Dark Tales [Die besten Kurzfilme aus Neuseeland] (1987-1995) VHS-Rip - engl. mit germ. fixed Subs - XviD (Reupped)
Infos
Inhalt
1.1 - The Lounge Bar (Don McGlashan, Harry Sinclair, Neuseeland 1989 , 12 Min.)
Irgendwann in den 70ern, in einer heruntergekommenen Hafenkneipe beginnt ein Sänger mit Schlaghosen und Koteletten sein Lied zu singen. Ein Mann und eine Frau, die Schutz vor der regnerischen Nacht suchen, treffen sich zum ersten Mal. Oder nicht? Wer sind sie? Was führt sie her? Welche seltsame, schicksalshafte Fügung verbindet sie mit dem Sänger, seinem Lied und seinen Koteletten?
1.2 - Avondale Dogs (Gregor Nicholas, Neuseeland 1994 , 15 Min.)
Avondale, New Zealand, 1965. Ein Junge wird mit etwas konfrontiert, das größer ist, als er ahnt: er erkennt die Liebe zu seiner sterbenden Mutter und die Kraft, in Zeiten des Schmerzes und des Verlustes, Grenzen zu überschreiten.
1.3 - Lemming Aid (Grant Lahood, Neuseeland 1994 , 12 Min.)
Eine Gruppe von fanatischen neuseeländischen Tierschützern versammelt sich auf einer Felsenklippe an der norwegischen Küste, um den jährlichen Massenselbstmord der Lemminge zu verhindern. Alles geht gut, bis ihr Treffen von einer norwegischen Frau gestört wird, die mit den Lemmingen einen geschmacklosen Sport betreibt.
1.4 - Headlong (Simon Raby, Neuseeland 1995 , 13 Min.)
Arthur versucht verzweifelt wach zu bleiben, während er nachts übers Land fährt. Er nimmt Jude, eine Tramperin mit und es entwickelt sich schnell eine feindliche Beziehung zwischen ihnen. Die Bühne ist frei für den Geschlechterkampf. Er gipfelt in einem haarsträubenden, aufwühlenden Finale, das Arthur und Jude auf einen unerbittlichen Weg von Selbstverstümmelung und Zerstörung führt.
1.5 - La vie en rose (Anna Reeves, Neuseeland 1994 , 7 Min.)
Der Film warnt davor, das Leben durch eine rosarote Brille zu betrachten. Audrey Foggin ist eine hitzige junge Katholikin, die in den 50er Jahren lebt. Sie versucht aus ihrer eintönigen, angepaßten, von religiöser Schuld und Angst geprägten Existenz auszubrechen, indem sie ihren Postboten Barry anhimmelt. Die Realität stellt sich jedoch als komplizierter heraus, als es auf den ersten Blick scheint.
1.6 - Snap (Stuart McKenzie, Neuseeland 1994 , 15 Min.)
Er ist nicht mehr derselbe, seit seine Frau gestorben ist. Er hat seit Jahren keine Portraitaufnahmen gemacht. Als sich ein junges Paar zu ihm ins Studio verirrt, wird die Vergangenheit wieder lebendig. Klick! Sie bitten ihn, ihr Glück für immer im Bild festzuhalten. Das tut er.
1.7 - Lovelock (David Robertson, Neuseeland 1993 , 15 Min.)
Er war davon besessen, schneller als jemals jemand vor ihm zu sein. Davon besessen das perfekte Rennen zu laufen. Die Olympischen Spiele 1936 in Berlin. Vor den Augen des "Führers" und 120.000 gespannten Zuschauern läuft er ein so perfektes Rennen, daß es darüber hinaus für ihn nur noch Hoffnungslosigkeit geben kann.
2.1 - A game with no rules (Scott Reynolds, Neuseeland 1994, 16.30 Min.)
Was als einfacher Mordplan begann, wird für Kane Harris und Vera Masden zu einem verworrenen Netz von Täuschungen und Betrug. Ihre Zielscheibe, Kanes Ehefrau, ist kein leichtes Opfer. Loyalitäten wechseln, und ein tödliches Spiel beginnt. Die Frage ist, wer übrig bleiben wird.
2.2 - The beach (Dorthe Scheffmann, Neuseeland 1995, 8 Min.)
Zwei Familien verbringen einen Tag am Strand. die Freundschaft der beiden Frauen wird durch einen enthüllenden Vorfall gefestigt, der eine nachhaltige Wirkung hat.
2.3 - Eau de la vie (Simon Baré, Neuseeland 1993, 13 Min.)
In einem opulenten Restaurant findet sich Catherine in einer bizarren und dekadenten Gesellschaft wieder, in der nur das Vergnügen um jeden Preis zählt. Diese Sucht nach Vergnügen wird für Catherine zum Alptraum. Wird sie den Mut haben, mit ihrer Meinung allein da zu stehen?
2.4 - I´m so lonesome I could cry (Michael Hurst, Neuseeland 1994, 14 Min.)
Während ihre eheliche Beziehung enthüllt wird, bemerken wir, daß Bill und Jane auf eine besonders tragische Weise ihre Versöhnung ansteuern.
2.5 - Funny little guy (Chris Graves, Neuseeland 1994, 14 Min.)
Tallulah lebt alleine in einem Wohnwagen am Ende der Welt. Ein endloser Horizont, kein Lebewesen weit und breit, völlige Stille, nichts passiert. Und als ein grüner Mann in einem silbernen Raumanzug ganz in ihrer Nähe eine Bruchlandung mit seiner fliegenden Untertasse macht, verliebt sich Tallulah in jemanden, den sie nur als lustiges kleines Kerlchen bezeichnen kann...
2.6 - Dream-makers (Robert Sarkies, Neuseeland 1993, 10 Min.)
Ein Werbespot für ein Toiletten-Reinigungsmittel inspiriert die Dream-makers ihren bisher furchterregendsten Alptraum zu kreieren. Auf die Toilette zu gehen, wird nie mehr so wie vorher sein.
2.7 - Walkshort (Wiliam Toepfer, Neuseeland 1987, 10 Min.)
In einer belebten Einkaufsstraße in Auckland verbindet eine Serie von zufälligen Begegnungen das Leben von wahllos herausgesuchten Durchschnittsmenschen.
Dark Tales habe ich aus dem Netz.
Info vom Ripper:Codec : XviD
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* ?Eine Filmbiographie des holländischen Malers, die sich sorgfältig und mit Respekt an die bekannten Tatsachen in seinem Leben hält und auf einem hohen Gestaltungsniveau den Zusammenhang zwischen seinem menschlichen Schicksal und künstlerischen Werk darstellt, ohne sein schöpferisches Geheimnis deuten zu können. Für interessierte Erwachsene sehenswert.? ? 6000 Filme. Kritische Notizen aus den Kinojahren 1945 bis 1958. Handbuch V der katholischen Filmkritik, 3. Auflage, Verlag Haus Altenberg, Düsseldorf 1963, S. 469
* ?Kitschig-bunter Bilderbogen über das Leben des berühmten Malers, pathetisch überhöht bis zur Peinlichkeit. Einziger Lichtblick: Anthony Quinn als Paul Gauguin (...). Zeigefingerfilm für Collegestudenten der Unterstufe.? (Wertung: Flop) ? Adolf Heinzlmeier und Berndt Schulz in Lexikon ?Filme im Fernsehen? (Erweiterte Neuausgabe). Rasch und Röhring, Hamburg 1990, ISBN 3-89136-392-3, S. 891
* "Da sich dieser Film wohltuend genau an die Tatsachen gehalten hat, konnte er gar nicht uninteressant werden." - Münchner Merkur, München
1961, das Jahr des Mauerbaus. Siggi kommt von der Provinz nach Dresden, wo er Bühnenbild studieren möchte. Und während er seine neue Heimat erkundet, verändert sich um ihn herum die Welt. Die DDR manifestiert sich endgültig und am sozialistischen Einheitsmenschen wird eifrig gearbeitet. Was Siggi kaum wahrnimmt, nachdem er die Hobby-Poetin Luise erstmals erblickt. Ihr gehört fortan sein Herz. Obwohl sie mit dem rauflustigen Wolle verheiratet ist. Die drei schließen schnell Freundschaft, verbringen fortan gemeinsam ihre Zeit.
Video: MPEG-1 Video 352x240 (107:80) 29.97fps 1226Kbps
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Größe: 156MB
Qualität: Dem Alter des Films gemäß (man sollte ihn sich am TV ansehen)
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Sprache? Stummfilm
Laufzeit: 00:15:39
Peter Greenaway - A Zed & Two Noughts (GB, NL 1985)ofdb
Nachdem ihre Frauen durch einen bizarren Autounfall getötet wurden, machen sich die Zwillingsbrüder Oliver und Oswald daran, die Evolutionsgeschichte auf die Ursachen von Verfall und Tod zu untersuchen. Dabei analysieren die beiden Zoologen sämtliche Lebewesen von Bakterien bis hin zu Säugetieren. Schließlich wollen sie die im Zeitraffer festgehaltenen Verfallsexperimente mit ihren eigenen Leichen komplettieren...
Peter Greenaways Suche nach der Natur des Lebens ist ein sowohl inhaltlich als auch filmisch anspruchsvolles Kunstwerk, unterlegt mit der Musik von Erfolgskomponist Michael Nyman. arthaus
Die Ambiguität dieses Films wird schon in seinem merkwürdigen Titel deutlich: Einerseits läßt sich darin schon die symbolbeladene Szenerie erkennen, die Greenaway als Ausgangspunkt für seine kulturphilosophischen Überlegungen wählt: Den Z-O-O. Andererseits steht er aber auch für die Suche nach der Natur des Lebens, auf die sich die beiden Brüder Oliver und Oswald aufmachen, nachdem ihre Frauen bei einem Autounfall (Zusammenstoß mit einem Schwan [!]) umgekommen sind. Sie untersuchen die Evolutionsgeschichte auf Hinweise für die Ursachen von Tod und Verfall, analysieren Alles von den Baktereien bis zu den Säugetieren; oder abstrahiert von A (wie Antilope) bis - Z (wie Zebra). Dabei geht es dann auch um die Frage der Reproduktionsfähigkeit durch die Kunst; Vollkommenheit äußert sich in absoluter Symmetrie (der Film wird auch kontinuierlich abstrakter, künstlicher). Die beiden Brüder stellen sich als operativ getrennte siamesische Zwillinge heraus, die Maske läßt sie im Laufe des Films immer ähnlicher aussehen. Der ursprüngliche Maler Greenaway setzt das auch in immer neuen exakt spiegelbildlich komponierten Einstellungen um, die mit Michael Nymans tapetenmusterartig rhythmisierter Musik unterlegt sind. Das Ziel dieser Konzeption bleibt wie schon beim Kontrakt des Zeichners (1983) die vollständige Einheit von Inhalt und Form.
