Wenn Almodóvar ein realistisches Melodram ohne Schnörkel gefilmt hat, dann ist es sicherlich ?Tacones lejanos?. In diesem Streifen verbindet er seinen authentischen Stil mit den Gesetzen des melodramatischen Kinos.
Manuel (Feodor Atkine) leitet einen Fernsehsender, in dem seine wesentlich jüngere Frau Rebeca (Victoria Abril) als achrichtensprecherin tätig ist. Rebeca ist 27, und vor fünfzehn Jahren verließ ihre Mutter Becky (Marisa Paredes) sie, um in Nordamerika Karriere zu machen. Nun kehrt sie nach Spanien zurück, und ihre Tochter erwartet sie am Flughafen und erinnert sich an die Vergangenheit.
Ihre Mutter hatte ihren Vater (Nacho Martínez) verlassen, mit Alberto (Pedro Díez del Corral), aber auch mit Manuel ein Verhältnis gehabt. Alberto wollte Becky daran hindern, ins Ausland zu gehen, um als Sängerin Karriere zu machen. Sie hatte ihrer Tochter versprochen, in Mexiko schnell einen Film zu drehen, der sie berühmt mache, um dann zu Rebeca zurückzukehren. Daraufhin hatte Rebeca heimlich die Schlaftabletten Albertos, den sie eh nicht mochte und der sie nicht mochte, mit anderen Pillen vertauscht, um ihre Mutter gehen zu lassen und um sie so schnell wie möglich wiederzusehen. Doch Becky bliebt 15 lange Jahre. Sie ahnt bei ihrer Rückkehr nichts von dieser Handlung ihrer Tochter Jahre zuvor.
Rebeca heiratete Manuel, ohne ihrer Mutter von der Identität ihres Ehemanns, des Ex-Geliebten Beckys, zu erzählen. Manuel selbst will sich scheiden lassen, obwohl Rebeca nicht zustimmt. Er hat ein Verhältnis mit Isabel (Miriam Díaz Aroca), die Rebecas Nachrichten für Taubstumme übersetzt.
Rebeca führt ihre Mutter – gegen den Willen Manuels – in ein Transvestiten-Lokal, in dem Letal (Miguel Bosé) auftritt und Becky als Sängerin kopiert. Er liebt Rebeca, verführt sie in seiner Garderobe. Ein weiteres Ereignis mit Folgen.
Becky ist kaum ein paar Tag wieder in Madrid, als plötzlich Manuel erschossen auf dem Sofa gefunden wird. Rebeca, die am gleichen Abend – trotz dieses Vorfalls – die Nachrichten im Fernsehen liest, verkündet vor dem Fernsehpublikum, sie habe Manuel erschossen.
Untersuchungsrichter Domíguez (Miguel Bosé) ermittelt; er gibt vor, nicht an die Schuld Rebecas zu glauben; sie wolle wohl jemanden schützen. Doch auch Domíguez hat ein Geheimnis zu verbergen, das ihn dazu bewegt, Rebeca vor der Verurteilung zu schützen ...
Almodóvar inszenierte, wiederum in grell-farbigen Bildern, die zeitweise an eine Mischung aus Comic und Werbung erinnern, mit ?High Heels? sein traurigstes, dem Realismus verhaftetes Melodram. Es handelt sich nicht um ein Rührstück ? la Hollywood. Die Tränen, die fließen, sind nicht aus theatralischer Effekthascherei geschöpft; es sind Tränen, die die Wirklichkeit schreibt. ?High Heels? ist letztlich eine Dreiecksgeschichte zwischen Mutter, Tochter – und Männern. Almodóvar interessieren weinende Frauen, aber nicht als Momentaufnahme: ?Ich muss zugeben, dass kein Schauspiel mich als Regisseur so fasziniert wie das einer Frau, die weint. Mich fasziniert alles, was zu den Tränen führt, der ganze Weg, den die Frau zurücklegt, ehe sie weint.?
?High Heels? ist ein Paradebeispiel für die Umsetzung dieses Interesses. Der Film veranschaulicht auf eine bestürzende Art, wie sich aus einer Trennung wie der zwischen Becky und Rebeca, für die die Mutter verantwortlich zeichnet, ein Drama entwickelt. Mutter und Tochter, fünfzehn Jahre lang getrennt, lieben sich; Rebeca erzählt ihrer Mutter, dass sie Becky zeitweise gehasst hat, doch sie selbst in diesem Hass für das Verlassen-Worden-Sein geliebt hat. Becky bekennt sich für einen Mord schuldig, der die (verquere) Rache an den Männern dokumentiert, die ihre Mutter suchte und fand und die ihr Leben fast zerstört hätten. Rebeca wählt sich nicht nur den gleichen Typ von Mann, sondern auch noch einen, der ihre Mutter ebenso benutzt hat wie jetzt sie.
Es ist immer wieder erstaunlich, wie es Almodóvar gelingt, insbesondere die Schauspielerinnen in seinen Filmen in ihren Rollen aufgehen zu lassen. Victoria Abril und Marisa Paredes ist jede Gefühlsregung, jeder Gedanke am Gesicht abzulesen. In der Anfangsszene, als Rebeca auf ihre Mutter im Flughafengebäude wartet, ist der ganze Schmerz ihrer Kindheit zu spüren, ohne dass sie auch nur ein Wort zu sagen braucht.
Fazit:
Almodóvar lässt dem Zuschauer keine Hintertür offen, aus der er vor der Dramatik der Geschichte fliehen könnte; er erzählt ohne rosarote Brille, nüchtern, realistisch, dramatisch. Wegsehen, Übersehen ist nicht zulässig. Er macht aber nicht nur den aufgestauten, angesammelten Schmerz der Familientragödie sichtbar, sondern eben auch die diffizile Geschichte dieses Leids. Eine Hintertür gibt es in diesem Film nur für Rebeca; ihr gilt Almodóvars ganzes Mitleiden. Der Mord an Manuel gewinnt – wie in jedem Film des spanischen Regisseurs – eine schier unbestreitbare Logik aus der Geschichte der Handelnden. ?High Heels? – auch ein Streifen ohne Lehrhaftigkeit oder Besserwisserei, dokumentarisch und dramatisch in einem.
Kinder des Olymp - von Marcel Carné (1945) DVDRip - AC3 2CH - XviD
Inhalt/Reviews & Links
Kinder des Olymp wurde zwischen 1943 und 1945 unter Bedingungen der Illegalität während des Kriegs im besetzten Frankreich gedreht. Carné, der als einziger der großen Regisseure seines Landes in Frankreich blieb, zögerte die Fertigstellung solange hinaus, dass das Werk als erster Film nach der Befreiung in die Kinos kam.
Inhalt
Paris im Jahre 1827. Im Milieu der Diebe, Gaukler und Komödianten begegnen sich die betörende Garance, der Pantomime Debureau, der Schauspieler Frédéric und der anarchistische 'Gentleman-Verbrecher' Lacenaire. Sie sind so verschieden wie Tag und Nacht. Wir erleben ihre Lieben, ihre Schicksale, ihre scheiternden Hoffnungen und ihre Enttäuschungen: Garance verlässt Lacenaire und wendet sich dem träumerisch-poetischen Baptiste zu. Die neue Liebesbeziehung geht zulasten von Baptistes Kollegin Nathalie, die Baptiste heimlich liebt. Baptiste wird sehr schnell von dem selbstbewussten Frédéric verdrängt. Schließlich verlieren beide Garance, die den Grafen de Monteray heiratet.
Garance geht mit dem Grafen ins Ausland. Jahre später kehrt sie zurück. Inzwischen sind Baptiste und Frédéric berühmt geworden und Baptiste ist verheiratet. Die Liebe holt beide wieder ein. Doch während Frédéric sich schnell mit einer anderen tröstet, verlässt Baptiste wegen Garance Frau und Kind. Auch Lacenaire taucht wieder auf. Noch immer fließt in seinen Adern das revolutionäre Blut und als er sich am Karnevalstag vom Grafen de Monteray gedemütigt fühlt, tötet er ihn. Die verlassene Nathalie sucht nach Baptiste und findet ihn zusammen mit Garance in einer Pension. Garance erkennt die Ausweglosigkeit ihrer Situation und läuft auf die Straße. In dem Trubel des närrischen Treibens verliert Baptiste Garance bald aus den Augen ...
Reviews
Francois Truffaut (Atlas Filmheft 46): Es ist ein Film, den ich sehr bewundere. Er ist, glaube ich, das beste Werk von Marcel Carné. Im Gegensatz zum "Autorenfilm", für den ich eine Vorliebe habe, weil er der Ausdruck einer einzigen Persönlichkeit darstellt, ist Kinder des Olymp vielleicht der beste "Film der Equipe" des französischen Filmschaffens. Kinder des Olymp ist einer jener zu seltenen Filme, die der Kunst des Schauspiels gewidmet sind. Der Aufbau des Drehbuchs ist von fast diabolischer Vollendung. Es ist ein Film, der nicht altert, oder, was auf dasselbe hinauskommt, der sehr schön altert.
Stern TV: Kinder des Olymp ist eines der schönsten und reifsten Werke französischer Filmkunst. Der Film wurde 1945 fertiggestellt. Diesem Klassiker haftet jedoch nichts Verstaubtes an. Hier präsentiert sich vielmehr in Form und Inhalt ein außergewöhnlich moderner Film, der immer noch jeden Zuschauer in seinen Bann zieht und ihn fasziniert. Kein anderer Film hat den magischen Raum zwischen Schnürboden und Souffleurkasten poetischer beschrieben, die Lust am schönen Schein ebenso wie Intrigen, Eitelkeiten und Genie seiner Protagonisten.
Uwe Conradt (Gaffer): Kinder des Olymp ist der Klassiker der klassischen Filme, der Kultfilm aller Kultfilme. "Kinder des Olymp" ist ein Muss nicht nur für alle Cineasten, sondern auch für diejenigen, die sich mit der Geschichte der Kultur auseinandersetzen wollen oder einfach nur Spaß an Schauspielern, an der Poesie, an Pantomime oder an wunderschönen lustig-traurigen Geschichten haben.
Lexikon des internationalen Films: Lieben und Schicksale, scheiternde Hoffnungen und Enttäuschungen verweben sich in der kunstvollen Arbeit Carnes und Preverts zu zu einem gleichnishaften Gesamtbild von Leben als Theater und vom Theater als Lebensbühne. Ein Meisterwerk der Filmgeschichte, das durch Dialogreichtum und -qualität, darstellerische Glanzleistung und poetische Grundhaltung besticht. Noch unten der deutschen Okkupation gedreht, wurde es erst nach der Befreiung uraufgeführt.
rororo Filmlexikon: Er gehört, wegen seiner großartigen filmischen Verwirklichung, seiner Schauspieler und der zutiefst menschlichen Geschichte, die er meisterhaft erzählt, zu den größten Erfolgen und kinematographischen Ereignissen des französischen Nachkriegskinos.
Truffaut soll gesagt haben: “Ich habe 23 Filme gedreht – und ich gäbe sie alle dafür hin, Les enfants du paradis gemacht zu haben.”
