Regie: Jang Yun-hyeon
Darsteller: Song Hye-gyo, Yu Ji-tae, Ryoo Seung-yong, Yoon Yeo-jong, Oh Tae-kyung
Originaltitel: Hwang jin-yi
Herstellungsland: Südkorea
Handlung:
Hwang Jin Yi (Song Hye-Gyo) ist eine legendäre Kurtisane die ungefähr zwischen 1520 und 1560 lebte. Sie war bekannt für ihre atemberaubende Schönheit, ihre Intelligenz, ihren Charme und ihren ausgeprägten Sinn für die Kunst. Bevor sie zu einer Gisaeng wurde lebte sie in einer adeligen Familie und wurde eben als eine waschechte Aristokraten erzogen. Ihr Kindheitsfreund Nom-Yi (Yu Ji-Tae) der zur Dienerschaft des Hauses und unteren Schicht der Gesellschaft gehörte, merkt bald, dass die Kluft zwischen ihm und Hwang Jin Yi aufgrund seines Standes immer größer wurde, daraufhin verlässt er eine Zeit lang das Haus. Eines Tages erfährt Hwang Jin Yi, dass sie von der adligen Familie nur adoptiert worden ist und in Wahrheit von niedriger Geburt ist. Nachdem das im Volk schnell bekannt wird, muss sie das Haus verlassen um sich selber und der Familie die Schmach zu ersparen. Sie entschließt sich nun den Weg einer Gisaeng, einer Kurtisane zu beschreiten.
Regie: Wang Xiaoshuai
Darsteller: Li Bin, Yao Anlian, Gao Yuanyuan
Originaltitel: Qing hong
Herstellungsland: China
Handlung:
Wang XiaoShuai was a great Asian discovery for me when he won multiple awards in Berlin with his highly acclaimed ?Beijing Bicycle?. But I?m glad to say that ?Shanghai Dreams? surpasses that film in almost every area.
The film tells a complex story that actually has a quite significant part in Chinese history. Qing Hong is a young girl who lives in Guizhou with her family. Encouraged by the government, Qing Hong?s family move to this poor part of their country with high hopes. Unfortunately, they are used by the government, just to improve local industry in this poor area and their dreams will never come true in such a place. So her parents decide that they should move to Shanghai for a better future, even though it means that they will have to take a great risk against the strict law which forbades them from leaving Guizhou. Even though she understands the reason behind her parents? desicion, it is not easy for Qing Hong to leave the place where she spent all her childhood, and more importantly, where she experienced love.
Before I start praising this masterpiece, I should note that the film has a significantly slow pace. But it?s one of the advantages of the film, rather than a weakness. It is a film about people who got stuck between their dreams and their past. It is a very difficult desicion to make, beacuse they know that they don?t have a future in Guizghou. But on the other hand, they will leave so many precious things behind.
This state is not only abstract. Because they live in a very limited society that has some strict rules about almost anything that young people can dream of and Qing Hong naturally wants somethings that she cannot reach. When the characters are in such state of mind, it makes better sense that they find their province rather small and feel stuck there despite the great forest and gorgeous scenery they have. At this point, we also should remember that the government of that particular time period was very unforgiving, so it also is hard for them to leave Guizhou and not to think of that place as a prison.
Visually, the film works perfectly for the theme I tried to explain above. Cinematography is much more than nice photographs, because the director makes you feel what the story is about with his careful frames. We often see the characters behind closed doors, locked windows. They live in small houses, spent their time in tight rooms. There are scenes in which we see the actors standing on the peak of a hill, they can see huge plains in front of them as they were close, but also too far away to reach. Fog is permanent and cloudy skies, cold colours have a great affect.
Yuan Yuan Gao gives a phenomenal performance as the adorable Qing Hong. She has the ability of telling so many emotions without saying many words. She had worked with Wang XiaoShuai in ?Beijing Bicycle? before.
Shanghai Dreams is a wonderful film that tells a sad but important story with spectacular cinematogaphy and wonderful performances. A rare gem that has many layers beneath its poetic beauty.
http://de.wikipedia.org/wiki/Fl..._in_Ketten
"John Jackson, genannt Joker, und Noah Cullen haben zwei Dinge gemeinsam: Beide sitzen im Knast - und beide hassen einander. Der Grund ist ihre Hautfarbe: Joker ist weiß, Noah schwarz. Nach einer gewaltsamen Auseinandersetzung sollen die beiden in ein anderes Gefängnis verlegt werden. Unterwegs geraten sie so heftig aneinander, dass der Transporter verunglückt. Mit Ketten aneinander gefesselt, gelingt den zwei Todfeinden die Flucht. Doch als Feinde können sie auf Dauer nicht überleben..."
Stanley Kubrick - A Life in Pictures - von Jan Harlan (2001) DVDRip - AC3-6CH - englisch - XviD (Reupp)
Info, Review & Links
Covertext:
Durch die Linse eines Genies: Ein einzigartiges und beeindruckendes Portrait.
Stanley Kubrick gehörte zu den großen Filmregisseuren unserer Zeit, sein nachhaltiger Einfluss auf das Kino ist heute immer noch zu spüren. Doch so bekannt sein Name und seine weltberühmten Filme auch sind - von dem Menschen Stanley Kubrick weiß man so gut wie nichts. Dieses möchte Jan Harlan mit seiner Dokumentation ändern: Erzählt von Tom Cruise, gewährt uns diese faszinierende Dokumentation aufschlussreiche Einblicke in Leben und Arbeit einer Kinolegende, angefangen mit einzigartigen Filmdokumenten über seine jungen Jahre bis hin zu nicht realisierten Projekten (einschließlich A. I. - Künstliche Intelligenz, das lang erwartete Kubrick-Projekt, bei dem Steven Spielberg Regie führte).
