CODE 46
Ein Film von Michael Winterbottom
Mit Tim Robbins und Samantha Morton
Herstellungsland: Großbritannien 2003
Format: Xvid, Farbe
Ton: Deutsch (AC3) Englisch (AC3)
Untertitel: deutsch (sub)
Laufzeit.: ca. 92 Min.
CODE 46 ist eine faszinierende Liebesgeschichte, ein intelligentes und außergewöhnliches Science-Fiction-Drama von einem der interessantesten, zeitgenössischen Regisseure Englands.
Mit großer visueller Virtuosität entwirft Michael Winterbottom eine futuristische Atmosphäre, in der die Liebe an strenge genetische Regeln gebunden ist. Als Film-Noir-Romanze ist CODE 46 das poetische Pendant zum düsteren Sci-Fi-Kult-Klassiker Blade Runner und wagt die fesselnde Vision einer entmenschlichten Gesellschaft, in der Gefühle und Erinnerungen bei Bedarf dem Allgemeinwohl zum Opfer fallen.
Die Story
In nicht allzu ferner Zukunft lebt der privilegierte Teil der Menschheit in speziell abgesicherten Städten; der Rest lebt außerhalb, an unwirtlichen, wüstenähnlichen Orten. Die Reise zwischen den Städten und al fuera, den Randgebieten, ist nur mit einer speziellen Art von Reiseversicherungs-Visa möglich, so genannten Papelles, die als begehrte Objekte das Ziel von Fälschungen geworden sind.
Versicherungsagent William Geld (Tim Robbins) reist von Seattle nach Shanghai, um in einem entsprechenden Fälschungsfall zu ermitteln. Dank eines Empathie-Virus, der ihn die Gedanken anderer lesen lässt, identifiziert William schnell Maria Gonzales (Samantha Morton) als Schuldige. Maria übt jedoch eine unerklärliche Anziehung auf ihn aus. Statt sie der Tat zu überführen, verliebt er sich in sie und verbringt eine Nacht mit ihr.
Die Affäre hat Folgen, denn als William einige Zeit später nach ihr sucht, ist sie Gegenstand eines so genannten CODE-46--Verstoßes geworden: Der Code sieht vor, dass Menschen mit ähnlichem genetischem Profil keine gemeinsamen Kinder zeugen dürfen. Als William wenig später herausfindet, dass Maria genetisch identisch mit seiner Mutter ist, stecken beide in großen Schwierigkeiten?
It´s all about Love
Regie: Thomas Vinterberg
Darsteller: Joaquin Phoenix, Claire Danes, Sean Penn, Douglas Henshall, Alun Armstrong, Margo Martindale, Mark Strong, Geoffrey Hutchings, Harry Ditson
Länge: 104 min
Format: Xvid (720x304 / 1041 kb/s)
Sprachen: Deutsch (AC3),Englisch (AC3)
Inhalt:
Der neue Film von Thomas Vinterberg könnte auf den ersten Blick kaum weiter von seinem Dogma-Familienpsycho-Knaller "Festen" entfernt sein. Eine internationale Produktion mit Starbesetzung, die im New York des Jahres 2021 spielt. Vieles in dieser Zeit ist skurril. Der Erdball kühlt ab, plötzlich schneit es im Juli; in Äthiopien verschwinden Menschen, weil die Schwerkraft abnimmt (die "fliegenden Äthiopier"); einmal im Jahr gefrieren für Minuten alle Frischwasservorräte; und eine grassierende Herzkrankheit, die nur bei einsamen und traurigen Menschen zuschlägt, lässt den Anblick eines Toten auf einer Parkbank, in einem Mülleimer oder am Fuß der Rolltreppe zu einem kaum beachteten Vorfall werden, wie es heutzutage vielleicht eine zerschmissene Bierflasche oder Reste eines Mageninhaltes wären.
In dieser seltsamen Welt, wie sie aus einem Wim Wenders-Film stammen könnte, sucht John seine Frau Elena auf, damit diese endlich die Scheidungspapiere unterzeichnet. Elena ist ein Eiskunstlaufstar, der ein ganzes Unternehmen florieren lässt, so sehr wünschen sich die Massen wohl diesen ästhetischen Genuß. Doch Elena hängt noch an John, zwingt ihn indirekt dazu, einen Tag in New York zu bleiben, und dabei kann ihm nicht entgehen, daß etwas mit Elena und der "Ice Corporation" nicht stimmt.
"It's all about Love" ist ein Film, der vieles riskiert. Man kann ihn lieben und in ihm verlorengehen oder zynisch über seine Naivität lachen, ganz nach Gusto. An einer der zentralen Stellen des Films, einem sehr emotionalem Moment, gab es etwa drei bis vier ignorante Besucher in meiner Pressevorführung, die in schallendes Gelächter abdrifteten, weil es jenen Zuschauern wohl nicht gelang, den zu diesem Zeitpunkt arg strapazierten Emotionen des Films auch weiterhin zu folgen.
Vieles im Film ist künstlich, die 50er Jahre-Ausstattung, die Kostüme, der Eiskunstlauf, der Schnee, die Berge etc. Doch all diese Elemente des Films sind sehr bewußt so gewählt worden, denn es soll auch eine völlig überhöhte Geschichte erzählt werden, die eine Zukunftsvisison, wie man sie vielleicht von Wim Wenders erwarten würde, mit dem Glauben an die Liebe, wie er in SF-Filmen wie "The Fifth Element" oder "Blade Runner" propagiert wird, verbindet. Dabei entstehen einige Bilder, die beeindruckend in ihrer Ästhetik sind. Doch dadurch, daß die Geschichte des Films nicht bis ins Detail stringent ist, und Vinterberg eher ein leichtes Kafka-Feeling aufkommen lässt, macht der Film es sarkastischen Kritikern allzu leicht, ihn in der Luft zu zerreißen. Wer jedoch an die Macht der Bilder und an die Macht der Liebe glaubt, wird von diesem Film reich beschenkt.
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Bad Boy Bubby, Fremder in der Fremde
Ein urbanes Wolfskind betritt die Pop-Hölle in Rolf de Heers Film
Drama. Schockierende Geschichte eines modernen "Kaspar Hauser". Der 35jährige Australier Bubby (Nicholas Hope) wird von seiner Mutter in einem Kellerloch wie ein Gefangener gehalten, gequält und mißbraucht. Als die Eltern betrunken sind, tötet er sie und beginnt zögernd, die ihm unbekannte Welt zu erkunden. (Aus./It. 1993, 110 Min.) Berliner Kurier
Ausführliche Filmkritik von Frank Götz:
Wer von ?Nell? gerührt wurde, sollte den australischen ?Bad Boy Bubby? nicht verpassen. Der 1993 in Venedig ausgezeichnete Film von Rolf de Heer erzählt von der erstaunlichen Entdeckungsreise eines Kindes, das mit 35 Jahren zum ersten Mal das Licht der Welt erblickt.
Endlich. Auf diesen Film haben wir gewartet. Nach der Pralinenschachtel-Philosophie des gumpenden Einfaltspinsels und dem Gelalle der Feld-Wald-und-Wiesen-Nymphe wurde es auch Zeit. Mit ?Bad Boy Bubby? beweist der niederländische Regisseur Rolf de Heer zweierlei: Erstens, dass es mehr gibt im Leben als sich die rührselige Hollywood-Weisheit mit ihren naiven Schinken zu träumen wagt. Und zweitens, dass man dem Leben eines beschränkten oder gar misshandelten Kindes filmisch durchaus intelligente, humane Aspekte abgewinnen kann - auch ohne Oscarnominationen.
Mutter, Katze, Küchenschabe
Beginnen wir mit dem Anfang, denn am Anfang war die Hölle: Eine Mutter, eine Katze und ?Bubby?, ein mittlerweile 35jähriges Kind (Nicholas Hope). Seit 35 Jahren wohnen sie in den selben vier Wänden, aber ohne dass Bubby sein Zuhause auch nur ein einziges Mal verlassen durfte. Kein Fenster, kein Tageslicht, keine nennenswerte Einrichtung, nichts. Nur ein paar Geräusche, die hin und wieder ins Grau der verfallenen, bunkerartigen Wohnung eindringen und so etwas wie ein ?Draussen? ahnen lassen. Wie bei Sartre: Die Hölle, das sind die Anderen.
Für Bubby ist das die Mutter, etwas anderes kennt er nicht; Alice Miller hingegen würde eine solche Mutter-Kind-Symbiose wohl glatt das psychoanalytische Vokabular verschlagen. Denn Mama (Claire Benito) füttert, wäscht, bestraft und demütigt ihn - nach Wahl und mit ausgesuchten verbalen Scheusslichkeiten. Und wenn ihr gerade danach ist, schläft sie mit Bubby, zumal der Vater sie schon vor der Geburt ihres Kindes verlassen hat. Ansonsten kümmert sie sich kaum um ihn - und wenn er nicht gerade still sitzen muss, bis Mama vom Einkaufen zurückgekehrt ist, verbringt er seine Tage damit, die Katze zu quälen oder Küchenschaben in ihre diversen Einzelteile zu zerlegen.
Grosse weite Welt
Keine Frage: An dieser beklemmenden Figurenkonstellation hätte Beckett seine Freude gehabt; immerhin bestimmt sie gut einen Drittel des Films. Als Bubbys Vater (Ralph Cotterill) jedoch plötzlich wieder auftaucht und seinen Platz in der Familie einnimmt, lässt die Wende nicht mehr lange auf sich warten. Das ödipale Dreieck ist komplett, Bubbys Eifersucht auf dem Siedepunkt, und ohne eigentlich zu realisieren, wie ihm dabei geschieht, bringt Bubby kurzerhand seine Eltern um - mit Sandwich-Folie.
Und nun entdeckt er die Welt - das ?Draussen?, das Andere, das Jenseits seines Inzest-Brutkastens; einen Ort, der Bubby ein Leben lang vorenthalten wurde und der sich nun um so beängstigender und mächtiger, schöner und schrecklicher, gefährlicher und verlockender präsentiert. Was er bei seiner Erkundungsreise findet, macht allerdings den Hauptteil dieses ungewöhnlichen Films aus, weshalb man es weder bei Sartre noch bei Beckett noch sonst irgendwo nachlesen kann - geschweige denn in einer Rezension.
Denn das ?wahre Leben? ist bekanntlich eine Projektion, das Produkt einer Täuschung, ein Effekt; an den Rändern ist es perforiert und mit einer Tonspur versehen, ausserdem rückt es 24mal in der Sekunde ein Stück weiter. Und wer etwas Anderes behauptet, ist entweder Pfarrer oder Filmkritiker.
Unspektakulär eindringlich
Dass Bubby in der grossen weiten Welt dann tatsächlich so etwas wie Liebe erfährt, gehört zu den vielen schönen Pointen dieses Films. Das Glück tritt ihm nämlich in der Gestalt einer Frau entgegen und heisst - na, wie denn sonst? - Angel (Carmel Johnson). Doch wenn uns Bubby völlig absichtslos und so ganz nebenbei auch noch zeigt, was Rockmusik ihrem Wesen nach ist, dann dürfte selbst bei debil gerockten ?Headbangern? ein kleines Lämpchen aufleuchten.
Erwähnenswert ist die schauspielerische Präzisionsarbeit des bislang unbekannten Nicholas Hope; sein Bubby stellt auch vom Erscheinungsbild her eine gelungene Mischung dar aus den Faxen eines Roberto Benigni und der dumpfen Verzweiflung von Bruno S., jenes eindrücklichen Laiendarstellers in Werner Herzogs ?Jeder für sich und Gott gegen alle? (1974). ?Bad Boy Bubby? ist rührend - ist tragisch und beunruhigend und komisch zugleich, bisweilen sogar zum Lachen komisch. Vor allem aber ist er unspektakulär und ohne jede falsche Sentimentalität.
