Eine aus dem Gefängnis entflohene Prostituierte, die auf einer mexikanischen Hazienda angestellt wird, verführt nacheinander den Knecht, den Sohn und den Hausherrn. Sie erschüttert damit die patriarchalisch geordnete Welt, die zwar wiederhergestellt wird, in der aber doch gewaltige Risse zurückbleiben.
"Man muß den WÜRGEENGEL wiederholt anschauen. Weil nämlich dieser vollkommen klare und von vorne bis hinten lesbare Film in gleichem Maß ein Werk voller Geheimnisse ist, von schwindelerregender Komplexität... weil unter der offensichtlichen Einfachheit der Inszenierung die eigentliche filmische Virtuosität Bunuels freien Lauf bekommt. Weil dieser WÜRGEENGEL einfach ein Meisterwerk ist." (France Observateur, Paris)
Inhalt und Review
Luis Bu?uel - El Ángel exterminador (Mexiko, 1962)ofdb
Was hat Luis Bunuel nur falsch gemacht, daß man einen so unterhaltenden und spannenden Film wie "Der Würgeengel" heute nahezu vergessen hat ?
Vielleicht schadet ihm ja die große Anerkennung, die der Film in sogenannten "Insiderkreisen" genießt und die seine Verbreitung wegen des Verdachts übertriebener Intellektualität eher behindert ?
Auch das Etikett "Surrealismus", daß an seinen Werken klebt, klingt nach Abgehobenheit, dabei hatte Bunuel die Ästhetik des radikalen Surrealismus schon lange hinter sich gelassen. Luis Bunuel war ähnlich wie Hitchcock zuerst immer an einer guten Story interessiert, an nachvollziehbaren Charakteren und an schlüssigen Entwicklungen bezüglich deren Verhaltens innerhalb einer extremen Situation. So ist "Der Würgeengel" vordergründig ein schnell erzählter, äußerst abwechlungsreicher Film, der Bunuel genügend Gelegenheit gab, seine überragende Meisterschaft als Regisseur zu beweisen.
Denn der Film ist äußerst dialoglastig und spielt mit etwa zwanzig Protagonisten fast die gesamte Spielzeit nur innerhalb eines Raumes. Trotzdem wirkt das gesamte Geschehen immer geordnet, die große Gruppe agiert wie eine homogene Masse, aus der regelmäßig individuelle Aktionen heraustreten, die es dem Betrachter ermöglichen, die einzelnen Charaktere besser zu begreifen und gleichzeitig immer auf der Höhe des Geschehens zu bleiben.
Vielleicht hätte man dem "Würgeengel" besser das Etikett "Horror" oder "Katastrophenfilm" zugeordnet, denn um nichts anderes handelt es sich bei diesem Film. Bunuel erzählt hier die klassische Geschichte einer Gruppe, die in eine unerwartete Notlage gerät, aus der es scheinbar keinen Ausweg gibt. Schon in frühen Kriminalstücken wie etwa Agatha Christies "10 kleine Negerlein" oder als jüngeres Beispiel "The Cube" brauchte irgendwann der Mörder (oder allgemeiner der Verursacher) gar nicht mehr selbst einzugreifen, da die Protagonisten das tötliche Treiben schon selbst erledigten. Und immer war eine klaustrophobe Situation, aus der es keinen Ausweg gab, der Ausgangspunkt. Dieser Fakt, auf dem eine Vielzahl von Horrorfilmen aufbauen, ist immer surreal und einen anderen Effekt wendet Bunuel hier auch nicht an. Bunuel selbst hat die Konstellation auch mit dem Beispiel von Schiffbrüchigen verglichen, die sich alle im selben Rettungsboot auf offener See befinden - ein Thema, daß Hitchcock ganz konkret umgesetzt hat.
Gemälde von J.G. Wind
Der Unterschied liegt bei Bunuel nur in der Rollengestaltung, denn diese ist bei ihm politisch geprägt. Im Gegensatz zu klassischen Horrorfilmen, die meist beliebte Stereotypen aufeinanderhetzen und eine (entweder coole oder moralisch einwandfreie) Figur zur Identifikation anbieten, ist die hier eingesperrte Gruppe äußerlich homogen. Bunuel schildert eine vornehme Gesellschaft, die zu einem luxuriösen Abendessen in der Villa Nobile zusammenkommt. Ganz deutlich arbeitet Bunuel die Unterschiede zwischen den Bediensteten und den Bürgerlichen heraus, für die das Einhalten der Etikette zur Betonung ihres Standes von besonderer Bedeutung ist. Merkwürdigerweise verlassen diesmal die Hausangestellten - bis auf den Butler - die Villa schon vor dem Beginn der Feier, wovon sie die Hausherrin auch mit Drohungen nicht abbringen kann.
Der Übergang bis zu dem endgültigen Bewußtsein, dem Salon nicht mehr entkommen zu können, zeigt Bunuels überragende Meisterschaft in der Entwicklung einer Story. Zuerst wirkt die Unfähigkeit, nicht weggehen zu können wie ein typischer Gruppenzwang. Keiner will der Erste sein, der geht - auch um nichts zu verpassen und nicht als Außenseiter dazustehen. Als dann eine der beeindruckendsten Persönlichkeiten, ein älterer Dirigent ,sich zur Ruhe legt, verursacht das zwar Verwunderung, zieht aber auch Nachahmung nach sich ,bis letztendlich Alle da bleiben und auch zum Erstaunen der Gastgeber im Salon übernachten wollen. Erst am nächsten Morgen, als nicht wie üblich Lieferungen zum Frühstück eintreffen, muß die Gesellschaft konsterniert feststellen, daß sie nicht in der Lage ist, den Salon durch die geöffnete Tür zu verlassen.
Entsprechend Bunuels politischer Haltung ist der Blick auf die bürgerliche Gesellschaft äußerst böse, auch wenn er keine einzelne Person negativ darstellt. Aber er demontiert die Gruppe, die er mit Hunger, Durst und immer stärker werdender HIlflosigkeit konfrontiert, zu Wesen, die nur noch ums Überleben kämpfen und jegliche Kontenance und Erziehung fallenlassen. Aus dem zeitlichen Kontext gesehen, konfrontiert Bunuel die Abendgesellschaft nur mit dem, was für einen Großteil der Bevölkerung in Mexiko völlig normal war. Und er verdeutlicht damit, daß auch die sogenannte bürgerliche Klasse, die so viel Wert legt auf gutes Benehmen und Umgangsformen und daraus ihre natürliche Überlegenheit begründet, unter lebensbedrohlichen Bedingungen nichts mehr davon aufrecht halten kann.
Aber eine solche Weisheit allein, wäre bei Bunuel viel zu eindimensional. Er zeigt auch auf, daß die bürgerliche Klasse sich durch Konservativität selbst erhalten kann, daß sie nicht im Geringsten lernfähig oder selbstkritisch ist und das sie sich auf die knüppelharten Argumente seiner Polizei verlassen kann. Und dabei bleibt der Mann immer locker und unterhaltend...
Fazit : "Der Würgeengel" ist eine geniale Mischung aus einer horrorartigen Situation, die genregerecht auf die Spitze getrieben wird und einer konsequenten politischen Abrechnung mit der von Bunuel gehassten Bourgeoisie.
Zu Unrecht ist dieser unterhaltende und spannende Film in Vergessenheit geraten, abgesehen davon das er nie die Breite des Publikums erreichte. Dabei gelingt Bunuel hier eine äußerst seltene Kombination - Anspruch und Unterhaltung in seiner besten Form (10/10). Bretzelburger
Luis Bu?uel - Le Fantôme de la liberté (Fra Ita, 1974)ofdb
Der Film besteht aus einer lose zusammengehaltenen Folge von surrealen Szenen; er wird oft als satirischer Angriff Bu?uels auf gesellschaftliche Konventionen und die Unerreichbarkeit von wahrer Freiheit begriffen.
Handlung
Die Handlungsfäden sind verbunden durch die Reise einer Krankenschwester. Sie begibt sich zu ihrem kranken Vater auf's Land, muss bei Regen in einem Gasthof einkehren, wo Mönche Poker spielen, ein junger Mann seine alte Tante umzubringen versucht und ein Hutmacher sich masochistischen Spielchen hingibt. Ein Ausbilder der Gendarmerie hat keinerlei Autorität; ein „Dichter-Mörder“ zielt von der Tour Montparnasse auf seine Opfer; ein Polizeipräfekt wird verhaftet; ein Leutnant lässt eine Statue exhumieren, zum gemeinsamen Kacken trifft sich die Gesellschaft – zum Essen zieht sie sich heimlich zurück.
