Regisseur: Margarethe von Trotta
Darsteller: Suzanne von Borsody, Marie Helen Dehorn, Matthias Habich, Axel Milberg, Edgar Selge, Hanns Zischler
Vorlage: Nach dem gleichnamigen Roman von Uwe Johnson
Genre: Drama
Deutschland 2000
DVD-Erscheinungstermin: 16. August 2004
Spieldauer: 360 Minuten Videoinfo:
Uwe Johnsons Roman ?Jahrestage?, der die Lebensgeschichte der Familie Cressphal aus Mecklenburg erzählt, ist weit mehr als eine Familienchronik: Er spiegelt zugleich vier Jahrzehnte deutscher Zeitgeschichte. Margarethe von Trotta verfilmte diesen schwierigen Stoff auf eindringliche Weise und engagierte hierfür ein herausragendes Schauspielerensemble.
Kurzbeschreibung
New York von August 1967 bis 1968: dort lebt Gesine Cressphal mit ihrer elfjährigen Tochter Marie und arbeitet als Fremdsprachenkorrespondentin in einer Bank. Anders als Marie, für die Deutsch eine fremde Sprache ist, fällt es Gesine schwer, New York als Heimat zu akzeptieren. Sie ist eine Frau Mitte dreißig, von einer dickköpfigen Sprödigkeit, die ihrem Chef de Rosny imponiert. Er versucht sie zu einer Reise in die sich wandelnde CSSR zu überreden. Hintergrund: Mit einem Dollarkredit will ihre Bank die Regierung in Prag von den Russen unabhängig machen. Privat umwirbt sie Dietrich Erichson (D.E), Raketenfachmann der Nato, und wie sie gebürtig aus Mecklenburg in Deutschand. Er warnt Gesine davor, den Vermittler-Auftrag zu übernehmen. Sie kämpft mit sich, aber vor allem hadert sie mit den politischen Systemen, sowohl mit dem kapitalistischen als auch dem sozialistischen. Durch die wissbegierige Marie, die Gesine immer wieder drängt, ihre Lebensgeschichte zu erzählen, wird die Vergangenheit noch einmal scherzhaft lebendig. Der Film zeigt die Zerissenheit einer Frau, die überall eine Fremde bleibt, weil sie ihre Heimat und Menschen, die sie liebte, verloren hat, aber die Erinnerung daran nicht los wird. So bleibt sie auf der Suche nach der alten und einer neuen Heimat immer in der Angst, erneut Verluste zu erleiden. Der Roman, der nach Einschätzung vieler Experten als unverfilmbar galt, hat eine neue, spannende, emotional berührende Form angenommen. Die akribische Rekonstruktion von zwölf Monaten im Leben der Gesine Cresspahl sind weiß Gott keine leichte Kost. Nicht eben der Stoff, aus dem Filmerfolge gemacht sind, will einem scheinen. Doch gerade darin liegt der Reiz. Das scheinbar Unmögliche zu wagen: Literatur der Höchstansprüche für ein gänzlich anderes Medium umzusetzen.