Ergänzt durch Kommentare von Freunden und Familie, Mitarbeitern und Kollegen zeigt sich erstmals ein umfassendes und genaues Bild des Mannes, dessen Leben ein wohlgehüetes Geheimnis war und dessen Werke bis heute ihresgleichen suchen. http://www.dvd-friends.de/movieinfo/...php?nummer=614
Review
Nach dem Tod von Stanley Kubrick im Jahr 1999 begann sein Schwager Jan Harlan mit der Zusammenstellung einer Dokumentation über den Kultregisseur. ?A Life in Pictures? ist Kubricks Leben in Bildern und sein Leben für das Kino. Der Kommentar wird von Tom Cruise gesprochen, und es kommen viele andere zu Wort, die in irgendeiner Form mit Kubrick zu tun hatten - von seiner Ehefrau Christiane Kubrick über Malcolm McDowell und Steven Spielberg bis Arthur C. Clarke, Brian Aldiss und sogar Woody Allen. Kubrick selbst hört man kaum einmal sprechen. Zu sehen sind zahlreiche Filmausschnitte, aber verhältnismäßig wenig Material, das bisher noch nicht veröffentlicht war, darunter Aufnahmen, die Kubrick im häuslichen Garten beim Spiel mit seinen Kindern zeigen. Zwischen diesen banalen Alltagsbildern und den Szenen aus Kubricks Filmen klafft eine Lücke, die der als kamerascheu bekannte Regisseur bewußt nicht ausfüllen wollte.
Wer sich seit längerem für Stanley Kubrick interessiert, wird nur wenig Neues erfahren; wer den Regisseur noch nicht kennt, bekommt möglicherweise Lust, seine Filme zu sehen. Die als Fernsehdreiteiler konzipierte Dokumentation wurde in Anwesenheit von Jan Harlan und Christian Kubrick erstmals während der 51. Internationalen Filmfestspiele Berlin aufgeführt und sorgte damit gleichzeitig für die Premiere eines Video-Screenings auf der Berlinale. Das Werk soll demnächst als Video bzw. DVD veröffentlicht werden. http://www.epilog.de/Film/St/Stanley...es_GB_2001.htm
The Man Who Saves The World [Turkish Star Wars] - von Çetin Inanç (1982) XviD & dt. externe Subs Reupp)
Infos, Reviews & Links
Inhalt
In einer Raumschlacht werden zwei Piloten abgeschossen und stürzen auf einen fremden Planeten. Dort will ein finsterer Tyrann die Weltherrschaft an sich reißen, der den beiden Helden alsbald seine Monsterhorden entgegenschickt. Doch nach einer lockeren Trainingssession haben beide die nötigen Kung-Fu-Skills, um den Kampf aufnehmen zu können...
Review
?Wenn man nicht auch einmal einen richtig schlechten Film genießen kann, dann liebt man Filme nicht wirklich? ? Dies sagte einst Filmkritikerin Pauline Kael, und sie hatte Recht. So sehr, dass man auf viele Filmemacher zurückblicken kann, die einst den ?schlechtesten Film aller Zeiten? drehen wollten, um ordentlich zu unterhalten. Oft verfehlten sie ihr Ziel und langweilten nur. Ed Wood kam dem Ziel sehr Nahe. Doch der Preis geht mit ziemlicher Sicherheit an Çetin Inanç für sein ?82er-Meisterwerk ?Dünyayi kurtaran adam?, auch bekannt unter ?The Man who saves the World?, aber zu Berühmtheit gekommen unter dem Titel ?Turkish Star Wars?. Dieser Film kann sich eindeutig mit den Attributen ?schlecht?, so wie auch ?maßlos unterhaltsam? schmücken.
Nach dem Erfolg von George Lucas? ?Star Wars?-Trilogie, wollte der türkische Regisseur Çetin Inanç das Science-Fiction-Pendant in seinem Heimatland drehen. Das Minimum an Budget reduzierte allerdings die ?Star Wars?-Oper auf eine recht eigentümliche Geschichte zweier Männer mittleren Alters, gekleidet in eigenartigem Polyester-Anzügen, die die Welt vor einem despotischen Osmanen mit Stachel-Maske, retten versuchen. Soweit so gut, unsere Helden sind also Cüneyt Arkin, der Schauspieler, den man ruhig als türkischen Volkshelden bezeichnen kann, und Aytekin Akkaya. Beide sehen unbeteiligt und cool genug aus, um dem absurden Sammelsurium aus Gegnern, die allesamt entweder der Muppetshow oder einem Bastelkurs aus der dritten Klasse entsprungen zu sein scheinen, ordentlich in den Arsch zu treten.
Was das mit ?Star Wars? zu tun hat? Die Anfangssequenz, nachdem die höllisch dillethantischen Anfangscredits beendet sind, besteht aus Arkin und Akkaya, wie sie mit Motorradhelm und Walkie-Talkie-Ohrstöpseln vor einer Rückprojektion von der finalen ?Krieg der Sterne?-Schlacht um Yavin IV sitzen, und mächtig ernst dreinschauen. Während also die X-Wings und TIE Fighters im Hintergrund eine der aufregendsten Weltraumschlacht der Filmgeschichte austragen, scheinen unsere beiden Helden ganz in Ruhe und ohne mit der Wimper zu zucken, zu kommunizieren. Zwischen dem ?Krieg der Sterne?-Footage wurde dann auch noch Bildmaterial von echten Raketenstarts und Leute, die irgendwelche Hebel bedienen, montiert. Dazu spielt John Williams? Originalmusik aus dem Indiana Jones-Film ?Jäger des verlorenen Schatzes?. Das sieht alles sehr verwirrend, und in keinster Weise organisiert aus. Dieser legendäre Anfang sieht so unmenschlich billig aus ? und ist tricktechnisch noch der bessere Part des Films.
Denn was jetzt folgt ist Pseudo-Martial Arts gegen die hanebüchensten Monstren der Galaxis. Die Helden versuchen also irgendwelche Höhlenbewohner, deren Frauen nichts besseres zu tun haben, als Cüneyt Arkin derart verstört anzugrinsen, als hätten sie sich zuvor Sehnerven und Gehirn weggekokst, vor den Mumien und Skeletten des bereits oben erwähnten stachelhelmigen Obermotzes zu verteidigen. Dass wir uns richtig verstehen: Die Mumien sind nichts weiter als in Toilettenpapier eingewickelte Extras, die an ihren Fingern Stoffdreiecke angeklebt haben, damit es so aussieht, als würden Krallen das Leben Cüneyts gefährden, und die Skelette sind nichts weiter als normale Schauspieler in Kostümen, auf denen die weißen Umrisse eines Skeletts draufgezeichnet sind?