Tuvalu - so heisst die Insel, von der die Hauptdarsteller als Zufluchtsort träumen. Ein Traum, dessen Erfüllung unwahrscheinlich erscheint, angesichts der Tatsache, dass sie in einem heruntergekommenen und weitestgehend verlassenen Schwimmbad von der Außenwelt abgeschnitten sind. Denis Lavant (Les Amants du Pont Neuf) spielt den unterdrückten jüngeren Sohn des Schwimmbadbesitzers, und er gibt sich die größte Mühe, sich die Illusion zu bewahren, dieser erstaunliche Trümmerhaufen eines Gebäudes sei noch ein florierendes Unternehmen. In Wirklichkeit gibt es kaum Schwimmer, und die, die kommen, bezahlen buchstäblich in Knöpfen. In der Zwischenzeit versucht sein skrupelloser älterer Bruder, den endgültigen Ruin des Geschäfts heraufzubeschwören, so dass das Gebäude abgerissen und das Gelände neu erschlossen werden kann. http://www.movie.de/filme/tuval.../main.html
Wem Magnolia gefallen hat, der wird diesen Film lieben. Robert Altman hat es in 188 Minuten auf wunderbare Weise geschaft, 11 individuelle Beziehungskisten miteinander zu verflechten. Die Zeit vergeht wie im Flug.
Inhalt & Review
Inhalt
Hubschrauber kreisen über der Stadt und versprühen Desinfektionsmittel. Ein Polizist, dem Frau und Familie längst zum Halse heraushängen, nutzt den Macho-Appeal seiner Uniform aus; bei allgemeinen Verkehrskontrollen verhaftet er nur attraktive weibliche Personen. Eine alternde Nachtclub-Sängerin hat zwar ihre Karriere, nicht aber die Nöte ihrer Tochter im Auge. Es gibt ein gutsituiertes Ehepaar, dessen kleiner Sohn von einem Auto angefahren wurde; den Maskenbildner, der unzufrieden zwischen Hippie-Revolte und Familien-Barbecue pendelt; seinen Freund, der Swimmingpools säubert, während seine Frau beim Babywickeln mit Telefonsex ein paar Extra-Dollars verdient; oder die drei Kumpels, die beim samstäglichen Angelausflug eine Wasserleiche entdecken und trotzdem genau dort ihren Ruten auswerfen.
Review
This is The End
Zerstörung bringende Hubschrauberstaffeln eröffneten „Apocalypse Now“, den legendären (Anti-) Kriegsfilm von Francis Coppola - Tösende Hubschraubertrupps ziehen ihre Bahn über das abendliche Los Angeles. So beginnt Robert Altmans berühmtes „Short Cuts“.
„Die Zeit ist gekommen, wieder einmal in den Krieg zu ziehen. Nicht gegen den Irak, internationale Terroristen oder das ehemalige Jugoslawien, sondern gegen die Fruchtfliege...“ Mit diesen Worten lässt Altman einen Fernsehkommentator „Short Cuts“ einleiten, den raffiniert verschachtelten, großzügig komponierten Episodenfilm über das L.A. zu Beginn der 1990er Jahre.
Nicht weniger als 8 Ehepaare aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten stehen im Mittelpunkt dieses analytischen Reigens, kleine Familien, die scheinbar willkürlich aus der weitläufigen Nachbarschaft des San Fernando Valley herausgegriffen sind, denen, jede für sich, eine gleichermaßen alltägliche wie dramatische Entwicklung widerfährt, Kleinsteinheiten, die sich gegenseitig immer wieder touchieren. Berührungen, vom zufälligen Besuch desselben Geschäfts bis zum Unfall mit Todesfolge. Die soziale Interdependenz eben, ein Film als ein Mikrokosmos, der exemplarisch den Zustand einer Gesellschaft vorführt.
Ein großspuriger Polizist (Tim Robbins), der versucht seiner ewig krakeelenden Kinderschar, dem ihn ankläffenden Hund, in die Arme geschiedener Frauen zu entfliehen, (wo er sich in ähnlichen Situationen wiederfindet), eine Frau (Jennifer Jason Leigh), die während sie die Windeln ihrer Tochter wechselt und ihr Mann, der Pool-Cleaner (Chris Penn) verstört zuhört, die knappe Haushaltskasse mit Telefonsexdiensten aufstockt, ein Paar (Andie McDowell und Bruce Davison), das hilflos mitansieht, wie der kleine Sohn stirbt, die Bedienung in einem Drive In (Lily Tomlin), die sich von geilen alten Anglern unter den Rock schielen lassen muss, ein von Kopfschmerzen gepeinigter Arzt (Mathew Modine), der seine malende Ehefrau (Julianne Moore) verdächtigt, fremdgegangen zu sein, eine egozentrische Jazzsängerin (Annie Ross), die die Hilferufe ihrer Tochter (Lori Singer) nicht wahrnimmt. Alle leben in einem dauerhaften Spannungszustand, in Unruhe, Aggressivität, die sich selten oder nie entladen kann. Jedes dieser Familiengefüge ist gestört, wenn nicht schon zerbrochen. Falls dazu Gelegenheit besteht, sich bewusst zu machen, was falsch läuft, so gelingt es nicht, sich damit auseinander zu setzen, oder nach Ursachen zu forschen. Der kalte Krieg ist zuende, der „Krieg gegen die Fruchtfliege“ hat begonnen: Materielle Zwänge und eine schweigende Übereinkunft mit dem alles dominierenden monetären und hedonistischen Zeitgeist bestimmen die Lebensweise. Voller Sarkasmus und gereizt, selbst bei ihren Freizeitbeschäftigungen, leben sie, wie sie es gerade können, selten sind sie zufrieden, meistens überdreht.
Die Destruktivität, der Zynismus, der dieser Normalität innewohnt, fordert kleine und großeTribute. Da ist es noch freundlich, wenn der eifersüchtige Hubschrauberpilot in Abwesenheit seiner Ex-Frau deren gesamtes Mobiliar zersägt (nur – und hier blitzt die Altmansche Satire hell auf – der Fernseher überlebt), oder wenn der Konditor die Mutter des schwer kranken Jungen mit anonymen Anrufen terrorisiert, nur weil sie derzeit keine Angaben zur Dekoration der Geburtstagstorte machen kann. Vier Leichen bringt dieses kalifornische Paradies hervor, keine von ihnen ist eines natürlichen Todes gestorben. Die überarbeitete Drive-In-Bedienung reagiert zu spät, als der Sohn des Fernsehmoderators vor ihrem Auto über die Straße läuft. Die Tochter der Jazzsängerin kommt nicht über den Tod des Jungen hinweg – vor allem aber nicht über die Unmöglichkeit mit ihrer Mutter darüber zu reden zu können - und nimmt sich das Leben. Ein Angler (Fred Ward) stellt fest, dass da, wo er gerade in den Fluss pinkelt, eine weibliche Leiche - ein Mordopfer, wie sich später zeigt - angeschwemmt wurde. Kein Grund für das Anglerquartett den Ausflug vorzeitig zu beenden. Man befestigt die Tote und angelt neben ihr weiter bis zum nächsten Tag. Die Normalität des Telefonsex als Job schliesslich macht den ehelichen Verkehr zu etwas Unnormalen oder Unmöglichem, weil das Intime zu einer Ware geworden ist. Der Gefühlsstau des derangierten Gatten entlädt sich im Augenblick, als die Erde bebt...
Ein Erdbeben und ein „Krieg gegen die Fruchtfliege“. Zwei Ereignisse werden von allen geteilt. In zwei Momenten, am Anfang und am Schluss, erinnert der Film an die Einheit von Zeit und Raum diese Großversuchs. Einleuchtend macht er den großen Aufriss und führt all die gesehenen kleinen Schicksale - nicht nur für diese beiden Augenblicke - zu einem umfassenden, gemeinsamen Schicksal zusammen. Beides, der angestrengte Kampf des Menschen gegen Widrigkeiten der Natur (mit Mitteln, über deren Gefährlichkeit Unklarheit herrscht), und der „göttliche“, allwissende Fingerzeig des Bebens weckt auf wunderbare Weise Verständnis für das Wesen von Gemeinschaft an sich, weil wir die einzelnen Partikel am Ende zu kennen scheinen, und weil wir ahnen können, wie sie zusammengehören - und wie sie übergreifenden Gesetzmäßigkeiten untergeordnet sind.
Irgendwann trifft der berühmte Fernsehkommentator den Reiniger seines Pools und fragt: „Hey Jerry, wie läuft denn der Krieg?“ „Die Bösen sind am Gewinnen, Sir.“, antwortet der beiläufig. In eben dieser Beiläufigkeit erzählt auch „Short Cuts“ von einer „Gesellschaft ohne Verantwortlichkeit, Scham und Intimität“ (Lexikon des internationalen Films), von einem als Frieden getarnten Kriegszustand. Der Film bedient sich häufig überzeichnender Mittel, die insofern Satire „at it’s best“ sind, weil sie genau da die Realität treffen, wo sie am besten zu erkennen ist: ein kleines bisschen ausserhalb ihrer selbst. Und „Short Cuts“ wimmelt nur so von mitreissenden Schauspielern, die die Palette von der albernsten Komik bis zur ernstesten Tragik spielfreudig und konzentriert beherrschen. „Short Cuts“ ist lang, etwa 180 Minuten, doch „Short Cuts“ ist nie langweilig. Im Gegenteil, je länger „Short Cuts“ dauert, desto süchtiger macht er nach diesem ungeheurlichen, deprimierenden, aberwitzigen, nach Menschen riechenden, nach Wahrheit schmeckenden Film.
Das Kino ist ein seltsam Ding. Der seichteste Blödsinn vom Schlage "Girls United" kann mir sechs Stunden sonnigster Euphorie bescheren. Ein fleißig gemachter Independentfilm wie "Jesus' Son" verdirbt mir dagegen so nachhaltig die Laune, daß mir selbst drei Wochen nach der Pressevorführung noch mürrisch die Mundwinkel herabsinken, wenn ich nur daran denke, ihn zu besprechen. Warum? "Jesus' Son" ist der pure Masochismus. Und ich bin kein Masochist.
Einerseits erzählt er trostlose Junkie-Geschichten, die meist den schlimmstmöglichen Ausgang nehmen. Andererseits liegt genau darin jeweils ihre Pointe. Der Film ist nämlich zugleich eine launige Komödie. Bei dieser Spannung zwischen Frust und Witz handelt es sich aber nicht etwa um schwarzen Humor. Denn dann würde das Opfer nicht immer weitergrinsen, denn dann wären viel schärfere Lacher eingebaut. Nein, hier soll aus permanentem Mißgeschick eine Unterhaltsamkeit der gemächlichen Art gewonnen werden, eine Art Humor des Kopf-hängen-lassens.
