Ganz normal waren sie noch nie: Elling, der Denker und, wie er sich selbst nennt, das Muttersöhnchen und Kjell, der große stämmige Kerl mit dem Geist eines kleinen Jungen. Nach zwei Jahren Psycho-Quarantäne dürfen sie nun wieder in die "Freiheit" - in ihre eigene WG inmitten des Großstadtdschungels - und müssen sich dort im realen Leben zurechtfinden. Nicht ganz einfach, wenn für Elling schon das Telefonieren, das Einkaufen und überhaupt das Verlassen der Wohnung schier unüberwindbare Hindernisse darstellen. Kjell dagegen verfolgt weiterhin stoisch seine zwei Ziele: Essen und endlich Sex mit einer Frau zu haben.
"Schon nach sechswöchigem Studium am College beschließt Arlo, seine wissenschaftlichen Bemühungen aufzugeben. Er ahnt, daß er es in diesem System nie zu einer anständigen bürgerlichen Existenz bringen wird. Ruhelos reist er durch's Land, singt in Kaffeehäusern, entgeht knapp der Armee und gerät mehr als einmal in Konflikt mit gesetzestreuen Ordnungshütern. Allein in Alice's Restaurant, einer alten Kirche, hofft er bei Gleichgesinnten Ruhe zu finden..."
Schon in Go, Trabi, Go hat der ehemalige Kabarettist Peter Timm die Marotten und Sehnsüchte seiner Landsleute nach der Wende liebevoll-komödiantisch auf die Schippe genommen. Mit Der Zimmerspringbrunnen, seiner Verfilmung von Jens Sparschuhs gleichnamigen satirischen Roman, kehrt er nun, gut zehn Jahre später, in die fünf neuen Bundesländer zurück und geht dabei der Frage nach, was sich dort inzwischen verändert hat. Nicht sehr viel und doch auch wieder alles.
Nach der Wende hat Hinrich Lobek (Götz Schubert) seinen Job als Wohnungsverwalter für die Marzahner Plattenbausiedlungen verloren. Nun sitzt er den ganzen Tag in der eigenen Plattenbauwohnung und strapaziert damit die Nerven seiner Frau Julia (Simone Solga). Als Angestellte eines erfolgreichen Architekturbüros kann sie Hinrichs Desinteresse an den neuen Gegebenheiten nicht verstehen. Auf ihr Drängen nimmt er einen Job als Vertreter einer rheinischen Firma an, die scheußlich kitschige Plastik-Zimmerspringbrunnen herstellt. Zusammen mit dem erfahrenen Klinkenputzer Strüver (Gustav Peter Wöhler) soll er den "ostdeutschen" Markt erobern. Eine nahezu unmögliche Aufgabe, bis er zufällig auf die Idee für ein DDR-Modell kommt, das in den Zeiten der allgemeinen "Ostalgie" zum Verkaufsschlager wird.
Der Zimmerspringbrunnen markiert für Peter Timm eine Rückkehr zu seinen Wurzeln. Mehr noch als bei seinen früheren Filmen setzt er hier auf klassische kabarettistische Elemente, die wie die Szene, in der zwei Vertreter im Rahmen eines Firmenseminars ein typisches Verkaufsgespräch simulieren sollen, durchaus auch als Nummern in einem Kleinkunst-Programm denkbar wären. Aber bei aller Selbstständigkeit stehen sie doch nie für sich allein. Jede dieser Nummern dient Timm zugleich zur Charakterisierung seiner Figuren. So etabliert er in dem simulierten Verkaufsgespräch gleich die Gegensätze zwischen Lobek und Strüver. Und man ahnt, dass diese so verschiedenen Männer nur die besten Freunde werden können.
In seiner Darstellung deutscher Befindlichkeit schreckt Peter Timm vor keiner satirischen Vergröberung zurück. Er bringt die Auswüchse eines gedankenlosen westdeutschen Gewinnstrebens, das alles hervorbringen kann, nur keine "blühenden Landschaften", genauso bissig auf den Punkt wie die versponnene DDR-Nostalgie, mit der Menschen wie Lobek auf die gesamtdeutsche Wirklichkeit reagieren. Aber trotz aller extremen Pointierungen und überspitzten Gags verliert Timm nie sein Auge für die Figuren und ihre hervorragenden Darsteller. Die "Wessis" und "Ossis", deren Erfahrungen in Der Zimmerspringbrunnen auf höchst unterhaltsame Weise immer wieder miteinander kollidieren, sind alle auf die eine oder andere Art Verlierer, selbst wenn sie am Ende dann doch noch als Gewinner dastehen. Und es sind gerade ihre Unzulänglichkeiten, ihre meist ziemlich skurrilen Macken, für die man sie umso mehr liebt.
"Denn in der Hölle muß es lustig sein, sonst wäre sie nicht zu ertragen."
Inhalt und Review
John Hillcoat - Ghosts... of the Civil Dead (Aus, 1988)ofdb
Der Film folgt keiner richtigen Story, sondern beobachtet beinahe dokumentarisch und mit kühler Distanz das Leben einiger Gefangener.
Der Hochsicherheitstrakt eines Hochsicherheitsknastes ist (fast) der einzige Schauplatz. Die Gefangenen sind meistens sich selbst überlassen. Es haben sich Mikrostrukturen von Macht und Unterdrückung gebildet. Ein Pandämonium, die Hölle. Weil das Wachpersonal nachlässig und korrupt ist, kommt es zur Eskalation, Mord und Totschlag. Und alle haben es kommen sehen. Niemand tut etwas dagegen. Eine staatliche Komission wird später einen nüchternen Untersuchungsbericht präsentieren. Die Verhältnisse ändern sich nicht grundlegend.
"Als ob man in einen Stacheldraht fällt und nicht mehr raus kann", hat der Verleiher gesagt. Wahr oder nicht, es gibt kein Entrinnen - aus dem Hochsicherheitsknast nicht und nicht aus den Bildern/Geräuschen/Eindrücken dieses Films. Am Soundtrack beteiligt waren unter anderem die Einstürzenden Neubauten, was herauskam, ist musique concrete, die in die Knochen geht.
Knast als Zelle des gesellschaftlichen Körpers, und der Krieg ist im Gange. In einer Schlußeinstellung wird mit einem Aha-Erlebnis deutlich, wie das gemeint ist. Nick Cave spielt einen manisch Verrückten, weil Humor, so Hillcoat, wichtig ist. "Denn in der Hölle muß es lustig sein, sonst wäre sie nicht zu ertragen."match-cut.de
Vor 80.000 Jahren. Der Stamm der Ulam ist im Besitz einer Flamme,
kann Feuer aber nicht selbst entfachen. Nach Überfall von Neandertalern erlischt
die Flamme, dem Stamm droht Tod durch Hunger und Kälte. Drei Männer
werden ausgewählt, eine neue Flamme zu suchen. Unterwegs flüchten sie
vor Säbelzahntigern und treffen auf das Mädchen Ika, das sie aus den Händen
von Kannibalen befreien. Sie lösen eine Mammut-Stampede aus, eilen Ika
zu ihrem Stamm nach und kehren mit ihr und dem Geheimnis des
Feuermachens zu ihrem Stamm zurück.
Darsteller: Everett McGill, Rae Dawn Chong, Ron Perlman
Regisseur: Jean-Jacques Annaud
Skurriles Road Movie, das "Männer"-Macherin Doris Dörrie auf dem Amateur-Video-Format DV realisierte. Dank des Einsatzes dieser flexiblen Kamera erreichte sie ein Höchstmaß an Authentizität und konnte beim Drehen auf Unvorhersehbares reagieren.
Zwei Brüder ? der Feng-Shui-Experte Gustav (Gustav-Peter Wöhler) und der frisch von seiner Ehefrau verlassene Uwe (Uwe Ochsenknecht) ? wollen in einem Zenkloster in Japan inneren Frieden finden. Unterwegs wird aus ihrer Midlife- ganz abrupt eine Midnight-Krise, als sie sich nachts in Tokios Neondschungel rettungslos verirren.
Ohne Pässe und Kreditkarten und inzwischen völlig abgebrannt laufen sie wie auf einem fremden Planeten orientierungslos durch die Straßen. Selbst die einfachsten Dinge werden zu größten und aberwitzigsten Herausforderungen. So hatten sie sich die erste Stufe zum höheren Bewusstsein, ?alles zurücklassen?, nicht vorgestellt. Aber Not macht erfinderisch und sie schlagen sich durch.
Der Gestrandete (Peter O'Toole - LAWRANCE VON ARABIEN) nimmt sich einen Eingeborenen (Richard Roundtree - SHAFT) zum Diener und versucht diesen auf brutale Weise nach britischem Standard zu "erziehen". Bald wendet sich jedoch das Blatt: Geschickt vertauscht der Unterjochte die Rollen und macht den Herrn zum Knecht. Auf intelligente Weise benützt Regisseur Jack Gold (DIE SCHRECKEN DER MEDUSA) extreme Bilder um bitter-ironisch auf den Rassismus und patriarichalische Selbstgerechtigkeit weißer Besatzer in fremden Ländern aufmerksam zu machen. Die 1975 gedrehte Satire ist erstaunlich aktuell.
