher Größe. Bei näherer Betrachtung erschließt sich allerdings eine wesentlich weiter reichende Bedeutung der in Stück wie Film gemachten Aussagen und Verhaltensweisen der handelnden Personen.
Übrigens enthält der Film, wie schon angedeutet, selbst eine Lüge: Die im Drama deutlich vorgebrachte Homosexualität Bricks wird im Film kaschiert durch die (angebliche) sexuelle Beziehung Maggies zu Skipper.
Tom Winston tut sich schwer mit seinen väterlichen Pflichten, als er nach dem Tod seiner Frau seine Kinder zu sich holt. Er braucht dringend eine größere Wohnung, statt dessen muss er mit einem morschen alten Hausboot auf dem Potomac vorliebnehmen. Mit ihm und seinen schwierigen Sprösslingen zieht dort noch die junge Italienerin Cinzia ein, die der geplagte Witwer unter falschen Voraussetzungen als Haushälterin engagiert hat.
Zwar kann sie weder kochen, nähen, noch Wäsche waschen, dennoch hat Mr. Winston mit ihr das große Los gezogen. Allerdings braucht er geraume Zeit, bis er das begreift. Wie es weitergeht, muss man wohl niemanden sagen, dies können selbst die Filmunerfahrensten ganz genau voraussagen. Das gilt im Grunde für alle romantische Komödien und das ist ihre Stärke, als auch ihre Schwäche. Fakt ist jedenfalls, dass man so einen alten Schinken mit Cary Grant und Sophia Loren überhaupt nicht als schlecht bezeichnen kann, weil sie einfach über jeder Kritik erhaben sind. Charmant, old fashioned, ein Film, dem man das Klischee-Prädikat ?Ein Film für die ganze Familie? aufdrücken kann, ohne ihn damit abzustempeln. Ein Klassiker obendrein.
Die Glenn Miller Story (1953) von Anthony Mann [Avi] Drama/Biographie - DVD-Rip - Deutsch/Englisch - 1009 MB - 107 Minuten
Info & Review
Großartig dargestellt von James Stewart zeigt"Die Glenn Miller Story"das Leben des wohl bekanntesten Bandleaders Amerikas. Anfangs noch erfolglos und verarmt, muss Miller seine Posaune mehr als einmal ins Pfandhaus tragen. Nur die Liebe und der Glaube seiner Frau (June Allyson) lassen ihn durchhalten. Anfang der 40er Jahre hat Glenn Miller es geschafft: er ist Star einer eigenen TV-Show und sein unvergleichlicher Sound der Inbegriff des Swing. Doch der zweite Weltkrieg naht und das Schicksal schlägt unerbittlich zu - Musiklegenden wie Louis Armstrong, Gene Krupa, Frances Langford, und natürlich das Glenn-Miller-Orchester interpretieren die unvergesslichen Melodien von Miller. Unter der Regie von Anthony Mann setzt der Film dem Meister des Swing ein unvergessliches Denkmal. Von"Moonlight Serenade"bis"Chattanooga Choo Choo"- in dieser Oscar -gekrönten musikalischen Biographie der Swing-Legende Glenn Miller erwachen unvergessene Big Band-Hits wieder zum Leben
Pat und Mike (1952) von George Cukor [Avi] Sportfilm/Komödie - DVD-Rip - Deutsch/Englisch - 838 MB - 91 Minuten
Info & Review
Pat ist eine hervorragende Sportlerin - außer wenn ihr dominanter Verlobter dabei ist. Die Meisterschaft im Damengolf ist schon zum Greifen nah, als sie durch seine Anwesenheit bei den letzten Löchern nervös wird. Er will sie heiraten und einen Schlussstrich ziehen, aber sie kann ihr bisheriges Leben nicht so einfach aufgeben. Deshalb bittet sie den etwas zwielichtigen Sport-Promoter Mike um Hilfe. Gemeinsam nehmen sie es mit Gangstern und einem eifersüchtigen Boxer auf - aber wie sollen sie damit umgehen, dass sie sich zunehmend sympathischer werden?