Der einfältig-charmante Loser Fuckhead (Billy Crudup) stolpert einsteckend und austeilend durch eine Kette von Episoden, die den Short Stories von Dennis Johnson nachempfunden sind. Sie spielen in den 70ern, vom "Gummo" Production Designer von ihrer schäbigsten Seite gezeigt. Alles gut gemeint, alles nett gemacht, filmische Einfälle, gar Momente von Wahrheit. Zum Beispiel, wenn sich Fuckheads neue Freundin (Samantha Morton - ganz anders als in Woody Allens "Sweet and Lowdown") beim Frühstück einen Schuß setzt, während er noch Corn Flakes mampft.
Doch übers vereinzelte Detail hinaus herrscht Planlosigkeit. Zum abschließenden Beispiel: der Schluß. Fuckheads lakonisch-sarkastisches Voice-Over, die betont drogig hin- und herspringende Erzählweise wollen scheinbar nirgends hinführen. Aber dann führen sie plötzlich doch irgendwo hin: in eine Reha-Klinik. Klar, Fuckhead muß ja irgendwie überlebt haben, um uns seine Geschichte zu erzählen. Der trostlose Humor von "Jesus' Son" macht auch vor diesem Happy End keinen Halt, das Fuckhead im Ringelreihen mit senilen Heimmitbewohnern verbringt. Sinnlos fies. Sehr unangenehm. Macht mürrisch.
Padre Amaro (Gael García Bernal) kommt als äußerst junger neuer Priester in eine kleine Gemeinde auf dem Land. Fast alle Frauen sind begeistert von dem gut aussehenden Mann, natürlich wissen sie vom Zölibat. Padre Amaro kommt in die Gemeinde von Padre Benito, diese soll er in naher Zukunft übernehmen. Schnell merkt er, dass die Kirche hauptsächlich von Geldern der Drogenbosse am Laufen gehalten wird. Er nimmt sich den liberalen Padre Natalia (Damían Alkázar) zum Vorbild der schon bald wegen geringstem Vergehen exkommuniziert wird.
Padre Amaro wird langsam immer mehr wie Padre Benito, im Opportunismus nimmt er sich bald eine Geliebte. Mit der jungen Amelia (Ana Claudia Talancón) verbringt er so manches Schäferstündchen im Nebenzimmer des Hauses einer geistig Behinderten. Und das alles unter dem Vorwand, dieser die Religion näher zu bringen.
Zu allem Übel wird Amelia nun auch noch schwanger. Sie will ihren Geliebten heiraten, sie will dass er das Priesteramt niederlegt, doch Padre Amaro besinnt sich plötzlich des Eides, den er geleistet hat.
Es ist offensichtlich, dass die katholische Kirsche diesen Film missbilligt, ja, sogar die Exkommunizierung des Hauptdarstellers Gael García Bernal angedroht hat.
Blasphemisch soll der Film sein, sagte die katholische Kirche. Die Romanvorlage stammt aus dem Jahr 1875. Durch die ländliche Gegend, in der die Handlung stattfindet und die ohnehin immer gleichen Rituale der Kirche, merkt man ja kaum, dass der Film im heutigen Mexiko spielt. Mexikos bekanntester Jungschauspieler Gael García Bernal, der in „Amores Perros“ und „Y Tu Mama Tambien“ schon Glanzleistungen ganz unterschiedlicher Färbung hinlegen konnte, vermag hier erneut seinen Marktwert zu steigern. Es ist schon beachtlich, in den letzten drei Exportschlagern dabei gewesen zu sein.
„Die Versuchung des Padre Amaro“ bewegt und regt zum Nachdenken an. Regisseur Carlos Carrera versichert, der Film basiere auf wahren Begebenheiten. Die Macht der Kirche, gerade in Ländern mit überwiegend katholischer Bevölkerung ist immens und in Zeiten mangelnder Informiertheit des Volkes mag das Totschweigen von Skandalen geholfen haben. Heutzutage ruft es in den meisten Gesichtern aufgeklärter Menschen ein Lächeln hervor, wenn die Kirche Filme wie „Die unbarmherzigen Schwestern“ von Peter Mullan oder diesen hier auf den Index setzt. Gerade deswegen ist „Die Versuchung des Padre Amaro“ eine, der kaum ein Kinogänger widerstehen kann.
Santa Sangre - von Alejandro Jodorowsky (1989) [deutsch & englisch]
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Info, Review & Links
Inhalt
Der kleine Fenix wächst in einer bizarren Welt voller Widersprüche auf. Er verbringt seine Kindheit in einem Zirkus in Mexico City, in dem sein Vater Orgo als Messerwerfer auftritt. Seine Mutter Concha betreibt mit religiösem Fanatismus einen Heiligenkult um „Santa Sangre“, ein junges Mädchen, dem nach einer Vergewaltigung beide Arme abgetrennt wurden. An der Stelle, an der das verstümmelte Mädchen verblutete, errichtet Concha ihr zu Ehren eine Kirche. Als der brutale und grobschlächtige Orgo von seiner Frau mit einer Rivalin erwischt wird, rächt sie sich mit einem Säurebad. Der rasende Orgo schneidet daraufhin Concha beide Arme ab, bevor er sich selbst richtet.
All dies musste der achtjährige Fenix mitansehen. Das traumatische Erlebnis bringt ihn in eine Nervenheilanstalt – erst zwölf Jahre später, als der Junge seine entstellte Mutter wiedertrifft, gelingt ihm die Flucht. Fortan ersetzt er Conchas Arme und lässt sich als Werkzeug ihrer Rache benutzen, indem er furchtbare Morde begeht. Nur die taubstumme Alma, eine Freundin aus Kindertagen, könnte seine Seelenqual beenden.
Review
"Santa Sangre" nimmt den Zuschauer bei der Hand und entführt ihn in eine absurde Welt, in der es um Mord, Heilige, Zirkusartisten und Prostituierte geht. Es ist ein Werk von Alejandro Jodorowsky, um genau zu sein, das Werk, das er über 10 Jahre nach seiner Enttäuschung mit dem Desaster "Tusk" drehte. Es war mal wieder Zeit für ein Meisterwerk. "Santa Sangre" geht wieder zurück zu den Ursprüngen Jodorowskys Erfolg, zu den Wurzeln, aus denen seine Kultklassiker "El Topo" und "Montana Sacra" entstanden, ohne sie jedoch nur annähernd zu plagiieren oder zu versuchen an ihnen anzuknüpfen.
Im Gegensatz zu den "El Topo" und "Montana Sacra" befinden wir uns in "Santa Sangre" nicht in einer vordergründig phantasmagorisch-verzerrten Spiegelwelt, sondern in einem relativ realitätsnahen Mexiko, das allerdings - wie könnte es anders sein - als Schauplatz für arg surreale Dinge dient. So muss man hier auf die bizarren Bildbombasmen á la "Montana Sacra" verzichten, bekommt dafür aber dennoch ein durchaus zufriedenstellendes Exzerpt der surrealen Kreativität Jodorowskys. Am Erstaunlichsten ist im Falle von "Santa Sangre" eine Sequenz, in der ein toter Elefant in einem gigantischen Sarg einen Abhang heruntergestürzt wird. Unten angekommen wird der prächtige Sarg von hungrigen Dorfbewohnern aufgerissen, und der darin befindliche Kadaver wird zur Versorgungsquelle. Neben solch gleichsam wunderschönen und verstörenden Bildern setzt Jodorowsky wieder sein übliches Pensum an "Freaks" ein: Die Zirkusattraktionen sind farbenfroh und eigentümlich, es kommt ein obligatorischer Zwerg vor und es werden Mongoloide als Irrenanstaltsinsassen eingesetzt, die dem Film einen Dokutouch geben.
"Santa Sangre" erzählt die Geschichte des jungen Fenix, der als Mitglied eines Wanderzirkus aufwächst. Sein Vater Orgo ist ein tätowierter Messerwerfer, dessen Messer Symbole für seine sexuellen Begierden sind. Seine Mutter, eine Trapezartistin, hingegen ist eher begeisterungsfähig für die Religion, als für fleischliche, weltliche Lust: Sie leitet eine Kirche, in der ein Pool voller roter Farbe steht. Die rote Farbe soll das "Heilige Blut" einer angeblichen Heiligen versinnbildlichen, der in der Kirche einst die Arme abgeschnitten und missbraucht wurde. Doch die christlichen Autoritäten wenden sich von ihrem fehlgeleiteten Glauben ab, und lassen die Kirche zerstören. Nicht nur das, sie muss Orgo auch zusammen mit einer anderen, ganzkörpertätowierten Frau erwischen. Mittels einer Säure verätzt sie ihm seine Genitalien, und noch bevor er an den Nachwirkungen stirbt, trennt er ihr ihre Arme vom Körper ab - ganz so wie der "Heiligen", die sie immer so verehrte. Und nun das Fatale: Der junge Fenix wurde Zeuge dieses abartigen Mordes.
Jahre später sehen wir den erwachsenen Fenix in einer Irrenanstalt komplett vereinsamt und desozialisiert dahinvegetierend. Als urplötzlich seine Mutter wieder vor ihm steht, befiehlt sie ihm ab sofort ihre Hände zu ersetzen. Von nun an steckt Fenix seine Hände von hinten in ihr Kleid hinein und agiert völlig willenlos auf Geheiß seiner "heiligen" Mutter. Das die Mutter eifersüchtig und herrschsüchtig ist, zeigt sich daher, dass sie ihren Sohn dazu nötigt, jede Frau abzuschlachten, zu der er körperliche Zuneigung empfindet. Das ödipale Duo wird zu einer gefeierten Kabaretattraktion, und nur Alma, ein stummes Mädchen aus Fenix' Vergangenheit scheint das bösartige Schicksal aufbrechen zu können.
Inhaltlich hält uns Jodorowsky kaum etwas wirklich Neues vor. So ist die Geschichte eine Bunuel'sche Interpretation von Hitchcocks Norman Bates-Figur, und sogar die finale Auflösung aus "Santa Sangre" erinnert an "Psycho". Ganz anders als in seinen bekannteren Filmen versucht Jodorowsky gar nicht erst das Geschehen durch orgiastisch-aufgeplusterte Effekte zu verschlüsseln, sondern zeigt uns relativ konkret, was er uns erzählt. Sicherlich, hin und wieder schwenkt er ins Irreale aus, zum Beispiel wenn Fenix auf einem Friedhof mit seinen zum Leben erwachenden Opfern konfrontiert wird, oder in einer wunder-, wunder-, wunderschönen Szene, in der sich Fenix und Alma erstmals küssen und ein Kran sie bis unter die Decke hebt, und die Kamera ihnen bedingungslos bis in den buchstäblich "siebten Himmel" des Bauwerkes folgt; im Großen und Ganzen jedoch bleibt Jodorowskys Regie "down to earth". Anders, als uns zum Nachdenken zu bringen, und abstoßen zu wollen, schafft es Jodorowsky hier, uns der pure Emotionalität der Geschehnisse beizuwohnen. Viele seiner Sequenzen strotzen nur so vor starken Emotionen, ohne viele Worte zu verlieren - man denke nur einmal an viele der Szenen mit der stummen Alma, oder an die Tätowierungsszene mit Orgo.
