Originaltitel: The African Queen Erscheinungsjahr: USA, 1951 Genre: Liebe/Romantik Filmlänge: 1h 40min Sprache: Deutsch/Englisch Regie:: John Huston Schauspieler: Humphrey Bogart, Katharine Hepburn, Robert Morley, Peter Bull u.a. Größe|Typ: 1X1,36GB Anzahl Parts: 14 Filehoster: RapidShare.com
Filminfo:
Während des ersten Weltkriegs versorgt der trinkfeste und rauhbeinige Kapitän Charlie Allnut (Humphrey Bogart) mit seinem alten Dampfer "African Queen" die Kolonien von Ostafrika mit dem Nötigsten. Als die einfallenden deutschen Truppen den dortigen Reverend Sayer (Robert Morley) ermorden, soll Allnut dessen Tochter Rose (Katherine Hepburn) zurück in die Zivilisation bringen. Doch die Reise ist lang und die beiden passen zusammen wie Hund und Katz, denn Rose bietet dem alten Kämpen Paroli...
Ich bin mir nicht recht sicher, ob es hier hingehört, aber falls ihn jemand hat, könnte wer von Woody Allen "Was Sie schon immer über Sex wissen wollten" uppen?Ist zwar nich grade ein anspruchsvoller Film, aber irgendwie doch ein Klassiker
Wenns hier komplett falsch ist, bitte einfach löschen.
Danke
Nachts unterwegs aka They Drive by Night (1940)
Deutsch+Englisch 900MB
INFO
Die Brüder Joe (George Raft) und Paul Fabrini (Humphrey Bogart) schlagen sich als unabhängige Fernfahrer durch. Beständig auf der Straße, unter Zeitdruck, von einem Kredithai gejagt, fern der Familie. Eine kurze Pause und etwas zu Essen, dann weiter, die nächste Ladung ausliefern. Geschlafen wird im Wagen, gefahren bis an den Rand der Erschöpfung. Als Joe das sauer verdiente Geld schließlich in eine eigene Lieferung steckt, steht alles auf dem Spiel, aber die Rechnung geht auf und die beiden Brüder haben das erste Mal Oberwasser. Doch als Paul bei einem tragischen Unfall den rechten Arm verliert, ist die neue Unabhängigkeit verloren und Joe fängt in der Speditionsfirma seines alten Freundes Carlsen an. Dort gerät er an dessen Frau Lana (Ida Lupino), die schon lange ein Auge auf den Fernfahrer geworfen hat - und mehr und mehr verzweifelt, als Joe sie nicht an sich heran lässt - da er sich selbst in die Kellnerin Cassie (Ann Sheridan) verliebt hat. Die Situation eskaliert, als Lana eine mörderische Entscheidung trifft ?
(mordlust.de)
Abgerechnet wird zum Schluss (The Ballad of Cable Hogue)
Für mich der beste Western aller Zeiten (noch vor 12 Uhr mittags und Spiel mir das Lied vom Tod)
Filminfo:
"Abgerechnet wird zum Schluss (The Ballad of Cable Hogue)" ist genau das, eine sehr persönliche und menschliche Ballade Sam Peckinpahs ("Das ist der einzige Film meiner Wahl.") Zärtlich in den Liebesszenen zwischen Jason Robards ("Spiel mir das Lied vom Tod") und Stella Stevens (Ex-Playboy-Model und Schauspielerin), komisch wie ein Slapstick-Film in der berühmten Badezuber-Szene. Der Spätwestern gibt dem Mythos der Frontier etwas Wehmütiges, was durch die drei Songs unterstrichen wird. Heiter, gelassen und Wärme ausstrahlend.
Videoinfo:
Xvid, 1400mb, original ac3 tonspur, deutsch, englisch
Paris, die Stadt der Lichter, erstrahlt besonders wenn Audrey Hepburn und Fred Astaire dort aufeinander treffen. Ihre einzige Zusammenarbeit verbindet ihren Starruhm und die Lieder von George und Ira Gershwin zu einem exquisiten Musical. Dieses bezaubernde Feuerwerk - gefilmt an Originalschauplätzen in Paris - errang sich vier Oscar Nominierungen. In der Rolle der grauen Maus aus dem Buchladen, die sich in ein bezauberndes Model verwandelt, spielt, singt und tanzt die hepburn, wie sie es zuvor auf der Londoner Bühne getan hat. Sie singt "How Long Has This Been Going On?" und tanzt einen Metabolismus-Tanz in einem coolen Jazz-Bistro. Astaire, als Modelfotograf der sie entdeckt, zieht alle Register seines Könnens und schafft unvergessliche Szenen: Singend bei "Let's Kiss And Make Up", tanzend mit Hepburn bei "He Loves And She Loves" und bezaubernd mit Hepburn, beim Titelsong "I Love Your Funny Face". Eine Magie, der man sich nicht entziehen kann.
Videoinfo:
Xvid, 1400mb, original ac3 tonspur deutsch und englisch
Audrey Hepburn (Frühstück bei Tiffany) spielt die reizende junge Sabrina -- die Tochter eines Chauffeurs --, die hoffnungslos in den Playboy David Larrabee (William Holden) verliebt ist. Bei diesem handelt es sich um den jüngeren Sohn der reichen Familie auf Long Island, für die ihr Vater arbeitet.
Um Sabrina ihren Jammer vergessen zu lassen, wird sie per Schiff zu einer Kochschule nach Paris verfrachtet. Während sie dort weilt, freundet sie sich mit einem Baron an, der ihr ein wenig Kultur nahe bringt -- und sie ermutigt, ihren kindlichen Pferdeschwanz abzuschneiden. Bis zu ihrer Rückkehr nach New York hat sich Sabrina in eine kultivierte Frau verwandelt; dort angekommen, ist David wie verzaubert von ihr. Wie auch immer, sein älterer Bruder Linus (Humphrey Bogart) hat bereits Davids Hochzeit mit einer anderen Frau arrangiert, um eine Geschäftsverbindung zu besiegeln und muss somit David von Sabrina abbringen. Um dies zu bewerkstelligen, übernimmt Linus die Aufgabe, seinerseits um sie zu werben.
Sabrina strotzt vor großartigen Dialogen ("Eine Frau, die glücklich verliebt ist, lässt das Soufflee verbrennen; eine Frau, die unglücklich verliebt ist, vergisst, den Ofen anzuschalten.") und wundervollen schauspielerischen Leistungen: Man muss ihn einfach als romantisches Meisterwerk bezeichnen. Ebenso erfreulich anzuschauen ist das Remake aus dem Jahr 1995, mit Julia Ormond und Harrison Ford in den Rollen von Hepburn und Bogart. --Jenny Brown
Videoinfo:
Xvid, 1400mb, original ac3 tonspur deutsch und englisch
Herr Satan persönlich (1955) von Orson Welles [Avi] Drama/Thriller - DVD-Rip - Deutsch/Englisch - 907 MB - 92 Minuten
Info & Review
Herr Satan persönlich (Mr. Arkadin) gilt mit Citizen Kane als zentrales Werk im Oeuvre Orson Welles?. Der selten und oft nur verstümmelt gezeigte Film ist nicht nur in seiner künstlerischen Vollendung mit Welles? Meisterwerk vergleichbar, sondern weist auch etliche strukturelle und inhaltliche Ähnlichkeiten auf. Schon der Beginn ist ein gewohnter Kniff, der wieder einmal prächtig funktioniert. Ein führerloses Kleinflugzeug, ein kurzer Off-Kommentar, dass die Entdeckung dieser Maschine einen Skandal und den Sturz einer Regierung zufolge hatte, dann führt uns der Protagonist Guy van Stratten in einer gegenwärtigen Rahmenerzählung in die Geschichte ein; die Rückblende reicht vom Beginn im Hafen von Neapel bis in die aktuelle Gegenwart hinein. 93 Minuten erleben wir die Entwicklung des Plots von Guys erster Konfrontation mit dem Namen Arkadin über seine erste Begegnung mit dem des Millionär bis zu dessen Tod.
Das Nennen dieses Namens gleich zu Beginn in Neapel durch einen Sterbenden, erinnert an die Ausgangssituation in Citizen Kane. Auch hier begibt sich ein Nachforschender auf die Suche nach der Bedeutung eines Namens und in das vergangene Leben eines Menschen hinein. Der feine Unterschied besteht darin, dass der Protagonist in Herr Satan persönlich vom quicklebendigen Arkadin höchst selbst damit beauftragt wird, während der Journalist in Citizen Kane das Leben des Toten sprichwörtlich rekonstruieren muss. Beide führen ihre Recherchen zu alten Weggefährten der fraglichen Personen (die beide auch von Orson Welles verkörpert werden).