Super Sache vor allem die zweiten - engl.- Tonspuren.
Kannst Du vielleicht auch engl. Untertitel dazuliefern?
Manchmal reicht dann mein engl. doch nicht, um alles zu verstehen.
Leider waren die Untertitel die ich im Netz gefunden habe, meist asynchron
Ein Goldfisch an der Leine (1964) von Howard Hawks [Avi] Komödie - DVD-Rip - Deutsch/Englisch - ca. 1,4 GB- 115 Minuten
Zur Verfügung gestellt von Der_Joe (THX)
Info & Review
Besetzung:
Roger Willoughby - Rock Hudson
Abigail Page - Paula Prentiss
Isolde Mueller - Maria Perschy
William Cadwalader - John McGiver
Tex Connors - Charlene Holt
Major Phipps - Roscoe Karns
Polizist - James Westerfield
John Screaming Eagle - Norman Alden
Skaggs - Forrest Lewis
Bagley - Regis Toomey
Regie: Howard Hawks
Drehbuch: John Fenton Murray, Steve McNeil
Buch: Pat Frank
Produktion:
Gibraltar Productions
Laurel Productions
Universal Pictures
Roger Willoughby hat ein Problem: Alle Welt hält den Verkäufer von Angelbedarf für einen Experten in Sachen Fischfang. Daher soll er für seinen Chef an einem großen Angelturnier teilnehmen. Was keiner ahnt: Roger war in seinem ganzen Leben noch nicht angeln! Um im Wettkampf bestehen zu können, soll ihm die hübsche Presse-Agentin Abigail in einem Crash-Kurs alles beibringen, was er wissen muss. Es dauert nicht lange, da zappelt Roger am Haken der resoluten jungen Dame. Doch dann taucht deren Verlobter auf. In der Tradition seiner legendären Screwball-Komödien inszenierte Altmeister Howard Hawks einen Comedy-Klassiker mit rasantem Wortwitz, umwerfender Situationskomik und der mitreißenden Musik von Henry Mancini. Einfach zum Anbeißen!
Der Teufel kommt um vier (1961) von Mervyn LeRoy [Avi] Drama/Abenteuer - DVD-Rip - Deutsch/Englisch - ca. 1,4 GB- 121 Minuten
Zur Verfügung gestellt von Der_Joe (THX)
Info & Review
USA 1961, ca. 2.01.15 min.- kein Abspann
Bildformat: 1,85:1 (anamorph / 16:9)
FSK: ab 16
Besetzung:
Pater Matthew Doonan - Spencer Tracy
Harry - Frank Sinatra
Regie: Mervyn LeRoy
Drehbuch: Liam O'Brien
Buch: Max Catto
Produktion
Columbia Pictures Corporation
Verleih
Columbia-Bavaria
Das Wasserflugzeug landet mitten im Südpazifik, um drei verurteilte Kriminelle auf eine kleine Insel auszuspucken. Einer von ihnen ist Harry. Priester Donan ist der dortige Leiter einer winzigen Missionsstation. Ein grauenhafter Vulkanausbruch führt Verbrecher und Pfarrer zusammen. Ein isoliert gelegenes Hospital droht von den glühenden Lavamassen vernichtet zu werden. Donan überredet Harry, den Kriminellen, in einer waghalsigen Aktion, bei der beide ihr Leben riskieren, die Kinder zu retten. In das Zielgebiet kommen sie nur per Fallschirm, aber erst dann beginnen unvorstellbare Strapazen, die von Buschfeuern, Erdrutschen und Todesangst begleitet sind.