Mit Claudio Argento, dem Bruder des italienischen Giallo-Königs Dario, als Ko-Drehbuchautor entstanden natürlich auch die relativ grafischen Mordszenen, die letzten Endes so detailverliebt gestaltet worden sind, dass es zu einem NC-17-Rating in den USA kam.
Wer bereit ist, sich durch zwei Stunden "Jodorowsky für Fortgeschrittene" zu kämpfen, dem eröffnet sich ein inhaltlich und optisches wunderschönes Porträt eines grauenhaften Schicksals, angefüllt mit Referenzen an Freud, Jung, Hitchcock, Fellini und Bunuel. Die karnivalistische, "foreign art film"-Version von "Psycho", mit dem eigenwilligen Score und dem massiven Symbolismus ist ein großartiges, wenngleich auch sehr sperriges und massenunkompatibles Stück Film. http://www.mitternachtskino.de/santasangre.htm
Nach ihrem Highschoolabschluss wissen die beiden Freundinnen Enid (Thora Birch) und Rebeca (Scarlett Johansson) nicht, was sie tun sollen. Eines steht für sie jedoch fest. Sie wollen nicht solche "Spießer" werden, wie die anderen. Eines Tages will man sich einen Spaß mit dem schüchternen Plattensammler Seymour (Steve Buscemi) machen. In diesem erkennt Enid jedoch eine verwandte Seele. Zwischen den beiden kommt er zur Freundschaft, die jedoch nicht ohne Folgen bleibt...
Für weitere Infos: OFDb Filmszene
John Carpenters Erstlingswerk mit einem Budget von 60.000 Dollar und unendlich vielen urkomischen Kleinigkeiten. Viel Spaß damit.
USA 1974, 82 Min. (deutsch) Regie: John Carpenter Drehbuch: John Carpenter, Dan O'Bannon Musik: John Carpenter Darsteller:
Brian Narelle (Lt. Doolittle)
Cal Kuniholm (Boiler)
Dre Pahich (Talby)
Dan O´Bannon (Sgt. Pinback, real name Bill Fruge)
Filminfos
John Carpenters bissige Satire auf den Science-Fiction-Film hat inzwischen ebenso einen Kultstatus erreicht wie sein Vorbild, 2001-Odysse im Weltraum von Stanley Kubrick. Die arrogant-überlegene Stimme des neurotisierenden Computers HAL 9000 wird hier zu der einer lüsternen Bardame, sein unbestechliches, rot glimmendes Kameraauge zum grinsenden Mondgesicht aus Datenanzeigen. Überhaupt wird alles, was 2001 recht war, hier wortwörtlich billig: Von den bewußt dillettantisch aufgemachten Spezialeffekten (und einem Space-Haustier, das offensichtlich aus einem Gummiball besteht) bis hin zum elektronisch erzeugten Soundtrack. An den von Carpenter selbst komponierten, finsteren Synthesizer-Klängen offenbart sich ebenso sein sarkastischer Humor wie in den Szenen, in denen die Musik der Situation völlig entgegengesetzt erscheint: wie der absurde Tanz, den - wie Namen doch sprechen können - Sgt. Doolittle eingeklemmt im Lastenaufzug zum "Barbier von Sevilla" von Rossini aufführen muß. Das Ganze gipfelt dann in dem tiefschürfenden erkenntnistheoretischen Gespräch mit der computerisierten Bombe, die man von ihrem Selbstzerstörungstrieb abzubringen versucht und dabei - tödlich- fatalistisches Gedankengut in ihr wachruft. Quelle
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John Carpenters Film erzählt die Geschichte von vier Astronauten, die sich mit ihrem Raumschiff Dark Star seit 20 Jahren auf Dienstreise befinden. Ihr Job ist es, instabile Planeten aufzuspüren und dann mittels intelligenter Atombomben zu zerstören. Nachdem der alte Kommandant Powell (Joe Saunders) durch einen Kurzschluss in seinem Sitz getötet wurde (und seitdem ein zombiehaftes Dasein in einer Gefrierkammer das Schiffes führt) und sich eine Vorratskammer selbst zerstört hat, so dass der gesamte Vorrat an Toilettenpapier auf dem Schiff vernichtet wurde, ist die Atmosphäre an Bord der Dark Star nicht die beste.
Aber auch ohne die diversen Zwischenfälle und technischen Pannen kann man die vier Crewmitglieder nicht als glückliche Menschen bezeichnen. Sie leiden extrem unter der Monotonie ihrer Arbeit, der Wochen oder Monate dauernden Langeweile und der Antipathie, die sie dem größten Teil ihrer Kollegen entgegen bringen. Dabei gehen die vier ganz unterschiedlich mit der Situation um: Doolittle (Brian Narelle), der neue Kommandant, ist frustriert und betrachtet seine Aufgabe als völlig sinnlos. Dabei vertreibt er sich die lange Weile mit Träumereien und dem Musizieren auf selbst gebastelten Instrumenten; Pinback (Dan O'Bannon), der eigentlich gar nicht Pinback heißt, sondern nur durch ein Versehen den Raumanzug des echten Pinbacks anhatte und sich irrtümlich auf der Dark Star befindet, versucht die anderen durch kleine Witze aufzubauen und beschäftigt sich darüber hinaus mit einer extraterrestrischen Lebensform ? dem Exoten ?, die er bei einer Mission mit auf das Schiff genommen hat. Boiler (Cal Kuniholm) hat die Monotonie des Weltraums in einen aggressiven Charakter verwandelt, bei Talby (Dre Pahich) hat sie beinahe zum Gegenteil geführt: Er hat sich von den anderen abgesondert, verbringt seine Zeit in der Aussichtskuppel der Dark Star und träumt von den legendären Phönix-Asteroiden. Quelle
Download (rapidshare und gulli:share)
Video: XviD/avi, knapp 800 MB (ist ein DVDRip der 30th Anniversary Jubiläums Edition, die selbst aber nur VHS-Qualität hat, ist aber ja auch ein alter Film)
Audio: ac3 6Ch.
Sprache: deutsch
Format: 16:9
Passwort: carpenter
König der Fischer (1991) von Terry Gilliam [Avi (DivX)] WIEDER ONLINE!
Info & Review
Der Radio-Dj Jack Lucas (Jeff Bridges) hat vor Jahren in seiner provokativen Radioshow einen Anrufer solange gedemütigt, bis dieser als Amokläufer ein Massaker angerichtet hat. Lucas verlor seinen Job und ist aus seinem Tief nie wieder herausgekommen. Er führt mehr schlecht als recht eine Videothek.
Als er eines Abends auf der Straße angegriffen wird, rettet ihn der Penner Parry (Robin Williams), der sich für einen Ritter hält und zeitweise in einer Traumwelt lebt. Parry ist, wie sich herausstellt, Leidtragender des Amoklaufs und seitdem auf der Suche nach dem Heiligen Gral. Lucas sieht in dem Penner seine Chance zur Bewährung und hilft ihm, den Gral zu finden, eine neue Liebe und sein richtiges Leben. Doch das ist nicht so einfach, wie es klingt...
Für weitere Infos: OFDb 25frames
Auf Wunsch: Wilde Erdbeeren (1957) von Ingmar Bergmann [Avi (DivX)]
Info & Review
Am Morgen des Tages, an dem ihn die Universität Lund zum 50. Jahrestag seiner Promotion ehren will, hat der 78jährige Medizinprofessor Isak Bork einen Alptraum, der ihn mit seinem eigenen Tod konfrontiert. Die anschließende Fahrt nach Lund unternimmt er mit seiner Schwiegertochter Marianne, die sich mit seinem Sohn Evald zerstritten hat. Unterwegs machen sie halt bei einem Sommerhaus, wo sich Isak an seine Jugendliebe erinnert, lesen drei jugendliche Anhalter auf und besuchen Isaks Mutter. Nach einem weiteren Traum, in dem er seine verstorbene Frau beim Ehebruch beobachtet, sieht Bork als geläuterter Mensch der Zeremonie entgegen.
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Kagemusha - Der Schatten des Kriegers - von Akira Kurosawa (1980) - DVDRip - XviD
Infos & Review
Inhalt
Kurz vor der Hinrichtung wird ein Dieb von einem japanischen Clan gerettet. Er soll als Doppelgänger des toten Fürsten die Armee des kriegerischen Clans führen. Obwohl anfangs noch unsicher, genießt er bald seine neue Rolle - es gelingt ihm, Freund und Feind zu täuschen. Gegen den Willen seiner Auftraggeber bestimmt er nun das Schicksal des Fürstenhauses mit. Mit 25.000 Soldaten zieht der Fakeda-Clan in die letzte Schlacht...
Review
Mit dem Film "Kagemusha" beweist Japans Meister des großen Kinos, Akira Kurosawa, einmal mehr sein Talent den Zuschauer, egal ob dieser mit japanischer Geschichte vertraut ist, in die klassische Welt des alten Japan eintauchen zu lassen.
Die Handlung des Films spielt dabei im Japan des 16. Jahrhunderts, als der mächtige Fürst Shingen Takeda, schwer verwundet eine Kriegslist nutzt und veranlasst nach seinem Tode einen Doppelgänger einzusetzen um sein Reich vor dem Zerfall und dem Einfall feindlicher Mächte, wie dem Kriegsherrn Nobunaga zu schützen. Nachdem Tod Shingens kommt es zunächst zu Auseinandersetzungen zwischen Shingens Sohn Katsuyori und Shingens Generälen. Schließlich wird doch ein passender 'Kagemusha' gefunden, der sich nach anfänglichen Schwierigkeiten auch gut einlebt, doch Katsuyoris Machtgier und Engstirnigkeit bringen den Bestand des Hauses Takeda in große Gefahr.
Kurosawa zeigt in seinem Film, in mal wieder bestechender Form, eine Geschichte epischen Ausmaßes, die trotz ihres kriegerischen Hintergrunds nicht auf martialische Materialschlachten und explizite Schlachtszenen setzt, sondern in ruhiger und tiefgründiger Weise dem Betrachter die Thematik, die Motivationen der Figuren und deren Konflikte nahebringt. Hierzu nutzt der Regisseur oft längere unspektakuläre Sequenzen, die aber durch ihre Machart und Kameraführung dem Zuschauer im Gedächtnis bleiben.
Darüber hinaus werden im Film die relativ wenigen Kampfszenen, die nur in Andeutung stattfinden gezielt eingesetzt, um dem Zuschauer einerseits die Gefühlswelt der Figuren, hauptsächlich die des Kagemusha aufzuzeigen und andererseits auch die Sinnlosigkeit des Krieges zu verdeutlichen. Charakteristisch hierfür ist der lange Kameragang über das Schlachtfeld am Ende, das die Soldaten als Opfer eines machtbesessenen Herrschers zeigen, dessen Entscheidungen sie in den Tod führten. Gezeigt werden in diesem Schlussgefecht aber keine Kämpfe, sondern die bloßen Kampfgeräusche, die aber trotzdem ein gewisses Schlachtgefühl vermitteln und dem Zuschauer die Möglichkeit geben seine Phantasie spielen zu lassen und sich den Kampf in seiner Grausamkeit zu denken.
