Produktion: USA 1982
Regie: Mike Nichols
Hauptdarsteller: Meryl Streep, Kurt Russell, Cher, Craig T. Nelson, Diana Scarwid, Fred Ward, Ron Silver, Charles Hallahan, Josef Sommer, Bruce McGill, David Strathairn, J. C. Quinn
Laufzeit: 130Min. Beschreibung:
Karen Silkwood arbeitet wie ihr Freund Drew Stephens und ihre Freundin Dolly Peliker in der Plutonium-Fabrik "Kerr-McGee" in Cimarron, Oklahoma. Tagtäglich werden sie nach der Arbeit auf Strahlenbelastung kontolliert. Als eines Tages der Zeiger bei Karen ausschlägt, glaubt man zuerst an einen technischen Fehler. Nach und nach stellt sich allerdings heraus, dass der Störfall am Wochenende wohl doch nicht so harmlos war, wie man glauben machen wollte. Da Karen überzeugte Gewerkschafterin ist, geht sie der Sache nach und bittet um Aufklärung. Allerdings stößt sie auf erbitterten Widerstand von Seiten der Fabrikleitung. Sie hat nur noch eine Chance, den Weg an die Öffentlichkeit.Verfilmung der authentischen Tragödie der Gewerkschafterin Karen Silkwood, die einem Reporter 1974 belastendes Material über eine Atomfabrik übergeben wollte, aber zuvor unter mysteriösen Umständen ums Leben kommt.
The Quays? masterpiece, STREET OF CROCODILES is adapted from a short story by Bruno Schulz, and was their first film shot on 35mm. A museum keeper spits into the eyepiece of an ancient peep-show and sets the musty machine in motion, plunging the viewer into a nightmarish netherworld of bizarre puppet rituals among the dirt and grime.
Review:
Die "Straße der Krokodile" ist eine Welt, jenseits unserer rationalen Vorstellungskraft. Im ländlichen Polen, kurz vor dem Zweiten Weltkrieg, da liegt jene "Straße der Krokodile". Diese Straße ist allerdings ein ganzes, bevölkertes Land ? hier leben eigenartige Porzellanpuppen, die jedoch seelenlos sind. Das Land an sich ist ein lebender Organismus, während sich seine Bewohner immer mehr von humanoiden Verhaltensweisen entfernen und sich nur noch wie Maschinen bewegen können. In Gang gebracht werden die unheimlichen Vorgänge der Krokodilstraße erst, als ein Fürsorger, der dieses Land unter einem Kinetoskop in einem alten Museum entdeckt hat, in das Miniaturland hineinspuckt. Die menschliche Spucke aktiviert und startet diesen unfassbaren, faszinierenden Film: "Street of Crocodiles".
Stephen und Timothy Quay haben mit "Street of Crocodiles" ihr Meisterwerk gedreht. Basierend auf den polnischen Schriftsteller Bruno Schulz entwickelten sie eine alptraumhafte Welt, die aber durch den Schnitt und die Kamerabewegungen zu einer nicht zu hinterfragenden Realität wird. Der Protagonist der Parabel, die animierte Figur, die optisch und gestisch noch am ehesten an die Spezies Mensch erinnert, wandert erschreckt durch jene Welt, die wie ein Ghetto aus einem fantastischen Niemandsland aussieht. Um ihn herum, dreckige, befleckte Glasscheiben, verkommene, dunkle Gassen und verselbstständigte, rostige Schrauben. Während seiner Erkundung der "Straße der Krokodile" bleibt die Kamera meist hinter dem erkundenden Wesen, bewegt sich vorwärts, wenn es sich selber vorwärts bewegt, harrt aus, wenn es ebenso ausharrt. Die berühmten, präzisen vertikalen und horizontalen Schwenks, die als "point-of-view"-Einstellungen zu interpretieren sind, lassen uns direkt aus der Sichtweise des Protagonisten sehen und erleben. Dadurch, dass die Kamera selten statisch das Geschehen beobachtet, sondern sich immer um die Ereignisse herumkreist und uns in diese mit hinein bezieht, vergessen wir schnell, dass die Handlung einer animierten Puppenminiatur entspringt und keinen realistischen Ort mit für uns passförmigen Ausmaßen darstellt. Die Quays spielen mit unserer Sichtweise und mit unserer Akzeptanz für Raum und Zeit durch die Kamera, wie mit ihren Marionetten und Puppen. Dadurch wird ihre "mise en sc?ne" zu einem dritten Puppenspieler, der uns nicht nur die Illusion der Bewegung der Puppen, sondern auch die Illusion der Wahrhaftigkeit vermittelt.
Das perfekte Publikum für "Street of Crocodiles" ist mit Schulz' Werk vertraut, denn eine wirklich nachvollziehbare und komplett deutbare Narration bieten uns die Quay-Brüder nicht. Es sind eher visualisierte Assoziationsfetzen, deren Bedeutung für den nicht mit Schulz bekannten Zuschauer schwer verständlich sein dürfte. Sicherlich aber funktioniert "Street of Crocodiles" auch als poetischer Animationsfilm lediglich über seine Bilderflut. Die filmische Verzauberung von banalen Alltagsgegenständen, wie etwa die Schrauben, deren langweilige Gewöhnlichkeit hier durch die surreale Animation ad absurdum getrieben wird, wirkt auch ohne literarische Vorkenntnisse. Die Szenen zwischen der menschlichen, dem Autor Bruno Schulz nachempfundenen Puppe und den schrecklichen Porzellanfiguren, denen die Augen fehlen, sind faszinierend, enigmatisch und fesselnd ? auch ohne profundes Wissen über die Vorlage.
"Street of Crocodiles" ist mit Sicherheit einer der besten Animationsfilme aller Zeiten. Sein Porträt eines Polen voller Schrecken und Furcht, inklusive der herannahenden Bedrohung eines totalitären Regimes, ist erschreckend, furchteinflössend und klaustrophobisch. Und doch dank der flüssigen Animation, der technisch versierten Schnitt- und Kameratechnik und des eindringlichen Scores von Lech Jankowski ist "Street of Crocodiles" vor allem eins: Faszinierend. Eine faszinierende, filmische Erfahrung voller Ideen und Bedeutungen ? selten war Animation so rein und ausnahmslos Filmkunst wie hier.
Vom Leben auf der Straße erzählt IL BIDONE (Die Schwindler, 1955). Drei alternde Gauner, die sich mit kleinen Betrügereien über Wasser halten, erschleichen sich mit allerlei Tricks – etwa in der Verkleidung als Priester – das Vertrauen kleiner Leute, um ihnen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Als einer von ihnen durch die zufällige Begegnung mit seiner erwachsenen Tochter und einem gelähmten Mädchen Reue empfindet und gestohlenes Geld zurückgibt, wird er von seinen Kumpanen verprügelt und an einem Abhang liegengelassen. Beim Sterben wird er sich der Hoffnungslosigkeit und des Unglücks seines Lebens bewusst. „Wir haben uns bemüht, diese Geschichte von jener italienischen Konvention zu befreien, die die Schwindler aller Zeiten als lustige Helden komischer Abenteuer und Schlaumeier darzustellen liebt; andererseits wollten wir diese Begebenheit auch nicht wie einen Gangsterfilm erscheinen lassen.“ (Federico Fellini) kino arsenal: Retrospektive Federico Fellini
Review
Federico Fellinis poetisches Portrait eines alternden Gauners, dem plötzlich erwachende Gewissensbisse zum Verhängnis werden, folgte auf seinen ersten großen Erfolg mit "La Strada" und ist heute zu Unrecht weitgehend in Vergessenheit geraten. Die liebevolle Mischung aus Komödie und Drama begeistert durch den für Felklini typischen Einfallsreichtum, hervorragende Schauspieler, allen voran Oscar-Preisträger Broderick Crawford ("Der Mann, der herrschen wollte"), die Kameraarbeit von Otello Martelli und die großartige Musik von Nino Rota.
Video Woche
Video Info
Dateigröße : 1.45 GiB
Format : Audio Video Interleave
Gesamte Bitrate : 1908 Kbps
Spielzeit : 1h 48min
Verwendetes Programm : VirtualDubMod 1.5.4.1 (build 2178/release)
verwendete Encoder-B : VirtualDubMod build 2178/release
Inhalt: (am besten nicht viel von lesen, sonst versaut man sich das Filmerlebnis )
In einer düsteren Hafenstadt verschwinden Kinder: Ein kultischer Orden Blinder verkauft diese an Krank (Daniel Emilfork) gegen künstliche Augen. Als der vom Kettensprenger One (Ron Perlman) als Bruder angenommene Findel entführt wird, macht sich der Artist auf die Suche nach ihm. Er trifft auf ein Waisenhaus, in dem Kinder unter einer siamesischen Hydra zum Stehlen angehalten werden, einen ehemaligen Flohzirkusbesitzer, einen verrückten Wissenschaftler und dessen größte Schöpfung: Krank, ein Android, der nicht träumen kann und deswegen schnell altert. Krank, ein Körper ohne Seele, lebt auf einer ehemaligen Bohrinsel mit seinem Gegenstück Irvin, einer Seele ohne Körper, und sechs Klonbrüdern sowie deren Mutter. Er schleicht sich in die Träume der entführten Kinder, um sein Altern aufzuhalten.