DUMBLAND ist eine vom Filmemacher David Lynch gezeichnete und gesprochene Flash-Cartoon-Serie, die er auf seiner Website anbietet - "DUMBLAND is a crude, stupid, violent, absurd series" (Lynch).
Auf der Website befindet sich das Angebot noch im Aufbau, deswegen dieser Englische DVD-Rip. Laut Imdb und Wiki soll es 8 Folgen geben. Dieser DVD-Rip enthält alle 8 Folgen.
Inhalt einer Folge:
"DUMBLAND ist eine Serie von Zeichentrickfilmen. Die Filme sind mit schwarzem Filzstift skizzenhaft primitv gemalt. Sie handeln von asozialen Idioten. Beispiel Folge 6: Grober fetter Mann mit offenem Maul und drei Zähnen sitzt auf einer Couch. Vor ihm läuft der Fernseher. Eine brutale Szene, in der jemand einen anderen zu Brei schlägt, wird gezeigt. Links neben dem Fernseher springt ein Kind auf einem kleinen Trampolin nervtötend jauchzend auf und ab. Vor dem Kind, dem Mann zugewandt, sitzt eine Frau und zetert. Hinter dem Fernseher ist das Fenster nach draußen. Man hört und sieht den Verkehr auf einer großen Straße. Der Mann wechselt mit seiner Aufmerksamkeit von Frau zu Kind zu Fernseher zu Verkehr, in verschiedenen Reihenfolgen. Der Mann wirkt aggressiv. Die Bilder von Fernseher, Frau, Kind und Verkehr sind aufeinander abgestimmt bewegt. Bewegung der einzelnen Einstellungen, die Schnittfolge und die begleitenden Geräusche etablieren den dem Film grundgelegten wabernden Rhythmus. Die Szenerie eskaliert. Augen und Zunge der Frau treten hervor, der Mund des Kinds wird zum Maul, auf der Straße draußen kommt es zur Schießerei, Verfolgungsjagd mit Polizei, Ankunft der Feuerwehr, Beschuss der Feuerwehr, Aufmarsch von Soldaten mit Panzern. Der Mann macht nichts, wirkt allerdings aggressiv bis sehr aggressiv. Eine Fliege belästigt den Mann, der bleibt -- Once upon a time: the West -- unbeteiligt, versucht die Fliege zu erledigen, schafft es nicht, grunzt "Fucking flies.", Ende des Films.
DUMBLAND ist cool gemacht. Ich würde nicht wegschalten, wenn die Folgen auf MTV liefen." (hcs: korrespondenz.biz - 017 vom 22.07.2002) http://www.kino-central.de/film5.php.../film5.php
Abe (Andrew Lee Potts) is a humble key cutter living in London but today doesnt seem to be his best day. He has to manage to survive the day after his Spanish girlfriend Mimi (Elena Anaya) announces she is pregnant, his debt collector Danny Devine (Robert Carlyle) gives him 24 hours to pay up his debts, he accidently switches cell phones with hit man Lynch (Cary Oldman), he has 2 assassins wanting to kill him and he has been given a contract to kill a Dead Fish. http://movies.theemiratesnetwork.com...es.php?mv=1061
Eine neue Generation von deutschen Regisseuren versucht Hollywood zu erobern. Doch der Weg zum großen Durchbruch ist ein gnadenloser Härtetest.
Auszug aus Neon-Artikel:
Der Allgäuer Werbefilmer Charley Stadler hat mit Gary Oldman eine schwarze Komödie namens ?Dead Fish? inszeniert. [...]
Auch die Geschichte von Charley Stadler zeigt, welche Härten auf dem Weg nach Hollywood liegen. Als wir den Allgäuer treffen, sitzt er in einem winzigen Schneideraum im Londoner Stadtteil Soho. Auf den Monitoren laufen Bilder seines Films ?Dead Fish?: Auftragskiller Gary Oldman erzählt einer Domina von der Macht der Liebe – um dann etwas unerwartet in eine Musicalnummer auszubrechen. Danach ist eine aberwitzige Verfolgungsjagd über die Tower Bridge zu sehen. Der englische Techniker ist begeistert, doch den Regisseur selbst scheinen die Bilder anzustrengen. Seine Augen sind leicht zugeschwollen – die Spuren der gestrigen Kneipentour. [...]
Zwei junge Produzenten aus München trieben 15 Millionen Dollar für Stadlers nächstes Projekt auf. Ohne Starbesetzung wäre aber auch das auseinander gefallen. Mit wackligen Knien traf Stadler eines Tages Gary Oldman zu einem gemeinsamen Kaffee bei Starbucks in Beverly Hills. Wenn der Regisseur heute von dem Gespräch berichtet, klingt es, als erzähle er von einem romantischen Date. Oldman liebte Stadlers Ideen. ?Am Ende des Gesprächs umarmten wir uns so lange, dass Oldmans Manager schon ganz misstrauisch schaute.? Bis zu Oldmans offizieller Zusage dauerte es dann noch acht Monate: ?Als es so weit war, bin ich heulend zusammengebrochen?, meint Stadler. Bald dürfte er wohl noch mehr Grund zum Feiern haben. Denn nachdem ?Dead Fish? fertig ist, hat ihn das Herr-der-Ringe-Studio New Line für einen 50-Millionen-Dollar-Actionfilm angeheuert. Außerdem bereitet er einen Thriller mit Giovanni Ribisi und Penelope Cruz vor. Der Kontakt zu Oldman ist ihm geblieben: Zu seinem 40. Geburtstag bekam Stadler eine Geburtstagskarte von ihm. Darauf stand: ?Und ich dachte, ich sei verrückt.? ?Das ist das größte Kompliment, das ich je bekommen habe?, sagt Stadler. [...] http://www.neon.de/kat/entertainment...77902.html
Da der Film so gut wie unbekannt geblieben ist, scheint das ganze Unternehmen einen riesen Flop gelandet zu haben, d.h. aber nicht, dass der Film schlecht ist. Leider kann man die Filmkritik in der Ofdb nicht mehr lesen, da stand nämlich unter anderem, dass der Film beim mehrmaligen Ansehen an Qualität gewinnen würde. HIER gibt es ein paar Bilder.
Week End (von Jean-Luc Godard, 1967) DVBRip - German - DivX
anderes Cover
Inhalt, Review & Infos
Inhalt
Ein Wochendausflug wird zum Horrortrip für das Ehepaar Corinne (Mirelle Darc) und Roland (Jean Yanne). Eigentlich wollen die beiden nur ihre Ehe retten, doch dann beschließen sie aus reiner Geldgier, Corinnes Eltern zu ermorden. Hass und Wut beginnen unter der harmlos erscheinenden Oberfläche zu brodeln, sogar die Autobahn wird zum Kriegsschauplatz. Die Situation spitzt sich zu, die Nerven liegen blank, bis am Ende die Frau ihren Gatten als Fleischeintopf verspeist.
Review
"Week End" ist nicht ein Film über das Ende einer Woche. Nein. Am Ende dieses Wochenendes steht das Ende des Kinos. Ultimativ und absolut. Warum ein einziger Film von sich behaupten kann, das Vorbeisein des Kinomediums darzustellen, zeigt uns Jean-Luc Godard in seinem ambitioniertesten Film.
Von Anfang an ist "Week End" Terror, Missgunst und –trauen. Das Ehepaar Corinne und Roland (Mireille Darc und Jean Yanne) will zu dem Vater der Frau aufs Land fahren, um sich endlich der Erbschaft, deren Ausschüttung sie durch konstantes Vergiften des Mannes beschleunigen wollen, zu sichern. Dass beide schon anderweitige Pläne haben, die aufgrund außerehelicher Aktivitäten entstanden sind, ist klar. Hier ist jeder gegen jeden. Doch ihre Fahrt von Paris nach Oinville gerät zum Horrortrip. Als sie in einen mehrstündigen Stau geraten, kippt der Film endgültig in ein essayistisches, surreales Bombardement voller Ideen, Konzepte und Parolen, die mit der ersten der vielen, immer im blau-weiß-rot der französischen Flagge gehaltenen Texttafeln übereinstimmen: "Week End" ist ein "Film verirrt im Kosmos". Im Kosmos des aufgebrochenen Mediums.
Der besagte Stau ist nicht nur die wohl meist zitierte Szene aus "Week End", sondern gilt gleichzeitig als die längste Kamerafahrt der Filmgeschichte: Über sieben Minuten lang fährt die Dollykamera horizontal an einer unaufhörlichen Kolonne an stehenden Autos vorbei. Corinne und Roland sind jedoch in Eile und versuchen, wo es geht, zu überholen. Sie fahren an skurrilen Szenerien vorbei: Innerhalb des Staus stehen Autos unerklärlicherweise verkehrt herum, die Fahrer sind ausgestiegen und spielen Schach, werfen sich Wasserbälle zu oder wandern am Wegesrand vorbei. Andere PKW-Fahrer beschimpfen sich gegenseitig, wenn sie sich nicht gerade an dem lauten Hupkonzert beteiligen, in das ein jedes der beteiligten Autos quäkenderweise einzustimmen scheint. Godard entnervt seine Zuschauer hier bewusst, kreiert hier aber schon eine gigantisch-symbolische Szenerie: Die Autos sind ebenfalls in der Reihenfolge der französischen Trikolore aufgereiht, und werden nur von einem kapitalistischen Megalomanen unterbrochen: Als die Kamera einen Shell-Tanker passiert, wird sie bewusst langsamer. Am Ende des Staus sehen wir ein Szenario, das uns fortan den ganzen Film begleiten wird: Ausgebrannte Autowracks stehen am Straßenrand, Leichen liegen blutüberströmt daneben, andere Wagen sind kopfüber auf dem Asphalt gelandet. Ein apokalyptisches Chaos, dem die Polizei anscheinend gar nicht Herr werden will.
Nach dem Passieren des Staus sind die Landstraßen Frankreichs andere geworden: Die Zivilisation scheint ausgelöscht zu sein, und Corinne und Roland stapfen nun mehr durch eine den mörderischen Kommerz anklagenden Endzeitvision, in der die Straßen nicht mehr durch geschäftig fahrende Autos blockiert werden, aber von Auto- und Personenleichen, die überall gestapelt und aufgesammelt an den Wegesrändern zu finden sind.
Jede Auseinandersetzung in "Week End" kulminiert in dreckig artikulierter Verachtung. Wenn zu Anfang ein frecher Nachbarsjunge in Indianerverkleidung Roland keck nach der Marke seines Autos fragt, reagiert der mit Tritten und wenig vorbildlichen Beschimpfungen. Da der Junge nicht aufhört sich über das Ehepaar lustig zu machen, rammt Roland das Auto der Erziehungsberechtigten, worauf diese wild um sich schießend aus ihrem Haus rennen. Aus jedem Konflikt entsteht Gezeter, Beleidigung und körperliche Gewalt. Später im Film fährt das Ehepaar an einem Autounfall vorbei. Ein Traktor hat die amerikanische Luxuslimousine eines Yuppies angefahren. Der Junge ist tot und liegt mit Sonnenbrille in Playboypose in seiner eigenen Blutlache. Seine lebendige Freundin beklagt den Verlust des schicken Autos und schwört den Klassenkampf gegen den einfachen Bauern hervor. Beide verbrüdern sich mit einem Mal, als das Ehepaar sich weigert zu helfen, und schreien den davonfahrenden "Helden" des Films nach, sie seien "dreckige Juden".
