Nach seinem exzellenten Erstling ?Subconscious Cruelty? inszenierte Karim Hussain in Zusammenarbeit mit Julien Fonfronde den eigenwilligen Kurzfilm ?The City Without Windows?. Hierbei handelt es sich um ein experimentelles Meisterstück, welches sogar die Optik des überragenden Debüts noch in den Schatten stellen kann.
Angesiedelt wurde die Handlung in einer unbestimmten, apokalyptischen Zukunft und verbindet auf grandiose Weise Science-Fiction und Fantasy mit avantgardistischer Kunst. Eine lineare Story existiert zwar, wichtige Details oder komplexe Handlungsstränge werden allerdings vorenthalten, was aber leicht erklärbar ist: ?The City without Windows? steht in direkter Verbindung zu Hussains nachfolgendem Werk ?Ascension? und wird erst durch diesen Langfilm verständlich.
Die Richtung die Hussain in diesem kleinen Werk einschlägt erinnert sehr an die avantgardistischen aber auch surrealistischen Büchern der modernen Sci-Fi, beispielsweise das Meisterwerk ?Im Land der letzten Dinge? von Paul Auster, filmisch lassen sich nur schwer Vorbilder erahnen; Cronenberg, Lynch oder Jodorowsky könnten gewisse Einflüsse gehabt haben, letztlich handelt es sich aber um einen sehr innovativen Film.
Die Optik kann ich nur als beeindruckend bezeichnen, die Sets wurden sehr ansprechend und detailliert gestaltet, die Ausleuchtung und Kameraführung sind wie für Hussain üblich geradezu brillant. Auch schauspielerisch kann man nichts aussetzen, abverlangt wird den Darstellern von vorne herein nicht zu viel, wie der komplette Stil des Films es vorgibt agieren sie sehr statisch, emotionslos und kalt.
Wie schon ?Subconscious Cruelty? ist auch "The City Without Windows" symbolüberfrachtet und bietet etliche verschiedene Interpretationsansätze. Jedenfalls lässt sich sagen das mit einfachen Mitteln eine beängstigend glaubwürdige Endzeit-Atmosphäre kreiert wird - Bezüge zur Gegenwart gibt es dabei genug, wie es sich für intellektuelle Science-Fiction gehört.
Fazit: Fantastischer Kurzfilm der Lust auf mehr macht und die Messlatte für ?Ascension? sehr hoch legt.Anspruchsvoll, schwer verständlich und dennoch faszinierend, muss man gesehen haben wenn man sich auch nur ansatzweise für Underground-Filme begeistern kann.
Am Strand eines abgelegenen Fischerdorfes in Cornwall finden im Sommer 1936 zwei ältere englische Ladies - die Schwestern Ursula (Judi Dench) und Janet (Maggie Smith) - einen jungen Mann, der einen Schiffbruch nur mit knapper Not überlebt hat. Hilfsbereit nehmen sie den völlig erschöpften und mittellosen Fremden in ihre Obhut. Dank ihrer rührenden Fürsorge kommt Andrzej (Daniel Brühl) ? so der Name des jungen Mannes ? schnell wieder zu Kräften. Trotz anfänglicher Kommunikationsprobleme ? Andrzej spricht so gut wie kein Englisch ? erfahren die Ladies bald, dass der junge Mann aus Polen flüchtete und in New York ein neues Leben beginnen wollte. Der Exilant ist bei den Dorfbewohnern schnell beliebt und vor allem Ursula ist von dem gut aussehenden und charismatischen polnischen Schiffbrüchigen besonders angetan.
Durch Zufall entdeckt man, dass Andrzej ein hervorragender Geigenvirtuose ist. Und Zufall ist es auch, der eine gewisse Olga Danilof (Natascha McElhone), die Schwester des berühmten Geigers Boris Danilof, auf Andrzej aufmerksam werden lässt. Olga, die sich zum Malen in Cornwall aufhält, ist von Andrzejs Talent derart begeistert, dass sie ihn überredet, mit ihr Hals über Kopf nach London aufzubrechen, um dort ihrem Bruder vorzuspielen und so die Chance zu einer einmaligen Solisten-Karriere beim Schopf zu packen. Vor allem Ursula ist über den überstürzten Weggang von Andrzej sehr, sehr traurig.
Mit dem Einbruch des Winters trifft bei den Schwestern ein Päckchen aus London ein. Es enthält einen Brief von Andrzej und ein von Olga gemaltes Portrait des jungen Künstlers. Im Brief erklärt Andrzej seinen übereilten Aufbruch und berichtet, dass er bald in London ein Konzert geben wird, das von der BBC im Radio übertragen wird. Am Abend des Konzerts sitzt das halbe Dorf, im Wohnzimmer der beiden Schwestern versammelt, um das Radio herum. Seltsamerweise sind Ursula und Janet nirgendwo zu finden?
Danton, Frankreich/Polen, 1982 von Andrzey Wajda mit Gérard Depardieu
mp4, dvd-rip, französisch mit engl. ut, 130 min., 687 mb
INHALT:
Gérard Depardieu dominates in this fraught and brilliantly paced account of the disintegration of post-revolutionary France
After the glory of July 14th, the idealistic French revolutionaries appear to have gradually become a bunch of in-fighting thugs. Danton finds Robespierre (Pszoniak) heading up a government of squabbling school boys, all arguing about who to aim their catapult at next. And it's quite a catapult. Robespierre has unleashed The Terror - a series of mass executions to cleanse France of what he sees as destructive internal influences. It is 11 years since the Revolution and word is out that Danton, a former friend and now serious threat to the Committee, is back in Paris after a sojourn in the country.
In the title role Depardieu lets the rest of the cast warm the film up for him, then saunters in after half-an-hour and steals the thing from under their noses. As a 35-year-old, Depardieu was even more totemic in appearance, the line of his jaw much harder than it is now. He looks like no one else on earth and you seldom take your eyes off him for the rest of the film.
Until Danton's arrival, the Parisian streets are rain-soaked, littered with starving people and appear as a smudge of muted colours. When he steps out of his coach to greet the crowd, it's like a cataract has been removed from the lens and all is vivid, pulsating colour.
Although director Wajda is dealing with political manoeuvring, male posturing and brutality of the worst kind, the women are often seen to be the only ones talking any sense. But ultimately they can do little more than clutch their children to their corseted bosoms and watch as their husbands run at each other like particularly stupid bulls.
The pivotal scene, where Danton and Robespierre confront each other over a private dinner, is an exquisitely paced boxing match which ends with Danton deliberately knocking himself out. Pszoniak, as Robespierre, turns in a towering performance, but it is beautifully muted in places to allow Depardieu room to expand.
There's something staggeringly underplayed about it all and yet Danton feels like a truly epic production. It richly deserved the clutch of awards it garnered, including the Best Foreign Film BAFTA. The only thing that betrays its 1983 production date is the occasionally brash score by Jean Prodromides. But this film could have been made yesterday. The truly chilling denouement is possibly Wajda's own very personal nod to the situation his native Poland was embroiled in at the time of filming.