Download:
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Wie die anderen Teile der Dreier-DVD-Serie mit den Arbeiten preisgekrönter Clip-Regisseure (Spike Jonze und Michel Gondry vervollständigen das Trio), bietet auch The Work Of Director Chris Cunningham ein wahres Fest visuellen Einfallsreichtums, allerdings mit einem signifikanten Unterschied: Im Gegensatz zum eher verspielten Frohsinn von Jonze und Gondry will Cunningham die Zuschauer in seine Albträume einbeziehen.
Von den urbanen Monstrositäten in "Come To Daddy" von Aphex Twin bis zu der erschütternden Unheimlichkeit von Leftfields "Afrika Shox" betonen Cunninghams Musikvideos das Entstellte und Bizarre, sind aber gleichzeitig von einer fesselnden, andersartigen Schönheit, wie zum Beispiel bei den Wassereffekten in Portisheads "Only You", die Unterwasser-Bewegungen mit bedrohlichen Stadtlandschaften kombinieren. Einige von Cunninghams Schockeffekten sind erschreckend effektiv (seine "Flex"-Videoinstallation, hier mit Musik von Aphex Twin unterlegt, ist nicht weniger verstörend als die kranken Fantasien von Regisseur David Cronenberg), während andere geradezu reinigend oder, im Falle von Aphex Twins "Windowlicker", brüllend komisch sind.
Und während die schaurige Eleganz von Madonnas "Frozen" auf eine chaotische Produktion zurückgeführt werden kann, ist die charakteristischste Arbeit in dieser Kollektion ganz sicher Björks "All Is Full Of Love", eine meisterhaft einfache und gleichzeitig atemberaubende Vision von Intimität, kreiert mit Robotertechnik und kaum zu erkennenden Computereffekten. In diesen und anderen Clips entwirft Cunningham eine ganz eigene Ästhetik, und füllt jedes Video und jeden Werbespot mit einer dunklen, beizeiten dem Gothic-Stil nahen Sensibilität. Dass diese oft albtraumhaften Visionen gleichzeitig auch eine ansteckende, hypnotische Wirkung haben, zeugt von Cunninghams beeindruckender Originalität.
Tracks:
01 Second Bad Vibe (Videoclip) - Autechre
02 Come to Daddy (Videoclip) - Aphex Twin
03 Only You (Videoclip) - Portishead
04 Frozen (Videoclip) - Madonna 05 Afrika Shox (Videoclip) - Leftfield feat. Afrika Bambaataa
06 Come On My Selector (Videoclip) - Squarepusher
07 Windowlicker (Videoclip) - Aphex Twin
08 All Is Full Of Love (Videoclip) - Bjork
09 All Is Full Of Love (Making Of) - Bjork
10 Monkey Drummer (Video installation) - Aphex Twin
11 Flex (excerpt from video installation) - Aphex Twin
12 Mental Wealth (Sony Playstation commercial)
13 Photocopier (Never Seen Levis commercial)
14 Engine (Nissa commercial) - Boards of Canada
15 Windowlicker (Bleeped version)
FileInfos:
36*97MB + 1*85MB
Gesamtgröße:3,42 GB
# Format: Color, Compilation, Full Screen, NTSC
# Sprache: Englisch
# Region: Region 1 (U.S. and Canada only)
# Studio: Palm Pictures / Umvd
The Work Of Director Michel Gondry lädt den glücklichen Zuschauer in ein Wunderland kindlicher Vorstellungskraft ein. Bevor der in Versailles geborene Gondry sein kreatives Genie auf Kinofilme konzentrierte (angefangen mit dem unterschätzten Human Nature und der Jim-Carrey-Komödie Eternal Sunshine Of The Spotless Mind), kreierte er mit den hier zusammengestellten 27 Musikvideos, Geschichten und anderen Kleinigkeiten ein Erbe von höchster Cleverness, das problemlos eine kreative Verbindung von der filmischen Pionierarbeit Georges Méli?s' zu den wegweisenden Experimentalfilmen von Norman McLaren zieht.
Da passt es perfekt, dass die zugehörige, 75-minütige Dokumentation den Titel "I've Been 12 Forever" trägt, denn Gondry hat nie den Sinn für Wunder und Ideenreichtum verloren, den Kinder in einer kreativen Umgebung beweisen. Kein Wunder also, dass er am bekanntesten ist für seine schillernden gemeinsamen Arbeiten mit der isländischen Pop-Prinzessin Björk, welche in Musikvideos gipfelten, die das magische Potenzial des Mediums neu definierten (sieben davon sind auf dieser Disc enthalten). Jedes davon ist, auf seine eigene Art, ein Meisterwerk des Fantastischen.
Ebenfalls erwähnenswert und beeindruckend an Gondrys Werken ist ihre technische Weiterentwicklung, von der kruden Heimarbeit seiner frühesten Clips für die französische Band Oui Oui hin zu der technischen Zauberei von Kylie Minogues "Come Into My World", in dem der australische Popstar nahtlos multipliziert wird und in vierfacher Ausführung um eine belebte Kreuzung in Paris spaziert. Wie viele von Gondrys Arbeiten ist dieser Clip ein wahres Kunstwerk, bei dem man staunend mit der Frage "Wie haben sie das denn gemacht?" verweilt.
Von der urkomischen Traumwelt des beliebtesten Foo-Fighters-Videos "Everlong" bis hin zur detailversessenen Pixel-Arbeit in Gondrys Clips für die White Stripes (einer davon komplett aus animierten Lego-Steinen hergestellt) ist diese DVD voll mit Gondrys unermüdlichem Streben nach Perfektion: Er tut, was auch immer nötig ist, ganz egal wie einfach oder komplex, um die perfekte Harmonie zwischen Song, Künstler und visuellem Konzept zu erreichen. Dafür nutzt er einen scheinbar unerschöpflichen Quell an Inspiration, der auch in dem herrlichen, 52-seitigen Booklet voller Geschichten, Zeichnungen, Fotos und Interviews zu Tage tritt. In der Tat eine Chronik des ewigen Sonnenscheins in einem brillanten Geist.
Tracks:
01 Hardest Button To Button (Videoclip) - White Stripes
02 Come Into My World (Videoclip) - Kylie Minogue
03 Dead Leaves & The Dirty Ground (Videoclip) - White Stripes
04 Fell In Love With A Girl (Videoclip) - White Stripes
05 Star Guitar (Videoclip) Chemical Brothers
06 Let Forever Be (Videoclip - Chemical Brothers
07 Bacheloretta (Videoclip) - Bjork
08 Deadweight (Videoclip) - Beck
09 Joga (Videoclip) - Bjork
10 Everlong (Videoclip) - Foo Fighters
11 Around The World (Videoclip) - Daft Punk
12 Sugar Water (Videoclip) - Cibo Mato
13 Hyperballad (Videoclip) - Bjork
14 Drumb and Drumber (La Lettre - a short film) - Jim Carey
15 Like A Rolling Stone - The Rolling Stones
16 Isobel - Bjork
17 Protection - Massive Attack
18 Army Of Me - Bjork
19 Lucas With The Lid Off - Lucas
20 Human Behaviour - Bjork
21 La Tour De Pise - Jean Francois Cohen
22 Le Mia - I Am
23 Snowbound - Donald Fagan
24 Ma Maison - Oui Oui
25 Un Joyeux Noel - Oui Oui
26 Les Cailloux - Oui Oui
27 Junior et sa voix d or - Oui Oui
28 Bolida - Oui Oui
29 La Ville - Oui Oui
30 Drugstore (Levis TV/Kinospot)
31 Smarienberg (Schmirnoff TV/Kinospot)
32 Resignation (Polaroid TV/Kinospot)
FileInfos:
41*97MB + 1*10MB
Gesamtgröße:3,81 GB
# Format: Color, Compilation, Full Screen, NTSC
# Sprache: Englisch
# Region: Region 1 (U.S. and Canada only)
# Studio: Palm Pictures / Umvd
Wenn man in The Work Of Director Spike Jonze eintaucht, landet man in einer Welt, in der alles passieren kann, und das dann auch häufig geschieht. Wie angesichts seiner innovativen Kinofilme Being John Malkovich und Adaption nicht anders zu erwarten, erweist sich Spike Jonze auch in dieser hervorragenden Zusammenstellung aus Musikvideos, Dokumentationen, Interviews und frühen Raritäten als absoluter Ausnahme-Regisseur, als ein Filmemacher mit Unmengen frischer Ideen und neuen Wege, um sie auf Zelluloid zu bannen.
