Es ist doch schön, wenn Eltern die künstlerischen Ambitionen ihrer Kinder unterstützen. Auch die Mutter von Michio tut alles, damit der Junge seiner Kreativität freien Lauf lassen kann. Michio ist nämlich nicht nur traurigerweise blind und etwas verschroben, sondern auch Künstler. Insbesondere der menschliche Körper hat es ihm angetan, speziell die weibliche Version. In Ermangelung seines Augenlichts gibt es für Michio denn auch nichts Schöneres, als hübsche, weibliche Körper zu begrabbeln. Entsprechend fasziniert ist er von dem Fotomodell Aki, seiner Meinung nach die Frau mit dem schönsten Körper überhaupt. Wie gesagt, Mutti kann Michio keinen Wunsch abschlagen, und so hilft sie ihrem Sohn, Aki zu entführen und in dessen surrealem Atelier gefangen zu halten.
Auf der Grundlage einer Novelle des japanischen Autors Rampo Edogawa entwickelt Yasuzo Masumura mit BLIND BEAST ein abgründiges Psycho-Drama über Masochismus, Gewalt und Verzweiflung.
Im kompletten Film tauchen nur die schon genannten drei Figuren auf, und auch die Schauplätze sind überschaubar: Bis auf die kurze Vorgeschichte der Entführung spielt das ganze grausame Geschehen in Michios Atelier. So entsteht eine extrem dichte Atmosphäre, die mit ihrer klaustrophobischen Wirkung stellenweise an eine Theaterinszenierung erinnert.
Masumura lässt BLIND BEAST fast schon anstrengend langsam beginnen, um dann aber das Tempo immer weiter zu steigern.
So schafft er es, den Zuschauer mit diesem dunklen Machwerk gnadenlos zu fesseln, sodass dieser gar nicht anders kann, als gemeinsam mit Michio und Aki kopfüber in die abgründige Spirale aus Lust und Verachtung und Abhängigkeit zu stürzen, um am Ende mit weit aufgerissenen Augen, angehaltenem Atem und dem Sofakissen zwischen den Zähnen das grausame Finale über sich ergehen zu lassen. Wirklich gut gemachtes Psycho-Kino. Und das alles im Jahre 1969, als über deutsche Leinwände „Horror“filme wie „DER HEXENTÖTER VON BLACKMOOR“ flimmerten. Wie überaus avantgardistisch!
Regie: Yasuzo Masumura Drehbuch: Yoshio Shirasaka (nach einer Geschichte von Edogawa Rampo) Produzent: Masaichi Nagata, Kazumasa Nakano, Hiroaki Fuji Darsteller: Eiji Funakoshi, Mako Midori, Noriko Sengoku Land: Japan
File-Infos:
Format : AVI
Format/Info : Audio Video Interleave
Dateigröße : 700 MB
Dauer : 1h 24min
Video
Format : MPEG-4
Codec-ID/Hinweis : XviD
Dauer : 1h 24min
Breite : 720 Pixel
Höhe : 320 Pixel
Bildwiederholungsrate : 25,000 FPS
Global Motion Compensation : Nein
Gepackter Bitstrom : Nein
Viertel-Pixel (Qpel) : Nein
Titel: 新・雪国 [Shin Yukiguni] (dt.: Neues Schneeland)
Regisseur: Kôichi Gotô
Drehbuch: Akira Sasakura
Genre: Liebesfilm
Handlung: Kunio Shibano was bankrupted. He visited snowland spa aria to commit suicide. But he met Geisha Moeko and she gave him power to challenge one more time.
Lemmy Caution gegen Alpha 60 (auch bekannt unter dem Originaltitel Alphaville) ist ein Sciencefiction-Film des französischen Regisseurs Jean-Luc Godard aus dem Jahr 1965.
Handlung
Lemmy Caution (Eddie Constantine), ein Privatdetektiv, kommt in die futuristische Stadt Alphaville, um nach dem vermissten Agenten Henry Dickson zu suchen. Die Stadt steht unter der Kontrolle von Professor Vonbraun und wird von einem Computersystem namens Alpha 60 dominiert. Liebe, Dichtung und Gefühle sind verfemt. Diese Ächtung führt zu einer unmenschlichen und entfremdeten Gesellschaft. Caution zieht Natascha, die Tochter des Professors, zu Hilfe.
Hintergrund
Godard nutzt dieses geradlinige Science-Fiction-Szenario, um einen bizarren, unordentlichen Film zu schaffen mit einer absichtlich unausgeglichenen Handlung. Der Film ist dunkel, sowohl was die Ausleuchtung betrifft, als auch die elliptisch-philosophischen Dialoge und den zynischen Humor.