Doch das sind nicht die einzigen Parallelen. Kane und Arkadin sind beide äußerst reich, haben sich ein Imperium aufgebaut und bestimmen die Politik mit. Beide sind charakterliche arme Einzelgänger, Arkadin ein regelrechter Verbrecher; beide wohnen in prächtigen Festungen. Im Falle Kanes ist es ein selbst errichtetes, abgeschottetes Märchenschloss, im Falle Arkadins ein altes spanisches Schloss, das zwar im Gegensatz zu Kanes einsam-gigantomanischem Traumpalast zu rauschenden Festen genutzt wird, aber doch mehr die Überlegenheit des Besitzers als dessen Freundlichkeit demonstriert. Nicht zufällig sind Arkadins Feste große Maskeraden und nicht zufällig ist es sein Spleen, dass kein Gast ohne den Genuss eines dreifachen Wodkas vor ihn treten darf. Alles in seinem Leben, selbst seine Offen- und Großzügigkeit sind Maskerade, Abschottung vor dem Andern, Verschleierung des fremden Blicks. Im Glauben, jeden Menschen korrumpieren zu können und alle für vertrauensunwürdig zu halten, leidet er unter dem gleichen Machbarkeits- und Größenwahn wie Kane. Das besonders Schlimme daran: Arkadin scheint wirklich alles machen zu können; überall hat er seine Häscher, Diener, Abhängigen. Das bezeichnendste Bild, das Welles hierfür gefunden hat, sind die Frames, die er an Arkadins Aussage ?Stoßen wir auf den Charakter an? anfügt, als dieser van Straatten anheuert: Ein Haufen Geldscheine wird auf den Tisch geblättert.
Herr Satan persönlich ist künstlerisches Erzählkino vom Feinsten. In jeder Sekunde fesselnd und die Lust an der Lösung des Auftrags befeuernd, agieren neben Welles in Haupt- und Nebenrollen Größen wie Michael Redgrave, Robert Arden, Akim Tamiroff, Grégoire Aslan, Patricia Medina, Paola Mori, Peter van Eyck sowie als Münchner Polizisten Gert Fröbe und Eduard Linkers, während Jean Bourgoin (Kamera), Renzo Lucidi (Schnitt) und Paul Misraki (Musik) die Vision des Drehbuchautors, Regisseurs und Produzenten Welles erstklassig umsetzen. Wie armselig nimmt sich doch die überwiegende Mehrheit der amerikanischen Filmproduktion der letzten fünfzehn Jahre gegen diesen Film aus.
Kurzbeschreibung
Was tun zwei alte, verschrobene englische Multimillionäre wenn sie Langeweile überkommt? Sie wetten, natürlich! Roderick und Oliver, die besagten Gentlemen, entnehmen ihrem Konto einen Geldschein von einer Millionen Pfund. Roderick behauptet nämlich, daß eine solche Banknote einen armen ehrlichen Mann nicht das geringste nütze. Sein Bruder Oliver glaubt, daß der Besitzer - ohne den Schein einzulösen - wie ein Lord leben könne. Für ihr Experiment wählen die Brüder den mittellosen Henry Adams, dem sie die Million für einen Monat überlassen..
Weites Land (1958) von William Wyler [Avi] Western - DVD-Rip - Deutsch/Englisch - 1,42 GB - 159 Minuten
Info & Review
"Weites Land" - Film-Inhalt und Kritik:
Eigentlich kam James McCay (Gregory Peck) nur aus Boston in die kleine Präriestadt, um seine Braut Patricia Terrill (Caroll Baker) zu heiraten - aber schon bald ist er mittendrin in einer Familienfehde. Major Henry Terrill (Charles Bickford) liegt schon seit Jahren im Clinch mit dem Clan von Rufus Hannassey (Burl Ives). Dessen Rinder werden zur Tränke an einem Fluss geführt, der zur Ranch "Big Muddy" gehört - und diese Ranch würden die verfeindeten Familien gerne kaufen. Die Hannasseys, um ihre Gründe zu sichern, die Terrills, um die unliebsamen Nachbarn zu vertreiben.
Noch gehört das Stück Land jedoch der Lehrerin Julie Maragon (Jean Simmons) und die denkt gar nicht daran zu verkaufen. Von McCay erwartet Patricia, dass er sich wie ein Mann verhält und tat- und schlagkräftig in den Kampf gegen die Hannasseys eintritt. Dazu sieht der friedliebende Mann allerdings keinerlei Veranlassung. Im Gegenteil: Er möchte den schwelenden Krieg befrieden und überredet Julie, ihm "Big Muddy" als Hochzeitsgeschenk für Pat zu verkaufen. Allerdings ist damit noch gar nichts gewonnen...
Mit dem 166 Minuten langen "Weites Land" konnte Regisseur William Wyler für seinen nächsten Streich "üben" : Den ein Jahr später entstandenen Monumentalfilm "Ben Hur", der dann auch mit elf "OSCAR"s dekoriert wurde. Aber "Weites Land" ist natürlich mehr als ein Übungsstück: Wyler nimmt sich die Zeit, besagtes Land mit großen Kameraeinstellungen auch in seiner ganzen Weite zu zeigen. Und auch der Geschichte gibt er Zeit: Da darf auch schon mal eine Schlägerei ein paar Minuten dauern, ehe die Handlung weitergetrieben wird. Verlassen kann er sich hierbei auf solide Darsteller: Peck, der auch als Co-Produzent an Bord war, kann überzeugen, Burl Ives erhielt für seine Darstellung des Familienpatriarchen den "OSCAR". Eine weitere Nominierung gab es für die Filmmusik von Jerome Moross.
Blackmail (1929) von Alfred Hitchcock [Stummfilm- & Tonfilm-Fassung] Thriller - DVD-Rip - Englisch - 679 MB - 81 Minuten
Info & Review
Von diesem frühen Verbrechensmelodram Alfred Hitchcocks fertigte der Meister gleich zwei Fassungen an: Nachdem er den Streifen als Stummfilm gedreht, aber noch nicht geschnitten hatte, versah Hitch erneut gedrehte Szenen mit zusätzlichem Ton und sogar Effekten. Es war für das Kino eben eine Zeitenwende: Die Jahre 1927-1929 sahen das Aufkommen des Tonfilms. Für Hitch ergab sich aber ein Problem: Seine Hauptdarstellerin Anny Ondra sprach Englisch mit starkem Akzent - er musste ihre Sätze vor Ort, also beim Drehen selbst, synchronisieren lassen!
Im Prolog sehen wir Inspektor Frank Webber (John Longden) von der Londoner Polizei beim Einsatz: Der Einsatzwagen ist sogar schon mit so etwas wie Funk ausgestattet! Es gilt, einen Verbrecher dingfest zu machen. Das klappt auch ganz vorzüglich, und nach erfolgreichem Tagwerk waschen sich die Polizisten ihre Hände buchstäblich in Unschuld.
Frank ist mit seine Freundin Alice (Anny Ondra) verabredet. Man geht ins Café, doch irgendwie ist Alice nicht bei der Sache: man streitet sich, und Frank geht verärgert nach draußen. Er traut seinen Augen kaum, als er Alice wenig später mit einem Lackaffen aus dem Café kommen sieht. Es handelt sich um den Kunstmaler Crew, der Alice überredet, mit in seine Wohnung zu kommen. Dass der Inspektor die beiden nicht verfolgt, ist ein schwerer Fehler. In der U-Bahn würde er nämlich Alfred Hitchcock zu sehen bekommen, der neben ihnen sitzt und von einem Lausebengel getriezt wird.
Mister Crew, der Maler, ist ziemlich scharf auf die süße Alice und versucht, sie zu vergewaltigen. Das gute Mädchen wehrt sich nach Kräften, bekommt ein Brotmesser zu fassen und meuchelt den Übeltäter. Reichlich geschockt von ihrer Bluttat vergisst sie ihre Handschuhe.
Als sie spät am nächsten Tag erwacht, zwitschert ein unsichtbarer Kanarienvogel unentwegt sein Lied: ein deutliches Symbol von Gefahr und drohendem Chaos. Alice ist von Schuldgefühlen erfüllt. Inzwischen hat Frank Webber einen der Handschuhe gefunden und weiß, dass Alice bei Crew war: Alles spricht dafür, dass sie die Täterin ist. Allerdings ermöglicht Frank keine Fingerabdruckanalyse.
Alice ist Verkäuferin im Tabakladen ihrer Eltern. Von diesen und einer Kundin hört sie, dass jemand getötet wurde. Ihre Wahrnehmung erlaubt ihr nur, das Wort "Messer" zu hören, das ihre Schuldgefühle verstärkt - ein melodramatischer Klangeffekt, den Hitchcock hier einsetzt.
Der Erpresser taucht im Laden auf, ein schmieriger Typ namens Tracy, der viel Ähnlichkeit mit jenem Gauner hat, den Frank in der ersten Szene festgenommen hatte. Tracys Druckmittel: Er hat Alices zweiten Handschuh, und verlangt dafür erst einmal Knete von Frank, der seine Alice deckt. Zunächst gibt Frank Tracys Forderungen nach, doch dann erhält er die Nachricht, dass es sich um einen Ex-Knacki handelt, der gesucht wird.
