Regie: Roberto Rossellini
Genre: Drama
Länge: 109 min
Land: Italien
Jahr: 1945
FSK: 16
Inhalt:
Rom 1944: Hunger und Angst beherrschen die Stadt. Razzien, Verhaftungen und Folter durch die SS sind an der Tagesordnung. Mit gnadenloser Härte verfolgen die Faschisten jeden kleinsten Widerstand gegen die Deutschen. Der Widerstandskämpfer Manfredi flüchtet vor einer deutschen Patrouille in die Wohnung von Francesco und seiner schwangeren Verlobten Pina. Einen Tag später wird Francesco am Morgen seiner Hochzeit mit Pina von der SS verhaftet. Wahnsinnig vor Angst läuft Pina ihm hinterher und wird erschossen. Francesco gelingt zwar die Flucht vor der SS, nicht jedoch vor seinen Verrätern...
Technisches:
Größe: 700MB
Format Video: DivX
Format Sound: Lame MP3
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Les Choses De La Vie OmU
Die Dinge des Lebens
Regie: Claude Sautet
Musik: Philippe Sarde
Kamera: Jean Boffety
Schnitt: Jacqueline Thiédot
Darsteller: Romy Schneider, Michel Piccoli, Léa Mssari, Gérard Lartigau
nach einem Buch von Paul Guimard
Inhalt/Review
Pierre (Michel Piccoli), ein Architekt in den Vierzigern, ist Opfer eines Verkehrsunfalls. Aus dem Wagen herausgeschleudert, am Rande der Straße im Koma liegend, erinnert er sich an sein vergangenes Leben mit Hél?ne (Romy Schneider), einer jungen Frau, die er verlassen wollte, an seine Frau Catherine (Léa Massari) und seinen Sohn ... Quelle: Wikipedia
Directorial tact and visual solidity, fine, sensitive playing and observant characterization give an engrossing tang to this familiar tale [from the novel by Paul Guimard] of a middleaged man who has left his wife and grown son for a slightly younger woman. Pic is a private tale of a man at emotional crossroads that builds interest without resort to flashy sentiments or intellectual palaver. [...]
Technische Details
Allgemein #0
Format : AVI
Format/Info : Audio Video Interleave
Format/Family : RIFF
Dateigröße : 706 MiB
Spielzeit : 1h 21min
Bitrate : 1208 Kbps
Verwendetes Programm : Nandub v1.0rc2
verwendete Encoder-B : Nandub build 1852/release
Japan während der späten Heian-Periode: Der nordjapanische Gouverneur Masauji Taira (Masao Shimizu) wird wegen seines liberalen Denkens ins Exil geschickt. Seine Familie, angeführt von Mutter Tamaki (Kinuyo Tanaka), sucht sich eine neue Heimat. Dabei geraten sie jedoch an skrupellose Sklavenhändler und werden auseinander gerissen. Die Kinder Zushio und Anju landen im Anwesen des Landvogts Sansho (Eitaro Shindo), der hunderte von Sklaven hält und sie alle wie Vieh behandelt. Sansho agiert derart kaltblütig, dass selbst sein eigener Sohn Taro (Akitake Kono) damit nicht klarkommt. Jahre später sind Zushio (Yoshiaki Hanayagi) und Anju (Kyoko Kagawa) erwachsen. Er hat sich ins System eingefügt und ist zu Sanshos Handlanger geworden. Sie leidet nach wie vor unter der fehlenden Freiheit und dem Charakterwechsel des Bruders. Als die beiden eine sterbende Frau in den Wald bringen müssen, weckt Anju in Zushio wieder den gerechtigkeitsliebenden Geist des Vaters und überredet ihn zur Flucht.
Review
Über Kenji Mizoguchis "Sansho the Bailiff" wurde schon so viel geschrieben, da bräuchte es meine Worte eigentlich nicht mehr - zumal ich vielleicht nicht mit haargenau demselben überschwänglichen Schwärmen an den Film herangehe, wie 99.9% der restlichen Kritiker. In deren Agenda gehört "Snahso" nämlich schlicht zu den besten Filmen überhaupt und daher lässt sich auch Schwelgen bis zum Umfallen. Meine Kritik liest sich eine Spur nüchterner, beginnt aber dennoch mit kübelweise Lob. Mizoguchi, der in dieser End- und Blütephase seiner Karriere etliche Meisterwerke drehte und mit "Sansho the Bailiff" gleich zum dritten Mal hintereinander in Venedig den Silbernen Löwen holte, schuf ein Drama von ungeheurer inszenatorischer Präzision und von eindringlicher Menschlichkeit. Ein überaus kraftvoller und doch sensibler Klassiker.
Vom ersten Bild an fällt Mizoguchis makellose Handhabung der Kamera auf. Das Eröffnungsbild mit seinem Baum im Vordergrund und der von der Seite herein marschierenden Familie ist schlicht zauberhaft. Auch später tauchen immer wieder Bilder von solch enormer Kraft auf, dass man kurz innehalten möchte. Mizoguchi nutzt das visuelle Element auch für sein Storytelling - wenn etwa die beiden Geschwister als Kinder einen Ast vom Baum reissen, dabei umfallen und herzhaft lachen, dann steht dies (auch ohne Worte) im Kontrast zu einer späteren Sequenz, in der die verzweifelte Anju einen Ast abreissen will, Zushio ihr hilft und sie stürzen - diesmal jedoch zu beunruhigender Stille.
Diese Szene markiert auch einen Wendepunkt in Zushios Denken, denn in der Gefangenschaft wurde er vom Hass und Zynismus angesteckt. Verschwunden ist der noble Geist des Vaters, dessen Worte "Ohne Gnade ist der Mensch nur ein Tier" das Leitmotiv des Films bilden. Die zweite Ast-Szene rüttelt Zushio, der sogar so weit ging, im Auftrag des Vogts einen anderen Sklaven zu brandmarken, auf und bringt ihn wieder zurück in die Menschlichkeit. Mizoguchi änderte in diesem Teil des Films die 1915 von Ogai Mori nach Motiven einer alten japanischen Geschichte veröffentlichte Story markant ab und macht aus Zushio eine Figur, die aktiv an den Gräueln beteiligt ist. Dies zwingt die Zuschauer, ihm später zu vergeben. Es erlaubt den Sklaven, ihm zu vergeben. Und es erlaubt Zushio selbst, sich zu vergeben. Die Vergebung als Motiv des Films erstarkt angesichts dieser Änderung zur Vorlage.