Unternehmen Petticoat (1959) von Blake Edwards [Avi] Re-Up! Komödie - DVD-Rip - Deutsch - ca. 1,4 GB- 104 Minuten
Info & Review
Besetzung:
Lieutenant Commander Matt T. Sherman - Cary Grant
Lieutenant Nicholas Holden - Tony Curtis
Lieutenant Dolores Crandall - Joan O'Brien
Lieutenant Barbara Duran - Dina Merrill
Molumphry - Gene Evans
Stovall - Dick Sargent
Major Edna Heywood - Virginia Gregg
Captain J.B. Henderson - Robert F. Simon
Lieutenant Watson - Robert Gist
Ernest Hunkle - Gavin MacLeod
The Prophet - George Dunning
Sherman - John Astin
Regie: Blake Edwards
Musik: Henry Mancini
Drehbuch: Paul King, Joseph Pistone, Stanley Shapiro, Maurice Richlin
Produktion:
Granart Company
Universal International Pictures
Verleih: Universal
Commander Matt Sherman will nicht zulassen, daß sein U-Boot, die "Seetiger", verschrottet wird. Er überredet seine Vorgesetzten, daß er zwei Wochen Zeit bekommt, um das Schiff wieder seetauglich zu machen. Dumm nur, daß die Bürokratie ihm hierbei im Weg steht: Kaum etwas von dem, was er an Ersatzteilen bestellt hat, bekommt er wirklich geliefert. Dennoch schafft Sherman es, nach und nach alle benötigten Dinge privat zu organisieren. Doch dann wird die "Seetiger" im Hafen von feindlichen Flugzeugen angegriffen und muß schleunigst in See stechen. Etwas unpassend ist, daß gerade einige Frauen zu Besuch an Bord sind - die müssen die Reise nun mitmachen!
Kanonenboot am Yangtse-Kiang (1966) von Robert Wise [Avi] Re-Up! Drama/Krieg/Romantik - DVD-Rip - Deutsch/Englisch - ca. 1,4 GB- 175 Minuten
Info & Review
Originaltitel: The Sand Pebbles
Internationale Fassung des Films
Kinostart Deutschland: 23.03.1967
USA 1966
Drama, Lovestory, Krieg
FSK: ab 16
Bildformat : WS 2,35:1 (Anamorph)
Freigabe: FSK 16
Laufzeit:ca. ~ 2:55:04:20 min
Regie: Robert Wise
Produktion: Robert Wise
Musik: Jerry Goldsmith
Drehbuch: Robert Anderson
Buch: Richard McKenna
Budget: $12 Mio.
Produktion:
20th Century Fox
Solar Productions
Besetzung:
Jake Holman - Steve McQueen
Frenchy Burgoyne - Richard Attenborough
Captain Collins - Richard Crenna
Shirley Eckert - Candice Bergen
Maily - Emmanuelle Arsan
Po-han - Mako
Jameson - Larry Gates
Bordelles - Charles Robinson
Stawski - Simon Oakland
Harris - Ford Rainey
Bronson - Joe Turkel
Crosley - Gavin MacLeod
Filminfo:
Das alte amerikanische Kanonenboot "San Pablo" fährt während des chinesischen Bürgerkrieges von 1926 Patrouille auf dem Yangtse-Kiang. Das Schiff unter dem Kommmando des Kapitäns Collins ist mit der Sicherung der gefährdeten amerikanischen Handelskolonien und Missionsstationen beauftragt. Nicht nur, daß die Feindseligkeit zu Lande gegen die "Fremden Teufel" immer erschreckendere Ausmaße annehmen, auch an Bord der "San Pablo" toben rivalisierende Machtkämpfe zwischen Chinesen und Amerikanern, die der Maschinenmaat Jake Holman für sich entscheidet. Die Lage spitzt sich zu, als Holman seinem Freund Frenchy helfen will, ein asiatisches Freudenmädchen freizukaufen. Beim Versuch des Schiffskommandanten, eine bedrohte Missionsstation zu retten,kommt es zu einer mörderischen Konfrontation.