Verdict
A breath-taking epic that still manages to keep tight focus on the personal struggle of two men, who, at the end of the film, are left wondering what it was they were fighting about. Genius.
Ein enorm eindrücklicher Kurzfilm von Mitch Davis. Jedoch auch ein sehr schwer verdaulicher. Die schockierende Story und einzelne sehr grafisch dargestellten Schock-Szenen, machen DIVIDED INTO ZERO zu einem wirklich "extremen" Filmerlebnis. Manch ein Zuschauer wird schon nach kurzer Zeit angeekelt wegsehen...
Mitch Davis, der damals selbst keine einfache Zeit durchlebte, wollte unbedingt einen solchen Film realisieren. Einerseits wollte er damit für sich diverse Geschehnisse verarbeiten, andererseits wollte er die Zuschauer möglichst "emotional berühren".
Im Gegensatz zu einem typischen Naziexploiter wie etwa KZ 09, oder auch diversen anderen (S)Exploitation-Filmen, ist DIVIDED INTO ZERO jedoch keinesfalls nur ein "Ausschlachten" von menschlichem Leid.
Betreffend Story kann man gar nicht viel schreiben. In dem Film wird ? oft in Rückblenden ? die ca. 70-jährige Lebensspanne eines Kinderschänders gezeigt...
Glücklicherweise ist in keiner einzigen Szene zu sehen, wie sich der Triebtäter sexuell an einem Kind vergeht, eine Kinderleiche geschändet wird usw.! Also nicht so wie beispielsweise im wirklich "kranken" Film MORDUM...
Trotzdem: Diverse eindeutige Andeutungen werden gemacht, ein kleines Mädchen mit schweren Verletzungen ist zu sehen, fast jede erdenkliche Körperflüssigkeit fließt einmal...
Wie bereits erwähnt, DIVIDED INTO ZERO ist alles andere als ein "einfacher" Film ? und für Mainstreamer (leider!) völlig ungeeignet.
Visuell ist DIVIDED INTO ZERO schlicht und einfach phantastisch. Es gibt nur sehr wenige andere Filme, die mit diesem kleinen Meisterwerk von Mitch Davis vergleichbar wären. Zum Teil THE MUTILATION MAN, teilweise ICE FROM THE SUN, natürlich auch SUBCONSCIOUS CRUELTY von Karim Hussain. Eigentlich keine Überraschung, schließlich haben meist beide zusammen an ihren (wenigen) Filmen mitgewirkt.
Es wurden die verschiedensten Stilmittel eingesetzt. Dank solchen Effekten (beispielsweise Farbfiltern) entstehen bizarre Bilder, surreale Traumsequenzen ? man muss es einfach gesehen haben! Auch der gelungene Score trägt viel zu der wirklich hervorragenden Gesamtatmosphäre bei.
Dies ist ? zusammen mit AFTERMATH und PIG ? der eindrücklichste und unvergesslichste Kurzfilm, den ich je gesehen habe.
Eine Sizilianerin wird ihrem verstorbenen Mann "untreu" und entdeckt ihre Liebe zu zwei sehr unterschiedlichen Männern, die nach langer Abwesenheit in ihr Dorf zurückkehren. Vor dem Hintergrund des aufkeimenden Faschismus angesiedeltes ironisches Spiel mit traditionellen Geschlechterrollen. Eine hochkarätig besetzte Mischung aus Melodram und satirischem Sittenbild, engagiert gespielt und unterhaltsam.
Das Gelbe vom Ei
Im Gemeindesaal ist die Stimmung auf dem Siedepunkt. Hier, mitten in der emsländischen Tiefebene, versteigert der schmierige Großbauer Heini Osdorp (Armin Rohde) 20 Junggesellen. "Nur zum Spaß" beäugen auch die Freundinnen Rita (Catrin Striebeck), Floris (Heike Makatsch) und Fanny (Meret Becker) die mehr oder weniger attraktiven Kerle. Pech für Fanny, die auf den Ökobauern Toon (Moritz Bleibtreu) steht: Nur Tankstellenpächterin Floris hat genug Geld, um ihn sich zu angeln. Für die eigentliche Überraschung aber sorgt Erntehelferin Rita. Ganze 500 Eier bietet sie für Hühnerfarm-Erbe Fredo (Dietmar Bär). Was keiner weiß: Das Geld bekam sie von Fredos Eltern zugesteckt! Alles in allem ein Abend, der folgenreiche Turbulenzen nach sich zieht und Jungbauer Toon sogar noch zum Dieb macht... Krimispezialist Becker ("Bunte Hunde") wagte sich auf neues Terrain und drehte eine hinreißende, mit norddeutschem Humor gespickte und grandios gespielte Komödie.
Originaltitel: Das gelbe vom Ei, Deutschland 1999
Regie: Lars Becker
Darsteller: Meret Becker, Dietmar Bär, Moritz Bleibtreu, Catrin Striebeck, Armin Rohde, Heike Makatsch
Länge: 85 Min.
Format: DivX TVRip
Senderlogo: Ja (3Sat)
Da es diese recht gut gemachte deutsche Komödie hier im Board noch nicht gibt, und sie auch nicht auf DVD zu bekommen ist hab ich hier mal die einzig verfügbare Version einen TVRip von 3Sat (der aus dem Torrent stammt) geuppt. Viel Spaß damit!
Alexis Sorbas Xvid
Regisseur:
Darsteller: Anthony Quinn, Alan Bates, Irene Papas, Lila Kedrova, Sotiris Moustakas, Anna Kyriakou, Eleni Anousaki, Yorgo Voyagis, Takis Emmanuel, George Foundas, Pia Lindström, George P. Cosmatos
USA / Großbritannien / Griechenland 1964
Genre: Drama
Videoinfo:
Dateigröße : 1,17 Gb.
[Film]
Gültig : Ja [AVI]
Dauer : 02:16:19
Film vollständig : Ja
Im Hafen von Piräus treffen zwei grundverschiedene Charaktere zufällig aufeinander: der sensible englische Schriftsteller Basil und der impulsive Makedonier Alexis Sorbas. Basil, der auf Kreta eine Braunkohlemine geerbt hat, heuert den vitalen Griechen als Werkleiter an. Sorbas stürzt sich mit Eifer in die Arbeit. Basil überläßt ihm völlig die Initiative, trägt unbekümmert das finanzielle Risiko. Um das Material für eine Drahtseilbahn zu kaufen, reist Sorbas eines Tages in die Stadt, verlebt Basils Geld jedoch dort mit einem Mädchen. Basil erschüttert das nicht, seine Liebe zu einer attraktiven Witwe nimmt ihn völlig in Anspruch. Doch die Beziehung endet tragisch. Auch die Mine bringt den beiden Abenteurern kein Glück. Das Förderband bricht zusammen, die Arbeit muß eingestellt werden... Nicht zuletzt durch die Musik von Mikis Theodorakis wurde Michael Cacoyannis Film zu einem internationalen Kassenschlager, einem Klassiker der Filmgeschichte.
mp4, französisch/arabisch mit engl. ut, 685 mb, ca. 108 min.