Ebenso wie sich der Versuch des Arztes, mit Alba Bewick (Andrea Ferreol) die Bilder des niederländischen Renaissancemalers Johannes Vermeer real zu rekonstruieren, als vergeblich herausstellt, scheitern auch Oliver und Oswald, als sie versuchen, ihre im Zeitraffer festgehaltenen Verfallsexperimente mit der Krone der Schöpfung - ihren eigenen Leichen - zu vollenden (ein Kurzschluß macht die unter einem Berg gieriger Schnecken begrabene Kameravorrichtung zunichte): Am Ende ihrer Sinnsuche stehen also doch nur zwei "Nullen".
Also mal wieder ausgesprochen geschmäcklerisch das Ganze, aber sowohl inhaltlich als auch filmisch nachdenkenswert und noch ohne die in Greenaways neueren Filmen zu beobachtende selbstzweckhafte Über-Abstraktion. filmzentrale
Info Link Pass
DVD-Rip Xvid deutsch englisch + deu eng UT 1,37Gb 111min 1743kb/s AC3 container file
greenaway@mj
Inhalt Kommentar
Peter Greenaway - The Baby of Macon (GB, Fr,..., 1993)ofdb
mit Julia Ormond und Ralph Fiennes
Frankreich im 17. Jahrhundert: Das gesamte Land ist unfruchtbar, ebenso die dort lebenden Menschen. Ein Gottesurteil bestraft das lotterhafte Leben der dortigen Bewohner. Eines Tages bringt eine alte Frau einen Jungen zur Welt. Einen Wunderknaben. In der Hoffnung durch die Kindesberührung selbst fruchtbar zu werden, bieten reiche Frauen der Schwester des Jungen Geld an. Das Mädchen nimmt an und lässt sich auch für Segnungspräsentationen gut bezahlen. Schließlich gibt sie vor, selbst Mutter des Kindes zu sein. Als Jungfrau kann sie so noch mehr Geld aus dem "Wunder" herausholen. Doch die Kirche will selbst das große Geschäft machen...
"Das Wunder von Mâcon" ist ein monströser, von Sacha Vierny brillant fotografierter Bilderbogen über den Machtapparat der römisch-katholischen Kirche, das Zusammenspiel staatlicher und kirchlicher Machthaber, die Ausbeutung der Unschuld und die Manipulierbarkeit des Volkes. Der Regisseur des barocken Theaterstücks verkörpert den Filmregisseur Peter Greenaway, den allwissenden Zauberer, der – wie Prospero bzw. Shakespeare – die Fäden zieht, wobei die Grenzen zwischen Spiel und Realität verschwimmen. Dieter Wunderlich
Trapez (1956) Carol Reed DVD-Rip | Avi XviD | 1400MB | Deutsch/Englisch
Nachdem ein Unfall die Karriere der Zirkus-Legende Mike (Burt Lancaster) vorzeitig beendet hat, versucht dieser im Zirkus eines alten Freundes ein Comeback. Er soll den jungen Artisten Tino (Tony Curtis) trainieren und ihm den dreifachen Salto beibringen. Außerdem soll er dem Neuling als Fänger bei einer waghalsigen Trapeznummer dienen. Alles läuft wie geplant und die beiden Männer werden Freunde. Als die attraktive Lola (Gina Lollobrigida) mit in die Show eingebaut wird und sich zwischen die beiden Artisten drängt, werden diese zu Rivalen...
Videoinfo:
Sprache(n): Deutsch und Englisch (zwei Tonspuren)
Format : AVI
Dateigröße : 1.37 GiB
Duration : 1h 41min
Gesamte Bitrate : 1928 Kbps
Video
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verwendete Encoder-Bibliothek : XviD 1.2.-127(dev)
verwendete Encoder-Bibliothek /D : UTC 2006-11-01
Eine normale Hochzeit in einer Kirche auf dem Land wird zur Reflexion über die Zukunft der Liebe, als der Pfarrer ganz unorthodox dem Brautpaar und den anwesenden Gästen aufzeigt, wie aus dem Glück zu zweit eine unglückliche Ehe werden kann. Diese ungewöhnliche Love-Story, die in Italien zu einem der erfolgreichsten und meistdiskutiertesten Filme des vergangenen Jahres wurde, sollte in Deutschland vor allem das Herz des weiblichen Publikums gewinnen.
Bei der Heirat hängt der Himmel meistens noch voller Geigen und die meisten Filme enden mit der Legalisierung der Gefühle - weißes Kleid, Ehering, Kuss und Tusch. Was dann kommt, wollen wir eigentlich nicht so genau wissen, eben weil wir es wissen. Da macht Alessandro D'Alatri einen Strich durch die romantische Rechnung. Es beginnt nett und gefällig: ein junges Paar aus Mailand - er Kreativer in einer Werbeagentur, sie Visagistin in der Modebranche - will in einer kleinen dörflichen Kirche heiraten, weniger aus religiösen Gründen, als um den Eltern einen Gefallen zu tun. Die geladenen Gäste erwarten gespannt das Ja-Wort, nur dazu kommt es erst mal nicht, weil der Priester den Brautleuten vorschlägt, sich immer ein Hintertürchen in puncto Treue offen zu lassen und 'dass der Tod euch scheidet' sei sowieso Schnee von gestern bei der heutigen Scheidungsrate. Erst einmal ertönt lautstarker Protest, aber dann entwickelt der moderne Don Camillo das Szenario einer Beziehung - verliebt, verlobt, verheiratet, aus tollem Sex wird müde Pflicht nach Geburt des ersten Kindes, Debatten um Windeln ersetzen wilde Leidenschaft, irgendwann nur noch giftiges Anschweigen, sie vereinsamt als Hausfrau, er beruflich unter Stress, ein flotter Seitensprung, Scheidung, schmutzige Wäsche waschen. Doch auch von dieser deprimierenden 'Vorschau', die der Frage nachgeht, ob nicht die Gesellschaft auch für das Funktionieren oder Scheitern einer Beziehung verantwortlich ist, beharren die beiden auf ihrem Vorhaben, sie trauen sich trotz aller Prognosen. Alles auf Anfang...
Die Erforschung der drei Ebenen der Ikonographie der Liebe (wie stellen wir uns sie vor, wie wird sie dargestellt und wie setzen wir sie um) ist amüsant, melancholisch und trotz aller Unkenrufe optimistisch. Bei diesem Kaleidoskop der Hoffnungen, Träume und Illusionen kommt auch das komödiantische Element nicht zu kurz. Und das sozialkritische, denn wer möchte dem Gottesmann widersprechen, wenn er aufdröselt, wie das Unglücklichsein als Motor der Wirtschaft dient. Zwei Haushalte brauche mehr als einer und Unglückliche geben mehr aus, weil sie sich trösten müssen.
Der alternde Gentleman-Gauner Milan kommt in eine fremde Kleinstadt, um vor Ort einen Banküberfall zu organisieren. Weil er im Hotel kein freies Zimmer findet, übernachtet er für ein paar Tage in der Villa des pensionierten Lehrers Manesquier, den er zufällig kennen gelernt hat. In der Folgezeit kommen die Herren einander kumpelhaft näher, entdecken überraschende Gemeinsamkeiten und beschließen, die Rollen einfach mal zu tauschen.
Crossing the Bridge - The Sound of Istanbul - von Fatih Akin (2005) mal deutsch, mal türkisch - Xvid & optionale engl. Subs und Soundtrack (Reupp)
Wenn ihr einen Ort besucht
und wissen wollt, welche Kultur dort herrscht,
welche Tiefen und Oberflächlichkeiten dort vorhanden sind,
dann hört euch die Musik an, die dort gemacht wird.
Ihr werdet alles über diesen Ort erfahren. Konfuzius
Inhalt, Review & Links
Inhalt ? I N H A L T ? & ? R E W I E V ?
Schon der weise Konfuzius hat gesagt, wenn man eine Kultur verstehen will, muss man sich die Musik, die dort gemacht wird, reinziehen. Genau dieser alten Weisheit folgt Fatih Akin (im Juli, Gegen die Wand) in seinem neuen Dokumentarfilm Crossing the Bridge: The Sound of Istanbul. Mit Hilfe der Musik ermöglicht er spannende Einblicke in die lebendige Stadt am Bosporus, der Meerenge, welche Asien und Europa geographisch trennt.
Alexander Hacke, Bassist der deutschen Band "Einstürzende Neubauten" spielt den musikalischen Reiseführer. Hacke kam bei der Musikproduktion für den Film Gegen die Wand erstmals mit der Stadt und ihrem musikalischen Reichtum in Kontakt. Als er von der Istanbul-Band "Baba Zula" angefragt wird, am Bass einzuspringen, sagt der leidenschaftliche Musiksammler sofort zu. Er packt jedoch nicht nur seine Bassgitarre ein, sondern auch sein mobiles Aufnahmestudio. Begleitet von Akins Kamera stürzt er sich in den Istanbuler Musikdschungel, um dessen enorme Vielfalt einzufangen und auf Tape oder besser gesagt auf Festplatte zu bannen.