Caution ist die Parodie eines amerikanischen Privatdetektivs: mit seinem Trenchcoat und seinem fahrlässigen Umgang mit der Waffe ist er provozierend regellos in der logischen Stadt. Seine Liebe zu Natascha bringt Gefühle und Unvorhersehbarkeit in die Stadt, die vom Alpha 60-Computer nach seinem eigenen Abbild geschaffen wurde.
Der Film wurde in Paris gedreht. Die nächtlichen Straßen der Hauptstadt mit ihren modernen Glas- und Betonfassaden wurden zu Alphaville und reflektieren die Probleme der Zukunft auf das Frankreich der Gegenwart. Godard verwendet keine Spezialeffekte, um die Science-Fiction-Elemente zu steigern.
Vergleichsweise durchschaubar wollte Godard seinen Film zunächst Tarzan versus IBM nennen.
Der Film verwendet eine eigene Version von George Orwells Neusprech, einer künstlich veränderten, manipulierenden Sprache.
Deutscher Titel: Lemmy Caution gegen Alpha 60
Originaltitel: Alphaville, une étrange aventure de Lemmy Caution
Produktionsland: Frankreich
Italien
Erscheinungsjahr: 1965
Länge: 89 Minuten
Originalsprache: Französisch
Altersfreigabe: FSK 16
Stab
Regie: Jean-Luc Godard
Drehbuch: Jean-Luc Godard
Produktion: André Michelin
Musik: Paul Misraki
Kamera: Raoul Coutard
Schnitt: Agnès Guillemot
Besetzung
* Eddie Constantine: Lemmy Caution
* Anna Karina: Natascha Von Braun
* Akim Tamiroff: Henri Dickson
Cinema Date........: 26.10.95
Source.............: PAL DVD 16:9 Progressive
Video..............: XViD 2pass 920 kbit/s
Bildformat.........: 640*336
Runtime............: 93 mins
Audio..............: GER MP3 VBR 128 kbits
IMDB..............: 8/10
komplett in Deutschthe plot
Irgendein Morgen in irgendeinem
Sozialbau-Ghetto: nach einer Nacht
voller Gewalt zwischen einer Gruppe
Jugendlicher und der Polizei
befindet sich die Siedlung im
Ausnahmezustand. Es herrscht Krieg
zwischen den beiden Parteien!
Der Grund? Ein Sechzehnjaehriger
ringt mit dem Tod, nachdem er in
einem Polizeiverhoer brutal
zusammengeschlagen wurde. Nur ein
weiterer Fall staatlichen Terrors,
nur ein weiterer Kampf gegen das
Establishment?
Getrieben vom Hass gegen das System
stehen auch Hubert, Said und Vinz an
vorderster Front, an einem Tag, der
ihr Leben veraendern wird.
Originaltitel: Z
Produktionsland: Frankreich, Algerien
Erscheinungsjahr: 1969
Länge: 127 Minuten
Originalsprache: Französisch
Altersfreigabe: FSK 16
Regie: Constantin Costa-Gavras
Drehbuch: Constantin Costa-Gavras
Jorge Semprún
Z ist ein französisch-algerischer Spielfilm aus dem Jahr 1969 nach der gleichnamigen Romanvorlage von Vassilis Vassilikos. Er gilt als ein genrebildender Klassiker des politisch engagierten Kinos (vgl. Politthriller). Der Streifen wurde erstmals am 26. Februar 1969 in Frankreich aufgeführt.
In einem nicht namentlich genannten Staat, in dem Militär und Königshaus herrschen und die Demokratie immer mehr verloren geht, wird Opposition als „kommunistischer Mehltau“ nur widerwillig geduldet.
Als eine pazifistische Oppositionsgruppe eine Veranstaltung mit einem populären Universitätsprofessor, Abgeordneten und NATO-Kritiker durchführen will, werden dieser Veranstaltung zunächst Steine in den Weg gelegt, der Politiker wird am Ende der Veranstaltung unter den Augen der Polizei ermordet.
Polizei und Militärs versuchen den Mord als Unfall darzustellen, mit den Ermittlungen wird ein junger Untersuchungsrichter beauftragt, von dem erwartet wird, dieses Ergebnis zu bestätigen. Der Richter zeigt Verantwortung und ermittelt in dem Fall ebenso penibel wie hartnäckig. Pressionen von Vorgesetzten und Militärs hört er sich geduldig an, um sie danach geräuschlos zu ignorieren.
Eine Anklage gegen diverse Respektspersonen aus dem Militär führt jedoch auch nicht zu deren Verurteilung, da mehrere Zeugen unter merkwürdigen Umständen zu Tode kommen und das Verfahren durch einen Militärputsch zum Erliegen kommt. Selbst der Journalist, der seine Rechercheergebnisse dem Staatsanwalt zur Verfügung gestellt hat, kommt ins Gefängnis.