Auch der Film existiert fortan nicht mehr in seinen Grenzen: Als Corinne und Roland in einem Wald auf Emile Bronte und Tom Thumb, zwei Charaktere aus der Literatur, treffen, bemerkt Roland, dass der Film langweilig sei und er keine Lust mehr auf ihn habe. Corinne fragt ihn darauf: "Warum hast du denn dann die Rolle angenommen?" Da Emile Bronte in ihrer eigenen "Film-im-Film"-Welt lebt, ist sie dem Paar per pedes nicht in der Lage ihm den korrekten Weg zu deuten. Aus Wut verbrennen sie Emile einfach. Zuvor wurde das Ehepaar durch Pistolengewalt dazu gezwungen den Anhalter Joseph Balsamo mitzunehmen, der verkündet, das grammatikalische Zeitalter hätte bald ein Ende. Als Beweis für seine Göttlichkeit zaubert er ein Kaninchen in das Handschuhfach des Autos und stellt die Erfüllung aller Wünsche von Corinne und Roland in Aussicht, wenn sie ihn nur nach London fahren würden. Doch die verkommerzialisierten Wünsche der beiden habgierigen Menschen interessiere Balsamo nicht und es kommt zu einem Handgemenge, bei dem auch die Pistole ihren Besitzer wechselt. Prügelnd steigen Corinne, Roland, Balsamo und dessen Freundin aus dem Auto aus. Sie landen auf einem Feld voller Autowracks, doch als Balsamo die Waffe wieder an sich reißen kann, verwandeln sich die zerschrotteten PKWs zu einer Schafherde. Die Chance durch eine Gottheit oder zumindest einer gottgleichen Erscheinung mit Zauberkräften belohnt und erlöst zu werden, nehmen die beiden vom Hass und Gier zerfressenen Gestalten nicht wahr, sondern müssen weiterhin durch zur Hölle gewordenen Erde wandeln.
Es reihen sich immer mehr verblüffende, irrationale Szenerien aneinander, die durch Godards ständig in der Horizontale ausschweifende Kamera in der filmischen Bildrealität der Lüge und der gewollten Inszenierung überführt werden: Sie treffen auf eine historische Figur (Jean-Pierre Léaud) aus der Französischen Revolution, die den Gesellschaftsvertrag von Rousseau vorliest, ein Poet (ebenfalls Léaud) singt in ein Telefon und kann sich der Übernahme des Autos durch das Paar erwehren. Ein wieder anderes Mal stellt ein Komponist seinen Flügel in bäuerlicher Umgebung auf und während er Mozart intoniert (auf einem mit Product Placement-artiger Werbung beklebten Flügel), reflektiert er über die klassische Musik und ihre Bedeutung in den populären Hitparaden. Die Ideen, die der Pianist hat, sind für Godard ebenso auf das kommerzielle Kino zu münzen.
Nachdem das Ehepaar nicht länger zu Fuß ihren Weg nach Oinville fortsetzen will, versuchen sie sich als Anhalter, werden aber von den Autofahrern zumeist wegen ihrer politischen Ansichten links liegen gelassen. Erst als sich Corinne breitbeinig und unbekleidet auf die Straße legt, nimmt sie die Müllabfuhr mit. Als diese eine Pause macht, um zu speisen, kommt es zu der radikalsten unfilmischen Szene von "Week End": Die beiden Fahrer sprechen – ohne ihre Lippen zu bewegen – während sie Essen über die Zustände in Dritte Welt Ländern, Ungerechtigkeiten gegenüber der Arbeiterklasse und Rassismus. Der gewaltige Monolog wird untermalt mit kurzen Einblendungen bereits gesehener oder noch folgender Szenen.
Schließlich werden Corinne und Roland wie geplant in Oinville zu Mördern, enden aber auf ihrer Rückreise als Gefangene einer karnevalistischen Guerilla-Gruppe. Hier tritt der aus dem Nichts erzauberte Hase (als gehäuteter Leckerbissen für die radikalen Waldbewohner) und das Mädchen von dem Unfall mit dem Yuppiewagen wieder auf. Keine der folgenden Szenen ist schön oder unterhaltend anzusehen: Wir werden Zeuge echter Tiermassakrierungen, bei Handlungsszenen bleibt die Kamera ungenau auf Distanz und kommt den Figuren nur nahe, wenn ein Menschenkoch Eier und Fische zwischen die gespreizten Beine eines nackten Mädchens legt. Zum Finale hin kostet die zur Guerillabraut pervertierte Corinna Menschenfleisch. Als sie von ihren Ko-Kannibalen erfährt, dass ihr Mahl unter anderem auch das Fleisch ihres Mannes enthält, verlangt sie mit animalischer Gleichgültigkeit mehr aus dem Topf zu bekommen.
Ende der Geschichte. Ende des Kinos. So sagen es uns die letzten Titel dieses gewaltigen Films. Hier wurde jedes Tabu auf inhaltlicher, formaler und Metaebene gebrochen und ad Absurdum geführt. Ein Film über Maoismus, Kannibalismus, dem perversen Konsum der Bourgeoisie, über Gotteslästerung und Kino. Ein einzigartiges Erlebnis, das in seiner gesamtheitlichen Ablehnung der Gesellschaft und ihrer Werte ein Aufbegehren gegen den Krieg der Kapitalisten in Vietnam darstellt. Voller kulturphilosophischer und direkter filmischer Anspielungen gerät "Week End" zu einem in seiner Perfektion kaum fassbaren Trip, der für Godard wie ein letztes, aggressives filmisches Statement konzipiert worden ist. Erklärt er mit dem Ende von "Week End" auch das Ende des Mediums an sich, so endet für ihn vorerst seine Reise durch die Nouvelle Vague. Ein kritischer, satirischer, analytischer, experimentelles, schwarzhumoriges, alptraumhaftes Road Movie ohne Respekt für filmische und traditionelle Konventionen. "Week End" ist Godard in Reinform und somit ein abenteuerlicher Trip in die Welten jenseits filmischer Grenzen. http://www.mitternachtskino.de/Week%...%20End.htm
Inhalt
Georges ist der Gastgeber einer TV-Show. Eines Tages erhält er äußerst ominöse Pakete mit Videokassetten, doch das Erschreckende ist: Auf den Bändern ist er mit seiner Familie zu sehen, welche dezent von einem Unbekannten gemacht wurden. Als eines der Tapes darauf hinweist, dass der Sender Georges einmal gekannt hat, erwartet Georges Hilfe von der Polizei. Als aber auch diese nicht helfen kann, da keine direkte Drohung von den Bändern ausgeht ist Georges auf sich allein gestellt...
Kritik
Nicht im Bild ist das Rätsel, das Bild selbst ist das Rätsel. Eine Einstellung, starr, es tauchen Buchstaben auf, der Vorspann, nüchtern, der Text ins Bild geschrieben, das zum Hintergrund wird. Zu sehen ist eine Straße, begrenzt von Häuserwänden, zu sehen sind parkende Autos, im Zentrum des Bildes ein Hauseingang, eine Frau verlässt das Haus. Stimmen sind zu hören, ein Schnitt, ein Mann verlässt das Haus und sieht sich um. Dann wieder dieselbe Einstellung, für ein paar Momente, die sich, ein plötzlicher Bruch, in Bewegung setzt: ein starres Bild im Vorspulmodus.
Das Bild, als das Michael Hanekes "Caché" zu Beginn sich präsentiert, ist ein zunächst nicht ausgewiesenes Zitat. Es stürzt in sich zusammen in dem Moment, in dem der Mann, die Frau, das Ehepaar den Vorspulknopf bedienen. Dieser Zusammenbruch wird sich später im Film als Verunsicherungseffekt wiederholen. Das Beobachtungs-Bild, das Haneke präsentiert, bevor er in den Normalmodus filmischen Erzählens zurückspringt, hat keinen Autor. Es ist ein manifestes Bild aus dem Verborgenen, dem sich unversehens ein zweites Bild hinzugesellt, ein latentes Bild aus dem Unbewussten: ein Junge, der aus dem Mund blutet. Michael Haneke beginnt seinen Film mit einer Bildverwirrung, einem Einbruch des wahren Bildes ins falsche Leben, von dem sich die Familie, die im Zentrum von "Caché" steht, nicht mehr erholen wird.
Georges Laurent ist, als ihn die Bilder ereilen, ein erfolgreicher Mann. Im Fernsehen leitet er eine Literaturgesprächssendung, die Wände zu Hause voller Bücher (und Videos), kultivierte Freunde zu Besuch, beste Pariser Gesellschaft. Die Bilder, die ihn einholen, als anonym zugesandte Videokassetten, sind lesbar als objektivierte Zeugnisse eines schlechten Gewissens. Als Kind hat Georges Majid, einen Jungen arabischer Herkunft, heimtückisch aus seiner Familie gedrängt. Das Blut auf den Kinderbildern, die die zugespielten Videokassetten begleiten, markiert die Rückkehr des Verdrängten. Die leeren Bilder, in denen es kein Rätsel gibt, werden zum Auslöser für Bilder, die verborgen waren, aber nicht vergessen.
Anders als bei David Lynch, zu dessen "Lost Highway" der Beginn einen offenkundigen Bezug herstellt, ist der Horror bei Haneke nicht namenlos. "Caché" ist eine moralische Experimentalanordnung und eine mögliche Übersetzung der Beobachtungsbilder lautet: "Gott sieht alles". Und Gott, das Gewissen, als Autor der zugespielten Bilder, führt Georges zu einer Bewährungsprobe, zur Konfrontation mit seinem Opfer von einst. Gott gewährt eine zweite Chance und Georges versagt erneut. Die Kinder-Bilder werden wahr, zum Menetekel, das sich erfüllt. Als die Leiche im Keller - so eine mögliche Lesart des Films - ein zweites Mal auftaucht, muss Georges Laurent sie ein zweites Mal töten.
Hanekes Moralismus war von Sadismus noch nie weit entfernt. Hier transponiert er ihn in eine sehr effektvolle und in der Genre-Aneignung auch originelle Kriminalgeschichte, in deren Auflösung kein Heil liegt. In dem Maß jedoch, in dem die Experimentalanordnung diesmal - wie die wiederum starre Schlusseinstellung - auf mehrere Lektüren hin offen bleibt und damit jede Eindeutigkeit verweigert, ist
"Es ist also eine Komödie, die keine Komödie ist."
Neil Jordan
PLOT
Francies Kindheit gehört zu den härtesten: manisch-depressive Mutter, alkoholkranker Vater. Es wird dann auch kein braver Junge aus ihm. Sein ganzer Hass gilt der bösartigen Nachbarin Mrs. Nugent, seine ganze Liebe der Jungfrau Maria. Beides führt zu radikalem Realitätsverlust, zu Gewalt und Wahnsinn.
KRITIK
Die nächsten Verwandten von Butcher Boy in der Filmgeschichte scheinen Kubricks Clockwork Orange und Lindsay Andersons If. Auch hier geht es um einen über alle Stränge sozialer Disziplinierung schlagenden Jugendlichen, diesmal in einer irischen Kleinstadt zu Beginn der 60er Jahre. Aber auch hier geht es um die Frage, wie weit der Zuschauer mit der Hauptfigur, die ein Monster mit sympathisch anarchischen und erschreckend gewalttätigen Zügen ist, sympathisieren will. Oder, interessanter, zu sympathisieren gezwungen wird von einer Erzählung, die sich allen Moralisierens enthält. Die nur eine Perspektive kennt: und zwar die ihres Hauptdarstellers. The Butcher Boy ist der ehrgeizige Versuch, den Bildern alle ihnen so hartnäckig innewohnende Objektivität auszutreiben und sie ganz den Fantasien ihres Helden auszuliefern.