"Menschen zu töten, das ist eine schlechte Angewohnheit. Ihr glänzt so hell; ihr strahlt so wie ein gezücktes Schwert, ein Schwert ohne Scheide. Nicht jedes Schwert ist wie das andere. Aber die wirklich guten Schwerter werden in ihren Scheiden gehalten." (Frau Mutsutas zu Sanj?rô)
Synopsis und Kritiken
Neun Samurai treffen sich in einem Tempel, um zu überlegen, was sie gegen die Korruption innerhalb ihres Clans tun können. Als sie laut diskutieren, wecken sie den Samurai Tsubaki Sanjuro, der dort geschlafen hat. Er hört sich die Geschichte der Samurai an und dass sie den Vorsteher Kikui zu Rate ziehen wollen, doch alleine aus den Erzählungen der neun Männer erkennt Sanjuro durch logische Schlussfolgerungen, dass Kikui der Mittelpunkt der Verschwörung ist. Als der Anführer des Clans entführt wird, beschliesst Sanjuro den etwas unbeholfenen Männern zu helfen…
Akira Kurosawas Geschichte über die neun Männer ist ein Klassiker des Samurai-Filmes und diente als Vorlage für Meisterwerke wie „FUR EINE HANDVOLL DOLLAR“ oder auch „LAST MAN STANDING“, aber auch auf jede Menge weitere Italo- und US-Western. Besonders interessant an der Geschichte ist der Charakter des Sanjuro. Seine Schlussfolgerungen und die Einschätzungen der Situationen sowie seine Aktionen machen den Film zu keiner Minute langweilig. Darüber hinaus gibt es ein paar Actionszenen, die zwar nicht an heutige Standards heranreichen, im Zusammenhang mit der intelligenten Geschichte aber durchweg realistisch und adäquat wirken. Die Optik des Filmes ist relativ simpel, doch durch die Schwarzweiß-Bilder kommt eine sehr düstere Stimmung auf. Darüber hinaus sehen wir noch Akira Kurosawas Lieblingsschauspieler Toshiro Mifune in der Hauptrolle. Haikos Filmlexikon
Kurosawa's producers insisted that he make a follow-up to Yojimbo and he delivered them this samurai comedy, adapted from a novel, Peaceful Days, by Shugoro Yamamoto, Hideo Oguni and Ryuzo Kikushima with Toshiro Mifune back as the intinerant samurai, Sanjuro, who takes up the cause of an group of kimono-clad panty-waists caught amidst inter-clan rivalry. An amusing near-spoof of his own work in the genre, Kurosawa plays it much like the comedy Western which was very popular at the time with the highpoint being the presence of the chamberlain's wife (Takako Irie) who is constantly urging Sanjuro to be non-violent, creating a good deal of moral angst for him. The penultimate scene which involves a kind of “shoot-out” between Sanjuro and his opposite number, Muroto, does not pass visual muster but the geyser of blood spurting from the loser puts Tarentino to shame. Quelle
Alejandro Jodorowsky - Fando y Lis (Mexiko, 1967)
Wenn das Premierenpublikum nach Genuss eines surrealistischen Filmes den Regisseur versucht, zu lynchen, so ist dies meist Indiz für ein vollkommen gelungenes Werk. So geschehen bei dem Filmfestival von Acapulco, dem Filmemacher Alejandro Jodorowsky, der sich zuvor mit radikalen Theaterinszenierungen befasste, nur knapp lebendig entkommen konnte. Seitdem ist "Fando and Lis" ein Skandalfilm, ein in Mexiko verbotenes Werk, bizarr, gewalttätig, mit vielen Gerüchten und Märchen behaftet. [...] mittenachtskino.de
Zitat:
Zitat von Fando
Once, my mother forced me to lay down. A priest made a hole in my head and took out the stone of madness.
Kurz-Inhalt und Kritik
Das junge Paar Fando und Lis begibt sich auf die Suche nach der mythischen Stadt Tar, wo sie ewiges Glück zu finden sich erhoffen. Mit ihrem einzigen Besitz, einer Trommel und einem Grammophon, im Gepäck durchstreifen sie eine karge Hügellandschaft, die bizarre Gestalten beherrbergt... ofdb
Ausführliches Review:
Fando and Lis depart in search of the magic City of Tar, which will probably offer a cure to Lis’ legs in order to make her walk again, aside from granting eternal happiness to both of them. The Search: An early thematic goal to the director’s later midnight classics El Topo and The Holy Mountain. Scandalous, and too sacrilegious for the audience at the Acapulco Film Festival, the film was subsequently dropped by the distributor in 1968. Fando and Lis remained obscure for over 30 years.
Alejandro Jodorowsky’s long-lost feature debut film is uneven, but it’s obvious that a raw energy and a torrent of imaginative ideas went into the making. Shot on weekends with a minuscule budget, casting friends and family, Fando and Lis plays like a cross of the later Fellini circus with the brutality of an early Bu?uel film.