The Getaway (1972) von Sam Peckinpah [Avi] Action/Thriller - DVD-Rip - Deutsch/Englisch - ca. 1,4 GB- 118 Minuten
Zur Verfügung gestellt von Der_Joe (THX)
Info & Review
Regie: Sam Peckinpah
Drehbuch: Walter Hill, nach einem Roman von Jim Thompson
Musik: Quincy Jones
Kamera: Lucien Ballard
Schnitt: Robert L. Wolfe
Bild: 2.35:1 Anamorph
Darsteller: Steve McQueen (Carter "Doc" McCoy), Ali McGraw (Carol Ainsley McCoy), Ben Johnson (Jack Benyon), Sally Struthers (Fran Clinton), Al Lettieri (Rudy Butler), Richard Bright (Dieb im Bahnhof), Jack Dodson (Harold Clinton), Dub Taylor (Laughlin), Bo Hopkins (Frank Jackson)
Peckinpah erzählt die Geschichte von Carter, genannt Doc, McCoy (Steve McQueen) und seiner Frau Carol (Ali McGraw). Doc sitzt seit vier Jahren wegen bewaffneten Raubüberfalls im Gefängnis. Die Bewährungskommission lehnt seine vorzeitige Haftentlassung trotz guter Führung ab. Sheriff und Lokalpolitiker Jack Benyon (Ben Johnson), der McCoy gut kennt und vor allem weiß, wie übermäßig hart das Eingesperrtsein für McCoy ist, schlägt ihm einen Deal vor: Er will seinen Einfluss geltend machen, damit Doc doch noch vorzeitig entlassen wird. Im Gegenzug verlangt Benyon von Doc, er solle für ihn einen Banküberfall durchführen. Der korrupte Benyon, sein Bruder und seine Hilfssheriffs haben sich bei der in Aussicht genommenen Bank über Benyons Bruder, der bei der Bank im Vorstand sitzt, bereits illegal mit 250.000 Dollar bedient. Doc bittet Carol, Benyon auszurichten, er sei jetzt mit dem Deal einverstanden. Was er nicht weiß: Benyon verlangt von Carol, Doc nach dem gelungen Coup zu
erschießen.
Hi - echt klasse, dass du die filme besorgt hast - hast du vielleicht auch "engel unter sündern mit toni randall" und "eine frau für 2 millionen mit rock hudson"?? wäre schön!!! gruss gandalf 1999
Endstation Sehnsucht (1951) von Elia Kazan [Avi] Drama - DVD-Rip - Deutsch/Englisch - 1.07 GB - 119 Minuten
Info & Review
Sehnsucht und Besessenheit
"I don't want realism. I want magic!
Yes, yes, magic. I try to give that
to people. I do misrepresent things.
I don't tell truths. I tell what ought
to be truth."
(Blanche)
Die Zensur kann einen Film zerstückeln bis zur Unkenntlichkeit. Sie kommt in der Regel daher als moralische Instanz, als Sittenwächter. Dabei ist sie in Wahrheit nichts weiter als der Machtwillen einer Minderheit von Menschen, die ihre Kleinlichkeit, ihre Selbstbezogenheit und ihr Spießbürgerlichkeit kaschieren wollen - durch die Hybris scheinbarer Überlegenheit und die Ausübung von Macht.
Elia Kazan hatte mit Erfolg Tennessee Williams Drama "A Streetcar Named Desire" 1947 in New York für das Theater inszeniert. Das Stück lief zwei Jahre erfolgreich am Broadway. Jack Warner und andere mussten ihn davon überzeugen, das Stück auch für das Kino zu inszenieren - und es waren Karl Malden, Marlon Brando und Kim Hunter, die sich bereit erklärten, auch für den Film ihre Rollen zu spielen, die sie so erfolgreich auf der Bühne gespielt hatten. Nur die Rolle der Blanche Du Bois wurde neu besetzt, mit Vivien Leigh.