Japan / Korea :2004
Regie: Kim Ki-duk
Darsteller: Jae Hee,Lee Seung-yeon, Kwon Hyuk-ho, Ju Jin-mo, Choi Jeong-ho, Lee Mi-suk
Sprache: Koreanisch
Format: DivX
Subtitels: Deutsch (srt) Inhalt:
Ein junger Mann zieht durch die Stadt, sucht nach Wohnungen, deren Besitzer im Urlaub sind und nistet sich dann dort für einen Tag ein. Doch eine dieser Wohnungen ist nicht ganz leer und er begegnet einer Frau, die offensichtlich von ihrem Mann misshandelt wird. Nachdem der wütende Ehemann auftaucht, geht die Frau mit dem jungen Mann mit. In weiteren fremden Wohnungen kommen sie sich langsam näher, bevor sich ihrer stoischen Lethargie die ersten Probleme in den Weg stellen, die es auszusitzen gilt.
Links und PW:
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Fitzcarraldo (1982) von Werner Herzog [Avi (DivX)]
Info & Review
Inhalt: Der Exzentriker Brian Sweeney Fitzgerald, genannt Fitzcarraldo, ist von der Idee besessen, in einem trostlosen Nest mitten im unberührten Amazonas-Dschungel ein großes Opernhaus zu errichten. Von den Ersparnissen seiner Freundin, der Bordell-Besitzerin Molly, kauft Fitzcarraldo einen verrotteten Flussdampfer. Mit ihm will er in ein unerschlossenes Kautschukgebiet schippern, um dort das Geld für den Bau zu erwirtschaften. Um die unpassierbaren Stromschnellen einer Flussmündung zu umgehen, entwickelt der Besessene einen atemberaubenden Plan: Hunderte von Indios sollen das riesige Schiff über eine unpassierbare Urwaldhöhe transportieren.
Kritik: Die filmische Realisation dieser Abenteuergeschichte gewinnt Reiz und Spannung aus der gewaltigen Kulisse und dem Widerstand einer exotischen Urlandschaft. Von Werner Herzog sehr aufwendig in den Mitteln, aber mit unspektakulärer Ruhe und scheinbarer Leichtigkeit inszeniert.
Lexikon des internationalen Films
Bundesfilmpreisgekröntes, visionäres Abenteuer.
TV Spielfilm
Werner Herzog hat wieder einmal mehr seine Kritiker mundtot gemacht und mit seinem jüngsten Film all die zum Verstummen gebracht, deren Anschuldigungen und Verleumdungen das schwierige Projekt während seiner vierjährigen Entstehung begleiten. So ist dieser Film über einen liebenswerten Träumer und Phantasten, der mitten im peruanischen Urwald Berge versetzt, indem er ein Schiff über einen solchen zieht, ein visuelles Kunstwerk ersten Ranges, wo der Mensch in der Konfrontation mit seinen Grenzsituationen Würde, Größe und Aufrichtigkeit erlangt. Wie im Märchen ist es der Außenseiter und "Spinner", der die scheinbar normale Welt auf den Kopf stellt und ihre Relativität entlarvt.
J. M. Thie
Brian Sweeney Fitzgerald träumt von der großen Oper an den Ufern des Amazonas und ist willens, Himmel und Hölle, wenigstens aber einen großen Raddampfer in Bewegung zu setzen, um sein Ziel zu verwirklichen. Am Schluss kriegt er den Kahn zwar über den Berg und durch den Dschungel rüber auf den anderen Flussarm und umschifft so tödliche Stromschnellen, scheitert aber dennoch am Willen des Schicksals. Als Optimist und Lebenskünstler kriegt er es dennoch fertig, in Begleitung dröhnender Opernklänge wieder den Ursprungshafen anzulaufen und einen großen Bahnhof inklusive Claudia Cardinale zum Empfang genießen zu dürfen. Unschwer ist zu erkennen, dass sich dieser Mann nahtlos in die Herzogsche Galerie großer und närrischer Helden einreiht, nur dass er, anders als sein struppiger Cousin Don Lope de Aguirre, nicht am Schluss geistesverwirrt auf einem Floß dahintreibt, sondern zufrieden eine Zigarre schmauchen und sich brüsten darf, das Unmögliche wenigstens für kurze Zeit vollbracht zu haben. Die inhaltliche Substanz dieses ganzen Unterfangens ist, wie nicht selten bei Herzog, eher dürftig, aber was auf optischer und akustischer Ebene abläuft, ist schon einen Kinobesuch wert. Berauschende Tableaus aus den Wäldern des Amazonas und weihevoll sphärische Klänge von Popol Vuh, der Hausband in solchen Angelegenheiten, sorgen für eine solch sinnliche Intensität, dass man den im Grunde unsinnigen Anlas für all das Treiben rasch vergessen hat und sich allein dem Genus hingibt. Für Freunde von Klaus Kinski sei dazu gesagt, dass sich sein Wahnsinn diesmal in gemäßigten und durchaus sympathischen Bahnen bewegt, er sogar eine heitere und euphorische Stimmung um sich herum verbreitet, die ihn nur ganz selten im Stich lässt, etwa wenn die rätselhaft fremden Indianer nicht so wollen, wie er will, oder wenn schließlich das Schiff doch noch in die Stromschnellen gerät, denen es ja eigentlich ausweichen sollte. Diverse zeitgenössische Berichte über Missstände bei den Dreharbeiten mit Amazonasindianern lassen sicherlich die Frage aufkommen, ob Aufwand und Absichten bei Herzog in einem vernünftigen Verhältnis gestanden haben, aber wenn man mal unterstellen will, dass nicht viel dran ist an der üblen Nachrede, so halte ich das rein filmische Ergebnis für eindrucksvoll. Es unterstreicht Herzogs Rang als der letzte große Abenteurer des deutschen Kinos, der allein mit seinen Bildern eine ganze Geschichte erzählen und den Zuschauer in seinen Bann ziehen kann.
Frank Buschmann
Für weitere Infos: OFDb imdb Filmbesprechungen Jump-Cut Entstehungsgeschichte
Video Infos
Sprache: Deutsch/Audiokommentar Werner Herzog und Laurens Straub (Deutsch)
Dateigröße: 1.35 GiB
Format: Audio Video Interleave
Gesamte Bitrate: 1280 Kbps
Spielzeit: 2h 30min
Verwendetes Programm: VirtualDubMod 1.5.4.1 (build 2178/release)
verwendete Encoder-B: VirtualDubMod build 2178/release
IAS1: Deutsch
IAS2: Deutsch
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PW
kinski4gulli
Als Bonus hier die Dokumentation über die Dreharbeiten:
Die Last der Träume (1982) von Les Blank [Avi (DivX)]
Info & Review
Burden of Dreams dokumentiert den teils chaotischen, teils dramatischen Schaffungsprozess Werner Herzogs wahnwitzigen Filmprojekts Fitzcarraldo (Deutschland/Peru, 1982). Eine der vielen Legenden besagt, Herzog habe sich selbst bei der Konzipierung des Films als den opernbegeisterten Fitzcarraldo im Sinn gehabt, der mitten im Dschungel Lateinamerikas ein Opernhaus errichten und dort Enrico Caruso auftreten lassen will. Dass letztendlich, nachdem Jason Robards krankheitsbedingt ausscheiden musste, Klaus Kinski diese Rolle übernahm, kam dem Film zugute, kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der wahre Fitzcarraldo nach wie vor Herzog selbst ist: Genau dies macht Les Blanks Dokumentation offenkundig. Seien es die dramatischen politischen Umstände, die den ersten Dreh - bereits im Jahr 1979 - sabotierten, sei es Robards' Ausscheiden aus der Produktion nach bereits drei Monaten Dreharbeit oder aber die Sysiphosarbeit, die Indianer, die zum Teil noch nie ein Kino zu Gesicht bekommen hatten, von dem Projekt zu überzeugen, wie, dem angeschlossen, die unwahrscheinliche logistische Arbeit, ein Schiff nicht nur durch Stromschnellen zu jagen, sondern, analog zur titelgebenden Figur, unter Inkaufnahme größter Risiken über einen Berg zu ziehen. Eine Zitterprobe, dieser Film, drei beschwerliche Jahre lang, der zusehends seine Spuren in Herzogs anfangs noch geradezu jugendlichem Gesicht hinterlässt. Les Blanks Film über diese Dreharbeiten ist ein spannendes Dokument, zum Teil nervenaufreibender als Herzogs Meisterwerk selbst und voller Fragen der Moral und der Notwendigkeit der steten Positionierung in einem Projekt wie diesem. Weder Herzog noch dieser Film weichen ihnen aus, immer wieder erlebt man Herzog alleine, weitab von den Dreharbeiten, über sein Projekt und seine Legitimität, sein Verhältnis zu diesem Land, dieser Kultur sinnierend. Abenteuerfilme, gerade solche, die von der Reise aus dem Herzen der eigenen Kultur hinaus in das Unbekannte erzählen, haben immer auch die Aufgabe, vom Einzelnen und seinem Schicksal abstrahierende Fragen zu stellen. Indem er das Abenteuer Fitzcarraldos zu seinem eigenen machte, den Dreharbeiten eines Abenteuerfilms ein wahrhaftiges Abenteuer zur Bedingung der Möglichkeit machte, wird Herzog - in einem anderen, in diesem Film - selbst zu jener archetypischen Figur. Ob es das alles wert war? Ein anderer Film ist die Antwort.
Die berühmte Verfilmung des Bestsellers von Truman Capote rekonstruiert einen Mord, seine Motive und seine Folgen. Auf Ihrer Flucht durch Kansas ermorden zwei junge Zuchthäusler auf brutalste Weise eine Farmersfamilie. Spannend, realistisch und unter die Haut gehend - Ein Thriller-Klassiker!
Sieben Brüder (Sebastian Winkels, 2003) geshrinkte DVD (reupp)
Inhalt
Sieben Brüder, geboren in Mülheim an der Ruhr zwischen 1929 und 1945. In der magischen Stille eines dunklen Filmstudios verweben sich ihre Erzählungen zum faszinierenden Familienuniversum, in dem sich deutsche Geschichte auf außergewöhnliche Weise spiegelt. Ein dokumentarisches Ereignis, das die Zuschauer gleichsam zum Teil der Erzählung werden lässt. 7 Brüder ist Erzählkino im besten Sinne: ein Märchen aus der Wirklichkeit, aufrichtig, spannend, unterhaltsam und nachhaltig beglückend.
Wie wird man zu dem, der man ist? Was ist das, ein Bruder, eine Familie? Wie spannend und komplex muss die Gemeinschaft gewesen sein, die sieben Brüder unter einem Dach geteilt haben? 7 Brüder erzählt von den individuellen Wahrnehmungen des gemeinsam Erlebten, vom Gleichen und Ungleichen, das aus den familiären Wurzeln hervorgegangen ist.
Im Spannungsfeld von Geschichte und Eigensinn, Gemeinsamkeit und Selbstbehauptung zeugen sieben Lebenswege von einer Generation, deren Kindheit zur Stunde Null endete bzw. gerade erst begann. Ihre Biographien entwickeln sich in eigene Richtungen: Kaufmann, Bäcker, Musikprofessor, Schauspieler, Manager, Lehrer. Die enge Verbundenheit der Brüder bleibt, über alle Unterschiede der Lebensentwürfe hinweg.