Und so geht das die ganzen 90 Minuten. Zu den Filmmusiken aus ?Star Wars?, ?Kampfstern Galactica?, ?Ben Hur?, ?Moonraker? und ?Planet der Affen? prügeln sich die Türken mit den beängstigend schlechten Frisuren gegen eigenartige Aliens mit noch eigenartigeren Oberlippenbärtchen auf einem außerirdischen Planeten, der durch Einbinden von Dokumentaraufnahmen von den Pyramiden von Gizeh und der Sphinx leicht lächerlich gemacht wird. Wegen des Fehlens multipler Tonspuren wird der geklaute Score immer wieder von den völlig überzogenen Sound Effects unterbrochen. Und auch das Design des Films sieht nicht besser aus. Die Kulissen bestehen aus Pappmache, wenn der Bösewicht seine Macht einsetzt, schiebt der Kameramann nur ein rotes Glas vor die Linse, und wenn wir etwas auf dem außerirdischen Schirm sehen, dann scheint ein Walumriss in Tonpapier ausgeschnitten, und vor die Kamera geklatscht worden zu sein.
Eins der Highlights des Filmes ist die Trainingssequenz, in der die beiden Helden in köstlicher Beharrlichkeit auf irgendwelche Felsbrocken einhämmern, um ihre Kräfte aufzufrischen. Mit ernsthafter Mine bindet sich Cüneyt ein Haufen Steine an die Beine und rennt wie ein Irrer durch die türkische Wüste. Klasse auch das Monsterdesign: Neben den oben bereits angesprochenen Mumien, haben wir hier zwei waschechte Fieslinge: Ein Chewbacca-Vieh, dessen Finger aus einem Meter Lametta besteht, der unmotiviert von seinen Händen herabhängt. Heimlicher Star ist aber das rote Wuschelmonster, das ein mutierter Sesamstraßen-Character zu sein scheint. Er hat das originale ?Power Rangers?-Posing drauf und scheint auch sonst wenig intelligent zu sein. Ein echter Brüller sind die Schätze, nach denen die beiden Opponenten suchen: Ein Zick-Zack-Schwert, anscheinend aus Pappe hergestellt, das so scharf zu sein scheint, dass es kein Problem für Cüneyt ist, es sowohl am Griff, als auch mit der Hand an der Klinge zu führen, sowie ein separiertes Supergehirn.
Man könnte noch so viel berichten. Von der Transformation der Geliebten des Bösewichts zu einer Zombiedame, und dann in eine Spinne, von der krassen Gehirnwäsche, bei der Aytekin auf einem Telefonkabel herumkauen muss, und von den gemeinen ?Splatter?-Effekten zum Ende des Films. Nachdem nämlich Cüneyt das goldene Schwert in einem Eimer verflüssigt hat, gibt er seine Hände in die Pampe und hat seitdem goldene Handschuhe an, die es ihm ermöglichen ganze Köpfe von den Körpern der Mumien und Monstern zu schlagen. Erwähnenswert ist auch, dass die Köpfe, beim Auftreffen auf andere Gegner effektvoll explodieren ? warum auch immer.
Der Leser wird gemerkt haben, ?The Man who saves he World? ist ein Riesenspaß. Obwohl unendlich billig und debil hergestellt, besitzt der Film einen Charme durch seine gewollte Ernsthaftigkeit. Dem türkischen Kino ist es zu verdanken, dass dieses Sammelsurium aus Absurdität, ja fast surrealer Blödheit, überhaupt verwirklicht wurde. Und auch wenn man keinen Satz türkisch versteht ? ?The Man who saves he World? ist und bleibt ein echtes Meisterwerk aus dem Trash-Sektor. Oft gibt es Filme, die so schlecht sind, dass sie wieder gut sind ? Dieser ist so schlecht, dass er schlicht genial ist! http://www.mitternachtskino.de/...eworld.htm
edit: freundlicherweise hat mir MSX dt. Subs geschickt die in der linkliste zu finden sind.
Den Film habe ich aus dem Netz und die Qualität ist eher schlecht.
Name : The Man Who Saves The World [Turkish Star Wars] (Çetin Inanç, 1982) XviD.avi
Dateigröße : 700 MiB
Format : Audio Video Interleave
Gesamte Bitrate : 1080 Kbps
Spielzeit : 1h 30min
Verwendetes Programm : VirtualDubMod 1.5.1.1a (build 1215/release)
verwendete Encoder-B : VirtualDubMod build 1215/release
Video #0
Codec : XviD
Family : MPEG-4
Info : XviD project
Bitrate : 959 Kbps
Breite : 512
Höhe : 384
Bildseitenverhältnis : 4/3
Bildwiederholungsrat : 25 FPS
Bits/(Pixel*Frame) : 0.195
Interlacement : [PPF] Picture-per-field
Chroma : 4:2:0
Tampopo (jap. タンポポ, wörtlich ?Pusteblume?) ist eine 1985 gedrehte japanische Filmkomödie des Regisseurs Jūzō Itami. Hauptthema des Filmes ist die Zubereitung und Wertschätzung der japanischen Nudelsuppe. Produziert wurde der 114-minütige Film von Itami Productions und New Century Productions.
Die Schüler Mert, Sinan, Gamze, Kaan und Uluç leiden unter dem Druck der bevorstehenden Aufnahmeprüfung an der Uni. Um ihre Durchschnittsnoten zu erhöhen, die für diese Prüfung äußerst wichtig sind, beschließen sie, die Datenbank mit den Prüfungsfragen des Gymnasiums zu knacken.
Nachdem sie dies mit Erfolg geknackt haben, kommen sie auf die Idee die Fragen der Universitätsaufnahmeprüfung nicht auch komplett zu stehlen. Die Fragen werden jedoch von einem staatlichen Amt vorbereitet, das wie perfekt geschützt wird. Um in dieses Gebäude reinzukommen und die Datenbank zu stehlen, braucht man viel Geschick, Akrobatik und die Talente eines erfahrenen Diebs. Es gibt in der Welt nur einen Dieb (Jean-Claude van Damme), der das schaffen würde.
