Louise, eine lebenslustige Kosmetikerin aus der Provinz kommt nach Paris, um ihre Schwester zu besuchen, aber auch, um einen Verleger zu treffen. Denn die Mittdreißigerin weiß nun endlich was sie will: Romane veröffentlichen und vom Schreiben leben! Natürlich geht es in ihrem Erstlingswerk um ihre eigene Beziehung zu der Liebe ihres Lebens, zu dem "richtigen Mann". Nervös, überspannt, aber auch voller freudiger Erwartung steigt sie aus dem Zug. Da hat Martine, ihre großbürgerliche und vom Leben frustrierte ältere Schwester, bereits einen enervierenden Morgen hinter sich: ihr Mann hatte durch lautes Atmen die Frühstücksruhe zerstört, der Sohn beim Abschiedskuss keine Rücksicht auf ihren ständig schmerzenden Nacken genommen und hätte das Dienstmädchen sie nicht erinnert, dann hätte sie auch noch die Ankunft ihrer Schwester vergessen! Und die hat sich ausgerechnet für den heutigen Samstag angekündigt, wo jeder Pariser weiß, dass man dann partout keinen Parkplatz findet! Martines Freude auf ein Wiedersehen mit der Schwester hält sich in engen Grenzen, hektisch und übellaunig fährt sie zum Bahnhof. Noch bevor die beiden aufeinander treffen ist klar: diese Schwestern trennen Welten!
William Shakespeare's Ein Sommernachtstraum (1999) von Michael Hoffman [Avi] Fantasy/Komödie/Liebe/Romantik - DVD-Rip - Deutsch/Englisch - 1,12 GB - 115 Minuten
Info & Review
Mit Pomp, Triumph und mitternächtigen Spielen, soll in vier Tagen die Hochzeit zwischen den Herzog Theseus und seiner geliebten Hippolyta statt finden. Die Hochzeitsvorbereitungen sind im vollem Gange als Egeus, ein guter, alter Freund von Theseus, ihn um Hilfe bittet. Voller Verdruß hat er Klage gegen seine Tochter Hermia vorzubringen. Der junge Demetrius hatte das Wort von Egeus, Hermia zur Frau zu bekommen, doch Hermia verliebte sich in den hübsche Lysander, der mit Liebesreimen im Mondenschein unter ihrem Fenster sang und somit ihr Herz gewann. Nun erbittet Egeus von Theseus das alte Bürgerrecht Athens, daß sie sein ist, und zu verfahren ist, wie er will. Entweder vermählt sie sich mit Demetrius oder sie soll des Todes sein. Mit den Worten, " Laß dir raten, schönes Mädchen, dein Vater sollte für dich sein, als wie ein Gott", gibt Theseus Hermia viert Tage Bedenkzeit, um sich auf die Hochzeit mit Demetrius oder auf den Tod vorzubereiten. Der liebeskranke Lysander wirft ein, das Demetrius auch um Nedars Tochter Helena buhlte und ihr Herz gewann, und sie schwärmt abgöttisch für Demetrius. Doch Theseus steht zu Egeus und legt Hermia nah, daß sich ihre Neigung nach ihres Vaters Willen fügt.
Lysander bittet Hermia im Geheimen mit ihm zu seiner Tante unweit von Athen zu fliehen. Dort könnten sie heiraten, denn da gilt nicht Athens Gesetz. Drum bitte er sie, in der nächsten Nacht in den Wald gleich vor der Stadt, zu kommen, da will er auf sie warten und mit ihr zusammen fliehen. Hermia schwört es ihm, bei Amors stärkstem Bogen, sie wird um Mitternacht an dem Platz sein, wo sie es ausgemacht. In dem Moment kommt Helena, die Demetrius liebt doch von ihm abgewiesen wurde, zu Tür herein. Hermia und Lysander vertrauen ihr ihren Fluchtplan an, da sie eine alte Vertraute von Hermia ist. Doch Helena beschließt mit dieser Nachricht zu Demetrius zu gehen. Als Labsall ihrer ach so furchtbaren Pein, für all das Leid, was sie durchlitten, sein Anblick sein.
Auch bei dem Theaterdirektor Peter Quince herrscht Aufregung, er und sein Ensemble sollen vor dem Herzog und der Herzogin an deren Hochzeitstag ein Stück aufführen. Bei dem Stück handelt es sich um die höchstklägliche Komödie und den höchstgrausamen Tod des Pyramus und der Thisby. Niclas der Weber, sehr dominant und von sich überzeugt, ist begeistert. Er würde am liebsten jede Rolle im Stück übernehmen, aber er muß sich mit der Hauptrolle "begnügen", die des Pyramus. Da sie nun nur noch vier Tage Zeit haben das Stück zu lernen, wollen sie sich gleich noch in der nächsten Nacht treffen. In dem Wald gleich vor der Stadt, wo sie ungestört proben können, als wäre es schon die Premiere.
Doch dieser Wald ist kein gewöhnlicher Wald, er ist das Reich der Elfenkönigin Titania, die mit ihrem Gemahl Oberon im Streit lebt. In Titanias Obhut befindet sich ein indisches Königskind, welches als Edelknabe künftig ihr dienen soll. Eifersüchtig fordert Oberon ihn auf, den rauhen Wald nun zu durchziehen. Doch Titania versagt durchaus den holden Knaben, begrenzt ihn, will an ihm sich einzig laben. Um wieder Platz in Titanias Bett zu bekommen, befiehlt er dem Waldgeist Puck eine Zauberblume aus dem Westen zu holen. Der Saft der Blume, geträufelt auf ein schlafendes Augenlied, macht Mann wie Frau, in Liebe entbrennen, zu jeder Kreatur, die sie zuerst erblickt. Diesen Saft will Oberon Titania in die Augen träufeln lassen, und wenn sie liebestoll durch den Wald irgendeiner Kreatur folgt, kennt nur er das Kraut, daß ein Gegenzauber bewirkt. Dieses wird er ihr natürlich erst geben, wenn sie ihm das indische Königskind überläßt.
Der Waldgeist Puck, der die Blume für seinen Herrn beschafft hat, ist bekannt für seine Streiche. So träufelt er nicht nur Titania die Zaubertropfen in die schlafenden Augen, sondern auch Lysander, der sich mit Hermia im Wald zum schlafen gelegt hat. Als er erwacht, erblickt er als erstes Helena und vor Liebe nach ihr verzerrend, verläßt er die schlafende Hermia.