FREITAG UND ROBINSON ist eine interessante Version von Daniel Defoes Abenteuer-Klassiker "Robinson Crusoe", deren bissiger Humor mitunter an die Filme von "Monty Python" erinnert.
One of Canada?s best films, ?Hard Core Logo,? is also one of the quintessential rock films. Set up as a mockumentary, the film could easily have played as a straight drama and been just as compelling. Hard Core Logo is the name of a fictional punk band from the early 80?s ? contemporaries of the Ramones (in fact, Joey Ramone even makes an appearance). They are aged and past their prime, but Joe Dick (Hugh Dillon) the lead singer and self-proclaimed band leader reunites the band together for a reunion tour.
Da sitzt er ? seit 20 Jahren. Jeder Tag ist wie der andere. Jede Handbewegung ist wie die andere. Es kommen Beschwerden herein, und er schaut sie kurz an, drückt einen Stempel auf die Papiere und legt sie auf einen der Haufen auf seinem Schreibtisch. Auch die anderen in seiner Abteilung tun nichts anderes.
Akira Kurosawa (1910-1998) drehte 1952 zwischen ?Rashomon? (1950) und ?Die sieben Samurai? (1954) unter anderem diesen Film über einen städtischen Beamten, der eine Beschwerdestelle leitet und eines Tages erfahren muss, dass er unheilbar an Magenkrebs erkrankt ist und nur noch maximal ein halbes Jahr zu leben hat. Kanji Watanabe, exzellent gespielt von Takashi Shimura (1950-1982), einem der berühmtesten japanischen Schauspieler, hat es schon lange aufgegeben, Vorschläge für Neuerungen in der Bürokratie zu machen. Es herrscht tödliche Langeweile in den Räumen der Beschwerdestelle, und das einzige, was Watanabe und die meisten anderen am Leben hält, ist ihr Ehrgeiz, ihren Platz dort zu behaupten. Die Beschwerden der Bevölkerung aber werden bürokratisch verhackstückt, portionsgerecht für die Ablage vorbereitet ? und sind dann verschwunden.
Kurosawa zeigt eine Bürokratie, schon zu Anfang des Films, die nicht für die Nöte der Bevölkerung existiert, sondern für deren Abwehr. Er zeigt auch eine Bürokratie, in der Hierarchien ausschließlich dazu dienen, die Macht des jeweiligen Bürgermeisters und seiner Nomenklatura zu erhalten ? bis zur nächsten Wahl. Und er zeigt eine Bürokratie, auf die die japanische Mafia, die Yakuza, mehr Einfluss haben als jeder andere.
Auch wenn dies zunächst nicht das eigentliche Thema des Films ist, greift Kurosawa diese politische Struktur in ?Ikiru? immer wieder auf ? entlang der Geschichte des todkranken Watanabe. Als der im Krankenhaus sitzt und auf die Diagnose seiner Magenbeschwerden wartet, erzählt ihm ein anderer Patient, dass er schon oft Menschen hier gesehen habe, denen er am Gesicht habe ablesen können, das sie an Magenkrebs leiden. Diese Szene gehört zu den schönsten und schrecklichsten des Films, in der Watanabe anhand der Schilderung der Symptome der Krankheit bewusst wird, dass er ebenfalls an Magenkrebs leidet ? obwohl die Ärzte ihm diese Diagnose verschweigen, angeblich um ihn zu schützen.
Kurosawa schildert nun, wie Watanabe mit dieser Todesnachricht umgeht und wie seine Umwelt auf seinen plötzliche Verhaltensänderungen reagiert. Er zeigt Watanabes Sohn Mitsuo und dessen Frau Tatsu, die beide auf das Geld spekulieren, das Watanabe im Laufe seiner Arbeit gespart hat. Beide wissen nichts von der tödlichen Krankheit, und Watanabe verschweigt dies auch seinen Kollegen und Bekannten. Plötzlich steht er allein ? ganz allein in einer Welt, die er nicht mehr begreifen kann. Er steht sozusagen unvorhergesehen ?außer sich?, so als ob er sich und seine Umgebung ?von außen? beobachten könnte. Es ist dieses ?Außer-Sich-Sein?, das es ihm ermöglicht, den Schleier von seinem bisherigen Leben zu nehmen.
...zu mehr Info einfach den Link zur Quelle folgen (gekürzt)
Kurosawa zeigt tatsächlich einen Helden. Nicht so sehr einen Helden des Alltags, sondern einen des Lebens und des Todes. Ein bisschen ist dieser Watanabe wie wir alle, ein ?normaler? Bürger, einer, der sich angepasst hat, der es längst aufgegeben hat, für Neuerungen und Verbesserungen einzutreten, geschweige denn zu rebellieren. Im Angesicht des eigenen Todes aber rebelliert er, nicht auf eine ungestüme oder gar destruktive Art. Nein, er rebelliert, indem er die Bürokratie, die eigene Bürokratie eine Zeitlang von innen aushöhlt: durch ein gehöriges Maß an Standhaftigkeit, an Unbeugsamkeit, an Eigensinn ? ohne Rücksicht auf irgendwelche persönlichen Konsequenzen.
Kurosawa verknüpft damit ein Einzelschicksal mit dem Schicksal einer Gemeinschaft, die von einem scheinbar übermächtigen und korrupten politischen Apparat beherrscht wird. So ein bisschen schimmern in diesen Szenen die Gestalten der Samurai in der Person des Kanji Watanabe durch, die in vielen anderen Filmen des Regisseurs eine große Rolle spielen ? nicht jener Samurai, die sich zu bestialischen Horden entwickeln, sondern jenen Einzelkämpfern, die aus der Verzweiflung ihres eigenen Lebens, aber auch aus einer tiefen Erkenntnis über das Leben selbst heraus sich dazu entschließen, ?die gute Tat? zu vollbringen, jenen zu helfen, die es nötig haben.
Dabei stilisiert Kurosawa Watanabe jedoch nicht zu einem jener Helden etwa des Hollywood-Kinos, in dessen Präsentation das Heldentum gepflegt wird, also jenes leere, hohle Bild eines Bilder-Helden, der mit der Wirklichkeit nichts mehr gemein hat. Watanabe bleibt bis zum Schluss ein einfacher Mann, einer aber, der erkannt hat, dass das Leben, sein Leben einen sozialen Sinn haben muss, und zwar so, dass auch für ihn persönlich ein Sinn in sein Leben kommt und dieses wahrhaftig wird. Zugleich lässt Kurosawa jedoch auch Zweifel daran aufkommen, ob das Leben in der Moderne überhaupt einen Sinn hat, wenn dieser sich für den Durchschnittsmenschen nur im Angesicht des Todes realisieren lässt.
Zudem bleibt die Geschichte auch insofern realistisch, als sich in der Bürokratie aufgrund der Feigheit und des Duckmäusertums der anderen Bürokraten nichts ändert. Nur im Suff gestehen sie sich ein, dass nicht der Bürgermeister, sondern Watanabe ihr Vorbild sein müsste. Was bleibt, ist das Schlussbild, in dem man Saito sieht, der immer mal wieder zu dem Spielplatz geht, für den Watanabe gesorgt hat. Eine geringe Hoffnung, aber immerhin ein Schimmer von Hoffnung. Eine, die da lautet: Vielleicht folgt Saito irgendwann einmal den Spuren Watanabes.
Technische Daten:
-Sprache German
-Videoformat XviD MPEG-4 Codec 690 kbps (avi)
-Audioformat MPEG Layer 3 (MP3) 96 kbps
-Ausgangsformat DVD
-Framerate 25
-Auflösung 416x304
-Länge ca. 143 Min.
-Dateigrösse 804 MB
Alternativtitel: Ein Leben in Furcht / Ein Leben in Angst
Originaltitel: Ikimono no kiroku
Regie: Akira Kurosawa
Darsteller: Toshirô Mifune, Minoru Chiaki, Kamatari Fujiwara, Kazuo Kato, Ken Mitsuda,
Eiko Miyoshi, Kiyomi Mizunoya, Nobuo Nakamura
Handlung:
Nakajimi hat sich eine größere Fabrik aufgebaut und ist inzwischen ein alter Mann. Durch den Abwurf der Atombomben hat sich eine unglaubliche Angst in ihm aufgestaut und er hat sich erkundigt und ist zu dem Entschluss gekommen, dass einzig Brasilien sicher ist vor der Bombe. Er will die Firma verkaufen und seine ganze Familie inklusive seiner geliebten und unehelichen Kinder mitzunehmen. Diese allerdings weigern sich alle, viel schlimmer noch, sie halten Nakajimi für vollkommen durchgeknallt und ziehen vor Gericht, um ihn entmündigen zu lassen ? mit Erfolg. Trotzdem gibt sich Nakajimi damit nicht geschlagen, er will seine Liebenden aus der Risikozone holen, koste es, was es wolle?