Auch wenn Sammler es bedauern werden, dass von Jonzes über 40 Musikvideos lediglich 16 hier enthalten sind: Bei dieser grandiosen Auswahl handelt es sich um die Cr?me de la Cr?me aus Jonzes Gesamtwerk, und bezüglich schieren Einfallsreichtums wird es nicht mehr besser als hier. Jonzes Vorliebe für kreatives Straßentheater wird überdeutlich von der Fernseh-Cop-Parodie "Sabotage" der Beastie Boys über die erstaunlich disziplinierte Rückwärts-Filmtechnik in Pharcydes "Drop" bis hin zur traurig-schönen Stimmung von Fatlips introspektivem "What's Up Fatlip?" und dem überschäumenden Pop-Jazz-Temperament von Björks "It's Oh so Quiet".
Auch technische Kabinettstückchen gehören zu Jonzes Markenzeichen, vor allem bei der ausgetüftelten Hommage an die amerikanische TV-Serie Happy Days im Video zu Weezers "Buddy Holly" und den eleganten, schwerelosen Tanzeinlagen von Schauspieler Christopher Walken im Fatboy-Slim-Clip "Weapon Of Choice". Kein Zweifel: Jedes dieser Videos ist bereits für sich allein ein auszeichnungswürdiger Beweis für Jonzes Fähigkeit, harte Arbeit mit lebenslustiger Spontaneität zu verquicken.
Begleitet von einem informativen, 52-seitigen Booklet, untersucht diese doppelseitige DVD (Teil einer Dreier-Serie, zu der auch die ähnlich beeindruckenden Arbeiten von Michel Gondry, The Work Of Director Michel Gondry, und Chris Cunningham, The Work of Director Chris Cunningham gehören) auch die künstlerische Entwicklung von Spike Jonze, mit einer unterhaltsamen Selektion von Video-Raritäten und drei halbstündigen Dokumentationen, von denen die beste ein enthüllendes und sehr lustiges Interview mit dem Rapper Fatlip nach seinem Rauswurf aus der Gruppe Pharcyde ist. Die Begleitkommentare zu den Musikvideos sind allesamt lohnenswert und unterstreichen Jonzes eigenen Glauben, dass seine besten Videos für Interpreten entstanden, deren Arbeit er selbst wirklich genießt. Ein Glück für uns, dass sein Vergnügen so ansteckend ist. -?Jeff Shannon
Tracks:
01 California - Wax
02 Sure Shot - Beastie Boys
03 Drop - The Pharcyde
04 Cannonball - The Breeders
05 Sabotage - Beastie Boys
06 Da Funk - Daft Punk
07 Whats Up Fatlip - Fatlip
08 Undone - Weezer
09 Praise You - Fatboy Slim
10 Feel the Pain - Dinosaur Jr.
11 If I Only Had A Brain - MC 900ft Jesus
12 Sky is The Limit - Notorious B.I.G.
13 Weapon Of Choice - Fatboy Slim
14 Buddy Holly - Weezer
15 Elektrobank - Chemical Brothers
16 Its Oh So Quiet - Björk
17 Kommentare und Infos
18 How They Get There (Short film with Mark Gonzales)
19 Mark Paints (Short film with Mark Gonzales)
20 The Oasis Video That Never Happened
21 The Woods (Short film from Mouse, a Girl Skateboard video)
22 Rockafella Skank (Richard Koufeys audition tape for Fatboy Slim)
23 Whats Up Fatlip (Documentary)
24 Amarillo By Morning (Documentary)
25 Torrance Rises (Documentary)
FileInfos:
# Format: Color, Compilation, Full Screen, NTSC
# Sprache: Englisch
# Region: Region 1 (U.S. and Canada only)
# Studio: Palm Pictures / Umvd
Real fiction
Originaltitel: Shilje sanghwang
Herstellungsland: Südkorea
Erscheinungsjahr: 2000
Regie: Kim Ki-duk
Sprachen:Koreanisch AC3 5.1 / Chinesisch MP3
Untertitel: englisch
Inhalt:
Das Ich, ein ehemaliger Marineoffizier, malt Portraits auf der Straße. Eines Tages nähert sich ihm ein Mädchen, sieht sich seine Bilder an und macht ihm Komplimente. Dann lockt sie ihn in einen Hinterhalt mit den Worten, ihm etwas Gutes zeigen zu wollen. Dort wartet jedoch zu seiner Verwunderung ein abscheulicher Mann auf ihn, der ihn zur Vergeltung ermuntert, und zwar auf Menschen, die ihm das Leben zur Qual machten: seine hübsche Ex-Freundin, die ihm untreu war; sein ehemaliger Freund, der ihm wie eine hinterlistige Schlange seine Freundin ausgespannt hat; sein Vorgesetzter bei der Marine-Infanterie, der ihn wie ein lebloses Stück Fleisch behandelt hat;? Als dem Ich diese Erinnerungen wieder hoch kommen, kann er seine Wut nicht mehr zurückhalten und beginnt bei jedem Einzelnen sich zu rächen. Doch, urplötzlich wacht er aus seinem Traum des Feldzuges auf und erkennt sogleich, dass er sich noch immer in seinem alltäglichen Leben befindet.
Nach einigen Jahren treten Amelia und Pippo wieder zusammen als Fred Astaire und Ginger Rogers. Dies ist für sie nicht nur eine Reise in die Vergangenheit, sondern auch eine Satire auf das banale und voyeuristische Fernsehen der Gegenwart... OFDB
Review
Ihre große Stunde schlug in den späten 40er-Jahren. Amelia Bonetti und Pippo Botticella glänzten auf den Varietee-Bühnen mit der Imitation einer Stepptanz-Nummer von Ginger Rogers und Fred Astaire. Doch seit die beiden das letzte Mal unter dem Namen "Ginger und Fred" auftraten, sind mehr als 30 Jahre vergangen. Pippo ist inzwischen Vertreter und Amelia Großmutter und Besitzerin eines kleinen Ladens.
Im Rahmen einer nostalgischen weihnachtlichen Unterhaltungssendung erinnert sich das Fernsehen an die beiden und lädt sie ein. Zu den weiteren Gästen dieser Show zählen die Doppelgänger von Franz Kafka und Marcel Proust sowie weitere skurrile Gestalten wie der Erfinder eines essbaren Damenslips, eine Kuh mit 20 Eutern und eine Frau, die unter Tränen berichtet, wie sie freiwillig einen Monat lang auf das Fernsehen verzichtete.
Als sie sich für ihre alte Tanznummer vorbereiten, erfährt Amelia von einem Bühnenhelfer, einem Bekannten aus alten Zeiten, dass Pippo ihre Trennung seinerzeit nicht verschmerzte und einige Zeit in der "Klapsmühle" verbringen musste. Unmittelbar vor ihrem großen Auftritt taucht ein Stromausfall das Studio in Stille und Finsternis. Zusammengekauert auf dem Boden, nutzen die beiden die unerwartete Ruhe inmitten des Trubels für ein warmherziges Gespräch. Als das Licht wieder angeht, ist es Zeit für ihren ganz großen Auftritt...
Federico Fellinis spätes Meisterwerk "Ginger und Fred" ist eine kompromisslose und zugleich augenzwinkernde Abrechnung mit dem Fernsehen, dessen seelenlos-sterile Oberfläche einem farbenprächtigen, skurrilen Mikrokosmos hinter der Bühne korrespondiert, der mit typisch "fellinesken" Figuren und Gesichtern voller Spontaneität, Witz und Menschlichkeit bevölkert ist. Giulietta Masina und Marcello Mastroianni begeistern durch ihre großartige schauspielerische Leistung.
Video Info
Ginger und Fred [Ginger e Fred] Federico Fellini, 1986 - deutsch & italienisch - DivX5.avi
Dateigröße : 1.43 GiB
Format : Audio Video Interleave
Gesamte Bitrate : 1679 Kbps
Spielzeit : 2h 1min
Verwendetes Programm : VirtualDubMod 1.5.4.1 (build 2178/release)
verwendete Encoder-B : VirtualDubMod build 2178/release
Father and Daughter ist ein achtminütiger Zeichentrickfilm aus dem Jahr 2000. Regie bei dem preisgekrönten Kurzfilm, der gänzlich ohne Dialoge auskommt, führte Michael Dudok de Wit, der auch das Drehbuch und die Animationen gestaltete. CinéTé Filmproductie BV und Cloudrunner Ltd. produzierten den Film.
Video Infos:
Gute Qualität. Gepackt in eine Datei mit ca. 80 MB.
Mehr Infos gibts nicht
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allemeineentchen
Mehr von Dudok de Wit?
Habe noch irgendwo zwei Kurzfilme von ihm rumkugeln. Ebenfalls sehr gut. Besteht Interesse?