Suchen muss Hacke die Musik in Istanbul jedoch nicht, denn Musik wird hier immer und überall gemacht: Auf der Strasse, in Hinterhöfen, Cafés und in Teestuben. Von modernen elektronischen Klängen, über brachialen Rock und türkischem Hip-Hop bis hin zu klassischer türkischer Musik. Dem westlichen Publikum wird dabei ein breites Musikspektrum zu Gehör gebracht. Einiges tönt vertraut, vieles jedoch bizarr, exotisch oder auch verwirrt. Denn am Bosporus treffen mit Asien und Europa, Orient und Okzident, auch verschiedenste Kulturen aufeinander und mit ihnen verschiedene Rhythmen, Instrumente und Gesänge.
Die Musiker des Films, ein gutes Dutzend, so verschieden sie auch sind, haben eines gemeinsam: ihre Leidenschaft zur Musik. So zum Beispiel CEZA, von dessen ultraschnellen Raps sich Eminem gleich einige Scheiben abschneiden könnte. Äusserlich unterscheidet er sich zwar kaum von seinen Hip-Hop-Kollegen aus dem Westen (Hose tief, Shirt gross...), aber mit Gangsta-Posen habe er nichts am Hut, sagt er, ihm gehe es beim Reimen ausschliesslich um ernsthafte Botschaften. Oder die Band Duman, deren Sänger mit 21 in die Grunge-Hochburg Seattle auszog, um sich auszuprobieren, dann aber aus Heimweh begann türkische Songtexte zu schreiben. Heute ist Duman mit ihrem Punkrock enorm erfolgreich.
Der Film dokumentiert einerseits eindrücklich die Istanbuler Musikszene, auf der anderen Seite gewinnt man über die Musik und ihre Macher tiefe Einblicke in die türkische Kultur und Geschichte.
Rating
Durch den Genre-Wechsel hat sich Fatih Akin nach Gegen die Wand wohl ein wenig den Erfolgsdruck und die Vergleichsmöglichkeiten von den Schultern genommen. Meine Erwartungen an den Doku-Film waren trotzdem sehr hoch. Vorne weggenommen, sie wurden dann auch erfüllt. Crossing the Bridge ist eine sehr unterhaltsame und informative Dokumentation über Istanbul, über die Einwohner von Istanbul und über die Musik von Istanbul.
Trotz dem Genre-Wechsel kann man Parallelen zum Vorgänger-Film Gegen die Wand herausspüren. Fatih Akin als Mittler zwischen den Kulturen. "Wenn wir schon die Grenzen auf der Landkarte nicht abschaffen können, müssen wir doch die Grenzen im Kopf aufbrechen und überschreiten", so Akins Kernaussage zum Film. "Die Sounds of Istanbul", die Hacke einfängt, sind grossartig. Es geht Akin, das macht den Film auch so interessant, nicht nur um die hippste Musik, sondern auch um ihren Ursprung, um den Einfluss der traditionellen türkischen Volksmusik, aber auch um die Musik von Minderheiten wie den Kurden, Sinti oder Roma.
Crossing the Bridge: The Sound of Istanbul macht Spass! Die Musik, die Leute, die Stadt sind wunderbar. Zudem ist Fatih Akins Handschrift unverkennbar. ... http://outnow.ch/Movies/2005/Cr...TheBridge/
"Crossing the Bridge" habe ich im Netz gefunden (THX an den Ripper & Uploader) und die Qualität halte ich für OK.
Die Video Infos habe ich nicht parat.
"Crossing the Bridge" dauert ca. 90 min und ist 700 MB groß.
Da der Ton z.T. auch in türkisch ist habe ich 2 verschiedene engl. Subs mit hochgeladen (die idx/sub Sub ist OK und die srt Sub habe ich auf Synchronität nicht getestet).
Im Juni 1944 schickt die schwedische Regierung den 32-jährigen Delikatessenhändler Raoul Wallenberg (Stellan Skarsgard; DOGVILLE; KING ARTHUR) in das von den Nazis beherrschte Budapest. Er soll ungarische Juden freikaufen. Dabei geht es weniger um einen humanitären Auftrag, als um die Beruhigung des "Weltgewissens". Doch Wallenberg widmet sich mit Feuereifer seiner Aufgabe - und gerät bald mit seinen Auftraggebern aneinander, die ein diplomatischeres Vorgehen wünschen. Aber die Zeit drängt ...
Regie: Werner Herzog
Drehbuch: Werner Herzog
Schauspieler: Klaus Kinski, Jose Lewgoy, Nana Fedu Abodo, King Ampaw, Salvatore Basile, Peter Berling, Guillermo Coronel, Kwesi Fase, Aggefi Kwame II von Nsein, Pedro Oliveira, Benito Stefanelli
Genre: Sklaven-Drama
Videoinfo:
Dateigröße : 1,09 Gb.
[Film]
Gültig : Ja [AVI]
Dauer : 01:45:48
Film vollständig : Ja
Brasilien, Beginn des frühen 19. Jahrhunderts: Der Bandit Francisco Manoel da Silva (Klaus Kinski), genannt Cobra Verde, steigt zum Verwalter einer großen Zuckerrohrplantage auf und wird zum Aufseher über 600 Sklaven. Das unbändige Temperament des Despoten bringt ihn schnell in Schwierigkeiten als er gleich alle drei minderjährigen Töchter seines Chefs Don Octavio Coutinho (Jose Lewgoy) schwängert. Dazu ängstigt sich die feine Gesellschaft um den
Zuckerrohrbaron vor dem kompromisslosen Emporkömmling. Um ihn loszuwerden, schickt sein Boss Cobra Verde nach Westafrika, um von dort neue Sklaven nach Brasilien zu holen. Wohl in dem Wissen, dass der Sklavenhandel dort seit kurzer Zeit verboten wurde und die Einheimischen weißen Eindringlingen wenig freundlich gegenüber stehen. Vielmehr geht Don Octavio Coutinho davon aus, dass sein Verwalter dort getötet wird. Cobra Verde beweist sich jedoch als Überlebenskünstler und schafft es, sich mit seiner Brutalität durchzusetzen. Er steigt sogar zum Vizekönig von Quidah auf. Für den Herrscher soll er ein Heer von Amazonen aufstellen, um einen benachbarten König zu beseitigen...
Costa-Gavras versucht sich an einer Verfilmung von Rolf Hochhuths "Der Stellvertreter"
Auch fast 40 Jahre nach der Uraufführung erregt Hochhuths Theaterstück "Der Stellvertreter" über das Schweigen des Papstes angesichts des Holocaust noch immer die Gemüter, zumal dann, wenn es durch eine Verfilmung neue Aktualität gewinnt. Beim Film von Costa-Gavras, Originaltitel Amen., hat in Frankreich aber mehr das Plakat, das Kreuz und Hakenkreuz ineinander verschränkte, Skandal gemacht als der Film selbst. Im Mittelpunkt von Amen. steht die Geschichte von Kurt Gerstein, der als Offizier der Waffen-SS an der Organisation des Holocaust teilnimmt, aber als evangelischer Christ den Papst und die deutschen Kirchen auf die Verbrechen der Nazis aufmerksam macht. Bei der Berlinale kontrovers aufgenommen, läuft Der Stellvertreter nun am 30. Mai in den deutschen Kinos an.
Ein Film wie dieser eröffnet, jenseits seiner filmischen Qualität oder Nicht-Qualität, eine Reihe von Diskursen, mehr jedenfalls, als man sie wohl in einer herkömmlichen Rezension behandeln kann. Vielleicht ist es deshalb schon ein Gewinn, wenn man die Diskurse nicht bewusstlos miteinander vermischt, auch wenn es gerade der Film selbst ist, der einen dazu verleiten möchte. Möglicherweise ist es ja auch kein Zufall, dass der Stoff, lange schon angekauft, bis jetzt in den Verliesen der italienischen Produktionsfirma blieb. Costa-Gavras' nun recht eng an der äußeren Form der Vorlage entwickelte Verfilmung hat da wohl entschieden ein Zeit-Problem: Beinahe 40 Jahre nach der Uraufführung von Rolf Hochhuths Stück "Der Stellvertreter" könnte eine filmische Relektüre zweifellos eine bereichernde Angelegenheit sein.
Die Schuld-Frage
Da ist zunächst der Diskurs der historischen Genauigkeit und Wahrhaftigkeit. Bei der Uraufführung von "Der Stellvertreter" im Jahr 1963 wurde dieser Diskurs mit einer heute nur noch zum Teil nachvollziehbaren Heftigkeit geführt. Die Frage der Schuld an den Verbrechen des Nationalsozialismus erweiterte sich vielleicht zum ersten Mal von den Taten auf das Wissen, von einer sehr klaren und eingegrenzten Gruppe der Täter auf übergrenzende Verflechtungen: Es ist, wenn man so will, die Initiation eines weiteren historischen Prozesses. Und nicht so sehr das Brechen eines Tabus als diese Ausweitung der Schuld-Frage scheint der Grund dafür, dass ein doch eher sperriges Bühnenstück so hysterisch als Störung des Friedens empfunden wurde. "Durfte der Papst schweigen?" - so lautete damals der Untertitel einer viel beachteten Sammlung von Stellungnahmen zu dem Stück. Es ist dabei übersehen worden, dass es im Stück um viel mehr als eine historische Dokumentation geht. Denn selbst die Erweiterung der Frage, die von der Schuld des Papstes, der Schuld der katholischen Kirche in Rom schließlich zur Frage führt, warum die Christenheit als ganzes den Holocaust nicht verhindern konnte (und in Teilen den deutschen Faschismus nicht einmal verhindern wollte), wird dem ungeheuren, auch widersprüchlichen Reichtum des Stückes nicht gerecht.
Es ist ein "christliches Trauerspiel", und das ist vielleicht auch zu übersetzen als Tragödie der Kirche in der Welt. Zweifellos arbeitet Hochhuth gelegentlich mit den Mitteln der rhetorischen Überspitzung, es ist ein moralisch-kritischer Angriff auf eine Person, auf eine Haltung, auf eine Institution. Aber je genauer man das Stück liest (und man muss es lesen, nicht nur weil es in seiner integralen Fassung unspielbar und nicht vollständig ohne die Anmerkungen des Autors ist), desto mehr offenbart es von der Tiefenstruktur der Konflikte, die es behandelt.