Meinung:
In diesem Film hat Regisseur Akira Kurosawa einen hervorragenden Nachkriegsfilm geschaffen, der zeigt, wie die Japaner nach dem Ende des zweiten Weltkrieges lebten und welche Ängste sie haben, insbesondere mit der Massenvernichtungswaffe, der Atombombe und der Tatsache, dass man nirgends mehr sicher ist und dass man heute schon die Welt komplett in die Luft jagen könnte. Doch dieses Szenario ist ja nur der Hintergrund für eine Familientragödie mit Tiefgang mit einem hervorragenden Hauptdarsteller Toshirô Mifune, Kurosawas Lieblingsschauspieler. Der war noch gar nicht so alt und hat sich sehr gut schminken lassen. Für mich war das der allererste Film von Akira Kurosawa und er hat mich absolut begeistert. Ein absolutes Muss und ein echtes Meisterwerk mit einem hervorragenden Ende!
Technische Daten:
-Sprache German
-Videoformat XviD MPEG-4 Codec 842 kbps (avi)
-Audioformat MPEG Layer 3 (MP3) 112 kbps
-Ausgangsformat DVD
-Framerate 25
-Auflösung 480x352
-Länge ca. 103 Min.
-Dateigrösse 703 MB
Das ist ein schönes Leben, sag ich mir immer, wenn du dich von den Bullen und Borstal-Bossen und den übrigen schuftsfratzigen braven Bürgern nicht kleinkriegen lässt. Trab-trab-trab, poch-poch-poch; schlapp-schlapp-schlapp, so machen die Füsse auf dem harten Boden. Swisch-swisch-swisch, wenn ich mit den Armen und mit der Seite die kahlen Zweige eines Strauches streife. Denn jetzt bin ich siebzehn, und wenn sie mich hier rauslassen - falls ich nicht ausbreche und zusehe, dass es anders kommt -, werden sie mich ins Militär stecken wollen, und was ist schon der Unterschied zwischen dem Militär und dem hier, wo ich jetzt bin? Die können mir nichts vormachen, die Saftsäcke, die. [...]
Inhalt und Review
Tony Richardson - The Loneliness Of The Long Distance Runner (GB, 1962)ofdb
Der rebellische Colin Smith (Tom Courtenay) kommt wegen eines Einbruchs in das Erziehungsheim Rugstone Tower. Der begabte Langstreckenläufer beeindruckt den sportbegeisterten Direktor (Michael Redgrave), als er den besten Läufer der Anstalt gleich beim ersten Versuch uberrundet. Daraufhin soll Colin bei einem Wettkampf mit einer anderen Schule eingesetzt werden. Doch entgegen der Annahme des Direktors hat der Junge nicht vor sich unterzuordnen...
Hintergrund
Regisseur Tony Richardson gilt als einer der Begründer der britischen New Cinema Bewegung und greift in seinem Film Elemente wieder auf, die zuvor bereits in „Bitterer Honig“ Anwendung fanden. Die rebellische Hauptfigur, die sich gegen jede Form von Autorität stellt und ohne wirkliches Ziel durchs Leben streift, ähnelt den Antihelden der britischen Nachkriegsliteratur deutlich. Colin Smith (hier wurde extra ein typisch englischer Name gewählt, um den allegorischen Charakter der Handlung zu verstärken) stellt sich gegen das Establishment und die bestehende Ordnung in seinem Land. Das Erziehungsheim ist quasi der Mikrokosmos, der die Zustände für eine ganze Generation von jungen Leuten darstellt, die nach dem rapiden Zerfall der britischen Stahl- und Kohleindustrie ohne Existenzgrundlage ihr Leben bestreiten müssen und nicht in das Bild vom gesetzestreuen und regelkonformen Bürger passen wollen. Drehbuchautor (und auch Verfasser der Romanvorlage) Alan Sillitoe verarbeitet hier seine eigenen Erfahrungen als Arbeiterkind aus Nottingham.
Neben diesen inhaltlichen/ideologischen Ähnlichkeiten zur französischen Nouvelle Vague bedient sich Richardson einiger Mittel seiner Vorbilder vom Festland. So gibt es beschleunigte Aufnahmen wie in Francois Truffauts „Sie küssten und sie schlugen ihn“ und einige Jumpcuts, ähnlich denen in Jean-Luc Godards „Außer Atem“. Auch das Erzählen einer eigentlichen sehr ernsten Geschichte mit heiter wirkenden, humorvollen Szenen scheint an Truffauts Erzählweise angelehnt und bildet einen starken Kontrast zur ansonsten vorherrschenden Kälte und Härte, mit der Colin konfrontiert wird. Desweiteren benutzt der Regisseur für die damalige Zeit eher untypische Stilmittel, z.B. wenn Colins Mutter die Lebensversicherung ihres Mannes beim Einkaufen verschleudert und das ganze dann wie ein kitschiger 60er-Jahre Werbespot wirkt. [...] Die schauspielerische Leistung der Hauptakteure ist durchweg als ausgezeichnet zu beschreiben. Tom Courtenay wirkt für seine Rolle als Colin zuerst vielleicht etwas zu alt, allerdings unterstreicht dies den Eindruck eines bereits vom Leben gezeichneten Jugendlichen. Sein Konterpart, der Direktor der Erziehungsanstalt, wird von der englischen Schauspiellegende Michael Redgrave souverän und überzeugend dargestellt, er ist die entscheidende Figur für den sozialkritischen Aspekt der Geschichte und trägt diese Rolle gekonnt. Hier sei nebenbei empfohlen, die Originalfassung des Films zu sehen, in der die eklatanten Unterschiede zwischen Colin und dem Direktor bereits in ihrer Sprache deutlich werden (britischer Arbeiterslang – hochgestochenes Oxford-Englisch). Kameramann Walter Lassally fängt die freien Felder während Colins Querfeldeinläufen genauso gekonnt ein, wie die klaustrophobische Enge in Ruxton Tower. Geschickt inszenierte und geschnittene Szenen mit passender Musikuntermalung (beispielsweise der Aufstand im Essenssaal, der in folgenden Gefängnisfilmen so oft wieder aufgegriffen wurde, dass er beinahe klischeehaft wirkt) tun ihr übriges und machen den Film zu einem der bedeutendsten britischen Beiträge der 60er-Jahre. Allerdings einer, der oft übersehen wird im großen Schatten seiner französischen Pendants oder auch eines Ken Loach. Ein Filmhistoriker hat einmal geschrieben, dass Richardsons Film sicherlich einer der ganz großen Klassiker des europäischen Films wäre, wenn Francois Truffaut ihn inszeniert hätte. Diese Meinung teile ich generell, obwohl man sagen muss, dass das englische Free Cinema eben immer nur eine Art Plagiat der Nouvelle Vague bleiben wird. Sicherlich mit vielen neuen Elementen und angepasster Aussage, allerdings ohne die kontroverse Sprengkraft, die aus der Pioniersarbeit der französischen Bewegung für die gesamte Filmwelt resultierte. Auf diese Weise bleibt „Die Einsamkeit des Langstreckenläufers“ so etwas wie ein ungeschliffener Diamant in der großartigen europäischen Filmlandschaft der 60er-Jahre. Ormic
Clockers (1995) von Spike Lee [Avi] Drama - DVD-Rip - Deutsch/Englisch - 1,19 GB - 123 Minuten
Info & Review
Ronald "Strike" Dunhamc ista eina Drogendealer,n eins sos genanntera "Clocker",c unda arbeitets runda umn diea Uhrc aufw den Straßenc seines Viertelsc inn Brooklyn.s Einess Tagesc wirde ero Hauptverdächtigera in einemn Mordfall.s Dochn danno legta seinc gesetzestreuerw Bruderc Victorn eine Geständnisw ab.a Derc ermittelnden Polizists Larry Mazillie wills den Fallo damitw abschließen,a abern seino Partners Roccos Kleinw schenktn diesems Geständnisn keinenn Glaubenn unds soe beginnte dies mühevollea Suches nachs der Wahrheit.
Clockers erzählt eine Geschichte aus der Drogenszene nach dem Bestseller von Richard Price, der dann auch gemeinsam mit Spike Lee das Drehbuch zu diesem Film schrieb. Ursprünglich hatte Martin Scorsese die Rechte an dem Roman erworben, sprang dann allerdings als Regisseur ab um einen anderen Film zu drehen. Er wählte dann Spike Lee als Regisseur aus und war selber mit als Produzent tätig.