Flickering Lights - von Anders Thomas Jensen (2000) - deutsch - DivX 5.1
Inhalt & Review
InhaltFür Torkild (S?ren Pilmark) läuft alles schief: Zusammen mit seinen Jugendfreunden, dem Kokser Peter (Ulrik Thomsen), dem schießwütigen Arne (Mads Mikkelsen) und dem essenfixierten Stefan (Nikolaj Lie Kaas) hat sich Torkild jahrelang aufrichtig durchs Leben geschmuggelt, gestohlen und gehehlt, ohne wirklich die Höhen des Lebens zu erklimmen. Im Gegenteil: Es sieht schlecht aus für ihn. Die "Bande" erledigt ihre Arbeit in einer Art, die jeden ordentlichen Kriminellen in die Depression treibt. Sie agiert nur noch als "Dienstleister" für andere Gangsterbanden, denen Torkild Geld schuldet. Und ausgerechnet an seinem vierzigsten Geburtstag verlässt ihn seine Freundin Therese. Sie hat es satt, immer wieder darauf zu warten, dass ihr Freund endlich sein Leben ändert. An diesem Tag beschließt Torkild, dass Schluss sein soll mit Waffen, Verbrechen und ewiger Flucht. Ein allerletzter Auftrag soll seine Verbrecherkarriere endgültig beenden und ihn gleichzeitig schuldenfrei machen. Denn Torkild, der Mann aus dem Norden, träumt noch immer vom großen Coup - und seine "Bande" von einem ganz anderen Leben - im warmen Süden, in Barcelona.
Er und seine "Jungs" kriegen tatsächlich noch ihre Chance. Der "Mann von Farö" (Peter Andersson), ein berüchtigter "Pate", gibt ihnen den Auftrag, einen Geldkoffer zu stehlen - und gegen entsprechende Provision bei ihm abzuliefern. Der Überfall gelingt zwar, aber es kommt auch zu einigen ungeplanten Toten. Aber als sie berauscht vom Erfolg ihres Coups feststellen, dass sie plötzlich mit 4 Millionen Kronen in den Händen dastehen, entschließt sich Torkild, zusammen mit seinen Freunden und dem Geld zu flüchten - dorthin, wo es warm ist, in den Süden, nach Barcelona...
Es ist eine Flucht vor allem - vor der Polizei, vor rivalisierenden Banden und vor den Freundinnen, eine Flucht vor einem Dasein, dem sie sowieso nie entkommen wären.
Nach wenigen Kilometern fängt ihr gestohlener Ford Transit Jahrgang '71 mit dem schwerverletzten Peter auf dem Rücksitz Feuer. Mitten im Wald, nahe der Grenze zu Deutschland sieht es noch düsterer aus für die Freunde, die gemeinsam die Welt erobern wollten. Und genau dort entdecken sie ein altes Gasthaus, das schon vor Jahren aufgegeben wurde. Ein ideales Versteck. Zur Tarnung gegenüber neugierigen Nachbarn beginnen sie mit der Renovierung der ehemals gut besuchten Einkehr - und der Waldgasthof wandelt sich mehr und mehr zum Platz, an dem sie ihre Utopie zu leben versuchen.
Dass das Realitätsprinzip in Form des "Mannes von Farö" irgendwann in diesem ganz besonderen Restaurant Einzug hält ist ebenso klar, wie das endgültige Urteil, dass in diesem Fall eine Gourmetkritikerin über das Dienstleistungskollektiv fällt.
Review
Ein wunderbarer Film über den Selbstfindungsprozess und, wenn man so will, die "Resozialisierung" einiger skandinavischer Gangster. Voller Melancholie erzählt die lackonische, schwarzhumorige Gangsterballade von Torkild und seinen Freunden, wie sie nach Torkilds 40. Geburtstag beschließen, das Verbrecherleben sein zu lassen und mit einem Koffer voll Geld wegzufahren. Eigentlich wollen sie ja nach Barcelona, aber ihr Gefährt geht bereits in Jütland kaputt und sie landen in einer alten Bruchbude. Geplagt vom nervigen Leben eines Verbrechers, nach Ruhe und Ausgeglichenheit suchend, findet Torkil in dem verlassenen Waldstück mit Strand seinen Traum und beschließt, in der Bruchbude mit dem Geld ein Restaurant aufzumachen, was seine Freunde und diverse Begegnungen unterschiedlich aufnehmen (und es gibt da ja noch offene Rechnungen...).
Der Film ist wirklich schwer einzuordnen, er bewegt sich irgendwo zwischen schwarzer Komödie, Drama und Roadmovie, durchmischt recht krude Gewaltsequenzen mit unterdrückten Gefühlen, Sehnsüchten und mit dem typisch nordisch-herbem Sarkasmus. Trotzdem wird "Flickering Lights" dabei nie wirklich brutal, wie es bei "In China essen sie Hunde" manchmal durchkommt (deswegen hier ab 16 und nicht ab 18). Die Szenen am Meer und die teils nachdenkliche Stimmung, sowie die Altgaunerthematik erinnern sogar desöfteren an Kitanos Werke und deren Stimmung, nur dass hier noch ein sehr grotesker Humor dazukommt, und die Charaktere in andere Richtungen gestaltet sind. Alle haben so ihre Kindheitstraumen, immer ins Surreale hin übertrieben inszeniert, und ihre Macken, mit denen sie nie wirklich zurecht gekommen sind. Die vier Freunde haben nie wirklich was aus ihrem Leben machen können, und erkennen in der verlassenen Gegend die andere Seite, die Ausgeglichenheit, jeder auf seine Weise. Torkild, von Frauen enttäuscht seit seiner letzten Beziehung, findet zurück zum Frohsinn und zur Toleranz. Stephan merkt, dass seine "familiengeile", naive Freundin Hanne nicht seine Freundschaft zu den anderen ersetzen kann. Arne lernt nach vielen Aggressionsanfällen endlich Freundschaft und Ruhe kennen. Und der vierte im Bunde kommt von seiner Drogensucht los und findet seinen Frieden mit Bierlöchern.
Die emotionale Reise der vier ist spannend, skurril, manchmal traurig und einfach nur schön anzusehen. Die Nebengeschichten um den besoffenen Arzt und den etwas bekloppten Jäger mit seinem Provinzdenken würzen den Film mit einigen wirklich grotesken Aktionen (wie z.B. die toten Kühe und die Bierlöcher) und den kleinen philosophischen Weisheiten. Außerdem kommt noch ein wenig Action dazu, da wie gesagt noch Rechnungen offen sind mit früheren Kollegen.
Insgesamt also wirklich ein anderer Gangsterfilm, noch um einiges origineller, ausgefallener als der Kulthit "In China essen sie Hunde". Man könnte "Flickering Lights" irgendwie als "gefühlvollen Männerfilm" umschreiben. Auch wenn das blöd oder diskriminierend klingen mag, wer ihn gesehen hat, weiß vielleicht was ich meine. 10/10 http://www.ofdb.de/view.php?page=rev...2837&rid=52230
Video Infos
avi in 2 Parts gesplittet (ca. 1.5 GB)
Länge: 107 min
Codec : DivX 5
Family : MPEG-4
Breite : 720
Höhe : 384
Bildseitenverhältnis : 16/9
Bildwiederholungsrat : 25 FPS
Der New Yorker Polizist Dewey Wilson hat einen mysteriösen Fall zu lösen - ein bekannter Immobilienspekulant und seine Frau werden bestialisch ermordet aufgefunden. Die Leichen weisen Bissspuren von Raubtieren auf und die Gehirne der Opfer fehlen. Zunächst vermutet man einen Racheakt an dem skrupellosen Immobilienhai, der für ein groß angelegtes Sanierungsprojekt das Slummviertel Bronx systematisch verkommen und zerstören lässt. In den verlassenen Häusern und mit Trümmern übersäten Strassenschluchten hausen nur noch Obdachlose, unter denen der oder die Täter vermutet werden. Als aber einer der Obdachlosen ebenfalls ausgeweidet aufgefunden wird, müssen die Ermittlungen in eine andere Richtung gehen. Wilson verbringt mit einem Techniker-Kollegen eine Nacht in den Abrisshäusern, ausgerüstet mit Richtmikrofon und Nachtsichtgeräten. Die Auswertung der Tonaufnahmen mit Hilfe des Biologen Ferguson bringt Wilson auf eine Spur - es müssen sich Wölfe in der South-Bronx herumtreiben. Wilson lernt von Ferguson einiges über Wölfe, u.a. dass die Raubtiere neben dem für Menschen sichtbaren Farbspektrum auch ultraviolettes und infrarotes Licht wahrnehmen können und sie damit nachts zu perfekten Killern macht. Doch die Wölfe in New York sind nicht etwa verwilderte Hunde, sondern die Inkarnation indianischer Geister, die in ihren ehemaligen Jagdgründen unterwegs sind und diese verteidigen...