Kaum trifft das Polizeiauto ein, springt Tracy aus dem Fenster und macht sich aus dem Staub, wird aber von Frank und Kollegen verfolgt. Die Jagd führt ins Britische Museum, wo Tracy durch das Glasdach des Lesesaals in die Tiefe stürzt.
Frank ist noch nicht zurück, da wird Alice von ihren Schuldgefühlen übermannt: Sie will sich der Polizei stellen. Ob noch alles gut ausgeht?
Über weite Strecken befolgen die Personenszenen die Vorschriften des Melodrams und der Theaterbühne - der Krimi entstand aus einem Bühnenstück Charles Bennetts und ist deutlich in drei Akte eingeteilt. Am Anfang spielt die Pflicht (des Polizisten) die Hauptrolle, im 2. Akt die Liebe, worauf unweigerlich der Konflikt zwischen Liebe und Pflicht folgt. Auch Symbole wie etwa Vögel, Schattengitter und ein Harlekin-Gemälde spielen eine wichtige deutende Rolle, um Seelenzustände darzustellen.
Doch Hitch war in seiner Kunst schon ein wenig weiter. Der Film eröffnet mit dem Blick der Kamera auf ein sich drehendes Wagenrad: das der Einsatzwagens der Londoner Polizei. Das Motiv wird gegen Schluss wiederholt. Weitere visuelle Mittel wie eine Trickaufnahme im British Museum (Pharaonenmaske) und das Leitmotiv der toten Hand durchziehen den Film. Alices Obsession mit dem Wort "Messer" wird durch einen Klangeffekt hervorgehoben. Ihr Schrei überschneidet sich mit dem der Concierge, die Crews Leiche findet.
Dass Frank und Alice nicht aus dem "Paradies" der bürgerlichen Existenz vertrieben werden, weil sie den der Konflikt zwischen Liebe und Pflicht nicht auflösen, ist ebenfalls innovativ: Wie schon Joseph Conrads und Graham Greenes Agenten und Diplomaten entscheiden sie sich dafür, ihre Schuld zu verheimlichen und fortan in einem Zustand der inneren Verzweiflung zu leben, die sich äußerlich als Korruptheit des Polizisten zeigt. Moralische, absolut gesetzte Werte werden ebenso hartnäckig hinterfragt wie menschliche Autoritäten.
"Blackmail" fehlt es nicht an Witz: In der U-Bahn sieht man Hitch den getriezten Spießbürger, dem von einem Jungen der Hut vom Kopf gestoßen wird. Die Londoner Alltagswelt ist sehr gut erfasst. Der Tabakladen ist stilecht eingerichtet, und das Gebaren des Erpressers, der sich eine superteure Zigarre geben und von Frank bezahlen lässt, ist voll höhnischer Ironie.
Die Stummfilmfassung ist relativ interessant: Sie ist - neben den Zwischentiteln - mit neuer Klaviermusik versehen.
Fazit:
"Blackmail" bietet dem Filmkenner Einblick in die Kunst des frühen Hitchcock, jenen von "The Lodger" und "The Manxman". Dabei ist der Plot bereits dramaturgisch recht effektiv, Grundaussagen Hitchs zur Doppelmoral der Bürger sind nicht zu übersehen, und ein paar Filmtricks haben schon Eingang in die Endfassung des Tonschnitts gefunden.
Ladykillers (1955) von Alexander Mackendrick [Avi] Krimi-Komödie - DVD-Rip - Deutsch/Englisch - MB - Minuten
Info & Review
Als Mrs. Wilberforce einen Untermieter sucht, meldet sich kurz darauf Professor Marcus bei ihr, der auch gleich einziehen will. Zusammen mit vier Freunden, die zusammen ein Streichquintett sind, will er hier üben. In Wirklichkeit haben die Männer aber ganz andere Pläne: Sie wollen eine Bank überfallen und benutzen ihre Rolle als Musiker sowie die unschuldige Mrs. Wilberforce als Tarnung. Derf Überfall gelingt, und die Herren schaffen es sogar, daß Mrs. Wilberforce die Beute für sie aus einem Schließfach am Bahnhof abholt - wobei die natürlich nicht ahnt, was sie transportiert. Doch kaum haben Professor Marcus und seine Freunde die Beute in Händen, öffnet sich der Koffer, und jetzt will die alte Dame genau wissen, was hier eigentlich gespielt wird - Mozart ist es ja offensichtlich nicht!
"Ich möchte daran erinnern, daß bis jetzt noch kein Arschloch einen Krieg gewonnen hat, indem er fürs Vaterland gestorben ist. Gewonnen hat er ihn, indem er dafür gesorgt hat, daß die anderen armen Arschlöcher fürs Vaterland gestorben sind."
Der Film zeichnet das Leben des US-Generals George S. Patton während des Zweiten Weltkriegs nach. Patton ist im Jahr 1943 unter anderem an der erfolgreichen Invasion Siziliens beteiligt, bei der er sich der Konkurrenz des britischen Feldmarschalls Bernard Montgomery ausgesetzt sieht. In Nordafrika kämpft er im Tunesien-Feldzug gegen den deutschen Generalfeldmarschall Erwin Rommel.
Trotz seiner militärischen Erfolge ist Patton bei seinen Vorgesetzten umstritten. Er ist ein ehrgeiziger Egozentriker, der an Reinkarnation glaubt und in seinem Handeln oft rücksichtslos und brutal vorgeht. Als er einem verletzten Soldaten ins Gesicht schlägt, wird er kurzzeitig vom Dienst suspendiert und von der Teilnahme an der Operation Overlord ausgeschlossen.
Er bittet seinen ehemaligen Untergebenen General Omar Bradley um eine erneute Beteiligung am Krieg, der ihm so viel bedeutet. Als Kommandant der 3. US-Armee hat er maßgeblichen Anteil an der Abwehr der Ardennenoffensive und der Befreiung Frankreichs. Die Schlacht bei Falaise wird zu seiner wichtigsten militärischen Leistung. Schließlich marschiert Patton mit seinen Leuten in Deutschland ein. wiki
Review
Für eine der schillerndsten Figuren des Zweiten Weltkriegs eine ebenso schillernde Leinwand-Biografie: Patton. Das siebenfach Oscar-prämierte Meisterwerk von Regie-Ass Franklin J. Schaffner („Planet of the Apes“, „Papillon“) kam im Jahre 1970, also während der heißen Phase des Vietnamkriegs, bestimmt nicht von ungefähr und zeigt auch deutliche Tendenzen gegen den Kommunismus. Man kann ihn nicht mal als Antikriegsfilm bezeichnen, denn so bitter es sich anhört, phasenweise glorifiziert er das Geschehen doch sehr. Solche Filme hatte Amerika, in Skandalen, Rassenproblemen und problematischer Außenpolitik auch bitter nötig, um das angekratzte Nationalbewusstsein wieder aufzupolieren.
Nichtsdestotrotz sind diese drei Stunden nahezu perfektes Unterhaltungskino, das von der Ausstattung bis hin zur brillanten Inszenierung keine Wünsche offen lässt. Stehen und Fallen tut „Patton“ aber mit seinem Hauptdarsteller George C. Scott („Dr. Strangelove or: How I Learned to Stop Worrying and Love the Bomb”, „The Exorcist III”), der hier eine beispiellose Performance abliefert und Unterricht in Sachen Charakterdarstellung gibt. Scott spielt Patton nicht nur, er lebt ihn in jeder Szene vollends aus. Das beginnt mit dem legendären, einführenden Monolog vor einer riesigen amerikanischen Fahne und endet mit einem einsamen Spaziergang. [...] André Klingeberg (Blade Runner)
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DVD-Rip Xvid Deutsch Englisch + deu eng Sub 2x700MB 164min 1179kb/s AC3
Robert Hamer - Kind Hearts and Coronets (GB, 1949)ofdb
Mord ist eine Kunst, die viel Raffinesse verlangt - das erkennt auch der mittellose Louis Mazzini (Dennis Price), der im England des frühen 20. Jahrhunderts auf die Ablehnung seiner ebenso reichen wie kaltherzigen Verwandtschaft trifft. Um den Adelstitel der D'Ascoynes und ihr Vermögen zu erben, muss Louis nur eine lange Reihe arroganter Familienmitglieder eliminieren. Also macht sich der charmante junge Mann mit Gift, Gewehr und Sprengstoff ans schaurige Handwerk. Doch kaum ist er der zehnte Graf von Chalfont, scheint alles verloren: Er wird wegen Mordes festgenommen ...
Gleich acht exzentrische Adlige verkörpert der brillante Sir Alec Guinness in diesem schwarzhumorigen Meisterwerk, das laut Britischem Filminstitut einer der besten englischen Filme aller Zeiten ist und mit beißendem Witz, abgründiger Situationskomik und dekadenter Eleganz zu begeistern weiß.