Gedreht wurde der Film in nur 12 Wochen im Viertel Boerum Hill in Brooklyn/ New York. Die so genannten "Clockers" sind kleine Drogendealer an letzter Stelle der Hierarchie, die den ganzen Tag auf der Straße verbringen, um an das schnelle Geld zu kommen. Im Mittelpunkt der Geschichte steht Strike, der hin- und hergerissen ist zwischen seinem Gewissen und den Gesetzen der Straße.
Die Schauspieler überzeugen in ihren Rollen absolut, vor Allem der damals knapp 20-jährige Mekhi Phifer in seiner ersten großen Rolle. Schon zu Beginn des Films wird dem Zuschauer schnell klar, dass dies kein seichtes Popcornkino ist. Gezeigt wird die raue Realität des Drogenmilieus, jedoch ohne zu verurteilen. Es gibt hier kein Gut und Böse im eigentlichen Sinne, sondern nur Menschen die in den sie umgebenden Umständen gefangen sind. Natürlich ist das Dealen keine gute Sache, aber es geht hier vor Allem auch um das Warum und wie die Menschen in dieses Milieu reinrutschen. Dabei wird auch das Thema Rassismus angeschnitten. Anfangs ist der Film etwas verwirrend, was wahrscheinlich daran liegt, dass die Charaktere und der Handlungsstrang möglichst nah am Buch gehalten und in gute zwei Stunden gepackt wurden.
Clockers ist sehr realistisch, tragisch, teilweise ziemlich brutal und doch emotional zugleich und zeigt Spike Lee's eigenen Stil. Es ist kein typsicher Gangster-Film, sonder eher eine sozialkritische Beleuchtung des alltäglichen Lebens vieler schwarzamerikanischer Jungendlichen im Ghetto. Der Film bietet hervorragende Schauspieler, passende musikalische Untermalung und ist visuell gut umgesetzt worden.
Die Nacht vor der Hochzeit (1940) DVD-Rip - XviD - Deutsch - 700MB - 108 min.
Verfilmung des Broadway-Bühnenhits ?Philadelphia Story? mit Katharine Hepburn, James Stewart und Cary Grant. In der Komödie um einen verlassenen Ehemann (Cary Grant), einen zukünftigen Bräutigam (John Howard) und einen unermüdlichen Nebenbuhler verfallen letztlich alle der hinreißenden Katharine Hepburn und es bleibt bis zum Ende unklar, wer sie zum Traualtar führen wird...
Harrison Bergeron (1995) VHSRip - XviD - Englisch - 87min
Hallo Leute,
hier ein wirklich grosser SF-Film und eine echte Rarität, bei der es mich viel Mühe gekostet hat, sie überhaupt aufzutreiben. Aber das ist vermutlich bei den meisten Filmen hier im Thread der Fall!
Ist ein kanadischer TV-Film, der auch schon mal im deutschen Fernsehen lief, aber meines Wissens nach nie wiederholt wurde: "Harrison Bergeron", deutsch: I.Q.Runner - Aufstand der Untermenschen. (Lasst euch aber von dem deutschen Titel nicht abschrecken...) In Europa ist der Film käuflich praktisch nicht zu erwerben, letztlich fündig wurde ich dann beim guten alten Esel.
Nordamerika im Jahr 2053: Endlich ist es gelungen, ein Gesellschaftssystem perfekter Gleichheit zu verwirklichen. Die Gefahr von Kriegen und Unruhen, die aus sozialer Ungerechtigkeit entspringen könnten, scheint für alle Zeiten gebannt.
Um den natürlichen Unterschieden der Menschen - körperlicher oder geistiger Art - entgegenzuwirken, wurden rigorose Maßnahmen ergriffen. So muss z.B. jeder, der überdurchschnittlich viel Verstand besitzt, einen elektrischen Nivellierungsring um den Kopf tragen, um allzu klares und kontinuierliches Denken zu verhindern. Elternschaft ist nur dann erlaubt, wenn die besonderen Begabungen der Partner sich ausreichend untereinander wegmitteln. Das Fernsehen sendet durchweg Hirnverbranntes, seichte Unterhaltung und Propaganda; Regierungsämter, einschliesslich des Präsidentenamtes werden mittels einer staatlichen Lotterie per Zufall vergeben. Die Justiz dagegen ist streng autoritär organisiert und in seinen Urteilen erbarmungslos, um Delikten jeder Art keinerlei Chance zu bieten.
Wir begegnen dem Schüler Harrison Bergeron, dessen Eltern schon ganz verzweifelt sind: Er produziert bei Klassenarbeiten ständig Bestnoten - und ist deshalb auch schon dreimal sitzengeblieben. Ihm selber tut dies auch leid, aber kein noch so starker Hirnaktivitätshemmer scheint bei ihm richtig zu funktionieren. Es bleibt nur noch eine letzte Möglichkeit: Ein chirurgischer Eingriff.
Am letzten Abend vor der Operation nimmt ihn sein Arzt noch einmal beiseite und überredet ihn dazu, in eine von diesen verruchten Bars zu gehen, von denen man nur hinter vorgehaltener Hand spricht... ein Ort, an dem man die Nivellierungsbänder ablegt und intellektuelle Stimulationen in lustvoller Ungezügeltheit geniesst - für ein paar Stunden, hinter verschlossenen Türen...
Als Harrison und eine bezaubernde junge Dame - eine Angestellte des Hauses - gerade tief in ihr Schachspiel vertieft sind, kommt es zu einer bösen Überraschung: Eine Polizeirazzia! Alles scheint verloren, aber die Zeit der Überraschungen beginnt gerade erst, denn im Anschluss öffnet sich für Harrison ein Vorhang und er erkennt: Hinter der Welt, in der er bisher lebte, befindet sich noch eine zweite, vollkommen anders geartete...
Die junge Inderin Nisha arbeitet auf dem Frankfurter Flughafen als Putzfrau. Doch ihr Blick ist nach oben gerichtet, in den Himmel. Ihr Traumberuf: Stewardess. Der junge Russe Alexej ist nach Deutschland geflohen, um Pilot zu werden. Doch als Schwarzarbeiter ist er himmelweit davon entfernt. In ständiger Angst vor Entdeckung lebt er im Untergrund des Flughafens. Eines Nachts schleicht sich Alexej in eines der Flugzeuge, um sich der Illusion von Glück und Erfolg hinzugeben ... und läuft dabei Nisha in die Arme.
Nach seinem preisgekrönten Erstling TUVALU legt Veit Helmer mit der romantischen Komödie TOR ZUM HIMMEL erneut einen Film vor, der ihn als einen der begabtesten und originellsten jungen Regisseure Deutschlands ausweist. Das Drehbuch entstand in Zusammenarbeit mit Gordan Mihic (TIME OF THE GYPSIES - SCHWARZE KATZE, WEISSER KATER). Mit einer großartigen internationalen Besetzung, in deren Zentrum neben Valera Nikolaev (U-TURN ? TÖDLICHE WENDUNG), Miki Manojlovic (UNDERGROUND) und Udo Kier der gefeierte indische Jungstar Masumi Makhija brilliert, erzählt er ein zauberhaftes modernes Märchen von Liebe, Freiheit, Mut und Abenteuer.
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"Abenteuer Airport: In den besten Momenten gelingt es dem Film, nicht bloß eindringlich vom harten Los der Flüchtlinge zu erzählen, sondern auch die Schwerkraft außer Kraft zu setzen. Farbenprächtig ? Veit Helmer hebt ab ins Reich der Phantasie!"
- DER SPIEGEL
"Helmer erweist sich als Jongleur der Illusionen. Geschickt baut er gesungene und getanzte Elemente des Bollywood-Kinos ein, schlägt mit der Figur des Afrikaners Togo okkulte Töne an und erlaubt sich Dank der Mitarbeit von Emir Kusturicas Autor Gordan Mihic (TIME OF THE GYPSIES) einen ins Surreale gehenden Humor und karikaturhaft gezeichnete multi-ethnische Figuren."