Kommentar:
Das Regiedebüt des früheren Cutters Michael Wadleigh steht eigentlich nicht in der Tradition herkömmlicher Tierhorror-Filme. Obwohl einige recht blutige Momente zu verzeichnen sind, überwiegen der sozialkritische Hintergrund und die mystischen, in der Indianerkultur angesiedelten Elemente der Geschichte und verleihen WOLFEN einen recht ernsten Charakter. Die Besetzung ist allen voran mit Albert Finney als nahezu optimal zu bezeichnen und ein Hauptmerkmal für die Authentizität des Films. In der Rolle des jungen Indianers sehen wir Edward James Olmos, der sich später anschickte mit MIAMI VICE als Lieutenant Martin Castillo weltweit bekannt zu werden. Ein weiterer maßgeblicher Faktor für die authentischen Bilder sind die tollen Locations in den ausgebrannten Häuserblöcken der Bronx, die WOLFEN zu einer Art Zeitdokument der frühen 80er Jahre machen. Überhaupt ist es die Optik, die in WOLFEN zu beeindrucken weiss - die farbverfälschten Bilder, die die subjetive Sicht der Wölfe zeigen soll und die große Ähnlichkeit mit Negativ- oder Wärmekamerabildern haben sorgen für reichlich befremdliche Gefühle. Auch die Spannung kommt hier nicht zu kurz. WOLFEN als Konglomerat aus Horror- Fantasy- und Krimiversatzstücken sprengt auch heute noch Sehgewohnheiten und ist rundherum zu empfehlen.
Download
Wie ihr die Links bekommt, steht im Startposting unter "Premiumlinks".
Lucky People Center International (Johan Söderberg, 1998) DVDRip - AC3-2CH - Orginalfassung mit German fixed Subs - XviD
Info & Review
Inhalt
Ein tibetanischer Mönch, ein US-Rapper, ein Weiser vom Stamm der Navajo, eine Voodoo-Priesterin und ein mittlerweile im Gruppenselbstmord erlöster Sektenführer leben in einer Welt Anfang des neuen Jahrhunderts, in einer Welt, die Veränderungen unterworfen ist. Ihre Kernaussage: Alles ist Musik, der Mensch muß singen und tanzen.
Yoga, Trance und sexuelle Ekstase – LUCKY PEOPLE CENTER INTERNATIONAL sampelt die weltweite Suche nach Sinn und Erlösung.
Hier wird der Zeitgeist einer Technogeneration vermittelt, die der Ohnmacht nicht mehr politischen Widerstand, sondern Ekstase, Spiritualität, Oeko-Bewusstsein und Glaubensfreiheit entgegenstellt, eine Generation, die mindestens ansatzweise für ein tolerantes Nebeneinander plädiert und die Wahl des seligmachenden Pfades – ob dieser nun Buddhismus, Schamanismus, Christentum, Luzifer, Annie Sprinkle, Shiva oder Apokalypse heisst – den Einzelnen überlässt.
Kritik am moralischen Kollaps der Autoritäten und der daraus resultierenden Zerstörung fliesst assoziativ und suggestiv in diese Collage ein.
Wie auf einem fliegenden Teppich führt der Film in bester Videoclip-Aesthetik um die Welt, angetrieben durch den hypnotischen Soundtrack und eine meisterhafte Montage.
Lucky People Center (LPC) war in den späten achtziger Jahren ein illegaler Techno-Club in Göteborg (Südschweden), den Johan Söderberg und Jean-Louis Huhta zusammen gründeten.
Aus dem gemeinsamen Interesse an progressiver Tanzmusik entstand später ein Studio für Musikaufnahmen und ein Film/Video-Team. Die Initiatoren entwickelten als Live-Performance-Gruppe gemeinsame Musikprojekte. Diese Multimedia-Projekte wurden u.a. an der documenta in Kassel, im Centre Georges Pompidou in Paris oder in The Kitchen in New York gezeigt.
LPC produzierte bisher 3 Alben, ausserdem Remixes für andere Künstler und Radioprogramme, dazu zwei Fernsehfilme und nun LUCKY PEOPLE CENTER INTERNATIONAL, ihren ersten Kinofilm.
Review
Achtzig Minuten International People
"Lucky People Center" hieß einmal ein kleiner illegaler Techno-Schuppen in Göteborg, heißt heute eine schwedische Künstlergruppe und heißt in diesem Film der ganze Globus. Das Werk von Erik Pauser und Johan Söderberg, irgendwo zwischen Dokumentarfilm und Musikvideo angesiedelt, bemüht sich um das universalste Thema der Welt: die Welt selbst. Es singt das alte Lied vom verlorenen Einklang mit der Natur und diversen spirituellen Versuchen, sie wiederzufinden. Die Botschaft lautet: Wir sitzen alle im selben Planetenboot.
Die erste Einstellung zoomt aus dem All auf den Schauplatz Erde und läßt ein wahres Bildgewitter folgen: der komplette Film in wenigen Sekunden Hyperzeitraffer. Dann erst: das ganze nochmal, in zumindest teilweise etwas meditativerem Tempo - "Reise um die Welt in 80 Minuten". Ein Mix aus flimmerndem Found Footage und von den beiden Regisseuren an exotischen Locations selbstaufgenommenem Material, letzteres sind neben kunsthandwerklich schönen Landschaftsaufnahmen vor allem kleine Porträtstudien von quer über den Globus verstreuten Freaks und Gurus. Annie Sprinkle berichtet als eine der wenigen westlichen Vertreter über orgasmische Atemtechniken und demonstriert sie natürlich auch gleich; ansonsten bevorzugt die Kamera aus naheliegenden Gründen indische Yoghi, Maori-Kampftänzer und im Dschungel lebende Aussteiger als Vermittler der "Lucky People"-Philosophie.
Völlig neu sind derlei Features über den Zustand der Menschheit nicht, für die man fast schon eine Genrebezeichnung erfinden könnte (z.B. "Öko-Soap"?). Der Urfilm in dieser Hinsicht ist sicher "Koyannisqatsi" von Godfrey Reggio, dem die Fortsetzung "Powaqatsi" und der späte Ableger "Baraka" von Reggios Kameramann Ron Fricke folgten. Dabei wich scharfe Zivilisationskritik immer mehr rein dekorativen Geo-Reportagen.
"Lucky People Center International" nun stammt zwar aus dem depressiven Skandinavien (bei der Produktion kooperierte Lars von Triers Firma "Zentropa"), unterscheidet sich aber von seinen frühen Vorläufern (oder auch zuletzt Michael Glawoggers Weltstadttour "Megacities") wesentlich durch den entschiedenen Optimismus und die Leichtigkeit seiner "Global-Bilanz am Ende des Jahrtausends".
Formal neu ist die Integration des gesprochenen Wortes, die ihn aber zum einen die suggestive visuelle und rein musikalische Kraft wie z.B. des stummen "Koyannisqatsi" kostet, zum anderen inhaltlich nicht allzu viel voranbringt. Die Texte sind zwar extrem musikalisiert durch Sampling und Wiederholung einzelner Wort- und Satzfetzen, was ihre Bedeutung und Eingängigkeit unterstreichen soll, sie allerdings gelegentlich eher zu leeren Hülsen für Standardlebensweisheiten degradiert.
Der eigentliche Inhalt ist der Rhythmus selbst: Eine Prise Tierfilm hat schon zu Anfang klargemacht, daß der Mensch nicht viel mehr ist als ein Affe - ein tanzender Affe. Aufwendige Montage, schlichte Erkenntnis. Aber jenseits aller abgeklärten Polemik: "Lucky People Center International" ist ein Film, dessen spezifischer innerer Pulsschlag zwar am einen Betrachter vorbeiplätschern, den, der sich mit Kopf und Bauch dafür öffnet, jedoch ins Mark treffen mag.
Häxan ist ein aufregender Film, von charmanter inszenatorischer Eleganz und voller bezaubernder Schönheit. Ein kleines Fest zudem für Freunde gruseligen Filmhandwerks, für jene exploitativer und spekulativer Ware obendrein, denn diese finden in Häxan eine Art "Ur-Film" der Hexenjäger- und Nunsploitationfilme. Hier, an diesem Punkt, trifft sich Schmuddel-, Sensations- und Kunstkino. Man könnte auch sagen: Von hier gehen die Richtungen aus. Waren sie je getrennt?
Der Habitus entspricht dem Lehrfilm. Anschaulich wird eine Kulturgeschichte des Hexentopos gezeichnet (und natürlich vor allem: der Hexenverfolgung). Man blickt in Fuchs' Sittengeschichte (eine reiche, schöne Sammlung größtensteils trivialer Illustrationen aus allen Epochen mitteleuropäischer Geschichte, zu der, dies sollte nicht unerwähnt bleiben, auch zum Zeitpunkt ihres Erscheinens nicht nur für historische Zwecke gegriffen wurde...), zeigt mannigfaltige Illustrationen, entwirft Schaubilder und Modelle. Was im Bild wichtig ist, zeigt der Stock des körperlos bleibenden Lehrers an. Und dann gibt es gestellte Inseln im Film, kleine und größere Dramen, die, vor wunderschönen Kulissen drappiert, verdeutlichen sollen, wie es dereinst gewesen ist, als Frauen um ihr Leben fürchten mussten.