Rezeption
Roger Ebert meinte 1995, der Film sei eine Glanzleistung, der Triumph eines Regisseurs, der fast unmögliche Komplikationen und Widersprüche gegenüberstellt und diese bewältigt. „[Der Film] ist sehr lustig, ja, aber erinnern Sie sich: Mit Bu?uel lacht man nur, wenn es weh tut.“[2] In der New York Times schrieb Vincent Canby 1974: „"Le Fantôme" ist nicht weniger dicht mit Symbolen, aber der Stil ist preziser, weniger schwer, viel lustiger, nicht weniger geheimnisvoll und doch so sparsam, dass [...] es ihm auch gelingt, einige prägnante Beobachtungen über Ökologie zu machen.“[3]
Bunuel wurde 1975 vom Sindacato Nazionale Giornalisti Cinematografici Italiani für die Regie dieses Films mit dem Silbernen Band ausgezeichnet. wiki
Info Link Pass
Arte TV-Mitschnitt Divx Deutsch 807MB 99min 1132kb/s
Der Leopard (1963) von Luchino Visconti [Avi] Drama/Krieg - DVD-Rip - Deutsch/Italienisch - 1.66 GiB - 177 Minuten
Info & Review
"Wir waren die Leoparden, die
Löwen, die Adler. Unseren Platz
werden Schafe, Hyänen und
Schakale einnehmen. Doch in
einem gleichen wir uns - Leoparden,
Schakale, Hyänen und Schafe:
Alle glauben nämlich von sich,
sie seien das Salz der Erde."
(Fürst Don Fabrizio Salina)
Die sizilianische Hitze ist spürbar. Alles ist hell in der mal kargen, mal üppigen Landschaft in der Nähe des Ortes Donnafugata. Man gewinnt den Eindruck, dass es hier nie regnet. Die Sonne scheint zu mächtig, jegliche Veränderung im Keim zu ersticken.
Langsam nähert sich die Kamera einem großen, von außen eher schlicht wirkenden Palast. Vom Innern des Hauses hört man Stimmen, eine Art Gemurmel. Wir nähern uns den Fenstern, und aus dem Gemurmel wird ein eintöniges Beten. Wir schauen hinein. Eine Familie bei der Hausandacht. Einige stehen, andere knien oder sitzen. Der Raum ist prächtig ausgestattet. Ein Priester, Vater Pirrone (Romolo Valli), kniet neben dem Fürsten von Salina (Burt Lancaster), einem bereits älteren, strengen Herrn. Seine Frau Fürstin Maria Stella (Rina Morelli), seine Töchter Carolina (Ida Galli), Concetta (Lucilla Morlacchi) und Caterina (Ottavia Piccolo), sein Sohn Francesco Paolo (Pierre Clémenti) und der kleine Fürst, der jüngste Spross der Familie (Brook Fuller) sind ebenso anwesend wie des Fürsten Großneffe Tancredi Falconeri (Alain Delon), in den Concetta verliebt ist.
Alles scheint wie immer. Die Tradition scheint zu herrschen. Doch die Messe wird jäh unterbrochen, als man in der Nähe der fürstlichen Residenz einen toten Soldaten findet - einen, der auf der Seite des italienischen Freiheitskämpfers Giuseppe Garibaldi gekämpft hatte.
Luchino Visconti erzählt - einmal mehr - die Geschichte des Übergangs, des Verfalls, der Revolution - so wie schon in "Die Erde bebt" (1948), einem jener Meisterwerke des italienischen Neorealismus, von den Bedrohungen für die armen Fischer eines kleinen Ortes durch das Eindringen des Kapitalismus; oder in "Ludwig II." (1972) vom Zerfall der Monarchie alten Typs, dem sich der bayerische König nur durch die Flucht in den Wahnsinn, die Einsamkeit und schließlich den Tod zu entziehen vermag.
Wir befinden uns in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Garibaldi und seine in rote Hemden gekleideten Soldaten schicken sich 1860 an, Neapel und Sizilien zu erobern. In einer rund 15 Minuten dauernden Kampfszene zeigt Visconti in prächtigen, farblich satten Szenen die Schlacht um Palermo zwischen den Rothemden und den königlichen Truppen. Der Fürst von Salina ist weiß Gott kein Freund der Garibaldiner oder überhaupt irgendeiner revolutionären Veränderung. Aber er ist Realist, Pragmatiker. Er weiß, dass sich die anstehenden Veränderungen im Staatsgefüge Italiens nicht aufhalten lassen.
"Es muss sich alles ändern,
damit alles so bleibt, wie es ist."
Der Fürst ein Patriarch der Familie, Patriarch der Region, Patriarch der Elite. Der Adel, seit Jahrhunderten Herrscher über Sizilien und Italien, hat seine Lebensweise, seine festen und festgefahrenen Bräuche. Und doch spürt Don Fabrizio, dass er sich zwar nicht auf die Seite Garibaldis stellen kann, aber den neuen Kräften auch nicht im Weg stehen darf. Tancredi, sein Neffe, den er liebt wie einen Sohn, dessen Lebenslust, Kraft und Entschlossenheit er bewundert, ist ein glühender Anhänger des Neuen; auch er will Viktor Emmanuel II., auch er will das Risorgimento, die Einigung Italiens.
In Donnafugata ist es vor allem Don Sedara (Paolo Stoppa), ein schlauer Fuchs, ein machthungriger Betrüger, der sich so manches Stück Land unter den Nagel gerissen hat, der das Geschäft des aufstrebenden Bürgertums betreibt - ein Ränkeschmied, der dem Fürst mit freundlich-hämischen Lächeln gegenübertritt und seine schöne Tochter Angelica (Claudia Cardinale) in die politische Waagschale wirft, um schnell zu mehr Einfluss und Macht zu gelangen. Salina weiß dies alles - und spielt mit. Aus der Liaison Angelicas mit Tancredi erhofft sich der Fürst, dass seine Familie in Sicherheit leben kann und sein Besitz gewahrt bleibt. Auch bei der Abstimmung für oder wider den neuen König Viktor Emmanuel II. stimmt Salina mit Ja.
Kaum ein anderer als Luchino Visconti hätte diese Geschichte des schleichenden Verfalls der alten Herrscher Siziliens und des Aufstieges der bürgerlichen Emporkömmlinge derart opulent und überzeugend in Szene setzen können. Und kaum ein anderer als ausgerechnet der amerikanische Schauspieler Burt Lancaster (der ursprünglich für die Rolle gar nicht vorgesehen war) hätte den Fürsten Salina, diesen pragmatischen Patriarchen, derart würdevoll und in der Charakterdarstellung einmalig mimen können. Zunächst dachte Visconti u.a. an Laurence Olivier für die Rolle des Fürsten, und quittierte den Vorschlag, Burt Lancaster zu engagieren, mit der Bemerkung: "Oh nein! Ein Cowboy." Lancaster selbst erzählte, Visconti habe ihn dann in dem Film "Das Urteil von Nürnberg" (1961) gesehen, in dem er den wegen Nazi-Verbrechen angeklagten deutschen Richter Janning gespielt hatte, und sich von der Richtigkeit der Entscheidung für Lancaster überzeugen lassen, einem Film.
Zu den Höhepunkten des Films gehören die Gespräche zwischen dem Fürsten und seinem "Hauspfarrer" Pirrone sowie dem Jagdaufseher Don Ciccio (Serge Reggiani) über die Umbrüche der Zeit, aber auch über moralische Fragen, sowie die vierzigminütige Ballszene gegen Ende des Films im Palazzo Ponteleone, bei der die Kamera vor allem zeigt, wie sich der Fürst in all seiner Verzweiflung und Traurigkeit, aber auch in der Gewissheit, seiner Familie durch die Verbindung zwischen Tancredi und Angelica ein Stück Sicherheit verschafft zu haben, durch die jungen, tanzenden Menschen bewegt.
Deutlich wird der Realitätssinn des Fürsten auch in seinem Verhältnis zu Angelica, in die er verliebt ist. Doch Don Salina weiß, dass nicht nur wegen des Altersunterschieds eine Verbindung zu dieser schönen jungen Frau unmöglich ist. Sein Geschlecht wird nie wieder das sein, was es einmal war. Man sehe in die Augen des Fürsten und Angelicas, während beide in der langen Ballszene tanzen. Es bedarf keiner Worte, um zu erkennen, was in beiden vorgeht.
Visconti - selbst Marxist - scheute sich in keiner Weise, seiner Sympathie für den pragmatischen Fürsten Ausdruck zu verleihen, während er - wie schon in der Romanvorlage di Lampedusas - für den Bürgermeister und Halsabschneider Don Sedara nur kühle Verachtung übrig hat. Das hat seinen Grund nicht nur in den Personen selbst, sondern vor allem auch in einer besonderen Sichtweise derartiger gesellschaftlicher Umbrüche, in denen die neuen Kräfte "das Alte" zumeist in Bausch und Bogen verurteilen und beseitigen wollen, während sie sich zugleich von radikalen Kräften in dem Moment absetzen, in dem sie an Macht und Einfluss gewonnen haben. Auch Tancredi - inzwischen samt seinem Freund und Mitstreiter Graf Cavriaghi (Terence Hill in einer Nebenrolle!) "ordentlicher" Offizier Viktor Emmanuels - hat sich nach dem Sieg über die alten Mächte von Garibaldi losgesagt, den er als Verbrecher und dessen Anhänger er als Pöbel tituliert.