Schließlich enthält das Stück eine Geschichtstheorie, die auch dem Hauptstrom der "linken" Bearbeitung des Faschismus seinerzeit widersprach. Hochhuth erinnerte, sehr vereinfacht gesprochen, in einer Zeit, in der man vor allem an Systeme, Strukturen und (ökonomische) Interessen dachte, an die Verantwortung des Einzelnen. Er bringt den konkreten Menschen zwar nicht auf die Bühne, aber verleugnet ihn auch nicht. Es ist eine komplizierte Gleichung oder Ungleichung zwischen Biografie und Geschichte, die dieser Autor immer wieder aufmacht. Wir sind unterwegs von einem wirklichen Leben zu einem Mysterienspiel und umgekehrt, und dazwischen liegt auch die Geschichte der Ideen zur Menschen-Repräsentanz in einem ästhetischen, dem Bühnen-Raum. Jede seiner Gestalten, selbst die Nebenfiguren, die uns bei den Aufführungen als nicht mehr denn Stichwortgeber erscheinen müssen, zeigen zugleich historisch belegbare wie fundamentale Weisen, mit dem Bösen in der Geschichte zu leben (und zu sterben). Das Böse, das für Riccardo, den anderen "Stellvertreter", in der Gestalt des "Doktors" nichts anderes als der Teufel selbst und damit zum negativen Gottesbeweis geworden ist, muss ihm am Ende auch als Person gegenüberstehen. Bemerkenswerterweise geht Riccardo ins KZ nicht für die Opfer und nicht gegen seine Kirche, sondern als Opfer für seine Kirche: "Gott soll die Kirche nicht verderben/nur weil ein Papst sich seinem Ruf entzieht." Hochhuths "Stellvertreter" offenbart spätestens im fünften Akt sein Wesen als christliches Mysterienspiel. Sein Skandal liegt nicht darin, dass es ein anti-kirchliches Stück wäre, sondern darin, dass es ein christliches Stück ist.
Die Rolle des Papstes
Der Plot des Stücks, wenn man so will, ist denkbar einfach: Kurt Gerstein, der wegen seines christlichen Widerstands im KZ war, ist als Chemiker und dann als SS-Mann an der Herstellung des Giftgases für die Vernichtungslager beteiligt. Er versucht zum einen, durch Sabotage- und Verzögerungsakte die Anwendung von Zyklon B zu verhindern, zum anderen will er mit Kontakten zur Nuntiatur erreichen, dass der Vatikan von den Verbrechen des Völkermordes erfährt und sie öffentlich macht. Seinen Verbündeten findet er in dem Jesuitenpater Riccardo, der durch seinen Vater über Verbindungen im Vatikan verfügt. Unter Einsatz aller seiner Mittel versucht Riccardo, den Papst dazu zu bringen, sein Schweigen zu brechen. Als alle seine Bemühungen gescheitert sind, hegt er sogar den Plan, den Papst zu ermorden und die Schuld der SS zuzuschieben, um die Welt aufzurütteln. Und als dies nicht durchzuführen ist, heftet er sich den Judenstern an und geht mit den Deportierten ins Konzentrationslager, um dort zu sterben. Riccardo ist die erfundene Figur in diesem Spiel - auch wenn er in Pater Maximilian Kolbe und dem Dompropst Lichtenberg in Berlin seine historischen Vorbilder hat -, das Zentrum der eigentlichen Tragödie.
Auch die politisch-moralische Aussage scheint auf den ersten Blick einfach: Papst Pius XII. hat vor der Geschichte und womöglich vor dem Auftrag des Christentums versagt, weil er in den letzten Jahren des Zweiten Weltkriegs keinen ernsthaften Versuch unternommen hat, die Deportierung und Ermordung der Juden in Europa zu verhindern. Es sind nicht nur verschiedene Personen dieses Stückes, es ist das Stück selbst, das Pius XII. zum Sprechen bringen will. Doch der Papst dieses Stücks hat nicht nur eine Idee seiner Kirche, sondern auch eine Idee seiner Welt, hinter der der Mensch beinahe vollständig verschwindet: "Gewiss, der Terror gegen Juden ist ekelhaft,/doch darf er Uns nicht so verbittern,/dass Wir vergessen, welche Pflichten/den Deutschen auch als Schirmherren Roms/in nächster Zukunft auferlegt sind." Um eine Balance der Nationen geht es, die das Böse nicht ausschließt. Die Einheit der Kirche ist verbunden mit der Spaltung der Welt.
Wenn man von der Anklage gegen den Papst absieht, stellt das Stück eine Frage danach, wer "Recht" hat in dieser Auseinandersetzung um den Kampf gegen das Böse: der pragmatische Humanist Gerstein? Der zynische Machtpolitiker, der die Bosheit der Menschen zu lenken vermeint, der Kardinal? Der Papst, der vor allem an die Einheit und die, durchaus auch: ökonomische, Macht der Kirche denkt? Oder Riccardo, der "Heilige", der an der Stelle des Stellvertreters das Martyrium auf sich nimmt? Hochhuth lässt wohl keinen Zweifel daran, wem seine Sympathien gelten, den verantwortlich handelnden Einzelnen, die in der Tat und im Wort gegen ihre Institutionen zeugen. Aber er gibt nicht vor, dass die Fragen damit beantwortet sind. Das Opfer Riccardos steht nur für sich, nicht mehr für einen Erfolg in der Geschichte. Und so viel belastendes Material der Autor auch gegen das Schweigen des Papstes anführt, er kann und will nicht beweisen, dass ein anderes Auftreten des Papstes wirklich Menschenleben gerettet hätte. Darum wird man dem Stoff und seiner Geschichte wohl nicht gerecht, wenn man es nur als historisch-kritische "Verhandlung" sieht - das ist "Der Stellvertreter" sicher auch. Aber in mindestens genau solchem Maß ist es ein religiöses Stück. Es behandelt nicht nur die Verantwortung der Kirche in der Welt, sondern auch das Wesen der Religion in der Geschichte. Und dabei die Tragödie, die im Zusammentreffen von beidem entsteht.
Das Theaterstück
Und überdies enthält Hochhuths Stück auch eine Theorie des Theaters, eine Theorie, mehr noch, zum Verhältnis von Kunst und Geschichte. Er wählte, wiederum sehr vereinfacht gesprochen, die Form des dramatischen gegen das epische Theater, es war ein Theater nach Brecht und in manchen Aspekten vielleicht sogar gegen Brecht, ganz zu schweigen davon, dass es gegen das "absurde Theater" gerichtet war. "Der Stellvertreter" löst den Konflikt zwischen epischem Theater und klassischem Drama nicht, das Stück formuliert ihn. In der Charakterisierung der Personen (sein Gesicht "enthält keine Antwort", heißt es in der Beschreibung der Rolle des Nuntius) oder in der Öffnung der Regieanweisungen, in denen, ganz nebenbei, genügend Spuren zu einem frühen Fixstern in Hochhuths literarischer Biografie führen: zu Thomas Mann. Im zugleich problematischen und furiosen fünften Akt droht das Stück an diesem Widerspruch sogar regelrecht zu zerbrechen. Es sind nicht nur die Aussagen und die Formen in diesem Stück, die seinen Rang ausmachen, es sind die Spannungen, die darin ausgehalten sind.
Die Verfilmung
Nun endlich wäre die Frage zu stellen, ob der Film von Costa-Gavras dem Stück von Hochhuth gerecht wird. Könnte er ihm etwas hinzufügen, es auf angemessene Weise popularisieren, es in das andere Medium fortsetzen? Es ist eine Form des kontrollierten Zorns, der Hochhuths Stück zusammenhält. Costa-Gavras ist vor allem guten Willens; er macht es uns nicht ganz so schwer. Er möchte das Wesentliche des Konflikts beibehalten, aber uns die letzten Konsequenzen nicht zumuten. Natürlich kann man sagen, dies habe wohl auch ein wenig mit dem zeitlichen Abstand zu tun. Costa-Gavras' Riccardo geht nicht so weit, den zu den Verbrechen schweigenden Stellvertreter Christi selbst als "Verbrecher" zu bezeichnen, wie es Hochhuths Riccardo tut, und er nimmt auch die konsequenteste Idee des Widerstands, nämlich die Idee, den Papst zu ermorden und die Schuld dafür der SS anzulasten, zurück. Auch erfahren wir in dem Film nur höchst beiläufig, woher denn Riccardo den Judenstern hat, den er sich anheftet - als wäre es nun reines Symbol und nicht das Ergebnis einer verschlungenen Geschichte der Identitäten.
Dramaturgisch gibt das eine Reihe von Vereinfachungen, die nicht alle glücklich sind. So ist zum Beispiel die "Ritterkreuz-Szene" aus dem ersten Akt, in Hochhuths Stück durchaus bedeutsam für die Charakterisierung der handelnden Personen, im Film nur noch ein Aperçu. Und immer wieder arbeitet der Regisseur, wie in seinen durchaus kontrovers diskutierten Filmen der siebziger Jahre, mit den Mitteln des Spannungskinos. Zu oft verwandelt er, was im Stück Ketten der Entscheidungen sind, in einfach gestrickten cineastischen Suspense. Die Spannung bei Riccardos Geste, sich den Judenstern anzuheften, etwa entsteht durch eine assoziative Verbindung mit einer unvermittelten spektakulären Szene einer öffentlichen Selbsttötung zu Beginn, und enthält eben gerade dadurch nicht die Möglichkeit jenes gerechten Attentats, die im Stück erwogen wird. Bei der Unterredung Riccardos mit dem Kardinal und seiner Familie so angelegentlich auf das Langusten- und Erdbeer-Essen der Würdenträger zu schneiden, während die Pläne der Vernichtungslager herumgereicht werden, ist eine indiskutable Form der Denunziation, die auch durch das Recht auf bildhafte Polemik nicht gedeckt ist. Auf der anderen Seite weiß der Regisseur sich durchaus mit Respekt dem Problem der Darstellbarkeit des Holocaust zu stellen. Er muss nicht die schnarrenden Nazi-Karikaturen bemühen, die wir im Kino so grauenhaft gewöhnt sind, er verzichtet, anders als Steven Spielberg, auf jedes Nachspielen des Grauens. Das erschrockene Zurückweichen Gersteins beim Blick auf die Vernichtung und das rhythmisch wiederholte Bild der Güterzüge, die durch Europa fahren, einmal mit geschlossenen, das andere mal mit geöffneten Türen, gibt genügend Anschauung. Und andererseits wiederum versteht der Film nicht, wie wichtig es für Hochhuth ist, den Opfern Gesicht und Stimme zu geben; der Film hakt das am Ende als illustrative Episode ab. Costa-Gavras verzichtet auf die möglichen Privatisierungen und Melodramatisierungen; dass er die Tragödie nicht an das Melodram verraten hat, ist immerhin ein Verdienst. Er begegnet dem Stoff wie dem Stück mit Respekt.