Gedreht wurde an sieben aufeinander folgenden Tagen – ein Tag für jeden Bruder. Im Filmstudio wurde ein eigener Erzählraum geschaffen, der sich unendlich auszudehnen scheint und eine gemeinsame Situation für Erzähler und Zuschauer schafft. Regisseur Sebastian Winkels gab seinen Protagonisten keine Themen vor und stellte keine Fragen. Allein der freien Erzählung, der unbedrängten Erinnerung der Brüder gilt die Aufmerksamkeit, die sich aus einer Atmosphäre der absoluten Stille entwickelt. Aus den sieben Einzelporträts wird ein Austausch unter Brüdern, in dem sich Gleiches und Ungleiches, Gesagtes und Nicht-Gesagtes zum Bild einer großen, gemeinsamen Erzählung verbindet.
Review
"Sieben sind einfach zuviel. Sieben sind in gewisser Weise und in 1000 Situationen zuviel. ... Man kann ja nicht sieben Kinder gleichzeitig lieben. Das ist gar nicht möglich. Man muss schon einteilen." (Dieter Hufschmidt, aus dem Trailer des Films)
Diese Einschätzung von einem der sieben Hufschmidt - Brüder umreißt das Spannungsfeld, in welchem sich Sebastian Winkels' großartige Dokumentation bewegt. Sieben Brüder, zwischen 1929 und 1945 in Mülheim geboren, erzählen aus ihrem Leben, von ihrem Verhältnis zueinander, den Erfolgen und Fehlschlägen in der Schule und natürlich den prägnanten Erfahrungen während des Zweiten Weltkrieges, den sie als Kind miterlebten. Winkels' nicht zu unterschätzende Leistung ist es, diese "einfache" Erzählstruktur in eine angemessene dokumentarische Form umzusetzen. Wie schnell hätte es passieren können, dieses interessante Thema filmisch zu verwässern - angereichert mit Archivbildern, aufgewertet durch einen Off - Kommentar, zerstückelt durch unnötige Schnitte.
Winkels verzichtet auf diese Finessen und vertraut der Kraft der freien Rede. Alle Brüder, angefangen bei Klaus, dem Ältesten, bis zu Jochen, dem Nesthäkchen, sind wahre Rhetorik - Meister, denen man stundenlang zuhören könnte. Alles ist frei gesprochen, Fragen wurden keine gestellt. Winkels wollte vermeiden, dass sein Film, mit "geantworteten" Texten arbeitet und somit ein Teil der Natürlichkeit verloren ginge.
Gedreht wurde in einem Filmstudio an sieben aufeinander folgenden Tagen. Jedem Bruder blieb jeweils ein Tag Zeit, um sein Leben zu rekapitulieren. Das Interieur des Erzählraumes reduzierte man auf das nötigste: ein Stuhl, ein schwarzer Hintergrund, ein schwarzweiß gemusterter Fußboden. Während der Dreharbeiten sind sich die Brüder nie begegnet, das kollektive Erinnern, welches sich dem Zuschauer nun im fertigen Film vermittelt, ist ein Resultat der Montage. Die dogmatische Strenge während der Produktion und auch im Vorfeld - die Brüder und der Regisseur haben nicht vorher abgesprochen, worüber erzählt wird - ist keine manieristische Extravaganz, sondern vermutlich der einzige Weg, eine möglichst ungezwungene Erzählsituation herzustellen.
In der Tat ist das Ergebnis verblüffend. Man merkt trotz der Unterschiede und Eigenarten, dass die Brüder eine eingeschworene Gemeinschaft sind. Obwohl man sich auch gestritten hat - Jochen, der "Kleine" wurden lange Zeit von seinen älteren Brüdern als Belastung empfunden - zweifelt man keinen Augenblick an der aufrichtigen Geschwisterliebe. Die Eltern hätten sich seinerzeit gern ein Mädchen gewünscht, es sind sieben Jungen geworden. Im Nachhinein, so einer von ihnen, ist man froh, dass es so gekommen ist. Man wäre auch nicht bereit gewesen, einen der geliebten Brüder gegen ein Mädchen einzutauschen. Gibt es einen schöneren Beweis für die Verbundenheit der Sieben?
"Sieben Brüder" changiert zwischen zwei Ebenen. Schon die eine, die familiär- persönliche, würde genügen, um von einem guten Film sprechen zu können. Diese Ebene bietet dem Zuschauer ausreichende Anknüpfungspunkte - z. B. das Gefühl, der Jüngste oder der Älteste von Geschwistern zu sein - um die auf der Leinwand beschriebenen Situationen auf die eigene Lebenswirklichkeit zu projizieren. Die zweite Ebene, die historische, lässt "Sieben Brüder" zu einem außergewöhnlichen Zeitzeugnis werden. Die älteren Brüder - Klaus, Hannes, Wolfgang und Dieter - sind im Dritten Reich groß geworden und wurden durch die nationalsozialistische Schule, Paraden, Bücher, Kinderlieder etc. sozialisiert. Ihre Kindheitserinnerungen sind mit dem Nationalsozialismus und dem Krieg eng verschmolzen. Ehrlich bekennt einer von ihnen, dass er ein Nazi - Junge war. Nicht aus wirklicher Überzeugung, sondern weil man sich nichts dabei gedacht hat, Lieder mit antisemitischem Text zu trällern. Man wußte nicht, wovon man sang.
Die Kinderlandverschickungs - Lager, eine Maßnahme, um die Kinder vor den anrückenden alliierten Truppen in Sicherheit zu bringen, habe man als aufregendes Abenteuer wahrgenommen. Nur Kinder bzw. Kindheitserinnerungen sind imstande, Unbegreifliches oder Schreckliches in klaren, unverfälschten Worten wiederzugeben. Die Erinnerungen an das letzte Kriegsjahr, an die Stunde Null in Mülheim und den Wiederaufbau gehören zu den eindringlichsten Szenen in "Sieben Brüder", weil ein bis heute dunkles Kapitel der jüngeren deutschen Geschichte erhellt wird. Verwundert registrierten die Hufschmidts, dass sie nach dem Krieg von den gleichen Lehrern unterrichtet wurden, die ihnen zuvor das nationalsozialistische Gedankengut eingeimpft haben.
Die Kindheit im Dritten Reich und in der Nachkriegsgesellschaft ist nur ein kleiner Ausschnitt aus dem breitgefächerten Themenkanon des Films. Erzählt wird auch von der Beziehung zu den Eltern, den unterschiedlichen beruflichen Werdegängen, von gescheiterten Träumen und plötzlichen Sinneswandlungen in der Karriereplanung. "Sieben Brüder", Winkels' Abschlussfilm an der Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam, ist der Glücksfall einer Dokumentation: ein einzigartiges Kinoerlebnis - puristisch in der Gestaltung, reich an Erinnerungen. Unbedingt anschauen! http://www.cinefoyer.de/sieben.html...ieben.html
Mit AutoGK habe ich es nich hinbekommen, das das Seitenverhältnis korrekt dargestellt wird. Darum habe ich eine auf 50% geshrinkte DVD (Hauptfilm & engl. - franz. Subs) nochmal hochgeladen.
Jason, Sohn von König Jason (Massimo Girotti), ist auf der Suche nach dem Goldenen Vlies, mit dessen Kraft er seinen Onkel Pelias vom unrechtmäßig erworbenen Thron stoßen will. In Kolchis trifft er auf Medea (Maria Callas), die sich sofort in ihn verliebt und ihm hilft, das Vlies zu bekommen.
Zurück in Jasons Heimat heiraten die beiden. Medea schenkt ihrem Mann zwei Kinder, doch das Glück währt nicht lange. Aus Ehrgeiz verlässt Jason seine Familie, um Glauke, die junge Tochter des Königs von Korinth, zu heiraten. Medea ist blind vor Eifersucht und nimmt grausame Rache.
Mit MEDEA brachte der italienische Dichter und Filmemacher Pier Paolo Pasolini seine Vision eines durch und durch archaischen Kunstwerkes auf den Punkt: Seine Reinszenierung des klassischen Medea-Stoffes ist durchdrungen von Mythos und Opfer, konstruiert aus Versatzstücken zahlreicher vormoderner Zivilisationen und mit einem Sinn für erdige Farben und rituelle Musik inszeniert. Operndiva Maria Callas in der Rolle der verstoßenen Medea, die aus Rache ihre eigenen Kinder ermordet, ist die einzige professionelle Schauspielerin in diesem Epos, das dramaturgisch selbst wie ein Ritual konstruiert ist.
Süddeutsche Zeitung: "Das sind Bilder von archaischer Wucht, von beeindruckender Schönheit, von umwerfender Fremdheit... MEDEA ist der überzeugendste der post-neorealistischen Filme Pasolinis."
Naives Landei aus Texas fährt Ende der 60er in die Großstadt, um sich dort sein Geld als Callboy zu verdingen. George W. Bush? Nein, es ist der...
John Schlesinger - Midnight Cowboy (USA, 1969) aka Asphalt-Cowboy
Filminhalt:
Der selbstbewußte Texaner Joe Buck (Jon Voight) hat das Landleben satt und reist nach New York, um als Callboy die Damen zu beglücken. Doch mit seiner naiven Cowboy-Aufmachung wird er in der kaltherzigen Stadt nur belächelt und abgezockt. Auf diesem Wege lernt er den verkrüppelten und todkranken Kleinganoven Rizzo (Dustin Hoffman) kennen. Joe erkennt, dass dies sein einziger Freund in der fremden Welt ist. Die zwei raufen sich zusammen und kämpfen um das tägliche Überleben. Während Joe nur bei den Kerlen landet, träumt Rizzo vom sonnigen Strand in Miami. Und beide wissen, dass der Ausweg aus der Misere nur in der Flucht vor dem tristen Alltag liegen kann.
Info Link Pass
DVD-Rip Xvid Deutsch Englisch + deu eng UT 1,37Gb 98min 1800kb/s AC3 RSDF
asphalt@mj
Die Schöne und das Biest (1946) von Jean Cocteau [Avi (DivX)]
aka "Es war einmal - Die Schöne und die Bestie"
Info & Review
Es war einmal, vor langer Zeit..., da schrieb Madame Leprince de Beaumont das zeitlose Märchen über die wahre Schönheit - die Schönheit des Herzens. Es ist die Geschichte der Tochter eines verarmten Kaufmanns, die bereit ist, für ihren Vater ihr Leben aufzugeben. Um seine Schuld zu begleichen, zieht sie in das Schloss einer Bestie - halb Mensch, halb Tier. Doch bald schon erkennt sie, dass die Bestie eine gutmütige Natur hat und Menschen dagegen viel grausamer sein können. OFDb imdb
Peeping Tom ist mittlerweile zu einem Klassiker des Kinos geworden, einem der üblichen Verdächtigen auf den Listen der besten Filme aller Zeiten. Die Affinität vieler Cineasten zum Michael Powells Werk hängt sicherlich zusammen mit der Thematisierung des Mediums Film, welche Peeping Tom vornimmt. Powell erzählt dabei die Geschichte vom mordenden Kameraassistenten Mark Lewis (der ganz ähnlich wie 15 Jahre später in Fassbinders Martha wundervoll psychopathische Karlheinz Böhm). Lewis tötet seine stets weiblichen Opfer mit einem ans Stativ montierten Bajonett, während seine Kamera die verängstigten Frauen filmt. Vor dem Objektiv montiert ist ein halb durchsichtiger Spiegel, der es erlaubt, durch ihn hindurch zu filmen, während die Ermordeten sich selbst im Augenblick ihres Todes im Spiegel zu sehen bekommen... Filmzentrale
Video
Codec: x264
Breite: 720
Höhe: 400
Bildwiederholungsrat: 23,98 FPS
Zum Abspielen empfehle ich CoreAVC, gibts hier an Board. x264 kann sonst sehr hardwarehungrig sein, wobei es bei der Auflösung noch gehen sollte.