Gerade diese differenzierte Sicht solcher Umbruchsituationen macht Viscontis Filme zu einem visuellen Erlebnis. Hinzu kommen der Aufwand und die Akkuratesse, mit der Visconti und sein Team bezüglich Kostümen, Ausstattung und nicht zuletzt der Musik Nino Rotas (der später auch für Coppolas Paten-Trilogie die Musik komponierte) der Geschichte das notwendige historische Flair gaben, das den Film zu einem regelrechten Bilderbogen durch das Sizilien dieser Zeit werden lässt. Alain Delon ist einmal nicht als "kalter Engel" zu sehen, sondern als aufmüpfiger, lebenslustiger junger Mann. Und Claudia Cardinale glänzt in der Rolle der jungen Schönen wie kaum je zuvor. Zu nennen wären noch Rina Morelli in der Rolle der streng katholischen Frau des Fürsten, der sich gezwungen sieht, in Palermo zu einer Prostituierten zu gehen, um seine sexuellen Wünsche zu befriedigen, weil Fürstin Maria Stella im Bett (wenn "es so weit ist") ein Gebet nach dem anderen spricht. Auch Romolo Valli als Pater Pirrone und Paolo Stoppa als skrupelloser Geschäftsmann der neuen Art Don Sedara passen in dieses voluminöse und dichte Bild Siziliens um 1860 herum.
A Taste Of Honey - Xvid - English - Rita Tushingham
Original Englisch - Keine Untertitel
1961, GB
Filminfo:
Wieder einmal muss Jo mit ihrer Mutter Helen eine Wohnung heimlich durch das Fenster verlassen, weil das Geld für die Miete fehlt. Aber durch solche "Kleinigkeiten" lässt sich Helen die Laune nicht verderben. Am nächsten Tag überrascht sie Jo mit der Nachricht, dass sie wieder heiraten werde. Helen zieht in das Haus ihres neuen Mannes, während Jo ein Zimmer findet, in dem sie sich ihre eigene Welt schaffen kann. Eines Tages lernt sie Geoffrey kennen, einen Homosexuellen, der genauso einsam ist wie sie...
Darsteller: Dora Bryan = Helen, Robert Stephens = Peter, Rita Tushingham = Jo,
Murray Melvin = Geoffrey, Paul Danquah = Jimmy
Regisseur(e): Tony Richardson
Preisgekrönte (Golden Globe) Tragikkomödie mit Kultstatus !!!
Fileinfo:
- Sprache Englisch
- DVD Rip
- Format .avi
- XviD
- Schwarz/Weiss Film
- 665.746kb
- Qualität - sehr gut
- am Besten mit Rechtsklick auf .avi Datei - und Wiedergabe mit PowerDVD 7 (wenn man ihn hat )
1. Kontrollieren, ob alle .rar Dateien bis auf die letzte gleich groß sind
2. CRC überprüfen
3. Sicherstellen, dass immer die neueste Version von WinRAR verwendet wird
4. darauf achten, dass das PW klein und richtig geschrieben ist (besser nicht kopieren)
5. Erst jetzt eine PN an mich senden, weil etwas down ist
Viel Spass beim Filmschauen - ein kleines "DANKE" wäre auch nett!!!
Weil der gemeinsame Urlaub mir ihrer Freundin kurzfristig ins Wasser gefallen ist, begibt sich die Pariser Sekret?rin Delphine allein auf Reisen. Doch ob in der Normandie, in Paris oder in den Bergen ? Delphine f?hlt sich ?berall einsam. Erst als ihr am letzten Ferientag in Biarritz ein junger Mann begegnet, scheint sich das Blatt endlich zu wenden. Mit ihm erlebt sie beim Sonnenuntergang das "grÜne Leuchten"...
Caterina ist eine junge Frau, die sich für ein Leben als Ordensschwester entschieden hat. Ernesto betreibt eine Wäscherei und hat sich von seinem Alltag vollständig absorbieren lassen. Teresa ist eine junge Frau, die nicht weiß, wo sie hin soll und einen Platz zum Schlafen sucht. Gabriele ist ein Polizist, der seinen Beruf ernst nimmt. Niemand kennt sich, doch das Schicksal führt sie zusammen, als Caterina im Park ein ausgesetztes Baby findet und sich auf die Suche nach der Mutter macht. Auf einmal wird Caterina, die glaubte ihr Leben und ihre Zukunft fest im Griff zu haben, mit einer ihr bis dahin unbekannten Seite ihrer Persönlichkeit konfrontiert. Ernesto wird durch Caterinas Nachforschungen aus seiner Lethargie geweckt und beginnt zu fürchten und zu hoffen, dass er der Vater des Kindes sein könnte. Teresa hat einige Geheimnisse und gute Gründe, sie für sich zu behalten. Und der ordnungsliebende Gabriele darf von all dem nichts erfahren.
Der Berliner Fotograf Manfred Walther, Jahrgang 1961, war zwischen 1990 und 2000 ständiger Gast auf den Baustellen am und um den Potsdamer Platz. Sein Arbeitsgerät: eine umgebaute 16mm-Kamera, mit der er das Geschehen vor Ort im Zeitraffer festhielt. Was dem flüchtigen Realzeit-Blick entgeht, offenbart der Blick aus dieser erhabenen Perspektive: assoziationsreiche Ordnungen, die dem gewaltigen Treiben auf den Baustellen Verwandtschaft zu Ameisenhaufen einerseits, zu den zauberhaften Fabelwesen eines Ray Harryhausen andererseits attestieren. Und doch ist dieses Häuser-Maschinen-Ballett kein spielerischer Selbstzweck; Walthers Film verschiebt die Akzente vom Bau auf das Bauen: Nicht das fertige Gebäude wird gefeiert, sondern die Komplexität seiner Entstehung. Und das lässt uns ein wenig den Respekt vor den Bauten am Potsdamer Platz verlieren, die ihre Monotonie durch schiere Größe überspielen; der Zauber weicht, wenn wir sehen, wie Formteil für Formteil legosteinartig einrastet und die Skelette ihre Haut bekommen. http://www.80000shots.net/htdoc...index.html
Der Schriftsteller Jean-Paul (Alain Delon) und seine Geliebte, Marianne (Romy Schneider), verbringen herrlich faule Ferien in einer luxuriösen Villa in der Nähe von St. Tropez und geben sich ganz ihren Liebesspielen im und am Swimmingpool hin. Doch dann lädt Marianne ihren ehemaligen Liebhaber Harry (Maurice Ronet) und dessen Tochter Penelope (Jane Birkin) zu einem Besuch ein. Die beiden Männer können sich nicht ausstehen. Jean-Paul macht sich an Penelope heran, während Harry und Marianne ihre alte Beziehung wieder aufnehmen - erst heimlich, dann immer offener. Als Harry erfährt, dass Jean-Paul seine Tochter verführt hat, kommt es zum offenen Kampf. Der betrunkene Harry fällt dabei in den Swimmingpool und Jean-Paul ertränkt ihn in einem Wutanfall. Die polizeiliche Untersuchung verläuft zwar im Sand, doch Marianne erfährt die Wahrheit. Jetzt hat sie ihren treulosen Liebhaber in der Hand. Penelope wird zu ihrer Mutter geschickt. Da Marianne Jean-Paul immer noch liebt, kann sie ihn nicht verraten. Die zwei müssen mit dem drückenden Geheimnis und ihren ungelösten Spannungen weiterleben.
Natürlich bezieht ?Der Swimmingpool? einen Teil seines prickelnden Reizes aus der Tatsache, dass das Filmpaar Schneider/Delon einst in Wirklichkeit ein schillerndes Liebespaar war und zur Zeit der Dreharbeiten auf zehn Jahre einer wilden, leidenschaftlichen Beziehung mit Verlobungen, Szenen und Trennungen zurückblickte. Die Klatschpresse fand es pikant, dass Romy nach einer Filmpause von zwei Jahren - nach der Heirat mit Harry Meyen und nach der Geburt ihres Sohnes David Christopher - ausgerechnet mit ihrem Exverlobten Alain Delon ihr Comeback lancierte, und dann noch in einem von Sinnlichkeit knisternden Eifersuchtsdrama
Mit Romy Schneider (Marianne), Alain Delon (Jean-Paul), Maurice Ronet (Harry), Paul Crauchet (Leveque), Steve Eckhardt (Fred), Jane Birkin (Penelope)
Regie: Jacques Deray
Drehbuch: Jean-Claude Carri?re
Musik: Michel Legrand
Fileinfo:
- Sprache Deutsch
- DVD Rip
- Format .avi
- XviD
- Farbfilm
- 832.680 kb
- Qualität - recht gut
- am Besten mit Rechtsklick auf .avi Datei - und Wiedergabe mit PowerDVD 7 (wenn man ihn hat )
1. Kontrollieren, ob alle .rar Dateien bis auf die letzte gleich groß sind
2. CRC überprüfen
3. Sicherstellen, dass immer die neueste Version von WinRAR verwendet wird
4. darauf achten, dass das PW klein und richtig geschrieben ist (besser nicht kopieren)
5. Erst jetzt eine PN an mich senden, weil etwas down ist
Viel Spass beim Filmschauen - ein kleines "DANKE" wäre auch nett!!!