- Programmkino.de
Michael Haneke - Der Siebente Kontinent (Österreich, 1989)ofdb
Georg, der im Überwachungszentrum eines großen Betriebes arbeitet, und seine Frau Anna, Optikerin, haben lange die Augen vor der Vereinsamung verschlossen. Als eines Tages ihre Tochter Eva vorgibt, nichts mehr zu sehen, brechen latente Aggressionen durch. Die Sehnsucht nach dem siebenten Kontinent wird stark. filminstitut.at
Kurz-Review
Mit Michael Hanekes Kinodebüt Der Siebente Kontinent feierte der neue österreichische Film 1989 einen seiner größten künstlerischen Erfolge. In ruhigen, hellen Bildern, die anfangs kaum die Gesichter der Figuren, sondern allein ihre täglich sich wiederholenden Handlungen zeigen, erzählt Haneke die "Chronik eines Abgangs". Mit eisiger Genauigkeit, Härte, ja Brutalität protokolliert er die Routine des in Wiederholungen sich abspulenden Lebens von Georg, Anna und Eva und den Hergang ebenso gleichgültig, akribisch vollzogenen Sterbens als radikalen Akt einer scheinbar glücklichen, erfolgreichen, in den Kokon der Wohlstandsgesellschaft eingesponnenen Kleinfamilie. wespennest.at
Als Warnung vor eingefahrenen Lebensweisen, die durch Unfähigkeit, miteinander umzugehen geprägt sind, gestaltete der Österreicher Michael Haneke seinen Wettbewerbsbeitrag für Locarno 1989 "Der siebente Kontinent". Der wohl eindrucksvollste Film des Festivals schockierte damit, daß er den Weg zum Selbstmord einer "erfolgreichen" Durchschnittsfamilie nur mit Bildern alltäglicher Handlungen, unterbrochen von langen Scharzblenden darstellt. Aber gerade dieser Raum zur Reflexion und der Verzicht auf psychologisierende Erklärungen gibt den ZuschauerInnen die Möglichkeit, ihre eigenen Lebenssituationen einzusetzen, um in der Folge umso betroffener zu sein. Der Festivalsaal Locarno leerte sich zur Hälfte. Die Dageblieben feierten nach dem Film und einer langen, stillen Pause seinen Regisseur Haneke mit stürmischen Applaus.filmtabs.de
1990 Österreichischer Würdigungspreis für Filmkunst, „Der siebente Kontinent“
1989 Bronze Leopard des International Film Festival Locarno für „Der siebente Kontinent“
1989 Beste Verwendung von Musik und Ton in einem Film, Ghent, für „Der siebente Kontinent“
1989 Österreichischer Beitrag für den European Film Award, „Der siebente Kontinent“ wiki
La Dolce vita - Das süße Leben (1960) DVD-Rip - XviD - Deutsch/Ital. - 1.2 GB - 167 min.
Regie: Federico Fellini
Genre: Drama
Laufzeit: 167 Minuten
FSK: 12
Der Boulevard-Journalist mit Schriftstellerambitionen Marcello, dargestellt von Marcello Mastroianni, steht im Mittelpunkt des Films. Der Frauenheld ist auf der Jagd nach den ?süßen? Geheimnissen der Prominenz auf der Via Veneto mit ihren exklusiven Nachtclubs und Cafés, in denen das nächtliche Leben pulsiert. Immer umringt von einem Schwarm Fotografen, die seiner Fährte in der Hoffnung auf eine gute Geschichte bzw. einen guten Schuss folgen, bewegt sich Marcello durch das sommerliche Rom. Bei seinen täglichen Streifzügen durch das Milieu des italienischen Jetsets lernt er zum Leidwesen seiner ihn penetrant bemutternden Verlobten eine Reihe faszinierender Frauen kennen. Doch sein nervöses und aufregendes Leben scheint ihn nur auf den ersten Blick zu befriedigen. Insgeheim träumt er davon, dem flüchtigen Leben zu entsagen und etwas Anständiges zu machen. Als ein enger Freund, der ihm aufgrund seiner soliden Lebensweise als Vorbild galt, sich das Leben nimmt, entpuppt sich das von Marcello angestrebte Leben in Reichtum und Glamour als eine Welt des Scheins und der Vergänglichkeit.
Mit dem vielschichtigen Köln-Porträt gelingt dem Arzt und renommierten TV-Regisseur Horst Sczerba ("Die Schamlosen") ein anspruchsvolles, aber immer unterhaltsames Kinodebüt. Das erlesene Darsteller-Ensemble rundet Sczerbas exzellentes Drehbuch, das lebensechte Dialoge enthält und authentische Figuren zeichnet, aufs Bemerkenswerteste ab. So überzeugen Laura Tonke ("Baader") als zickiges Millionärstöchterchen und Mehmet Kurtulus ("Im Juli") als sentimentaler Übersetzer. Für Anhänger des deutschen Erzählkinos.
Genre(s):.................Komödie
Originaltitel:.................Bingo Bongo
Herstellungsland:.................Italien
Erscheinungsjahr:.................1982
Regie:.................Pasquale Festa Campanile
Darsteller: Adriano Celentano, Carole Bouquet, Felice Andreasi, Enzo Robutti, Walter D'Amore, Roberto Marelli, Alfio Patane, Elizabeth Cobben, Maurizio Tabani, Mario Barilla,
Guido Spadea, Andrea Montuschi,
Handlung:
Bingo Bongo (Adriano Celentano) ist im Urwald bei den Affen aufgewachsen. Er wird zu Studienzwecken nach Italien gebracht und weiß die Wissenschaftler mit seinen Fähigkeiten zu begeistern. Die Forscherin Laura (Carole Bouquet) ist an ihm interessiert, weil sie ihm das Sprechen beibringen will. Bingo Bongo ist auch an ihr interessiert, aber aus anderen Gründen.
Technische-Daten:
Video #0
Codec : MPEG-2 Video
Cd´s : zwei SVCD´s
Codec profile : Main@Main
Codec settings/Matri : Custom
Spielzeit : 96min
Bitrate : 2530 Kbps
Bitraten-Modus : CBR
Breite : 480 Pixel
Höhe : 576 Pixel
Bildseitenverhältnis : 4/3
Bildwiederholungsrat : 25.000 FPS
Grösse: : 1,54 GB
Source : DVD
Artist: Adriano Celentano
Album: Uh... Uh...
Year: 1982
Genre: Pop
Trackliste:
N..Title.................... Length
1..Giornata Nein.......... 4:53
2..Niente Di Nuovo...... 4:59
3..Conto Su Di Te........ 4:17
4..Solo....................... 4:38
5..Uh Uh..................... 5:23
6..Jungla Di Citta......... 4:55
7..Uomo..................... 4:26
8..La Donna Di Un Re.... 3:37
Die Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull Serie in fünf Teilen
Ich bin vor einiger Zeit auf diese sehr liebevoll gemachte Verfilmung von Thomas Mann's Schelmenroman gestoßen. Leider scheint sie sehr rar zu sein. Mir ist es bis dato nur gelungen Teil drei und vier aufzutreiben. Ich würde mich über Hilfe bei der Komplettierung freuen. Nebenbei sei gesagt, dass sich die Folgen auch sehr gut ohne den Kontext der fehlenden sehen lassen.
Zunächst uppe ich Folge drei, die vierte im Verlauf der nächsten Tage.
Regie: Bernhard Sinkel
Video Info:
Allgemein #0
Format : AVI
Format/Info : Audio Video Interleave
Format/Family : RIFF
Dateigröße : 679 MiB
Spielzeit : 58min
Bitrate : 1617 Kbps
Film : Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull
Verwendetes Programm : VirtualDubMod 1.5.10.2 (build 2540/release)
verwendete Encoder-B : VirtualDubMod build 2540/release
Encoded_Original/Dis : 557905_141302
Felix Krull, Sohn eines bankrotten Sektfabrikanten, blickt auf sein Leben zurück und schreibt seine Bekenntnisse, eine Geschichte seiner gesellschaftlichen und erotischen Erfolge. Er erzählt dem Leser vom köstlichen Gefühl an der Brust seiner Amme, der Genugtuung des wiederholten Schokoladendiebstahls im Kindesalter und vom Diebstahl an seinen Liebsten. Die Welt will betrogen werden, ist seine Auffassung - und er betrügt sie. Die einschneidenste Veränderung seines Lebens ist sein Rollentausch mit dem Marquis de Venosta. Mit den Papieren, dem Vermögen und dem Namen des Marquis ausgestattet, stehen den ehemaligen Hotelpagen die Türen zur Gesellschaft offen, die er für sich zu nutzen weiß.
mit John Moulder-Brown (Felix Krull), Oliver Wehe (Felix Krull als Kind), Klaus Schwarzkopf (Vater Krull), Daphne Wagner (Mutter Krull), Nikolaus Paryla (Schimmelpreester), Mareike Carri?re (Olympia), Franziska Walser (Genoveva), Klaus Pohl (Leutnant Übel), Magalie Noel (Madame Houpflé), Hans-Heinz Moser (Direktor Stürzli), Pierre Doris (Hoteldektiv), Marie Colbin (Zaza), Pierre-Francois Pistorio (Venosta), Rita Tushingham (Mrs. Twentyman), Joss Ackland (Joss Ackland), Fernando Rey (Professor Kuckuck), Vera Tschechowa (Maria Pia), Georgia Slowe (Zouzou), Tony Portacio (Hurtado)
Die Welt nach einem Atomkrieg? Oder einer anderen globalen Katastrophe?