Die Darstellerriege agiert, wie in den meisten japanischen Produktionen, speziell denen von Kurosawa in bestechender Form und sorgt stets für überraschende, aber stets passende Reaktionen und Kommentare, wodurch eine grandiose Atmosphäre geschaffen wird. Hervorzuheben ist hierbei der Darsteller des Kagemusha, dessen Mimik und Blicke perfekt seine Gefühlswelt zum Ausdruck bringen.
Abschließend muss man Kurosawas Film als weiteres Kunstwerk japanischen Kinos ansehen. Ohne pompöse oder spektakuläre Szenen schafft es "Kagemusha" durch seinen leicht eigenwilligen Stil, der durch herrliche Bilder unterstützt wird, für Unterhaltung auf höchster Ebene zu sorgen. http://www.ofdb.de/view.php?page=rev...874&rid=109868
Inhalt:
Ein Killer in Schweinemaske fährt zusammen mit einem Koffer voller Folterutensilien und einem mystischen Buch durch die Wüste. Er gabelt ein Opfer auf, das im Gesicht vollkommen bandagiert ist. Der Killer fährt mit seinem gefesselten Opfer zu sich nach Hause, und beginnt mit Folter und Tortur.
http://www.megahorrorgifs.de/as...aso002.gif Land: usa Jahr: 1998 Regie: Rozz Williams Nico B. Darsteller: James Hollan Rozz Williams Genre: Horror Kurzfilm Mystery OFDB Format: DivX Source/Download: DvD Hoster: power-share.de Uncut: Selbstverstaendlich! Passwort: es-ist-kopfuss
Auf Einladung seines Freundes Harry Lime (Orson Welles) reist der Schriftsteller Holly Martins (Joseph Cotten) ins Nachkriegswien, um ihn zu besuchen. Bei seiner Ankunft erfährt er jedoch, daß sein Freund vor kurzem Opfer eines Autounfalls wurde. Die Behörden sind sehr erfreut, denn Harry soll Kopf eines Schieberrings gewesen sein und durch den Verkauf von gestreckten Medikamenten viele Tode verursacht haben. Martins untersucht den Autounfall und stößt schon bald auf einen geheimnisvollen dritten Mann, der dabei gewesen sein soll, doch die Mauer des Schweigens scheint undurchdringlich. Da hat Martins eines Abends eine unheimliche Begegnung...
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Clerks X - von Kevin Smith (1994) - DVDRip - MP3 - Xvid (Englisch)
Aus aktuellem Anlaß http://board.gulli.com/thread/571076...ease-camhydro/ und weil er meiner Meinung gut zum Thema des Threads paßt, hier die 10 jährige Jubiläumsausgabe von Clerks. Hier im Board gibts schon eine Clerks Version dieser Rip ist Qualitativ allerdings deutlich besser.
Außerdem kann es sein das diese Jubiläumsausgabe länger als das Orginal ist also sowas wie ein Directors Cut, das konnte ich leider aber nicht verifizieren.
Eine Kritik von Apollon (Bewertung des Films: 8/10)
eingetragen am 22.09.2005, seitdem 220 Mal gelesen
Ein Pfuhl der Perspektivlosigkeit, dieser kleine Gemischtwarenladen, in dem sich Dante Hicks seine bescheidenen Brötchen verdient. Doch so ein Job kann offenbar auch ein Abenteuer sein. Da begegnen einem die schrägsten Gestalten: der Perfektionist auf der Suche nach dem makellosen Ei, der ekelhafte Typ, der mit einem Sexheft auf der Toilette verschwindet oder der Demagoge einer Kaugummifirma, der in deinem Laden gleich eine Anti-Raucher-Kampagne startet. "Ohne die Kunden wär?s ein toller Job", sagt Randal, Videothekar von nebenan. Aber hinter der Theke, da ist die Konfrontation mit den leidlichen Gepflogenheiten der Kundschaft nicht vermeidbar. Dann schmeckt man die Bitternis dieser Anstellung.
"Clerks" zeigt in Episoden einen Arbeitstag des Dante Hicks. Eigentlich ist es sein freier Tag, nun wird es ein ganz verrückter, ein ereignisreicher, ein überzeichneter, so viel steht fest. Er zeigt die gebündelten Erfahrungen Kevin Smiths, ist ein Dokument aus jener Zeit, in der er selbst in diesem Quick-Stop-Supermarkt arbeitete. Es ist der Ursprung des New-Jersey-Zyklus, das mit geringsten Mitteln in Schwarzweiß produzierte Spielfilmdebüt mit autobiografischer Note, dessen Soundtracklizenzierung ebenso viel Geld wie der eigentliche Film verschlungen haben soll; der Prototyp von Kevin Smiths verbaler Schlagfertigkeit mit dem ersten Auftritt von Jay und Silent Bob, sein charmantestes Werk. Hier ist die Inszenierung zwar noch unvollkommen und die Kamera noch dokumentarisch-wackelig, wenn sie den Versuch wagt, unstatische Bilder zu drehen, doch ist Smiths Slacker-Movie eine leidenschaftliche No-Budget-Produktion mit einem zweifellos wunderlichen, aber doch natürlich wirkenden Charakterensemble.
Veronica, Dantes Freundin, ließ schon 37 Männer in den Genuss ihrer Blow-Job-Qualitäten kommen. Randal, der die meiste Zeit Dante im Shop Gesellschaft leistet, statt im Videoladen die Stellung zu halten, sagt, was er denkt. Er ist die obszöne Unverfrorenheit, die wirklich kein Blatt vor den Mund nimmt und sich Hermaphroditenpornos bei der Konkurrenz ausleiht. Und Dante? Er redet die ganze Zeit von seiner Ex, Caitlin, veranstaltet ein Hockey-Spiel auf dem Dach des Ladens und behauptet, beim Sex beschränke sich die Aufgabe der Frau einfach nur aufs ?da sein?. An Persönlichkeit gewinnt "Clerks" durch die Nonchalance, es ist ein Film ohne gestelzte Coolness. Ein leger präsentiertes Panoptikum eigentümlicher Anekdoten, zügellos-vulgärer Dialoge und situationskomischer Kuriositäten, das mehr von Belang ist, als es auf den ersten Blick scheinen mag.
Selbst Dante wird von Randals direkter Art nicht verschont. Sie entlarvt dessen Angst und fehlenden Mut, sich aus seiner gefälligen Stagnation zu lösen und sein Leben zu ändern, statt darüber zu lamentieren und bequem die Verantwortung auf andere abzuwälzen. Dantes Illusion von der Überlegenheit hinter der Theke zerplatzt. Schizophren wäre es, weiterhin von oben auf die Kundschaft herabzuschauen, bei dieser lausigen Beschäftigung, bei diesem Hungerlohn. Der in der formidablen Unterhaltung eingebettete Unmut Kevin Smiths über den während der Drehzeit ausgeübten Job ist unverkennbar, ebenso wie seine Fähigkeit zur kritischen Selbstbetrachtung. Rückblickend hat er dem Laden als Grundlage und Inspirationsquelle für diesen fabelhaften Independentfilm einiges zu verdanken. Dass "Clerks" den Beginn einer Karriere im Filmgeschäft darstellen würde, hätte Kevin Smith damals wohl kaum zu träumen gewagt.
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[b] Inhalt/Review
Torsil Ultra:
Ein neues, dem Anschein nach revolutionäres Waschmittel, entwickelt unangenehme Nebenwirkungen, wie einige Raumpfleger schnell schmerzhaft erfahren müssen.
Das Waschmittel sorgt dafür das die ihm ausgesetzten Wäschestücke ein grausames Eigenleben entwickeln.....
Soviel zur Handlung, der eigentlich keine ist, sondern ein einfacher, aber sehr kurzweiliger Aufhänger für 25 Minuten Fun-Splatter-Action vom Feinsten. Denn was Regisseur Ralf Burmester hier mit denkbar einfachen Mitteln zusammengedreht hat, ist von Anfang bis Ende ein einziges Vergnügen für alle, die dem Amateurfilm-Sektor etwas abgewinnen können. Es werden einem jede Menge zwar von diversen Genre-Werken abgekupferte, aber überaus unterhaltsame und gut gefilmte Actionszenen, sowie einige technisch einwandfrei umgesetzte Gore-Effekte geboten. Zudem bringen die Schauspieler trotz merklich fehlender Erfahrung ihre Figuren überzeugend rüber, auch wenn der eine oder andere hier zu gelegentlichem Over-Acting neigt. Immerhin strahlen die Akteure hier etwas aus, das den meisten Amateurdarstellern fehlt: Eine gewisse Sympathie, die einfach daher rührt, dass sie sich und ihre Figuren nicht zu ernst nehmen ? da seien den Machern auch die infantilen Späße mit dem Laserschwert oder der ?Matrix?-Hommage am Schluss verziehen.
Die Idee mit den Killersocken ist recht originell (mal was anderes als schlecht geschminkte Zombies), auch wenn die verwendeten Computeranimationen und erst recht die ulkigen Handpuppen mit den scharfen Zähnen einen doch eher schmunzeln lassen. Immerhin unterstreichen sie noch einmal die Absicht der Macher, hier wirklich nur einen reinen Fun-Film drehen zu wollen - ein hundertprozentig geglücktes Unternehmen.
?Torsil Ultra? ist ein Partyfilm erster Güte, der dank selbstironischer Grundhaltung, viel Action und einem gewissen naiv-trashigen Charme über seine recht kurze, aber absolut hinreichende Spieldauer beste Unterhaltung bietet. Was will man mehr ?
Onkel:
ist eine düstere Geschichte über einen Mann, der irgendwie Probleme mit sich und der Welt hat. Welche verrät die Pointe des Kurzfilmes in dem kein Wort gesprochen wird (dafür gibt es Milchgerotze und Maden auf Pizza! Na dann, Mahlzeit!)
Eine Kritik von McClane (Bewertung des Films: 7/10)
eingetragen am 30.04.2006, seitdem 83 Mal gelesen
1995 waren Sylvester Stallone und Antonio Banderas als ?Assassins? auf dem Actionpfad unterwegs, zwei Jahre später nahm sich ?Grosse Pointe Blank? dem Thema Profikiller auf komödiantische Weise an.
Martin Blank (John Cusack) gehört zu ebenjener Zunft, denkt bei den Aufträgen ans Geld und nicht an die Moral und will allein arbeiten ? weshalb er auch denn Vorschlag des Killers Grocer (Dan Akroyd) ausschlägt eine Organisation zu gründen, um das Geschäft zu regeln. Dabei greift ?Grosse Pointe Blank? ironisch sämtliche Mechanismen des Profikillerfilms auf, darunter den Mailverkehr über die Zielperson oder die Tarnorganisation für das Killerunternehmen.
Doch Martin hat Probleme, denn in letzter Zeit will ihm das Töten nicht mehr so leicht von der Hand gehen wie früher. Hat er etwa moralische Skrupel? Der Psychiater kann ihm kaum helfen, will es auch gar nicht, aber Martin kommt trotzdem zu jeder Sitzung und lässt so nette Bemerkungen fallen wie er wisse, wo der Doc wohne. Die Szenen mit dem Psychiater sind von kleiner Zahl, aber gut über den Film verteilte Highlights, die immer für Zwerchfellbelastung sorgen.