Auch die Theatergruppe bleibt nicht vor Pucks streichen verschont, er verwandelt alle in Tiere. Niclas der Weber wird in ein Esel verwandelt, und gerade ihn sieht Titania als ersten als sie erwacht. Ein heilloses, liebestolle Durcheinander läßt sich nicht mehr vermeiden.
William Shakespeares schrieb seinen "Sommernachtstraum" zwischen 1594 und 1596, etwa zur gleichen Zeit wie "Romeo und Julia". Es gibt zahlreiche Verfilmungen dieser wunderschönen Liebeskomödie. 1924 mit Hans Albers und Charlotte Ander, und 1935 mit James Cagney, durch Max Reinhardt und William Dieterle. Selbst ein Animationsfilm, aus dem Jahre 1959, entstand in Tschechien. Bei den neueren Versionen sind vor allem die mit Hollywood Stars besetzte Verfilmung ( u.a. mit Kevin Kline u. Michelle Pfeiffer ) von Michael Hoffman von 1999 hervorzuheben, und halt diese Version in der die berühmte Royal Shakespeare Company ihr bestes gibt. Es ist eine moderne Adaption, mit schönen Kostümen, guten Schauspielern und interessanten Bühnenbildern. Wie es sich für die Royal Shakespeare Schauspieler gehört, wird der Text natürlich in der original Formulierung von damals vorgetragen. Wer der wirklich wunderschönen Sprache nicht ganz folgen kann, sollte sich den Untertitel einschalten, den Text zu hören und zu lesen macht ihn doch leichter verständlich.
Helena Bonham-Carter hatte das Glück, ihr Kinodebüt in einer wunderbaren Rolle und einem prächtigen Film zu feiern. Regisseur James Ivory verfilmte 1985 mit "Zimmer mit Aussicht" zum ersten Mal einen Roman des britischen Schriftstellers E.M. Forster - später folgten "Maurice (1987) und "Howards End" (1993) - und die smarte Britin gekonnt in Szene gesetzt. Die damals 19-jährige Schauspielerin wandelt als lebenshungrige Lady zwischen den Welten der leidenschaftlichen, sinnlichen Toskana und des prüden post-victorianischen Großbritanniens. Dabei musste sie sich immerhin gegen die für ihre Rolle Oscar-nominierte Maggie Smith durchsetzen.
Smith war nicht die Einzige, die für "Zimmer mit Aussicht" für den Academy Award nominiert war. Insgesamt gab es acht Nominierungen, von denen allerdings nur drei (Drehbuch, Kostüme, Art Direction) zu Oscars wurden. James Ivory war unter anderem auch zum ersten Mal nominiert, wurde aber ebenso wie für "Howards End" und "Was vom Tage übrig blieb" ignoriert.
Dabei ist "Zimmer mit Aussicht" eine sehr feinsinnige, fast beschwingte Umsetzung vom E.M. Forsters spöttischer Gesellschaftskritik. Hervorragende Darsteller, eine detailverliebte Ausstattung und Ivorys Lust am Fabulieren machen die Geschichte von Lucy Honeychurch (Helena Bonham-Carter) zu einer spannenden Achterbahnfahrt der Gefühle im Gefängnis der Konventionen. Aus dem will die junge Lady ausbrechen, nachdem sie in der Toskana "la dolce vita" kennen gelernt hat. Dorthin war sie zusammen mit ihrer strengen, verknöcherten Tante Charlotte (Maggie Smith) gefahren.
Doch aus dem Erholungsurlaub wird ein Trip der Leidenschaft, als sie den unkonventionellen George (Julian Sands) kennenlernt. Da zuhause ihr langweilig-spießiger Verehrer Cecil (Daniel Day-Lewis) wartet und die persönliche Freiheit im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts noch ein wenig gefesselt war, dauert es jedoch knapp zwei unterhaltsame, bissige und wunderschön fotografierte Filmstunden, bis eine Entscheidung zwischen Liebe und Konvention fallen kann.
Regisseur Frank Castorf inszenierte Albert Camus' Bühnenfassung des Dostojewski-Romans 1999 an der Berliner Volksbühne. Für den Film wurde die am Theater erarbeitete Spielweise mit der Kulisse nach draußen gebracht und teilweise mit Handkamera gefilmt. Als Weiterentwicklung der Theaterumsetzung ergibt sich für den interessierten Zuschauer ein spannender Einblick in die Spielweise des Ensembles.
Der bekennende Nihilist Nikolai Stawrogin sammelt unter der Anleitung von Pjotr Stepanowitsch willige Anhänger um sich, die unter dem Deckmantel einer Revolution andere Menschen ermorden oder in den Selbstmord treiben. Egal, ob Frauen oder Männer - Stawrogin genießt die Macht, die er auf andere ausüben kann, und Skrupel kennt er nicht. Er ermutigt seine Freunde, jeweils ihr persönliches Weltverständnis auszuleben und weidet sich an den oft katastrophalen Folgen. Doch irgendwann kommt der Punkt, an dem es mit der Anarchie nicht mehr weitergeht.
Die Freunde Marko und Blacky schlagen sich während des Zweiten Weltkriegs als Schwarzmarkthändler in Belgrad durch. Als Blacky in die Hände der Nazis gerät, wird er von Marko befreit und in einem Keller versteckt, wo Waffen produziert werden. Nach Kriegsende gelingt es Marko, seine Genossen weiter im Untergrund versteckt zu halten, indem er ihnen vergaukelt, daß die Deutschen noch nicht geschlagen seien. Durch Zufall gelangen einige der "Waffenschmiede" schließlich 1991, mitten im Balkankrieg, wieder ans Tageslicht.