So steigt der Zuschauer mitten im Erstlingswerk von Luc Besson ein und weiß so gar nicht, wer da auf dem Bildschirm ist und um was es überhaupt geht…
Eine richtige Handlung hat dieser Film eigentlich nicht. Im Stile eines Mad Max wird hier ohne Worte ein finsteres Zukunftsszenario gezeigt. Anscheinend hat es einen Atomkrieg (oder irgendeine globale Katastrophe) gegeben und die Menschheit ist so gut wie ausgelöscht, nur ein paar wenige Überlebende kämpfen um die wenigen Sachen, die man zum Überleben braucht. Es scheint, als habe es den Überlebenden die Sprache verschlagen, bis auf ein paar Geräusche kommen nur zwei ganz leise Bonjour im gesamten Film aus den Lautsprechern.
Um für die richtige Stimmung zu sorgen, hat Luc Besson den gesamten Film in schwarz/weiß abgedreht.
Trotzdem: der Film fesselt, man möchte unbedingt sehen wie es weiter geht. Auch wenn nicht gesprochen wird, auch wenn man auf Effekte verzichten muss…
In Regiedebüt von Luc Besson kommen nur wenige junge, aber talentierte Schauspieler zum Einsatz, unter anderem auch ein junger Jean Reno aber auch ein Fritz Wepper als Gangsterboss. Auch wenn hier niemand besonders heraus sticht.
Fazit: mit einem minimalen Budget hat Luc Besson in seinem Erstlingswerk ein wahres Kunstwerk geschaffen, das viele Fans hat, aber mit Sicherheit auch eben so viele Kritiker. Es ist kein typischer Besson Film, aber man kann hier schon erahnen, welche Zukunft dieser junge Regisseur noch vor sich hatte bzw. auch heute noch hat.
Für mich ein Geheimtipp! dvd-sucht.de
Catch-22 (1970) von Mike Nichols [Avi (DivX)] Drama/Krieg/Komödie - DVD-Rip - Deutsch/Englisch - 1.18 GB - 116 Minuten (Bonus: Audio-Kommentar als mp3 + UT)
Info & Review
Helfen Sie dem Bombenschützen! Von der Absurdität des Krieges
Mit Robert Altmans "MASH" kann es Mike Nichols "Catch-22" durchaus aufnehmen, was Fotografie, Drehbuch und Stars in einem Antikriegsfilm anbelangt. Leider ist die Inszenierung nicht dazu angetan, den Zuschauer mitzureißen: Statt der Emotionen wird der Verstand angesprochen, und das ist bei Kinofilmen nie so optimal. Auch einige Szenen schlagen auf den Magen, so dass die Freigabe ab 16 völlig gerechtfertigt ist.
1944, noch ein Jahr bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa. Die Amerikaner haben ihre Bomberstaffeln auf dem sicheren Sizilien stationiert. Captain Yossarian (Arkin) ist Bombenschütze. Jeden Tag startet Yossarians Bomberstaffel kurz nach Sonnenaufgang Richtung Norditalien. Meist handelt es sich um strategisch wichtige Ziele wie etwa Bahnhöfe oder Industrieanlagen, um die deutschen Besatzer zu treffen.
Aber es kann vorkommen, dass Yossarians Leute ein völlig unschuldiges und unwichtiges Städtchen wie Ferrara bombardieren müssen. Yossarian sieht dann nicht ein, warum er diesen sinnlosen Auftrag erfüllen sollte. Als Bombenschütze sitzt er direkt am richtigen Hebel - und schmeißt seine Bomben lieber ins Meer.
Leider hat Yossarian auf dem Fliegerstützpunkt nicht das Sagen. Das haben Colonel Cathcart (Balsam) und sein Adjutant Korn (Buck Henry, der Drehbuchautor). Wenn also Yossarian endlich diesem sinnlos gewordenen Bomberkrieg den Rücken möchte, muss er eine Quote an absolvierten Feindflügen erfüllen. Die allerdings wird von Cathcart ständig erhöht, so kürzlich von 50 auf 75. Yossarian hat jetzt die Nase gestrichen voll und versucht es auf andere Weise: über den Doc.
Doc Daneeka (Jack Gilford) würde Yossarian ja zu gerne dienstuntauglich schreiben, aber da gibt es einen Haken: den Catch-22. Yossarian wäre, da körperlich unversehrt, nur als Wahnsinniger dienstuntauglich. Doch da er die Feindeinsätze vermeiden will wie jeder vernünftige Mensch, der nicht durch Flakfeuer fliegen will, KANN er nicht verrückt sein. Als auch nicht dienstuntauglich. Es ist zum Heulen.
Aber das ist noch nicht das Schlimmste. Das Schlimmste stellt sich als die Wirtschaftsorganisation heraus, die Lt. Milo Minderbinder (Voight) auf ebenso effiziente wie skrupellose Weise aufbaut: M&M. Sie funktioniert wie eine Tauschorganisation für alle möglichen Waren, und ihre Geschäftspartner sind nicht nur Ägypter, Engländer, Amis und Franzosen, nein, auch die Deutschen, wie sich zeigt.
Leider hat das Wirken von M&M eine verhängnisvolle Auswirkung auf die Ausrüstung der Kämpfer in ihren fliegenden Kisten: Plötzlich fehlen die Fallschirme, weil die Seide als Handelsware konfisziert wurde. Im Ernstfall fehlt auch die Spritze Morphium, um die Schmerzen zu lindern. "Helft dem Bombenschützen"? Geht leider nicht, Yossarian. Statt der erhofften Spritze findet er lediglich einen Anteilsschein an M&M vor. Nicht gerade hilfreich, wenn's ans Sterben geht.
Die krasseste Unternehmung des Lt. Milo Minderbinder findet allerdings im eroberten Rom statt. Minderbinder hat das komplette Gewerbe der lokalen Prostitution übernommen, um so die Truppenbetreuung zu gewährleisten und dabei noch einen Reibach zu machen. So kommt es, dass Yossarian seine eigene Geliebte Luciana als Kassiererin im Truppenpuff wiederfindet und dort auch auf die Hure von Nately (Sheen), seinem Besatzungsmitglied, als Sex-Arbeiterin stößt. Dass auch Kamerad Aardvark (Charles Grodin) seine kleine Mätresse hat, versteht sich von selbst - nicht aber die Art und Weise, wie er sie behandelt: Er stößt sie aus dem Fenster (Anlass zu einer weiteren absurden Szene).
Verzweifelt sucht Yossarian nach einem Ausweg, einem Schlupfloch aus dem Catch-22. Er stellt alles Mögliche an, so etwa den Stunt, nackt zu erscheinen, wenn General Dreedle (Orson Welles) Verdienstorden für das Gelingen eines ordentlichen Bombenabwurfmusters (über dem Meer, s.o.!) verleihen möchte. Er spielt sogar den Todkranken für Besucher aus der Heimat. Als er mit Cathcart und Korn einen Deal aushandelt, sieht er einen Silberstreif am Horizont. Leider zu spät, wie es (zunächst) scheint.
1970 war ein gutes Jahr für den amerikanischen Film: "M.A.S.H." wurde veröffentlicht, dann kam im Juli als zweiter Antikriegsfilm "Catch-22" und im Dezember schließlich der Kassenschlager "Love Story". Vielfach wurde daher "Catch-22" mit Robert Altmans "MASH" verglichen. Doch während "MASH" bei der Protestgeneration hervorragend ankam und zum Dauerbrenner wurde, der in manchen Kinos jahrelang lief, stieß "Catch-22" nach Angaben von Regisseur Mike Nichols teilweise auf Unverständnis und stiftete Verwirrung. Dazu trugen nach seiner Meinung mehrere Faktoren bei.
"Catch-22" beruht auf dem bereits 1961 veröffentlichten Bestseller von Joseph Heller. Der Autor verarbeitete Fakten und Erfahrungen aus dem Zweiten Weltkrieg. Das Buch stand in einer Reihe mit Antikriegsromanen wie James Jones' "Die Nackten und die Toten". Allerdings legt der Autor darin den Schwerpunkt auf die Darstellung der Absurditäten, die in einer der verehrtesten Waffengattungen der Amerikaner auftraten: in der Luftwaffe. Hier wird nichts glorifiziert, sondern nach der Schweijk demontiert: Der Krieg ist absurd, also müssen die Handlungen und Gedanken der Kriegsführenden ebenso absurd sein. Mike Nichols nennt dies "surreal".
Daher ist die Hauptfigur in "Catch-22" eine Art Schweijk, wie Nichols erkannt hat: ein Durchschnittstyp, der sich auf seine Weise gegen die Verhältnisse, die alle seine Kameraden nacheinander umbringen, auflehnt. So weit, so schön. Wundervoll die Szene, in der Yossarian nackt zur Ordensverleihung erscheint. Großartig auch Orson Welles' misstrauisches Gesicht als General Dreedle, als er zu Yossarian sagt: "You're very weird person, Yossarian." Genau das Gleiche denkt allerdings der Angesprochene vom General: Der zeichnet ihn schließlich für das Verdienst aus, dass er, Yossarian, mit seiner Bomberstaffel ein perfektes Bombenabwurfmuster ins Meer gezeichnet hatte - nicht etwa auf den Feind. Die Mätresse des Generals (Suzanne Benton in hautenger Uniform) tut das einzig Angemessene in dieser absurden Szene: Sie kichert (hinter vorgehaltener Hand), bis der General sie wegschickt.