Land des Schweigens und der Dunkelheit (1971) Werner Herzog DVD-Rip | Avi XviD | 700MB | Deutsch
Eine Dokumentation über das Leben von Taubblinden. Im Mittelpunkt des
Films steht die taubblinde Frau Fini Straubinger. Viele Jahre am Rande
der Gesellschaft lebend, versucht sie nun anderen Leidensgenossen zu
helfen.
War Photographer [James Nachtwey] - von Christian Frei (2001) DVDRip - Orginalfassung - XviD & dt. ext. Subs (Reupp)
Info/Review & Links
Die Bilder des amerikanischen Kriegsfotografen James Nachtwey zieren nicht nur weltweit Magazine wie 'Time', 'Stern' oder 'Geo', sein Werk wurde auch vielfach ausgestellt und ausgezeichnet. Dem Schweizer Regisseur Christian Frei gelingt mit dieser Doku das vielschichtige Porträt eines Mannes, der die oft beschönigende Darstellung in den Massenmedien durch Wahrhaftigkeit korrigiert und trotz allem Grauen, immer noch hofft, Menschen aus ihrer Gleichgültigkeit aufzurütteln.
Kriegsfotografen gelten oft als zynisch, abgebrüht und emotionslos. Keine dieser Eigenschaften finden sich bei dem berühmten Fotografen James Nachtwey, der seit 20 Jahren in allen Krisengebieten der Welt zu Hause ist. Der grauhaarige 53-Jährige wirkt eher schüchtern, introvertiert und wortkarg. Christian Frey begleitete ihn zwei Jahre bei der Arbeit in Regionen wie Indonesien, Kosovo oder Palästina. Kleine Mikrokameras wurden oft an Nachtweys Fotokamera befestigt und nahmen den Blick des Fotografen, seine Bewegung und seinen Atem auf, ohne dass eine Film-Crew die intensive und angespannte Atmosphäre störte. Kollegen und Freunde kommen zu Wort, Nachtwey selbst spricht über seine Motivation für den gefährlichen Job und seine Gefühle, wenn er den Menschen mit der Kamera ganz nahe kommt. Er ist immer mittendrin im Geschehen, nicht aus Sensationslust, sondern weil er glaubt, mit seinen Bildern auch etwas verändern zu können, 'Ohne die Bilder von Bürgerkrieg und Hunger in Somalia wäre niemand dort eingeschritten, ohne die Fotos aus Bosnien wäre der Krieg vielleicht immer noch nicht beendet', so sein Fazit. Das Elend ganz normaler Leute, die explodierende Gewalt, der vergebliche Kampf um ein Stück menschenwürdiges Leben - er dokumentiert soziale und kriegerische Konflikte. Als seine schlimmste Erfahrung bezeichnet der Kriegsreporter den Genozid in Ruanda, ein 'Express-Fahrstuhl zur Hölle'. Seine Aufnahmen von Hungernden auf dem schwarzen Kontinent sind nie voyeuristisch, sondern vermitteln eindringlich das lautlose Massensterben, sein Blick auf die Armen Indonesiens, die an Bahngleisen leben, erschüttert durch Direktheit. Er hat seine eigene Bibliothek des Leidens im Kopf, formuliert Christiane Breustedt, Chefredakteurin von 'Geo Saison'. Nachtwey, einer der ersten Fotografen auf 'Ground Zero', dokumentierte nicht nur die aktuelle Situation dort, sondern auch die Auswirkungen des Anschlages in der Zeit danach. Ob in den Ruinen des WTC oder im Tränengas von Ramallah, er sucht besessen nach dem besten Bild. Diese Suche ist Antriebsfeder seines Lebens, 'pushing the limits' lautet seine Maxime.
'War Photographer' (Oscar-Nominierung 2002) gehört zu den Dokumentarfilmen, die ihre Spannung aus dem Protagonisten ziehen. Die Annäherung an den spröden Künstler geschieht langsam, nach und nach lernt man den Menschen hinter der Fotokamera kennen, der vor der Not des anderen Respekt zeigt. Und sieht seine Bilder plötzlich mit anderen Augen.
The life of a working class couple struggling to get by forms the focus for this downbeat feature film from acclaimed director Bela Tarr. Backtracking through their lives, Tarr illustrates how this couple have reached this point in their lives, and also why they are so argumentative and abusive towards each other. As usual, Tarr doesn't flinch from showing the raw emotion and unparalleled depression that beset many of his fellow countrymen during the 1980s, making this another worthy entry into his canon of films. rottentomatoes.com
The last and often referred to as the best of the early films by the great Béla Tarr, this is a poignant tale of a young couple struggling to hold together a failing marriage in the face of poverty. What Tarr’s current work manages to accomplish with long-takes, rain, and silence, this film manages to duplicate with close-ups, tears, and pleading hearts. There is a sharp social criticism at work here and an observation for the rhythms of daily life that for me, really makes this film a close relative to Ermanno Olmi’s amazing I Fidanzati. This is simple, stunning filmmaking, ripe with sadness and frustration. The ending, featuring a cynical and deeply saddening bit of Tarr magic that predicts the circular structure of his later work, was enough to bring tears to my eyes. dvdbeaver.com
Béla Tarr - Werckmeister harmóniak (Ungarn, BRD,..., 2000)ofdb
u.a. mit
Lars Rudolph
Peter Fitz
Hanna Schygulla
Winter in einer tristen Kleinstadt, irgendwo in der ungarischen Tiefebene. Es herrschen eisige Temperaturen, doch es liegt kein Schnee. Aber trotz 20 Grad unter Null stehen die Menschen unermüdlich Schlange, um in einem gastierenden Zirkus die Hauptattraktion zu bewundern: einen riesigen, ausgestopften Wal. Doch nicht nur die Bewohner des Städtchens zieht es in den Zirkus - aus der ganzen Region, ja sogar aus dem ganzen Land reisen die Menschen an, um das tote Tier mit eigenen Augen zu sehen. Wie in einem Wahn folgt die Masse dem Lockruf des monströsen Meeresbewohners.