Frankreich/Belgien/Deutschland 1971
Regie: Harry Kümel
Drehbuch: Jean Ferry
Musik: Georges Delerue
Kamera: Gerry Fisher
Schnitt: Richard Marden
Darsteller: Orson Welles, Mathieu Carri?re, Susan Hampshire, Michel Bouquet u.a
Film:
Die Entdeckung vergessener Regiegenies ist für Filmfans eine große Freude, die heute jedoch zu einem seltenen Ereignis geworden ist. Denn die meisten Filmarchive sind durchstöbert, die obskursten Filme ausgegraben und dank der DVD einer breiten Masse zugänglich gemacht. Umso schöner allerdings, wenn dann doch einmal ein Regisseur aus den Tiefen der Vergangenheit auftaucht und den Rezipienten in helle Begeisterung versetzt. Der Belgier Harry Kümel ist so eine Ikone, die gerade mal durch einen Film, den Vampirklassiker DAUGHTERS OF DARKNESS, bei dem ein oder anderen Cineasten die Glocken klingeln lässt. Erstaunlich eigentlich, denn sein Film MALPERTUIS aus dem Jahr 1971 hat das Zeug zum uneingeschränkten Klassiker. Wohl einer der Gründe, warum das Königlich Belgische Filmarchiv gleich zwei DVDs einer umfassenden Aufarbeitung dieses Meisterstücks gewidmet hat.
Ein Haus, das das dunkle Geheimnis einer Familie birgt: Das kennen wir aus Klassikern wie HOUSE OF USHER. MALPERTUIS ist der Familiensitz des Tyrannen Cassarius, dargestellt von Orson Welles. Ein Ort an den auch Jan nicht unbedingt gerne denkt. Und so ist ein wenig Gewaltanwendung notwendig, um den Neffen des Despoten zurück in die düstere Ahnengalerie zu verfrachten. Als schließlich alle Angehörigen um ihn versammelt sind, beschließt Cassarius zu sterben, allerdings nicht, ohne sein riesiges Vermögen an die Nachkommen zu vermachen. Unter einer Bedingung: Alle müssen den Rest ihres Lebens in MALPERTUIS verbringen, nur wer am Ende überlebt, kann das Erbe antreten. Doch hier beginnt die Geschichte erst, denn das morbide Anwesen trägt mehr als ein düsteres Geheimnis in sich; und wer sich nicht wirklich mit griechischer Mythologie auskennt, benötigt lange, um die Puzzlesteine zu einem schlüssigen Bild zusammenzusetzen. Am Ende bleibt trotzdem eine Frage offen: War alles nur ein Traum?
Harry Kümel entführt den Zuschauer in eine vollkomme eigene, in sich geschlossene, surrealistische Welt. Selten hat man eine derart hermetisch abgeriegelte Traumwelt erlebt - vielleicht in Lynchs MULHOLLAND DRIVE, Bavas LISA UND DER TEUFEL oder Juan Luis Bu?uels LA FEMME AUX BOTTES ROUGES. Letztere stammen aus der gleichen Zeit Anfang der 70er Jahre, doch Kümels Kunst geht noch ein ganzes Stück weiter: Der Belgier verwandelt den Roman des flämischen Fantasten Jean Ray in ein rauschendes Farbfest, in Bilder, die beispielsweise an die Werke des Fotografenduos Pierre et Giles erinnern, ohne dabei die Schlüssigkeit der zeitweise schwer nachvollziehbaren Geschichte aus den Augen zu verlieren. Denn mit jedem Schritt, den die Protagonisten in ihrer kafkaesken Traumwelt tun, erschließt sich ein weiteres Stück des MALPERTUIS-Universums. Ein Film, der irgendwann zwischen Einschlafen und Erwachen seine 24 Bilder pro Sekunde abspult, der symbolistische und mythologische Monstren erschafft und schließlich vor allem für eines steht: Die Möglichkeiten des Kinos, die heutzutage leider nur noch selten ausgeschöpft werden.
David Wark Griffith - The Birth of a Nation (USA, 1915)ofdb
"The Birth of a Nation" von D.W. Griffith aus dem Jahr 1915 ist wohl einer der umstrittensten Filme der amerikanischen Filmgeschichte. Filmerisch und filmtechnisch als "landmark movie" und als rassistisch gleichmaßen tituliert, beruht der Film auf dem schwarzenfeindlichen Theaterstück "The Clansman" von Thomas Dixon.
Geschichtlicher Hintergrund ist der amerikanische Sezessionskrieg von 1866 und die Reconstruction Ära danach. Im Fokus stehen zwei Familien, die Stonemans aus dem städtischen Norden (Washington) und die Camerons aus dem ländlichen Süden. Die politischen Ereignisse wie der Krieg General Shermans, der Wahlsieg der Schwarzenpartei in den Südstaaten und die Ermordung Lincolns werden darum herumgesponnen und dienen als chronologischer und dramaturgischer Faden.
dreiteiliger Handlungsverlauf
In Part One werden die Vorbereitungen und der Sezessionskrieg behandelt. Beide befreundete Familien sind nun offizielle Feinde, der Norden zieht gegen den Süden zu Felde, um die Lincoln-Resolution vom Wahlrecht und Freiheit der Schwarzen durchzusetzen. Dabei werden ein Sohn des Stonemans und zwei Söhne der Camerons getötet.
Part Two illustriert die Reconstruction nach dem Bürgerkrieg. Die Schwarzen gewinnen bei den Abgeordnetenwahlen in den Südstaaten und beginnen ihre Herrschaft in den Staaten mit Unterstützung der Yankees zu errichten. So besucht der alte Stoneman die Kleinstadt der Camerons, um dort den schwarzen Bürgermeister Silas zu protegieren. Die Camerons, zunehmend entmachtet, beginnen damit, eine Bürgerfront gegen die neue Macht aufzubauen: den Ku-Kux-Klan. Die Situation spitzt sich zu als Silas Camerons Tochter ehelichen möchte und sein Gefolgsmann Gus ihr hinterherstellt. Auf ihrer Flucht kommt sie zu Tode ("lieber tot als von einem Schwarzen entehrt"). Der KKK spürt Gus auf und hängt ihn.
Als daraufhn Silas die Camerons unter Hausarrest stellt und diese in ein entlegenes Blockhaus fliehen, eskaliert der Konflikt vollends. Der KKK kann die Gefangenen befreien und zieht gegen die Kleinstadt, in der mittlerweile die Lage durch marodierende Schwarzenverbände ausser Kontrolle geraten ist.
Die weißen Verbände siegen und reiten in weißer Vermummung durch die Straßen. In den folgenden Wahlen tragen sie wieder den Sieg davon, nachdem den Schwarzen das Wahlrecht wieder aberkannt wurde. Der Film endet mit einer Doppelhochzeit zwischen den Söhnen und Töchtern der Camerons und dem pathetischen Versprechen wieder "Liberty and Union, one and inseparable, now and forever" unter dem Schutz des einen Gottes hergestellt zu haben. filmzentrale
Review
„The Birth of a Nation“ ist ein Film den man gar nicht ohne Berücksichtigung des historischen Kontextes betrachten kann denn es handelt sich um ein ausgemacht rassistisches Werk, welches den Ku Klux Klan verherrlicht und die schwarze Bevölkerung Amerikas als unkontrollierbare Tiere darstellt.