Quelle
Die Peeping Tom DVD aus der Criterion Collection, eine Kopie davon. Mir scheints aber das meine Dozentin etwas oben und unten gecroppt hat (aber nicht viel).
Der Trip (The Trip) - von Roger Corman (1967) - DVDRip - AC3-2CH - Dual Audio: Deutsch-Englisch - XviD & geshrinkte DVD Version
Info & Review
Inhalt
Werbefilmregisseur Paul Groves (Peter Fonda) steht kurz vor der Scheidung von seiner Frau. Da ihm der Trennungsprozess zusetzt, nimmt er LSD. Er will damit sich und seine Gefühle besser kennen lernen. Es folgt ein bizarrer Drogenrausch, der sich immer mehr steigert...
Review
Was wurde nicht schon an Verrissen über diesen Film geschrieben. Es muss an der "Handlung" liegen, die für Otto Normalbetrachter nicht vorliegt. Wer den Film jedoch unter Öffnung des dritten Auges sieht, weiß diese Geschichte zu deuten. Fantastische Bilder, großartige bizarr-psychedelische Kulissen, eine geniale Umsetzung der LSD-typischen Shizophrenie durch parallele Erzählebenen und eine original Sixties San Francisco Acid-Test Lightshow, die diverse Szenen zusätzlich untermalt. Zutiefst ergriffen machten mich die sakral-religiösen Szenen, die wie eine Bombe in die Seele einschlagen. Wer schon einmal Psychedelika konsumiert hat, weiß wie authentisch dieser Film einen "Trip" mit allen Höhen und Tiefen nachstellt. Es ist keiner dieser schäbigen Bubblegum Exploitation Streifen sondern die harte Wahrheit über LSD. Ein avantgardistischer Film, der für seine Zeit nur als Meisterwerk gewertet werden kann. Zwar ist die Musikuntermalung in Form von ultra-dilletantischem Sixties-Pseudo-Instrumental-Beat etwas gewöhnungsbedürftig, passt aber irgendwann sehr ins Geschehen.
Stuart Samuels - Midnight Movies: From the Margin to the Mainstream (CAN, USA 2005)
Info zum Film:
Die frühen 70er Jahre stellten einen Wendepunkt in der US-amerikanischen Kultur dar, einen gesellschaftspolitischen Umbruch gekennzeichnet von Revolte und Revision der vorherrschenden Werte der Nachkriegszeit, angetrieben durch die Stärke einer weltweiten Jugendkultur. Diese ästhetischen und inhaltlichen Verschiebungen kommen auch in einer Handvoll Spielfilme zum Ausdruck, die während dieser Jahre entstanden und unter dem Namen ?Midnight Movies? bekannt wurden.
Midnight Movies: From the Margin to the Mainstream erzählt die Geschichte dieser Filme, zeigt ihren Inhalt wie ihren Pop-Kontext und untersucht ihren ästhetischen Einfluss, indem er einen einzigartigen kulturhistorischen Blick auf diese Ära wirft. Der Dokumentarfilmemacher Stuart Samuels erforscht jene Filme, die das Medium neu definierten, während sie sich an den Grenzen von ?schlechtem Geschmack? und ?gesellschaftlichen Tabus? bewegten.
Midnight Movies erzählt die Geschichte, die sich hinter Filmen wie El Topo (1970), Night of the Living Dead (1968), The Harder They Come (1972), Pink Flamingos (1972), The Rocky Horror Picture Show (1975) und Eraserhead (1977) verbirgt. Midnight Movies beinhaltet ausführliche Interviews mit den Regisseuren, Produzenten, Drehbuchautoren und Schauspielern, die an diesen mit minimalen Budgets gedrehten, aber aus heutiger Sicht monumentalen Produktionen beteiligt waren und natürlich mit ihrem Publikum. http://www.viennale.at/de/programm/f...1713.shtml
Samuels' Film basiert auf seinem gleichnamigen Sachbuch "Midnight Movies", das der Regisseur, der seine Karriere als Professor für Film und Populärkultur an der Universität von Pennsylvania begann, bereits 1983 veröffentlichte. Die Dokumentation erzählt die Geschichte dieser Filme, die als Meilensteine gelten und in den 70er-Jahren bemerkenswerten Einfluss auf die Popkultur und die moderne Gesellschaft hatten. [...]
Die "Midnight Movies" zielten nicht darauf ab, einen schnellen und sicheren Box-Office-Erfolg zu gewährleisten, sondern waren für ein rituelles Sehen bestimmt. Sie waren ein ganz spezielles Filmerlebnis, zu dem Menschen mit ähnlichem cineastischen und kulturellen Verständnis zusammenkamen. Gleiches gilt auch für Stuart Samuels' Dokumentation, die vor allem bei Freunden des Independent-Films ihre Liebhaber finden wird. http://www.cineastentreff.de/forum/k...-2706.html Homepage mit Fotos
Erzählt wird die bitter-ironische Geschichte der grauen High School-Maus Dawn Davenport, deren Leben durch eine Verkettung unglücklicher Umstände völlig aus den Fugen gerät: Nach dem das äußerst korpulente Mädel von der Schule fliegt und von ihren Eltern vor die Türe gesetzt wird, wird die arme Dawn von einem alkoholisierten Low Life-Typen vergewaltigt, der ihr zu allem Überfluss auch noch eine durch und durch freakige Tochter aufbrummt. Danach vergehen Jahre der Prostitution, Kleinkriminalität, Arbeit in einem versifften Stripschuppen und eine Ehe mit einem nichtsnutzigen Tagedieb. Mittlerweile hat sich Dawn jedoch von der grauen Maus zur schrillen Vorstadtpomeranze entwickelt. Ein nicht minder durchgeknalltes Ehepaar, das in der Überzeugung lebt, Verbrechen und Schönheit seien unmittelbar miteinander verbunden, will das fettleibige Weibsbild zum Star aufbauen. Selbst dann noch, als eine neidische Mitkonkurrentin Dawn Säure in Gesicht kippt und damit deren Antlitz für immer entstellt. Um die Karriere trotzdem fortzusetzten wird Dawn mit Drogen gefügig gemacht, was allerdings fatale Folgen hat: Im Delirium ermordet sie erst ihre mittlerweile zur Hare Krishna-Sekte übergetretene Tochter und feuert dann bei einer Show mit der Pistole wahllos in die Menge... http://www.ofdb.de/view.php?page=rev...5497&rid=50085
Polyester - von John Waters (1981) DVDRip - AC3-2CH - Englisch - DivX5
Info & Review
Inhalt
Francine Fishpaw möchte ein ganz normales Leben in einer ganz normalen Familie in einer ganz normalen Vorstadt von Baltimore führen. Das ist ihr aber nicht vergönnt. Die Familie Fishpaw droht auseinanderzubrechen: Ehemann Elmer, Besitzer eines Pornokinos, hat eine Affäre mit seiner Sekretärin, die Tochter lässt sich von einem stadtbekannten Rowdy schwängern, der Sohn ist der berüchtigte "Baltimore-Fußstampfer". Trost und Rückhalt findet Francine im Alkohol und bei ihrer Freundin Cuddles. Der Held ihrer Tagträume ist der Playboy Todd Tomorrow.
Unter Mithilfe von Cuddles und einer Menge unglaublicher Zufälle schafft es Francine, ihre saubere Scheinwelt wiederherzustellen.
Review
Ein Meilenstein in der Filmgeschichte aus der Kategorie "Heile Welt Verarsche - Made in USA "unter den Fittichen vom Meister des schlechten Geschmacks: Mr. John Waters (u.a. Pink Flamingos).
Francine Fishpaw (Kult Transe DIVINE) ist eine typische amerikanische Hausfrau. OK, sie wiegt geschätzte 180 Kilo, hat aber dafür ihr Herz am rechten Fleck. Ihr mikrostaubfreies Haus im idylisch gelegenen Städchen Baltimore (typisch für Waters) schreit förmlich SPIEßER!! Alles hat den äußeren Schein einer handelsüblichen, kleinbürgerlichen Familien Idylle. Francines allergrößter Wunsch ist der eine normale amerikanische Familie zu haben. Nur leider piekst ihr die asoziale Sippe die so garnicht in das Bild passt in die Seifenblase. Da währen:
Ihr Mann Elmer. Ein Dickwanst und Pornokino Betreiber der Francine mit seiner Sekretärin betrügt und nur auf eine Gelegenheit wartet Francine abzuschießen.
Töchterchen LouLou, dumm wie Bohnenstroh, Schulabgängerin mit Hauptnote F (das neue Notensystem, F heißt Fantastisch) und Freundin des Kleinkriminellen Bobo, Berufswunsch: GoGo Girl in der oben ohne Bar "The Flaming Cave Lounge".
Sohn Dexter schnüffelt Klebstoff und wird in Baltimore als berüchtigter Fußstampfer gejadt. Außerdem wurde er wegen irrsinns der Schule veriwesen.
Mutter La Rue, ein reinrassiges und bösartiges Miststück .
Die Flodders sind Gold dagegen!
Francines einzige Freundin ist die ebenfalls gertenschlanke, aber liebenswürdige Cudles (Edith Massey). Diese ist (ganz zu La Rues missgunst) Alleinerbin der vermögenden Leute bei denen sie früher putzte. Samt Luxusschlitten und Chauffeur Heinz.
Langsam aber sicher zerbröckelt Francines Traum. Die Nachbarn werfen faule Tomaten und wollen die verlotterte Sippe aus der Nachbarschaft jagen (inklusive TV-Nachrichten Aufzeichnung - zu geil!!!), Tochter Loulou wird immer asozialer, genau wie Sohn Dexter bis es dann endlich zum Eklat kommt indem Francine zusammen mit Cudles ihren unteuen Mann Inflagrantie in einem billigen Motel erwischen. (Cudles: Gottchen Francine, hätte er nicht wenigstens in´s HILTON gehen können? / Francine: Sie ist hier, sie trägt ein billiges PARISér Parfüm ;-) )
Das ist zu viel für Francine! Schon morgens werden die ersten Drinks gekippt und ihr Leben geräht vollends aus der Bahn. LouLou ist von dem Kleinkriminellen Bobo schwanger und will abtreiben, Dexter wird verhaftet, die Polizei überrascht die angetrunkene Francine in ihrem Schlafzimmer, LaRue keift wie eine Hexe, Elmer terrorisiert die ärmste Tag und Nacht usw usw....
Bis sie eines Tages Playboy Tod Tomorrow kennen lernt, der Francine zufällig über den Weg läuft.... - zufällig ?
Fazit: Absolut genial! Der Film trampelt nur so auf den amerikanischen Tugenden wie Familie, Karriere, Kirche, Scheinheiligkeit usw rum. Ich LIEBE diesen Film! So schräg das man ihn wirklich sehr schwer in Worte fassen kann, man muss ihn einfach gesehen haben. Ein Feuerwerk an bissigen Gemeinheiten, genialen Gags und reiner bosheit.