Pressestimmen
111 Meisterwerke des Films: "Die Qualität des Films liegt ganz zweifellos in seinem hervorragend konstruierten Drehbuch. Doch was wäre der schöne Text ohne die Bilder. Beide pointieren sich gegenseitig. Die Krone aber gebührt Alec Guinness, der mit dieser Leistung seinen Weltruhm begründete."
Heyne Filmlexikon: "Tiefschwarze, höchst vergnügliche britische Komödie."
Lexikon des Int. Films: "Makabre Mörderkomödie, die auf intelligente Weise mit dem Entsetzen Scherz treibt." Universal Klassiker
Auszeichnungen
Der Regisseur Robert Hamer wurde 1949 mit Adel verpflichtet für den Goldenen Löwen der Filmfestspiele von Venedig nominiert. Der Film wurde zudem ein Jahr später für einen BAFTA-Award als Bester Britischer Film nominiert. wiki
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DVD-Rip Deutsch Englisch + deu ned swe esp Sub 796MB 101min 1082kb/s AC3 s/w
Wege zum Ruhm (1957) von Stanley Kubrick [Avi] Kriegs-Drama - DVD-Rip - Deutsch/Englisch - 800 MB - 83 Minuten
Info & Review
?Wege zum Ruhm? ist ein kompromissloses Plädoyer gegen den Krieg und für die Menschlichkeit. Die Handlung spielt im 1. Weltkrieg und sie spielt in Frankreich. Doch es geht nicht um einen bestimmten Krieg und noch weniger um ein bestimmtes Land. Seine Kritik trifft vielmehr mitten ins Herz der Kriegsmaschinerie selbst, so dass es gar nicht mehr des Feindes bedarf um die Absurdität und Unmenschlichkeit dieser Maschinerie aufzuzeigen.
Zwei Welten führt Kubrick uns vor, zwei Welten die unterschiedlicher nicht sein könnten, und die doch zusammengehören, wie die zwei Seiten einer Medaille, denn erst beide zusammen sind die Wirklichkeit des Krieges.
Der Film beginnt in der ersten Welt, der Welt der Offiziere. Diese Welt besteht im Film aus einem riesigen Schloss mit ausgedehntem Park. Weiträumigkeit und gerade Linien zeichnen diese Welt aus, Soldaten in exakter Formation, die in einer Reihe aufmarschieren, salutieren und reibungslos funktionieren. General Broulard sucht im besagten Schloss den ihm untergebenen General Mireau auf, um ihm einen schicksalhaften Befehl zu überbringen. Mireaus Division soll eine umkämpfte Anhöhe, den Ameisenhügel, erstürmen (der in der deutschen Synchronisation zur ?Höhe 19? wird). Mireau bezeichnet dies zunächst als unmöglich, und verweist auf die Tatsache, dass seine Division fast aufgerieben sei, doch schwenkt er um, als Broulard ihm eine Beförderung in Aussicht stellt. Diese Anfangsszene ist bezeichnend für den Stil, in dem die Offiziere als Angehörige der ersten Welt agieren. Zunächst herrscht hier ein Ton von weltläufiger Gewandtheit, man lächelt und plaudert, man pflegt small talk und hat immer einen Scherz und ein bisschen Ironie auf Lager. Daneben gibt es noch einen anderen Tonfall, nämlich das pathetische Deklamieren von Phrasen über Ehre und Vaterland. Zwischen diesen beiden Tonlagen werden alle Offiziere während des ganzen Films hin und her springen. Beiden Tonlagen ist jedoch eines gemeinsam: Man kann in ihnen nicht die Wahrheit sagen. Und dies eben ist ein entscheidendes Merkmal der Welt der Offiziere: Sie ist eine Welt des Scheins, eine Welt der Propaganda und damit eine Welt der Lüge. Die Offiziere sagen immer etwas anderes als das, was sie wirklich meinen. Ihre Worte dienen nur dazu, einen blendenden Schein aufrecht zu erhalten. Als nämlich Broulard die mögliche Auszeichnung erwähnt, antwortet Mireau mit einem pathetischen Bekenntnis: Er sei verantwortlich für 8000 Soldaten, das Leben eines Soldaten, sei ihm wichtiger als jede Auszeichnung. Also könne er den Auftrag nicht ausführen? ?Das habe ich nicht gesagt?, antwortet Mireau. Seine Männer seien zu allem fähig. Sie werden es schaffen.
Die nächste Szene führt uns in die zweite Welt des Films, die Welt der Schützengräben und der einfachen Soldaten. Ist die Welt der Offiziere eine Welt des Scheins und der Lüge, so sind wir jetzt in der Welt der Wahrheit. Hier geht es nicht um Geplauder und Phrasen, sondern um Leben und Tod. Im Gegensatz zur Weiträumigkeit und Exaktheit der Welt der Offiziere ist hier alles eng und krumm und düster. Die Soldaten stehen nicht in einer Reihe, sondern an die Gräben gepresst und müssen sich ständig vor feindlichen Granateinschlägen ducken. Mehr als einmal führt Kubrick uns in langen, meisterhaften Kamerafahrten die beängstigende Endlosigkeit und Ausweglosigkeit dieser Schützengräben vor. In diese Welt ist General Mireau mit seinem Adjutanten herabgestiegen um den verhängnisvollen Befehl zu überbringen. Er gibt sich wieder leutselig, plaudert gönnerhaft und herablassend mit einzelnen Soldaten. Dann betritt er den Unterstand von Colonel Dax, meisterhaft verkörpert von Kirk Douglas, und lässt sich von Dax den Ameisenhügel zeigen. Die Kamera zeigt seinen Gesichtsausdruck, der keinen Zweifel lässt, dass Mireau weiß, wie unmöglich eine Erstürmung ist. Doch seine Worte sagen etwas ganz anderes, er habe schon schlimmere Stellungen gesehen, viel schlimmere. Mireau sagt Dax, dass er den Ameisenhügel einnehmen wird. Dax verweist auf den Zustand seiner Männer und fragt nach den erwarteten Verlusten. Mireau antwortet sachlich kalkulierend wie ein Geschäftsmann: ?Sagen wir 5 Prozent werden durch unsere eigenen Leute getötet, ? 10 weitere Prozent im Niemandsland und nochmals 20 Prozent bleiben im Draht hängen. Dann bleiben 65 Prozent und der schlimmste Teil der Arbeit ist getan. Sagen wir, weitere 25 Prozent bei Erstürmung des Hügels - wir hätten dann noch so viel Kraft, die mehr als ausreicht, um ihn zu halten?. Dax spricht aus, was dies bedeutet: Mehr als die Hälfte der Männer wird umkommen. ?Ja, ein schrecklicher Preis?, sagt Mireau unverbindlich. Dann wechselt er zur Phrase: ?Ich verlasse mich auf Sie, Frankreich verlässt sich auf Sie.?
Der Angriff am nächsten Tag scheitert erwartungsgemäß, die Soldaten fallen massenhaft, in dieser alptraumhaften Grabenlandschaft, die ein einziges Grab ist. Mireau verfolgt im Beobachtungsstand den Angriff und gibt den Befehl auf die eigenen Stellungen zu feuern, da ein Teil der Division nicht vorrücken kann. Als der Hauptmann vor Ort auf einem schriftlichen Befehl besteht fordert Mireau die Ablösung des ganzen Regiments und die Einberufung des Kriegsgerichts. Auf Veranlassung Mireaus werden drei Soldaten stellvertretend für alle ausgewählt und vom Kriegsgericht, das eine einzige Farce ist, wegen Feigheit vor dem Feind zum Tode verurteilt.
In diesen Szenen führt Kubrick uns eine Konfrontation der zwei Welten vor, bei der die Welt der einfachen Soldaten aber von vorn herein ohne jede Chance ist, da die Welt der Offiziere alle Regeln festlegt. Kubrick legt den unmenschlichen Zynismus aller handelnden Offiziere bloß. Für die Offiziere sind die Soldaten nur abstrakte Zahlengrößen. So wie Mireau vor dem Angriff die prozentualen Verluste kalkuliert hat, ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, dass hinter seinen Zahlen der Tod vieler Einzelner steht, so will er zunächst 100 Männer anklagen. Im freundlichen Plauderton einigt er sich aber mit dem vorgesetzten General Broulard, der ihn bittet doch nicht zu übertreiben, schließlich auf einen Mann aus jeder Kompanie, insgesamt drei Männer. Broulard bezeichnet das als sehr vernünftig und lädt im nächsten Atemzug alle zum Essen ein.