In den Südstaaten der USA war der Klan bereits so gut wie tot, doch aus einem einzigen Grund: Die Ziele des Klans waren so gut wie erreicht und unter dem verlogenen Motto „gleich aber getrennt“ wurde eine gnadenlose Zwei-Klassen-Gesellschaft aufgezogen, die bis in die späten 50er Jahre anhielt.
Als 1915 Griffiths Epos in den Kinos anlief änderte sich die Situation schlagartig. Der Einfluss den Films war gewaltig und der ohnehin latent vorhandene Rassismus gegen Schwarze nahm stark zu als direkte Reaktion auf „The Birth of a Nation“. Es handelt sich um eine Literaturverfilmung nach dem Theaterstück „The Clansmen“ von Thomas Dixon und in diesem Werk herrscht eine ganz klar romantisierende Einstellung dem alten amerikanischen Süden gegenüber und auch dem Ku Klux Klan.
Und genau wie im Buch wird der Klan eher als eine heldenhafte Vereinigung dargestellt als als terroristischer Geheimbund. Ein Mann wusste die Zeichen der Zeit für sich zu erkennen und gründete quasi zeitgleich mit der Veröffentlichung des Films einen neuen Klan: William Joseph Simmons gehört auch heute noch zu den berühmtesten Persönlichkeiten des Klans.
Er erfand das Ritual des brennenden Kreuzes für den Klan und läutete die erfolgreichste Phase für das „Unsichtbare Reich ein“: In den folgenden Jahren sollte die aktive Mitgliederzahl auf knapp 5 Millionen steigen, diese Zahl wurde niemals wieder erreicht. Maßgeblichen Anteil daran hatte ganz klar Griffiths „Birth of a Nation“. Kein Wunder das sich Spike Lee als Filmstudent diskriminiert fühlte als er sich mit diesem Werk auseinander setzen musste.
Bis auf die Aussage gibt es aber in der Tat nichts zu bemängeln in Griffiths Jahrhundertwerk. Angefangen bei der starken Musikuntermalung die zwar auf Dauer etwas eintönig wirkt, jedoch immer im Kontext der Entstehungszeit betrachtet werden muss. Die Klaviermusik ist jedenfalls typisch für den frühen amerikanischen Stummfilm und funktioniert stets sehr passend und trägt zum positiven Gesamtbild bei.
Griffith lässt sich viel Zeit um die komplexe Geschichte zu erzählen und revolutioniert in jeder Form das Kino. Noch nie zuvor kombinierte Techniken werden miteinander verknüpft und so entstand ein in allen Belangen perfektes Werk: Nicht nur die großartige Ausstattung und die hervorragenden Schauspieler müssen lobend erwähnt werden.
Besonders die kameratechnische Finesse und die innovativen Schnitte zeigten den damaligen Zuschauern erstmals einen richtigen Langfilm, der selbst aus heutiger Sicht noch diesen Titel verdient. Auch die Beleuchtung mit diversen kreativen Blendtechniken inspirierte ganze Generationen von Filmemachern bis heute.
Natürlich ist der Konsum sehr anstrengend und setzt starkes filmhistorisches Interesse geradezu voraus. Den kommerziell erfolgreichsten Film der Stummfilm-Ära sollte man allerdings als Cineast gesehen haben, alleine aufgrund der bis heute anhaltenden Kontroversen und Diskussionen über den Macher und sein bekanntestes Werk.
Am beeindruckensten sind die Massenszenen und Kriegs-Sequenzen geraten, die ihrer Zeit weit voraus waren und nicht nur Legenden wie Leni Riefenstahl oder Sergej M. Eisenstein beeinflusst haben. Höhepunkt bildet aber die Schluss-Sequenz in der eine Truppe Klan-Männer eine Frau in letzter Minute vor einigen Schwarzen rettet. Die heroische Darstellung des Klans wurde von Griffith immer bestritten, ist jedoch spätestens am Schluss unleugbar vorhanden und zwar in hohem Maße.
Der religiöse Aspekt der Story kommt erst am Ende richtig zur Geltung und traf den Nerv des patriotischen und gläubigen Volkes genauso wie die Ideale des KKK. Es gab zwar schon Proteste bei der Aufführung in New York, D.W. Griffith avancierte durch den Erfolg von „Birth of a Nation“ zum prominentesten und angesehensten Filmemacher seiner Zeit. Einige Jahre später sollten Leute wie Chaplin, Buster Keaton, Fritz Lang, und Sergei M. Eisenstein Werke schaffen, die Griffith übertreffen sollten. Sie alle schulden jedoch diesem reaktionären und politisch indiskutablen Film Respekt und Anerkennung.
Übrigens spielen keine Schwarzen mit, alle farbigen Rollen wurden von geschwärzten Weißen verkörpert. Teilweise ist dies offensichtlich zu erkennen, in manchen Szenen jedoch sehr glaubwürdig. Es existieren unterschiedlichste Schnittfassungen, meine Kritik bezieht sich auf eine 165 Minuten-Version. Mir kam die Fassung sehr komplett vor, genaueres kann ich dazu leider nicht sagen.
Fazit: Ein wichtiger Meilenstein der Filmgeschichte und der damals sicherlich beste und fortschrittlichste Film überhaupt. Die naive und aggressive Botschaft mag man „Birth of a Nation“ ankreiden, als Kunstwerk macht es wenig an der überragenden Qualität aus. COPFKILLER
Originaltitel: La vida es silbar
Regisseur: Fernando Pérez
Darsteller:
Luis Alberto García Elpidio Valdés
Coralia Veloz Julia
Claudia Rojas Mariana
Bebé Pérez Bebé
Isabel Santos Chrissy
Rolando Brito Dr. Fernando
Joan Manuel Reyes Ismael
Mónica Guffanti Mme. Garcés
Luis Ubaldo Benítez Settimio
Jorge Molina Fahrradtaxifahrer
Miguel A. Daranas Altersheimdirektor
Zoraida Rosario Waisenheimfrau
Kuba 1998
Sprache: Spanisch
Untertitel: Deutsch
Leider war wohl für so einen Superfilm das Geld für die Synchronisation nicht da!