INHALT:
Die fünfte Säule des Islam ist die Pilgerfahrt nach Mekka, die jeder Moslem nach Möglichkeit mindestens einmal im Leben absolvieren sollte. Millionen Menschen aus aller Welt von Indonesien bis in den Sudan sparen oft ein Leben lang, um die "Grosse Reise" in Angriff nehmen zu können. So auch Rédas Vater (Mohamed Majd), ein seit 30 Jahren in Frankreich lebender Marokkaner. Um seiner Pflicht als Moslem vor seinem Tode Genüge zu tun, begibt er sich zusammen mit seinem jüngsten Sohn Réda (Nicolas Cazalé) von Frankreich aus auf die lange Reise nach Mekka. Der Film schildert die Herausforderungen, die das höchst unterschiedliche Gespann auf seiner 5000 Kilometer langen Autofahrt, nicht zuletzt auf zwischenmenschlicher Ebene, zu bewältigen hat. Verständigungsschwierigkeiten zwischen den Generationen prägen die Reise ebenso wie Begegnungen mit den verschiedensten Menschen und Nationalitäten. Ein typisches Road Movie, das untypischer nicht sein könnte.
Handlung
Eine verheiratete, namenlose französische Schauspielerin reist zwölf Jahre nach Kriegsende für einen Filmdreh nach Hiroshima. Dort lernt sie einen japanischen Architekten kennen, der ebenfalls verheiratet ist. In einem Hotel verbringen die beiden eine Liebesnacht miteinander. Während sie noch im Bett liegen, erzählt sie von den Dokumentarfilmen und den Museen über den Atombombenabwurf, die sie gesehen hat und ihren Besuch in einem Krankenhaus. Er antwortet immer wieder: Du hast nichts gesehen in Hiroshima.
Am nächsten Tag teilt die Schauspielerin ihrem Liebhaber mit, dass sie schon bald nach Paris zurückfliegen werde. Er will dies verhindern und besucht sie an ihrem Arbeitsplatz. Gemeinsam fahren sie in seine Wohnung und schlafen miteinander. Anschließend berichtet sie von ihrer Jugendzeit in Nevers und ihrer ersten großen Liebe zu einem deutschen Besatzungssoldaten während des Zweiten Weltkriegs, der sie an ihren japanischen Liebhaber erinnert. Die beiden Geliebten planten damals, Frankreich zu verlassen und in Deutschland zu heiraten. Doch bevor es dazu kommen konnte, wurde der Soldat vor der Französin von einem Résistance-Mitglied erschossen. Sie wurde von ihrer Familie als Kollaborateurin beschimpft, kahlgeschoren in einen Keller gesperrt und schließlich mit dem Fahrrad nach Paris geschickt. Dort angekommen, erfuhr sie aus einer Zeitung von der Zerstörung Hiroshimas durch die Atombombe.
Bisher hatte die Schauspielerin diese Geschichte, die sie immer noch beschäftigt, niemandem erzählt. Der Japaner fordert sie auf, bei ihm zu bleiben. Sie sieht jedoch ein, dass ihre Liebe keine Zukunft hat und beschließt nach langem Überlegen, zu ihrer Familie zurückzukehren. Er ist verärgert und meint frustriert: Es wäre mir lieber, du wärst in Nevers gestorben., woraufhin die Schauspielerin erwidert: Es wäre mir auch lieber. Sie geht zurück in ihr Hotelzimmer; kurze Zeit später steht der Japaner vor ihrer Tür. Die Schauspielerin schaut ihm in die Augen und sagt: Hiroshima, das bist du. Er antwortet: Und du bist Nevers. Nevers in Frankreich.
Hintergrund
Hiroshima, mon amour war der erste Spielfilm des Dokumentarfilmers Alain Resnais. Ursprünglich sollte er eine Dokumentation über die Atombombe drehen. Das Drehbuch schrieb die spätere Regisseurin Marguerite Duras.
Der Film war eine französisch-japanische Co-Produktion mit Darstellern und Crew-Mitgliedern aus beiden Ländern. Gedreht wurde an den Originalschauplätzen Hiroshima und Nevers. Der Film feierte seine Premiere in Frankreich am 10. Juni 1959.
Hiroshima, mon amour gilt wegen seines innovativen Einsatzes von Jump Cuts und Rückblenden als einer der ersten Vertreter der französischen Nouvelle Vague. Der amerikanische Filmkritiker Leonard Maltin verglich den Film bezüglich seiner Vorreiterrolle mit David Wark Griffiths Die Geburt einer Nation.
l'armée des ombres, 1969 von jean-pierre melville mit lino ventura und simone signoret
dvd-rip, mp4, französisch mit engl. ut, und engl. kommentar, 145 min, 695 mb
INHALT:
Ein Polizei-Lkw fährt langsam über einen Feldweg und hält an einem Bauernhof. Ein Polizist steigt aus, um etwas abzuholen, während der zweite Polizist auf den Gefangenen aufpasst und diesen freundlich von dem Lager erzählt, in das er gebracht werden soll.
Es handelt sich um ein Lager für politische Gefangene in Frankreich 1942 und als Philippe Gerbier (Lino Ventura) in der geräumigen Baracke ankommt und die anderen Insassen beim Spiel erlebt, könnte man den Eingruck gewisser Freiheiten haben. Aber Gerbier lässt sich nicht täuschen und weiß, was mit ihm geschehen soll, als ihn am nächsten Tag Vertreter der deutschen Besatzungsmacht abholen.
Doch dank eines glücklichen Zufalls kann er fliehen und so beginnt seine Aufgabe wieder von Neuem. Gerbier ist ein einflussreicher Aktivist der französischen Widerstandsbewegung, dessen erste Aufgabe ihn zu dem Verräter führt, der ihn beinahe ins Gefängnis gebracht hätte. Eine solche Tat kann er nicht durchgehen lassen, weshalb der junge Mann mit dem Tode bestraft werden soll...
sleepers, 1996 mit brad pitt, robert de niro und dustin hofmann
dvd-rip, mp4, deutsch oder englisch, 140,49 min, 695 mb
INHALT:
Vier Freunde schlagen sich im New York der 60er Jahre gemeinsam durchs Leben. Sie werden in erster Linie von dem Priester Father Bobby (Robert DeNiro) inspiriert, der aus ihnen gute Menschen machen möchte. Doch im rauen Stadtviertel Hells Kitchen gehen die kriminellen Einflüsse nicht so ohne weiteres an ihnen vorbei. Als eines Tages ein Mann bei ihren Streichen ums Leben kommt, kommen die Vier in eine Jugendstrafanstalt, in der der sadistische Wärter Sean Nokes (Kevin Bacon) die Jugendlichen misshandelt und missbraucht. Nachdem die Freunde nach einigen Jahren entlassen werden, sitzen die Eindrücke zu tief, um ein normales Leben führen zu können. Nach zehn Jahren nehmen sie an Nokes Rache ...