Kirche: Pius und Riccardo
Das alles ist, wie gesagt, auch eine Frage der Zeit. Der historische Diskurs befindet sich, in gleichsam abgekühlter Form, in Bearbeitung. Der ästhetische Diskurs ist weitgehend dispensiert, das Theater hat derzeit offensichtlich andere Sorgen. Den historisch-moralischen Diskurs will sich die neoliberale Gesellschaft nicht zumuten. Der ästhetisch-moralische Diskurs ist weitgehend auf die Frage nach der Darstellbarkeit des Holocaust reduziert. Und der Diskurs von Kirche und Religion?
Es wird noch ein Widerspruch aufgerissen, ohne wirklich bearbeitet zu werden. Man hat ja vielleicht nicht so ganz zu Unrecht darauf hingewiesen, dass Riccardo eigentlich eine sehr "protestantische" Figur ist, gestaltet von einem sehr protestantischen Autor. Tatsächlich scheint Riccardo dem Wesen "seiner" Kirche fast fremd zu sein. Aber auch dieses einfache Modell löst sich im fünften Akt vollkommen auf. Auch Riccardo fühlt sich als "Stellvertreter"; die "protestantische" Unmittelbarkeit seines Opfers steht ihm nicht zur Verfügung. Daher ist die Konstruktion des Stoffes ein System verschiedener Zweiheiten, verschiedener Spaltungen. Die Geschichte hat die katholische Kirche gespalten in Pius und Riccardo, die zu anderen Zeiten die beiden Seiten einer Sache wären: Der eine will die Kirche retten, der andere will den Glauben retten. Was die beiden dafür opfern, ist furchtbar genug. Aber dieses doppelte Wesen der Religion, nämlich zugleich weltliche Macht und transzendentale Kraft zu sein, macht sie nicht nur zu einer Institution, in der sich immer wieder die Führung korrumpieren lässt, sie ist Medium der Korruption durch die Macht. Der Film leistet sich eine Schlusspointe, die es so im Stück nicht gibt, nämlich dass sich der Doktor wieder durch eben jene Institution retten lässt, deren Widersacher er war. Auch diese Pointe ist ein etwas hilfloser Versuch, Hochhuths Geschichts-Bild filmisch umzusetzen, das an die Seite der Verantwortlichkeit [...]
Die Legende will es, dass ein Nachfolger von Pius auf dem Stuhle Petri, dem Tode nahe, auf die Frage, was man gegen die Anschuldigungen im Stück unternehmen könne, geantwortet habe: Was kann man gegen die Wahrheit tun? Wenn diese Anekdote wahr ist, gibt es über den historisch-diskursiven Inhalt nichts mehr zu sagen. Wenn sie es nicht ist, eigentlich auch nicht, nur dass es sich dann um das Schweigen einer Universitätsbibliothek handelt. Daher wird die Reduktion des Films auf diesen Gehalt ein wenig leer. Aber kaum wollen wir uns ein wenig melancholisch abwenden, da tut uns auch schon wieder eine Fraktion der "Betroffenen" den Gefallen, ihren Machtapparat noch gegen diesen Nachklang des einstigen Skandals zu entfalten.
Der "Skandal" von 2002
Dass eine so maßvolle Verfilmung des Stückes im Jahr 2002 erneut Skandal macht, eine Form der politischen Zensur evoziert (wenn auch zunächst am Plakat von Olivier Toscani exemplifiziert), die wir einigermaßen überwunden wähnten, zeigt, dass wir in diesen Jahrzehnten eher rückwärts als vorwärts gegangen sind. Wer beschriebe unsere Bemühungen, bei der Lektüre des Satzes im "Spiegel" nicht grimmig zu lachen, in dem es hieß, der Heilige Stuhl habe dem Auswärtigen Amt der BRD sein "Befremden nahe gebracht, dass die Bundesregierung zu dem Hochhuth-Stück schweige?" Über die Zensurfälle in Frankreich und Italien gibt es nichts mehr zu lachen.
Dabei wäre nicht die Anklage, sondern die Analyse, nicht die Politik, sondern das Philosophieren in diesem Stück von höchster Aktualität. Es gibt zwei Komplexe des "Was wäre wenn" in diesem Fall. Was wäre, wenn der Papst nicht geschwiegen hätte? Hätte das Verfolgte gerettet werden können, oder wäre umgekehrt, wie manch einer annahm, der Todesgenuss der faschistischen Massenmörder nur angestachelt worden? Wie Hochhuth die Faschisten seines Stückes zeigt, das ist keineswegs eine Antwort auf diese Frage, auch wenn sie den "Freibrief" durchaus goutieren. Und was hätte es für die Konstruktion des Vatikans - eine durchaus besondere Form der "Kirche in der Welt" - für Folgen gehabt, den weltlichen Teil ihres Wesens durch eine solche Geste aufs Spiel zu setzen? Auch darauf gibt es keine Antwort. Aber die Fragen selbst machen das unglückliche Bewusstsein der Kirche - womöglich jeder Kirche, auch wenn natürlich kaum eine andere Kirche so viel weltliche Macht, so viel "Staat" enthält wie die katholische - deutlich: Die weltliche Seite der Kirche ist nicht nur Medium ihres transzendentalen Inhalts, sie ist auch sein Widersacher, eine eingeschriebene Form der Negation, eine Institution, die nicht einmal, sondern unentwegt historische Schuld produziert. Weil und insofern sie Macht ausübt und erhalten will, ist jede Kirche auch ein Ort der Verdammnis. Nur Heilige können sie retten, die ihren eigenen Teil der Verdammnis auf sich nehmen. Nicht nur in einer Hölle wie Auschwitz, sondern auch in sich selbst. Denn es sind nicht die Menschen, es ist die Kirche, die ihr Opfer annimmt. Am Ende wäre "Der Stellvertreter" dann doch wieder als absurdes Theaterstück zu schreiben gewesen. Aber was immer man gegen Hochhuth als Autor einzuwenden haben mag: Er ist einer der tapfersten Autoren, die wir haben. Und er hätte einen wenigstens mutigeren Film verdient.
Angst vor Widersprüchen
Costa-Gavras' Film, das ist nach ein paar Minuten Filmzeit klar, lässt sich auf keine der Widersprüche und unlösbaren Probleme des Stücks ein. Einigen von ihnen versucht er mehr oder weniger redlich aus dem Weg zu gehen, andere, wie den Widerspruch zwischen der offenen und der geschlossenen Form des Dramas, scheinen Drehbuch und Regie gar nicht erst zu verstehen. Er personalisiert den Konflikt ohne, wie Hochhuth, die Schwierigkeiten dieser Personalisierung mitzudenken. Aber zugleich weigert er sich, mit den Mitteln des Films tiefer in diese Personen, tiefer in das, was zwischen ihnen geschieht, hineinzusehen. Eine "Filmkritik" zu Costa-Gavras' Hochhuth-Versuch also würde wohl, wenn nicht "vernichtend", so doch eher negativ ausfallen müssen. Er ist nicht das eine und nicht das andere, noch nicht Film und nicht mehr Theater, nicht mehr Partitur und noch nicht Lektüre. Und ich bezweifle, ob es ein Filmemacher als großes Kompliment ansieht, wenn man ihm bescheinigt, er habe sich im Großen und Ganzen mit Anstand aus der Affäre gezogen. Einen der schönsten Sätze zum "Stellvertreter" hat wohl Karl Jaspers gesagt: "Hochhuth verlangt von uns: offen sein, Fragen ganz ernst nehmen, und zwar angesichts Gottes, der Transzendenz." Mein Gott, was hätte das für ein Film werden können! Aber das ist schon wieder ein anderer Diskurs: Warum er nicht zustande kommen kann, in unserer Filmkultur.
Regie: Merian C. Cooper, Ernest B. Schoedsack
Darsteller: Fay Wray, Robert Armstrong, Bruce Cabot, Frank Reicher, Sam Hardy
Originaltitel: King Kong
Herstellungsland: USA
Handlung:
Ein amerikanisches Filmteam und die Diva Ann Darrow reisen zu Dreharbeiten auf eine Dschungel-Insel. Die Insel ist das Reich unzähliger Urwelttiere und der Riesenaffe King Kong wird von den Eingeborenen als Gottheit verehrt. Von Zeit zu Zeit bringen sie ihm Menschenopfer dar. Eines Nachts wird die schöne Ann entführt und von den Wilden zur Opferstätte gebracht. Der Affenkönig verschleppt sie in den Dschungel. Nach der dramatischen Befreiung des Mädchens wird King Kong betäubt nach New York gebracht. Dort soll er in einer Show als das 8. Weltwunder präsentiert werden. Doch mit seinen gigantischen Kräften kann er sich losreißen und flieht mit Ann als seiner Gefangenen durch die Großstadt...