, ist im Film dargestellte Untersuchungsrichter und spätere Präsident.
(persönliche Anmerkung, der Film stellt nicht die vollständige Entstehungs-geschichte dar, denn die Realität war wesentlich schlimmer).
Bewertungen:
- Oscar 1970 als bester nichtenglischsprachiger Film und für den Filmschnitt
- Oscar-Nominierungen 1970: Beste Regie, Bester Film, Bestes adaptiertes Drehbuch
- BAFTA-Award 1970 für Mikis Theodorakis (Beste Filmmusik)
- Spezialpreis der Jury und Preis für den besten Darsteller (Jean-Louis Trintignant) bei den internationalen Filmfestspielen in Cannes 1969
Plot: Zoophile, denkt der Laie, sind bestimmt Menschen, die gerne in den Zoo gehen. Doch so ganz stimmt das nicht. Zoophile nennen sich Leute, die auf Sex mit Tieren stehen. Leute wie Kenneth Pinyan, ein Boeing-Ingenieur aus Seattle. Mit anderen Gleichgesinnten traf er sich auf einer Farm im Staate Washington (wo sogenannte Sodomie nicht unter Strafe steht), um mit Pferden intim zu werden. Pinyan überlebte den GV mit einem Hengst nicht, und Amerika ward um einen bizarren Sittenskandal reicher.
Daten:
Titel: Zoo
Erscheinungsjahr: 2007
Regisseur: Robinson Devor
Genre: Dokumentation
DVD-Rip
Sprache: Deutsch und Englisch (original)
Größe: 700 MB
Länge: 80 Minuten
imdb-Rating: 5,8/10 Link
Video: 720x572 25 Frames
Audio: je Englisch oder Deutsch, Stereo, 48 KHz Abtastrate, 192 kb/s Bitrate
Passwort: buenos
Sprache: Deutsch Herstellungsland: Hongkong Erscheinungsjahr: 1988 Regie: Clifton Ko
Darsteller: Michael Hui
Clifton Ko
Sylvia Chang
Lowell Lo
Ricky Hui
Ku Feng
Richard Ng
Sam Hui
Yip Wing Cho
Inhaltsangabe:
Ah Hui (Michael Hui) ist der Besitzer eines heruntergekommenen Restaurants, welches sich auf Grillente spezialisiert hat. Er schikaniert nicht nur seine Angestellten, sondern zahlt ihnen obendrein auch zuwenig Lohn. Als in das Gebäude gegenüber eine Fast-Food-Kette einzieht, die Grillhähnchen in großem Stil verkaufen, laufen Hui die Kunden scharenweise weg. Zu diesem Problem kommt die Unzufriedenheit seiner Angestellten und die privaten Probleme mit seiner Schwiegermutter, so dass Mr. Hui sein Geschäftrezept und seine Einstellung gegenüber seinen Mitmenschen ändern muss, um sein Geschäft erhalten zu können.
In einem einzigen Raum, einem Ballsaal irgendwo in Frankreich, begegnen sich 1936, 1940, 1944, 1946, 1956, 1968 und 1983 zwanzig grundverschiedene Menschen. In den wie ein Ballett choreografierten und von einer entfesselten Kamera gefilmten Szenen spiegelt sich der Zeitgeist. Obwohl kein gesprochenes Wort zu hören ist, besteht "Le Bal. Der Tanzpalast" aus einem Kaleidoskop von kleinen Geschichten. Sie handeln von Liebe und Hass, von Ängsten und unerfüllten Sehnsüchten vorwiegend unglücklicher, einsamer, skurriler Menschen. Tausend originelle Ideen lassen aus den Bewegungen der Figuren und den – wie in Jacques Tatis Filmen – überdeutlich zu hörenden Geräuschen urkomische Szenen entstehen, keine Schenkelklopfer, sondern feine, melancholische Slapstick-Szenen. – Es ist unglaublich, wie amüsant und faszinierend ein abendfüllender Film ohne Worte sein kann.
Für "Le Bal" wurde Ettore Scola bei der Berlinale 1984 mit einem "Silbernen Bären" ausgezeichnet.
Darsteller in "Le Bal. Der Tanzpalast": Christophe Allwright, Aziz Arbia, Marc Berman, Regis Bouquet, Chantal Capron, Martine Chauvin, Liliane Delval, Francesco de Rosa, Rossana di Lorenzo, Etienne Guichard, Raymonde Heudeline, Arnault Lecarpentier, Olivier Loiseau, Jean-Claude Penchenat, Nani Noël, Jean-François Perrier, Anita Picchiarini, François Pick, Genevieve Ray-Penchenat, Danielle Rochard, Monica Scattini, Michel Toty, Michel van Speybroeck.