Mizoguchi geht bei seiner bedingungslosen Einhaltung dieses philosophischen Gedanken sogar so weit, den Film nach dem Bösewicht zu benennen, der erst nach einer halben Stunde auftaucht und lediglich eine vergleichsweise vage Figur im Hintergrund bleibt. Der Film müsste nach gebräuchlicher Norm "Zushio und Anju" oder etwas in dem Stil heissen - nicht jedoch bei Mizoguchi, der den hassenswerten Landvogt Sansho sozusagen zum Mahnmal emporhebt, indem er ihm den Titel seines Films "gönnt".
Bis zu seinem bewegenden Schluss steckt "Sansho the Bailiff" voll derartiger Weisheit, aber auch voller Poesie, Tragik und dramaturgischer Kraft. Stark gespielt und makellos gefilmt entfaltet sich eine Welt, in der Mizoguchi Themen wie Freiheit, Rolle der Frau und eben Vergebung anschneidet. Dies tut er auf intelligente und gefühlvolle Weise: Der Film bleibt stets zugänglich, trotz seiner vielen Gedankengänge, trotz seines Tiefgangs. Weit entfernt davon, den Zuschauern dröges Kopfkino vorzusetzen, baut Mizoguchi vielmehr auf Sanftheit in seiner Herangehensweise und kommt damit ans Ziel. Nun bin ich wohl doch auch ins Schwärmen geraten und gehe auf meine kleinen Vorbehalte (Längen im Mittelteil, mässig charismatische Zushio-Figur) gar nicht grösser ein. "Shansho the Bailiff" ist eine formvollendete Tragödie, ein zeitloses Moraldrama, das sich kein Fan des japanischen Kinos entgehen lassen sollte. molodezhnaja.ch
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DVD-Rip Xvid Japanisch + Eng Sub 700MB 124min 778kb/s
Zwei Länder, zwei Orte, ein Fluss: Die Oder trennt nicht nur das deutsche Frankfurt vom polnischen Slubice, sondern ganze Welten. Menschen, egal ob arm oder reich, suchen hier ihr Glück - und stoßen dabei oft an ihre Grenzen.Zum Beispiel der junge Zigarettenschmuggler Andreas, der durch eine unerwiderte Liebe zum Verräter wird. Oder Ingo, der Pächter eines Matratzen-Discounts, der versucht seinen Laden mit allen Mitteln vor dem sicheren Untergang zu bewahren. Antoni, ein polnischer Taxifahrer, der dringend Geld für das Kommunionskleid seiner Tochter braucht. Da sind Kolja, Anna und Dimitri, drei Ukrainer, die um jeden Preis in den Goldenen Westen wollen. Sonja, eine deutsche Dolmetscherin für russische Flüchtlinge, die es einfach wagt, das Richtige zu tun. Und Philip, ein junger Architekt aus dem Westen, der zu spät begreift, dass man für sein Glück auch Verantwortung übernehmen muss...
Eine aufwühlende Anklage des Krieges, vermittelt durch eine blutige Legende aus dem mittelalterlichen Japan: zwei Frauen hausen inmitten einer riesigen Schilflandschaft in einer Bambushütte. Um zu überleben, lauern sie desertierten Kriegern auf, töten sie und rauben sie aus. Der Film, der schockierende und äußerst poetische Bilder aneinanderfügt, paßt nicht in das übliche Schema des Antikriegsfilms - und ist umso mehr ein solcher. In "Onibaba" wird der Krieg von seinen Opfern liquidiert und verhilft ihnen so zum Überleben. deutsches-filminstitut.de
Review
"The Hole. Deep and Dark. From ancient times its darkness has lasted."
These are the opening lines to Kaneto Shindo's 1963 film Onibaba, describing a large deep pit in the midst of an expansive field of thick, tall reeds. What does the Hole represent and what is this ageless darkness it possesses? The answer to these questions is the heart of the Onibaba story. Just as in the midst of a field brimming with life there lies a pit of foreboding darkness, so also within the realm of humanity potentially brimming with life and productivity there exists an ageless darkness; an evil which ruptures the world of daylight and leads to nether regions inhabited by objects of fear and dread. [...] sarudama.com
Onibaba is inspired by a Buddhist tale enclosing a very well defined morality. Although keeping its essential elements, focused into the narrative's climax, Shindo does not place his film in religious morality — his concerns are very earthly ones.
Mother and daughter-in-law attack soldiers in order to trade their loot for food. Hachi's return will jeopardize their partnership. The film's premise points to one of the themes: survival under extreme conditions. When we first meet our main characters we may feel appalled for, even before we have seen their faces, we already know they are ruthless killers. But as the narrative unfolds, at the light of the historical background, the label (“killers”) is diluted. We set aside any judgement that the film does not intend to make.
When Sato Kei's character arrives, sexual desire emerges as the main concept underlying throughout the film. The high grass (“suzuki”) fills the framework, waving endlessly from one way to the other, as if gathering a broad symbolism: war, duality, but also carnal impulses.
The young woman runs through the field trying to satisfy her physical desires regardless of the atmospheric conditions and, towards the end of the film, of other threats. Such as Shindo, never embedding a moral pattern into the act of killing (its just a way of life), there are no feelings whatsoever between her and Hachi (it is just a way for both of them to get satisfaction). The daughter-in-law (Yoshimura Jitsuko) follows her instincts and runs towards Haichi (Sato Kei) through the suzuki fields.
Shindo Kaneto defined himself as a socialist and the concept of class struggle is here, even though we follow mainly people at the bottom of the social pyramid (as much as such an expression makes sense in a ruined and torn apart society). The theme becomes more evident in those moments where the mother-in-law is speaking to the samurai hiding his face behind a mask, but it fills the whole work: the limit situation into which the peasants are placed has its origins in the conflict between the powerful ones. The historical period is also described by a rebellion of servants against their masters (seizing lands for instance) — an issue not directly approached but that Shindo most certainly took into consideration.