Schon bald bringen die enormen Menschenmassen, zusammen mit der extremen Witterung, die Stadt an den Rand des Chaos. Die Anspannung steigert sich ins Unerträgliche. Als eines Tages der Prinz auftaucht, der sich anonym hinter dem Wal verborgen hatte, entlädt sich die Anspannung in einer unkontrollierbaren, emotionalen Woge der Destruktion. Über lange Zeit angestaute Aggressionen werden frei und richten sich gegen alles und jeden. Kein Mensch bleibt verschont, weder die Unbeteiligten, noch die zuvor Begeisterten, und auch nicht die kleingeistigen Spießer, die nur um ihre Bequemlichkeit bangen. Dieser apokalyptische Zustand gebiert kleinbürgerliche Machtgelüste, die in ein schreckliches Finale münden. Deutsches Filminstitut
The cook, the thief, his wife and her lover aka Der Koch, der Dieb, seine Frau und ihr Liebhaber, OoU 1989
Info zum Film:
Regie: Peter Greenaway
Darsteller: Richard Bohringer, Michael Gambon, Helen Mirren, Alan Howard, Tim Roth
Originaltitel: The cook, the thief, his wife and her lover
Herstellungsland: Großbrittanien/Frankreich/Niederlande
Handlung:
Der Koch serviert in seinem exklusiven Restaurant kulinarische Meisterwerke. Der cholerisch-tyrannische Dieb hält in eben diesem Restaurant Hof und terrorisiert jeden in seiner Umgebung. Seine Frau hat eine heimliche Liäson mit einem unscheinbaren Buchhändler, der sich gerade auf die gefährlichste Affäre seines Lebens eingelassen hat. (Covertext)
Regie: Werner Herzog
Darsteller: Klaus Kinski, Isabelle Adjani, Bruno Ganz, Roland Topor
Originaltitel: Nosferatu ? Phantom der Nacht
Herstellungsland: Deutschland/Frankreich
Handlung:
Wie schon im Original von 1922: Ein Immobilienmakler aus Wismar wird im Deutschland des 19. Jahrhunderts zu Graf Dracula in Transylvanien geschickt, um diesem ein Haus in Wismar zu verkaufen. Als der Graf sich auf die Reise in sein neues Heim macht, geschehen grausame Dinge in Wismar...
Technische Daten:
Sprache: deutsch (+ audiokommentar englisch)
Untertitel: keine
Literatur und Film - eine gelungene Allianz in Dai Sijies Verfilmung des eigenen semibiografischen Bestsellers. Vor imposanter Landschaftskulisse spielt diese unterhaltsame Dreiecksgeschichte in Zeiten der chinesischen Kulturrevolution. Zwei junge Städter werden zur Umerziehung aufs Land geschickt, verlieben sich in eine Dorfschönheit, die sie durch das Vorlesen verbotener Bücher neugierig auf ein eigenständiges Leben machen. Der Erfolg des im Herbst 2001 erschienenen Romans (bisher fast 300000 verkaufte Exemplare) sollte dem Kinobesuch Auftrieb geben.
Kein rotes Fahnenmeer oder begeistert geschwungene Mao-Bibeln versinnbildlichen hier die Kulturrevolution, sondern die Erfahrung des Einzelnen, der das System zur Schaffung eines neuen Menschentyps ad absurdum führt. Als der 17jährige Ma und der 18jährige Luo 1971 zu 'Entintellektualisierung' in einem einsamen Bergdorf landen, müssen sie zur geistigen und körperlichen Ertüchtigung in der Kupfermine und auf Feldern malochen. Sie sind zwei von 20 Millionen, die diese Umerziehung durchmachen. Bücher gelten als Feind der Revolution, jegliche westliche Kultur als Dekadenz. Dennoch ist die Kunst der Strohhalm, an dem sie sich klammern. Die Lektüre verbotener europäischer Bücher macht ihnen das Leben etwas erträglicher. Bald verlieben sich die Jungs in die hübsche und wissbegierige 'kleine Schneiderin' (Zhou Xun aus 'Suzhou River' und 'Beijing Bicycle'), Luo gewinnt ihre Zuneigung durch intensives Vorlesen eines Balzac-Romans. Die zarte Liebe zerbricht, als er für drei Monate in die Stadt zum kranken Vater muss und das Mädchen unter medizinisch riskanten Umständen einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen lässt.
Regisseur Dai Sijie, selbst wegen seiner bourgeoisen Herkunft vier Jahre in einem Umerziehungslager, erzählt von der Wirkung großer Politik im Mikrokosmos einer ruralen Gesellschaft und spart dabei nicht an grotesken Szenen zwischen bäuerlichen Analphabeten und gebildeten Städtern. So kann Ma seine Violine nur vor der sinnlosen Zerstörung retten, indem er behauptet, die klassische Sonate, die er spielt, heiße 'Mozart ist mit seinen Gedanken immer beim Großen Vorsitzenden Mao', worauf er die Einheimischen mit dieser 'revolutionären' Musik erfreuen darf. Manchmal sieht sich das Duo im Auftrag des Dorfvorstehers in der nächsten größeren Ortschaft einen nordkoreanischen Film an, den sie dann der gespannt lauschenden Bevölkerung fantasiereich vortragen.
Der in Frankreich lebende Dai Sijie mischt subtil Gesellschaftsporträt und bittersüßer Romanze, es geht weniger um Härten der Kulturrevolution, als um Liebe und Freundschaft zwischen völlig unterschiedlichen Menschen und deren subversive Versuche, das kommunistische System mit seiner Überwachung zu überlisten und sich nur vordergründig anzupassen. So ist der Aufbruch der jungen Frau in ein selbstbestimmtes Leben am Ende gleichzeitig auch ein Liebesbekenntnis an die Kraft der Veränderung durch das geschriebene Wort, eine Ode an die Literatur und ihren Sieg über die Diktatur. Wenn Ma, inzwischen erfolgreicher Violonist im französischen Exil, nach 20 Jahren zurückkehrt, seinen damaligen Leidensgenossen trifft und sich auf die Suche nach der kleinen Schneiderin macht, schlägt Dai Sijie den Bogen zum China der Gegenwart, ganz besonders zum ökologisch umstrittenen Drei-Schluchten-Staudamm am Yangze. Bei dieser - von Jean Marie Dreujou wunderbar fotografierten - Reise durch die Erinnerung wechseln sich Heiterkeit und Melodramatik ab, ohne die Leichtigkeit der Narration zu stören. Der französisch produzierte Film wurde zwar in China gedreht, steht aber noch immer unter Aufführungsverbot.