Entspannung könnte Martins zehnjähriges Klassentreffen in seiner Heimatstadt Grosse Pointe bringen ? und nebenher soll er da noch einen Auftrag erledigen. Doch rivalisierende Killer, das Wiedersehen seiner großen Jugendliebe Debi Newberry (Minnie Driver) und ähnliche Dinge machen Martin das Leben ganz schön schwer?
Auf diesem herrlich absurden Grundgerüst baut ?Grosse Pointe Blank? eine wirklich amüsante Komödie auf, die zwar nicht ganz so schwarz ist, wie man erwarten könnte, aber doch reichlich Dialoge in dieser Richtung fabriziert. Da überlegt Martin immer wieder, was er als Beruf angeben könnte und erzählt jedem dann doch, dass er Profikiller ist, selbige Offenbarung wird meist mit aufbauenden Kommentaren bedacht oder Martin kann noch nicht mal ?I?ll give it a shot? sagen, ohne dass dies doppeldeutig wirkt. Derart köstliche Dialoge durchziehen den kompletten Film und sind wunderbar getimt, sodass man sich stellenweise wirklich schlapp lachen kann.
Auch großartig ist die Musikuntermalung, die zum einen aus nostalgischen 80er Jahre Songs (Queen, David Bowie usw.) passend zum Klassentreffen besteht, zum anderen moderne Rockmusik von Bands wie Violent Femmes oder Guns?n Roses bietet. Wirklich klasse auch die Szene, in der ein jugendlicher Supermarktkassier ?Doom? am Automaten, laut ?Ace of Spades? von Motorhead hört, während im Hintergrund Martin und ein Gegner die gesamte Hütte zu Klump ballern. Derartige Actionszenen gibt es nur wenige, sie sind aber sehr gut choreographiert (z.B. der Fight an den Spinds) und meist mit Witz gewürzt (z.B. der Showdown, bei dem zwischen Ballereien Heiratsanträge gemacht werden).
Leider hat ?Grosse Pointe Blank? zwischen seinen urkomischen Szenen immer wieder kleinere Durststrecken, in denen etwas wenig passiert. Vor allem die Lovestory zwischen Martin und Debi bremst das schräge Geschehen aus, obwohl ?Grosse Pointe Blank? teilweise wirklich überraschend romantisch ist. Doch insgesamt ist das Hin und Her zwischen gegenseitiger Anziehung und Erschrecken über Martins Job dann doch etwas zu ausgewalzt geraten und könnte mehr Witz vertragen.
Dafür ist ?Grosse Pointe Blank? schauspielerisch sehr gut, vor allem John Cusack ist ein wunderbar sympathischer Profikiller und bekommt vom Film auch ein paar tolle Momente spendiert (z.B. in der Szene mit dem Baby). Ebenso gut ist Minnie Driver als Love Interest mit flotten Sprüchen und in Nebenrollen trumpfen Hank Azaria, Mitch Ryan und Alan Arkin auf. Mal wieder goldig ist Johns Schwester Joan Cusack als seine Sekretärin und sein späterer ?Weil es dich gibt"-Kumpan Jeremy Piven darf auch mittun. Nur Dan Akroyd ist zwar OK, fällt aber im Gegensatz zum Rest des Ensembles etwas ab.
Freunde des schwarzen Humors dürfen bei ?Grosse Pointe Blank? ihre Freude haben, wenngleich der Film nicht ganz so fies ist wie andere Vertreter seiner Zunft und in der Liebesgeschichte auch kleinere Hänger hat. Doch inszenatorisch ist das Ganze gelungen, mit einigem Tempo erzählt und zudem mit gut getimten Gags gefüllt, die in den deutschen Synchro erfreulicherweise ähnlich gut wie im O-Ton kommen. Gibt 7,5 Punkte von mir.
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La Strada - von Federico Fellini (1954) DVDRip - AC3 2CH - Orginalfassung Uncut - Italienisch & dt. ext. Subs - XviD
& La Strada - Das Lied der Straße (Federico Fellini, 1954) DVDRip - gekürzte Deutsch Fassung - XviD
Info & Review
Inhalt
Der reisende Jahrmarkt-Artist und Kraftmensch Zampano (Anthony Quinn) kauft einer armen Frau die naive Gelsomina (Giulietta Masina) ab, um sie zu seiner Assistentin auszubilden. Zampano ist ein roher, gefühlloser Klotz, der an dem Menschen hinter seines Kaufs nicht interessiert ist. Eines Tages begegnen sie bei einem Zirkus dem Seiltänzer Il Matto (Richard Basehart), von dem Gelsomina begeistert ist und der sie überredet, doch noch weiter für Zampano da zu sein. Doch zwischen den Männern gibt es Aggressionen und die führen für alle Beteiligten im Laufe der Geschichte in die Katastrophe...
Review
Schon in diesem Film, in dem Fellinis (1920-1993) Frau Giulietta Masina (1921-1994) die weibliche Hauptrolle spielt (ebenso in „Die Schwindler“, 1955; „Julia und die Geister“, 1966; „Ginger and Fred“, 1986), kündigt sich Fellinis Liebe für die Darstellung des Lebens und der inneren Zustände von Menschen als Absurdität an, später deutlicher in Filmen wie „Satyricon“ (1969) oder auch „Stadt der Frauen“ (1980). In „La Strada“ spürt man noch Reste des Neorealismus, die aber bereits verfremdet erscheinen, sowohl was Figuren, als auch was den Ort der Handlung anbetrifft. Es ist die Welt der Gaukler, des fahrenden Volkes, der Clowns und Artisten, aber auch anderer, hoffnungsloser Menschen, die in „La Strada“ Schauplatz einer Geschichte ist, von der Fellini selbst sagte, sie sei entstanden „aus der Vorstellung von einem Mann und einer Frau, die äußerlich zusammenleben, aber in ihrem Innern durch astronomische Weiten voneinander getrennt sind“. „La Strada“ sei sein persönlichstes Werk, „gerade ein Stück meiner selbst“.
• I N H A L T •
Das Meer ist Anfang und Ende der Straße. Dort kauft der ruppige, emotional gepanzerte Gaukler Zampanó (Anthony Quinn) von einer armen Frau für 10.000 Lire deren Tochter Gelsomina (Giulietta Masina), die für ihn arbeiten soll. Sie soll für ihn trommeln, wenn er vor Publikum die um seine Brust gelegten Ketten zerbrechen lässt, als Clown auftreten und ihm auch ansonsten zur Hand gehen. Gelsomina spielt aber nicht nur den Clown. Mit ihrem „Rettichkopf“ und ihren großen Augen wandert sie als Clown durch die Welt – liebenswürdig und verletzlich, freundlich und nach Zuneigung dürstend glaubt sie, in Zampanó einen Freund, vielleicht einen Mann gefunden zu haben. Aber Zampanó interessiert Gelsomina nicht als Frau. Der Gaukler ist wüst, trinkt über die Maßen und an jedem Ort, an dem die beiden mit seinem von einem Motorrad gelenkten Wagen auftauchen, jagt er Frauen hinterher.
Gelsomina ist tief enttäuscht, und als sie in einer Stadt nach einer Prozession den Seiltänzer Il Matto (Richard Baseheart) sieht, glaubt sie, ein bisschen Glück gefunden zu haben. Zampanó tritt eine Zeitlang im selben Zirkus von Il Signor Giraffa (Aldo Silvani) auf wie Il Matto, ein sarkastischer Zeitgenosse, der Zampanó vor dem Publikum und auch sonst verspottet. Am liebsten würde Gelsomina bei Il Matto bleiben. Doch der geht weg und schenkt ihr zum Abschied eine Kette.
Gelsomina lernt, Trompete zu spielen, versucht, Zampanós Herz zu gewinnen, wird von ihm aber immer wieder zurückgewiesen. Als beide eines Tages wieder auf Il Matto treffen, kommt es zum Streit zwischen beiden und Zampanó erschlägt Il Matto. Gelsomina ist verzweifelt, nichts ist für sie mehr so wie vor der Tat. In diesem Zustand lässt Zampanó Gelsomina zurück.
Jahre Später erfährt er von einer Frau, die das Lied singt, das Gelsomina immer auf der Trompete gespielt hatte, dass sie tot ist ...
• I N S Z E N I E R U N G •
Die Linke in Italien warf Fellini angesichts von „La Strada“ vor, den „gemeinsamen Kampf“ wie den Neorealismus des italienischen Films verraten zu haben. Aber Fellini drückte mit „La Strada“ eigentlich nur aus, dass er sich in der Konfrontation zwischen der Linken und dem katholischen Lager von keiner Seite vereinnahmen lassen wollte. „La Strada“ zeigt Menschen ohne Perspektive und einen Regisseur, der sich eine selbständige Sicht der Welt erhalten hat. Fellini zeigt Prozessionen, ein Kloster, Nonnen, aber diese inszenierte Sicherheit einer schon fast obsolet gewordenen Heilsideologie berührt die Figuren in diesem Spiel kaum. Man übernachtet bei den Nonnen, fragt freundlich danach, aber die emotionalen Konflikte von Gelsomina und Zampanó stehen fast völlig unvermittelt neben diesem Geschehen. Als Gelsomina Il Matto hoch oben zwischen zwei Häusern auf dem Seil sieht, ist alles andere egal. Das Marienbild der Prozession steht abseits von ihr, fast leblos. Für sie und Zampanó ist das Leben – wenn auch auf unterschiedliche Weise – ein Prozess voller Trennungen und Abschiede. Es beginnt am Meer und endet am Meer. Rom, alle anderen Orte, die sie entlang fahren, kommen nur am Rande vor. Entscheidend für beide sind das Weiterfahren und das Abschiednehmen, das Schmerzliche, das darin zum Vorschein kommt, für beide auf unterschiedliche Weise.
Gelsomina ist ein zerbrechlicher und fröhlicher Mensch, der Mensch als Clown, nicht als alberner Schalk, sondern ein Clown im Sinne von Lebenskraft und Urvertrauen, von der Einheit von Tragik und Komik. Sie sucht nach einem ebensolchen Menschen. Zampanó ist ein lebendiger Panzer, der, wenn es sein muss, aus allen Rohren schießt, ein Rohling, der seine Gefühle in ein Gefängnis gesperrt hat. An ihm scheitert Gelsomina an dem Punkt, als Il Matto, dieser ganz andere, spottende, aber herzliche Mensch von Zampanó getötet wird. Mit seinem Tod stirbt in Gelsomina die Freude, die Hoffnung und letztlich das Leben. Zampanó löscht es aus, und als er Jahre später von Gelsominas Tod erfährt, weint er zum ersten Mal, unbewusst dessen, was er sich und anderen angetan hat. Am Meer liegt er im Sand, nachdem er seine Wut, die er nicht gegen sich selbst richten kann, in einer Kneipe an anderen ausgelassen hat.