Being a work suggesting a political, sociological, historical and even psychological analysis, Onibaba is not restricted in its formal component. The outstanding scope composition and the black and white photography, punctuated here and there by the lighting enhancing the bodies' pulse and anxieties, with the music and a dynamic sound design dominated by drums exacerbating primitive feelings, make the viewing a refined sensorial experience of great cinema. An harsh film, shot in a minimalist set — a river, high grass, shacks, a cavern —, in a cruel and violent world where the satisfaction of primitive instincts does not leave room for love, still includes an optimistic approach to the Human race's ability for survival. asia.cinedie.com
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DVD-Rip Xvid Japanisch + Eng Sub 1,37GB 102min 1895kb/s
Bitterböse schwarze Komödie von Rainer Werner Fassbinder, entstanden zwischen "Die Ehe der Maria Braun" und "Berlin Alexanderplatz".Kommentar von RWF zu den Zuständen in der BRD nach der Entführung von Arbeitgeberpräsident Hans-Martin Schleyer. Dritte Generation sind die Terroristen ohne politische Motivation. RWF provoziert, indem er zwischen ihnen und der Polizei keinen Unterschied macht. Im Werk von RWF wie ein Gangsterfilm über Verrat, Vergeblichkeit, Tod und Trauer mit höhnischem Grabgelächter. Mit innovativem Tondesign.
Fassbinder war seiner Zeit weit voraus...
Die Westberliner Depandance eines weltweiten Computerkonzerns (wer kommt da wohl in Frage??) leidet in den achtziger Jahren unter dem wachsenden Misstrauen, das Bürger und Verwaltung den Mißbrauchsmöglichkeiten eines computerisierten Überwachungsstaates entgegenbringen. Absatz, Umsatz und Profit sinken.
Der Manager und seine Sekräterin kommen auf die rettende Idee: Erst ein terroristisch motivierter Anschlag auf die Öffentlice Verwaltung könnte die staatliche Nachfrage nach neuer Computertechnik wieder ankurbeln. Und so schleust sich die Dame ins Umfeld einer WG, die seit langem nach einem großen Auftritt als Terrorzelle sucht...
Nach einem Überfall auf ein Einwohnermeldeamt in Berlin hat die Verwaltung dann ein Einsehen: Die Gruppe muss ermittelt und gefasst werden. Und dabei können nur neue Computertechniken helfen.
Fiktion? Weiß Gott nicht. Wer " IBM und der Holocaust " von Edwin Black gelesen hat, wer die ökonomischen Hintergründe des US-amerikanischen, nach innen gerichteten Aufrüstungsprogramm Homeland Security kennt, weiß, dass Computerkonzerne heute genauso zum industriellen-militärischen Komplex gehören wie die traditionellen Rüstungskonzerne. Das hat Fassbinder sehr früh erkannt.
Fassbinders Stil wirkt auf heutige Augen und Ohren sehr anstrengend anzuschauen. Minutenlange Einstellungen, ewig lange Studien und Szenen in der WG. Keine Action. Keine Musik als Spannungselement. Trotzdem lohnt es sich, diesen Film gesehen zu haben, weil er wichtige Denkanstöße für die heutige Debatte um die innere Sicherheit liefert.
"Sind die denn hier alle total beknackt? Ingo will doch nur einen Stuhl zurückbringen. Er weiß nicht, daß er irrtümlich vor der Prüfungskommission der Schauspielschule steht, die seine Schimpfkanonade für eine gelungene Improvisation hält. Er lernt Johannes kennen, der unbedingt Schauspieler werden will, aber bisher jede Aufnahmeprüfung vermasselt hat. Und Ali, einen vor Talent strotzenden Alleskönner und Möchtegern-Schauspieler. In München schlagen sich die drei kleinen Haie als Aktmodelle, Blutspender und Fisch-Pfleger durchs Leben und schließen Freundschaft mit Herta und ihrer singenden Säge. Dann tritt die verschworene Gemeinschaft zur entscheidenden Aufnahmeprüfung an."
Heute unterstützen zwei Einzahler einen Rentner. 2030 wird das Verhältnis 1:1 stehen. Kein Science Fiction sondern errechenbarer Fakt. Auf mögliche daraus resultierende Auswirkungen geht "2030 - Aufstand der Alten" ein.
"2030" ist nicht die erste Zukunftsprojektion, die sich damit auseinandersetzt, was wohl passiert, wenn die Menschheit weiter so selbstzerstörerisch agiert wie bisher. Keine ist so drastisch eingetreten, wie es sich die Macher ausgemalt haben. Das könnte nun zum ersten Male anders werden. "2030" macht den so genannten demographischen Wandel zum Thema, die Tatsache, dass es in Deutschland immer mehr ältere Menschen geben wird.
Basierend auf soliden, statistischen Fakten schufen Jörg Lühdorff und Ziegler Film eine Doku-Fiction: die Journalistin Lena Bach (Bettina Zimmermann) spürt innerhalb einer Fernsehreportage den Hintergründen des angeblichen Selbstmordattentates des Rentners Sven Darow (Jürgen Schornagel) nach. Dabei kommt sie einem menschenverachtenden Skandal auf die Schliche, der die erschreckenden Folgen einer hilflosen Sozialpolitik kaschieren soll.
Der Mensch neigt dazu, unangenehme Wahrheiten einfach zu ignorieren, selbst wenn sie per BFA-Bescheid in aller Deutlichkeit längst ins Haus geflattert sind. Der Beginn von "2030" wiegt den Zuschauer noch in Sicherheit. Doch bereits im Verlauf der ersten Folge wird die Geschichte immer gruseliger und die von Jörg Lühdorff nach drei fehlgeschlagenen Drehbuchentwürfen verfolgte konsequente Form der Doku-Fiction, verfehlt ihre Wirkung nicht: es macht sich das beengende Gefühl breit, dass der verlassen ist, der sich auf die Politik verlässt. Lühdorff erzählt die Zukunft behutsam und überzeugend. Die innovative und ungewohnte Visualisierung (insgesamt kamen zehn Aufnahmeformate zum Einsatz, die primäre Erzählebene wurde auf HD aufgenommen) leistet dazu ihr Übriges. "2030" wurde mit der Dokumentarabteilung des ZDF entwickelt und wird auf deren Sendeplatz, eingebettet in einen Themenschwerpunkt Demografie, ausgestrahlt.