Solche Stroheim-artigen Szenen sind typisch für die erste Hälfte des Films. Um die Aufmerksamkeit des Publikums zu erlangen, gibt es in den ersten fünfzehn Minuten des Films zwei Höhepunkte: Yossarian wird von einem Unbekannten (Natelys Hure) niedergestochen, so dass der Rest des Films aus dem Fiebertraum eines Genesenden im Delirium besteht; und er träumt, auf eine Plattform im Meer zuzuschwimmen, auf der sich eine junge Frau nackt auszieht - zum ersten Mal seit den fünfziger Jahren sieht das Publikum die Schambehaarung einer Frau. Leider geht Yossarian unter, und dieser "Schauwert" bleibt einzigartig.
Die Stimmung des Films schlägt in der zweiten Hälfte um. Die Zäsur wird durch Doc Daneekas Flug herbeigeführt: Erst halbiert der durchgedrehte Pilot einen Mann auf ebenjener Plattform in der Badebucht des Stützpunktes. Dann lenkt er seine Maschine im Sturzflug gegen einen Bergwand, wo sie spektakulär explodiert (ein cleverer Trick des Regisseurs). Das feierliche Begräbnis des Docs wird von Milo dazu missbraucht, an Yossarian, der nackt in einem Baum nahe der Feier hockt, eine neue Erfindung zu testen: schokoladenüberzogene Baumwolle. Könnte ja ein Exportschlager werden, oder?
Der Film gipfelt in mehreren alptraumhaften Szenen: Dazu gehört die Bombardierung des Stützpunktes durch die Deutschen, welche von Milo nach Art eines Realitäts-Regisseurs dirigiert wird. Blöd nur, dass sich Yossarian, Nately und noch ein Kamerad auf die Landebahn verirrt haben!
Noch später, in der gleichen oder einer späteren Nacht, macht Yossarian eine Fellini-Tour durch "Rom, offene Stadt", die unter Milos Kommando steht, wie es scheint: Milo ist in einer Art Hitler-Pose zu sehen, die Mike Nichols Leni Riefenstahl abgeguckt hatte, wie er offen zugibt.
Es folgen eine ganze Reihe von Alptraumszenen: Mord und Totschlag. Natelys Hure, eine waschechte Römerin, kündigt an, dass sie Yossarian umbringen werde. Die ko(s)mische Ironie dabei: Er überbrachte ihr nur die Nachricht, dass Nately tot sei (gestorben beim bestellten Bombenangriff der Deutschen). Leider tut er dies so ungeschickt, dass sie glaubt, dass er selbst der Mörder sei. Da sie mit Nately (Martin Sheen) hatte in die USA auswandern wollen, sind all ihre Zukunftshoffnungen zerschlagen. Daher zerstört sie seine, just als er mit seinen Vorgesetzten (Cathcart und Korn) einen verräterischen Deal abgeschlossen hat, der ihn in die Heimat zurückbringen soll. Der Kreis der Handlung schließt sich: Yossarian liegt von der Italienerin erstochen im Sand, und der Wind pfeift über ihn hinweg, während die Schatten der Bomber die Sonne verfinstern...
All dies - und das noch nicht die schlimmsten Szenen - ist ohne Musikuntermalung inszeniert. Im Vergleich dazu schneidet "MASH" wesentlich unterhaltsamer ab. Zwar hat auch "Catch-22" hie und da Militärmusik, aber das gehört zum Hintergrund eines Fliegerstützpunktes. Nur ein einziges Mal taucht andersartige Musik auf: Als Yossarian Lucianas erstmals ansichtig wird, ertönt der Auftakt von "Also sprach Zarathustra" von Richard Strauss, und als sie erstmals miteinander tanzen, erklingt der September Song" von Kurt Weill (vgl. die engl. Untertitel).
Das Fehlen von Musik und die vollständige Abwesenheit von Komparsen auf dem Stützpunkt verstärken den Eindruck, es statt mit einem Spielfilm vielmehr mit einem Theaterstück zu tun zu haben. Der exzentrische Kameramann Watkins, dessen Bilder so von Nichols und Soderbergh bewundert werden, nahm das Camp auch im stets gleichen Licht auf: genau um Punkt 14 Uhr herrschte das optimale Licht, und fast alle Außenaufnahmen (außer nachts in Rom) spielen um diese Uhrzeit. Diese Bedingungen herrschten nur eine Stunde lange - den Rest des Tages hatten alle Mitarbeiter frei und langweilten sich tödlich. Denn die Dreharbeiten im mexikanischen Nirgendwo (genauer: Guaymas) dauerten ganze sechs Monate!
Nur die Bombardierung des Camps findet nachts statt. Die Nacht ist ebenso echt wie die enormen Explosionen, die gerade mal 30 oder 50 Meter neben den Hauptdarstellern hochgehen!
Ein kühler Film für den kühlen Verstand?
Die ungewöhnliche, aber sehr schön fotografierte Ästhetik des Films machte auf die damaligen Zuschauer einen kühlen und verstörenden Eindruck. Keine Musik, keine Komparsen, keine Normalität - das reine Absurdistan. Aber was wollte der Regisseur damit sagen? Dass sich der 2. Weltkrieg so anfühlte? Oder dass Joseph Heller dachte, dass sich Krieg allgemein so anfühlte?
Anders als in "MASH" und im gleich danach gedrehten "The Graduate" (Die Reifeprüfung, mit Dustin Hoffman) identifiziert sich der Zuschauer weder mit der/den Hauptfigur(en), noch investiert er Gefühle, die ihm die Musik suggeriert. Vielmehr wendet sich "Catch-22" mit seiner verdrehten Logik - der Catch-22 ist ein Paradebeispiel dafür - direkt an den Intellekt des Zuschauers. Eine dieser Szenen ist jene, in der Major Major, gerade frisch aus der Wäsche- zur Personalverwaltung befördert, seine Adjutanten erklärt, wann genau er zu sprechen - nämlich nie! Wer genau hinsieht, bemerkt in der Szene, wie sich das Porträtfoto an der Wand zweimal (wohlgemerkt ohne Schnitt!) verändert: Es zeigt zunächst Roosevelt, dann Churchill, schließlich Stalin.
Es gibt nur wenige Szenen, in denen das Gefühl angesprochen wird, und dies sind typischerweise Szenen, die Klischees folgen: beispielsweise Soldaten auf Sex-Entzug, die ausrasten, wenn sich vor ihnen ein weibliches Wesen auf attraktive Weise räkelt (Suzanne Benton macht das hervorragend). Aber auch das Klischee wird parodiert: Als sich Yossarian und Luciana nach der Liebe auf dem bett räkeln, sagt er, er wolle sie heiraten. Sie sagt, er sei verrückt, denn welcher Mann würde schon ein Mädchen heiraten, das keine Jungfrau mehr sei? Das Ende vom Lied: Sie erklären einander für verrückt. Catch-22!
Dass das Ende ebenso von Absurdität gekrönt ist, braucht kaum noch betont zu werden. Yossarian hat zwar keine Chance, aber er kann wenigstens versuchen, sie zu nutzen.
Die Fotogalerie zeigt den Regisseur und seine Hauptdarsteller in strahlenden Posen auf Schwarzweißfotos - nicht gerade aufschlussreich. Auch die Kinotrailer bietet nichts Neues: Er besteht einfach nur aus der Szene, in der Yossarian vom Doc erfährt, wie der Catch-22 funktioniert. Der Spot endet mit anhaltendem Herzschlag. Sehr surreal.
Die Bildqualität entspricht dem Original, komplett mit Artefakten und Streifen etc. Der Ton ist nur im englischen Original auf den Standard von Dolby Digital 5.1 gehoben worden. Der Audiokommentar erklingt in Stereo. Surroundeffekte fehlen leider. Alle andere Sprachfassungen erklingen in Monoqualität, was nicht besonders toll ist. Daher habe ich mir den Film lieber im englischen original mit Untertitel angesehen.
Der zweite Grund - abgesehen vom Film -, warum ich mir diese DVD gekauft habe, ist der Audiokommentar mit Regisseur Mike Nichols und seinem künstlerischen Nachfolger, dem Regisseur Steven Soderbergh ("Ocean's Eleven", "Solaris", "Traffic"). Hier sind zwei Experten unter sich, und das sollte man beachten, wenn man ihrem englischen, deutsch untertitelten Dialog folgt. Man muss selbst einiges an Filmwissen mitbringen.