Strangers on the train aka Verschwörung im Nordexpress, OoU
Info zum Film:
Regie: Alfred Hitchcock
Darsteller: Farley Granger, Ruth Roman, Robert Walker, Leo G. Carroll
Originaltitel: Strangers on the train
Herstellungsland: USA 1951
Handlung:
Der berühmte Tennisspieler Guy Haines (Farley Granger) begegnet im Zug dem seltsamen Bruno Anthony (Robert Walker), der ihm einen wahnwitzigen Vorschlag unterbreitet: Bruno bringt Guys scheidungsunwillige Ehefrau Miriam (Laura Elliot) um, während Guy Brunos verhaßten Vater ermordet - und beide wären ihre Sorgen los.
Was Guy als lächerlichen Scherz auffaßt, setzt sein Gegenüber auf einem Rummelplatz wirklich in die Tat um. Doch nun hat der verzweifelte Guy gleich zwei große Probleme: Bruno drängt auf die Erfüllung seines Plans, und der Tennisstar selbst gerät in Verdacht, am Tod seiner Frau schuldig zu sein...
Die Klavierspielerin - von Michael Haneke (2001) DVDRip Xvid (Optional DVD Extras & AC3-2CH)
Inhalt/Review & Links
Inhalt
Erika Kohut (Isabelle Huppert) gibt Klavierunterricht am Konservatorium in Wien. Sie ist Anfang vierzig. Sie lebt mit ihrer streng kontrollierenden Mutter (Annie Girardot) zusammen. Manchmal flieht sie. Dann besucht sie Pornokinos oder Peepshows. Sexualität erlebt sie als Voyeuristin. Ihr Leben spielt sich nicht in der Welt der anderen ab. Bis eines Tages einer ihrer Studenten (Benoît Magimel) sich in den Kopf setzt, sie zu verführen...
Kritik
Kultregisseur Michael Haneke versteht es wieder mal zu schockieren und alle Konventionen zu brechen. Wie er die entartete Sexualität der Erika Kohut darstellt, ist genial und vermag es gleichzeitig genauso wie die Buchvorlage von Elfriede Jelinek, den Rezipienten zu verwirren.
Genialer Star des Films ist natürlich die göttliche Isabelle Huppert, die in diesem Jahr als beste Darstellerin in Cannes ausgezeichnet wurde. Sie verleiht jeder Szene mit ihren unglaublich feinen und doch expressiven Gesichtsausdrücken eine ganz besondere Bedeutung. Es macht den Eindruck, als lebe sie die Rolle der Klavierspielerin, statt sie einfach nur zu spielen.
Zurecht bekam "Die Klavierspielerin" drei goldene Palmen auf den Filmfestspielen in Cannes. Neben der schon erwähnten besten Darstellerin außerdem den Preis für den besten Darsteller (Benoît Magimel) und den Preis für den besten Film. Ein, wenn auch bedrückendes, absolut sehenswertes Meisterwerk.
Falls jemand schon den defekten Part3 geladen hat, mit der Reparaturfunktion von Winrar kann man ihn retten. Part 3 öffnen. Extras: Archiv reparieren. Neuen gefixten Part 3 umbenennen.
"Alles beginnt mit dem Platzieren einer Blume auf einem beschaulichen, von Palmen am Rand verzierten Weg, durch eine Hand einer Mannequinpuppe. Nachdem die Blume dort liegt, wo sie liegen soll, verschwindet die Hand wie durch einen Zauber. Schon allein diese ersten Szenen des Films zeigen, dass dies kein plausibles Universum ist, in dem wir uns in "Meshes of the Afternoon" bewegen. Die Hand, die von oben ins Bild herein greift, wirkt künstlich, könnte sogar als Gottes Hand interpretiert werden. Der Film folgt dann der Frau, die die Blüte vom Straßenrand aufhebt.
Diese Frau wird von Maya Deren selbst gespielt und ist Dreh- und Angelpunkt von "Meshes of the Afternoon". Zunächst sehen wir die Frau nur als Schatten. Wir sehen zwar, wie sie ihre Hände einsetzt, um die Blume aufzuheben, um an der Tür ihres Zuhauses zu klopfen, und diese Tür mit einem Schlüssel aufzuschließen, nachdem sie ihn versehentlich auf den Boden fallen lässt; und wir sehen, wie ihre Füße über den Boden gehen. Alles andere jenseits dieser menschlichen Funktionen wird nur durch den Schatten an der Wand dargestellt. Im Inneren ihrer Wohnung gibt es dann eine schwindelerregende POV-Handkamerafahrt Trepp? auf, und Trepp? ab. Und schließlich findet die Frau in einem Sessel vor einem Fenster Schlaf.
Ihr Entschwinden in die Traumwelt sehen wir aus ihrer Perspektive: Während sie beim Entschlummern aus dem Fenster sieht, legt sich ein schwarzer Schimmer über das Bild, bis es schließlich komplett dunkel ist. Deren nimmt uns mit in eine noch verfremdete Traumwelt: Hier geht eine eigentümliche Person umher. In schwarzer Kutte umhüllt wandert die Figur schnellen Schrittes auf dem Weg, den die Frau wenige Minuten zuvor gegangen ist. Die mysteriöse Person trägt eine Kapuze, jedoch statt eines Gesichts trägt der Schemen einen Spiegel. Die Frau rennt dem menschlichen Mysterium nach, holt es aber nicht ein, und kehrt auf halber Strecke zur Wohnung zurück.
Von nun an befinden wir uns in einem halluzinatorischen Strudel voller Duplizitäten. Die Strukturen der Zeit werden weggewischt, alles wiederholt sich unaufhörlich, und endet letzten Endes an dem Punkt, wo es begann. Jegliche Logik innerhalb der Räumlichkeiten wird dank der irrsinnig verwinkelten Kameraperspektiven ad absurdum geführt. Die Frage, was Wirklichkeit und was Traum ist, kann nicht beantwortet werden - beziehungsweise wird gar nicht erst gestellt, da Realität und Einbildung zu einem surrealen Ganzen verschwimmen. Innerhalb dieses verzerrten Universums läuft die Zeit vorwärts, rückwärts und dabei streckenweise noch beschleunigt.
Wobei es in diesem gespenstischen Angsttraum dann letzten Endes geht, ist dem Zuschauer selbst überlassen. Aus Schlüsseln werden Messer, und in einer Szene sitzen sich drei identische Frauencharaktere gegenüber. Im Finale kommt es dann zu einem Selbstmord. Dabei gibt es im Laufe der 13 Minuten keine wirkliche Narration. Die Geschichte, wenn man sie so nennen kann, wird durch die Monatge eher zu einer abstrakten Struktur, als dass man eine traditionelle Erzählweise wieder findet. Der feministische Avantgarde-Film möchte keine fixe Interpretation hervorrufen, sondern lässt es aufgrund seiner weit ausladenden Phantastik zu, dass ein jeder selbst etwas in die traumhaften Bilder lesen kann.
Nach 13 Minuten hat man den Triumph des Films als Kunst hinter sich. Maya Derens Meisterwerk ist ein enigmatisches Meisterwerk durch und durch. Die innovativ gestalteten Bilder, düster und irritierend, und die fantastische Montage, die sämtliche Grenzen der Logik und des Verstandes einrennt, fügen sich zu einem brilliant funktionierenden Film zusammen, der meditativ und hochgradig lyrisch wirkt. "Meshes of the Afternoon" ist mit Sicherheit eines der schönsten, herausfordernsten Stücke Film aller Zeiten, ein surreales, verstandbeugendes Gedicht." (Quelle)
Regisseure: The Trumpet;Aki Kaurismäki, Víctor Erice, Werner Herzog, Jim Jarmusch, Wim Wenders, Spike Lee, Chen Kaige;;The Cello;Bernardo Bertolucci, Mike Figgis, Jirí Menzel, István Szabó, Claire Denis, Volker Schlöndorf, Michael Radford, Jean-Luc Godard
Darsteller: Ten Minutes Older: The Trumpet:, Markku Peltola, Kati Outinen, Marko Haavisto, Ana Sofia Lia?o, Pelayo Suarez, Celia Poo, José Antonio Amieva, Fernando García Toriello, Chloë Sevigny, Charles Esten, Amber Tamblyn, Yuanzheng Feng, Le Geng, Qiang Li, Jin Zhang, Shujun Wang, Feng Feng, Wim Wenders,
Ten Minutes Older: The Cello:, Valeria Bruni Tedeschi, Amit Arroz, Tarun Bedi, Maria Ludovica Bernardi, Chiara Mastalli, Jabedul Azad, Zohirul Azad, Mark Long, Alexandra Staden, Dominic West, Howard Goorney, Maria Charles, Daniel Tookey, George Keane, Rudolf Hrusínský, Ildikó Bánsági, Gábor Máté, Jean-Luc Nancy, Ana Samardzija, Alex Descas, Bibiana Beglau, Irm Hermann, Mario Irrek, Toks Körner, Günter Zschäckel, Gary Smith, Daniel Craig, Charles Simon, Roland Gift, Branka Katic,
England / Deutschland / Spanien Holland 2002
In Originalsprachen
Untertitel: Deutsch
Videoinfo:
Dateigröße : 1,37 Gb.
[Film]
Gültig : Ja [AVI]
Dauer : 01:41:41
Film vollständig : Ja
Zwei Kurzfilm-Kompilations von Spielfilmlänge - THE TRUMPET und THE CELLO - in denen 15 renommierte Regisseure des unabhängigen Gegenwartskinos ihre persönliche Interpretationen des Themas Zeit realisieren.
Ein Klassiker des anarchistischen Films. Claude Faraldo inszenierte diesen so eigenartigen wie faszinierenden Cineasten-Kultfilm 1972 mit Charakter-As Michel Piccoli ("Mado") in der Hauptrolle als satirischen Abgesang auf die Zivilisation und provokativen Anschlag auf gutbürgerliche Werte und staatliche Autoritäten. Obwohl den Film der nostalgische Hauch des 68er-Happenings umweht, kann sich das Ergebnis jederzeit mit den geschmacklosesten Highlights der Monty-Python-Truppe messen und wird allein dank seiner witzigen Aufmachung die Zielgruppe nicht verfehlen. Anspruchsvolleren Kunden aller Coleur ist das kleine Kunstwerk bedenkenlos zu empfehlen.