In einer afrikanischen Diktatur muss Shandurai mit ansehen, wie ihr Ehemann, ein politisch aktiver Lehrer, von der Polizei verschleppt wird. Sie flieht nach Rom und beginnt dort, Medizin zu studieren. Ihren Lebensunterhalt verdient sie sich als Hausmädchen des zurückgezogen lebenden englischen Pianisten Jason Kinsky. Der Musiker hat einen prächtigen Palazzo in Rom geerbt und führt dort ein kreativ wie emotional erstarrtes Leben. Beide könnten unterschiedlicher nicht sein: Shandurai, eine selbstbewusste junge Frau, die afrikanische Popmusik liebt und sich den Unwägbarkeiten des Lebens stellt und Kinsky, ein dandyhafter, verknöcherter Ästhet, der sich in seine eigene Welt zurückgezogen hat. Dennoch verliebt sich Kinsky in Shandurai und beginnt, sie mit Geschenken zu umwerben. Sie weist ihn immer wieder ab, stellt ihm aber schließlich eine Bedingung für ihre Liebe: Er solle alles tun, um ihren Mann aus dem Gefängnis zu befreien. Kinskys Antwort auf diese Herausforderung verändert beider Leben radikal.
1809 ? Die Freiheit des Adlers spielt während der napoleonischen Kriege. Tirol nördlich und südlich des Brenners gehört zu Bayern. Österreich, das sich im Krieg gegen Napoleon befindet, schürt Unzufriedenheit in Tirol und veranlasst die Bauern mit dem Versprechen, Tirol an Österreich anzuschließen, zum Aufstand. Andreas Hofer, der "Sandwirt" aus dem Passeier Tal, ein Mann mit hohen moralischen Anspruch an sich und seine Mitstreiter, führt die Bauern an und vertreibt die verhassten Bayern und die französischen Truppen aus Tirol.
Regisseur: Werner Herzog
Darsteller: Tim Roth, Jouko Ahola, Anna Gourari, Max Raabe, Udo Kier, Jacob Wein
Komponist: Hans Zimmer, Klaus Badelt
Genre: Drama
D 2002
Videoinfo:
Dateigröße : 1,37 Gb.
[Film]
Gültig : Ja [AVI]
Dauer : 02:05:47
Film vollständig : Ja
Der Schmied Zishe Breitbart (JOUKO AHOLA) ist Pole, Jude und sehr stark. Anfang der 1930er Jahre erregt er Aufsehen mit seiner Muskelkraft und avanciert zum "Stärksten Mann der Welt". Auch der berühmte Hellseher Jan Erik Hanussen (TIM ROTH) ist von Zishe angetan, er holt ihn nach Berlin, in sein Varieté "Salon des Okkulten". Der Nazifreund - noch schlimmer, Hanussen hofft, eines Tages Hitlers Minister für Okkultes zu werden - setzt Zishe eine blonde Perücke auf und feiert mit ihm große Erfolge. Bis die jüdische Herkunft des Schmieds heraus kommt ...
"s/w In einem französischen Bergwerk, nahe der deutschen Grenze, kommt es zu einer Grubenexplosion. Nahezu 600 französische Kumpel werden verschüttet, jede Hilfe scheint aussichtslos. In der benachbarten deutschen Grube kommt es zu erregten Auseinandersetzungen. Obwohl zeitweillig die alte Feindschaft zu Frankreich triumphiert, entschließen sich die deutschen Bergleute zu einer solidarischen Rettungsaktion. Die Grenze, die zwei Völker in feindliche Lager trennt, ist vorübergehend gefallen. Ein Zeichen ist gesetzt..."
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Als Folge der Grenzziehung nach dem Ersten Weltkrieg ist eine alte deutsche Grube in der Lorraine in einen deutschen und einen französischen Abschnitt aufgeteilt, während über Tage die Beziehung zwischen beiden Völkern immer noch von Feindseligkeiten geprägt ist. Als bei einer Explosion im französischen Teil fast 600 Kumpel verschüttet werden, überwinden die deutschen Bergleute ihren Hass und starten eine Rettungsaktion für ihre Kollegen. Dazu nutzen sie einen alten Verbindungsgang, der bei der Grenzziehung versperrt wurde.
Charlotte (Scarlett Johansson) begleitet ihren Mann John (Giovanni Ribisi) auf eine Geschäftsreise nach Tokio. Der gefragte, hippe Fotograf ist beruflich voll eingespannt, kann sich kaum um seine junge Frau kümmern. Sie fühlt sich allein in der so fremden Kultur Japans. Dem amerikanischen Schauspiel-Star Bob Harris geht es ähnlich. Mit Jet Lag in den Knochen steht er für finanziell lukrative Aufnahmen zu einem lächerlichen Werbespot für eine japanische Whiskey-Marke vor der Kamera. Er ist über 20 Jahre verheiratet, aber das Feuer ist in seiner Beziehung schon längst erloschen. An der Bar des noblen Park Hyatt Hotels kreuzen sich ihre Wege. Sie kommen ins Gespräch und finden sofort einen Draht zueinander. Als ihr Mann John zu Fotoshootings für ein paar Tage aus der Stadt muss, schließen sich Charlotte und Bob zusammen und erkunden die bizarre Welt der ewig pulsierenden Weltstadt Tokio.
Sofia Coppola macht nicht den Fehler, in festgefahrenen Konventionen zu denken. ?Lost In Translation? ist nicht wie ein typischer Hollywood-Film konstruiert. Die Storyline ist simpel, aber in den Dialogen und Handlungen der Protagonisten versteckt sich die wahre Freude an diesem Film. Obwohl Bob und Charlotte merklich spürbar voneinander angezogen sind, begeht Coppola nicht den nahe liegen Fauxpas, die beiden zusammen ins Bett steigen zu lassen, das hätte die Dramaturgie des Films ruiniert. In einer der berührendsten Szenen liegen beide gemeinsam auf dem Bett. Bill Murray fährt mit der Hand sanft über Scarlett Johanssons Fuß ? das hat mehr Intensität und Intimität als es eine Bettszene je haben könnte. Die gleiche Stilsicherheit behält Coppola auch beim konsequenten Ende durch. In einer hypnotischen Sequenz gleitet Bill Murray zu ?Just like honey? von The Jesus & Mary Chain durch das funkelende Lichtermeer Tokios. Was er zuvor Scarlett Johansson ins Ohr flüstert, bleibt dem Zuschauer ebenso konsequent verborgen. Ein grandioser Schluss für einen herausragenden, faszinierenden Film.