Videoinfo:
Dateigröße : 900 Mb.
[Film]
Gültig : Ja [AVI]
Dauer : 01:41:20
Film vollständig : Ja
Fernando Pérez erzählt in seinem Spielfilm ?La vida es silbar? von Havanna und von drei Menschen, die hier auf der Suche nach dem persönlichen Glück sind. Mariana, eine junge Ballett-Tänzerin, würde liebend gerne die Rolle der Giselle tanzen und begehrt genauso enthusiastisch die Körper junger Männer. Der Musiker Elpidio wurde als kleiner Junge von seiner Mutter Cuba verlassen, weil er nicht nach deren Wünschen geraten war. Jetzt lebt der Mischling von seinen Mutter-Mythen umrankt und lernt eine junge Umweltaktivistin kennen, die in Havanna per Heissluftballon gelandet ist. Julia schliesslich arbeitet als Pflegerin in einem Altersheim. Regelmässig überkommen sie Gähnanfälle, und sie schläft gar ein, als ihr besonderer Einsatz fürs Allgemeinwohl ausgezeichnet werden soll. Es gibt vieles, was Julia in ihrem Leben verdrängt. Allein beim Stichwort ?Sex? fällt sie schon in Ohnmacht. Doch mit ihrem Hang zur Verdrängung, lernt Julia, ist sie nicht allein. Das ist der ultimative Kuba-Film, der fasziniert mit seiner lateinamerikanischen Erzählweise, in der die Grenzen zwischen dem Alltag und dem Traum oft fliessend sind, mit der karibischen Musik und ihren Rhythmen, der unbändigen Lust am Doppelsinnigen, das natürlich auch eine stark politische Komponenten enthält.
Originaltitel: The Birdcage Erscheinungsjahr: USA, 1996 Genre: Komödie Filmlänge: 1h 54min Regie:Mike Nichols Schauspieler: Robin Williams, Gene Hackman, Nathan Lane, Dianne Wiest
Dan Futterman, Calista Flockhart, Hank Azaria, Christine Baranski, Tom McGowan, Grant Heslov u.a. Größe|Typ: 1X1,36GB Anzahl Parts: 15 Filehoster: RapidShare.com
Filminfo:
Armand Goldman (Robin Williams) und sein langjähriger Lebensgefährte Albert (Nathan Lane) führen einen schwulen Variete-Nachtclub in Miami Beach, wo Albert auch als Starina auftritt. Ihr Verhältnis ist recht gespannt, da sie als Paar bereits in die Jahre gekommen sind, als ihr "gemeinsamer" Sohn Val, der auf einem Fehltritt Armands basiert, bei den beiden vorbeischaut, weil er sich gerade mit der Tochter eines erzkonservativen US-Senators verlobt hat. Die lieben Eltern möchten natürlich die zukünftigen Schwiegereltern kennenlernen, was Armand und Albert verständlicherweise vor logistische Probleme stellt...
Originaltitel: Holy Lola Erscheinungsjahr: Frankreich, 2004 Genre: Drama Filmlänge: 2h 5min Regie:Bertrand Tavernier Schauspieler: Jacques Gamblin, Isabelle Carré, Bruno Putzulu, Lara Guirao
Frédéric Pierrot, Maria Pitarresi, Jean-Yves Roan, Séverine Caneele, u.a. Größe|Typ: 1X1,36GB Anzahl Parts: 15 Filehoster: RapidShare.com
Filminfo:
Das junge französische Ehepaar Pierre und Geraldine Cessac (Jacques Gamblin und Isabelle Carre) möchte eine Familie gründen, jedoch hapert es an der Fruchtbarkeit. Sie entscheiden sich dazu ein Kind in Kambodscha zu adoptieren, da es dort um einiges leichter und schneller zu erledigen sei als in Europa. Jedoch haben sie nicht mit der Korruption in diesen Landen gerechnet...
Filmbiographie
USA/F/GB 1992
Regie: Sir Richard Attenborough
Buch: William Boyd, Bryan Forbes und William Goldman
Musik: John Barry, Ludwig van Beethoven
Darsteller: Robert Downey jr., Geraldine Chaplin, Dan Aykroyd, Anthony Hopkins, Moira Kelly...
Filminfo:
Nach einer schwierigen Kindheit in England, geprägt von Armut, der Liebe zur dem Wahnsinn verfallenden Mutter, Heimerfahrungen und der Verbundenheit zum älteren Bruder, findet Charles Chaplin als Slapstick-Entertainer eine Anstellung im Kabarett. Bald treibt es den jungen Mann über den großen Teich ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Von der Welt des Films fasziniert, kann er ein Angebot des Slapstick-Produzenten Mack Sennett nicht abschlagen. Alles, was danach folgt, ist Filmgeschichte: Mehrere Kurzfilme unter Sennett, ein eigenes Studio, der Zusammenschluss von Chaplin, Douglas Fairbank ...
Originaltitel: The Right Stuff Erscheinungsjahr: USA, 1983 Genre: Abenteuer, Drama Filmlänge: 3h 4min Regie:Philip Kaufman Schauspieler: Sam Shepard, Scott Glenn, Ed Harris, Dennis Quaid, Fred Ward, Barbara Hershey
Kim Stanley, Veronica Cartwright, Pamela Reed, Scott Paulin u.a. Größe|Typ: 1X2,05GB Anzahl Parts: 22 Filehoster: RapidShare.com
Filminfo:
Der Wilde Westen ist gezähmt, der Zweite Weltkrieg gewonnen, Vietnam noch fern das Bedürfnis der amerikanischen Nation nach Helden und Pionieren konzentriert sich in den späten 40er Jahren auf Männer wie Chuck Yeager. Yeager durchbrach 1947 als erster Mensch die Schallmauer. Als die Sowjetunion 1957 den Sputnik ins Orbit schießt, beginnt das Wettrennen um die bemannte Raumfahrt. Schnell beginnt man mit der Entwicklung eines eigenen amerikanischen Raumfahrtprogramms...
Sie treffen sich jeden Mittwochnachmittag: der geschiedene Familienvater Jay und die unglücklich verheiratete Hobby-Schauspielerin Claire. Sie sprechen kein Wort miteinander, kennen nicht einmal ihre Namen; ziehen sich einfach aus und machen Sex. Total anonym! Bis Jay eines Tages wissen will, wer die Frau ist, die sich ihm hingibt. Heimlich folgt er Claire und gerät immer tiefer in ihren Bann...