Blickpunkt: Film
Anarchisch-fröhlicher Kultfilm mit Grunzdialogen um einen Arbeiter, der beim Ausbruch aus dem Alltag keine halben Sachen macht: Außer seines Jobs entledigt er sich auch anderer zivilisatorischer Einrichtungen wie z.B. seiner Wohnungseinrichtung, einer Hauswand und eines Polizisten (durch Aufessen).
Die neun Leben des Tomas Katz
Sprache: eng - Untertitel: deu (srt)
Apokalypse, Esoterik-Kitsch und anarchistisches Gelächter: Absurd, makaber und erfrischend zertrümmert Ben Hopkins in seiner schwarzen Komödie "Die neun Leben des Tomas Katz" Dogmen, Mythen und die ganze Welt.
Näheres
Wie aus dem Nichts taucht ein seltsamer Unbekannter in London auf. Wo immer er hinkommt, häufen sich groteske und mysteriöse Vorfälle, bis die Stadt im absurden Chaos zu versinken droht. Es ist der Tag der Sonnenfinsternis.
Allein der blinde Polizeichef von London, oft verspottet wegen seiner spirituellen Ermittlungsmethoden, ahnt die Gefahr. Begleitet vom treuen Assistenten Cuthbert, macht er sich auf die Suche nach dem geheimnisvollen Fremden, dessen subversiven Kräften offenbar nichts und niemand widerstehen kann. Ein packender Wettlauf um die Rettung der Welt beginnt... oder ist es dafür längst zu spät?
Die Neun Leben des Tomas Katz ist eine apokalyptische Komödie, schnell, grotesk, respektlos und intelligent. Der verblüffend wandlungsfähige Thomas Fisher als neunfacher Tomas Katz und Schauspielveteran Ian McNeice als blinder Inspektor liefern sich ein virtuoses Duell, getragen von einem ebenbürtigen Ensemble. Dominik Scherrer schuf den verstörend-schönen Soundtrack, das komplexe Sounddesign wurde von Regisseur Ben Hopkins entworfen.
Gedreht wurde in kurzer Zeit, mit DV Video, einer konventionellen 16mm-Filmkamera, Betacam und einer Clockwerk Bolex. Die Crew variierte je nach Bedarf zwischen einem und 30 Miitarbeitern.
Die Neun Leben des Tomas Katz wurde in Porto mit dem Fantasporto-Preis für die beste Regie, Thomas Fisher als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet. Auf dem Science Fiction-Festival in Nantes erhielt der Film den Spezialpreis der Jury.
Regie: Sydney Pollack
Darsteller: Dustin Hoffman, Jessica Lange, Teri Garr, Dabney Coleman
Originaltitel: Tootsie
Herstellungsland: USA 1982 Handlung:
Der Schauspieler Michael Dorsey (Dustin Hoffman) sucht seit langer Zeit vergeblich nach einem Job. Erst als er sich - aus Spaß als Frau verkleidet - zu einem Vorstellungsgespräch begibt, bekommt er die heißersehnte Anstellung. Von nun an spielt er als Dorothy Michaels die Hauptrolle einer Seifenoper. Doch er hat mit einigen Problemen zu kämpfen. Er muss sich mit aller Gewalt die hartnäckigen Verehrer vom Leib halten. Zu allem Überfluss verliebt er sich auch noch in seine Kollegin Julie Nichols (Jessica Lange) ...
Technische Daten:
Sprache: englisch
Untertitel: keine
DVD-Rip
avi
116,27 min
750 mb
Regisseur: Georges Méli?s
Darsteller: Georges Melies, Victor Andre, Bleinette Bernon u.a.
Originaltitel: ?Le Voyage Dans La Lune?
Sprache: Englisch Videoinfo:
[Audio]
Codec : Windows Media Audio
Anzahl Kanäle : 2
Sample-Rate : 44100 Hz
BitRate : 64 Kbps
Filminfo:
Mit diesem frühen Film zählt Méli?s zu den Begründern des Scifi-Film-Genres. Die filmische Umsetzung erinnert stark an ein Bühnenstück, zumal man auch deren Tricks nutzte. Dazu zählen Falltüren, an Leinen schwebende Darsteller und diverse, in mehreren Ebenen platzierte Attrappen. Kombiniert wird das ganze durch filmische Tricks wie Stop-Motion-Animation und Doppelbelichtungen. Der universelle Méli?s schrieb das Buch, spielte die Hauptrolle, entwarf die Sets und die Kostüme, übernahm die Regie und die Produktion.
Der Film beginnt mit einem Kongress der französischen Astronomischen Gesellschaft. Der Chef-Astronom Professor Barbenfouillis (imposant und weiß-bärtig, von Méli?s selbst gespielt) erklärt den Mitgliedern seinen Plan zur Reise zum Mond. Dem damaligen Filmverständnis geschuldet passiert dies in einer wild gestrikulierenden und durcheinander wirbelnden Menge von Akteuren. Nach Beschlussfassung beginnt der Bau des Geschosses. Die fünf Mitakteure des geplanten Fluges (Nostadamus, Alcofrisbas, Omega, Miromegas und Parafaragamus) besuchen die Fertigungstätten. Um sich einen Überblick zu verschaffen erklimmen sie auf einer Leiter das Dach eines Gebäudes, um so die Werkstätten mit den rauchenden Schornsteinen (alles qualmende Attrappen) und die Weltraumkanone besser sehen zu können.
Nachdem in Folge noch die Fertigung des Geschosses beobachtet wird (Segmentbauweise!) erfolgt dann die eigentliche Startvorbereitung. Der Kanonier wird dabei von attraktiven Damen unterstützt, die aber sichtlich nur dekorativen Zwecken dienen. Das Geschoss wird in die Kanone wie bei einem Hinterlader eingeführt und nach Sicherung abgeschossen. Bei einer Umblende sehen wir dann in einer Art Animationsfilm den Mond mit einem überdimensionalem Gesicht. Dass Geschoss nähert sich ihm und trifft ihn im rechtem Auge (siehe dazu weiter unten: ?Filmversionen?).
Nach einem Filmschnitt sehen wir das Geschoss aufgeschlagen auf einer wilden Mondlandschaft. Im Hintergrund im All tummeln sich engelsgleiche ?Lebewesen? anderer Planeten. Als sich die Reisenden zur Ruhe legen, schließt sich eine Traumszene an, in der sich liebliche Wesen (u.a. die Sängerin Bernon) tummeln.
Durch Kälte unsanft aufgeweckt, suchen die Männer Schutz in einem Krater. Durch diesen steigen sie in die Mond-Unterwelt ein. In einer Grotte mit riesigen Pilzen (was mich gleich an die ?Reise zum Mittelpunkt der Erde? erinnerte) beginnen die Überraschungen.
Nachdem ein Reisender seinen Regenschirm (!) in den Boden stieß, verwandelte sich dieser ebenfalls in ein Riesenpilz. Offenbar ein zusätzlicher Film-Gag, denn zum Verständnis trägt die Sequenz nicht bei. Jetzt lernen die Reisenden die ersten Mondbewohner kennen: Die Seleniten. Diese überwältigen die Reisenden und bringen sie zu ihrem Herrscher. In einem riesigem Gewühl und Gewimmel, ausgeschmückt mit Explosionen und Raucheffekten, gelingt die Rückkehr zum Geschoss.
Wie kann man aber ohne Geschütz wieder vom Mond zurück kommen? Ganz einfach: Man schiebt das Geschoss an den Rand eines Abgrunds, um es dann nach unten, idealer Weise in die totale Leere, also zurück zur Erde fallen zu lassen! Gesagt ? getan, und das Geschoss fällt in den Atlantik. Auf den Boden sinkend kann man bei der Gelegenheit auch die Unterwasserwelt beobachten. Nach dem das Geschoss aufgetaucht ist, wird es von einem Dampfer in Schlepp genommen und gelangt so in einen französischen Hafen. Begeistert werden die Reisenden empfangen und als Helden verehrt.
Für immer u. ewig - Open Hearts - von Susanne Bier, 2002 [Dogma 28] - dt. & dän. - DVDRip - DivX3 (Reupped)
Info & Review
Inhalt
Als die Ehefrau und Mutter Marie (Paprika Steen) mit ihrem Auto den Studenten Joachim (Nikolaj Lie Kaas) anfährt, zerstört sie innerhalb von Sekundenbruchteilen das Leben des jungen Mannes und seiner Freundin C?cilie (Sonja Richter). Joachim überlebt den Unfall zwar, wird aber den Rest seines Lebens vom Hals abwärts gelähmt bleiben. Völlig verbittert gibt er sich auf, versinkt in Selbstmitleid und schottet sich von seiner Freundin ab. Die von Schuldgefühlen geplagte Marie bittet ihren Mann Niels (Mads Mikkelsen), der als Arzt im Unfallkrankenhaus arbeitet, sich um die verzweifelte C?cilie zu kümmern. Schnell verliebt sich Niels in die junge Frau und beginnt eine Affäre mit ihr, die seine Ehe zu zerstören droht?
Review
Dogma ist zum Kult geworden. Manche können Filme mit der Handkamera nicht mehr sehen. Das ständige Gewackle geht ihnen auf die Nerven. Auch Out-Of-Dogma-Regisseure benutzen inzwischen diese Technik, um so etwas wie Realitätsnähe zu dokumentieren. Ein gelungenes Beispiel der letzten Zeit ist etwa Andreas Dresens ?Halbe Treppe? (Deutschland 2002), der mit digitaler Handkamera seine Typen aus Frankfurt an der Oder ablichtete. Gute Beispiele für dänische Dogma-Filme waren zuletzt etwa Lone Scherfigs ?Italienisch für Anfänger? (2000) und ?Kira? (2001) von Ole Christian Madsen. Dogmafilme müssen aber nicht nur mit der Handkamera gedreht werden. Filmen in Farbe und 35 mm sowie bei natürlichem Licht sind ebenso vorgeschrieben wie Filter und optische Tricks sowie Waffen und Mord im Film verboten sind. Dogmas müssen in der Gegenwart spielen und sich an realen Orten bewegen, ohne zusätzliches Bühnenbild oder hinzugefügte Gegenstände. Dogmas dürfen sich nicht einem Genre verschreiben. ?Open Hearts? ist einer der letzten Dogmas, da sich das Sekretariat, das über die Zertifikate von Dogma-Filmen entscheidet, in Kopenhagen aufgelöst hat. Es folgen noch drei Filme zwei aus Spanien, einer aus den USA, dann ist Schluss mit Dogma.