Titel.....: Le Bal 1983 Frankreich / Italien/ Algerien
Originaltitel: Ballando ballando
Kinostart..; 1984
Genre.....: Drama
Laufzeit.....: 112 Minuten
Auflösung.....: 608 x 256
Video.....: 901 Kbps
Audio.....: 128 Kbps
Format.....VD Rip > XviD
Groesse.....: 1400 MB
Die Sprache ist Englisch und Untertitel konnte ich leider keine finden.
Sollte jemand seinen Film Malpertuis haben, würde ich mich sehr über einen Upload freuen. Kann ihn leider nirgends finden. Er war mal hier im Board online ist aber leider down.
Der in grobkörnigem Schwarzweiß gehaltene Film handelt vom paranoiden Mathematik-Genie Maximillian Cohen, der glaubt, alles in der Natur könne anhand von Zahlen verstanden werden.
Als Beweise hierfür sieht er unter anderem bestimmte Zyklen der Natur und den goldenen Schnitt. Davon ausgehend versucht er mit Hilfe seines Computers Euclid, vorhersehbare Muster in den Kursdaten des globalen Aktienmarkts, der für ihn ein natürlicher Organismus ist, zu finden und stößt dabei durch einen Computerabsturz auf eine 216-stellige Zahl. Zunächst hält er sie für unbedeutend. Als Sol Robeson, Max’ Go-Partner, ehemaliger Professor, Mentor und Förderer, von der 216-stelligen Zahl erfährt, erwähnt er, dass er selbst bei seinen Forschungsarbeiten an der Zahl π auf einen „Virus“ gestoßen sei, der eben diese Zahl ausgab. Je mehr sich Max mit den Geheimnissen dieser Zahl befasst, desto eindringlicher warnt Sol ihn vor weiteren Untersuchungen und weist ihn an, sich nicht weiter mit ihr zu beschäftigen. Sie sei die Ursache für seinen Schlaganfall gewesen und letztlich auch der Grund für ihn, sich aus der aktiven mathematischen Forschung zurückzuziehen: „Es ist der Tod!“
Während seiner Forschungen wird Max regelmäßig von Cluster-Kopfschmerz geplagt, der bei ihm zu Totalausfällen führt, und seine Paranoia wird immer stärker. Mit Fortschreiten des Filmes beginnt Max zu glauben, in der 216-stelligen Zahl den Schlüssel zum Verständnis des Universums gefunden zu haben und seine Paranoia scheint sich als gerechtfertigt herauszustellen. Mehrere fanatische Gruppen werden auf seine Forschungen aufmerksam: eine Frau von der Wall Street, die Max’ Erkenntnisse für kapitalistische Zwecke nutzen will und eine Gruppe kabbalistischer Juden, die glauben, die Zahl enthalte den wahren Namen Gottes – eine Art Bibelcode der Tora. Nach Auffassung dieser Gruppe nähert sich die Menschheit dem Garten Eden, wenn eine reine Seele den Namen „ausspricht“.
Je mehr Max die Zahl versteht, desto stärker werden auch seine Kopfschmerzanfälle. Langsam verliert er immer mehr die Kontrolle über sein Leben, lässt sich von seiner Paranoia beherrschen und leidet unter Halluzinationen. Um seinem Leid zu entfliehen, vernichtet er zuletzt alle Spuren der Zahl, indem er einen Notizzettel mit der Zahl verbrennt und in einer weiteren Halluzination sein Gehirn mit einer Bohrmaschine vernichtet. Daraufhin hat er seine enormen mathematischen Fähigkeiten verloren. (Pi (Film) ? Wikipedia)
Kritiken:
"It will be a long night if we don't find a way to aknowledge this film."
-Paul Schrader, at Sundance
"...The latest Wunderkind writer-director, Darren Aronofsky, invites me to see his first feature, "Pi," a sort of mad math thriller. I bring six people and we all love it."
-Timothy Greenfield-Sanders in The New York Times
"Genuine excitement was limited to premieres of films on their way to commercial release anyway...and to rare, bona-fide experimentation (Marc Levin's vigorous "Slam," Darren Aronofsky's wild-eyed "Pi")...Pi is...brilliantly abstruse..."
-Janet Maslin in The New York Times
"An artistic and edgy piece of mystification..."
-The Los Angeles Times
"A dark, compelling, psychological thriller..."