Natürlich geht es dabei (auch) um Sensationalismus. Die Folterwerkzeuge werden oft schon mit dem zärtlich-wehmütigen Blick eines praktizierenden Sadisten (Masochisten?) in ihrer physischen Beschaffenheit und in direkter Anwendung ausgestellt (natürlich blendet man ab, bevor das Blut spritzt, die Knochen brechen). Das lüsterne Treiben des eindrucksvollen Satans wird lange für den Film ausgeweidet. Alle satanischen Rituale, alles, was die Hexen treiben, wenn der Blick der Moralität sie aus den Augen verloren hat, werden in voller Länge und länger ausgespielt. Hie und da blitzt eine nackte Brust auf, mancher entblößter Hintern wird vom Schatten nicht ganz so verdunkelt, wie es in sittsameren Filmen der Fall wäre. Natürlich hat dies System: Bei aller guter Intention steht Häxan zum beträchtlichen Teil auch in der Tradition von Jahrmarkt und Rummelplatz.
Das ist nun natürlich gar nichts Schlechtes. Schon gar nicht, wenn der Budenzauber, wie in diesem Falle, in ein Fest der Filmgestaltung mündet. Atemberaubend ist, mit welcher Präzision, mit welcher Verve hier in der Tat wohl jedes zur Verfügung stehende, filmische Mittel effizient eingesetzt wird. Der Schnitt, bewusst eingesetzte Doppelbeleuchtungen, überhaupt die wunderbare Ausleuchtung bis auf den Millimeter genau, die grandiose Maskenarbeit, die noch bis ins Detail liebevoll gestaltete Sets, undsoweiterundsofort ergeben im Konzert reinsten Zucker für cinephile Sinne. Und Eunice Martins unterstützte das bunte, nicht immer frohe, aber wunderschön anzusehende Treiben wie schon bei Broken Blossoms kongenial am Klavier.
Zum Ende hin mündet der Film in eine Szientifizierung des Hexentopos. Reinster Modernitätsglaube, zu jener Zeit noch ungebrochen. Entsprechend wehmütig sieht sich das an, wenn als letztes Bild eine selbstbewusst lachende, junge Frau einen Doppeldecker besteigt und in den Himmel davonfliegt. Ohne Hexenstiel, ohne Repressalien fürchten zu müssen. Das Mittelalter liegt hinter uns, sagt dieses letzte Bild, wir fliegen davon, die moderne Technik, die Aufklärung machts möglich. Eine Zuversicht, die Auschwitz und Treblinka allenfalls achselzuckend als kleinere, polnische Ortschaften bezeichnen würde. Eine verloren gegangene Unschuld, zu schnell in den Himmel geflogen vielleicht. OFDb imdb Wikipedia
Video Infos
Untertitel: Englisch
Dateigröße: 1080 MiB (Aufgesplittet in 2 Teile)
Format: CD Mode 2 / MPEG-1 PS
Gesamte Bitrate: 1411 Kbps
Spielzeit: 104min
Regie: Werner Herzog
Drehbuch: Herbert Achternbusch, Werner Herzog
Kamera: Jörg Schmidt-Reitwein
Produktion: Werner Herzog
Produktionsjahr: 1976
Laufzeit: 90 Minuten
Bildformat: 1.66:1 (16:9 anamorph)
Besetzung:
Josef Bierbichler - Hias - Stefan Güttler - Hüttenbesitzer - Clemens Scheitz - Adalbert
Sonja Skiba - Ludmilla - Wolf Albrecht - Thomas Binkley
Videoinfo:
Selbst in Werner Herzogs bereits sehr umfassendem Schaffensarchiv stellt dieser Film etwas sehr Besonderes dar. Wer hier einen konventionellen Hollywoodfilm erwartet, dem sei gesagt, daß aus Herzogs Regiearbeiten krude Meisterwerke wie "Die große Ekstase des Bildschnitzers Steiner" oder auch "Auch Zwerge haben klein angefangen" entstanden sind. "Herz aus Glas" lässt sich nicht oder nur schwerlich in Kategorien fassen. Selbst Herzog bekennt im Audiokommentar, daß der Film noch jetzt ganz sonderbar auf ihn wirke und schwer zugänglich sei. Letzten Endes sehe ich in ihm eine Mischung aus Herzog-typischen Dokumentarfilmelementen, Anklängen des Heimatfilms und
bedeutungsschwangerer Dramatik. Es hätte auch keinen Sinn, diesen Film in irgendein Genre (ausgenommen dem Autorenfilm) zu pressen. Herzog gefällt sich darin, "Filme machen" als eine Art cineastischen Symbolismus zu betreiben. Alles ist vor allem auf der Ebene von Bildern und Symbolen aussagekräftig. Das macht gerade diesen Film aus ästhetischer Sicht so interessant.
Da Herzogs Filme selten über die dargebotene Dramatik den Zuschauer fesseln, ist der Inhalt des Filmes schnell zusammengefasst: In einem niederbayerischen Dorf des 19. Jahrhunderts, das durch die ortsansässige Glashütte zu einigem Wohlstand gelangte, bricht über Nacht das Unglück herein. Der wichtigste Vorarbeiter der Hütte stirbt, ohne das Geheimnis des "Rubin-Glases" zu
hinterlassen. Ohne das Rubin-Glas ist die Glashütte nur ein Handwerksbetrieb von vielen und verliert seine überragende Bedeutung. Um das verlorene Wissen zurückzuerlangen, bestellt der Hüttenbesitzer den einsiedlerisch lebenden Hellseher Hias zu sich, "auf daß er ihm den Rubin zurückbringe". Doch Hias sieht nur Apokalypsen und Katastrophen, die die kriegerischen
Auseinandersetzungen des kommenden Jahrhunderts heraufbeschwören ...
Um eine entrückte Atmosphäre zu schaffen, spielen alle Schauspieler bis auf Josef Bierbichler und die Glasbläser (die tatsächlich als solche in der gefilmten Hütte Aisch im Bayerischen Wald tätig waren) unter Hypnose. Dies merkt man den Darstellungen nur allzu deutlich an. Die Langsamkeit ist in diesem Film wiedererfunden worden!
Die musikalische Begleitung durch die Ethnogruppe Popol Vuh und das Studio der frühen Musik sind herausragend. Zusätzlich zu den Bildern erschaffen die Klangwelten eine hypnotisierende Atmosphäre. Als besonders gelungen ist auch die Kamerarbeit von Schmidt-Reitwein zu bewerten, der dem Film durch seine intelligente Bildkomposition und Ausleuchtung seinen ganz eigenen
Stempel aufdrückt.
Diese DVD darf man guten Gewissens als Gesamtkunstwerk bezeichnen. Die Musik von MCMXC A.D., die es versteht, die Sinne unter Umgehung des Verstandes direkt und mächtig anzusprechen wird durch die surrealistischen Bilder der DVD vollkommen adäquat ergänzt und bereichert. Die Wirkung kann, wenn man in der entsprechenden Stimmung und aufnahmebereit ist, ungeheuerlich sein.
Ein Beispiel von vielen: Ein Mönch, in der Kulisse einer absurd zerstörten Kirchenruine, fliegt durch die Luft, löst sich auf, und sein Gewand fliegt weiter - zu den ägyptischen Pyramiden... .
Der Philosoph Friedrich Nietzsche hat einmal die Wirkung der Musik Wagners mit der Wirkung von viel Alkohol (Tristan) bzw. von Rauschgift (Parsifal) verglichen. Ein ähnlicher Vergleich wäre hier nicht unangebracht. Und wie bei Wagner wird auch von Michel Cretu ein Mix aus Sinnlichkeit und Sexualität und Mystik und Surrealismus angerichtet, ein Cocktail, der schon von vielen genossen worden ist , wie die Verkaufszahlen der CD beweisen.
Screens:
Download:
Wie ihr die Links bekommt erfahrt ihr im ersten Beitrag!
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RSDF-File:
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Braque folgte seinem Sinn für Ordnung, Modigliani malte mit seiner Sinnlichkeit, Mirós Unterbewusstsein führte ihm den Pinsel. Nur Chagall malte ausdrücklich mit seinem Herzen: Im Zeitalter der Vernunft setzte er leidenschaftlich auf Phantasie und Emotionen. Aus dem Ghetto einer russischen Provinzstadt nach Paris gekommen, blieb Chagall seiner Herkunft treu: In der Konfrontation mit Kubismus, Expressionismus und Surrealismus entwickelte er seinen individuellen Stil, blieb seinen Themen über viele Jahre verbunden, dem russischen Dor?eben, den Liebenden in surrealistischen Landschaften, biblischen Episoden. Kim Evans zeigt in ihrer Dokumentation den großen Maler und Menschen. Sie drehte diesen Film kurz vor Chagalls Tod. Er ist zum letzten Zeugnis dieses großen Künstlers geworden.
DVD-Rip
Land und Jahr: USA 1992
Regie: Robert Zemeckis
Drehbuch: Martin Donovan
David Koepp
Kamera: Dean Cundy
Schnitt: Arthur Schmidt
Effekte: Tom Woodruff jr. (Body Effects)
Alec Gillis (Body Effects)
Ken Ralston (Industrial Light & Magic)
Musik: Alan Silvestri
Videoinfo:
Dateigröße : 750 Mb.