Drei Geschwister, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Hans-Jörg (Moritz Bleibtreu) ist Bibliothekar und seinen sexuellen Obsessionen verfallen - ein leidenschaftlicher Voyeur. Werner (Herbert Knaup), ein erfolgreicher Polit-Karrierist, der sich den Diffamierungen seines Sohnes (Tom Schilling) und der abflauenden Liebe seiner Frau ausgesetzt sieht. Und Agnes (Martin Weiß), die früher einmal ein Mann war und sich nun als Tänzerin durchs Nachtleben treiben lässt. Sie alle verbindet die Hassliebe auf den Mann, der ihr Leben entscheidend geprägt hat - ihr exzentrischer Vater. Eines Tages holt einer von ihnen zum großen Befreiungsschlag aus...
Drehbuch :Frank Beyer, Karl-Georg Egel, nach dem Roman von Erik Neutsch
Regie :Frank Beyer
Darsteller :Manfred Krug, Krystyna Stypulkowska, Eberhard Esche, Johannes Wieke, Walter Richter-Reinick, Hans-Peter Minetti, Walter Jupé, Ingeborg Schumacher, Gertrud Brendler , Helga Göring, Erich Mirek, Karl Brenk, Helmut Schreiber, Fred Ludwig, Hans-Peter Reinicke, Detlef Eisner
Richard III (1995) von Richard Loncraine [Avi] Drama/Krieg - DVD-Rip - Deutsch/Englisch - 985 MB - 99 Minuten
Info & Review
?Richard III? ist in der Reihe der Königsdramen Shakespeares das letzte, das sich mit dem sogenannten Rosenkrieg, dem englischen Bürgerkrieg zwischen den Häusern Lancaster und York, beschäftigt. Angesichts der Tatsache, dass Königin Elisabeth I, unter deren Herrschaft Shakespeare das Drama verfasste, Enkelin des über Richard III siegreichen Heinrich VII war, wundert es einen nicht, dass die Figur des Richard Gloucester (Ian McKellen) in Shakespeares Drama in keinem besonders guten Licht erscheint. Dieser historischen Ungenauigkeit verdankt die Weltliteratur jedoch einen ihrer markantesten Bösewichte.
In Richard Loncraines ?Richard III? wird dieser Bösewicht noch bevor die erste Shakespearesche Dialogzeile fällt wuchtig und kraftvoll, mit erbarmungsloser zielstrebiger Gewalt über seine Gegner hereinbrechend, eingeführt. Als Anführer der Truppen seines Bruders Edward von York (John Wood), dem er als Edward IV auf den Thron verholfen hat, kehrt er danach siegreich heim und verkündet vor versammelter Festgesellschaft in seinem berühmten Eröffnungsmonolog den Anbruch friedlicher Zeiten, nur um sogleich in der unmittelbaren Fortsetzung des Monologs dem Zuschauer seine wahren Absichten zu enthüllen: Er selbst will König werden und zu diesem Zwecke zunächst seinen Bruder George (Nigel Hawthorne) und dann König Edward mittels ausgeklügelter Intrigen aus dem Weg räumen. Doch nicht nur die Leichen seiner beiden Brüder säumen Richard Gloucesters Weg zur Macht...
Ian McKellen und Richard Loncraine versetzen das Drama, das bei Shakespeare im 15. Jahrhundert spielt, in ein fiktives faschistoides englisches 30er-Jahre-Setting. Dies trägt entscheidend zum Unterhaltungs- und Schauwert des Films bei. Nicht umsonst war dieser 1996 in den beiden Kategorien ?Best Art Direction - Set Decoration? und ?Best Costume Design? für einen Oscar nominiert. Der Schauwert ist dabei aber niemals reiner Selbstzweck, denn von der feiernden an den Glanz der ?Goldenen Zwanziger? erinnernden königlichen Festgesellschaft zu Beginn des Films, über die reichsparteitagsmäßige Ausrufung Richards zum König, bis zum die Entscheidung herbeiführenden Einsatz der Luftwaffe Lord Stanleys fügt sich das Setting auf originelle Weise in die Inszenierung der Vorlage. Darüberhinaus ist die Photographie des Films durch Peter Biziou (Die Truman Show) äußerst gut gelungen. Das Set und einige Kameraeinstellungen erinnern bisweilen an Terry Gilliams Brazil und unterstreichen die Atmosphäre eines (sich allmählich einschleichenden) totalitären Systems. Erwähnt sei nicht zuletzt der Soundtrack von Trevor Jones (Thirteen Days, From Hell), der mit zum 30er-Jahre-Ambiente beiträgt, und Al Jolsons überdrehtes ?I?m sitting on top of the World?, das dem Finale des Films, dem (so viel sei verraten) Zitat eines Gangsterfilm-Klassikers, eine zugleich komische und bizarr unheimliche Note verleiht.
Bei Richard Gloucester handelt es sich sicherlich nicht um Shakespeares psychologisch tiefsten Charakter. Richard ist der Prototyp eines Bösewichts schlechthin. Er ist ein ruchloser Schurke, der mit allen ihm zu Gebote stehenden Mitteln und Fähigkeiten zur Macht strebt, ohne mit dieser dann etwas Bestimmtes bewirken zu wollen, sondern nur um der Macht willen selbst. Ian McKellen (später einem breiten Publikum bekannt geworden als Gandalf in der ?Herr der Ringe?-Trilogie) verkörpert diesen mit einer gehörigen Portion schwarzem
Humor ausgestatten Schurken, dessen physische Deformierung seine moralische widerspiegelt, in brillanter Weise. Es ist eine wahre Augenweide wie er sich hier heuchlerisch schmeichelnd, den unwissenden Unschuldigen spielend oder sich über die vermeintliche Niedertracht anderer entrüstend, dort seine wahren Absichten offenbarend, seine Schergen skrupellos mit Morden beauftragend oder sich diebisch über gelungene Ränkespiele freuend, humpelnd und doch behände durch den Film bewegt. Ferner gelingt es McKellen in der einzigen Szene, die zeigt, dass Richard ein Gewissen hat, als er schweißgebadet aus einem Albtraum aufwacht, der Figur eine zusätzliche Facette zu verleihen, nämlich die eines im Grunde bemitleidenswerten von blinder Machtgier getriebenen, in Blut watenden Mannes, der von allen gefürchtet und von niemandem geliebt wird, der sich selbst hasst und dem niemand eine Träne nachweint, wenn er stirbt. Man erinnert sich dann unwillkürlich an manchen Moment, in dem Richard den Eindruck erweckte, als wäre ihm seine Grausamkeit selbst unheimlich. Es vermittelt sich tatsächlich das Bild eines Mannes, der sein ?feiges? Gewissen mehr fürchtet als 1000 Gegner aus Fleisch und Blut, die sich ihm auf seinem Weg zur Macht und deren Erhalt entgegenstellen.