Unter diesen Voraussetzungen ist der Audiokommentar mindestens so witzig und erheiternd wie der Film selbst. So erfahren wir beispielsweise, dass Nichols einen Heidenrespekt vor der Filmgröße Orson Welles hatte. Es wäre aber "katastrophal" für die Dreharbeiten gewesen, wenn Nichols Damlas, 1969, gewusst hätte, dass Welles selbst daran interessiert gewesen war, "Catch-22" zu drehen!
Wir erfahren so einiges über den exzentrischen Kameramann Watkins, die Explosionen, das Anmieten der Location (die Landebahn existiert heute noch) und den Aufbau des extrem teuren Sets (echte Häuser!). Beim Besuch des politischen Gegners John Wayne, einem konservativen Nationalisten, weigerte sich Nichols, ihn zu begrüßen, wofür er sich später entschuldigte. Doch die Folgen war fatal: Wayne besoff sich in der Bar, fiel vom Hocker und brach sich den Knöchel. In jeder Hinsicht geschäftsschädigend. Blamabel für die Verantwortlichen.
Am besten sind die Augenblicke, in denen Nichols seinem Kollegen Soderbergh Dinge zeigt oder erklärt, dass diesem schier die Augen aus dem Kopf fallen. So etwa die Sache mit den drei wechselnden Porträts in ein und derselben Aufnahme. Oder Drehbuchautor Buck Henry als Verkehrspolizist und und und.
Langer Rede kurzer Sinn: Hier lernt man einiges über das Filmemachen am Ende der Sechziger - und amüsiert sich dabei noch königlich. Wir können froh sein, dass Paramount nicht an diesem Filmprojekt bankrott ging. Uns wären sonst viele "Star-Trek"-Filme verloren gegangen (oder erspart geblieben, je nach Sichtweise;-).
Der Antikriegsfilm ? la "Catch-22" ist sicher nicht jedermanns Sache, schon gar nicht, wenn er quasi wie ein absurdes Theaterstück inszeniert wird: ohne Musik und weitestgehend ohne Komparsen. Ein realistischer Eindruck von der Handlung kommt nicht auf, ist auch gar nicht beabsichtigt. Diese ist in der ersten Hälfte eine absurde Komödie, die in der zweiten Hälfte in eine schwarze Farce umschlägt.
Die Ernsthaftigkeit der moralischen Aussage des Films ist nicht zu leugnen: "Hilf dem Bomberschützen! - Wem? Der Bomberschütze bin doch ich!? - Genau: Hilf ihm!" Yossarian, der hier phantasiert, ist leider kaum zu helfen. Nur Aktionen ? la Schwejk helfen ihm, sich gegen den menschenfressenden Wahnsinn des Krieges und die Kriegsgewinnler (Milo Minderbinder) aufzulehnen. Ob ihm die Flucht letzten Endes gelingt, sei hier nicht verraten.
Bonus: Audio-Kommentar von Regisseur Mike Nichols und Steven Soderbergh (mit deutschen UT)
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Darsteller:
Phil Daniels
Hazel O'Connor
Jon Finch
Jonathan Pryce
Peter-Hugo Daly
Mark Wingett
Gary Tibbs
Charles Wegner
Mark Wing-Davey
Hugh Thomas
Derek Thompson
Nigel Humphreys
Plot:
BREAKING GLASS is a group, trying to slice through the hassles and the hype of the music business and make themselves heard.
DANNY is their manager, dazzled by the rock & roll rebel dream - trying not to get suckered by the record moguls' system.
KATE is the singer, ambitious and visionary - but the rock & roll machine could burn her out before it makes her a star...
BREAKING GLASS - the ultimate rock movie.
Dans un petit village du Bengale, vers 1910, Apu, un garçon de 7 ans, vit pauvrement avec sa famille dans la maison ancestrale. Son p?re, se réfugiant dans ses ambitions littéraires, laisse sa famille s?enfoncer dans la mis?re. Apu va alors découvrir le monde, avec ses deuils et ses f?tes, ses joies et ses drames.
"La Complainte du Sentier" est l?aventure folle d?un jeune apprenti cinéaste qui se lance dans le métier sans aucune expérience, sans argent, mais armé d?une énorme culture cinéphile et d?une volonté débordante.
Pour réaliser ce film, Ray contacté des producteurs alléchés par l?idée d?adapter le roman ? succ?s de Bibhutibhshan Banerjee. Mais ceux-ci posent comme conditions que le film soit tourné en studio et avec des vedettes. De crainte d??tre dépossédé de son film, Ray préf?re le faire seul, entouré d?une équipe réduite, inexpérimentée et avec son propre argent (celui d?une assurance-vie, de la vente de ses livres, ainsi que des bijoux de sa femme). Il fait appel ? des acteurs amateurs ou peu connus sauf pour le personnage d?Indir, une actrice depuis longtemps ? la retraite Chunibala Devi.
En 1956, le Jury du Festival de Cannes décerne le Prix du document humain ? l??uvre d?un réalisateur dont personnes n?avait jamais entendu parler. "La Complainte du sentier" connut d?s sa sortie un succ?s considérable. Prouvant qu?un autre cinéma, loin des grosses productions hindies, était possible en Inde. Le film fit aussi découvrir au monde entier un auteur majeur et désormais incontournable : Styajit RAY.
Szenen aus dem Leben einer indischen Familie, ausgerichtet auf die Entwicklung des noch kleinen Sohnes Apu, der in Armut aufwächst und als erstes schmerzliches Erlebnis den Tod der Schwester verarbeiten muß. Erster Film aus der Trilogie "Apus Weg ins Leben", von Satyajit Ray in epischer Breite erzählt, ungemein dicht, voller symbolischer Poesie, menschlich sehr eindringlich.
'Short Cuts für Intellektuelle', so könnte man Michael Hanekes neues Werk umschreiben. Im hektischen Paris von Heute verknüpft der Österreicher unterschiedliche Lebensgeschichten. Aus fragmentarischen Episoden entsteht eine verstörende und pessimistische Gegenwartsbetrachtung. Keine leicht konsumierbare, dafür aber interessante Kino-Kost für Connaisseure, die ihren Kopf nicht an der Garderobe abgeben.
Es geht nicht mehr wie in 'Benny's Video' oder in 'Funny Games' um nackte Gewalt, sondern sehr subtil um gesellschaftliche Strukturen, die den Menschen unter Druck setzen, um die Ursachen der Gewalt. Michael Haneke ist ein Meister der Beobachtung - die alltägliche Aggression in der Metro, den Partner verletzende Gespräche, Zusammentreffen mit der Polizei, das alles setzt er zusammen als Indizienbündel für soziale Kälte und individuelle Isolation. Lebenswege kreuzen und tangieren sich, verlaufen parallel, versickern in der Anonymität der Großstadt. Fast beiläufig die Vermengung von 'großer' Geschichte wie dem Bosnienkrieg, kleinen Ereignissen, die sonst unter 'Vermischtes' in der Zeitung stehen, und diversen 'Schicksalen' - von der jungen Schauspielerin Anne, ihrem Freund, dem Kriegsreporter Georges, der meistens in Sachen Frontberichterstattung unterwegs ist, dessen Bruder, der sich weigert, den Hof des Vaters (Sepp Bierbichler) zu übernehmen, einem Musiklehrer malinesischer Abstammung und einer illegal in Frankreich lebenden Rumänin, die sich mit Bettelei durchschlägt. Durchgehend roter Faden ist die Reflexion über und die Suche nach der Wahrheit, die subjektiv empfundene sowie die mediale, der Mangel an Kommunikation. Das Fremdsein bezieht sich nicht nur auf die Immigranten, sondern auf alle Protagonisten, für Haneke sorgt die Sprache mit ihren spezifischen Interpretationsmöglichkeiten per se für babylonische Verwirrung. Beeindruckend in diesem manchmal schwer zu durchschauenden Vexierspiel Juliette Binoche, die den Regisseur während des Festivals von Vallodolid anrief und fragte, ob er nicht einen Film mit ihr in Frankreich drehen wollte. Die wandlungsfähige Schauspielerin überzeugt bei ihrer Identitätssuche durch eine optimal austarierte Mischung von Fragilität und Durchsetzungsfähigkeit. Manche Szenen erinnern in ihrer ästhetischen Intensität (brillante Kamera: Jürgen Jürges) an Kieslowskis 'Drei Farben: Blau'. ' Unbekannt' verweigert sich der Reduktion auf ein Thema. Haneke will keine Einwegkommunikation, sondern den autonomen Zuschauer, der sich selber seine Gedanken macht. Er wirft Fragen auf nach der Darstellbarkeit von Wirklichkeit, der Lückenhaftigkeit unserer Wahrnehmung, nach der Definition von ästhetischen und moralischen Kategorien. Das mag für Mainstream-Gewohnte eine Tortur sein, für neugierige Cineasten aber sicherlich eine filmische Offenbarung.