mit fm einheit
genesis p. orridge
william s. burroughs
länge: 84:06
Inhalt
FM ist ein Soundt�ftler und experimentiert mit Kl�ngen und Ger�uschen. Als er mal �ne Pause in dem Junkfood-Laden H-Burgers macht und all die zufriedenen, mampfenden Gesichter sieht, fragt er sich, ob die Zufriedenheit mit der s�uselnden Musik zu tun hat, die im Hintergrund dudelt. Er zeichnet die Musik mit einem Taperekorder auf und bastelt mit einigen technischen Tricks daran rum. Dabei schafft er es, die Wirkung der Musik ins Gegenteil zu kehren, die Leute werden wild und aggressiv. FM macht Kopien dieses Antitapes und verteilt es in der Szene. Aus dieser Sache wird eine Widerstandsbewegung und die Tapes verbreiten sich in Windeseile in der ganzen Stadt. Damit bricht das Chaos aus, Strassenschlachten, offene Gewaltausbr�che B�rgerkrieg...
Ein sehr d�ster und eindringlich gefilmter Untergroundmovie. K�nstliche Farben, die zwischen eiskaltblau und neonfarben pendeln und ein absolut einmaliger Soundtrack, der Musik von Soft Cell und Dave Ball, FM Einheit und den Einst�rzenden Neubauten, Genesis P. Orridge, The The, Alexander v. Borsig und weiteren enth�lt. Leider l��t die schauspielerische Qualit�t manchmal etwas zu w�nschen �brig, doch das macht nix. (Haiko Herden) industrial culture Cut-up bei Burroughs
Das Besondere der Arbeiten Burroughs' ist die von ihm zusammen mit dem Maler Brion Gysin entwickelte Methode des Cut-up. Dabei handelt es sich um ein experimentelles Verfahren, welches der filmischen Schneidetechnik entlehnt ist
was wir sehen wird weitgehend bestimmt durch das was wir hören
diese behauptung lässt sich durch ein simples experiment beweisen stellen sie den ton an ihrem fernsehgerät ab und ersetzen sie ihn durch einen beliebigen tonstreifen den sie zu vor mit ihrem tonbandgerät aufgenommen haben strassengeräusche musik gespräche aufnahmen aus anderen fernsehprogrammen sie werden feststellen dass der ausgetauschte tonstreifen angemessen erscheint und darüber hinaus ihre interpretation des flmstreifens auf dem bildschirm bestimmt
leute laufen zu einem bus am picadilly vom tonband maschinengewehrfeuer sieht aus wie petrograd 191711
Die Methode ist denkbar einfach.
Jeder, der ein "phillips kassettengerät handliche ausführung für strassenaufnahmen und wiedergabe"12 besitzt, kann mitspielen.
Man nehme irgendeinen Text auf, spule zum Anfang zurück und lasse dann ein beliebig langes Stück ablaufen. Dann nehme man noch einen zweiten kurzen Text auf, auch dieser wieder beliebig gewählt. Damit über spielt man einen Teil der ersten Aufnahme.
Dieses Verfahren wiederholt man mehrmals, immer unter dem Gesichtspunkt der Beliebigkeit, so dass zufällige Kombinationen entstehen. Nach Burroughs fügen sich diese Passagen in vielen Fällen ein und ergeben einen erstaunlichen Sinn. Auch mit schriftlich festgelegten Texten lässt sich dieses System der Cut-ups anwenden. Um weiterhin die Zufälligkeiten der Kombinationen zu gewährleisten, führt Burroughs noch einen weiteren Kunstgriff ein: das Fold-inl3 Dazu nimmt man jeweils eine Seite zweier Texte, die man der Länge nach faltet, um sie dann so aneinanderzulegen, dass man beide über die Faltstelle hinweg wie einen Text auffassen kann. Natürlich entstehen dabei wieder überraschende Kombinationen. In Nova Express führt Burroughs dieses System explizit vor, indem er einen Kafka-Text mit einem neuen Textteil montiert14
Das folgende Zitat kann als Beispiel für das Ergebnis dienen
"Ich glaube", sagte der Mann, "dieser Herr fühlt den glühenden blauen Himmel. Hatte er es so eilig?" Dennoch gibt es eine raffnierte Untergrundbewegung Fehlsteuerung, ganz oder teilweise - Die Kanzleiluft - Köpfe in Flaschen - Wollen zweifelos den Advokaten stürzen - Eine Revolte der Klienten - Wie könnte er sich die Hälfte gestürzter Köpfe erhalten? - Metallisch schimmernde Hitze in einem Stadium, wo jede weitere Hilfe zur Mittagszeit schmilzt und in unzugängliche Gerichtshöfe verschwindet15
Diese Cut-ups lassen sich beliebig weit treiben, und auch die Möglichkeiten dieses Experiments lassen sich noch ausdehnen. Wichtig ist, bestehende Texte in ihrer üblichen Form aufzubrechen und somit neue Zusammenhänge zu schaffen.
dazu muss man zuerst einmal die assoziationsbahnen des kontrollgeräts isolieren und abschneiden
gehen sie mit einem tonbandgerät umher und nehmen sie die hässlichsten und dümmsten dinge auf kombinieren sie ihre hässlichen dinge miteinander erhöhen sie die geschwindigkeit verlangsamen sie die geschwindigkeit spielen sie rückwärts ab stören sie das band sie werden eine hässliche stimme hören und sehen dass ein hässlicher geist aus hässlichen alten konservierten aufnahmen besteht je häufiger sie die bänder durchlaufen lassen und miteinander kombinieren desto machtloser werden sie zerschneiden sie die konservierten aufnahmen in luft in dünne luft16
So entsteht letztendlich zwar keine neue Sprache, aber durch die immer neuen Kombinationen zumindest eine neuartige Ebene, auf der Neuinterpretationen der Sprache und der von ihr beschriebenen Welt möglich werden. Die Beliebigkeit der Montagen hilft dabei, möglicherweise verinnerlichte Automatismen der herkömmlichen Auffassungsweise auszuschliessen. stammt von hia
Kuhle Wampe oder Wem gehört die Welt? ist ein proletarischer Film aus der Zeit der Weimarer Republik. An seiner Erstellung arbeitete unter anderem Bertolt Brecht mit. Regisseur war der Bulgare Slátan Dudow, der kurz zuvor eine Art Dokumentarfilm über die Wohnverhältnisse der Arbeiterklasse in Berlin gedreht hatte. Entstanden ist der kommunistische Film unter massivem Zeitdruck und politischer Repression.