In the dysfunctional Italian middle-class family Ristuccia, the middle-aged executive Carlo has a stalled life without passion, bored in his work and having a monotonous life with his wife Giulia. Giulia is a frustrated and hysterical woman because she gave up of being an actress in her youth to dedicate to the family. Their needy son Paolo feels lost and rejected, trying to find who he is and flirting with a schoolmate. Their seventeen years old daughter Valentina is decided to work in a television show, and is fighting to have an audition. When Carlo meets his former sweetheart Alessia in a class reunion, they confess to each other that their marriages are in crisis and both feel passion arising again. Meanwhile Giulia is invited to an audition in a stage production and to participate of a play. Paolo tries to make friends using marijuana in his birthday party, and Valentina has sex with different guys trying to be a dancer of the famous TV show 'Ali Babbi'. Their relationships change when Carlo has an accident.
Der Ritus (1969) von Ingmar Bergman [Avi] Drama - DVD-Rip - Deutsch/Schwedisch - 679 MB - 72 Minuten
Info & Review
Ein Geheimnis, das ein Film ist, und eine Kraft, die eine Frau ist
Am Abend des 8. Jänner 2004, als bekannt wurde, dass Ingrid Thulin in einem Spital in Schweden 74-jährig gestorben war, sah ich sie im Filmmuseum in Wien gerade zum ersten Mal. Sie spielte die einzige weibliche Rolle in Ingmar Bergmans Kammerspiel "Der Ritus" - die Schlüsselrolle des Films. Erst in Relation zu ihr werden die drei anderen Protagonisten leserlich, ihr Charakter reicht tief ins Geheimnis hinab, das im Herzen dieses Films liegt und auf das er unaufhaltsam zusteuert.
Das war mein erster Bergman-Film. Und als ich den Saal verlassen habe, hat nur noch ein undifferenzierter Anglizismus in meinem Kopf herumgespukt: Mind-blowing war das, was ich gerade gesehen hatte, wenn ich mir auch nicht ganz sicher war, was genau ich da gesehen hatte: Ein Geheimnis, in das man Einsicht erlangt zu haben glaubt, ohne es erklären zu können. Eine Sehnsucht und eine Angst davor, die man beide gespürt hat, ohne benennen zu können, wonach und wovor. Mal sehen.
Meine große Chance ist ja, dass ich außer "Wilde Erdbeeren", den ich noch am selben Abend gesehen habe, keinen anderen Bergman-Film kenne. Das hier soll also keine Spurensuche in einem komplexen wie komplexbehafteten Werk werden, in dem man in den Sechzigern und Siebzigern vor lauter Interpretationen kunstbeflissener Exegeten die Filme nicht mehr sehen konnte: Weder Gott noch Freud sollen als Zeugen aufgerufen werden und wenn ich mit dem Zerklauben von Allegorien anfange, dann möge man mir die rote Karte zeigen, und ich soll fürderhin mein Leben in Sack und Asche als elender Dylanologe fristen.
Durchaus im Sinne der Bergman-Retrospektive, die zur Zeit (Jänner/Februar 2004) im Filmmuseum Wien stattfindet und auf eine Neu-Entdeckung dieses Werks abzielt, das keineswegs gemeinsam mit seinen Interpretationen gealtert ist, soll hier der Versuch unternommen werden, sich einem einzelnem Film Bergmans "von außen" zu nähern. Eine Ermittlung, die ihr Spiegelbild im zu besprechenden Film hat: Ein Richter (Erik Hell) ermittelt hier in einem namenlosen Land gegen eine vagabundierende Künstlergruppe - Sebastian (Anders Ek), Thea (Ingrid Thulin) und ihren Mann Hans (Gunnar Björnstrand) - wegen des Vorwurfs der Obszönität einer ihrer Revue-Nummern, des titelgebenden Ritus. Am Ende wird der Richter tot sein.
Wenig Material, keine Rätsel und schon gar keine Lösung
Der ganze Film gibt sich als Ritus, eine streng gegliederte Passion: Außer den vier Protagonisten tauchen nur noch am Rande ein (von Ingmar Bergman gespielter) Priester und ganz kurz ein Barkeeper auf. Der Film ist in neun Szenen gegliedert, von denen die 1., 3., 5., 7. und 9. jeweils ein Verhör mit den Künstlern (zuerst und am Ende gemeinsam, dazwischen einzeln) im Büro des Richters wiedergeben. In den Szenen dazwischen verfolgt man eine Unterhaltung je zweier der drei Künstler, und einmal sucht der Richter Trost in einem Beichtstuhl.
Die Schauplätze sind betont entleert: Die Wände im Hintergrund leuchten oft in diesem milchigen Grau, das nur im Kino, nicht im Fernsehen zu strahlen beginnt, und das die geschlossenen Räume, in denen der Film ausnahmslos stattfindet, als Nicht-Orte, als leere Leinwand erkenntlich macht. (Es soll hier der Offenheit halber nicht verschwiegen werden, dass "Der Ritus" trotzdem eigentlich fürs Fernsehen produziert wurde.) Selbst in einer Bar unterhalten sich die beiden Männer Sebastian und Hans mutterseelenallein in aller Stille vor nackter Wand, nur schüchtern traut sich ein Barkeeper am Ende in den Kader, als einer der beiden immerhin den Realitätssinn aufweist, zu zahlen, bevor er die Bar verlässt.
Diese Akte der Reduktion und Konzentration verführen natürlich - nicht zuletzt aufgrund von Bergmans steter Arbeit am Theater - zu Assoziationen mit dem "théâtre de l?absurde" eines Samuel Beckett oder Eug?ne Ionesco. Durch den Mangel an "Material" und aufgrund dessen penibler Verwaltung gewinnt da wie dort die Handlung - die selbst tatsächlich oft nur auf eine einzige (bei "Warten auf Godot" z.B. eine Übersprungs-)"Handlung" der Protagonisten, auf eine einzige Bewegung, im Kreis oder auf eine Eskalation hin, reduziert ist - an Gewicht. Eine irritierende "Bedeutungsschwere" stellt sich ein, welche die Versuchung weckt, sie mittels einer Interpretation abzutragen, die Fragen zu beantworten versucht, die der Text gar nicht stellt. "Keine Rätsel, keine Lösung", hat Beckett einmal lakonisch die zahlreichen biblischen bis historischen Exegesen seines Stücks "Endspiel" abgetan. Alles, was man wissen muss, ist schon da.
Unbeirrbar vormodern
Wie es übermittelt wird, darin unterscheidet sich "Der Ritus" aber empfindlich von den Praktiken des "théâtre de l?absurde", denn die Differenzen in grundsätzlichen Positionen sind groß: Das Theater des Absurden kann an das Individuum, an den differenzierten Charakter - als Tugend eines überkommenen klassischen Theaters - ebenso wenig glauben wie an die Sprache als funktionsfähiges primäres Kommunikationsmittel und weicht deshalb in ein Gefüge von Typen aus, das sich in einer Choreographie/Mechanik von Phrasen und Bewegungsabläufen ausdrückt, die bisweilen sogar ins Clowneske gehen können.
Einen solchen Unglauben kann oder will Bergman nicht teilen: Wo das Theater des Absurden seine Bewegungssysteme auf der Bühne ausbreitet (selbst wenn sich, wie in "Spiel" von Beckett keiner mehr vom Fleck bewegt), da geht Bergman - dabei auch der visuellen Logik des Films im Kontrast zu der des Theaters folgend - unbeirrbar in eine Tiefe der Figuren, an deren Individualität (und an deren Psychologie) er festhält. Großaufnahmen dominieren den Film, es wird nach Details geforscht, wie schon die erste Einstellung nahe legt. Den Richter sieht man da, wie er in einer Großaufnahme frontal in die Kamera blickt, und dann mit einer vors Auge gehaltenen Lupe einerseits seine Ermittlungen weiterführt und andererseits aus unserer Perspektive sein Gesicht noch einmal vergrößert.
Auch dass sich mit der Sprache nichts Neues, nichts Persönliches (mehr) ausdrücken ließe, kann Bergman nicht hinnehmen. Hier stellt er sich frontal gegen die Moderne, veranstaltet gewissermaßen seinen eigenen linguistic turn, den François Truffaut (der übrigens "Der Ritus" zu den "rührendsten" Werken Bergmans zählte) mit "Befreiung des Dialogs" umschrieben hat: Die Sprache wird als sinnliches Element immer stärker, löst sich von der Funktionalität ab, ohne aber ihre Möglichkeit zum individuellen Ausdruck aufzugeben. Selten war so viel Dialog so spannend anzuhören und mitzulesen wie hier. Wie Truffaut festgestellt hat, stellt sich diese neue Macht der Sprache nicht zuletzt dank der ungewohnten Sprachmelodie des Schwedischen ein, eines hier sehr rhythmischen Genudels mit vielen wunderbar langen Umlauten.