Der einzige Offizier, der sich dem Zynismus und der Heuchelei verweigert ist Colonel Dax. Er, der im Zivilberuf Strafverteidiger ist, steht zwischen den Welten. Kirk Douglas gelingt hier eine perfekte Verkörperung des Zwiespalts. Er verlässt nie die Rolle des pflichtgetreuen Offiziers, der Befehlen gehorcht, auch wenn seine wahren Emotionen seiner Mimik zu entnehmen sind. Verzweifelt versucht er mit den Mitteln des Militärapparates als Verteidiger vor dem Kriegsgericht die drei Männer zu retten und muss zwangsläufig scheitern. Er ist auch der einzige, der im direkten Gespräch sowohl mit Mireau, als auch mit Broulard versucht, die Maske des Scheins zu durchbrechen und die Wahrheit auszusprechen. ?Glauben Sie im Ernst, was Sie eben sagten??, fragt er Broulard etwa. Er erntet damit jedoch nur Entrüstung. Dax ist der einzige, der wiederholt den Begriff der Menschlichkeit anführt und damit den Zynismus der Offiziersklasse offen legt. Für diese sind die einfachen Soldaten nur abstrakte Zahlengrößen, niemals Menschen, ja sie betrachten sie sogar als weniger denn menschlich. Als einmal die Rede auf eine Einheit kommt, die aufgerieben wurde, weil die Soldaten sich zusammengekauert hatten, amüsiert Mireaus Adjutant sich. ?Sie lernen es nie?, sagt er, ?Herdeninstinkt, typisches Verhalten niederer Tiere?. Doch Dax erwidert scharf ?Es scheint mir nur menschlich?. Als eben dieser Adjutant, der im Prozess als Ankläger auftritt, in gekünstelt entrüstetem Ton voll falschem Pathos die Verurteilung fordert, da die Attacke eine Schande für Frankreich, für jeden Mann, jede Frau und jedes Kind in Frankreich sei, da antwortet Dax mit einem Appell an die reine Menschlichkeit: Der Fall dieser Männer spricht allem menschlichen Recht Hohn. Ein Schuldspruch wäre ein Verbrechen. Das Mitgefühl sollte nicht außer Kraft gesetzt sein. Er bittet das Gericht Gnade walten zu lassen.
Es ist dieses Beharren auf der reinen Menschlichkeit, der puren Kreatürlichkeit, das Kubricks Plädoyer gegen den Krieg so eindringlich macht. Die drei willkürlich ausgewählten Soldaten, Paris, Ferol und Arnauld werden uns in ihrer Todesangst vorgeführt. Ihr Tod ist so sinnlos wie nur irgendetwas. Trotzdem wird ihre Hinrichtung unaufhaltsam nach allen Regeln der Form vorbereitet. Die drei Männer verbringen die Nacht in einen Viehstall gesperrt. In einer symbolhaften Szene beneidet Paris eine Kakerlake, die morgen noch leben wird, wenn sie schon tot sind. Ferol erschlägt die Kakerlake. So willkürlich werden auch sie drei getötet, und für die Offiziersklasse sind sie kaum mehr als Kakerlaken. Kubrick zeichnet die drei nicht als Helden, er zeichnet sie nicht einmal besonders sympathisch. Sie werden uns nur als Menschen vorgeführt und jeder der drei zeigt eine andere Form menschlicher Verzweiflung im Angesicht des Todes oder besser des Sterben-Müssens. Ferol, der ausgewählt wurde, weil er angeblich sozial minderwertig ist, weint und jammert ununterbrochen. Paris war Zeuge, wie ein Kamerad wegen des Fehlverhaltens eines Vorgesetzten sterben musste und wurde von eben diesem Offizier für den Prozess ausgewählt. Er gibt sich gefasst, doch in einer Szene wird gezeigt, wie mühsam diese Gefasstheit der Verzweiflung abgerungen ist. Arnauld schließlich wurde vom Los bestimmt. Seine Verzweiflung drückt sich in Rebellion aus, wenn er den Priester angreift als den quasi moralischen Repräsentanten einer Welt, die ein Schicksal wie seines zulässt. Arnauld war es, der in der Nacht vor der Schlacht mit einem Kameraden flüsternd erörterte, welche Todesart die grausamste wäre. Nicht vor dem Sterben haben wir Angst, sondern vor der Art, wie wir sterben, befand er damals. Als Paris ihn jetzt niederschlagen muss, da er den Priester angreift, fällt er so unglücklich, dass er einen Schädelbruch erleidet. Die Führung entscheidet, dass er auf eine Bahre gebunden wird. Bei der Exekution soll man ihn in die Wange kneifen, denn Mireau will ihn bei Bewusstsein.
Colonel Dax hat inzwischen von Mireaus Befehl erfahren, auf die eigenen Truppen zu feuern. Er überbringt diese Nachricht inklusive der eidesstattlichen Erklärungen aller Zeugen General Broulard. Das Ganze ist inszeniert wie eine Rettungsaktion in letzter Minute und in einem gewöhnlichen Kriegsfilm würde Mireau jetzt zur Verantwortung gezogen und die drei Verurteilten würden begnadigt werden. Der Skandal wäre auf das Fehlverhalten eines einzelnen Generals reduziert. Doch Kubrick zeigt uns keinen gewöhnlichen Kriegsfilm. Es geht nicht um einen menschenverachtenden Offizier, es geht darum, dass ein ganzes System menschenverachtend ist.
Deshalb werden wir am nächsten Morgen Zeugen der Exekution. Die Welt der Offiziere zeigt ihre Überlegenheit. In einer langen Reihe und wiederum in exakter Aufstellung ist die ganze Division angetreten. Ein reibungsloses Ritual wird abgespult und unter Trommelwirbel werden die drei Verurteilten zur Hinrichtung geführt. Kubrick zelebriert diese Szene in jeder Einzelheit. Endlos lang ist dieses Schreiten und in einer quälenden Schnittfolge sehen wir immer wieder den schluchzenden Ferol, den mühsam gefassten Paris, Arnauld auf der Bahre und immer wieder die drei Pfähle, denen sie langsam näher kommen und die die Assoziation zu den drei Kreuzen von Golgatha wecken. Das Anbinden, das Verbinden der Augen und schließlich die Schüsse: Die Welt der Offiziere hat ihre Überlegenheit zelebriert und doch hat sie gleichzeitig eben durch dieses Ritual, das ein Ritual der Unmenschlichkeit ist, jeden Anspruch auf Achtung verloren.
Die nächste Szene zeigt uns Broulard und Mireau beim Essen und Plaudern. Es ist der gleiche Salon wie ganz zu Anfang des Films. Diese Dinge sind meist sehr trostlos, aber diesmal ganz prächtig abgelaufen, finden sie. Die Männer starben wunderbar. Manchmal benimmt sich jemand unpassend und es bleibt ein schlechter Geschmack, aber diesmal war es perfekt. Weiter kann man den Zynismus nicht treiben. Tiefer kann man nicht sinken. Es bleibt noch eine Rechnung offen. Vor dem hinzugerufenen Dax konfrontiert General Broulard Mireau mit seinem skandalösen Befehl. Als Mireau jeden Vorwurf zurückweist, lächelt Broulard, dann werde er die Untersuchung vor der Öffentlichkeit ja gut überstehen. Mireau ist entrüstet: ?Sie machen mich zum Sündenbock, den einzigen völlig unschuldigen Mann in dieser ganzen Affäre.? Selbst im Augenblick des eigenen Scheiterns, bleibt er in der Maske der Lüge und des Scheins. Broulard bietet Dax anschließend Mireaus Posten an, da er glaubt, Dax hätte darauf hingearbeitet. Auch er hat Lüge und Heuchelei so sehr verinnerlicht, dass er gar nicht auf die Idee kam, Dax hätte wirklich gemeint, was er gesagt hatte. Als Dax ihm vorwirft, degeneriert und sadistisch zu sein, findet Broulard seine Ironie wieder. ?Dax, Sie enttäuschen mich. Die Schärfe Ihres Verstandes ist durch Sentimentalität getrübt. Sie wollten diese Männer wirklich retten! Sie sind ein Idealist. Ich bemitleide Sie wie den Dorftrottel.? Dax wird wieder an die Front geschickt. Er ist gescheitert, weil Menschlichkeit im unmenschlichen System des Krieges scheitern muss.
In einer abschließenden Szene zeigt uns Kubrick die angetrunkenen Soldaten vor dem Ausrücken in einem Saal, wo ihnen unter Johlen und Pfeifen auf der Bühne ein deutsches Mädchen vorgeführt wird, übrigens die einzige Frau im ganzen Film! Sie soll etwas singen und in einem neueren Film würden jetzt alle ?Ausziehen! Ausziehen? grölen. Doch dann geschieht etwas Überraschendes. Während die Frau zunächst unhörbar, dann etwas lauter mit schüchterner Stimme das Lied vom treuen Husar anstimmt, wird es im Saal immer stiller. Schließlich summen erst einige, dann fast alle Männer das Lied mit und viele haben die Augen voller Tränen. Es ist dies eine der anrührendsten Szenen der Filmgeschichte. Diese Männer, die in wenigen Minuten ausrücken werden um zu töten und zu sterben, finden in der Melodie eines deutschen Liedes, eines Liedes des Feindes, etwas, das sie im Innersten ihrer Seele berührt. Es mag die Erinnerung an das eigene Zuhause sein, vielleicht aber auch eine Ahnung davon, dass die Männer, die sie töten werden und von denen sie getötet werden, bei demselben Lied dieselben Empfindungen haben. Dieser Schluss ist ein Symbol verzweifelter Menschlichkeit inmitten eines Systems der Menschenverachtung.