?Richard III? bezieht seinen Reiz zu einem Gutteil daraus, dass der Zuschauer quasi zum Komplizen Richards wird, indem ihn der Schurke ins Vertrauen zieht und in seine Pläne einweiht. Dies geschieht hier in einer amüsanten Bandbreite: Einmal spricht Richard (meist wenn er alleine ist) direkt in die Kamera, ein anderes mal ergibt sich der Blick in dieselbige begleitet von einer entsprechenden Bemerkung eher dezent beiläufig im Laufe eines Dialogs und das nächste Mal geschieht es einfach durch eine Geste, die auf die Anwesenden einen anderen Eindruck macht als auf den eingeweihten Zuschauer. Dem Betrachter vermittelt sich so auch die Erkenntnis, dass Richard dann am gefährlichsten ist, wenn er lächelt, wenn er schmeichelt, wenn er Unschuld, Mitleid und Demut heuchelt. Obwohl die Inszenierung einige historische Anknüpfungspunkte bietet (beispielsweise haben Teile der englischen Aristokratie mit Nazi-Deutschland sympathisiert), erschafft sie eine ahistorische fiktive Welt, was die Universalität der Shakespeareschen Vorlage unterstreicht: Zu allen Zeiten, bis heute, haben machthungrige Menschen ihre wahren Absichten hinter einer Fassade aus edlen Motiven und schmeichelnden schönen Worten zu verbergen versucht. Freilich ist es nicht allen auf so exemplarisch skrupellose Weise gelungen wie dem Komplotte schmiedenden ?Tricky Dicky? Richard. Dass der Zuschauer dem sich dabei entspinnenden intrigenreichen Plot stets folgen kann, ist auch dem Drehbuch zu verdanken, das im Sinne einer straffen Inszenierung die äußerst umfangreiche Vorlage, die zahlreiche Bezüge zu den vorangehenden Königsdramen enthält, für den darin nicht bewanderten Betrachter herunter zu brechen vermag, aber unter Beibehaltung der Sprache Shakespeares den wesentlichen Nebenfiguren, die größtenteils von Mimen der ersten Garde verkörpert werden, ausreichend Platz einräumt. Denn, bei aller Brillanz McKellens, was wäre der beste Bösewicht ohne Akteure, mit denen bzw. gegen die er sich verschwören könnte?
Der naiv unschuldige George (Nigel Hawthorne, ?King George?), bezeichnenderweise dargestellt als Fotograph, der alles abbildet, aber nichts begreift; der kränkelnde König Edward (John Wood, Chocolat), dessen Herrschaft von Anfang an auf tönernen Füßen steht; seine leidgeprüfte Frau Elizabeth (Annette Bening, American Beauty, Bugsy) und ihr Bruder Lord Rivers (Robert Downey Jr, Short Cuts), die durch die Andeutung einer amerikanischen Herkunft als soziale Emporkömmlinge dargestellt sind; der Polit-Gangster Buckingham (Jim Broadbent, Moulin Rouge, Gangs Of New York), Richards Steigbügelhalter zur Macht, der dann ob dessen maßloser Skrupellosigkeit, letztendlich doch kalte Füße bekommt; der willfährige Scherge Tyrell (Adrian Dunbar), der dort weiter macht, wo Buckingham zurückschreckte; die wankelmütige Lady Anne (Kristin Scott Thomas, Der englische Patient, Man To Man), die von Selbstvorwürfen geplagt der Drogensucht verfällt und durch deren ausdruckslosen Blick der Zuschauer Richards Krönung als eine Art Horror-Trip erlebt; Richards junger Opponent Richmond (Dominic West, Mona Lisas Lächeln), der im letzten Akt seinen großen Auftritt hat, und schließlich die Herzogin von York (Maggie Smith, ?Harry Potter?), die quasi als mahnendes Gewissen gegen die Ruchlosigkeit des Schurken auftritt, deren harte Worte, die sie ihrem Sohn Richard an den Kopf wirft, beim Betrachter jedoch leise Zweifel aufkommen lassen, ob dessen Charakter nun der Grund oder die Folge der Haltung seiner Mutter ist, was eine leichte Brechung des Schwarz-Weiß-Schemas von Gut und Böse bewirkt.
Wer eine klassische Adaption des Dramas bevorzugt, für den mag Laurence Oliviers Verfilmung von ?Richard III? erste Wahl bleiben. Richard Loncraine aber ist mit seiner Adaption eine beeindruckende zeitgemäße und doch zeitlose Umsetzung der Shakespeareschen Vorlage gelungen, die einerseits in ihrem Setting, ihrem stimmigen Soundtrack und ob der gebotenen Schauspielleistung außerordentlich unterhaltsam ist, und es andererseits vermag, die faszinierende Figur Richard Gloucesters mit ihrem skrupellosen alles (einschließlich sich selbst) verschlingenden Willen zur Macht eindrucksvoll auf die Leinwand zu bringen. Nicht nur für Shakespeare-Freunde absolut empfehlenswert!
Eine Liebesgeschichte zu Ende der 90er Jahre. Der Schauplatz: Berlin. Romeo und Julia, zwei Großstadt-Indianer, wagen sich aufs Glatteis einer Beziehung, die nur aus Sex besteht. Die spannende Frage lautet dabei: Ist Liebe nach zehn "einzigartigen" Partnern überhaupt noch einzigartig? Zur Klärung dieses Problems reisen die beiden zu Silvester nach Warschau. Unrealistische gegenseitige Anforderungen und weinerliche Selbstbezogenheit führen recht bald zum endgültigen Bruch.
Oskar Roehlers ("Die Unberührbare") mit dem dem Hypo-Regie-Förderpreis 1997 prämierter Erstling ist eine bestechende Mischung aus Theatralik und Realismus, aus Generation-X-Frust, BRD-Wirklichkeit und Nouvelle-Vague-Reminiszenzen. Voyeuristisch, aber gekonnt beschreibt der Filmemacher die überhöhten Ansprüche einer ziellosen Party-Generation, die all ihre Mythen und Sehnsüchte auf den Partner projiziert. Ein kleiner, streckenweise schwieriger, dafür jedoch überaus genauer Film über die Liebe, der bei Teenagern gut ankommen könnte.
# Darsteller: Marie Zielcke, Rolf Peter Kahl, Robert Viktor Minich
# Regisseur: Oskar Roehler ("Elementarteilchen", Die Unberührbare")
Gillo Pontecorvo - La Battaglia di Algeri (Algerien Ita, 1965)ofdb
Algerien, 1957: In Algier halten die französischen Truppen unter Colonel Mathieu das Heft in der Hand. Nach dem erfolglosen Kampf in Indochina sind die Franzosen fest entschlossen, ihre letzte Kolonie nicht aufzugeben. Doch im Untergrund organisiert die "Nationale Befreiungsfront" (FLN) den blutigen Widerstand. Ihr Ziel ist ein unabhängiger, islamischer Staat Algerien. Ali-la-Pointe entwickelt sich vom Straßengauner zum Attentäter und schließlich zum Chef-Guerillero der Kasbah, dem autonomen historischen Kern Algiers. Zunächst gelten die Anschläge der Aufständischen einzelnen Polizisten und Militärs, bald töten ihre Bomben auch französische und arabische Zivilisten. Die Organisation der Befreiungskämpfer baut auf Anonymität. Keiner von ihnen kennt mehr als zwei seiner Mitstreiter. So scheint es für Colonel Mathieu fast aussichtslos, die Drahtzieher ausfindig zu machen. Als es zum Generalstreik kommt, greift er zu drastischen Mitteln. Seine Soldaten sollen die Gefangenen durch Folter zum Reden bringen. Die Gewalt der einen Seite spiegelt sich so in der Grausamkeit der anderen. Und auch als der Colonel das Versteck von Ali-la-Pointe ausfindig macht, ist der Kampf noch nicht entschieden.