Der neueste Versuch in dieser Hinsicht, Susanne Biers ?Open Hearts? wird fast durch die Bank weg gelobt. Von einem tiefen Blick in offene Herzen war zu lesen, von Trost ohne die üblichen Hollywood-Manierismen, sogar von Humor. So heißt Susanne Biers Film im Original auch ?Ich liebe dich für immer?. Bekannt wurde Susanne Bier übrigens durch ?The One and Only? (1999) und ?Once in a Lifetime? (2000).
Joachim (Nikolaj Lie Kaas) und C?cilie (Sonja Richter) sind ein jung verliebtes Paar und erwägen zu heiraten. Als C?cilie Joachim eines Tages aus dem Auto aussteigen lässt, wird er von einem herannahenden Pkw, der mit überhöhter Geschwindigkeit fährt, erfasst und schwebt lange Zeit in Lebensgefahr. Die Ärzte diagnostizieren: Lähmung vom Hals abwärts. Joachim hat beim Aussteigen nicht aufgepasst, die Unfallfahrerin Marie (Paprika Steen) ist zu schnell gefahren, weil sie mit ihrer pubertierenden Tochter Stine (Stine Bjerregaard) Streit hatte. Maries Mann, Niels (Mads Mikkelsen, zuletzt in ?Kira? zu sehen), ist Arzt in dem Krankenhaus, in dem Joachim liegt. Marie bittet Niels, mit C?cilie zu sprechen, ihr beider tiefes Mitgefühl auszusprechen. Der Unfall passiert zudem ausgerechnet an Stines Geburtstag.
Joachim ist völlig deprimiert. C?cilie will sich um ihn kümmern, verspricht, ihn nicht allein zu lassen. Doch Joachim reagiert verbittert, stößt C?cilie von sich weg, spricht tagelang kein Wort. Die Ärzte versuchen C?cilie zu beruhigen; das seien normale Reaktionen nach einem derartigen Schock, der das ganze Leben eines Menschen verändere. C?cilie aber kann nicht damit umgehen, dass Joachim sie barsch abweist. Immer wieder ruft sie Niels an, will mit ihm reden, seinen Trost ? bis sich beide näher kommen und ineinander verlieben. Heimlich treffen sie sich in Stines Wohnung. Joachim hat seine Möbel verkaufen lassen, Niels kauft C?cilie neue. Lange bleibt ihre Beziehung nicht geheim. Stine hat zuerst den Verdacht, dass ihr Vater etwas mit C?cilie hat. Sie verfolgt ihn heimlich und stellt ihn auf der Straße zur Rede. Niels, der Marie und seine Kinder liebt, hatte zunächst alles abgeleugnet. Doch nach Stines Auftritt gesteht er Marie, dass er C?cilie liebt, und zieht aus.
Einige, allerdings nur wenige, Szenen in ?Elsker dig for evigt? sind passabel gedreht worden, etwa die Unfallszene, in der Paprika Steen, Stine Bjerregaard und Sonja Richter eine überzeugende Leistung erbringen. Auch das Gespräch zwischen Marie und Niels, als er seine Beziehung zu C?cilie gesteht, gehört zu den besseren Szenen des Films.
Trotzdem beschlich den Rezensenten schon nach kurzer Zeit ? trotz aller Bemühungen der Dogma-erfahrenen Schauspieler Paprika Steen, die mir am besten gefallen hat, und Mads Mikkelsen ? das Gefühl, das hier ein ernstes Thema langsam, schleichend, aber auf sicherem Pfad auf das Niveau allseits berühmt-berüchtigter Fernsehserien wie ?Marienhof? oder ?Gute Zeiten, schlechte Zeiten? gebracht wird. Daran können Dogma-Regeln ebensowenig etwas ändern wie der gehobene Anspruch, den die Regisseurin selbst erhebt.
Denn Bier reduziert die Geschichte auf Allerwelts-Gefühlslagen, wie sie in den genannten Fernsehserien in mittelmäßiger Routine und mit simpler Logik Tag für Tag reproduziert werden. Der ?Trick? dabei ist der Unfall und seine Folgen, die zunächst natürlich auch das Publikum schockieren. Alles, was Bier darstellt, ist nicht abseitig, unrealistisch. Selbstverständlich ist es plausibel anzunehmen, dass die Freundin eines Unfallopfers Trost sucht angesichts eines solchen Einschnitts. Selbstverständlich kann eine gut funktionierende und von Liebe geprägte Ehe wie die zwischen Marie und Niels trotzdem auseinander brechen, weil es keine absolute Sicherheit für irgend etwas gibt. Selbstverständlich kann eine Tochter ihren Vater wegen einer solchen Beziehung scharf attackieren. Selbstverständlich ist Joachims aggressive Haltung nach dem Unfall glaubwürdig.
All das ist gut und schön. Doch was machen die Schauspieler daraus und was macht vor allem das Drehbuch daraus? Sonja Richters C?cilie vergräbt sich in Trauer, dann in Selbstmitleid und dann in die Beziehung zu Niels. Mads Mikkelsens Niels verlässt so mir nichts dir nichts ohne irgendwelche Überlegungen seine Frau, als wenn er das Hemd wechseln würde. Nikolaj Lie Kaas Joachim reagiert anfangs auf alle aggressiv und beleidigend, bis er schließlich aus seinem Selbstmitleid erwacht und wieder Kontakt zu seiner Umwelt hält.
Wie gesagt, alles schön und gut, aber was soll das? Das sind die Themen, die angeblich das Leben schreibt? Zunächst einmal sind das nur Themen, Figuren am Anfang, eine Geschichte in groben Zügen, Gefühlslagen im Ansatz, also das, was ein Drehbuchautor als Anfangsmaterial benötigt, um dann eine lebendige Geschichte daraus zu wirken. Und genau daran fehlt es diesem Film. Er bleibt im Ansatz stecken. Das, was sich an Gefühlen zeigen will, sind nur Ansätze davon, was sich offenbaren könnte. Bei C?cilie und Niels treffen Trost hier, Verliebtsein dort aufeinander. Und dann? Dieses ?und dann? fehlt Susanne Biers Film. Niels und C?cilie kaufen Möbel. Niels kauft gut gelaunt dies und das, C?cilie lacht dazu und freut sich. Und dann? Die emotionalen Verhältnisse bleiben in einem wahrhaftigen Sinn auf der Oberfläche, und das genau macht ?Open Hearts? zu einem Film, der den Vergleich mit den genannten Fernsehserien nicht zu scheuen braucht ? leider.
Mit diesen Personen wird man nicht warm, es sei denn, man lässt sich auf die Oberfläche der Geschichte ein, auf Figuren, die nicht mehr als austauschbare Abziehbilder sind, eine Handlung, die so voraussehbar ist, das man schon nach dem Unfall weiß, wie die Geschichte ausgehen könnte. Das Leben plätschert vor sich hin, und plätschert und ... Die Konflikte, die durch die Liebesbeziehung von C?cilie und Niels aufkommen, sind keine. Nur Paprika Steen und Stine Bjerregaard bewahren das Spiel mit diesen Konflikten einigermaßen davor, dass der Film hier nicht in völlig seichtes Fahrwasser abgleitet.
Fazit:
Susanne Bier, liest man, hält herkömmliche Familienstrukturen für obsolet (ihr gutes Recht, das zu glauben); daher hätten Niels und Marie bei ihr keine Chance. Vielleicht ist es dieser Anspruch, diese Vorstellung, von der sich die Regisseurin zu stark leiten ließ, die den Film im wahrsten Sinn des Wortes unrealistisch werden lässt. Die vier Hauptpersonen sind ausschließlich über ihre durch den Unfall ausgelösten Gefühlslagen identifizierbar. Aber haben sie nicht noch einen Beruf, ein Familienleben, eine Vergangenheit, irgend etwas, was sie als Subjekte auch noch identifizierbar macht? Ja, eben die Idee der Regisseurin, für die sie als Leitfiguren herhalten müssen.
So gestaltet sich auch der Trost, den Susanne Bier am Schluss, der alles offen lässt ? gewollt, aber nicht gekonnt ? als eine Allerweltsweisheit: dass das Leben schon irgendwie weitergehen wird. Ein schwacher Film mit einem schwachen Trost, der keinen Saft und keine Kraft hat. Zwei Punkte und ein halber von zehn Punkten! http://www.filmbesprechungen.de/show.php?FilmID=1115
Video Info
Füe DivX3 ist die Qualität halbwegs OK. Ein Sample liegt mit dabei.
Dateigröße : 1.39 GiB
Format : Audio Video Interleave
Gesamte Bitrate : 1824 Kbps
Spielzeit : 1h 48min
Verwendetes Programm : VirtualDubMod 1.5.4.1 (build 2178/release)
verwendete Encoder-B : VirtualDubMod build 2178/release
Video #0
Codec : DivX 3 Low
Family : MPEG-4
Bitrate : 1537 Kbps
Breite : 544
Höhe : 400
Bildseitenverhältnis : 4/3
Bildwiederholungsrat : 25 FPS
Bits/(Pixel*Frame) : 0.282
Was soll man dazu schreiben (man könnte eine Diplomarbeit darüber verfassen) - neben "Eraserhead" Lynch's radikalstes Werk. Verstörend, intelligent, grandios - kurzum ein Meisterwerk!