Scarface (1932) von Howard Hawks/Richard Rosson [Avi] Action/Drama - DVD-Rip - Deutsch/Englisch - 850 MB - 89 Minuten
Info & Review
Chicago, Anfang der 1930er Jahre. "Big Louie" Castillo (Harry J. Vejar) hatte eigentlich alles im Griff und war einer der "erfolgreichsten" und einflussreichsten Gangsterbosse - bis er in einer Telefonzelle von einem mysteriösen Schatten erschossen wird. Dieser Schatten gehört zu Tony "Scarface" Camonte (Paul Muni), der als Bodyguard eigentlich für Big Louies Sicherheit sorgen sollte... Aber Tony hat nun nicht vor, "Big Louies" Platz einzunehmen - im Gegenteil, er geht sofort zu Johnny Lovo (Osgood Perkins), in dessen Auftrag er offensichtlich den alten Chef ins Jenseits beförderte. Dort trifft er auch auf dessen Freundin Poppy (Karen Morley), die in ihm offensichtlich weitere Ambitionen weckt...
Inzwischen haben die Presse und die Polizei allerdings schon Wind davon bekommen, dass ein neuer Bandenkrieg droht: Der Süden wird nämlich noch von O'Hara und seiner Gang beherrscht - was Tony gerne ändern möchte. Lovo ist dagegen, weil er glaubt, dass es dann zur offenen Konfrontation kommen könnte und er auch noch den Norden verliert. Aber die Dinge nehmen seinen Lauf, als O'Hara kurz darauf nach einer Begegnung mit einer Salve aus den neumodischen Maschinengewehren das Zeitliche segnet. Und natürlich haben seine Anhänger schnell die Schuldigen ausgemacht ...
"Eigentlich" geht es in diesem Film um Al Capone - das konnte und wollte Regisseur Howard Hawks allerdings nicht so deutlich herausstellen, war Capone doch erst kurz vor Beginn der Dreharbeiten verhaftet worden. Also gab er den Beteiligten an diesem Gangsterfilm einfach neue Namen. So ist "Scarface", der erst 1981 den Weg in die deutschen Kinos fand, dann heute auch mehr als Dokumentation der Zeitgeschichte denn als Film selbst bemerkenswert. Interessant für Cineasten ist sicher, dass hier Osgood Perkins eine der Hauptrollen spielt - der Vater des später wesentlich bekannteren Anthony Perkins... 1983 drehte Brian De Palma ein Remake mit Al Pacino in der Hauptrolle.
Saboteure (1942) von Alfred Hitchcock [Avi] Thriller - DVD-Rip - Deutsch/Englisch - 1050 MB - 105 Minuten
Info & Review
Auch Hitchcock hatte seinen ?Propagandafilm? während des zweiten Weltkrieges. Der 1942 gedrehte Film ?Saboteur? enthält allerdings weit weniger plakative Feinderklärung als viel mehr den Glauben an die Erlösung durch die Kraft des Individualismus. Eigentlich ist ?Saboteur? ein ?typisch? amerikanischer Film, inszeniert von einem Briten, eine demonstrative Geste für Individualismus gegen kollektivistische Ideologien, gegen Feigheit, Erniedrigung und Allmachtsphantasien. Ein junger Mann, der in einem kriegswichtigen Flugzeugwerk arbeitende Barry Kane (Robert Cummings), und eine junge Frau, so unschuldig und schön wie Patricia Martin (Priscilla Lane), stehen im Mittelpunkt des Streifens ? und indem die beiden zusammenfinden, besiegen sie Niedertracht und Terror.
?Saboteur? ist aber auch eine frühe Form des Action-Films. Da jagt einer Tausende von Meilen durch Amerika, als wenn es um sein Leben geht, und es geht um sein Leben und das von etlichen anderen. Barry wird beschuldigt, für einen Brandanschlag auf das Flugzeugwerk verantwortlich zu sein, bei dem sein bester Freund in den Flammen ums Leben gekommen ist. Die Behörden glauben ihm seine Geschichte nicht, dass ein gewisser Frank Fry (hervorragend besetzt mit Norman Lloyd) ihm einen mit Benzin gefüllten Feuerlöscher in die Hand gedrückt und Barry den dann seinem Freund weitergereicht habe, so dass dieser beim Versuch, das Feuer zu löschen, sterben musste. Barry muss fliehen. Er verfolgt eine Spur, die Adresse, die auf einem Fry aus der Tasche gefallenen Brief zu lesen war. Schon in einer Szene am Anfang setzt Hitchcock hier die Fronten gegeneinander. Als Barry und sein Freund sich nach einer hübschen Frau umsehen, rempeln sie Fry an, und der verliert seine Briefe. Barry trampt, wird von dem Fernfahrer Mac (Murray Alper) mitgenommen, der immer für eine ironische Bemerkung zu haben ist. Barry vertreibt sich die Fahrt zu einer Ranch, auf der er Fry vermutet, mit Pfeifen. Seine Frau, sagt Mac, habe zwei Leidenschaften. ?Sie gibt Geld für Kino und Hüte aus. Sie kauft einen Hut, nur, um ihn dann im Kino wieder abzunehmen. Ich habe keinen Grund zum Pfeifen.?
Eine schöne Ranch, mit Swimmingpool, einen zuvorkommenden Besitzer namens Charles Tobin (Otto Kruger) nebst Tochter und süßem Enkelkind findet Barry vor. Aber Tobin ist alles andere als ein Menschenfreund. Er ist der Kopf einer amerikanischen Nazi-Gruppe, die mit Anschlägen die amerikanische Kriegsindustrie schädigen will, und träumt von einer elitären Herrschaft gegen den ?Mob?. Tobin lässt Barry verhaften, um ihn los zu werden. Und mit knapper Mühe kann der unschuldige junge Mann in Handschellen entkommen.
In einem Haus im Wald trifft er auf Phillip Martin (Vaughan Glaser), das genaue charakterliche Gegenteil von Tobin, ein Blinder, der mehr sieht, als man annimmt. Hier lernt Barry auch Martins Nichte Patricia kennen. Tobin hilft Barry, der Patricia (die ihm nicht glaubt) zunächst dazu zwingt, ihm ebenfalls zu helfen, bis sie schließlich davon überzeugt ist, dass Barry unschuldig ist. Gemeinsam drehen sie den Spieß um: Obwohl Barry auch weiterhin gesucht wird, jagt er jetzt mit der schönen Pat die Verschwörer bis nach New York.
Sicher, auch in Hitchcocks Beitrag zur psychologischen Kriegsführung kommen die Guten ins Töpfchen und die Schlechten ins Kröpfchen. Trotzdem ist ?Saboteur? kein patriotisch-pathetischer Film geworden. Hitchcock, der sich für Politik nicht sonderlich interessierte, bleibt bei dem, was er kann: beim Suspense bis zum Showdown auf der Freiheitsstatue. Besonders beeindruckend sind Szenen wie etwa die in der Radio City Music Hall, in der sich das Publikum einen Kriminalfilm ansieht und zunächst nicht gewahr wird, dass im Kinosaal auch ein Krimi abläuft: Fry wird gejagt, es kommt zur Schießerei, Film und Realität gehen ineinander über, bis Panik ausbricht. In einer anderen Szene versucht Barry zu verhindern, dass Fry auf einen Knopf drückt, der zur Explosion eines gerade in See stechenden Kriegsschiffs führen soll. Typisch Hitchcock auch die lange Einstellung auf dem Wohltätigkeitsball der reichen Henrietta Sutton (Alma Kruger), die zu den Verschwörern gehört. Als Barry und Pat dort auftauchen, werden alle Ausgänge bewacht. Sie tanzen, suchen eine Fluchtmöglichkeit. Wie in einem Gefängnis, von dem nur die Verfolger und die Gefangenen wissen, bewegen sie sich durch die tanzenden Gäste, die von nichts eine Ahnung haben. In einer anderen Szene verstecken sich Pat und Barry bei vorbeifahrenden Zirkusleuten, die darüber abstimmen, ob man beide verstecken soll oder nicht. Merkwürdige Gestalten wie die Frau mit Vollbart, der keifende Liliputaner, die siamesischen Zwillinge, die immer unterschiedlicher Meinung sind, die dicke Frau und der Zirkusdirektor Bones (gespielt von dem damals bekannten Bühnendarsteller Pedro de Cordoba) verkörpern ? ganz Hitchcock ? das gute Amerika, das wirklich gute Amerika, die einfachen Leute, die das Herz an der richtigen Stelle haben, keine Vorurteile hegen und Ausreißer in den Griff bekommen.