Von Anfang an wusste man um die Schwierigkeiten, die man mit der Selbstzensurbehörde der Filmindustrie, dem sog. Breen Office (Motto: "Eine Eintrittskarte für einen unanständigen Film ist eine Fahrkarte zur Hölle."), haben würde, wenn man Williams Stück unverändert auf die Leinwand bringen wollte. So wurden die Szenen, in denen die vermeintliche Nymphomanie von Blanche, die Homosexualität ihres Ex-Mannes und die Vergewaltigung von Blanche durch Kowalski, thematisiert werden, fast bis zur Unkenntlichkeit geändert (insgesamt wurden vier bis fünf Minuten weg geschnitten). Die Sittenwächter der sog. "Legion of Decency", einer katholischen Zensurbehörde setzten noch eins drauf und erzwangen, dass die Treppenszene - in der Stella Kowalski noch einmal zu ihrem Mann zurückkehrt - stark gekürzt wurde und einige Dialoge entschärft wurden.
Erst 1993 wurde der Film dann in einer ungekürzten Fassung auf DVD veröffentlicht.
Der Freundschaft zwischen Williams, der auch das Drehbuch zum Film schrieb, und Kazan, der beginnenden Freundschaft zwischen Malden und Brando sowie den hervorragenden Leistungen der weiblichen Hauptdarsteller Leigh und Hunter sowie derer von Brando und Malden ist es zu verdanken, dass trotz des Eingriffs der Zensur ein Film entstand, der das Kino in einigen Punkten neu definierte.
Williams und Kazan erzählen die Geschichte der Lehrerin Blanche (Vivien Leigh - unvergessen als Scarlett O'Hara in "Gone With The Wind", 1939), die in einem dieser typischen schwülen Sommer des Südens bei ihrer Schwester Stella (Kim Hunter) im französischen Viertel von New Orleans auftaucht. Stella ist schon vor Jahren von Zuhause weggegangen und inzwischen mit dem Arbeiter Stanley Kowalski (Marlon Brando) verheiratet - einem ungehobelten, rauen Kerl, den Stella aber von ganzem Herzen zu lieben scheint. Blanche erzählt, sie sei, um sich zu erholen, von dem Direktor ihrer Schule beurlaubt worden. Und sie erzählt, das gesamte Vermögen der einst wohlhabenden Familie Du Bois sei verloren gegangen.
In der äußerst beengten Zwei-Zimmer-Wohnung kommt Blanche in einem der Zimmer unter, das von dem anderen nur durch einen Vorhang getrennt ist. Und dann kommt Kowalski nach Hause, schwitzend, im Unterhemd, und von Anfang an ist ihm diese Schwester seiner Frau ein Dorn im Auge. Ihre ganze Art ist ihm zuwider. Er fragt sie aus, zwingt sie schließlich, ihm alle Papiere zu zeigen, die das Vermögen der Familie betreffen, weil er hofft, irgend etwas an Geld oder Grundbesitz müsse doch noch vorhanden sein.
Blanche lebt in zwei Welten - in der realen, die ihr so viel Leid zugefügt zu haben scheint, und in einer Phantasiewelt, in der sie ihre Träume und Wünsche, Sehnsüchte und Hoffnungen auszuleben versucht. Und genau das ist es, was ihren Schwager auf die Palme bringt, sie ihm verhasst macht. Blanche wiederum versteht nicht, wie Stella mit Stanley zusammenleben kann, mit einem Mann, der sie schlägt, zu dem Stella, die schwanger ist, aber immer wieder zurückkehrt.
Als sie einen der Freunde Kowalskis, Mitch (Karl Malden), der regelmäßig zum Pokerspiel mit zwei anderen Männern zu Kowalski kommt, kennen lernt, glaubt Blanche in diesem ruhig und besonnen wirkenden Mann denjenigen gefunden zu haben, bei dem sie den Schutz bekommen könnte, den sie schon lange bei einem Mann sucht. Und Mitch verliebt sich in die blonde Frau.