Hintergrund
Bereits lange vor Ende der Kampfhandlungen wollte Gillo Pontecorvo einen Film über den Algerienkrieg drehen. Sein Projekt hieß damals „Paras“ (Kurzform von „parachutiste“, Fallschirmjäger – A. d. Ü.). Es beruhte auf einer Untersuchung, die er und sein Mitdrehbuchautor Franco Solinas in der Kasbah von Algier durchgeführt hatten – ein kühnes Unternehmen, denn sie galt als höchst unsicheres Pflaster für Westeuropäer.
1964: Algerien ist seit 1962 unabhängig. Der ehemalige Freiheitskämpfer Saadi Yacef gründet die Produktionsgesellschaft Casbah Films. Für seinen geplanten Film über die Jahre des Befreiungskampfes bringt er eine algerisch-italienische Koproduktion zustande und setzt sich mit drei italienischen Regisseuren in Verbindung: Francesco Rosi, Luchino Visonti, Gillo Pontecorvo. Letzterer nimmt unter der Bedingung an, dass ihm ein unabhängiger Standpunkt und völlige künstlerische Freiheit garantiert werden.
Gillo Pontecorvo und Franco Solinas führen sechs Monate lang intensive Recherchen durch: Sie graben in den Polizeiarchiven, lesen die Presse der damaligen Zeit, befragen sowohl Veteranen der französischen Truppen als auch algerische Revolutionäre. Hinzu kommen Saadi Yacefs eigene Erinnerungen, die er nach seiner Verhaftung durch die Franzosen im Gefängnis zu Papier brachte. Für das Drehbuch braucht Solinas ein weiteres halbes Jahr. [...]
1966: Die französische Delegation boykottiert die Aufführung der „Schlacht um Algier“ auf dem Festival von Venedig. Dessen ungeachtet wird der Film mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet. Die französische Regierung verbietet die Aufführung des Films in Frankreich und lässt sich auch durch die drei Oscar-Nominierungen (bester ausländischer Film, bester Regisseur und bestes Drehbuch) nicht davon abbringen.
1971: Der Film läuft in den französischen Kinos an, wird aber auf politischen Druck und Bombendrohungen hin schnell wiederabgesetzt.
2003: Warum interessiert sich das Pentagon für den Film?
Die Geschichte der „Schlacht um Algier“ lebt am 27. August 2003 wieder auf: In der Ausgabe vom 8. September 2003 berichtet Le Monde, das Pentagon habe Offiziere des US-Generalstabs und Zivilisten zu einer Privatvorführung des Films eingeladen. Laut der New York Times vom 7. September habe ein nicht namentlich genannter hoher Beamter des Ministeriums erklärt, der Film vermittle einen historischen Blick auf die französische Kampfführung in Algerien. Seine Vorführung solle eine mit Fakten untermauerte Diskussion über die Herausforderungen auslösen, denen sich die Franzosen hätten stellen müssen.
Im Klartext heißt das: Das amerikanische Oberkommando versucht, die Fehler der französischen Okkupation in Algerien zu untersuchen, um einen Ausweg aus der dramatischen Lage zu finden, die durch die US-Truppen im Irak heraufbeschworen wurde. Dazu der Experte Garry Casimir: „Der Film kann als ein Cinéma-Vérité-Experiment darüber gesehen werden, was geschieht, wenn eine westliche Nation einem muslimischen Volk ihren Willen aufzuzwingen sucht.“
20. Oktober 2003: „Die Schlacht um Algier“ wird, fast unbemerkt, auf dem französischen Kabelsender „Public Sénat“ ausgestrahlt, gefolgt von einer Diskussion mit Saadi Yacef.
9. Januar 2004: Triumphaler Kinostart des Films in den USA. Nach einer Sondervorführung zwei Tage zuvor in Bethesda (Washington, DC) in Gegenwart von Saadi Yacef wird der Film in New York, Los Angeles, Pasadena, Chicago, Washington und in über einem Dutzend weiteren Städten des Landes gezeigt. Er spielt mehr als 500.000 US-Dollar ein.
19. Mai 2004: Nach einer Aufführung auf dem Festival von Cannes (Cannes Classics) kommt „Die Schlacht um Algier“ endlich wieder in die französischen Kinos.
Das französische Publikum hat die jahrelang boykottierte, sogleich verbotene und im Fernsehen (Public Sénat und CinéCinéma 2003 in Frankreich) selten ausgestrahlte „Schlacht um Algier“ nur wenig gesehen. Dennoch regte der Film viele Regisseure an. So war er einer der Lieblingsfilme von Sam Peckinpah. Auch Stanley Kubrick soll ihn zur Vorbereitung der Schlusssequenz von „Full Metal Jacket“ gesichtet haben. Vor kurzem wählte ihn Gaspard Noé für „L’Etrange Festival“ aus. Der Film „Bloody Sunday“, in dem es um die Nordirlandfrage geht, wurde öfters mit der „Schlacht um Algier“ verglichen. [...] arte.tv
Auszeichnungen
1966: Internationale Filmfestspiele von Venedig: Goldener Löwe und FIPRESCI-Preis
1967: Oscar-Nominierungen für Drehbuch, Regie und besten fremdsprachigen Film
1967: Silbernes Band der Sindacato Nazionale Giornalisti Cinematografici Italiani
1972: UN-Award der British Academy of Film and Television Arts wiki
Info Link Pass
DVD-Rip Xvid französisch arabisch + eng sub (hardcoded) 700MB 121min s/w ~800kb/s
Axel verläßt New York und kehrt ins heimatliche Arizona zurück, um "seinen amerikanischen Traum" zu verwirklichen. Leo, sein Onkel, der eine Auto-Verkaufsniederlassung besitzt und davon träumt, über einen Stapel Cadillacs zum Mond zu klettern, bildet Axel als Verkäufer aus und unterweist ihn auch sofort in die drei Grundregeln der Verkaufstechnik: Charme, Sex und Psychologie. Außerdem klärt er ihn darüber auf, worauf er bei einer Frau achten soll: Neues Modell, geringe Abnutzung, Stromlinienförmig - alles andere wäre unter seinem Niveau. Doch Axels Glück wird erst so richtig perfekt, als er sich in Elaine Stalker verliebt, die alle die verrückte Witwe nennen, seit sie ihren Mann erschoß und nur noch einen großen Traum verfolgt: den vom Fliegen. Eine Kollision dieser verschiedensten Träume scheint unausweichlich - vor allem dann, wenn sie verwirklicht werden...