Ein Zeugnis vom gefährlichsten Ort dieser Welt: Cité Soleil (Sonnenstadt, dem Namene nach ein Topurlaubsziel). Haiti 2004: Gegen die heranrückende Rebellenarmee und die landenden UN-Truppen mobilisiert Präsident Aristide seine treuesten und gefährlichsten Anhänger, die Gangs von Cité Soleil, einem Slumvorort von Port-au-Prince. Die Gangleader dieser ?Chim?res? (?Geister?) sind die Herrscher der Slums, schwer bewaffnet, immer bereit zu töten oder zu sterben. Ihr Leben, ihre letzten Tage zwischen Drogen, Hip Hop, Waffen und Sex dokumentiert ganz hautnah der dänische Filmemacher Asger Leth. Die Protagonisten des Films, ahnend, dass sie nicht mehr lange zu leben haben, nehmen ihn mit auf ihrem Trip durch die Hölle.
Süddeutschland, Anfang der 70er Jahre: Die 21-jährige Epileptikerin Michaela Klingler (Sandra Hüller) verlässt ihr streng katholisches Elternhaus, um in Tübingen Pädagogik zu studieren. Michaela genießt die neu gewonnene Freiheit und freundet sich schnell mit Hanna (Anna Blomeier) und Stefan (Nicholas Reinke) an, die ebenfalls in Tübingen studieren. Als sich Michaelas Gesundheitszustand dann verschlechtert und sie immer öfter mit epileptischen Anfällen und Wahnvorstellungen zu kämpfen hat, glaubt sie von Dämonen besessen zu sein. Nach Gesprächen mit ihren Eltern (Burghart Klaußner, Imogen Kogge) und dem jungen Priester Martin Borchert (Jens Harzer) stimmt die verzweifelte junge Frau schließlich einem Exorzismus zu? OFDB
Review
Die Gespenster der Vergangenheit
Der letzte Song auf der bisher letzten Platte der Band Weezer trägt den Titel "Haunt you every day". Er handelt von einer Liebe, die geendet hat, die vielleicht nie existiert hat, die einen aber gerade deswegen nie mehr loslassen wird, und das Lied hat genau diese Wirkung. Es besteht aus einer banalen, eigentlich ziemlich unoriginellen Akkordfolge, in die sich kein Mensch verliebt, aber es weckt im Hörer große Trauer über eine Vergangenheit, die es nie gegeben hat.
Was hat das mit Hans-Christian Schmids neuem Film zu tun?
Zunächst einmal gar nichts.
"Requiem" ist ein hervorragender, gewissenhaft und gut gemachter Film, der erzählt, wie eine Studentin aus dem ländlichen Schwaben in den 70er Jahren an ihrem religiösen Umfeld zerbricht, sich in eine imaginierte Besessenheit hineinsteigert und schließlich einem Exorzismus zustimmt. Ohne besondere dramaturgische Kraftanstrengung nimmt der Film uns mit auf eine Reise in eine Zeit und ein Land, das uns sehr fremd und zugleich furchtbar vertraut erscheint, und dann auf einmal zieht man uns ohne Vorwarnung den Film unter den Füßen weg und läßt uns allein mit ein paar dürren Worten auf der Leinwand, die erzählen, was wir schon wissen: Michaela Klingler beziehungsweise ihr reales Vorbild Anneliese Michel starb im Jahr 1976 nach einer Serie von Exorzismen an Entkräftung.
Das ist die Erzählung des Films. Doch eigentlich erzählt er von etwas ganz anderem. Und der Schlüssel dazu liegt mal wieder in der Musik.
Schon vor sieben Jahren, in "23", irritierte Hans-Christian Schmid, indem er Songs spielte, die für den Film zehn Jahre zu alt waren, die nämlich aus den 70ern stammten. Das könnte man als persönliche Marotte abtun, daß nämlich Schmid, Jahrgang 1965, seine eigene musikalische Sozialisation einfach nicht los wird, und das ist vermutlich auch so, aber es ist zugleich Ausdruck einer Erzählhaltung, die sich durch all seine Filme zieht - sie handeln nur an der Oberfläche von der Jugend und ihrem Ende, in Wahrheit erzählen sie von der Trauer um eine Jugend, die nicht stattgefunden hat. In "23" verliert ein Junge zu früh seinen Vater, den er aber ohnehin gehaßt hat, und verliert sich daraufhin in einer versponnen Fantasiewelt. In "Crazy" endet eine imaginierte Liebe, auf die der Held im wahren Leben sowieso nie eine Chance gehabt hätte, und in "Lichter" sterben Hoffnungen, die von vornherein keine waren. Die Heldin von "Requiem" darf keine entspannte Jugend haben, all das, was die anderen so ganz normal mitnehmen, bleibt ihr verschlossen, und als sie es doch versucht, wird sie bestraft. Einzig die Musik bleibt als Sinnbild ihrer Sehnsucht, als Symbol für das gelingende, aktive Leben, das immer nur die anderen haben, und so wie die Songs auf der ansonsten musikfreien Tonspur eingesetzt werden, wecken sie große Trauer um eine Geborgenheit, die es nie gegeben hat.