Paris bei Nacht. Die junge Ad?le steht auf einer der zahlreichen Brücken, die sich über die Seine spannen und möchte ihrem Unglück ein für alle Mal ein Ende setzen. Sie ist überzeugt davon, dass sie das Pech schicksalhaft anzieht und sie spricht aus Erfahrung. Wo sie nur konnte, hat sie ihr Glück auf die Probe gestellt, mit jedem verfügbaren Mann, in jeder nur denkbaren Situation. Und dabei nie das große Glück gefunden. Deshalb steht sie nun am Rand der Brücke und schaut in die Tiefe. ?Du siehst aus wie eine Frau, die im Begriff ist einen Fehler zu begehen. Der Fremde, der quasi aus dem Nichts aufgetaucht ist und diesen Satz sagt, ist Gabor. Nachdem er Ad?le aus dem kalten Wasser gezogen und ins Krankenhaus gebracht hat, lässt sich diese von ihm überreden, mit ihm zu kommen und zu arbeiten. Gabor ist Messerwerfer und rekrutiert seine Partnerinnen vornehmlich unter jungen Selbstmordkandidaten ? kaum jemand anderes ist bereit, als lebendige Zielscheibe diesen riskanten Job zu übernehmen. Bald schon werden die beiden vom Publikum stürmisch gefeiert, es scheint, als könnten sie zusammen alles schaffen: Gabor kann blind Messer werfen, Ad?le gewinnt im Kasino ein kleines Vermögen. Aber Ad?le möchte sich mit dem Erreichten noch nicht zufrieden geben, noch immer ist sie auf der Suche nach dem großen Glück, das ja eigentlich schon greifbar vor ihr liegt. Gabor ist darüber verständlicher Weise nicht glücklich, doch dagegen etwas unternehmen kann er auch nicht. Alles Private zwischen den beiden bleibt unausgesprochen, Ad?le sucht wie bisher in jedem Mann, der ihr begegnet, ihre große Liebe. Auf einer Kreuzfahrt lernt sie den frisch verheirateten Takis kennen, zusammen mit dem wohlhabenden griechischen Geschäftsmann brennt sie in einem Rettungsboot durch. Doch ohne den anderen sind sowohl Gabor als auch Ad?le glücklos und ziehen das Pech magisch an. So ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis sie sich auf jener Brücke in Paris wieder begegnen ...
In Amerika gescheitert und ohne einen Penny in der Tasche, kehren Angela und Malachy McCourt mit ihren Kindern nach Irland zurück. Dort angekommen, erwarten die Familie die schmutzigen Slums von Limerick, Hunger, Arbeitslosigkeit und Ablehnung von Nachbarn und Verwandten. Frank, der älteste Sohn, muss miterleben wie seine Mutter um Almosen bettelt und sein Vater den spärlich verdienten Lohn direkt wieder versäuft. Trotz aller Grausamkeiten übersteht Frank diese Zeit und sieht für sich nur noch einen Ausweg: Er will zurück nach Amerika, in das Land, wo niemand schlechte Zähne und jeder sein eigenes Klo hat. Von nun an setzt er alles daran, dieses Ziel zu erreichen...
the soong sisters, 1997 von mabel cheung mit michelle yeoh, maggie cheung und vivian wu
mp4, dvd-rip, chinesisch mit engl. ut, 687 mb, 145 min
INHALT:
Clocking in at 144 minutes, this epic-length historical drama is compelling in that it features a vital part of Chinese history, but distant in that it doesn?t allow us to emotionally connect with any of the historical figures. Michelle Yeoh is Soong Ai-Ling, who married H. H. Kung (Jiang Wen), the richest man in China and later the Finance Minister to Chiang Kai-Shek (Wu Xing-Guo). Chaing married Soong sister May-Ling (Vivian Wu), shortly before embarking on his iron reign of China and Taiwan. The third sister is Ching-Ling, played by Maggie Cheung, who married Sun Yat-Sen (Winston Chao), the father of China?s nationalist party.
Politics plays a huge part in the film?s story. The struggle for China to gain its identity is the backdrop for the squabbles among the Soong siblings and their respective husbands. The question is: who should we root for? Depending on what political affiliation you have, different figures may be more revered than others (if you?re a Communist then Ching-Ling?s your gal, but if you?re a Nationalist you?d have to go with May-Ling). The film?s point-of-view is drastically muted, and as a result it's difficult to find the film compelling. Sure, history matters, but if emotion is lost in the proceedings you might as well crack open a book.
Part of this could be attributed to the film?s massive censorship, which featured five months for script approval and lots of cuts to placate the big guys in China. Considering The Return, the cuts are politically sensible, but the film suffers ultimately. The performances are fine, but without an emotional anchor, the whole exercise seems to drift endlessly. This is a good history lesson, but not a potent human drama.
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pw: malamute
peking opera blues, 1986 von tsui hark mit brigitte lin, sally yeh, cherrie chung
mp4, dvd-rip, chinesisch mit engl. ut, 687 mb, 105 min
INHALT:
Peking im Jahr 1913, kurz nach der Revolution. Yun Cao, Tochter eines mächtigen Generals und Mitglied einer Widerstandsgruppe, will ihrem Vater ein Dokument entwenden, das Verschwörungspläne gegen die Republik enthält. Auf ihrer Flucht vor der Polizei landet Yun Cao in der Peking-Oper. Dort verbündet sie sich mit einer diebischen Sängerin und der Tochter des Theaterdirektors. Eine verwegene Jagd durch die Kulissen beginnt...
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pw: malamute
irezumi die tätowierte Frau, 1981 von Yoichi Takabayashi
mp4, dvd-rip, japanisch mit engl. ut, 687 mb, 93 min
INHALT:
Japan - die Zeit der Edo-Periode. Otsuya (Ayako Wakao), die junge, hübsche Tochter eines wohlhabenden Pfandleihers, soll verheiratet werden. Doch sie liebt seit langem heimlich den einfachen Angestellten Shinsuke (Akio Hasegawa), weshalb auch schnell ein Entschluss gefasst werden muss: Die Beiden werden durchbrennen um miteinander leben zu können. Einstweiligen Unterschlupf gewährt der Boostsbesitzer Gonji, ein Freund der Familie, der bei den Eltern vorsprechen soll, damit die beiden Liebenden vielleicht doch noch mit deren Segen heiraten dürfen.