GB 1966
Regie: Michelangelo Antonioni
Drehbuch: Julio Cortázar, Michelangelo Antonioni, Tonino Guerra
Film Info:
Handlung
Der Film spielt im London der "Swinging Sixties" (1960er), Hauptfigur ist der erfolgreiche Modefotograf Thomas (dessen Name allerdings während des gesamten Films nicht erwähnt wird). Doch die "Püppchen" langweilen ihn und so arbeitet Thomas nebenbei an einem Bildband mit Straßenfotografien, wofür er auch eine Nacht in einer Armenunterkunft verbringt. Auf der Suche nach Motiven dafür erstellt er in einem Park Fotos eines Paares. Die dabei fotografierte Frau verlangt daraufhin die Negative. Thomas bietet ihr an, die Bilder und Negative am nächsten Tag bei ihm abholen zu können.
Jane, die Frau auf dem Foto (auch ihr Name wird kein einziges Mal erwähnt), besucht ihn am selben Tag und verlangt die Fotos. Sie beichtet ihm, dass der Mann, mit dem sie im Park war, ihr Geliebter ist und die Bilder daher vernichtet werden müssen. Thomas weigert sich, die Bilder herauszugeben und gibt ihr die falschen Negative. Die beiden kommen sich näher und verbringen den Nachmittag zusammen.
Beim Entwickeln und Vergrößern ("Blowup") der Bilder entdeckt er im Hintergrund verschiedene Details (eine Figur mit einer Pistole in der Hand, eine im Gebüsch liegende Leiche), die auf einen Mord hinweisen.
Als Thomas am Abend zum Park zurückkehrt, liegt die Leiche immer noch bei dem Gebüsch. Er möchte seinen Verleger Ron einweihen und die Leiche fotografieren; dieser zeigt aber kein Interesse und verbleibt lieber auf einer ausgeflippten Drogenparty. Eine Schlüsselszene des Films, in der das diffuse Lebensgefühl der beatbegeisterten Jugend in "Swinging London" pointiert eingefangen wird, stellt jene Sequenz dar, in welcher Thomas in ein Club-Konzert der Yardbirds gerät.
Zurück in seinem Atelier bemerkt er, dass jemand eingebrochen und die Abzüge und Negative, welche den vermeintlichen Mord dokumentieren, entwendet hat. Einzig übrig bleibt das Blowup, welches jedoch so stark vergrössert ist, dass auf ihm nichts mehr zu erkennen ist, da sich das unscharfe Bild im Korn des Fotos auflöst. Am nächsten Morgen ist auch die Leiche aus dem Park verschwunden. Thomas tritt irritiert den Heimweg an und kommt bei einem öffentlichen Tennisplatz vorbei, auf dem eine Gruppe junger Leute pantomimisch ein bizarres Tennisspiel vollführt. Er bleibt interessiert stehen und schaut diesem imaginären Tennisspiel eine Weile zu. Und plötzlich ? obwohl die Akteure weder Tennisschläger noch einen Tennisball zur Verfügung haben ? hört er subjektiv die Geräusche, welche entstehen, wenn ein Tennisschläger einen Tennisball trifft ? obwohl objektiv nichts zu hören sein kann. Damit wird Thomas mit der Frage konfrontiert: Was ist Realität und was ist Einbildung?
Hintergrund
Blow Up basiert auf einer surrealen Kurzgeschichte von Julio Cortazar, bei der sich ein vermeintliches Liebespaar als eine Entführung entpuppt. Eine interessante Komponente dieses Films ist dessen Zeitbezug. Blow Up ist voll mit Zitaten der damaligen Zeit. Nicht nur, dass die Rockgruppe Yardbirds (mit Jeff Beck, Jimmy Page und Keith Relf) einen Kurzauftritt im Film hat, in dem Jeff Beck in einer bekannten Szene seine Gitarre zertrümmert. Ebenso wird eine Frauencatchszene aus dem zuvor erschienen Django von Sergio Corbucci zitiert. Herbie Hancock schrieb die Filmmusik. Als Inspiration für die Figur des Fotografen Thomas wird David Bailey gesehen.
Brian De Palma zitierte Blow Up 1981 in Blow Out ? Der Tod löscht alle Spuren. In seiner Version ist die Hauptfigur (gespielt von John Travolta) ein Tontechniker, der zufällig einen Autounfall aufnimmt und dabei einem möglichen Mord auf die Spur kommt.
Stadt in Angst (1954) DVD-Rip | XviD | 750 MB | Deutsch
Film Info:
Die Ankunft eines einarmigen Fremden mit dem "Southern Pacific" auf dem kleinen Bahnhof in Black Rock scheint für die Bewohner der Siedlung keineswegs eine willkommene Abwechslung zu sein; sie begegnen ihm mit unverhohlenem Misstrauen oder offener Feindseligkeit. Es fällt John Macreedy - so heißt der Mann - schwer, auch nur ein Hotelzimmer zu bekommen. Als er sich beim Sheriff nach einem Farmer japanischer Abstammung erkundigt, gibt dieser eine offensichtlich falsche Auskunft: Er behauptet, der Japaner sei während des Zweiten Weltkriegs deportiert worden. Macreedy möchte den Mann aufsuchen, um ihm einen Orden für seinen gefallenen Sohn zu bringen, der Macreedys Kriegskamerad war. Deshalb macht er sich auf die Suche nach dem verschwundenen Japaner und entdeckt Unglaubliches...
Westernregisseur John Sturges drehte mit "Stadt in Angst" einen ungewöhnlichen Film, der Handlungsmuster des Western mit starken Spannungsmomenten und gesellschaftskritischen Motiven verbindet. Spencer Tracy als Kriegsveteran Mac Reedy ist hier in einer seiner besten und überzeugendsten Rollen zu sehen. Dies sah auch die Jury der Filmfestspiele in Cannes, die Tracy für seine herausragende schauspielerische Leistung auszeichnete. Darüber hinaus gab es Oscar-Nominierungen für Tracy, Sturges und Autor Millard Kaufmanm.
Und immer lockt das Weib - 1956 - Bardot + Jürgens + Trintignant
Et Dieu... crea la femme [FR] / ...und immer lockt das Weib [DE] / ...und ewig lockt das Weib [DE]
Dieser wunderschöne Streifen besitzt meiner Ansicht nach eine aussergewöhnlich starke Ausstrahlung - intensiv und erholsam wie ein Urlaub am Mittelmeer ! Hervorragende Darsteller und das malerische St. Tropez in ihren besten Jahren... ich habe mich oft gefragt, weshalb dieses Sahnestückchen hier bislang fehlt - aber damit ist jetzt ein Ende
Erzeugt mit AutoGordianKnot Virtualized 2.47b (http://fcportables.blogspot.com...gspot.com/), von leicht geshrinkter DVD als Quelle [DVD Shrink max. Quali]. Eigentlich wollte ich ja die DVD bereitstellen, doch das gibt meine Anbindung leider einfach nicht her... vielleicht erbarmt sich ja noch ein anderer Cineast