Lilja 4-ever ist ganz schön hartes Futter. Lukas Moodysson (Fucking Amal)zeichnet ein düsters und realistisches Bild eines heruntergekommenen, jungen Lebens. Lilja wird von der Mutter im Stich gelassen, die sich mit ihrem neuen Freund auf und davon macht und nur leere Versprechungen für ihre Tochter bereithält. Und wer soll sich nun um Lilja kümmern, wenn nicht sie selbst? Doch woher soll eine 16-jährige, die noch zur Schule geht, die Erfahrungen und die Kraft nehmen, ein eigenes Leben aufzubauen, vielmehr ein Überleben zu erkämpfen an einem Ort, der kaum Zukunft verspricht? Die Tante hat weder die Kraft noch den Willen und so ist nur Volodya Artyom Bogucharsky mit Verständnis und Freundschaft zur Seite, seinerseits noch jünger und längst selber an familiären Auseinandersetzungen gescheitert. Lilja schlittert in den Rotlichtbereich ab, aber endlich kann sie sich etwas leisten. Was für ein radikaler Gegensatz für ein Mädchen, das in seiner ersten grossen Liebe endlich ein besseres Leben zu sehen meint und der absehbaren Konsequenz nichts entgegenzuhalten hat.
Es kommt nicht von ungefähr, dass eine solche Geschichte in den Händen von Lukas Moodysson kaum zu überschwenglichem erfüll-dir-deine-Träume Kitsch verkommt. Der Film bleibt durchgehend auf seiner beklemmend brutalen Realitätslinie, verharrt in grauen, unheilvollen Bildern, umkreist von depressiven Stimmungen und zeichnet ein zutiefst menschliches, aber auch rücksichtsloses Abbild der Aussichtslosigkeit. Ein hartes, aber ebenso wertvolles Stück Kino, für den Europäischen Filmpreis als bester ausländischer Film nominiert.
"In den sechziger Jahren verlässt die Familie Amato ihr italienisches Heimatdorf Solino und wandert nach Duisburg aus. Dort gibt es Stahlwerke, Kohlegruben und auch Schnee. Aber Pasta und Pizza? So entsteht der Plan, die erste Pizzaria des Ruhrgebietes zu eröffnen. Während Mutter Rosa kocht und Vater Romano den weiblichen Gästen schöne Augen macht, verlieben sich die Söhne Gigi und Giancarlo in dasselbe Mädchen. Im Laufe der Jahre zerbricht die Familie, und auch Gigi und Giancarlo trennen sich um Bruderzwist. Erst zehn Jahre später begegnen sich die beiden wieder - da stellt sich die Frage: Wer hat sein Leben richtig gelebt?"
In Metropolis, der gewaltigsten Stadt der Zukunft, sind die Begriffe der Ober- und Unterschicht wörtlich zu nehmen: Die Unternehmer leben in den Luxuswohnungen der höchsten Wolkenkratzer, die Arbeiter vegetieren in unterirdischen Kammern vor sich hin. Der wahnsinnige Erfinder Rotwang will einen alles vernichtenden Aufstand anzetteln. Dazu bedient er sich einer teuflischen Entwicklung -- einem von ihm kontrollierten Roboter, der Maria, dem Idol der Menschen, zum Verwechseln ähnlich sieht.
Fritz Lang schuf 1926 mit diesem Stummfilm ein Meisterwerk, dessen optischer Reichtum das Genre des Science-Fiction-Filmes nachhaltig beeinflusste. Die gewaltigen Bauten der Riesenstadt findet man in modernen Formen sowohl in Blade Runner und Judge Dredd als auch in den Batman-Filmen. Der Roboter, welcher die metallene Struktur der falschen Maria darstellt, wurde zu einer Pop-Ikone und ist das Vorbild für den vielleicht berühmtesten menschenähnlichen Roboter überhaupt: C-3PO aus den Krieg der Sterne-Filmen.
Mit einem damaligen Budget von 5 Millionen Mark ist Metropolis -- rechnet man die Kosten auf heutige Verhältnisse um -- nach über 70 Jahren immer noch der teuerste Film, der je in Deutschland gedreht wurde.
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Joh Fredersen, ein Großindustrieller, ist Herr über Metropolis, der glitzernden Stadt der Zukunft. Schatten und Licht liegen dort eng beieinander. Die Reichen vergnügen sich in den Freizeitgärten der Oberstadt, während die Arbeiter in die unterirdische Stadt ein erbärmliches Leben fristen müssen. Freder Fredersen, Sohn des Metropolis-Bosses, trifft eines Tages Maria, eine schöne, junge Frau aus der unterirdischen Stadt. Maria, in die er sich verliebt hat, führt ihn in die Unterwelt. Sie wird von den Arbeitern respektiert und verehrt. In der Armensiedlung brodelt die Stimmung! Die Arbeiter wollen nicht mehr länger im Elend leben. Es kommt zum Aufstand: Wissenschaftler Rotwang, ehrgeizig und dem alten Fredersen spinnefeind, verschleppt Maria und konstruiert eine mechanische Doppelgängerin, die die Arbeiter zur Revolution aufhetzt. Metropolis steht unter Wasser. Ein harter Kampf entbrennt...
Deutscher Titel: Das Wiegenlied vom Totschlag
Originaltitel: Soldier Blue
Genre: Western
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 1970
Regie: Ralph Nelson
Drehbuch: John Gay
Produktion: Gabriel Katzka, Harold Loeb
Darsteller: Candice Bergen, Peter Strauss, Donald Pleasence
Musik: Roy Budd/ Titelsong von Buffy Sainte-Marie "Soldier Blue" geschrieben und gesungen
Kamera: Robert B. Hauser
Schnitt: Alex Beaton
Länge (PAL-DVD): 112 Minuten
Sprache: Deutsch
Videoinfo:
Dateigröße: 1,4 GB, 15 Parts bei RS
[Film]
Gültig : Ja [AVI]
Dauer : 112 Min
Film vollständig : Ja
Die Geschichte des Films ist eine fantasievoll ausgeschmückte Erzählung vom Sand-Creek-Massaker, das 1864 Soldaten der amerikanischen Nordstaaten in einer Siedlung von Cheyenne-Indianern im Colorado Territorium verübten.
Das Drehbuch schrieb John Gay auf der Grundlage des Romans Arrow In The Sun von Theodore V. Olsen. In den Hauptrollen spielten Candice Bergen, Peter Strauss und Donald Pleasence. Die Titelmusik wurde von Buffy Sainte-Marie geschrieben und gesungen.