-New York Daily News
LA ANTENA - THE AERIAL (2007)
La.Antena.German.2007.DVDRiP.XviD-CRiTiCAL 699MB 95Min
Zitat:
La Antena ist ein 2007 erschienener retro-futuristischer, dystopischer Science-Fiction-Spielfilm des argentinischen Regisseurs Esteban Sapir. Eine Besonderheit des Films ist, dass ähnlich wie bei einem Stummfilm der Ton mit wenigen Ausnahmen nur aus Musik besteht.
Textpassagen sind mit deutschen und spanischen Untertiteln versehen.
Der allmächtige Mr. TV kann die Fäden in der Hand halten, weil er den Einwohnern ihre Stimmen und Worte genommen und sie mit Bildern aus dem Fernseher ruhig gestellt hat. Um seinen Plan durchzusetzen, die Kontrolle mit Hilfe von Massenhypnose unbegrenzt zu übernehmen, entführt er den letzten Menschen mit einer Stimme: eine bildschöne Sängerin. Ein TV-Mechaniker wird Zeuge und flieht mit seiner Familie in einen alten Sendeturm in den Bergen, um Mr. TV Einhalt zu gebieten.
Gelegentlich, sehr gelegentlich, kommt es vor, dass man Filme sieht, die einen erst einmal sprachlos machen, ratlos, ehrfürchtig. Weil sie sich jeder Kategorisierung entziehen, weil sie ausgetretene Pfade gar nicht erst berühren, weil sie die Grenzen des filmisch Machbaren ausloten und überschreiten, weil sie das Medium benutzen, um mit Bildern etwas zu schaffen, was man so noch nicht gesehen hat.
LA ANTENA (THE AERIAL) ist einer dieser raren Filme, die zweite Regiearbeit des Argentiniers Esteban Sapir, der mit seinem Erstling PICADO FINO vor elf Jahren auf sich aufmerksam machte und sich nun, beeindruckend gereift, als wahrer Meister erweist: In gewisser Weise lässt Sapir den Zuschauer die Kunstform Film neu entdecken, mit ganz unschuldigen Augen sehen. Die in Schwarz-weiß gedrehte und fast komplett ohne Worte auskommende Utopie ist natürlich auch eine Hommage an die Ära des Stummfilms im Allgemeinen und den deutschen Expressionismus im Besonderen. Sie schärft unser Bewusstsein dafür, wie sehr Filme an visueller Kraft verloren haben, seit wir daran gewöhnt sind, wichtige Informationen zum großen Teil durch Dialoge oder gar Off-Kommentare vermittelt zu bekommen. In diesem Sinn ist LA ANTENA eine Offenbarung, die sich am offensichtlichsten auf Langs METROPOLIS und Méliès LE VOYAGE DANS LA LUNE beruft – aber auch von Murnau und Eisenstein inspiriert ist, ohne auch nur eine Sekunde altbacken oder rückwärtsgewandt zu wirken. Im Gegenteil: Es ist ein höchst moderner Film im Märchengewand, dessen Verzicht auf verbale Kommunikation keine stilistische Macke ist, sondern unmittelbar vom Thema des Films bedingt wird.
Denn Sprachlosigkeit steht im Zentrum dieser aufregenden Versuchsanordnung, der es gelingt mit großartigen Bildern viel über eine traurige Welt zu erzählen, die sich durch Konsum und Manipulation in einen Dämmerzustand hat versetzen lassen. Es regiert der allmächtige Mr. TV, der dem Volk seine Stimme geraubt hat und die Bürger mit Fernsehbildern betäubt. Um die totalitäre Kontrolle mit Hilfe von Massenhypnose zu sichern und die Menschheit auf ewig zum Schweigen zu bringen, entführt er das letzte Wesen, das noch eine Stimme hat: eine bildschöne Sängerin. Doch ein Fernsehmechaniker wird Zeuge und flieht mit seiner Familie in einen alten Sendeturm in den Bergen, um Mr. TV Einhalt zu gebieten.
LA ANTENA ist ein Füllhorn origineller Ideen und großartigen Set-Designs: Zu Beginn des Films erwächst aus einem Buch eine Stadt aus Papier, Kommunikation findet mit Hilfe von Sprechblasen statt, die wiederum unmittelbar von den Figuren im Bild manipulierbar sind. All das wird präsentiert mit hohem Tempo und Tableaus, in denen man sich wälzen will. Wenn die Zukunft des Kinos so aussähe, müsste man sich keine Sorgen machen.
Im April 1996 wird Theodore J. Kaczynski vom FBI verhaftet. Dem ehemaligen Harvard-Absolventen und Mathematikprofessor wird zur Last gelegt, als so genannter Unabomber über 17 Jahre hinweg Anschläge gegen Personen aus Wissenschaft, Kunst, Militär und Computertechnologie verübt zu haben. Wieso wandelt sich ein Musterschüler mit einem IQ von 170 zu einem gesuchten Terroristen?