Doch Gonji ist nicht der Freund, der er zu sein scheint ? er hat nur seinen eigenen Profit im Kopf. Um aus der misslichen Lage der beiden Flüchtlinge viel Geld zu schlagen, beauftragt er einen Auftragsmörder um Shinsuke zu beseitigen ? ist das erst einmal erledigt, kann er die hübsche Otsuya an den Geisha-Haus-Besitzers Tokubei (Asao Uchida) verkaufen. Doch es läuft nicht alles nach Plan ? bei dem Überfall auf Shinsuke stirbt der Angreifer, nicht Shinsuke.
Otsuya ist indessen schon im Geisha-Haus angekommen. Um ihren Wert für die Männerwelt zu steigern und um sie als Geisha zu kennzeichnen, lässt ihr Tokubei das Bild einer riesigen Spinne auf den Rücken tätowieren.
Von diesem Zeitpunkt an ist Otsuya als Geisha bei der Männerwelt sehr beliebt. Doch sie und ihre Spinne auf dem Rücken haben nur eines im Sinn ? sich an der Männerwelt zu rächen, sie auszusaugen. Da kommt eines Tages der Totgeglaubte Shinsuke in das Geisha-Haus. Er hat inzwischen schwere Gewissensbisse, weil er bei dem Anschlag den Angreifer töten musste...
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pw: malamute
ashes of time, 1994 von wong kar wai mit brigitte lin, leslie cheung, maggie cheung, tony leung chiu-wai
mp4, dvd-rip, chinesisch mit engl. ut, 687 mb, 97,38 min
INHALT:
Schwertkämpfer Feng Ou-Yang führt eine Herberge mitten in der Wüste. Da dies kein sonderlich lukrativer Job ist, schafft er für zahlenden Kunde Menschen aus dem Weg oder lässt sie von anderen Attentätern aus dem Weg schaffen. Hierbei wird er von verschiedenen Charakteren aufgesucht, von denen jeder aus persönlichen Gründen Hilfe von ihm verlangt...
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pw: malamute
dolls, 2002 von takeshi kitano
mp4, dvd-rip, japanisch mit engl. ut, 687 mb, 109 min
INHALT:
Drei ineinander verwobene Geschichten über schmerzvolle Liebesbeziehungen; darüber, wie Menschen zu den Marionetten ihrer Gefühle werden können.
Als ein junger Mann Minuten vor seiner Hochzeit erfährt, daß seine Ex-Verlobte wegen der Trennung versucht hat, sich das Leben zu nehmen - und dabei ihren Verstand verloren hat -, läßt er seine Braut stehen und (ent-)führt seine wahre Liebe aus der Psychiatrie. Durch ihre Vergangenheit und durch einen Strick miteinander verbunden, machen sie sich auf eine Reise, die sie Schritt für Schritt immer weiter von dem wegführt, was man "geregeltes Leben" nennt... - Beim Gespräch mit seinem neuen Leibwächter erinnert sich ein alternder Yakuza an das Versprechen, das er einst seiner Jugendliebe gab: sobald er eine Existenz aufgebaut hätte, würde er zu ihr zurück kommen. Als er ihren damaligen Treffpunkt aufsucht, muß er feststellen, daß sie sein Versprechen für bare Münze genommen - und die ganze Zeit über auf ihn gewartet hat. Doch nun erkennt sie ihn nicht wieder... - Ein Mann ist, trotz seines nicht mehr jugendlichen Alters, glühender Verehrer der J-Pop-Prinzessin Haruna. Keine Autogrammstunde, zu der er nicht auftaucht - und keine Minute, in der er nicht an sie denkt. Da hat Haruna einen schweren Unfall - woraufhin ihr Fan drastische Maßnahmen ergreift...
Werden die Protagonisten dieser kleinen, großen Geschichten ihr Glück finden? Oder werden sie an ihren Gefühlen, wie Puppen, zerbrechen?
LINK:
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pw: malamute
the ode one dies 1997 von patrick yau mit takeshi kaneshiro und carman lee
[spoiler]
mp4, dvd-rip, deutsch/chinesisch mit dt,/engl. ut, 687 mb, 85,42 min
INHALT:
Die lokalen Spielcasinos erteilen dem verwahrlosten Mo (Kaneshiro Takeshi) Hausverbot, und auch die Gangster sind hinter ihm her. Seinem kläglichen Dasein als erfolgloser Kleinkrimineller entgegnet er nur mit einer stoischen Wortkargheit. Als er eines Tages den Auftrag der Mafia für einen Mord erhält, setzt Mo seelenruhig den gesamten Vorschuß als Wetteinsatz ein ? und ? er gewinnt ein Vermögen.
Kurzerhand beschließt er, den unangenehmen Auftrag an die Killerin Carmen (Carman Lee Yeuk Tung) weiterzugeben. Doch die will lieber ihren Onkel rächen und hat von Waffen ziemlich wenig Ahnung.
Mel Brooks, der verrückteste Ideen-Produzent Hollywoods, hat wieder einmal zugeschlagen. Als anerkannter Lachmuskelkiller versucht er diesmal, den knochenharten Produzenten das Drehbuch für einen Stummfilm anzudrehen - und das in einer Zeit, in der die Bilder schon längst das Sprechen gelernt haben. Aber auch bei der Beschaffung der Hauptdarsteller kennt er keine Grenzen. Ob Burt Reynolds in der Badewanne oder Paul Newman bei einem chaotischen Rollstuhlrennen überredet werden - Mel ist fast jedes unfeine Mittel recht, um die Superstars zum Mitmachen zu bewegen. Und als die böse Konkurrenz versucht, die Produktion zu vereiteln, wehrt man sich mit dem dramatischen Einsatz eines Coladosen werfenden Münz-Automaten...
Das Drehbuch zur Adaption seines Roman eines Schicksallosen schrieb Imre Kertész selbst. Regisseur Lajos Koltai setzte es mit einem kongenialen ästhetischen Konzept und einem herausragenden Hauptdarsteller um. Fateless wurde so zu einem der eindrücklichsten Filme über das Leben in den Konzentrationslagern.