Der Film löste eine Kontroverse aus, nicht bloß als revisionistischer Western, sondern besonders durch bis dahin ungewohnt deutliche Gewaltdarstellungen.
Soldier Blue lieferte die erste filmische Nacherzählung eines der schändlichsten Verbrechen in der Geschichte der amerikanischen Landnahme im Westen des Kontinents, bei dem Kavalleristen der Nordstaaten die Einwohner eines ungeschützten Dorfes von Cheyenne- und Arapaho-Indianern in der westlichen Prärie Colorados massakrierten.
Nelson, der im Film ebenfalls eine kleine Rolle spielte, setzte einen neuen Maßstab für die explizite visuelle Darstellung von Gewalt, indem er die Nacktheit in Vergewaltigungsszenen zeigte und auch ?realistische? Großaufnahmen von Geschossen, die menschliches Gewebe aufreißen. Er nahm damit vorweg, was zum Markenzeichen späterer Regisseure wie Quentin Tarantino werden sollte.
Die Nacherzählung des Massakers ist eingebettet in eine fiktive, umfangreichere Geschichte, die sich um Überlebende eines früheren Massakers rankt, das wiederum Indianer an amerikanischen Kavalleristen verübt hatten.
anmerkung von mir: das massaker im film beruht auf einer wahren begebenheit, allerdings nicht am mittag, sondern im frühen morgengrauen. und die kavallerie war betrunken. nachzulesen im buch "begrabt mein herz an der biegung des flusses" von dee brown (Taschenbuch: 537 Seiten, Droemer/Knaur) originaltitel:"bury my heart at wounded knee".
Regisseur: Woody Allen
Darsteller: Diane Keaton, Kristin Griffith, Mary Beth Hurt, Richard Jordan, E.G. Marshall
Genre: Drama
Sprache: Deutsch / Englisch
Videoinfo:
Dateigröße : 901 Mb.
[Film]
Gültig : Ja [AVI]
Dauer : 01:28:01
Film vollständig : Ja
Die Zuschauer staunten nicht schlecht, als Woody Allens ?Interiors - Innenleben" in die Kinos kam, war er doch der erste rein dramatische Film des Komödien-Meisters und gleichzeitig seine Hommage an das große Vorbild Ingmar Bergman. Vieles in ?Interiors" erinnert tatsächlich an Bergman - die spärliche Ausstattung, die zurückhaltende Kameraarbeit, die Schauspielführung. Hier legt Allen größten Wert auf die Farbdramaturgie, auch der Ton wird genial eingesetzt (es gibt keinen Filmscore, was den intensiven Eindruck des Films verstärkt - lediglich in einer Szene ertönt Musik vom Plattenspieler), einfach alles an ?Interiors" ist - wie die Besessenheit seiner Hauptdarstellerin Geraldine Page - großartig aufeinander abgestimmt und entfaltet eine so große dramatische Wucht, wie man sie selten im amerikanischen Kino gesehen hat. Woody Allens Dialoge sind schlicht brillant. Obwohl der Film behutsam und langsam erzählt ist, wirkt er unglaublich spannend, dazu ist er absolut zeitlos, wirkt heute noch genauso frisch und beklemmend, wie er es seinerzeit getan haben muss.
Hier mal ne Rarität, nach der ich sehr lange gesucht habe und endlich fündig wurde, wenn auch ohne Untertitel.
Aber man brauchts nicht wirklich, wird auch nicht viel geredet in
Gern wäre Lolita Cassard (Marilou Berry) ein solch hübscher Hungerhaken wie die neue, praktisch gleichaltrige Frau ihres Vaters. Doch leider hat sie einige Pfunde zuviel auf den Rippen und muss die ihrer Ansicht nach mangelnde erotische Ausstrahlung daher mit kulturellen Hochleistungen kompensieren. Doch das ist - selbst mit viel Talent - gar nicht so einfach, wenn der Vater ein berühmter Erfolgsautor und obendrein supereitler Pfau ist. Sein neuer Protegé Pierre (Laurent Greville) könnte Lolita dagegen schon gefallen.
Woody Allen trifft "Bridget Jones" in der ebenso treffsicheren wie einfühlsamen, neuen Stadtneurotiker-Komödie von "Lust auf Anderes"-Regisseurin Agn?s Jaoui.
Belle de Jour
(Dieser Upload wird präsentiert vom SZ-Cinemathek Sammelthread!)
Regie: Luis Bu?uel
Genre: Drama
Länge: 100 min
Land: Frankreich, Italien
Jahr: 1967
FSK: 16
Inhalt:
Séverine Serizy (Catherine Deneuve) ist eine junge und schöne Pariser Hausfrau, die mit dem Arzt Pierre verheiratet ist. Séverine liebt ihren Mann, jedoch ist es ihr nicht möglich, physisch intim mit ihm zu werden. Stattdessen gibt sie sich erotischen Phantasien hin, in denen BDSM und insbesondere Bondage eine entscheidende Rolle spielen. Da sie ihre Träume nicht mit ihrem Mann umsetzen kann, beginnt sie diese nachmittags in einem Etablissement unter dem Namen Belle de jour (deutsch: Schöne des Tages) umzusetzen und abends zu ihrem Mann zurückzukehren...
Technisches:
Größe: 700MB
Format Video: Xvid
Format Sound: Lame MP3
Im Jahre 1957 schossen die Sowjets ihren "Sputnik"-Satelliten ins All. Und damit veränderten sie nicht nur die Welt der Wissenschaft und Forschung, sondern auch das Leben von Homer Hickam! "October Sky" erzählt die wahre Geschichte von Homer Hickam - einem ganz normalen Jungen, der an einem Oktobertag im Jahr 1957 beschloss, eine Rakete zu bauen. Keine spektakuläre, mit der man auf andere Planeten fliegen kann, sondern eine, die sich nach genauen physikalischen Berechnungen so hoch wie möglich in die Luft schießen lassen soll. Es ist ein vergleichsweise kleiner Plan, ein typisches Experiment, wie Jungen sie eben anstellen - nur, dass dieses Experiment zu einem Abenteuer ausartet, dass sich Homer Hickam nie träumen ließ!