Überhaupt ist das Asketische, Entleerte nur die eine Seite dieses Films: Wo Gegenstände auftauchen, da spielen sie gleich mit und werden inszeniert, wie bei Max Ophüls, und geben sich nicht selten anachronistisch verziert (z.B. ein altmodisches Telefon im Büro des Richters oder ein geschwungener Handspiegel), als wollten sie sich ebenfalls dagegen versperren, reine Funktion, Anlass für Bewegung wie im Theater des Absurden zu werden. Auch die dominant anonyme Architektur hat in einigen wenigen bildreichen Flächen (religiöse Abbildungen auf einem Beichtstuhl; ein ornamental geschwungenes Fenster im Büro des Richters; ein Flammenring, den einer der Künstler in seinem Bett entzündet) ihr logisches Anderes, an dem ein weniger radikaler Geist sichtbar wird. Die Üppigkeiten in Sprache und Dekor kann man als Zeichen eines bürgerlichen Kunstverständnisses, als Skrupel vor der Moderne lesen.
?I stepped into an avalanche, it covered up my soul.?
(Leonard Cohen, ?Avalanche?)
Aber sie sind nicht bloßer Makel: Das irreduzibel Paradoxe ist für diesen Film essentiell. Die reichen Formen, die sich immer wieder ins Bild schieben, verweisen auf ein Leben hinter dem Geordneten, eine gewaltige, ursprüngliche Naturkraft, um die herum sich hier alles organisiert und die sich steigert, bis sie am Ende im Ritus ausbricht ? wieder verfestigt in Formen, diesmal denen des menschlichen Körpers. Diese finale Ausformung einer mächtigen, bedrohlichen Kraft - ähnlich jenen bei Franz Kafka (z.B. in "Der Prozeß" und "Das Urteil") - kostet auch hier das bürgerliche Individuum, den Richter das Leben.
Müsste man ein Pop-Album finden, das eine diesem Film vergleichliche Atmosphäre einfängt, mir würden Leonard Cohens "Songs Of Love And Hate" (1971, zwei Jahre nach diesem Film entstanden) einfallen: Da wie dort birgt eine Leere und Klarheit der Struktur, eine schleichende, düstere wie manchmal zerbrechlich harmonische Ruhe brodelnde Gewalt. Hinter den harmlosen Vorgängen schimmert ein Ringen auf Leben und Tod ständig fühlbar durch. Wie die hypnotischen Endlosschleifen der akustischen Gitarre bei Cohen sich allmählich zu einer Schlinge zusammenziehen - oft nur begleitet von plötzlich aufwallenden Streichern und geisterhaft süßlichem Backing Vocals-Singsang -, so steigern sich all die Großaufnahmen, zuerst noch Blicke einer Investigation, zu klaustrophobischen Bildern eines alternativenlosen Konflikts.
Gefällt sich der Richter zuerst noch sichtbar in seinen kleinen selbstgefälligen Gesten eines freundlich-sachlichen, gewissenhaften Ermittlers, die die Kamera genau registriert, so bekommt er in seiner aufsteigenden Angst und Gewissheit seines baldigen Todes - er hat in das umkreiste Mysterium letztendlich genauso viel intuitiven Einblick wie die drei Künstler, auf deren Seite die Naturgewalt nur scheinbar eindeutig steht - Schweißausbrüche, als würden die Bilder zu dicht an ihm kleben.
Und wie man bei "Songs Of Love And Hate" (aber das ist ja überhaupt etwas, das man von Songs lernen kann) nicht alles verstehen, oft nur die sanft-brutale Stimme von Leonard Cohen hören muss, um zu verstehen, was hier in und hinter den Liedern passiert, so erschließt sich auch "Der Ritus", ohne dass man hier alles am Dialog versteht.
Denn so klar (aber durchaus kunstvoll) die Sprache in den Verhören ist, die der Richter analytisch führt, so eigenwillig, persönlich ist der Duktus, wenn sich die drei Künstler untereinander unterhalten. Natürlich, manches, was sich die Charaktere hier zuwerfen, hört sich reichlich prätentiös, manches mehr als eigenwillig an. Ganz rund, geschlossen werden die Charaktere nicht mehr, der Dialog löst sich nicht ohne Rest auf. Aber auch Bergmans erzählerische "Stimme" hat genug Autorität, um zu übermitteln, was hier passiert. Die Charaktere mögen herausfordernd sein, aber sie stimmen doch.
Charakterfest
Und an der Glaubwürdigkeit und Komplexität der Charaktere hängt hier einiges. Denn wo große Kräfte walten, da drohen Erzählungen ins Schematische abzugleiten, und es sind hier vor allem die Charaktere, die sich gegen eine zu simpel allegorische Lesart des Films verwehren. Klar kann man "Der Ritus" auch verkürzen auf die Formel "Lustprinzip gegen Realitätsprinzip". Denn natürlich steht diese Kraft in Verbindung mit der freigeistigen Künstlerexistenz der drei Untersuchten, und - sowieso - rächt sie sich gewissermaßen am kleinkarierten Zucht-und-Ordnungs-Bürgertum in Form des Richters. Und der hat dieser - natürlich, natürlich - vorher den Krieg erklärt, wenn er die drei Künstler mit überheblich verzeihender Freundlichkeit über ihre Sünden befragt und seine Notizen gemacht, ihr Leben nach seinen Maßstäben gewogen und für zu gering befunden hat.
Aber damit verschweigt man das eigentlich Reizvolle an diesem Werk: die durchaus nuancierte Schilderung dieser Kraft, die sich vor allem indirekt durch die Charakterisierung der Figuren rund um sie ergibt. Der Jahrgang des Films ist 1969, und was man als vagabundierende Künstler sieht, sind keine jungen Hippies, sondern drei zerstrittene, lustlose Kreative, die ihre besten Jahre schon hinter sich haben und ihren Neurosen hilflos ausgeliefert sind. Der aufbrausende, pyromanische Sebastian ist auf seine Weise nicht weniger selbstgefällig als der Richter und Hans ist so abgeklärt und müde, dass er nicht einmal bereit ist, den gehörnten Gatten zu geben, wenn seine Frau Thea ihn mit Sebastian betrügt.
Das größte Opfer, und zugleich die klarste Ausformung dieser Kraft ist Ingrid Thulins Thea. "Ingrid Thulin repräsentiert das Gefährlichste, das Irrationalste, das am meisten Instinktbetonte [?] - das, was am leichtesten verletzlich ist, aber auch am notwendigsten", formulierte Bergman die Quintessenz der Rolle und damit auch seine Konstruktion jener Naturgewalt. Thea ist sexuell selbstbestimmt, in manchen Momenten lebendig wie die französischen Heldinnen, aber immer mental zerbrechlich bis an den Rande der Lebensunfähigkeit, ?über-empfindlich?, wie ihr Mann Hans es einmal ausdrückt. Aber nicht so wie verzogene Mädchen, sondern wie eine offene Wunde. Eine paradoxe, also eine faszinierende Frau. Und eine Hölle von einer Rolle.
Mit der Einstellung von Ingrid Thulin, wie sie bei ihrer Einzelbefragung von Schmerzen gekrümmt, unter der bohrenden Sachlichkeit des Richters zusammenbricht, wie er sie zu beruhigen versucht und, was der Kader zeigt, doch nur wie eine Vergewaltigung wirkt, mit dieser Einstellung soll dieser Exkurs auch enden. Solche Schauspieler fehlen immer.
Da meine beiden Threads in der Masse von Hostel 2-Releases hier in der Börse irgendwie etwas unterzugehen scheinen und die Filme sehr gut in diesen Thread passen:
Kinski Paganini
Info:
Klaus Kinski ist Paganini
Schon lange glaubte Kinski ähnliche Erfahrungen gelebt zu haben wie der legendäre "Teufelsgeiger" Paganini, der das gesamte Europa des 19.Jahrhunderts in Taumel versetzte und durch dessen Persönlichkeit Klaus Kinski ein letztes Mal, mit der ihm eigenen tiefen Ehrlichkeit und Konsequenz, die ganze Bandbreite auch seines eigenen Lebens offenbart; einem Leben der Extreme.
Den Rahmen des Filmes bildet ein spektakuläres Konzert, bei dem Paganini als diabolischer "Vampir mit Violine" das Publikum durch die unwiderstehliche Naturgewalt seiner Musik in geistige und körperliche Extase versetzt. Paganini selbst durchlebt entscheidende Episoden seiner Vergangenheit und enthüllt uns in dämonischer Voraussicht seine Zukunft.