Stella, die ihre Schwester liebt, versucht, Blanche vor allen Anfeindungen ihres Mannes zu schützen. Sie will es sich mit beiden nicht verderben. Doch Stanley hat inzwischen Erkundigungen über Blanche eingezogen. Und die besagen, dass Blanche eine Lügnerin ist, die verheimlicht hat, dass sie als Lehrerin entlassen wurde, weil sie ein Verhältnis mit einem 17jährigen Schüler hatte, dass sie aus einem Hotel in Auriol, ihrer Heimatstadt, hinausgeworfen wurde, weil sie einen Mann nach dem anderen hatte. Genau das erzählt Stanley auch Mitch, der sich wütend und enttäuscht von Blanche abwendet. Die Situation spitzt sich zu, als Kowalski, während Stella im Krankenhaus liegt, um ihr Kind zu bekommen, Blanche vergewaltigt ...
Getragen wird diese Geschichte von den vier in ihren Charakteren so unterschiedlichen Personen Blanche, Stanley, Stella und Mitch. Blanche lebt in einer widersprüchlichen Doppelwelt. Sie verschweigt die Tragik ihres Lebens, die Beziehung zu einem homosexuellen oder bisexuellen Mann, der sich durch einen Schuss in den Mund das Leben nahm, den Missbrauch durch andere Männer, ihre Hingezogenheit zu sehr jungen Männern, insgesamt ihre Flucht in sporadische, kurze Beziehungen auf der Suche nicht nach Liebe, sondern nach Schutz und Sicherheit vor der Unbill des Lebens . Sie flüchtet immer deutlicher in eine Phantasiewelt ihrer Sehnsüchte, lebt immer öfter in dieser Welt, die sie sich nur geschaffen hat, weil sie in der wirklichen Welt nicht zurecht kommt.
Ihre Schwester Stella flüchtete vor der Welt ihrer Familie und deren sozialen Abstieg frühzeitig - in die Arme eines Mannes, der so ganz anders lebt, denkt und fühlt als die Menschen ihrer Herkunft. Das arme, wenn auch nicht verarmte New Orleans wurde ihr Zuhause - eine Welt des Glaubens nur an das, was (angeblich) ist, an die "harte Realität", eine Welt ohne Phantasie, ohne Träume. Was sie zu Kowalski trieb, war die Lust an dieser Welt der scheinbaren Einfachheit und Klarheit, auch die sexuelle Lust, die von diesem breitschultrigen, starken Mann ausstrahlt, eine Lust, die sie alles andere in Kauf nehmen ließ, auch die Gewalttätigkeit dieses Mannes. Sie wird Kowalski hörig. Besonders deutlich wird diese Beziehung Stellas zu Stanley in jener Treppenszene, die in der Kinofassung zur Unkenntlichkeit gekürzt wurde, als Stella aus der Wohnung der Nachbarin Eunice (Peg Hillias) zu dem verzweifelt "Stella" schreienden Kowalski wieder einmal zurückkehrt. Mit einem Gesicht - Kim Hunter ist hier einfach nur großartig -, in das Enttäuschung, Wut, Verletzlichkeit, aber eben auch das Gefühl des Verlusts gezeichnet sind. Sie geht langsam die Treppe hinunter, und man sieht, wie sich ihr Gesicht verändert, wie die Zuspitzung ihres Lebens auf einen Punkt, die reine Lust, die Hörigkeit alles andere wieder überwiegt.
Marlon Brandos Kowalski ist für die damalige Zeit ein neuer Typus im Kino. Die Zweideutigkeit seines Charakters ist es nicht, was diesen Typus ausmacht. Auch Bogart konnte dies verkörpern, gerade in jenen Jahren. Aber von der äußerlichen Geschliffenheit, ja fast Vollkommenheit eines Bogart ist bei Brando nichts mehr zu spüren. Das Rohe, das Gewalttätige ist in ihm genauso wie die unermessliche kindliche Schwäche zu finden. Nur, dass das alles hier nicht "versteckt" wird, verborgen liegt hinter einer äußerlichen Fassade. Brando zeigt diesen Kowalski zumeist im Unterhemd, verschwitzt, dreckig von der Arbeit, und vor allen in seinen Blicken kommt diese Figur in einer Weise zum Tragen, die im amerikanischen Kino etwas Neues darstellte.