Homer (Jake Gylenhaal) lebt in Coalwood, einer schäbigen Kleinstadt, deren gesamte Bewohner vom hiesigen Kohlebergwerk leben. Homers Vater John (Chris Cooper) ist dort Vorarbeiter und hegt keinerlei Zweifel daran, dass auch seine beiden Söhne hier später arbeiten werden. Doch Homer kann sich ein Leben in der Grube nicht vorstellen. Er hört das nächtliche Keuchen seines Vaters, der mit einer Staublunge kämpft, er sieht, dass die Zeche immer weniger Kohle hergibt und sicherlich bald geschlossen werden wird. Homer will nicht unter Tage - seine Gedanken wandern ins All! Inspiriert vom Sputnik-Satelliten, den er eines Tages am Himmel vorbeiziehen sieht, beginnt er also mit der Konstruktion seiner eigenen Rakete. Seine Freunde Roy Lee (William Lee Scott), Quentin (Chris Owen) und O`Dell (Chad Lindberg) helfen ihm, obgleich sie weit weniger Euphorie an den Tag legen als Homer. Für sie ist diese Konstruktion einfach eine nette Abwechslung vom öden Einerlei im Kaff - für Homer aber wird?s zur regelrechten Besessenheit! Eifrig studiert er Trigonometrie, eignet sich genug chemisches Wissen an, um einen eigenen Treibstoff zu entwickeln und rekrutiert immer mehr Nachbarn und Freunde für Gefälligkeiten: Der eine schweißt ihm den Raketenrumpf, der andere besorgt ihm eine ganz besondere Stahllegierung. Und dann kommt der Tag, an dem Homers Lehrerin Miss Riley (Laura Dern) ihn ermuntert, sein Raketenprojekt beim landesweiten Wissenschaftswettbewerb für Schüler zu präsentieren. Den Gewinnern winkt nämlich ein College-Stipendium - die Eintrittskarte raus aus Coalwood und hinein in die wirkliche Welt! Homer und seine Freunde - in der ganzen Stadt längst als "Rocket Boys" bekannt - werfen sich mit enormer Energie auf die Verbesserung ihrer Rakete, die sich zwar mittlerweile vom Boden erhebt aber prinzipiell nie dorthin fliegt, wo sie hin soll.
Mehr Probleme als die Widernisse der Physik bereitet allerdings Homers Vater. John Hickam ist kein schlechter Mensch, doch er ist ein Mensch ohne Visionen. Er hält Homers ?Hobby? für Zeitverschwendung - und Homers strickte Weigerung, ebenfalls später in die Grube zu fahren, sieht er als persönliche Beleidigung, als Beweis, dass Homer seinen Vater als Versager betrachtet. Als die Rocket Boys beschuldigt werden, mit ihren Raketenexperimenten einen Waldbrand verursacht zu haben und John nach einem Unfall wochenlang arbeitsunfähig ist und Homer sich doch noch als Bergarbeiter verdingen muss, um die Familie zu ernähren, scheint dass Ende der Rocket Boys besiegelt zu sein... Doch Träume fliegen weit und kennen keine Hindernisse.
Homer Hickam, auf dessen Memoiren dieser Film basiert, arbeitet heute als Astronauten-Ausbilder beim Space Shuttle-Programm!
Das zweiteilige monumentale Meisterwerk von Andrej Tarkowski gilt als Meilenstein der Filmgeschichte und erzählt in mehreren Episoden die Lebensgeschichte des legendären altrussischen Ikonenmalers Andrej Rubljow. Der Film schildert den alltäglichen Kampf des an eher fortschrittlichen Idealen orientierten Malers zwischen Religion und weltlichen Zweifeln. Rubljow wird Zeuge der kompromisslosen Macht- und Kriegspolitik seiner eigenen Auftraggeber. Selbstvorwürfe stürzen ihn in eine tiefe Schaffenskrise, er malt nicht mehr und legt ein Schweigegelübde ab. Erst jetzt wird sich der Maler der schwierigen Position eines Künstlers in den mächtigen "Klauen" von Politik und Gesellschaft bewusst. 15 Jahre vergehen, bis er mithilfe eines jungen Künstlers seine Freude und Kreativität wieder finden kann. Das gleichwohl bildmächtige als auch erschütternde Historien-Epos vermittelt ein eindrucksvolles Bild vom Russland des frühen 15. Jahrhunderts und thematisiert dabei u.a. die Einfälle der Tataren, das religiöse Sektentum, das Wesen der Kunst und die Bedeutung des Glaubens. Die erste Fassung, fertig gestellt 1966, wird trotz sowjetischen Protests 1969 beim Filmfestival von Cannes gezeigt und erhält den Preis der internationalen Filmkritik.
Der Fahrstuhl des Konzerns endet im 30. Stockwerk. Durch Zufall entdeckt der Polizeileutnant Jansen, dass es noch einen 31. gibt. Wer sitzt in dieser obersten Etage, auf die kein Schild hinweist? In einem der Stockwerke tickt eine Bombe. Jansen hat nur 4 Tage Zeit - und er geht aufs Ganze. Dem Konzernchef wird die hartnäckige Schnüffelei lästig, und er präsentiert Jansen einen Täter. Der jedoch durchschaut das Spiel und setzt seine Arbeit fort. Von da an wird Jansen vom Jäger zum Gejagten, denn der Konzern ist mächtiger als das Gesetz?
Die letzte Rolle Rainer Werner Fassbinders, wenige Monate vor seinem Tod, die auf dem Roman "Mord im 31. Stock" des schwedischen Autors Per Wahlöö beruht. Mit zahlreichen Stars des deutschen Films sowie Altstar Franco Nero gelingt dem späteren verdienten TV-Regisseur Wolf Gremm eine erschreckende Vision einer "schönen neuen Welt" in naher Zukunft.
SUBWAY
von luc besson mit christophe lambert und isabelle adjani
avi, dvd-rip, französisch mit beiliegenden engl. ut
inhalt:
Mit einer rasanten Eröffnungssequenz in Form einer Verfolgungsjagd auf der städtischen Pariser Autobahn etabliert Besson ein, den Film durchziehendes, Katz und Maus Spiel. Fred (Christopher Lambert), ein anarchistischer ?Punk?, ist auf der Flucht. Gefolgt von einem schweren Mercedes, vollbesetzt mit Herren im eleganten Smoking, steuert Fred seinen Peugeot 205 GTI immer tiefer ins Pariser Zentrum bis ihm schließlich nichts mehr anderes übrig bleibt als das Verkehrsmittel zu wechseln. In die Enge getrieben, schafft er es gerade noch sich in die Pariser U-Bahn (Métro) zu retten. Eine Reise in die Unterwelt beginnt.