"Ein beispielloses, abendfüllendes, in Naturlicht gefilmtes, musikdurchwirktes Poem von einem Film, nur getragen von der sinnlichen Lust am Wahrnehmen. Ein Konsequent durchgehaltener Drogenrausch ... hier fließt Blut, hier fließen Tränen " (Splatting Image)
"Wahnwitzig eitel ist dieser gegen jede Konvention gedrehte Film, hysterisch und roh erzählt, aber so ehrlich in seinem Gestus, wie Kinski es sich wünschte. Das letzte Denkmal seines anarchischen Eigensinns." (TIP Magazin)
"Wie ein monumentaler Video-Clip, in Zeitlupe, mit unentwegt mobiler Kamera, in raffiniertes Licht getaucht, wird das Phänomen Kinski-Paganini umkreist, als handele es sich um einen exzessiven Rockstar der Gegenwart ..." (Plärrer, Nürnberger Stadtmagazin)
Quali/Video-Info:
-MPG-Format, ca. 800mb, Kinofassung, italienisch mit deutschen Untertiteln-
Kinski's Paganini ist gewiss kein Film für die breite Masse. Sollte der Thread (über meine Sig zu erreichen) allerdings entsprechend Feedback bekommen, daß es sich lohnen würde, dann wäre ich auch bereit, das komplette Doppel DVD-Set als DVDs hochzuladen (bei geschätzen 90 Links dürfte das aber etwas dauern^^).
Die DVDs enthalten den Film neben der Kinoversion auch noch als "Directors Cut" in englisch, italienisch und französisch (mit Untertiteln) und reichlich interessantes Bonusmaterial. Für Fans von Klaus Kinski also sicher eine interessante Angelegenheit.
Wenn Ihr nicht wisst, ob Ihr mit dem Film etwas anfangen könnt, dann zieht Euch am Besten das Sample -es enthält die ersten 2 Filmminuten und sagt schon sehr viel über den Humor des Films aus
Um den Film auf Eurer PSP anzuschauen, entpackt das Archiv einfach in das Verzeichnis 100MNV01 (im Ordner MP_Root) auf den Memory-Stick und startet ihn ganz normal über das Video-Menü.
Passwort:
4gulli
Noch ein kleiner Hinweis meinerseits:
Lasst Euch nicht vom Cover irreführen. Wenn Ihr vorhabt, den Film zu ziehen, um ihn Euren Kindern zu zeigen, weil Ihr denkt, hierbei handele es sich um einen netten, familienfreundlichen Zeichentrickfilm in der Tradition von Disney und Co. -dann, um Himmels Willen, lasst es Bleiben! Naja, es sei denn Ihr wollt ganz bewusst kleine Psychopathen heranziehen. "Mutant Aliens" ist sehr Humorvoll, ja. Aber der Humor ist schwarz wie die Nacht und entsteht nicht selten durch die zahlreichen Sex- und Gewalteinlagen. Daher wurde der Film auch -vollkommen zu Recht- von der FSK ab 16 Jahren freigegeben. Dennoch handelt es sich aber nicht um ein stupides Zeichentrickmassaker sondern um ein optisch eindrucksvolles, urkomisches und sehr phantasievolles kleines Kunstwerk.
Kika ist jung, verführerisch, naiv und durchaus katastrophenerprobt... ...zudem stets in Abenteuer verstrickt, manchmal unabsichtlich, doch selten unfreiwillig. Kika lebt mit dem Fotografen Ramon zusammen. Ramons Spezialität sind Fotos von Damendessous. Kika liebt Ramon und Ramon liebt Kika, aber: Kika und Ramon sind inkompatibel und verstehen sich nicht. Zu dem Labyrinth der Leidenschaft, das sich um Kika herum aufbaut, gehört auch der amerikanische Schriftsteller Nicolas. Kika schläft ein bisschen mit Nicolas. Ramon hat keine Ahnung von diesem Verhältnis, ebensowenig wie Kika etwas über Ramons Beziehung zu der schrillen Moderatorin Andrea Caracortada weiß und darüber, was Ramon mit deren Gesichtsnarbe zu tun hat.
Who but Pedro Almodóvar would make a movie in which a nightclub singer named Yolanda, whose boyfriend has died from a heroin overdose, hides from the police in a nunnery--only to discover that the nuns have more perverse lifestyles than her own? The nuns of Dark Habits use drugs, write lurid pulp novels, design high-fashion habits, and keep a tiger in their courtyard. Yolanda (Cristina Sanchez Pascual) gets caught up in the head nun's scheme to regain the patronage of a wealthy noblewoman, but betrayal, illicit love, and a campy musical number are waiting in the wings. Dark Habits features Almodóvar regulars Carmen Maura and Marisa Paredes, as well as a bit part by Cecelia Roth of All About My Mother. Fans of Almodóvar's magnificent later films (like Habla Con Ella (Talk to Her)) may find Dark Habits a bit thin, but it offers its own charms and comic delights
The film provides one of Almodóvar's most sustained and self-conscious meditations on the process of authoring and the role of the author. Marisa Paredes is Leo, a successful writer of romance novels on the verge of a nervous breakdown. Leo's pen-name is Amanda Gris. Yet her pseudonym-self and her contract with her publisher are under the threat of being extinguished by Leo's dark cloud; we find her in the midst of a failing marriage. Leo confesses to her disgruntled editor that she can no longer write ?pink? (romance) novels: ?I try to write pink, but it all comes out black?. Paco (Imanol Arias), Leo's estranged husband, is a military man serving in Bosnia. With characteristic irony, Almodóvar reveals that Paco, the great war strategist, cowardly fails to fight the raging one at home; he goes out to save the world, abandoning Leo in the process. Yet, Paco's presence suggests something else, particularly as it is unusual for geopolitical conflict, especially in the guise of a military man, to make its way so explicitly into an Almodóvar narrative. It is thus hard to resist conjecturing that Leo's dark mood may be a fictional inscription of Almodóvar's dark view of the surrounding world in 1995 (and from which the rest of his oeuvre hasn't quite recovered).
Love and war, and love as war are favoured subjects for melodrama. In The Flower of My Secret, war remains a backdrop, present through the tangential character of Paco. But it also makes its way into the film through reference to Casablanca (Michael Curtiz, 1942). The citation of Casablanca comes courtesy of Angel (Juan Echanove), a true saviour to Leo and an overweight warrior-of-the-heart sans official uniform. Angel tells Leo how he felt the day she fell into his arms by quoting a line from Humphrey Bogart: ?I'll never forget that day ? the day the Germans occupied Paris. The Germans wore gray and you wore blue.? Such recourse to artifice as a representation of reality ? fake words used to express real feelings and to occasion true emotion ? is an ongoing theme in Almodóvar's work. Taking a page from Douglas Sirk, and pushing it a little further, Almodóvar's films overflow with the knowledge that life is to be found in its imitation. One needs to look no further than to the melodramatic metaphor of organ transplants that opens both this film and All About My Mother. As with the device of citation, a mode he often turns to in his work, Almodóvar suggests that appropriation becomes organic so long as life can be breathed into it. The question of the point or source of origin is secondary if not irrelevant.
Almodóvar has always made the point that the purely illusory medium of film is, after all, his only recourse to representing the world and its emotive register; that which we may otherwise call reality. Yet, few of Almodóvar's films provide as heart-warming an image of intimacy, despite the artifice, as this one: Angel saves Leo from her spiralling depression, while Leo, unbeknown to her, saves Angel by giving him an outlet for his ?pink novelist? self. Angel becomes Leo's ghost-writer and the new Amanda Gris, freeing her from the shackles of her contract. In a sly gesture of self-inscription, Almodóvar casts one of his staple actresses, Chus Lampreave as Leo's mother (and Rossy de Palma from Women on the Verge of a Nervous Breakdown [1988] as her sister). One might recall that Lampreave and Paredes were already seen together in Dark Habits (1983) as Sister Rat and Sister Manure. Lampreave's Sister Rat smuggles sensationalist novels from the convent, which she publishes under the pseudonym Concha Torres, making her in fact the progenitor of Paredes' Amanda Gris. Yet the theme of literary transvestism can also be evidenced in other films like Law of Desire (1987), High Heels (1991), Kika (1993) and the more recent Bad Education. Having once published the parodic memoirs of an international porn star under the pseudonym Patti Diphusa, Almodóvar himself is no stranger to this process.