Der Dokumentarfilm spürt den Einflüssen und Utopien nach, unter denen Ted Kaczynski und seine Generation aufgewachsen sind: die Hippie-Kultur Kaliforniens mit ihren ausgeflippten Rockkonzerten und LSD-Räuschen, die Kunstszene New Yorks mit ihren schrägen Multimedia-Events und Beat-Happenings und die wissenschaftlichen Utopien einer durch Technologie versöhnten Welt, wie sie in den Laboren der Computerfreaks erdacht wurden.
Schon 1968 versucht der Physiker Heinz von Foerster in seinem Biological Lab an der Universität von Illinois die Verschmelzung von digitalen und biologischen Systemen. Die Horizonte scheinen sich in Wissenschaft, Kunst und Technologie nach allen Seiten zu öffnen. Mit Kybernetik, Multimediakunst und militärischer Forschung werden die Fundamente der Moderne neu gesetzt und zur Basis für heute weltweit vernetzte Maschinensysteme wie das Internets.
Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt 1971 German VHSRip XviD AC3
Info
Daniel, ein junger Mann aus der Provinz, kommt nach Berlin und trifft dort zufällig Clemens. Beide erleben die große Liebe. Sie ziehen zusammen und versuchen, die bürgerliche Ehe zu kopieren. Doch nach vier Monaten endet das große Glück. Daniel hat inzwischen einen älteren, reichen Mann kennengelernt und zieht mit ihm in dessen Villa.
Praunheims Attacken richten sich nicht gegen fremde Unterdrücker, sondern gegen das eigene Lager. Die Situation, in der der Homosexuelle lebt, ist hausgemacht: das ist die These des Films. Verwirrung, Empörung, Bestürzung im Schwulenlager war die Folge, aber auch Bewegung, Aktion, coming out und Solidarität.
Die Aufführung des Films im deutschen Fernsehen wurde zum Skandal. Der WDR, der den Film in Auftrag gegeben hatte, war der einzige Sender, der den Film ausstrahlte. Die vorgesehene parallele Aufführung beim ARD wurde kurzfristig abgesagt. Die ARD strahlte den Film ein Jahr später aus, Bayern schaltete sich daraufhin aus dem Programm aus.
Dies ist die einzige Kopie im Netz und der Film scheint nicht asynchron zu sein, da es sich um eine durchgehende Erzählerstimme handelt. Das zeigt sich weil die Geräuschkulisse übereinstimmt. So oder so ist es das einzige Rip dass es im Netz gibt und es ist allein darum schon phantastisch! Eine Rarität eben!
Regie: Luigi Magni
Erscheinungsjahr: 1983
Herstellungsland: Italien
Originaltitel: State buoni... se potete
Genre(s): Drama, Fantasy, Komödie, Liebe/Romantik
Darsteller: Johnny Dorelli, Philippe Leroy, Rodolfo Bigotti, Flora Carabella, Giovanni
Crippi, Eurilla del Bona, Franco Iavarone, Mario Adorf, Renzo Montagnani,
Handlung:
Um das 1500 herum kümmert sich der Priester Don Filippo Neri (Johnny Dorelli) um allerlei Straßenkinder und weniger um den Reichtum der Kirche, was den übrigen Priestern ein Dorn im Auge ist. Doch Filippo lebt nach seinem eigenen Kodex, besonders als er den jungen Dieb Cirifischio unter seine Fittiche nimmt. Bald darauf schafft er es auch, einem Dogen einen Lustknaben aus religiösen Gründen abzuluchsen, der sich als Mädchen entpuppt: Leonetta. Junge und Mädchen wachsen gemeinsam auf und verlieben sich ineinander. Doch Cirifischio wird ein Bandit und zum Ziel der Polizeikräfte, während Leonetta ihm droht, in ein Kloster zu gehen. Währenddessen kommt Don Filippo gar nicht dazu, sich darüber Gedanken zu machen, ob er selig oder heilig gesprochen wird, denn nebenan zieht ständig der Teufel in immer neuen Inkarnationen und Tarnungen ein, der stets bekämpft sein will...
Release Notes:
Hiermit biete ich wohl einen der begehrtesten Filme aus meiner Sammlung überhaupt an! Ein Film der mich jedesmal wieder auf's neue faziniert und in keiner Cineasten-Sammlung fehlen sollte!!! Bisher lief der Film nur zweimal im deutschen Free-TV.... allerdings fast 50min gekürzt, trozdem vermagte es diese Fassung viele Zuschauern in Begeisterung versetzten!