Hintergrundinformationen zum Film
Polyester ist einer der wenigen Filme, die im Odorama-Verfahren (Geruchskino) gezeigt wurden. Odorama, das sind Rubbelkarten, die den passenden Geruch zur Szene verströmen, so man sie denn benutzt. Polyester war der erste Geruchsfilm der Filmgeschichte.
Video Info
Allgemein #0
Vollständiger Name : Polyester (John Waters, 1981) DVDRip - AC3-2CH - Englisch - DivX5.avi
Dateigröße : 689 MiB
Format : Audio Video Interleave
Gesamte Bitrate : 1120 Kbps
Spielzeit : 1h 26min
verwendete Encoder-B : VirtualDub build 13870/release
Audio #0
Codec : AC3
Info : Dolby AC3
Bitrate : 192 Kbps
Bitraten-Modus : CBR
Kanäle : 2 Kanäle
Samplingrate : 48 KHz
ChannelPositions : L R
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Serial Mom - von John Waters (1994) VHSRip - German - DivX5
Info & Review
Inhalt
Beverly Sutphin (Kathleen Turner) ist das mütterliche Zentrum einer typisch cleanen amerikanischen Durchschnittsfamilie. Dumm nur, daß sie es nicht zuläßt, daß irgendwelche schmutzigen, böswilligen und sinistren Umtriebe das heile Familienbild beschmutzen. Dann greift Beverly zum Messer und schlachtet die Bedroher der Idylle gnadenlos ab. Doch als die Leichenzahl in der Nachbarschaft über das übliche Maß steigt, kommt ihr die Polizei auf die Fersen...
Review
Woher wissen wir eigentlich ab welchen Sündenausmaß jemand es verdient zu sterben? Ich denke da zum Beispiel an Nebensächliche Verbrechen wie den Müll nicht zu trennen, den Gurt nicht anzulegen, eine Verleihkassette des örtlichen Videoschuppens nicht zurückzuspulen oder gegen die Vorschriften des Zahnarztes trotzdem das falsche zu essen. Tja, all das und noch vieles mehr sind für die liebende Hausfrau und Mutter Beverly schon verdammt gute Gründe Leute zu verbrennen, aufzuspiessen, zu überfahren oder telefonisch zu terrorisieren. Die fürsorgliche Bilderbuch Mutter versucht nämlich alles zu tun, um das Wohlergehen der Familie zu pflegen. Da muss eben schonmal der Lehrer dran glauben der Sohn Chip wegen seiner Horrorfilme und schlechten Noten als krank bezeichnet oder der Highschool Schönling der die Tochter Missy versetzt. Mehr muss ich zur Story des Films auch gar nicht sagen, glaube ich. Serial Mom ist einer der coolsten Filme überhaupt, er ist herrlich bissig gemacht und bietet Satire vom feinsten. Die trashig- überdrehte Story, die lustigen Charaktere wie Horrorfan Chip und die makaberen Einfälle machen diesen Film zu einem Hochgenuss für Freunde des schlechten Geschmacks. Die Schauspieler sind übrigens auch perfekt ausgewählt und niemand könnte besser die psychopatische Mama spielen als Kathleen Turner. Allen Freunden von schwarzem Humor, ironischem Trash und feinster Horror Satire sei dieses Meisterwerk ans Herz gelegt! http://www.ofdb.de/view.php?page=rev...002&rid=116415
Video Info
Allgemein #0
Vollständiger Name : Serial Mom (1994 - Vhs-divx-502-German).avi
Dateigröße : 700 MiB
Format : Audio Video Interleave
Gesamte Bitrate : 1090 Kbps
Spielzeit : 1h 29min
Verwendetes Programm : Nandub v1.0rc2
verwendete Encoder-B : Nandub build 1852/release
Cecil.B.Demented - von John Waters (2000) German - Englisch & Audio Kommentar - DivX5
Info & Review
Inhalt
Der selbsternannte Retter des Independent-Films, Cecil B. Demented, entführt mit seiner treuen Gefolgschaft einen Hollywoodstar, um ihn zu zwingen, die Hauptrolle in seinem neuen Low-Budget-Film zu spielen. Während sich der Star zunehmend auf die Seite der Antihelden schlägt, wird der Öffentlichkeit das Wohlsein des augenscheinlich übergelaufenen Stars immer weniger wichtig. Außerdem ist die Entführung für Hollywood eh schon Schnee von Gestern, stehen mit der Aufführung von „Patch Adams - The Director’s Cut“ doch viel wichtigere Nachrichten ins Haus. Ein Angriff auf das Set von „Forest Gump 2“ soll das ändern.
Review
"Tod dem Mainstream-Kino" brüllt Guerilla-Filmemacher Cecil B. Demented (BLADEs Stephen Dorff) übers Set und gönnt seiner treu ergebenen Crew kaum eine Pause. Schließlich gilt es einer künstlerischen Vision zu folgen: Wildes, authentisches Underground-Cinema soll den Einheitsgeschmack der cineastisch verblödeten Masse revolutionieren. Für dieses ehrgeizige Projekt ist Cecil gewillt zu sterben, über Leichen zu gehen und als Krönung Hollywoods berühmteste Filmdiva Honey Whitlock (Melanie Griffith) vor laufender Kamera zu kidnappen. Keine Geringere darf die Hauptrolle in seinem ersten No-Budget-Streifen spielen – schon des politischen Statements wegen. Ganz der kapriziöse Star mit jeder Menge Allüren macht die schikanöse Honey den Entführern das Leben zur Hölle. Während Cecil als ultimativen Härtetest bis zur letzten Klappe ein allgemeines Sexverbot verhängt. Am Rande des Nervenzusammenbruchs und schwer hormongebeutelt gelingt es dem chaotischen Haufen das Dogma-Glanzstück in den Kasten zu kriegen. Selbst Honey ist am Ende von der guten Sache überzeugt und kämpft entschlossen gegen schlechtes Unterhaltungs- und für improvisiertes Independent-Kino. Das unberechenbare Treiben gipfelt in einem furiosen Countdown, in dem das Duo Griffith und Dorff der Kommerz-Schickeria das Fürchten lehrt.
Es kann nur einen geben: Enfant terrible John Waters (SERIAL MOM, PECKERS) lässt keinen Zweifel aufkommen, dass er selbst unter dem Deckmantel des Hochglanzes mit seiner neuesten Celluloid-Atrozität über einen Filmterroristen jederzeit bereit ist, in den Nahkampf mit der Maschinerie Hollywood zu treten. Die coole Kombi aus traditioneller Kultbesetzung (Mink Stole, Ricki Lake) und Big Budget Stars sorgen für saftigen Spaß. Abgerundet wird das Anarcho-Spektakel von URBAN LEGEND-Scream Queen Alicia Witt, die bereits in FUN und als 8-Jährige in DUNE gesunde Schauer hervorrief.
Blue Velvet - von David Lynch (1986) DVDRip - deutsch-AC3 - englisch-mp3 - XviD
Info & Review
Inhalt
Jeffrey (Kyle MacLachlan) kehrt in seine idyllische Heimatstadt zurück und entdeckt dabei auf einer Wiese ein abgeschnittenes menschliches Ohr. Er teilt seinen grausigen Fund der Polizei mit, muss aber feststellen, dass diese sich nicht gerade durch Arbeitseifer auszeichnet. Jeffrey macht sich deshalb auf, mit der Tochter eines Detectives, Sandy (Laura Dern), eigene Ermittlungen anzustellen. Dabei findet er eine Nachtclubsängerin (Isabella Rosselini), die anscheinend eine Beziehung mit einem gewalttätigen und perversen Mann (Dennis Hopper) führt. Jeffrey wird von da an mit den Abgründen der menschlichen Seele konfrontiert... http://www.ofdb.de/view.php?page=fil...lm&fid=745
Review
Neben David Lynchs Meisterwerken wie Lost Highway, Wild at heart, Dune und Mulholland Drive muss auch dieses Frühwerk Blue Velvet genannt werden. David Lynch schuf hiermit seinen wohl logischsten Film. Da sich seine anderen Werke eher schwer beschreiben lassen (außer Dune), ist dieser hier eher einfach gestrickt. Er handelt von den Abgründen, die sich hinter dem amerikanischen Traum verstecken. Als Schaubild präsentiert David Lynch uns eine kleine im Sonnenlicht scheinende Stadt, wo alle Einwohner auf den ersten Blick total friedlich miteinander auskommen und jeder ein Lächeln im Gesicht hat. Perfektion ist es was uns hier gezeigt wird. Dann schlägt das Bild von der einen auf die nächste Sekunde um und ein am Boden liegender, einen Herzinfarkt erleidender Mann bietet sich zur Schau (soll uns hier gezeigt werden, dass ein Schicksalsschlag alles in unserem Leben verändern kann?). Im weiteren Verlauf des Films sind Szenen zu sehen, die einen zum Nachdenken anregen (der Hauptdarsteller führt einem Mädchen den Entenlauf vor).
Sollen wir durch diesen Film wissen, dass unser Sinn des Strebens nach Perfektion ein Märchen ist? Gibt es kein perfektes Leben? Solche Fragen wirft der Film auf in seinen Zuschauern. Da dieser Film so real wirkt, aber auch gleichzeitig wieder nicht. Er erzählt in schockierender, märchenhafter, faszinierender Weise was für Abgründe sich in der menschlichen Seele verbergen und, dass all diese Seiten sich dann auftun, wenn wir glauben Perfektion erreicht zu haben. Obwohl dieser Film für einen David Lynch- Film unglaublich einfach eine kleine Detektiv- Geschichte erzählt, wirft er doch eine Menge Fragen in seinem Betrachter hervor, welche er nur für sich selbst beantworten kann. das beste Beispiel hierfür ist die Vergewaltigungsszene. Frank (gespielt von Dennis Hopper)
zwingt die weibliche Hauptperson Sachen zu tun, die für die Allgemeinheit nicht im Enferntesten in Frage kämen zu tun.
Was schockt einen mehr? Die Tatsache, dass man es in diesem Film zu Gesicht bekommt, was sich manch einer in seinen Vorstellungen nach Perfektion wünscht zu tun oder dass es einen Film gibt der eine perverse Sexszene beinhaltet wie sie aber auch in anderen Szenen, in anderen Filmen, in noch viel ausführlichereren Sexszenen zu sehen gibt (Pornografie zum Beispiel)? Ein sozial- kritisches Werk, welches sehr gut das menschliche Unterbewusstsein wiederspiegelt. Aber es geht in diesem Film nicht nur um Sexualität und Gewalt (einem Mann wird das Ohr abgeschnitten). Dieses Märchen das den Traum der angeblichen Perfektion lebt, ist eine Wieder-
spiegelung dessen, was wir als pervers bezeichnen. Wer in dieser Welt lebt und angeblich perfekt ist, hat mehr dunkle Seiten als ein anderer Mensch, der nicht perfekt ist.