This motif of the ghost-writer provides the pivotal entry point for Almodóvar's ongoing investigation into the doubling of identity. Generally, this play on identity in the director's work is analysed by way of the gender-transvestism that permeates his films. Yet the theme of transvestism in his films cuts even deeper. Often, his films also explore the appropriation of identity through voice, and this film, which is devoid of the sexual outlaws we had become accustomed to, is a clear example. Almodóvar seems to suggest that the only way to the self is through its performances of itself and for this reason the self-reflexivity contained in this film is inevitable: Almodóvar-as-director acknowledges himself as a ghost-writer of sorts. Like Leo, Almodóvar is also an author, albeit a cinematic one. Like Angel, Almodóvar appropriates the ?voices? of women to tell his stories ? not unlike George Cukor, whom Almodóvar cites via the reference to Rich and Famous (1981) at the film's end. Almodóvar, like Cukor before him, is touted by the media and critics as a ?woman's? director (but to be fair, Live Flesh, Talk to Her, and Bad Education prove he is just as adroit at directing men ? this is, after all, a director who has made a mockery of any too simplistic idea of gender). Furthermore, it is also characteristic of Almodóvar to take his references and quotations beyond their original cattiness, making the transaction between Leo and Angel, in this case, a consistently loving one rather than mimicking the one sometimes tainted by jealousy and competition that occurs between the two lead characters played by Jacqueline Bisset and Candice Bergen in Rich and Famous. This is something he will also do with the inscription of All About Eve (Joseph L. Mankiewicz, 1950) in All About My Mother, where the women of the latter film help rather than undermine each other; or with the figure of Benigno in Talk to Her who is a kinder version of Hitchcock's Norman Bates. Like organs being transplanted, these references also become something else when they are restaged. To continue with the metaphor, one might say that they breathe a different air within the body of an Almodóvar film.
Like Leo's sudden shift from the pink romance to the black thriller, The Flower of My Secret is Almodóvar's announcement of his own shift in stylistic mood (even if this film is not a thriller). Made at the height of his international popularity, this satirical condemnation of the machinery of publicity becomes a thinly veiled cry for authorial freedom. The Flower of My Secret at some level functions as a warning to all those who would pigeon-hole him; this film, not unlike Leo's last novel, proves to be Almodóvar's courageous move away from all that had made him marketable.
This twisted, brave, funny film from Spanish director Pedro Almodovar takes an unflinching look at the link between sex, death, and religion. Antonio Banderas stars as Angel, a sensitive student of matador Diego (Nacho Martinez), whose goring at the horns of a bull has left him obsessed with killing. In order to prove his manhood to Diego, the misguided Angel tries to rape his model girlfriend (Eva Cobo), and when that fails, he confesses to a string of murders he didn't commit. Maria (Assumpta Serna), a mysterious, attractive lawyer, takes his case but winds up falling for Diego, revealing some dark secrets of her own. The pair begin a beautifully doomed romance as a police inspector (Eusebio Poncela) begins to fathom who the real killer, or killers, may be. This was the fifth film from the talented Almodovar, and it reveals a true genius at work in his use of symbolic color, structure, metaphor, and homage to Hitchcock and Welles. MATADOR is fast-moving, disturbing, erotic, and undeniably brilliant in a way most American audiences may not be prepared for but should certainly seek out. Almodovar regulars Carmen Maura, Julietta Serano, Chus Lampreave, and Veronica Forque costar.
Ich hab mir mal "die Rangliste" vom ´Mann mit dem Plan´, Admin auf mitternachtskino.de und Dauerrezensent der ofdb, vorgenommen. Bis auf einen habe ich alle noch fehlenden Filme aufstöbern können
Zitat:
Zitat von Der Mann mit dem Plan
Die Rangliste dient nur der subjektiven Empfehlung einer bestimmten Anzahl von Filmen. Während sich der eine oder andere eventuell wahllos durch die alphabetische Liste klickt, verpasst er wohlmöglich das eine oder andere Meisterwerk. [...]
Edmund Elias Merhige - Begotten (1991)ofdb
DVD-Rip Divx ohne Dialog 673MB 72min 1296kb/s
Neben diesem Werk wirkt Marilyn Manson wie ein aufgeblasener Weihnachtsmann. Dieser Meinung wart ihr schon immer (wirklich auch vom Körperbau her? Hugh Werner), na dann
[...]So darf dieses außerordentliche Kleinod seit Jahren nicht gezeigt oder vertrieben werden, sind Interessierte auf mehr oder weniger schlechte Bootleg-Kopien angewiesen. Oder eben das Internet. Hier, hier oder hier ist Superstar ? The Karen Carpenter Story zu finden. Nicht unbedingt in optimaler Qualität, aber das gibt dem Ganzen ja noch eine zusätzlich subversive Note. kino blog
Format/Info : Hack of AVI
Format/Family : RIFF
Dateigröße : 167 MiB
Spielzeit : 43min
Bitrate : 532 Kbps
Video #0
Codec : DivX
Codec/Family : MPEG-4
Codec/Info : Mainly used by Google
Codec settings/Packe : No
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Codec settings/GMC : 0
Codec settings/Matri : Default
Spielzeit : 43min
Bitrate : 391 Kbps
Breite : 480 Pixel
Höhe : 370 Pixel
Bildseitenverhältnis : 1.297
Bildwiederholungsrat : 23.993 FPS
Auflösung : 8 bits
Chroma : 4:2:0
Interlacement : Progressive
Bits/(Pixel*Frame) : 0.092
verwendete Encoder-B : Lavc50.1.0
Darsteller:
James Stewart, Richard Attenborough, Hardy Krüger, Peter Finch, Ernest Borgnine, Ian Bannen, Ronald Fraser, Christian Marquand, Dan Duryea, George Kennedy, Gabriele Tinti, Alex Montoya, Peter Bravos, William Aldrich, Barrie Chase, Stanley Ralph Ross
Inhalt:
Einen Crash in der Sahara haben zwar Besatzung und Passagiere überlebt, das Flugzeug ist jedoch zerstört. Die an Bord befindlichen Lebensmittel werden von Kapitän Frank Towns rationiert, doch es ist zweifelhaft, ob in der menschenverlassenen Gegend rechtzeitig Hilfe eintrifft. Während ein Teil der Überlebenden selbst Rettung heranholen will, hat Passagier Heinrich Dorfmann eine kühne Idee: Er will aus Wrackteilen ein neues Flugzeug bauen. Denn zufälligerweise ist er Flugzeugingenieur - zunächst verschweigt er allerdings, welche Art von Flugzeugen er baut...
Media Info
Qualität: 10/10
Format : AVI (DivX v5.21) - 656 x 352
Sprache: Deutsch
Untertitel: Keine
Ton: 48KHz 128 kb/s, Joint Stereo, MPEG-1 Layer 3
Dateigröße : 2*700 MB
Spielzeit : 136 Minuten
Video Bitrate : 1260 Kbps
Der sich in einer persönlichen wie kreativen Krise befindende Komponist Gustav von Aschenbach begibt sich zu einem Urlaub nach Venedig. Im Hotel trifft er auf den jungen Tadzio und seine Familie. Aschenbach gerät in seinen erotischen Bann. Ein Versuch, seinen Gefühlen zu entkommen und die Stadt, in der die Cholera ausbricht, zu verlassen, scheitert. Immer mehr verliert sich der ältere Mann in den Gefühlen für den Jüngeren und seinen Tagträumen. Als Tadzios Familie abreist, verfolgt er den Jungen das letzte Mal zum Strand. Im Badestuhl sinkt Aschenbach tot zusammen, ein Schweißausbruch führt dazu, dass die Farbe seines Haares über sein Gesicht läuft.
Regie: Luchino Visconti - Drehbuch: Luchino Visconti und Nicola Badalucco, nach der Novelle "Der Tod in Venedig" von Thomas Mann - Kamera: Pasquale de Santis - Musik: Gustav Mahler (3. / 5. Sinfonie) - Darsteller: Dirk Bogarde, Björn Andresen, Silvana Mangano, Romolo Valli, Mark Burns u.a. - 1971; 130 Minuten
Fileinfo:
- Sprache Deutsch
- DVD Rip
- Format .avi
- XviD
- Farbfilm
- 752.928 kb
- Qualität - recht gut
- am Besten mit Rechtsklick auf .avi Datei - und Wiedergabe mit PowerDVD 7 (wenn man ihn hat )
1. Kontrollieren, ob alle .rar Dateien bis auf die letzte gleich groß sind
2. CRC überprüfen
3. Sicherstellen, dass immer die neueste Version von WinRAR verwendet wird
4. darauf achten, dass das PW klein und richtig geschrieben ist (besser nicht kopieren)
5. Erst jetzt eine PN an mich senden, weil etwas down ist
Viel Spass beim Filmschauen - ein kleines "DANKE" wäre auch nett!!!
Filminfo: # Darsteller: Peter Dinklage, Patricia Clarkson, Bobby Cannavale
# Regisseur: Thomas McCarthy
# Format: Dolby 2.0
# Sprache: Deutsch
# Bildseitenformat: 16:9
# Studio: CIC Video/Paramount Home Ent.
# DVD-Erscheinungstermin: 17. Februar 2005
# Spieldauer: 86 Minuten
Beschreibung:
Finbar liebt Züge ? wesentlich mehr als Menschen. Deshalb hinterlässt ihm sein einziger Freund ein altes Bahnwärterhäuschen in Newfoundland, New Jersey. Ohne mit der Wimper zu zucken, gibt der 1m30-Mann sein bisheriges Leben auf.