Eine überwiegend exzellente Besetzung macht ?Saboteur? zu einem sehenswerten und spannenden Ereignis.
Entscheidung in der Sierra (1941)
Deutsch+Englisch 900 MB
INFO
Er war der größte Star des Hollywood-Studio-Systems: Humphrey Bogart. Dabei dauerte es bis zu seinem 37.Lebensjahr bis Bogey überhaupt Fuß fassen konnte. Mit seiner brillanten Gangsterrolle in Der versteinerte Wald (1936) erspielte er sich einen Vertrag bei Warner. Entscheidung in der Sierra markiert den zweiten Wendepunkt in Bogarts Karriere. Die Rolle machte ihn nicht nur zum Top-Star, sie demonstrierte auch seine Wandlungsfähigkeit, was er kurz darauf mit dem Film-noir-Klassiker Die Spur des Falken und der Edel-Romanze Casablanca eindeutig unter Beweis stellte. Raue Schale, weicher Kern. So liebte das Kinopublikum seinen Bogey - und eine solche Figur spielt er auch hier.
Als Roy Earle (Humphrey Bogart) aus dem Knast entlassen wird, will er als erstes wissen, ob sich die Welt um ihn herum verändert hat. Doch obwohl das Gras weiterhin grün ist und die Bäume immer noch wachsen, ist nichts mehr wie es war: Längst gehören Gangstertypen wie er einer aussterbenden Art an. Trotzdem - und weil er es nicht anders kennt - versucht Roy an sein altes Leben anzuknüpfen. Erst als er die gehbehinderte Velma (Joan Leslie) kennen lernt, sieht er die Chance für einen Neuanfang. Roy bezahlt ihr die Operation, um nach einem letzten Coup mit Velma ein besseres Leben zu beginnen. Doch kaum geheilt, entzieht Velma ihm ihre Zuneigung. Nachdem auch noch der Hotelüberfall schief geht und Roy mit Komplizin und Ersatz-Liebe Marie (Ida Lupino) fliehen muss, steht auch der Letzte seiner Art vorm Aussterben.
John Huston, mit dem Bogart später viele seiner besten Filme drehte, schrieb mit Romanautor W.R. Burnett das Drehbuch zu diesem pessimistischen Gangsterdrama. Es war nicht nur ein Abgesang auf die Anti-Helden der Depressionszeit - auch der klassische Gangsterfilm stand vor seinem Ende. Anders als seiner Figur Roy Earle und vielen seiner Schauspielkollegen, gelang Bogart der Absprung in die neue Ära - dem Film noir. Seine vielschichtige, darstellerische Leistung in diesem Drama gehört zum Besten seiner an Höhepunkten nicht gerade armen Karriere. Auch die Action wurde von Regisseur Raoul Walsh perfekt inszeniert, insbesondere die Autoverfolgung war für die 40er revolutionär. Dennoch ist Entscheidung in der Sierra kein perfekter Film. So überzeugend der Aufbau der Figuren geriet, so enttäuschend verläuft ihre Entwicklung in der letzten halben Stunde. Aber Bogart auf dem Höhepunkt seiner Karriere sehen zu können, ist alleine schon die halbe Miete wert.
(dvd-narr.info)
Ein kleiner Waisenjunge wächst in ärmlichen Verhältnissen bei seinen Verwandten auf. Nachdem er eines Tages einem Sträfling zur Flucht verhilft, wird er Jahre später von dessen Großzügigkeit überrascht. Der Sträfling ist inzwischen zu einem beachtlichen Vermögen gekommen und überlässt seinem damaligen Wohltäter einen Teil davon. Fortan wandelt sich der neureiche Waise in eine völlig andere Persönlichkeit und hat mit seinem eigenen Charakter zu kämpfen, der nicht nur ihm selbst schadet ...
Review
Charles Dickens lieferte die Romanvorlage für diesen stimmungsvollen schwarz-weiss Klassiker aus dem Jahr 1946. Sein Werk von 1861 wurde bereits des öfteren verfilmt, doch gilt die Adaption von Regisseur David Lean als gelungenste.
Wenn einem die Romanvorlage noch nicht bekannt ist, bietet „Geheimnisvolle Erbschaft“ einen unterhaltsamen Fernsehabend, der vor allem durch die interessanten Charaktere und deren Darsteller, sowie überraschenden Wendungen zu überzeugen weiß. Neben John Mills und Valerie Hobson ist Alec Guiness in jungen Jahren zu bewundern.
Die vielen Adaptionen können mit der Verfilmung von David Lean nicht wirklich mithalten Auch die neueste Verfilmung, mit Gwyneth Paltrow in der Hauptrolle, wirkt Lean´s Werk gegenüber enttäuschend. 1948 wurde der Film für insgesamt fünf Oscars nominiert, wobei man die begehrte Trophäe für die beste Kamera und die beste Ausstattung gewinnen konnte. [...] oliver ante
"Geheimnisvolle Erbschaft" von David Lean ist einer der wunderbarsten Filme, die ich kenne und mit Sicherheit die beste Dickens-Verfilmung. Kaum zu glauben, was alles in diesem Film steckt, wenn man nur genau hinsieht. Zum einen eine genaue Beschreibung Englands im victorianischen Zeitalter. Hier beschäftigt sich der Film – im Gegensatz zu Oliver Twist – weniger mit der Armut, sondern vielmehr mit dem gesellschaftlichen Leben in der "High Society". Wie wird man zum Snob und wie lebt es sich als solcher? Diese und andere Fragen werden teilweise ernst, teilweise augenzwinkernd beantwortet. [...]
Die "Große(n) Erwartungen" - so der eigentliche Titel des Films – des Zuschauers werden alle bedient, so daß sich schon mehrere Generationen an Buch und Verfilmung erfreut haben. Auch in diesem Frühwerk zeigt David Lean (Lawrence von Arabien, Die Brücke am Kwai) sein Können als Regisseur. Hinzu kommt die ausgezeichnete Kameraarbeit von Guy Green, die mit einem Oscar belohnt wurde. Mit der begehrten Trophäe wurde ebenfalls im Jahre 1947 auch die Ausstattung des Films gewürdigt.
Trotz seiner 60 Jahre wirkt der Film frisch und erfreut auf der ganzen Linie. Ob allein oder mit Familie: Man kann sich einen gemütlichen Fernsehabend machen, die abenteuerlichen Erlebnisse des Pip verfolgen, dabei staunen, lachen, weinen und sich bestens unterhalten. Pirx
Der General (1927) von Clyde Bruckman/Buster Keaton [Avi] Komödie - DVD-Rip - Stummfilm - 939 MB - 105 Minuten
Leider ist die Bild-Qualität des Films ziemlich grottig. Habe eben erst erfahren, das es zu diesem Film auch noch eine remasterte Special Edition gibt. Falls also jemand diese Version besitzt würde ich mich sehr freuen, wenn er diesen hier zur Verfügung stellen könnte.
Info & Review
Bezüglich des Popularitätsfaktors steht Buster Keaton heutzutage wohl im Schatten seines großen Konkurrenten Charles Chaplin, dem der Übergang in die Tonfilmzeit nicht ebensolche Probleme zu bereiten schien. Chaplin knüpfte mit Filmen wie LICHTER DER GROSSSTADT (1931) oder MODERNE ZEITEN (1936) trotz oder gerade wegen seiner Verachtung für die ?Talkies? nahtlos an die früheren Erfolge an. Für Keatons Karriere katastrophal waren natürlich auch seine aufwendigen, aber gefloppten Meisterwerke STEAMBOAT BILL JR. (1928) und THE GENERAL (1927). Am Ende seiner Erfolgsperiode war ihm seine Frau davongelaufen, seine Kinder durfte er nicht mehr sehen, und exzessiver Alkoholismus gab ihm den Rest. Von dieser Erfahrung erholte er sich nur langsam wieder und rappelte sich auf, indem er in den 1940ern jeden Job annahm, den er kriegen konnte. So ist in den Extras der vorliegenden DVD-Box eine Episode der Buster Keaton Show von 1948 enthalten, die beweist, dass auch er sich eigentlich vom Stummfilmstil nur unwesentlich entfernte.