Der stand der Dinge schaut momentan so aus, dass es nur eine einzige DVD von diesem Film gibt - die mit der originalen itl. Tonspur und itl. Untertiteln vertrieben wird! Weltweit gibt es leider keine andere DVD, oder anders sprachige Untertitel, dadurch konnte ich für meine erstes Release auch keine Forced Subs erstellen (ich stand auf dem Schlauch)! Allerdings hatte ich trozdem meinen Spass mit dieser Fassung, alleine durch die ganzen neuen Szenen - die man zuvor nicht gesehen hatte und man so noch einen tieferen Einblick in die Charaktäre und die Geschichte selbt bekam, zudem war es Bildtechnisch eine viel bessere Dimension wie zuvor xD.
Trozalledem war ich noch nicht zufrieden... Ich wollte die eigentlich TV-Fassung in ihrem ursprünglichen Cutwahn und deren Anordnung der einzelnen Szenen wieder rekonstruieren! Nachdem ich endlich Adobe Premiere installiert bekommen habe, konnte ich auch diesem Verlangen nachgehen! Ich denke es dürfte an nichts fehlen um in Nostalgie zu verfallen, ausser dem Senderlogo dürfte die TV-Fassung wieder 1:1 hergestellt sein!
Ihr könnnt Euch also zwischen der TV-Fassung und der uncut Fassung die für Euch bessere Fassung aussuchen, oder Ihr nehmt einfach beide und entscheiden Euch später initiativ xD! Have Fun...
Rekonstruierte TV-Fassung:
Allgemein
Format : AVI (DVDRiP)
Dateigröße : 1.09 GiB (1/4 DVD)
Spielzeit : 1h 49min
Frauen in aufreizenden Posen, souverän oder unterwürfig - in Helmut Newtons Fotografien verwischen die Grenzen zwischen Kunst und Pornographie. Ob Modefoto, Portrait oder Akt: voyeuristisch inszenierte Newton Geschichten, die auch ein Abbild der westlichen Gesellschaft sind. 1988 besuchte Adrian Maben den Starfotografen in seiner Wahlheimat Monaco, begleitete ihn zu Fotosessions nach Los Angeles, Berlin und Paris. Dabei gewährte Newton rare Einblicke in sein Privatleben und seine Arbeit. Wie die Zusammenarbeit mit einem der begehrtesten Fotografen des 20. Jahrhunderts aussah berichten Stars wie Karl Lagerfeld und Catherine Deneuve. Weitere Mitwirkende: Faye Dunaway, Karl Lagerfeld, Sigourey Weaver, June Newton
Bei „SO WAR DAS S.O.36“ handelt es sich um eine Dokumentation über den Musikclub in Berlin, der sich in einer alten Lagerhalle befand und in welchem Anfang der 80er bis zur Schließung anscheinend ununterbrochen coole Bands gespielt haben. Der Einfachheit halber zähle ich sie einfach mal auf und lasse die Namen wirken: DIE GELBS, SYSTEM, EINSTÜRZENDE NEUBAUTEN, DIE ICH´S, DIE 4 UNSICHTBAREN 5, LORENZ LORENZ, SOILENT GRÜN (später bekannt als die ärzte), BETON COMBO, DIE TÖDLICHE DORIS, DIE TOTEN PILOTEN, DER WAHRE HEINO, CARAMBOLAGE und noch viel mehr. Da läuft doch dem Fan der Neuen Deutschen Welle (der wahren Neuen Deutschen Untergrundwelle) das Wasser im Munde zusammen, oder etwa nicht? Garniert ist das Video noch mit vielen Interviews der Gäste, der Besitzer und der Bands. Für NDW-Fans absolut unverzichtbar.
Ulrike Ottingers Film PRATER verwandelt den traditionsreichen Ort der Attraktionen in ein hintergründiges und schwindelerregendes Kinoerlebnis. Der Vergnügungsort wird als Umschlagplatz der Ideen, Kulturen, Sehnsüchte porträtiert, seine Kulturgeschichte miterzählt, der Schauder bleibt erhalten. PRATER ist ein Dokumentarfilm mit fiktionalen Elementen: Texte von Elfriede Jelinek, Josef von Sterberg, Erich Kästner und Elias Canetti illustrieren den unvergleichlichen Ort, Kommentare von Besuchern, Berichte von Schaustellern und historische Dokumente legen Erlebnisschichten frei und Veruschka nimmt uns mit in die Geisterbahn.
Neurosia - 50 Jahre pervers (1995) German XviD AC3
Info
Während der Premiere seines neuen Films begrüßt Rosa von Praunheim sein Publikum. Gleichzeitig hört man einen Schuß: Rosa bricht auf der Stelle tot zusammen.