Überrascht muss er feststellen, dass sein abgeschiedenes Dasein von zwei anderen Individuen aufgebrochen wird, die sich nichts sehnlicher wünschen, als mit ihm in Kontakt zu treten: Joe, der nicht weit vom Bahnwärterhäuschen mit Leib und Seele und kubanischer Herzlichkeit einen Imbiss betreibt; und Olivia, deren Bekanntschaft er macht, als sie ihn beinahe mit ihrem Wagen überfährt. Finbar würde beiden am liebsten komplett aus dem Weg gehen, doch Zähigkeit und Zufälle bringen die Drei immer wieder auf ein Gleis?
Noch nie wurden die Themen Freundschaft und Einsamkeit ? freiwillige oder unfreiwillige, schöne oder traurige ? so voller Wärme, Charme und Witz erzählt. Von Sundance aus, wo der Film mit drei Preisen bedacht wurde (Bester Film, Beste Darstellerin, Bestes Drehbuch), hat STATION AGENT seinen leisen Siegeszug in die Welt gestartet und erobert ganz ohne Kitsch die Herzen aller großen und kleinen Menschen.
ACCATTONE ? Wer nie sein Brot mit Tränen aß (1961)
SW deutsch DVD-Rip XviD
Regie & Drehbuch: Pier Paolo Pasolini
Laufzeit: ca. 115 min
Ur-/Erstaufführung: 31. August 1961
Genre: Drama
Handlung & Kritik:
Mit ACCATTONE ? Wer nie sein Brot mit Tränen aß, seinem ersten Spielfilm, gelang Pasolini sofort ein Meisterwerk. Er erzählt die Geschichte eines jungen Mannes in einem römischen Vorstadtviertel, der sich als Zuhälter betätigt und zum Dieb wird. Die naturalistischen Bilder aus der Welt des Subproletariats fügen sich über ihre Wirklichkeitsnähe hinaus zu einer modernen Passionsgeschichte.
Vittorio Cataldi (Franco Citti), genannt "Accattone" ("Bettler" oder "Schmarotzer") lebt in einer heruntergekommenen Vorstadt Roms. Nachdem er Frau und Sohn verlassen hat, verdient er als Zuhälter sein Geld. Tagsüber hängt er die meiste Zeit mit seinen Freunden herum, die dem gleichen Gewerbe nachgehen. Die Clique verbringt die Zeit mit Herumsitzen, Kartenspielen und sinnlosen Wetten.
Als Accattones einzige Hure, Maddalena (Silvana Corsini), von einem Motorrad angefahren wird, zwingt er sie, trotzdem zu arbeiten. In dieser Nacht wird sie von einer konkurrierenden Bande aus Neapel zusammengeschlagen aus Rache dafür, dass sie ihren vorherigen Zuhälter Nero Ciccio, den Freund des Anführers der Neapolitaner Salvatore (Umberto Bevilacqua), ins Gefängnis gebracht hat.
Aus Angst vor der Rache der Neapolitaner beschuldigt Maddalena Cartagine und Balilla, zwei Freunde Accattones, die mit dem Vorfall nichts zu tun haben. Wegen Verleumdung kommt sie ins Gefängnis und Accattone ist nun ohne Einkünfte. Er versucht, wieder bei seiner Ex-Frau Ascenza (Paola Guidi) unterzukommen. Diese hat für ihn jedoch nicht mehr übrig als: "Sieh zu, wie du allein fertig wirst!". Schwager und Schwiegervater verjagen ihn. Accattone ist völlig am Ende. Für ein Spaghetti-Gericht hintergeht er seine Freunde.
Da begegnet er Stella (Franca Pasut), einer Arbeitskollegin von Ascenza. Sie scheint nicht in diese Welt zu passen, so unerfahren und anständig ist sie. Für sie stiehlt er seinem kleinen Sohn Iaio (Danilo Alleva) die Halskette. Mit dem Erlös stattet er Stella mit neuen Schuhen und einer Kette aus. Das unschuldige Mädchen verliebt sich in ihn.
Als er erfährt, dass ihre Mutter ein Hure war, schickt er auch Stella auf den Strich. Als dieser Versuch scheitert, will Accattone sein Leben ändern. Sein Bruder Sabino (Silvio Citti) vermittelt ihm Arbeit. Schon nach einem Tag merkt Accattone, dass er nicht fürs Arbeiten geschaffen ist. Nachts quält ihn ein Alptraum, in dem er die Leichen der Neapolitaner halb beerdigt sieht. Seine Freunde gehen zu seiner eigenen Beerdigung, zu der ihm selbst der Zutritt verweigert wird.
Am nächsten Tag geht er zu Balilla (Mario Cipriani), dem Chef einer Diebesbande, und bietet seine Dienste an. Zusammen mit Cartagine (Roberto Scaringella) durchziehen die beiden Rom, Ausschau haltend nach einer Beute. Da Maddalena Accattone angezeigt hat, nachdem sie von Stella erfahren hatte, werden die drei von der Polizei beobachtet. Nach erfolgtem Diebstahl greift die Polizei zu. Accattone stiehlt ein Motorrad und flieht. Verfolgt von der Polizei, dem Besitzer des Motorrads und Passanten, stößt er mit einem Lastwagen zusammen. Während er sterbend am Straßenrand liegt, sind seine letzten Worte "Jetzt geht's mir besser" ("Mo' sto bene"). Als letzten Dienst schlägt Balilla mit gefesselten Händen ein Kreuz für Accattone.
Der Film verursachte sogleich einen Skandal. Die Altersgrenze wurde auf 18 festgelegt. Viele italienische Kinos weigerten sich, ihn zu zeigen, Kinozeitschriften schwiegen ihn tot. Besonders in Rom zeigte sich Widerstand. Kinos wurden von rechten Jugendlichen gestürmt.
Nicht nur das in diesem Film aufgezeigte Elend vor den Toren der Metropolen verursachte Verärgerung, sondern auch die sakrale Inszenierung, die durch die Musik Johann Sebastian Bachs noch unterstrichen wurde. Der Kinokritiker Sandro Petraglia nannte Accattone einen "anarchischen Christus" ("cristo anarchico").
Pasolinis eigener Kommentar: "Eine hoffnungslose Tragödie, weshalb ich mir wünsche, dass nur wenige Zuschauer in der Bekreuzigung am Ende des Films ein Zeichen der Hoffnung sehen werden." ("Una tragedia senza speranza, perché mi auguro che pochi saranno gli spettatori che vedranno un significato di speranza nel segno della croce con cui il film si chiude").
Erst durch die internationale Anerkennung wurde der Film auch in Italien salonfähig. 1962 errang der Film auf dem Internationalen Filmfestival von Karlsbad (damals Tschechoslowakei) den ersten Preis für die Regie. Hauptdarsteller Franco Citti wurde 1963 beim "AFTA Film Award" in der Kategorie "Bester ausländischer Schauspieler" nominiert.
Videoinfo:
Allgemein #0
Format : AVI
Format/Info : Audio Video Interleave
Format/Family : RIFF
Dateigröße : 700 MiB
Spielzeit : 1h 50min
Bitrate : 877 Kbps
Verwendetes Programm : VirtualDubMod 1.5.4.1 (build 2178/release)
verwendete Encoder-B : VirtualDubMod build 2178/release
Plot:
Kowalski, the hero of the story, works for a car delivery service. He takes delivery of a 1970 Dodge Challenger to take from Colorado to Frisco, California. Shortly after pickup, he takes a bet to get the car there in less than 15 hours. After a few run-ins with motorcycle cops and highway patrol they start a chase to bring him into custody. Along the way, Kowalski is guided by Supersoul - a blind DJ with a police radio scanner. Throw in lots of chase scenes, gay hitchhikers, a naked woman riding a motorbike, lots of Mopar and you've got a great cult hit from the early 70's.
Regisseur: Louis Malle
Darsteller: Michel Duchaussoy, Michel Piccoli, Dominique Blanc, Paulette Dubost, Miou-Miou
Frankreich 1990
Sprache: Deutsch/Französisch Videoinfo:
Dateigröße : 800 Mb.
[Film]
Gültig : Ja [AVI]
Dauer : 01:42:32
Film vollständig : Ja
Mai 1968. Während in Paris die Studentenunruhen toben, droht in der französischen Provinz das friedvolle Leben des schon etwas in die Jahre gekommenen Bonvivants Milou aus den Fugen zu geraten. Nach dem Tod seiner Mutter führt er die weit verzweigte Familie auf dem hochherrschaftlichen Anwesen zur Testamentseröffnung zusammen. Das Begräbnis verzögert sich aber, weil die Studentenunruhen mittlerweile auch die Provinz erreicht haben, mit der Folge, daß die Totengräber streiken. Die liebe Familie überbrückt die Wartezeit damit, sich schon mal um das Erbe zu streiten. Bei einem gemeinsamen Picknick berichtet Enkel Pierre-Alain, Student in Paris, mit leidenschaftlicher Begeisterung vom revolutionären Treiben in der Hauptstadt. Zögerlich läßt sich die Familie von seinem Enthusiasmus anstecken. Für ein paar Stunden träumt man gemeinsam von einer ländlichen Kommune und sexueller Befreiung...