Mit DER GENERAL (1927) übertraf er sich selbst bei der Waghalsigkeit seiner Einfälle. Da werden echte Brücken verbrannt und echte Loks zu Klump gefahren, dass es eine wahre Freude ist. Am Ende gibt es sogar aufwendige Schlachtenszenen zu bestaunen. Zwischen die spektakulären Szenen setzte er aber immer wieder kleine, leise Momente, wo er mit wenigen Utensilien ein Höchstmaß an Komik erreichte. Immer wieder hat er mit der Tücke des Objekts zu kämpfen, etwa, wenn er versehentlich einen Schuh verliert, dummerweise inmitten eines ganzen Haufen Schuhe, die er soeben aus einem Sack ausschüttete; oder, wenn er bei der Armee einen Säbel erhält, dessen Klinge bei jeder heftigen Bewegung abfällt - man ahnt die Pointe schon sehr früh, selbst mit diesem unbrauchbaren Gerät erledigt er einen Gegner. Genau seine eher realistische Darstellungsweise des amerikanischen Bürgerkriegs wurde ihm von der zeitgenössischen Kritik zum Vorwurf gemacht, der sich sehr genau an historisch verbürgte Fakten hielt und deshalb auch die gesamte Ausstattung des Filmes überwachte. Zum Vorwurf kann man Keaton jedoch höchstens machen, dass er vielleicht den Süden, besonders in STEAMBOAT BILL JR., in einem vielleicht ein wenig zu romantischen Licht darstellte. Obwohl dies nichts mit Keaton selbst zu tun hat, so wirft doch ein Trailer zu einem weiteren Mississippi- Film ein bezeichnendes Licht auf diese Einstellung, in dem gesagt wird, ?..in einer Zeit, als man Steuern noch nicht kannte, als man einfach sorgenlos leben konnte.? Eine Sorglosigkeit, die es so wahrscheinlich niemals gegeben hat.
Stimmt, die Version ist etwas grottig. Vor allem die Musik, wo man einfach permanent nur Klassiker als Hintergrundmusik laufen hat. Es ist wirklich etwas daneben wenn zu einem Bürgerkriegsfilm Wiener Walzer gespielt wird. Passit nicht. Da ist der Film mit keinem Ton noch besser als mit falschem Ton. Jegliche Spannungsmomente sind aufgrund des falschen Tons weg. Trotzdem ein guter Film.
Der Alte Mann und das Meer (1958) von John Sturges/Henry King/Fred Zinnemann [Avi] Abenteuer/Drama - DVD-Rip - Deutsch/Englisch - 828 MB - 83 Minuten
Info & Review
Seit Jahren fährt der alte Mann (Spencer Tracy) nun schon zur See - aber ein Desaster wie momentan, hat er noch nie erlebt: Seit 84 Tagen hat er jetzt schon keinen Fisch mehr gefangen. Die ersten 40 Tage war sein Bootsjunge (Felipe Pazos jr.) noch tapfer bei ihm - dann beschlossen dessen Eltern aber, der alte Mann sei endgültig vom Glück verlassen und ließen ihn auf einem anderen Boot eine Stelle annehmen. Von da an fuhr der alte Mann alleine hinaus auf die See.
Am 85 Tag ist es dann soweit: Nach einigen mysteriösen Vorzeichen beißt ein Fisch an: Ein Schwertfisch, so schwer, dass er ihn mit der Angelrute nicht einholen kann. Einen Tag und eine Nacht kämpft der alte Mann mit dem Tier. In der Zeit erinnert er sich an einige Erfolgserlebnisse, als er noch jünger war und beschließt, es allen noch einmal zu beweisen. Und es gelingt: Er kann den Fisch gefangen nehmen und will ihn nun neben seinem Boot nach Hause schaffen. Allerdings währt seine Freude nicht all zu lange: Sein Boot wird von Haien attackiert ...
Für die Geschichte vom "alten Mann und das Meer" bekam Ernest Hemingway den "Pulitzer Preis". Ein moderner Klassiker also, der hier fast wie ein Märchen erzählt wird. Der Film ist über weite Strecken ein Ein-Personen-Stück, was die Leistung von Spencer Tracy, der hierfür eine "OSCAR"-Nominierung erhielt, sicherlich beachtlich macht. Negativ fällt auf, dass die Film- und Tricktechnik keinesfalls auf dem neuesten Stand war und manchmal ist doch sehr eindeutig zu sehen, dass der alte Mann statt auf offener See im Studio vor einer Leinwand daherschippert und der Riesen-Schwertfisch nur aus Pappe ist. So gab es zwar drei "OSCAR"-Nominierungen (Hauptdarsteller Spencer Tracy, Kameramann James Wong Howe), den Preis gab es aber lediglich für die Film-Musik.
Indiskret (1958) von Stanley Donen [Avi] Romantik-Komödie - DVD-Rip - Deutsch/Englisch - 939 MB - 95 Minuten
Info & Review
Eigentlich wollte die Schauspielerin Anna Kalman (Ingrid Bergman) ein paar Monate auf Mallorca ausspannen - ein paar Tage später findet sie ihre Schwester Margaret Munson (Phyllis Calvert) allerdings schon wieder in ihrem Londoner Appartement vor; es war ihr alleine zu langweilig auf der Insel. Für Margaret ist klar: Anna braucht einen Mann. Der kommt auch kurz darauf zusammen mit Margarets Angetrautem Alfred (Cecil Parker) durch die Tür: Philip Adams (Cary Grant) heißt der smarte Herr, der als Gastredner für eine Veranstaltung der Hochfinanz engagiert wurde und nach Alfreds Willen einen Job bei der "NATO" in Paris antreten soll.
Zwischen Philip und Anna ist es wirklich Liebe auf den ersten Blick. Die beiden unterhalten sich prächtig und verabreden sich für das kommende Wochenende zum Ballett-Besuch im Covent Garden. Allerdings verplaudern sie auch hier die Zeit, so dass sie die eigentliche Veranstaltung verpassen und sich einen netten Abend zu Zweit machen. Danach hat es zwischen den beiden endgültig gefunkt: Philip ist nun auch bereit, den vorher fast abgelehnten Job in Paris anzunehmen, um in Annas Nähe zu bleiben. Allerdings gibt es ein kleines Hindernis: Philip ist ein verheirateter Mann und seine Frau in den U.S.A. ist angeblich nicht bereit, in eine Scheidung einzuwilligen, die ihm eine neue Heirat ermöglichen würde...
Regisseur Stanley Donen galt als glühender Verehrer Alfred Hitchcocks. So überrascht es nicht sehr, dass er sich mit Cary Grant und Ingrid Bergman zwei Darsteller holte, die in zahlreichen Hitchcock-Filmen brillierten und 1946 für "Berüchtigt" auch gemeinsam vor des Meisters Kamera standen. Allerdings drehte er mit dem Duo keinen Krimi sondern eine romantische Komödie, für die die beiden sich als Idealbesetzung entpuppen: Grant als smarter Liebhaber, "die Bergman" als hingebungsvolle Geliebte, die aber auch mit Raffinesse zu Werke geht. Ein flottes Drehbuch sorgt zudem für 100 Minuten unterhaltsamstes Kino-Vergnügen.
Originaltitel: Mister Hobbs Takes A Vacation
Komödie, USA, 1961
Regie: Henry Koster
Drehbuch: Nunnally Johnson
Musik: Henry Mancini
Darsteller: James Stewart, Maureen O'Hara, Fabian, John Saxon, Marie Wilson
Mr. Hobbs, ein hart arbeitender Ehemann und Familienvater, freut sich auf seinen wohlverdienten Urlaub. In aller Ruhe möchte er mit seiner Frau und den Kindern am Meer ausspannen und sich erholen. Doch die Ferienfreuden gestalten sich so ganz anders, als Mr. Hobbs es sich ausgemalt hatte: Nicht genug damit, dass die Unterkunft eine Bruchbude ist und einfach alles schief geht, was schief gehen kann - nein, Hobbs' Frau Peggy hat auch noch die gesamte Verwandtschaft eingeladen ...
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Da es noch immer keinen DVD-Termin für einen der wunderbarsten Filme aller Zeiten gibt, hiermal wenigstens ein DBV-S TV Mitschnitt.
Leider sendet Kabel 1 Classic nur im 480x576 Format, darum hab ich den Film gleich als DVD gemacht. Ist auch "nur" ca. 2,5gb gross. Sollte die Sache aber wert sein, oder?
Viel Spass mit dem Film
Der Untergang des römischen Reiches (1964) von Anthony Mann Historienfilm/Drama/Abenteuer - DVD-Rip - Deutsch - 1.50 GB - 172 Minuten
Info & Review
Im zweiten Jahrhundert nach Christi herrscht Marc Aurel über das mächtige römische Reich. Da er seinen Sohn Commodus nicht als seinen Nachfolger benennen will, setzt er Tribun Livius Gaius Metellus als seinen Erben ein. Livius liebt Aurels Tochter Lucilla. Gegen ihren Willen muß sie sich mit dem König von Armenien vermählen. Nach einem Attentat auf Marc Aurel wird Commodus Kaiser von Rom. Durch seinen schwachen, vergnügungssüchtigen Charakter führt er das römische Reich ins Chaos, sein Fall ist unaufhaltsam. Als Commodus nach einem dramatischen Kampf gegen Livius stirbt, lehnt Livius die Krone ab und verläßt die Stadt...
Der Film von Anthony Mann diente als Vorlage zu Ridley Scotts "Gladiator".