Wenn Gelsomina die Seele, die Wärme, das Lebendige versinnbildlicht, so Zampanó das Körperliche, das Unförmige, Robuste, Äußerliche, an das Gelsomina nicht herankommt. „La Strada“ zeigt die Welt der Gaukler, aber auch eine Welt der Spelunken, der verfallenen Häuser, der armen Vorstädte, nur eben nicht im Korsett der marxistischen Ideologie oder der katholischen Doktrin. Fellinis Inszenierung deutet eher auf die Absurdität dieses Lebens, nicht auf ein mit viel Trara inszeniertes Programm der Veränderung, auf die Perspektivlosigkeit, der man kaum mit am „runden Tisch“ entstandenen Heilslehren beikommen kann. Die Straße, die Wege, die Abzweigungen, die der Film zeigt, repräsentieren insofern auch die tendenzielle Ziellosigkeit und Zufälligkeit des Geschehens, des Lebens der Figuren.
• F A Z I T •
Im nachhinein gesehen, ist „La Strada“ filmhistorisch und in bezug auf die (politischen) Auseinandersetzungen im Italien der 50er und 60er Jahre auch ein Abschied vom Prokrustesbett der Ideologien und des bisherigen Neorealismus, ohne diesen vollständig über Bord zu werfen. Die zunächst geäußerte Sympathie katholischer Kreise für „La Strada“ verwandelte sich schnell wieder in Distanz, als Fellini 1960 „Das süße Leben“ inszenierte, einem Film, in dem er die Dekadenz von römischer Schickeria, Regenbogenpresse u.a. zeigt, eine Welt der Bedeutungslosigkeit, der Jagd nach Ekstasen, einer lieblosen Welt, in der sich Marcello Mastroianni als Klatschkolumnist mit anderen als Müßiggänger bewegt.
Die Dramatik in „La Strada“ wird übrigens durch die Musik Nino Rotas vehement unterstützt. Die Abschiedsszenen, die Trennungen erhalten hierdurch eine Ausdruckskraft, die durch noch so geschliffene Dialoge kaum zu erzielen wäre.
Wertung: 10 von 10 Punkten.
Prädikat: Wertvoll
Ulrich Behrens http://www.filmzentrale.com/rez...strada.htm
Orginal Source: Arthaus / Kinowelt (Fassung)
Bemerkungen:
Extra ist eine ungekürzte Fassung in italienisch mit deutschen Untertiteln.
Gekürzte deutsche Fassung: 97:48 Min. (kein Abspann vorhanden)
Ungekürzte italienische Fassung: 103:32 Min. (103:18 Min. o. A.)
DVD9 Rip mit AutoGK (2Pass)
Die italienische Version enthält zu sätzlich externe dt. Subs
La Strada - (Federico Fellini, 1954) DVDRip - Uncut - AC3 2CH - Italienisch - XviD
Allgemein #0
Name : La Strada - (Federico Fellini, 1954) DVDRip - Uncut - AC3 1CH - Italienisch - XviD.avi
Dateigröße : 869 MiB
Format : Audio Video Interleave
Gesamte Bitrate : 1173 Kbps
Spielzeit : 1h 43min
Verwendetes Programm : VirtualDubMod 1.5.4.1 (build 2178/release)
verwendete Encoder-B : VirtualDubMod build 2178/release
IAS1 : Italiano
Nostalghia von Andrei Tarkovsky, ITA 1983
Sprache: Italienisch mit engl. Untertiteln als seperate SRT-Files
Andrej Gorciacov, ein russischer Intellektueller, ist nach Italien gekommen,
um Material über seinen Landsmann Pawel Sasnowskij zu sammeln, dessen Biographie er schreiben will...
Preise: 3 in Cannes 1983, Nommination zur Goldenen Palme.
Katok i Skripka - (The Steamroller and the Violin) von Andrei Tarkovsky, SU 1960
Russisch mit englischen Untertiteln (eingebettet, leider)
Die Diplomarbeit des Meisters, ein Vorgeschmack auf das was er der Welt des Films noch geben wird. Die Handlung selbst ist nicht mal so wichtig, die Komposition der Schnitte, Scenen, die Farben usw. machen den Film schon zu einem Kunstwerk.
General #0
Complete name : Katok i Skripka - Andrei Tarkovsky 1960.avi
Format : AVI
Info : Audio Video Interleave
Family : RIFF
File size : 617 MiB
PlayTime : 43mn 30s
Bit rate : 1984 Kbps
Writing library : VirtualDub build 13870/release
Auf Wunsch ... Ed Wood - von Tim Burton (1994) DVDRip - dt. & engl. - mp4
Info, Review & Links
Inhalt
Dies ist die Geschichte von Edward D. Wood jr. (Johnny Depp), der nichts lieber tat, als Filme zu drehen und hin und wieder Frauenkleidung zu tragen. Voller Enthusiasmus für seine selbstgeschriebenen, qualitativ minderwertigen Drehbücher bekommt 1952 Wood die Gelegenheit, einen Reißer über eine Geschlechtsumwandlung zu drehen und macht ein menschliches Drama mit sich selbst in der Hauptrolle daraus. Als er zufällig die Bekanntschaft des schon sehr abgewrackten Althorrormimen Bela Lugosi (Martin Landau) macht, hat er endlich einen Star an der Hand, mit dem er bei den Studios vorspricht. Sein nächstes Projekt wird "Bride of the Atom", zu dem er bereits einen ganzen Zirkel skurriler Mitspieler und Mitarbeiter um sich scharrt. Doch die Geldsorgen und Qualitätsmängel sind unübersichtlich, wegen seiner Vorliebe für Frauenwäsche geht seine Beziehung kaputt und Lugosi ist stark morphiumsüchtig, was ihn immer wieder zurückwirft. Doch Wood gibt nicht auf und macht sich an ein Werk, daß noch heute als der schlechteste Film aller Zeiten gilt: Plan 9 aus dem Weltall...
Review
Ist es nicht das Markenzeichen eines jeden wirklich großen Künstlers, dass seine Werke zu Lebzeiten missverstanden werden und erst nach dessen Tod zu wahrem Weltruhm gelangen? Transportiert man diese Aussage auf das Lebens- und Schaffenswerk des Regisseurs Edward D. Wood jr., so kann nur ein Urteil hergeleitet werden: Ed Wood war einer der größten Künstler, die Hollywood je hervorbrachte. Da ist es nur angebracht, dass Tim Burton diesem leidenschaftlichen Filmemacher eine filmische Hommage schuf.
Edward D. Wood jr. (Johnny Depp) hat seine Lebensaufgabe gefunden: Er will einem breiten Publikum mit seinen Filmen Freude bringen. Dass er dabei vollkommen aus den Augen verliert, dass er hoffnungslos untalentiert ist, stört weder seine Lebensgefährtin Dolores Fuller (Sarah Jessica Parker) noch seinen neuen Freund Bela Lugosi (Martin Landau). Gemeinsam mit dem gealterten und von der Hollywood-Maschinerie bereits abgeschriebenen „Dracula“-Darsteller will er seinen Traum verwirklichen und zugleich Lugosi einen würdigen Abschluss seines Lebenswerkes ermöglichen…
Tim Burton zeichnet die „Karriere“ des wohl schlechtesten Regisseurs aller Zeiten so fesselnd und unterhaltsam wie es Woods Filme eigentlich nie waren. „Ed Wood“ ist eine Charakterstudie über einen Menschen, der in jeglicher Hinsicht missverstanden wurde. In filmischer wie in menschlicher Hinsicht. Der junge Mann mit dem Faible für Frauenkleidung und speziell Angora-Pullover, war mit einer solch großen Begeisterungsfähigkeit für sein eigenes Schaffen beseelt, dass man schon fast von kindlicher Freude reden kann, wenn er eine weitere Szene im Kasten hatte. Nach dem Prinzip „Cut! Perfect!“ (bzw. „Der erste Take ist immer der beste!“) erschuf Wood filmische Trash-Perlen wie „Plan 9 from outer space“ und erlangte somit posthum den Ruhm, den er sich zu Lebzeiten immer wünschte. Genau dieses kindliche Gemüt bringt Johnny Depp in einer seiner besten Rolleninterpretationen so überzeugend auf die Leinwand, dass man mitunter schon davon ausgeht, den wahren Ed Wood auf der Leinwand zu sehen. Dass Tim Burton bei der Verfilmung von Woods Leben den Farbfilm in der Schublade ließ und ausschließlich in Schwarz-Weiß filmte, verstärkt den Eindruck einer realen Dokumentation zudem eminent. Und wenn wir dann noch Martin Landau als Bela Lugosi sehen, ja erleben, dann wird aus diesem Film eine rundum runde Sache. Gerade die Rolleninterpretation Landaus ist dabei besonders hervorzuheben, lässt er den Altstar des Horror-Films doch förmlich wiederauferstehen. Und für genau diese herausragende Leistung erhielt Landau 1995 den Oscar als bester Nebendarsteller. Diesen Oscar kann man nicht nur als Ehrung für Landau sehen, sondern auch als verspätete Auszeichnung Lugosis für dessen Lebenswerk. Ja, „Ed Wood“ zeichnet nicht nur das Leben des Herrn Wood nach, sondern zeigt uns auch den letzten Lebensabschnitt eines großen Darstellers des frühen Horrorfilms. Dass Burton dabei nie den Respekt vor Wood verliert und sich auch nie zu sehr in Albernheiten verliert, ehrt nicht nur Ed Wood, sondern auch Tim Burton als Filmemacher.
Für die erstklassige biographische Verfilmung „Ed Wood“ kann es lediglich ein Urteil geben: Volle Punktzahl! Denn Tim Burton hat hier gemeinsam mit einem genialen Ensemble bewiesen, dass er nur in einer Hinsicht in einem Atemzug mit dem schlechtesten Regisseur aller Zeiten genannt werden kann: Burton ist genauso ein Filmverrückter wie der leider viel zu früh verstorbene Edward D. Wood jr. http://www.ofdb.de/view.php?page=rev...129&rid=168599
Wie spiele ich eine MP4 Datei ab? Windows - Durch die Installation des ffdshow filters (20051108 +) und des Haali Media Splitters funktioniert die Wiedergabe mit allen DirectShow kompatiblen Playern (z.B. Windows Media Player (8,9,10 +), Media Player Classic (6.4.8.6 +), BSPlayer (1.36 +), usw). Alternativ steht der VideoLan VLC Player (0.8.2 +) oder der MPlayer zur Verfügung.
Oder verwendet einfach das Codecpack von Cole2k Media (Standart/Advanced).
Linux - MPlayer, VideoLan VLC Player, TCVP, und noch jede menge mehr.
Mac - QuickTime Movie Player, VideoLan VLC Player
Download
Wie ihr die Links bekommt, steht im Startposting unter "Premiumlinks".
Offret - (The Sacrifice) von Andrei Tarkovsky, SWE 1986
Schwedisch mit eng. Untertiteln (Seperates srt-File)
Andrei Tarkovskys letzter Film.