Die Fernsehjournalistin Gesine Ganzman-Seipel erhält den Auftrag, eine Sendereihe über das von Skandalen geprägte Leben dieses Cineasten auszuarbeiten. War Rosa denn wirklich so unbeliebt?
Gesine erhält einen Anruf der "Rosa Armee Fraktion", die ihr im Zoo eine Information zukommen läßt, die im fünften Präservativ mit Erdbeergeschmack steckt. Die befragte Evelyn Künneke, eine der Lieblingsschauspielerinnen Rosas, behauptet, daß er nur aus werbetechnischen Gründen homosexuell war; Lotti Huber, die Heldin von AFFENGEIL (1990), weigert sich beharrlich, Informationen zu liefern und macht sich dadurch verdächtig. Einzig eine Tante Rosas, Luzi Kryn (Hauptdarstellerin im berühmten DIE BETTWURST, 1970), ist bereit, etwas Licht in diese Dunkelheit zu bringen, während die "Nachtigall" von Ramersdorf, unter dem Vorwand, Rosa habe ihre schauspielerischen Leistungen nicht genügend entschädigt, die gesamte Garderobe des Cineasten fordert. Um mehr zu erfahren, begibt sich Gesine nach New York, wo sie erfährt, daß Rosas Ernährungsgewohnheiten derart erschreckend waren, daß sogar die Gruselfilmregisseure völlig entsetzt vor ihm flüchteten. Die Fernsehreihe wird dann wegen Zuschauerinnenmangels abgesetzt. Gesine macht darauf eine äußerst überraschende Entdeckung.
Montiert zu einer dokumentarischen Vision. Mit der Originalmusik komponiert und eingespielt von den Einstürzenden Neubauten. "Es war ein einmaliger Fall im 20. Jahrhundert, daß die Innenstadt einer Metropole in weiten Teilen unbebaut war und mit einem Schlag zu teurem Bauland wurde. Diese Situation führte in Berlin nach dem Mauerfall 1989 zu einem babylonischen Baufieber, das auch vor der bestehenden Stadt nicht halt machte.“ Hubertus Siegert
Seit dem Mauerfall `89 will die deutsche Hauptstadt ihre katastrophale Vergangenheit überwinden, will die im 20. Jahrhundert zerstörte Stadtstruktur zurückgewinnen, will bauen, um die Schatten abzuschütteln. Der Film zeigt Bilder der Stadt im Umbruch, die Faszination des schnellen Wandels, die Schönheit des noch Unberührten, die Schrecken der Zerstörung, den Bann der Leere. Es geht um Immobilien, um Geld und Macht. Prominente Architekten, Bauherren, Politiker, Stadtplaner werden beobachtet. Keine Interviews, keine Statements. Den Kommentar spricht die Musik.
Der Film zeigt in fantastischen Bildern die Kontraste der Stadt und die Protagonisten des eiligen Umbaus. Die babylonische Zivilisationsfabel von der Gewalt des Bauens lebt fort in der wiedervereinten Metropole. Der Aufbruch wird zu Stein.
Schauplätze:
Bundeskanzleramt, Kulissenhof Metropoltheater, Mietshaus Rettichweg 6, ehemalige Friedrichstraßenpassage (Tacheles), Deutsches Historisches Museum, Karl-Marx-Allee, Parochialkirche, SONY Center, Auswärtiges Amt, Neues Kudamm-Eck, Neues Kranzler Eck, Neubauten am Brandenburger Tor/Pariser Platz, Schloßplatz, Debis Komplex am Potsdamer Platz, Lehrter Zentralbahnhof, Reichstag, Akademie der Künste
Der Angriff der Gegenwart auf die übrige Zeit (1985)
Info
Der Angriff der Gegenwart auf die übrige Zeit: Eine junge Ärztin fühlt sich überflüssig. Eilige unterwegs. Eine Familie sitzt vor ihrem Computer wie vor einem Herdfeuer. Eine Erzieherin soll ein Kind an die Erziehungsberechtigten übergeben. Der blinde Regisseur. Die Gegenwart bläst sich auf. Ohne die Vorgeschichte, die Zukunft und vor allem den Möglichkeitssinn gibt es aber keine Realität. Vermischte Nachrichten: Tod auf der Intensivstation um 5 Uhr früh. Mit der Waffe schützt ein Sohn seine Mutter. Ein Fall von Kannibalismus in Stalingrad. Der Kellner Max, der eine afrikanische Prostituierte liebt und an seiner Liebe stirbt. Vermischte Nachrichten: Auf der letzten Seite der Zeitungen. Wenig redaktionelle Aufsicht. Viel emotionaler Rohstoff. Die Doppel-DVD enthält zudem Fernseharbeiten von Alexander Kluge: Ein Gespräch mit Jean-Luc Godard und 14 Minutenfilme.