[Film]
Gültig : Ja [AVI]
Dauer : 01:39:07
Film vollständig : Ja
Der Tod steht ihr gut (Death Becomes Her) ist ein grandioser Film der 90er. Goldie Hawn und Meryl Streep hätte nicht besser ersetzt werden können, für diesen Film. Auch Bruce Willis spielt super, den man mit Schnurbart, Brille und Haaren kaum erkennt. Die Geschichte ist unglaublich schwarz, schwärzer gehts kaum noch. Meryl Streep spielt eine Schauspielerin die ihre alte Jugendrivalin wieder trifft (Goldie Hawn). Kurz darauf stielt sie Goldie ihren Mann und heiratet ihn. 7 Jahre später, nach Therapie und 40 Kilo Übergewicht, kehrt Goldie schöner als nie zuvor zurück und versucht sich erneut, ihren damaligen Mann zu schnappen. Meryl krallt sich wegen Alterserscheinungen inzwischen bei einer Hexe einen Zaubertrank, der sie jung und unsterblich macht, was Goldie bereits hinter sich hat. Nachdem Meryl die Treppe runter stürzte und sich den Kopf verdreht hat bricht ein unglaublicher Zickenstreit zwischen Goldie und Meryl aus. Die eine mit Loch im Bauch, die andere mit einem leicht locker sitzenden Kopf. Nach Versöhnung fällt ihnen jedoch ein, dass sie Bruce, Meryls Mann, brauchen, da der Tote wieder herrichtet. Denn die beiden fangen langsam an, zu vergammeln. Wie die Geschichte weiter geht, sollte man sich allerdings selbst anschauen, denn der Film ist einfach nur grandios. Die Spezialeffekte sind super und die beiden Damen spielen fantastisch. Ich kann jedem Fan von schwarzem Humor diesen Film nur ans Herz legen.
Bunuels dritter Film, den er in Spanien als (inszenierten) Dokumentarstreifen Las Hurdes ? Land ohne Brot, drehte. Da er darin die ärmsten Menschen und eine hoffnungslose Gegend zeigte, wurde der Film in Spanien verboten.
?Tierra sin pan? (?Terra sans pain?, bzw. ?Land ohne Brot?, 1932) von Luis Bu?uel ist ein Film, der nicht so leicht in eine bestimmte Gattung einzuordnen ist. Er trägt zwar den Beititel ?Dokumentation?, doch ist diese Bezeichnung nur die ?halbe Wahrheit? und dient der ?Tarnung?. Viel eher handelt es sich um einen surrealistischen Film und verfolgt somit Bu?uels charakteristisches Erbe, das schon aus seinen beiden vorangegangenen Filmen ?Un perro andaluz? (?Der andalusische Hund?, 1929) und ?L´age d´or? (?Das goldene Zeitalter?, 1930) bekannt ist.
Der dritte Film des spanischen Avantgardisten aus dem Jahre 1932 ist von einem moralischen Impetus durchzogen und beinhaltet eindeutige Botschaften an die Gesellschaft und starke Kritik an der Regierung. Bu?uel versieht den Film mit einer starken Wertung und lenkt den Zuschauer durch eine gekonnt unauffällige Inszenierung und Montage in eine bestimmte Denkrichtung. Trotzdem vermittelt er seine eigene Meinung nicht offensichtlich und lässt Fragen und Raum zur selbständigen Interpretation offen. Über die Quellenlage ist zu sagen, dass ?Tierra sin pan? in der Literatur selten als ?Dokumentarfilm?, sondern als surrealistischer Film beschrieben wird.
Gambling, Gods & LSD (2002) von Peter Mettler [TV-Rip Avi (DivX)]
Info & Review
Auf der Suche nach Transzendenz
Die Nachforschungen eines Filmemachers im Gebiet der Transzendenz werden zu einem dreistündigen Trip durch Länder und Kulturen, wo sich Menschen, Orte und Zeiten miteinander verbinden.
Von Toronto, dem Ort seiner Kindheit, bricht Peter Mettler zu seiner Reise auf. Sie beinhaltet unter anderem eine religiöse Massenveranstaltung in einem Flughafenhotel, Sprengarbeiten in Las Vegas, Spurenverfolgung in der Wüste Nevadas, Chemie und Strassenleben in der Schweiz und das Nebeneinander von Technologie und Göttern im heutigen Indien. Unterwegs finden sich überall die gleichen Themen: Lust auf Nervenkitzel, Glück, Schicksal, Glauben, Wahrnehmungserweiterung und die Sehnsucht nach Sicherheit in einer ungewissen Welt. Wirklichkeit verbindet sich mit Phantasie ; die Suche nach Sinn und die Suche nach Ekstase beginnen, ineinander überzugehen.
Der Kommentar zum Film
Für diesen Film sollte man sich nicht nur die 180 Minuten Zeit nehmen, die er tatsächlich dauert, sondern am besten einen ganzen Abend. Denn Gambling, Gods & LSD nimmt einen mit auf eine Reise, in der es im weitesten Sinne um Massenveranstaltungen mit ekstatischen Gefühlen geht. Zu Beginn etwa erzählt eine erleuchtete Hausfrau in einer spirituellen Christusveranstaltung in einem Airport Kanadas, dass sie ?Jesus auf einem weißen Pferd habe sitzen sehen", und Hunderte um sie herum beten ekstatisch indem sie sich zu boden werfen, weinen oder frohlocken. In der Schweiz besucht eine junge Frau ein Pudelrennen, zu dem Volksmusik aus Lautsprechern zu hören ist. Ein wenig später erzählt sie über ihre Heroinerlebnisse: ?Dort finde ich stets eine innere Ruhe, für die man sonst hart arbeiten muss."
Gambling, Gods & LSD ist manchmal hart, sehr kontrastreich und niemals parteiergreifend. Jeder Zuschauer soll sich sein eigenes Bild machen, von dem, was der Filmemacher ihm anbietet. Peter Mettler bezieht nur insofern Stellung, als dass er dieselbe Frau einige Minuten später auch von schlechten Trips erzählen lässt, um die anfängliche Euphorie in eine gewisse Relation zu setzen. Das ist aber auch schon die auffälligste Kommentarform Mettlers, der sich ansonsten von den Personen und dem Film selbst treiben lässt. Dieses assoziative Vorgehen erzeugt in Verbindung mit der eigens für den Film komponierten Musik eine Art Sogeffekt, dem man sich nicht mehr entziehen mag.
Gambling, Gods & LSD ist ein sehr ungewöhnlicher Film, denn er richtet sich weder an den Verstand noch besonders an die Gefühle, sondern ? wie es vor allem Drogen eigen ist ? er sensibilisiert die Instinkte oder auch das Unterbewusstsein. Dadurch wird er zu einer ganz individuellen Erfahrung für jeden einzelnen Zuschauer. Dabei bietet er ein buntes Panoptikum an Sinneseindrücken der unterschiedlichsten Art. Menschen diverser Kontinente kommen zu Wort, wunderschöne Landschaften, untermalt von suggestiver Musik. Gambling, Gods & LSD ist ein ganz besonderes Erlebnis, das man nicht verpassen sollte.
Nana A.T. Rebhan
Herstellungsland: Deutschland
Erscheinungsjahr: 1997
Regie : Herbert Achternbusch
Drehbuch : Herbert Achternbusch
Kamera : Henry Hauck
Darsteller :
Herbert Achternbusch Picasso
Doris Jung Takla Bash
Naomi Semiramis Takla Bash als Kind
Barbara Gass Fregatte
Sepp Bierbichler Dr. Brösel
Gabi Geist Gabi
Veronika von Quast Gobi
Margit Wolf Mutter
Franz Baumgartner Franz
Der Psychiater Brösel (Josef Bierbichler) - ein Seelendoktor, der selbst dringend einen Therapeuten bräuchte - bricht einen Streit mit seiner resoluten Ehefrau Fregatte (Barbara Gass) vom Zaun. Grund des Zwistes: Jemand hat ihren teuren Picasso aus dem Rahmen geschnitten und entwendet. Und dieser Jemand ist Picasso selbst. Der Maler ist von den Toten auferstanden und befindet sich nebenan im ehelichen Schlafzimmer. Er wolle, so Fregatte, hier in München seine "gelbe Phase" nachholen. Doch als Picasso später in einem Café die zauberhafte Radiomoderatorin Takla Bash (Doris Jung) kennen lernt, kennt der Genius nur noch einen Gedanken: Er will einen Film drehen, in dem Takla Bash als blaue Kuh durch die Lüfte fliegt. Aber woher das nötige Geld nehmen? Soll der Maler vielleicht "seinen" Picasso verkaufen? - Dann müsste er sich ja selbst verkaufen, und das kommt nicht in Frage. Als Picasso sich in Takla Bash verliebt, taucht scheinbar das nächste Problem auf: Sie ist seine Tochter. Aber das stört den Male r nicht - denn man befindet sich in einem Film, und so bittet Picasso seine Muse, einfach das Drehbuch entsprechend abzuändern. Schwieriger sind die Probleme mit dem Malen. Das Porträt seiner Exfreundin Laura (Laura Olivi) will nicht so recht gelingen, Picasso malt stattdessen lieber einen Leberkäse. Schließlich kommt die Erleuchtung: Vor laufender Fernsehkamera erweckt Picasso den barocken Bischof Bonifatius den Wichtigen (Rudi Eydmann) zum Leben und überlässt die Bildrechte an diesem Wunder dem Bayerischen Rundfunk. Mit dem Erlös soll der Film realisiert werden, aber leider stürzt die Hauptdarstellerin Takla Bash vorher tödlich von einer Leiter. Picasso wird auch sie zum Leben erwecken müssen...