Als David Lynch- Fan gebe ich 10 von 10 Punkten. http://www.ofdb.de/view.php?page=rev...745&rid=124808
Video Info
Allgemein #0
Vollständiger Name : \Blue Velvet (David Lynch, 1986) deutsch-AC3 - englisch-mp3 - XviD.avi
Dateigröße : 1.37 GiB
Format : Audio Video Interleave
Gesamte Bitrate : 1704 Kbps
Spielzeit : 1h 55min
Verwendetes Programm : VirtualDubMod 1.5.10.2 (build 2540/release)
verwendete Encoder-B : VirtualDubMod build 2540/release
Verschwörung der Frauen-Drowning By Numbers (Peter Greenaway, 1988) DVDRip - deutsch & englisch - XviD
Info & Review
Inhalt
Wie in einem bizarren Spiel bringen drei Frauen ihre Ehemänner um. Die Frauen stammen aus drei Generationen und tragen alle den Namen Cissie Colpitts. Sie ertränken die Männer entweder in der Badewanne, im Meer oder im Schwimmbad, und zwar ohne einen Hauch von schlechtem Gewissen. Und sie tun dies spielerisch nach Zahlen von 1 bis 100. Der Leichenbeschauer Madgett bescheinigt ihnen immer eine natürliche Todesursache, weil er sich von ihnen erotisches Entgegenkommen erhofft. Nur die Angehörigen der Toten wollen die Mörderinnen entlarven.... http://www.ofdb.de/view.php?page=fil...&fid=20477
Review
Großmutter, Mutter und Tochter - Cissie Colpitts 1 (Joan Plowright), 2 (Juliet Stevenson) und 3 (Joely Richardson) - ertränken im Laufe der Geschichte, Untreue, Gleichgültigkeit und Anmaßung zum Anlaß nehmend, ihre Männer, weil sie sie einfach satt haben. Die drei Frauen verbünden sich mit dem Leichenbeschauer Madgett (Bernard Hill), der in Hoffnung auf erotischen Lohn stets einen natürlichen Tod attestiert. Angehörige der jäh aus dem leben Gerissenen schöpfen Verdacht und schmieden nachts bei ihren Treffen am Wasserturm Pläne zur Entlarvung der Mörderinnen und ihres Komplicen. Ein Tauziehen soll am Ende nach Madgetts Vorschlag den Konflikt entscheiden. Zwar verliert dabei die Partei der Frauen, aber Madgett, der mit den Mörderinnen auf den See hinausrudert, um die Urnen mit den Überresten der Ehemänner zu bestatten, wird ihr letztes Opfer und findet ebenfalls ein nasses Grab. Madgetts Sohn Smut (Jason Edwards), Typ des bebrillten Strebers und pervertierte Realisation einer ?Alice im Wunderland?, sammelt, numeriert und katalogisiert parallel zu den mörderischen Aktivitäten der Frauen alle Fälle von Absterben in der Natur und quittiert sie mit Feuerwerken und der Rezitation surrealer Regeln nekrophiler Gesellschaftsspiele. Als seine kleine Freundin, die seilhüpfend die Namen von hundert Fixsternen wiederholt, am Ende Opfer eines betrunkenen Autofahrers geworden ist, spielt Smut sein letztes Spiel und erhängt sich.
Es gibt kaum einen anderen Regisseur, der wie Greenaway die barocke Philosophie von der Welt als Bühne und der Bühne als Weltspiegel so raffiniert und visuell ausgeklügelt auf die Leinwand übertragen hätte. Mit britischem Eigensinn, Traditionen von Bu?uel und Beckett verschmelzend, vereinigt der Regisseur seine ironische Konzeption vom Verhältnis der Menschen zueinander mit den Prinzipien der Kunst mehrerer Jahrhunderte. In Bildern, die von Brueghel über die Surrealisten und Absurden bis zum modernen Clip ihre genau berechnete Inspiration schöpfen, entsteht eine nekrophile Komödie, in der der Mensch des ausgehenden 20.Jahrhunderts, aller schönfarberischer und auch verkniffener Moral entkleidet, das Ende der Kommunikation zelebriert.
Video Info
Allgemein #0
Vollständiger Name : Verschwörung der Frauen-Drowning By Numbers (Peter Greenaway, 1988) DVDRip - Mp3-german - AC3-english - XviD.avi
Dateigröße : 1.48 GiB
Format : Audio Video Interleave
Gesamte Bitrate : 1858 Kbps
Spielzeit : 1h 53min
Verwendetes Programm : VirtualDubMod 1.5.4.1 (build 2178/release)
verwendete Encoder-B : VirtualDubMod build 2178/release
IAS1 : English
"Boy, if you don?t like this, there?s really something wrong with you", sagt Muffy St. Jacques einmal in dem Film. Sie ist geschockt davon, wie die psychisch labile Peggy Gravel es ablehnt, sich zur Belustigung das blutige Quälen und Auspeitschen eines nackten Mannes durch eine mit einem Lendenschurz bekleidete Amazone anzusehen. Ja, da stimmt wirklich irgendwas nicht so richtig. Doch ein Blick auf den Regisseur-Credit erklärt das eigenartige Treiben auf dem Bildschirm: "Desperate Living" ist gedreht von John Waters, und genau deshalb ist auch dieser Film, nach "Pink Flamingos" und "Female Trouble" ein Hoch auf die Geschmacklosigkeit, auf den Trash.
Peggy Gravel (Mink Stole) kommt gerade aus einer Klinik für Geisteskranke. Gebessert scheint sich ihr Zustand nicht zu haben, jedoch glaubt ihr Ehemann Bosley an die heilende Kraft des Zuhauses. Doch nachdem ein Nachbarskind einen Baseball aus Versehen durch ihr Schlafzimmerfenster schickt, ihre beiden Kinder harmlose Doktorspielchen im Flur spielen, und dann ihr auch noch die tägliche Medizin gegeben werden soll, drehen bei Peggy die Sicherungen durch, und sie stiftet ihre extrem übergewichtige, schwarze Haushälterin Grizelda Brown (Jean Hill) an, ihren Angetrauten den Erstickungstod durch "Draufsetzen" erleiden zu lassen. Nach dem Mord werden die beiden Frauen von der Polizei gesucht. Als sie von einem Motorrad-Cop gefunden werden, lebt der kurz seine Unterwäsche-Fantasien mit ihnen aus, gibt ihnen dann aber den Tipp ihres Lebens: Geht nach Mortville, jenes vergessene, abgewrackte Kaff, in das all jene einkehren, die im echten Leben nichts mehr zu verlieren haben, außer ihr Leben.
Mortville ist kein beschauliches Örtchen. Sondern der stinkigste Moloch der Welt, die letzte Zufluchtsstätte für den Dreck der Gesellschaft. Regiert von der hochnäsigen, fetten Königin Carlotta (Waters-Regular Edith Massey), leben in Mortville größtenteils Freikörperkultur-Fetischisten, viele lesbische Ruinen und eine Gruppe, der Königin untertänigen, bewaffneten Lack-und-Leder-Schwuchteln. Peggy und Grizelda kommen bei dem gleichgeschlechtlichen Pärchen Muffy St. Jacques (Liz Renay) und Mole McHenry (Susan Rowe) unter, die den beiden Neuankömmlingen gleich erstmal einen Lotterieschein stibitzen. Mole träumt von einer Geschlechtsumwandlung, und ein Lotteriegewinn könnte der Ex-Wrestlerin ein Hoffnungsschimmer auf ein besseres Leben sein...
Wie nicht anders zu erwarten ist der Plot offensiv, provokativ und geschmacklos. Es werden Genitalien abgetrennt, Augen aus ihren Höhlen herausgeprügelt und dann zermanscht, es werden Babies in Kühlschränke gesteckt, und noch viele andere, bedenkliche Szenerien. "Desperate Living" ist kein experimenteller Tabubrecher, wie zum Beispiel "Pink Flamingos", dafür aber ein Bad-Taste-Movie im Umfeld eines unschuldigen, unberührten Märchens. Und genau deswegen funktioniert der krude Humor in "Desperate Living" auch größtenteils. An einigen Stellen hat Waters' Film sogar recht schlagfertigen Dialoghumor zu bieten, verfällt aber oft zurück in schlichte, dreckige Provokation.
"Desperate Living" ist der Übergang von Filmen wie "Pink Flamingos" zu den eher konventionelleren Komödien in Waters' Filmographie. Der Film ist sicherlich einer seiner geradlinig komischsten, aber dennoch zu lang, für eine derartig anstrengend-geschmacklose Tortur. Wer sich von Waters trashigen Visionen nicht abschrecken mag, der kann in "Desperate Living" reinschauen, eine klare Empfehlung gibt es nicht. http://www.mitternachtskino.de/despe...living.htm
Jeder für sich und Gott gegen alle (Kaspar Hauser) - von Werner Herzog (1975) DivX3
Info, Review & Links
Am 26. Mai 1828 erscheint auf dem Nürnberger Unschlittplatz ein junger Mann, der kaum gehen und nicht sprechen kann. Mit sich führt er einen anonymen Brief, der ihn als Kaspar Hauser ausweist. Wie sich herausstellt, war diese Person Zeit ihres bisherigen Lebens in einem Keller gefangen gehalten worden, ohne einen Blick auf die Welt, geschweige denn auf einen Menschen geworfen zu haben. Die Nahrung war ihm während seiner Schlafphasen ins Verließ geschoben worden. Was es mit dieser einzigartigen Gefangenschaft auf sich hatte, konnte seinerzeit nicht geklärt werden. Die Ermordung Hausers einige Jahre nach seinem Auftauchen goss zudem Öl ins Feuer der Spekulationen und hielt Kriminologen, Philosophen und andere Forscher bis in die heutige Zeit in Lohn und Brot. Die populärste Theorie, nach der Hauser als strategisch unangenehmer Erbe einer Nebenlinie des badischen Adelshauses in Frage kommt, wurde mittels einer Genanalyse im Auftrag des Spiegels 1996 vermeintlich ein für allemal vom Tisch gefegt. Im Jahr 2002 wiederum wurde dieses Ergebnis im Rahmen einer Forschung im Auftrag des Fernsehsenders arte widerlegt. Bis heute ist der Fall Kaspar Hauser und seine vielen Implikationen Gegenstand zahlreicher Debatten und hat von seiner Faszinationskraft nichts eingebüßt.
In seiner mitunter sehr traumähnlichen und bildstarken Verfilmung der Begebenheit lässt Werner Herzog den kriminologischen Aspekt des Stoffes gänzlich beiseite und konzentriert sich voll auf die philosophischen Qualitäten. Wer dieser Mensch war, warum er in Gefangenschaft leben und nach wenigen Jahren in Freiheit sterben musste, ist für seinen Film nicht von Interesse. Eher schon geht es Herzog um die Nachzeichnung jenes Vorganges, wie ein solcher Mensch sich von der Welt einen Begriff macht, wie er diese - über die Eindrücke, über die erlangte Sprache und somit also auch über das Gespräch - in sich konstruiert und mit Sinn füllt. In seiner wohl bekanntesten Szene stellt der Film Hauser dann auch einem Professor für Logik - von Alfred Edel herrlich verkörpert - gegenüber, der den Findling mit dem Problem der beiden Wächter konfrontiert, von denen der eine stets lügt, der andere die Wahrheit spricht und die anhand einer einzigen Frage voneinander eindeutig zu unterscheiden wären. Die komplexe Lösung des Professors über den Umweg einer Dopplung der Frage in sich selbst befriedigt Hauser kaum: "Ich würde fragen: "Bist Du ein Laubfrosch?" Sagt er "Ja", ist er der Lügner.", stellt er so trocken wie schlau fest und bringt damit seine Entfremdung voll auf den Punkt. Ein Glücksfall für diesen beeindruckenden Klassiker des Neuen Deutschen Films ist dabei auch die Besetzung des Kaspar Hausers mit dem Berliner Straßenmusikanten und selbst jahrelang in Heimen weggesperrten Bruno S., dessen unbekümmerte wie engagierte Darstellung dem Kaspar Hauser eine atemberaubende Tiefe verleiht.
......... http://www.filmzentrale.com/rezis/je...sichtg.htm