Der Grund für das gesteigerte Interesse an Fred wird schnell klar. Er ist im Besitz ominöser Dokumente, die er auf der Party eines reichen Geschäftsmannes unerlaubter Weise durch die Sprengung des hauseigenen Tresores an sich gebracht hat. Der Schlüssel zu dieser feinen Gesellschaft ist die Dame des Hauses persönlich gewesen. Die schöne Héléna (Isabelle Adjani) lud den eigentlich unbekannten, aber hilfsbereiten Fred ein. Doch zu allem Überfluss und in ganz unprofessioneller Manier verliebt sich Fred in Héléna, was nicht nur einer lukrativen Verwertung der entwendeten Dokumente durch Erpressung im Wege steht, sondern Fred in zusätzliche Gefahr bringt, da Héléna von nun an als Lockvogel eingesetzt wird.
Doch Fred ist nicht alleine. Eingeschlossen in den Katakomben des weitläufigen Pariser U-Bahn Systems macht er die Bekanntschaft eines Häufchens subversiver, skurriler Parallelgesellschaftler die sich in den dunklen Gängen eingenistet haben und deren Leben vor den nächtlichen Absperrgittern der U-Bahnhöfe endet. Ihren Lebensunterhalt verdienen sie sich mit Handtaschenraub oder Blumenverkäufen, sehr zum Unmut der für Sicherheit sorgenden Bahnhofspolizisten, einer illustren Truppe überzeichneter Versager die ihnen stets auf den Fersen ist, aber doch immer einen Moment zu spät kommt.
Bald auch verliert sich Héléna, dem ewigen Warten auf dem Bahnsteig müde, in den dunklen Gängen des Pariser Untergrunds und trifft auf Fred. Mit der Waffe in der Hand versucht sie die Angelegenheit auf ihre Art zu lösen und Fred zur Herausgabe der Papiere zu zwingen. Als ihr dies allerdings misslingt, verwandelt sich ihre anfängliche Feindseligkeit im Laufe einer berauschenden Nacht, in der sie mit Fred und seinen Freunden durch die menschenleeren U-Bahn Anlagen zieht, zu Sympathie und Verständnis. Nach dieser einen Nacht bricht sie mit ihrem im Geld schwimmenden Mann und seinen heuchlerischen, langweiligen und bürgerlichen Freunden und kehrt zurück in die Metrostation um Fred vor den Killern ihres Mannes zu schützen.
Fred, der inzwischen nach einem kleinen Überfall auf einen Geldkurier zu Geld gekommen ist, nutzt dieses, um seinen Traum zu verwirklichen und seine, aus Straßenmusikern rekrutierte, Band live im Foyer der U-Bahnhalle auftreten zu lassen. Im Moment der Verwirklichung seines größten Wunsches kommt es zum Showdown. Einer der Killer hat Fred aus dem Hinterhalt im Visier, Héléna stürmt, froh über das erhoffte Wiedersehen, durch die Menschenmassen auf Fred zu, während die Band ihren ersten Song spielt und das Publikum zum Toben bringt. Ein Schuss. Fred sackt in sich zusammen, Héléna beugt sich über den am Boden liegenden und beantwortet seine letzte Frage, ob sie ihn denn wenigstens ein bisschen liebt, mit einem Kuss. (wikipedia)
Regisseur: Lars von Trier
Darsteller: Emily Watson, Stellan Skarsg?rd, Katrin Cartlidge, Jean-Marc Barr, Adrian Rawlins, Jonathan Hackett, Sandra Voe, Udo Kier, Mikkel Gaup, Roef Ragas, Phil McCall, Robert Robertson, Desmond Reilly, Sarah Gudgon, Finlay Welsh, David Gallacher, Ray Jeffries, Owen Kavanagh, Bob Docherty, David Bateson, Callum Cuthbertson, Gavin Mitchell, Brian Smith, Iain Agnew, Charles Kearney, Steven Leach, Dorte Roemer, Anthony O'Donnell, John Wark, Ronnie McKellaig, Peter Bensted, Simon Towler Jorfaid
Dänemark
Frankreich
Niederlande
Norwegen
Schweden (1996)
Genre: Drama
Videoinfo:
Dateigröße : 1,37 Gb.
[Film]
Gültig : Ja [AVI]
Dauer : 02:32:24
Film vollständig : Ja
Lars von Triers außerordentlicher Film spielt in einer unbarmherzig rauen schottischen Küstenstadt in den 70er Jahren. Die britische Schauspielerin Emily Watson verkörpert Bess, eine sich kaum beherrschen könnende Naive, die sich regelmäßig ausgiebig mit Gott unterhält und deren reiner, ganz und gar persönlicher Glauben kaum von den schauerlich erscheinenden calvinistischen Ältesten ihrer Kirche toleriert wird. Bess heiratet den auf einer Bohrinsel arbeitenden Jan (Stellan Skarsgard) und kommt zu der Überzeugung, daß erotische Entdeckungen ein Teil von Gottes gewaltigem Plan sind. Aber nachdem ihr Ehemann bei einem Unfall lebensgefährlich verletzt worden ist, entscheidet sie, dass göttliche Anweisungen ihr zu einem Leben als Prostituierte raten. Dies hat katastrophale, aber irgendwie auch bewundernswert schöne Auswirkungen.
Von Trier (Hospital der Geister, Idioten) ist mit diesem Film ein wundervolles, völlig unerwartetes, rigoroses und schließlich enthüllendes Werk geglückt, dessen formale und visuelle Gestaltung an die klassischen Filme Carl Theodor Dreyers und Robert Bressons erinnert. Emily Watson ist phänomenal, ihre mit weit aufgerissenen Augen zur Kenntnis genommene Verwunderung über die Welt als Gottes persönliches Werk wird zu einer atemberaubenden Studie des Glaubens.
Regisseur: Todd Louiso
Darsteller:
Philip Seymour Hoffman
Kathy Bates
Jack Kehler
Sarah Koskoff
Stephen Tobolowsky
Shannon Holt
Erika Alexander
Pauline Boyd
Kevin Breznahan
Cullen Douglas
Wayne Duvall
Teegan Eley
D F USA 2002
Genre: Drama
Videoinfo:
Dateigröße : 804 Mb.