"Picasso in München" ist Herbert Achternbuschs Hommage an den großen spanischen Maler, dem der produktive Autorenfilmer sich in seinem 27. Spielfilm auf gewohnt hintergründig-skurrile Weise anverwandelt. Ästhetisch reizvoll sind die von Achternbusch selbst gemalten Bilder, mit denen Picassos Werk zitiert und persifliert wird. Einmal mehr schlagen seine valentinesken Pointen und Kalauer unerwartete Funken: "Gehen Sie doch ein bisschen aus sich heraus. Heraußen ist immer etwas los", sagt Achternbusch/Picasso zu seiner Muse Takla Bash. Mit diesem assoziativen Mosaik aus verträumten Tieraufnahmen, grotesken Dada-Monologen und poetischen Blumen-Meditationen hat Achternbusch seinem im deutschen Kino einzigartigen Gesamtkunstwerk eine weitere Arabeske hinzugefügt.
Es gibt Filme, die bleiben für immer. Im Kopf, im Herzen und in der Seele. Emir Kusturica hat die Kunst perfektioniert, solche Filme zu schaffen. Der Leinwand-Punk vom Balkan schafft mit seinen wilden und poetischen Filmen eine cineastische Gegenwelt zu den Bildern, die in den 90er-Jahren bürgerkriegsbedingt vom Balkan durch die Medien gereicht wurden. So ist "Schwarze Katze, weißer Kater" (1998), den ARTE in einer Wiederholung zeigt, vor allem Kusturicas überbordende Liebeserklärung an seine Leute und ihre lebensfrohe Mentalität.
Eigentlich wollte der "Balkan-Fellini", wie Emir Kusturica vor allem wegen seiner skurrilen Charaktere genannt wird, nach seinem Cannes-Gewinner "Underground" (1995) mit dem Filmen aufhören. Er war von Anschuldigungen, für die Serben politisch Partei zu ergreifen, genervt und enttäuscht. "Aber dann sprudelte es doch wieder aus mir heraus. Es fiel mir eine Szene nach der andern ein", machte der Regisseur einen Rückzieher vom Rückzieher.
Also versammelte er eine verrückte Schar von Figuren am Ufer der Donau, um eine schlitzohrige Moritat von den Irrungen und Wirrungen des Lebens und der Liebe zu erzählen. Da sonnt sich zum Beispiel Matko (Barjram Severdzan) auf seiner schwimmenden Terrasse und träumt in den Tag herein. Ab und an macht er Geschäfte mit den vorbeifahrenden Donauschiffern aus aller Herren Länder. Viele D-Mark-Scheine und profitfähige Waren wechseln dann leidlich legal die Besitzer. Der Staat zählt nicht viel, und Kusturica demonstriert den Verfall der althergebrachten Ordnung im ehemaligen Ostblock mit einem Augenzwinkern: Ein paar Schweine fressen im Laufe des Films die Pappmaché-Karosse eines verlassenen Trabbis ratzeputz auf.
Als sich Matko irgendwann über's Ohr hauen lässt und bis zum Hals in Schulden steckt, bleibt ihm nur noch ein Ausweg: Sein Sohn Zare (Florijan Ajdini) muss Afrodita, die hässliche Tochter des örtlichen Goldkettchen- und Gangster-Königs heiraten. Dem Bub passt das allerdings gar nicht, er hat sich gerade in die freche und nach Sommer duftende Ida (Branka Katic) verliebt.
Auch Afrodita ist von der Idee nicht begeistert. Als dann auch noch der Opa stirbt und mit Eis gekühlt wird, um seinen Tod zu verheimlichen, ist das Chaos perfekt und mündet in ein grandioses, explosives und knallbuntes Finale. Ganz nach dem Motto: Lebenslust statt D-Mark-Frust.
In Kusturicas farbenfroher, warmer und sinnlicher Welt versammeln sich goldbezahnte Gangstergreise, die mit Vorliebe "Casablanca" sehen und dicke bulgarische Frauen, die Nägel mit ihrem Allerwertesten aus festen Brettern ziehen. Die Charaktere sind derart vital, dass man sofort mit ihnen durch den Sommer ziehen möchte, am liebsten zusammen mit der Kapelle, die den Film mit der unnachahmlichen Hingabe ihres Balkan-Punk-Polka-Mix vorantreibt.
Die Letzte Flut (1977) von Peter Weir [Avi (DivX)]
Info & Review
Die letzte Flut
Mystery
(AUS 1977, R: Peter Weir, D: Richard Chamberlain, Olivia Hamnett, Frederick Parslow u.a.)
Mystische Gegenwartsanalyse
"Der Club der toten Dichter", "Die Truman-Show", "Master and Commander - Bis ans Ende der Welt" - der Australier Peter Weir gehört zu den großen Regisseuren, die sowohl kommerziell, als auch künstlerisch erfolgreich sind. Bevor es nach Hollywood ging, hat Peter Weir in seiner Heimat gedreht und sich mit der Horrorkomödie "Die Autos, die Paris auffraßen" (1974) und vor allem dem mysteriösen "Picknick am Valentinstag" (1975) schnell einen Namen gemacht. Bereits mit seinem dritten Film etabliere sich Weir endgültig als innovativer und anspruchsvoller Filmemacher. "Die Letzte Flut" aus dem Jahr 1977, der Film erscheint jetzt auf DVD, beeindruckt nicht allein durch die kritische Auseinandersetzung mit der australischen Gegenwart, sondern mit auch einer beispiellosen Bildsprache.
David Burton (Richard Chamberlain, "Dornenvögel") verteidigt als Anwalt eine Gruppe australischer Ureinwohner, die einen Stammesgefährten getötet haben sollen. Während seiner Arbeit mit den Verdächtigen wird Burton von Visionen heimgesucht, in denen sich eine große Flutkatastrophe ankündigt. Die Aborigines sind an diesen Visionen nicht ganz unschuldig. Burton findet Hinweise darauf, dass ein großer Regen, der Sydney kurz zuvor heimgesucht hatte, nur auf eine viel größere Katastrophe hindeutet: Eine zweite Sintflut.
Peter Weir setzt sich in seinem spannenden Film sehr glaubhaft mit der Mythologie der Aborigines auseinander und nutzt die mystischen Elemente der Geschichte, um den Stand der Ureinwohner in der heutigen Gesellschaft zu reflektieren. Sein Kunststück ist, die Fragen zu stellen, ohne klischeebeladene Antworten vorzugeben und dabei einen aufregenden Mystery-Thriller zu inszenieren. Nicht zuletzt dank einer aufregenden Bildersprache hat der australische Regisseur bereits mit seinem dritten Kinofilm eine Eintrittskarte für die großen US-Studios gebucht. OFDb imdb
Darsteller:
Sol Kyung-Gu
Moon So-Ri
Kim Yeo-jin
Koh Seo-hee
Seo Jeong
Park Ji-young
Park Se-beom
Lee Dae-yeon
Kim Gyeong-Ik
Story:
Die Geschichte beginnt an ihrem Ende und arbeitet sich in sieben Sequenzen zurück zu ihrem Ursprung, wobei sie im ganzen zwei Jahrzehnte umfasst. Nach und nach werden so der zu Beginn des Films gesehene Schluss der Geschichte und die vorangegangenen Abschnitte klar.
Der Film nimmt seinen Anfang im Frühjahr 1999 während des Picknicks ehemaliger Klassenkameraden an einem Flussufer, aus Anlass des 20-jährigen Jubiläums ihres ersten Klassentreffens. Ein aufgeregter Mann im Anzug stört das Treffen. Nachdem die Gruppe in ihm ihren alten Schulfreund Yongho wiedererkennt, klettert Yongho auf die nahegelegne Eisenbahnbrücke. Als er einen Schnellzug wahrnimmt, der sich rasant ihm nähert und ihn zu erfassen droht, stößt er den verzweifelten Schrei aus ?Ich gehe zurück!...?
Damit leitet er filmisch den in mehreren Etappen angelegten Rückblick ein, der am Ende erklären wird, wer Yongho war und wie es zu seinem Selbstmord auf der Brücke kommt. Zwischen den einzelnen Sequenzen erscheint ein Ausschnitt aus einem Gleisstrang mit einem darauf rückwärts fahrenden Zug. So wie die Gleise alles linear verbinden sind auch die Stationen in Yonghos Leben kausal miteinander verknüpft und führen unausweichlich zu seinem vorbestimmtem Schicksal.
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