In bisher konzentriertester Form erzählt H.-C. Schmid hier von einem Leben, das zu Ende geht, bevor es richtig anfangen konnte; von einer Jugend, die nicht stattfinden kann, weil das Elternhaus keine Basis, sondern nur einengende Zwangsjacke ist, in der elterliche Erwartungshaltungen sich als Liebe tarnen und eine demonstrativ nach außen getragene Religiosität als Sinnersatz herhalten muß.
Hier spürt man ein ganz persönliches Anliegen, und wenn man einen Blick auf Hans-Christian Schmids Biographie wirft - er wuchs in dem katholischen Wallfahrtsort Altötting auf - so kann man davon ausgehen, daß er mit "Requiem" seinen bisher privatesten Film gemacht hat.
Und dieses persönliche Anliegen ist es, das "Requiem" seine Kraft verleiht - jenseits der schwäbischen Provinz der 70er Jahre, jenseits der katholischen Milieuschilderung, die es einem eigentlich leicht machen sollte, sich dagegen abzugrenzen, weckt er im Betrachter Emotionen, die universeller sind und tiefer liegen. Der Film geht weiter. Nachdem er aufgehört hat, wirkt er lange nach, er tut das, was Weezer in unübersetzbare Worte gekleidet haben: "Haunt you every day."
Noch eine Anmerkung zur verlorenen Vergangenheit: Ziemlich gegen Anfang des Films bekommt die Hauptfigur die Haare geschnitten und sieht auf einmal aus wie Angela Merkel in jung. Die war bekanntlich in den 70ern nicht im ländlichen Schwaben, sondern ganz woanders, auch das ist also eine Vergangenheit, die nie existiert hat, aber hier handelt es sich natürlich nur um einen dummen Zufall, der nichts weiter zu bedeuten hat.
Night Mail (Nachtpost) - von Basil Wright & Harry Watt (1963) (Reupp)
Info, Review & Links
Regie: Basil Wright, Harry Watt
Drehbuch: W.H. Auden
Kamera: H.E. Fowle, Jonah Jones
Musik: Benjamin Britten
Schnitt: Basil Wright
Dem Dokumentarfilmproduzenten John Grierson war es in den dreißiger Jahren gelungen, die britische Regierung vom erzieherischen Nutzen des Mediums Film zu überzeugen. Grierson und seine Mitarbeiter drehten daraufhin über 100 Filme, meist über den Arbeitsalltag einfacher Leute. Einer dieser Filme ist NIGHT MAIL/NACHTPOST.
Dieser Dokumentarfilm von Harry Watt und Basil Wright, heute bereits ein filmgeschichtlicher Klassiker, begleitet den "Postal Special", jenen legendären Postzug, der bereits im ersten Drittel unseres Jahrhunderts in rasendem Tempo die Nachtpost durch ganz England beförderte, auf seiner Fahrt von London bis Edinburgh. Dabei wird aus dem historischen Dokument unversehens mehr. Jede der künstlerisch perfekten Einstellungen dramatisiert die Fahrt dieses Zugs und fügt der Legende weitere Dimensionen hinzu. Erinnerungen an das Schaffen Friedrich Wilhelm Murnaus, Fritz Langs und Alfred Kubins werden wach. Dabei wurde die Kamera nicht nur an verschiedenen Stellen des fahrenden Zugs aufgestellt - etwa in den Gepäckräumen oder der Lokomotive. Sie ist auch gleichsam erzählend und kommentierend an den verschiedenen Stationen der Strecke tätig, bevor und nachdem der Zug vorbeigerast ist. Briefsackwechsel bei voller Fahrt, die konzentrierten markanten Gesichter der Crew, der unsynchronisierte Kommentar voll poetischem Pathos, der sich streckenweise in Versen W. H. Audens dem unvergleichlichen Rhythmus der Räder auf den Schienen anpasst - das alles schafft einen atmosphärisch dichten Eindruck von der Bedeutung des "Postal Special" in einer Zeit, die den Pioniertagen der Eisenbahn näher zu sein schien als die nüchterne Routine unserer Gegenwart.
Die britische Dokumentarfilmschule richtete mit solchen fortschrittlichen Dokumentarfilmen wie NIGHT MAIL den Blick auf den Arbeitsalltag im eigenen Land und arbeitete auf diese Weise der konservativen Regierung zu.
Beloe solntse pustyni (White Sun of the Desert)- Vladimir Motyl, UdSSR 1970
Russisch mit englischen Untertiteln (SRT). (Reupp)
Ein Klassiker der russ. Kinematographie:
Einem Rotarmisten, der in der kaspischen Wüste stationiert ist und sich auf dem Heimweg zu seiner Verlobten befindet, wird die Aufgabe zugeschustert, sich um sechs befreite Haremsfrauen zu kümmern. Er wird zum Beschützer der Frauen, was für ihn fast tödlich endet...
Deutschland (Ost) 1948/1949
Regie : Wolfgang Staudte
Drehbuch : Wolfgang Staudte; Erwin Klein
Musik : H. W. Wiemann
Darsteller :
Paul Esser Hans Behnke
Irene Korb Lotte Behnke
Karl-Heinz Deickert Kurt Blank
Reinhard Kolldehoff Rudi Wille
Werner Peters Udo Schulze
Albert Johannes Personalchef "VB"
Theodor Vogeler 1. SD-Mann
Walter Tarrach 2. SD-Mann
Valeska Stock Hebamme
Ellen Thenn-Weinig Frau Salomon
Produktionsfirma : DEFA Deutsche Film AG (Berlin/Ost)
Genre: Drama
Der Maschinenmeister Behnke ist ein politisch wenig interessierter Mann, der sich seiner Familie zuliebe mit der NSDAP arrangiert hat. Von seinem Schwager lässt er sich überreden, eine Druckerpresse zu reparieren, auf der antifaschistische Flugblätter gedruckt werden. Er nimmt einige der Flugblätter mit nach Hause ? und wird von seinem eigenen Sohn Helmuth, einem überzeugten Hitlerjungen, an die Gestapo verraten. Nach Verhör und Folter kommt Behnke ins Gefängnis. Zum Kriegsende wird er von russischen Soldaten befreit. Doch seine Frau ist tot und sein Sohn befindet sich in Kriegsgefangenschaft. Als Helmuth eines Tages nach Hause zurückkehrt, vergibt ihm Behnke.