[Film]
Gültig : Ja [AVI]
Dauer : 01:26:12
Film vollständig : Ja
Liza, die Frau von Wilson Joel (Philip Seymour Hoffman) hat sich umgebracht und noch immer rätseln alle, wieso. Wilson selbst fällt in eine Art emotionales Koma, selbst als er einen Abschiedsbrief seiner Frau findet, traut er sich nicht, ihn aufzumachen. Stattdessen fängt er durch Zufall das Benzinschnüffeln an und verfällt immer öfter in die abtötenden Rauschzustände, was seine offenbaren manischen Depressionen nicht besser macht. Seine Umwelt, seine Mitarbeiter, seine Schwiegermutter (Kathy Bates) und seine Freunde können ihm nicht helfen. Die Flucht in die Weite der Vereinigten Staaten wird für ihn ein Trip in den emotionalen Abgrund, den Brief seiner Frau immer bei sich...
Als sich Rudi, Besitzer einer Eckkneipe in Köln-Mülheim, eines Tages Richtung Spanien aus dem Staub macht, wittert dessen Jugendfreund, der passionierte Koch Jan, seine Chance. Er übernimmt nicht nur die schlecht gehende Kaschemme, sondern gleich auch Kati, die lang begehrte, rüde abgelegte Freundin seines Kumpels. Leider stellt sich bald heraus, dass Rudi nichts als Schulden hinterlassen und Jan wie Kati nach allen Regeln der Kunst belogen und betrogen hat. Also begibt sich Jan auf die Suche nach dem verräterischen Freund.
Regisseur: Antonio Banderas
Darsteller: Melanie Griffith
David Morse
Lucas Black
Cathy Moriarty
Meat Loaf
Rod Steiger
Richard Schiff
John Beasley
Robert Wagner
Noah Emmerich
Sandra Seacat
Paul Ben-Victor
USA 1999
Genre: Drama, Komödie
Videoinfo:
Dateigröße : 900 Mb.
[Film]
Gültig : Ja [AVI]
Dauer : 01:47:57
Film vollständig : Ja
Im Alabama der 60er: Lucille (Melanie Griffith) will endlich einen Schlussstrich mit ihrem oft betrunkenen und prügelnden Ehemann ziehen und entledigt sich ihres Gatten mittels einer tödlichen Dosis Rattengift. Doch eigenartigerweise bedeutet Lucille der Kopf des Verstorbenen noch etwas, weshalb sie ihn im Gepäck mit auf die Fahrt in eine bessere Zukunft nimmt. Für Peejoe (Lucas Black) ist der Mord seiner Tante ein Schlag in die Magengrube; war sie doch bisher immer ein Vorbild für ihn. Als im Schwimmbad der örtliche Sheriff (Meat Loaf) einen schwarzen Jungen zu Tode kommen lässt, bekommt Peejoe die Gelegenheit, einmal gründlich über Recht und Gerechtigkeit nachzudenken...
The collected shorts of Maya Deren the "Mother of the trance film" who worked completely outside the commercial film industry and made her own inner experience the center of her films.
MESHES OF THE AFTERNOON
(1943-59, in collaboration with Alexander Hammid, music by Teiji Ito, 14 min.)
AT LAND
(1944, silent, 15 min.)
A STUDY IN CHOREOGRAPHY FOR CAMERA
(1945, silent, 4 min.)
RITUAL IN TRANSFIGURED TIME
(1945-6, silent, 15 min.)
MEDITATION ON VIOLENCE
(1948, music arranged by Maya Deren, 12 min.)
THE VERY EYE OF NIGHT
(1952-59, choreographic collaboration by Anthony Tudor, music by Teiji Ito, 15 min.)
“From the early 1940’s until her death in 1961, Maya Deren evoked and exemplified the American avant-garde movement virtually by herself. Her first film, MESHES OF THE AFTERNOON, set the tone for the decade and linked the movement to the older European avant-garde films of Cocteau and Bu?uel.”
- Cecile Starr, The New York Times
"The cinema of Maya Deren delivers us from the studios: it presents our eyes with physical facts which contain profound psychological meaning; it beats out within our hearts a time which alternates, continues, revolves, pounds, or flies away… Poetry, after all, is the feast which life offers those who know how to receive with their eyes and hearts, and understand."
- Le Corbusier
"Intensely personal, symbolic and surreal films that reveal her deepest, darkest fantasies. She's Fellini and Bergman wrapped in one gloriously possessed body. Watching these films can change forever your concept of what cinema can be."
- L. A. Weekly
Martina Kudlácek - Im Spiegel der Maya Deren (Österreich, 2002)ofdb
"Hier drin befindet sich der heilige Gral des Kinos", flüstert die zittrige Stimme von Jonas Mekas. Der inzwischen uralte Avantgarde-Filmer hält ein paar verstaubte Dosen in der Hand, Kaffeedosen mit roten Bandrollen. In ihnen befindet sich das umfangreiche Oeuvre von Maya Deren. In den vierziger Jahren mischte die Tänzerin, Filmemacherin und Anthropologin New Yorks Kunstszene auf. Aus bislang unveröffentlichten Archivmaterialien hat die österreichische Regisseurin Martina Kudlacek eine filmische Annäherung an die jung verstorbene Zentralfigur des New Yorker Underground versucht. "Im Spiegel der Maya Deren“ sieht sie die Geburtsstunde der amerikanischen Avantgarde. [...] 3Sat
"Maya Deren war eine vielschichtige Persönlichkeit, kaum zu fassen, schillernd: Filmemacherin, Voodoo-Expertin, die zentrale Persönlichkeit der amerikanischen Avantgarte in den 40ern und 50ern. Anhand der umfassenden Biographie “The Legend of Maya Deren?, Interviews mit Zeitgenossen und historischem Material *darunter insbesondere auch viele von Maya Deren geschaffene Werke entwirft der Film ein spannendes Bild dieser faszinierenden Künstlerin. In Kiev geboren, als Kind ukrainisch-jüdischer Flüchtlinge in den USA aufgewachsen, wurde Maya Deren eine einmalige Erscheinung, deren filmisches Werk nur wenigen bekannt ist, und doch eine so wichtige Position einnimmt. deutsches-filminstitut.de