Alexander, ein Intellektueller und ehemaliger Shakespeare-Darsteller hat sich in die Einsamkeit zurückgezogen. Bei der Feier seines 50. Geburtstags wird er mitsamt seinen Gästen von den dramatischen Anzeichen eines Atomkriegs heimgesucht. Um den offensichtlich drohenden "Untergang der Welt" abzuwenden, bietet er sich in höchster Angst als Opfer an und gelobt, sich von Haus und Familie für immer zu trennen.
General #0
Complete name : Tarkovsky - Offret.avi
Format : AVI
Info : Audio Video Interleave
Family : RIFF
File size : 1.36 GiB
PlayTime : 2h 22mn
Bit rate : 1363 Kbps
Writing library : VirtualDub build 24463/release
Video #0
Codec : DivX 3 Low
Family : MPEG-4
PlayTime : 2h 22mn
Bit rate : 1238 Kbps
Width : 624
Height : 384
Aspect ratio : 16/9
Frame rate : 25 fps
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Audio #0
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DIE GESCHICHTE VOM WEINENDEN KAMEL
Deutschland 2003
Regie: Byambasuren Davaa, Luigi Falorni
Länge: 91 min.
Quelle: DVD
Format: DivX
Sprache:deutsch
Inhalt:
Im weiten Süden der Mongolei, in der unwirklichen Landschaft der Wüste Gobi, kommt ein kleines, weißes Kamel zur Welt. Die Mutter, geschwächt und verstört von der schmerzhaften Geburt, verstößt ihr Junges. Ohne die nahrhafte Muttermilch scheint das Kalb, das sich seiner Mutter immer wieder verzweifelt nähert, dem Tod geweiht.
In ihrer Not erinnern sich die Hirtennomaden an ein uraltes Ritual: Ein Musiker aus der fernen Stadt soll mit den magisch-himmlischen Klängen seiner Geige die Kamelmutter zum Weinen bringen und so ihr Herz erweichen. Das Wunder geschieht: Die Mutter bricht in Tränen aus, ihr Junges darf säugen und ist gerettet.
Dieser fein beobachtende Film voller fremdländischer Mysterien erzählt nicht nur die Geschichte einer Kamelmutter und ihres Jungen, sondern lässt auch erahnen, wie universell der große Wunsch nach Liebe und Geborgenheit ist.
DIE GESCHICHTE VOM WEINENDEN KAMEL ist eine Produktion der HFF München in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Rundfunk, gefördert vom FFF Bayern. Nach der Entdeckung des Filmes auf dem Münchner Filmfest und dem sensationellen Erfolg auf dem Filmfest Toronto 2003 hat der Abschlussfilm der beiden Regisseure, der Mongolin Byambasuren Davaa und des Italieners Luigi Falorni, einen Sog ausgelöst, der von dort aus in alle Welt ging. Nun wurde der Film von der Mongolei als ?Best foreign-language film? ins Oscar-Rennen geschickt: Ein wahres Filmmärchen.
(Ateme.AVC.DVDRiP) (ripped by Double)
& (DVDRip - Deutsch-Englisch - XviD) (ripped by Gris Gris)
Inhalt/Review
Selbstzerstörung und Neuerfindung lassen Lars von Triers Filme immer wieder zu einer Überraschung werden. Mit Manderlay setzt er zum ersten Mal auf Kontinuität und schafft es mit diesem Abziehbild von Dogville (2003) wie gewohnt wohlsortierte moralische Kategorien zu demontieren.
Filmen ist ein Formenspiel, lässt sich aus Lars von Triers letztem Film bequem schließen. In dem kaum beachteten Dokumentarfilm The Five Obstructions (2003), versucht von Trier seinem alternden dänischen Regisseurskollegen J?rgen Leth zu verstehen zu geben, dass ein Filmemacher den eigenen Stil immer wieder aufs Neue sprengen und ohne Rücksicht auf Verluste ab und zu einen gewaltigen Schritt in eine unerwartete Richtung gehen sollte. Man könnte meinen, dass von Trier, der in jedem seiner eigenen Filme diese Infragestellung und Überschreitung der Form durchdekliniert, mit The Five Obstructions so etwas wie einen möglichen Schlüssel für seine stets polarisierenden, ungewöhnlichen Werke liefert. Doch das wäre für den chamäleonartigen Filmemacher wohl eine zu einfach gestrickte, hintertürfreie Botschaft. Denn neben seiner debattenauslösenden, wechselhaften Filmformpolitik, schallt es von der Kanzel Leinwand mit großer Beständigkeit auch inhaltspolitisch in den Kinosaal hinein. Erstaunlich kontinuierlich tanzt dort von Film zu Film das Barbarische im Menschen entblößt im Projektorenlicht und überfällt ohne jede Hemmung den schutzlos im Sitz gefangenen Zuschauer.
Liebe und Hass vermag der dänische Filmemacher mit seinem changierenden Stil und weltanklägerischen Pamphleten auf sich zu ziehen, deren formelle Instabilität und laute Botschaften sich nirgendwo gefühlskräftiger äußern als in der ?Goldherz?-Trilogie. Zwischen der opulenten Landschaftsmalerei in Breaking the Waves (1996), dem kargen Dogma-Stil in Idioten (1998) und dem Musical Dancer in the Dark (2000) mit seinen getanzten Traumsequenzen liegen ästhetische Welten. Die Protagonistinnen der drei Filme verbindet jedoch dieselbe grenzenlose Güte, an deren märtyrerhaften Selbstlosigkeit rücksichtslos das Böse durchexerziert und angeklagt wird. Weniger manichäistisch, aber genauso marktschreierisch wie künstlerisch durchdacht, hat von Trier vor zwei Jahren mit Dogville (2003) den Auftakt für seine USA-Trilogie gegeben, welche zum ersten Mal über drei Filme hinweg eine einheitliche stilistische Linie und den Weg einer einzigen Hauptfigur verfolgt.
Als Sequel von Dogville führt nun Manderlay die Emanzipationsversuche der Protagonistin Grace von ihrem Gangster-Vater weiter. Diese hatten Grace zunächst in das Bergdörfchen Dogville verschlagen, wo man ihre Integrationswilligkeit bald schamlos ausnutzte, bis sie schließlich von ihrem Vater befreit wurde und das Dorf aus Rache zerstören ließ. Auf der Suche nach einer neuen Bleibe geraten Grace und ihr Vater diesmal auf die Baumwollplantage Manderlay im Bundesstaat Alabama, wo Sklaverei offensichtlich noch praktiziert wird. Grace ergreift die Gelegenheit, die Verhältnisse dort mithilfe einiger bewaffneter Gangster aus dem Trupp ihres Vaters zu ändern. Sie befreit die schwarzen Sklaven von der weißen Gutsherrenfamilie und versucht sie bis zur nächsten Ernte zu lehren, was Demokratie und Freiheit bedeuten.
Immer noch auf ein paar Kreidestriche und spartanische Requisiten im dunklen Filmstudio reduziert, sieht auch Manderlay nach kaum mehr als einer minimalistisch dekorierten Theaterbühne aus. Ebenso setzt sich das Ensemble teilweise wieder aus Dogville-Schauspielern zusammen, wenngleich diese meist in gänzlich neuen Rollen auftreten. Die von Nicole Kidman gespielte Hauptfigur Grace wurde hingegen mit der junge Bryce Dallas Howard besetzt. Obwohl so mancher Fan das brilliante Spiel von Nicole Kidman wohl vermissen wird, weiß sich die neue Grace in ihrer zweiten großen Kinohauptrolle nach The Village (2004) gegen den Schatten ihrer berühmten Kollegin zu behaupten und interpretiert die Figur auf ihre eigene Weise. Sie verleiht ihr unbedarftere, naivere Züge, die der selbsternannten Weltverbesserin Grace durchaus gut zu Gesicht stehen.
Somit entfaltet sich Manderlay trotz rigoroser Fortführung von Dogville zu einer neu nuancierten, selbständigen Variation von Lars von Triers filmübergreifender Wanderung durch die moralischen Niederungen dieser Welt. Bereits in Dogville gesehen, bricht sich der Blick hier nicht mehr in der eigenwilligen Form. Frei von stilistischen Überraschungen oder schwerer Affektartillerie zählt allein die Entwicklung der Botschaft, die durch ihre Unverstelltheit universeller, konzentrierter und schärfer denn je zu Tage treten kann. Erbarmungslos rückt von Trier seine Figuren auf dem Spielbrett Manderlay in unangenehme Konstellationen zusammen, die, allen Idealen von Gleichheit und Freiheit entgegen, das unterschwellig Rassistische der missionarischen Grace, das skandalös Nützliche an der Sklaverei für die Unterdrückten und mal wieder das Böse im Menschen an die Oberfläche hieven.
Obgleich von Trier Manderlay mit denselben Effekten knüpft und dasselbe Feindbild USA anvisiert, gelingt es ihm durch sein reflektiertes und timbriertes Sezieren des Sujets Sklaverei einmal mehr einen beunruhigenden, durchaus globalen Blick auf das nicht nur in Amerika verkorkste Zusammenspiel zwischen Gut und Böse, Ideal und Wirklichkeit zu werfen. Im Gegensatz zu den drei ?Goldherz?-Frauen, die sich mit ihrer unbefleckten Gutheit nicht aus den Fängen der boshaften Welt befreien können, rettet sich Grace vorerst nur dank ihres maliziösen Kerns aus Dogville und Manderlay. In Washington erwartet sie das nächste Gesellschaftsspiel unter von Triers moralischem Tranchiermesser.
Aufgrund mehrerer verpetzter Filme, wurden viele DL Links entfernt.
Wegen des zu hohen PN Aufkommens, bekommt ihr die komplette Linkliste dieses Threades, wenn ihr auf Danke klickt. (Die PNs werde ich 1x tägl. rauschicken)
1.Version ripped by Double
WinRar PW: rip&up:doub
2. Version ripped by Gris Gris
WinRar PW:GrisGris4Gulli
Hinweis
Falls CRC-Fehler beim Entpacken auftreten, die Wiederherstellungsfunktion (Reparieren/Repair) mit WinRar starten.
Info zum Abspielen
Der Codec "H.264" aka "AVC" liefert in Gegensatz zu H.263 (DivX, XviD) keinen Decoder mit. Um dieses File mit fast jedem gängigen Player am PC abspielen zu können, muß der DirectShow-Filter ffdshow installiert sein, welcher dann ganz einfach die Decoder Funktion übernimmt. Selbst der Windows Media Player spielt euch dann das Video in voller Qualität ab (Media Player Classic sei jedoch empfohlen).
Zusätzlich: Da unsere Tonspur das AAC Format hat, sollte man nach obiger Anleitung neben den Einstellungen im Video Decoder auch im Audio Decoder unbedingt "AAC" aktivieren. Bitte klickt während der Installationsroutine nur die Punkte an, welche auch wirklich benötigt werden.
In unserem Fall also unter Audio "ACC" & unter Video "H.264,X.264" - alle anderen Optionen während der Installation sollten erst mal deaktiviert werden, wenn man ffdshow noch nicht kennt. Fertig.
Noch ein Punkt: _Nur_ der aktuelle VLC-Player spielt das Video fehlerfrei ab. Nutzt man diesen Player, erübrigt sich ffdshow.