Zu erwähnen ist schließlich Karl Malden, der diesen zurückhaltenden, freundlichen, zuvorkommenden Mitch spielt, der sich in Blanche verliebt, dessen Urteilsfähigkeit jedoch durch seine eigene Biografie getrübt ist. Zu Hause kümmert er sich um seine todkranke Mutter. Zu Frauen hat Mitch offenbar nie richtigen Kontakt gehabt, außer eben zu seiner Mutter. Williams und Kazan lassen durchblicken, wie stark Mitchs Verhältnis zu Frauen eben durch das Verhältnis zu seiner (Über-)Mutter geprägt zu sein scheint. Auch Mitch sucht nicht so sehr die erwachsene Liebe zu einer Erwachsenen. Auch er handelt und fühlt eher wie Blanche: Beide suchen den Schutz und die Sicherheit, die ein Kind sucht. Man könnte auch mit Erich Fromm sagen: Sie brauchen sich nicht, weil sie sich lieben. Sie lieben sich, weil sie sich brauchen. An dem Punkt, als Mitch erfährt, wie Blanche wirklich gelebt hat, bricht für ihn eine Welt zusammen. Eine Frau, die einen Mann nach dem anderen hatte, kann für ihn nicht die Ersatzmutter sein, die er sich wünscht.
Obwohl "A Streetcar Named Desire" ein typisches Theaterstück ist, das im wesentlichen in einem überschaubaren Raum spielt (der Wohnung der Kowalskis), gelang es Kazan dennoch, den Film von der Bühneneigenschaft des Stücks weitgehend zu befreien. Der Raum, die Wohnung, bekommt eine eigentümliche Beengtheit, ja klaustrophobische Atmosphäre, bedingt vor allem durch das exzellente Spiel seiner vier Akteure. Williams rekapituliert über die konkrete Geschichte der vier Akteure hinaus den Untergang des alten Südens des Geldadels und Großgrundbesitzes und das Aufkommen der durch Einwanderungswellen geprägten neuen Mentalität, repräsentiert durch Stanley, polnischer Abstammung, und Mitch. Die "Verbannung" von Blanche am Schluss des Films in die Psychiatrie - beweint nur von Mitch und Stella -, die ihre Unfähigkeit erkennen, Blanche wirklich zu verstehen, markiert den Sieg der durch Kowalski repräsentierten neuen "Moral" der Realistik.
Überhaupt stehen sich in Blanche und Stanley zwei Lebensprinzipien diametral gegenüber, die zwar beide durch tiefe Wunden geprägt sind, deren positive Elemente jedoch gerade durch diese Wunden immer wieder zerstört werden. Kowalskis Mentalität ist stark von einem brutalen Realismus geprägt, der immer wieder seine zweifellos vorhandene Liebe zu Stella überschattet. Blanche hingegen kann ihre unerfüllte Sehnsucht nach einem glücklichen Leben abseits des alten Südens nicht verwirklichen, weil sie zu wahrhaftigen Beziehungen unfähig ist. Die Phantasie, die Illusion tritt immer deutlicher an die Stelle realer Möglichkeiten.
Stella ist - so macht der Schluss des Films deutlich - ihrer Schwester viel näher, als sie glaubt. Die Vergewaltigung Blanches wird kaschiert, auch von den Nachbarn und Kollegen Stanleys, Blanche selbst psychiatrisiert. Kowalski scheint als Sieger aus der Geschichte hervorzugehen. Aber der Schein trügt auch diesmal. Williams und Kazan zeigen diesen Sieg als Pyrrhussieg einer neuen Gesellschaft, die sich nur vermeintlich über die untergehende des alten Südens erhebt. Und so erscheint dann auch der Bürgerkrieg zwischen dem Norden und dem Süden - der in der Geschichte des Stücks quasi kleinräumig wiederholt wird - in Williams Interpretation als ebenso trügerisch.
Die Sehnsüchte der Akteure werden gefressen - von ihrer Besessenheit.