Europa im Zweiten Weltkrieg: Während an der Ostfront und im äußersten Westen die Wehrmacht bereits den Rückmarsch antritt, spitzt sich die ohnehin bereits bedrohliche Situation für die dort lebenden Juden im von lokalen Faschisten regierten Ungarn dramatisch zu. Der 14-jährige Györgi musste bereits erleben, wie sein Vater verhaftet wurde. Auch er selbst wird eines Tages von der Straße weg verschleppt. Es beginnt eine Odyssee durch verschiedene Konzentrationslager, die der Knabe wie durch ein Wunder, doch für immer gezeichnet, überlebt.
Fateless ist kein Holocaust-Film. Er erzählt nicht von der Vernichtung der europäischen Juden, sondern davon, ?wie ein Mensch, ein Junge, in eine mörderische Maschinerie gerät und von ihr zermalmt wird.? Dies sagt der Autor selbst über seine Geschichte, die in einem doppelten Sinne seine Geschichte ist. Denn dieser Autor, der ungarische Jude Imre Kertész, wurde selbst als 15-jähriger nach Auschwitz deportiert, später nach Buchenwald gebracht und schließlich in einem Arbeitslager in Zeitz gefangengehalten. Als Überlebender schrieb er diese, seine Geschichte auf. Aber er formte sie zu einem Roman, schrieb sie als Schriftsteller, weil er nur so die Macht über jene Wirklichkeit gewinnen konnte: ?Ich wollte aus meinem ewigen Objekt-Sein zum Subjekt werden, wollte selbst benennen, statt benannt zu werden.?
Regisseur: Dustin Loose
Darsteller: Timo Rüggeberg, Jürgen Haug, Diana Maria Breuer, Giselheid Hönsch, Justus Kötting
D2006
Genre: Drama
Zusätzlicher Audiokommentar
Videoinfo:
Dateigröße : 700 Mb.
[Film]
Gültig : Ja [AVI]
Dauer : 01:13:28
Film vollständig : Ja
Der Film erzählt die Geschichte von Jochen, der bei seiner geschiedenen Mutter und deren Freund lebt. Das familiäre Verhältnis ist angespannt, die Mutter schaut hilflos zu. Aus Frust stiehlt Jochen einen Schokoriegel. Alex, ein älterer Mitschüler, beobachtet ihn dabei und nutzt die Situation aus: Jochen beginnt, im Auftrag von Alex zu stehlen. Bald wird er erwischt und in ein Erziehungsheim gegeben ... Eine Bonner Schülergruppe verfilmte den Jugend-Bestseller von Hans-Georg Noack. "Rolltreppe abwärts" ist das gelungene Debüt junger Filmemacher und zeigt eindrucksvoll, wie ein 13-Jähriger zu stehlen beginnt und in einen sozialen Abwärtssog gerät. Der Schriftsteller Noack war von dem Drehbuch der Bonner Schülergruppe so begeistert, dass er ihnen die Verfilmung seines Werks exklusiv genehmigte. Das Resultat ist beachtlich, der Film aus diesen Gründen besonders empfehlenswert. Wichtig! Warum? "Rolltreppe abwärts" zählt bis zum heutigen Tag zu den meistgelesenen Jugendbüchern. Jährlich wird das Werk in 7000 Klassen eingesetzt. Der Film ist die ideale Adaptation dieses Unterrichtsklassikers.
François Truffaut - Les Quatre cents coups (Frankreich, 1959)ofdb
Der 13-jährige Antoine schwänzt lieber den Unterricht und streunt in Paris herum, als seine Zeit in der Schule zu verschwenden. Von seinen Eltern und besonders seiner Mutter wird er vernachlässigt, und so sucht er Gesellschaft bei seinem Freund Rémy. Zusammen ziehen sie durch die Großstadt und hecken jede Menge Streiche aus: Sie gehen ins Kino, rauchen und klauen, bis Antoine schließlich beim Diebstahl einer Schreibmaschine geschnappt und auf die Polizeistation gebracht wird. Nach einer Nacht hinter Gittern wird er am nächsten Morgen in eine Erziehungsanstalt für straffällige Jugendliche eingeliefert...
Kommentar
François Truffauts sensationelles Regiedebüt gewann 1959 den Regie-Preis beim Filmfestival in Cannes und bedeutete den endgültigen Durchbruch für die Filmemacher der "Nouvelle Vague". Die Geschichte und das Schicksal seines Helden, der lernen muss, im Leben alleine zurechtzukommen, verfolgte der Regisseur in vier späteren Filmen weiter. Jean-Pierre Léaud, Truffauts "alter ego", spielte ihn mit seltener Ausdruckskraft und der kraftvollen Phantasie eines Debütanten, der bei aller Tragik eine gewisse Poesie und Hoffnung nicht verschweigt. "Einer der schönsten Filme, die ich je gesehen habe", urteilte Akira Kurosawa über dieses Werk voller Liebe und Zärtlichkeit. "Ein stilistisch und inszenatorisch wundervoller Film, der die zutiefst humane Geisteshaltung seines Schöpfers spiegelt." (Lexikon des internationalen Films) Als der Film 1959 in die Kinos kam, fehlten sieben Szenen mit einer Gesamtlänge von sieben Minuten, die Truffaut auf Wunsch des Produzenten geschnitten und erst 1967 wieder in das Werk eingefügt hat. 3sat zeigte den vollständigen Film, die Dialoge der eingefügten Originalpassagen wurden untertitelt.
"Sie küssten und sie schlugen ihn" war 1959 die Sensation auf den Filmfestspielen von Cannes. Das Regiedebüt des französischen Filmkritikers und Mitherausgebers der Filmzeitschrift "Cahiers du Cinéma", François Truffaut, gewann gerade auf dem Festival, das ihn im Vorjahr wegen seiner negativen Berichterstattung nicht mehr akkreditieren wollte, den heißbegehrten Regiepreis. Mit seinem poetischen, autobiographisch gefärbten Portrait eines Jugendlichen, der mit seiner Umwelt nicht zurechtkommt, beeinflußte Truffaut eine ganze Generation französischer Regisseure und begründete den Ruhm der französischen "nouvelle vague". Truffaut ist übrigens in einer kleinen Nebenrolle als Rummelplatz-Mann zu sehen, ebenso wie Jeanne Moreau als Dame mit Hund. "Sie küssten und sie schlugen ihn" blieb nicht der einzige Film um Antoine Doinel, denn in den nächsten 20 Jahren drehte der Regisseur vier weitere Filme um den unverstandenen Außenseiter, jeweils mit Jean-Pierre Léaud in der Hauptrolle. Guido Walter