Structured as a road movie of sorts, our protagonists have bizarre encounters with an array of unpredictable characters. Many would call it violent, but there is a certain childlike quality in the staging: A burning piano is knocked over again and again in reverse motion; Mud bathers rise (a la Night of The Living Dead) at the base of a mountain; A knife perforates a little doll's crotch, and snakes are introduced in the crack. I could go on describing the stream of images that stuck with me, but you get the point: Watch the movie.
Trying to explain its meaning is beyond the point, as Jodorowsky himself stated: “I’m more attracted to what I don’t understand.” The symbolism ranges from light social satire to striking, brutal imagery. Same goes for the B&W cinematography, which alternates from bland hand-held “backyard style” to breathtakingly executed shots (see the wonderfully choreographed spiral movement when Fando abandons Lis in a pit, running up the hill in circles in the background while Lis laments in the foreground).
Yet Jodorowsky seems more invested at times in the power of his ideas than in their proper screen execution. The action is sometimes clunky and/or hampered by questionable editing choices. This inconsistency doesn’t seem like a deliberate effect, since many sequences are conventionally but effectively cut. However, the use of music is quite expressive as well as many sound design choices.
Fando and Lis is not a perfect film, but “perfection” is an absurd term given the nature of the material. In any case, suffice to say that this feature debut resonates far more deeply than the sober, functional exercises that Hollywood chunks out every year, not to mention the “art-house mainstream” that permeates most of the Cannes Film Festival highlights of late. Jodorowsky’s work is often closer to performance art than it is to film, if we take film as an expression of consistent atmosphere and cinematic flow, illustrating ideas at the fully extent of the medium. The auteur expresses that as a filmmaker; he doesn’t care whether the audience is bored or angry, he says a film should be made with your guts, without following any rules of cinematic grammar. The result is sometimes inconsistent but never disappointing.
In a world plagued by artistic concessions, Jodorowsky emerges as an artist with an unique voice, capable of delivering unforgettable images. His work is always refreshing and inspiring. microcinemascene.com
Info Link Pass
DVD-Rip Xvid 692MB 96min Spanisch mit Eng Sub
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Fernando Arrabal - Viva la muerte (Tunesien Frankreich, 1970)
"Der Krieg ist vorbei. Die Verräter werden rücksichtslos gejagt. Wenn nötig werden wir das halbe Land töten. Viva la muerte - Es lebe der Tod!"
Mit dieser Ansprache aus den Lautsprechern eines vorbeifahrenden Militärfahrzeugs beginnt Arrabals Abrechnung mit dem Spanien unter der Diktatur Francos und den Schrecken seiner eigenen Kindheit. Eine kleine Geschichtsstunde: 1936 übernehmen die Faschisten unter Franco die Herrschaft in Spanien und überziehen das Land zur Sicherung des Regimes mit Terror und Gewalt. Allein zwischen 1939 und 1943 werden so etwa eine Viertel Million politischer Gegner ermordet. Profiteure des brutalen Vorgehens gegen die Anhänger des sozialistischen Gedankens sind u.a Unternehmer, Großgrundbesitzer und nicht zuletzt die konservative Kirche. [...] senseofview
Inhalt und Kritik
Der junge Fando wächst in einem Armustviertel in Spanien auf. Um ihn herum herrscht Chaos: Der abebbene Bürgerkrieg, religiöser Fanatismus durch die Kirche - und besonders: Seine alleinerziehende Mutter, die vor ihm das Geheimnis des Schicksals seines Vaters versteckt. Als Fandos Vater einst mit kommunistischen Gedankengut liebäugelte, wurde er von der eigenen Ehefrau verraten und ins Gefängnis gebracht. Fando begibt sich auf eine spirituelle Reise zwischen Realität und Traum, auf der Suche nach seinem Vater... ofdb
Viva La Muerte, der autobiographisch gefärbte Debutfilm des spanischen Filmemachers und Dramatikers Fernando Arrabal, gilt bis heute als eines der radikalsten Filmkunstwerke aller Zeiten. Der Film muss wohl auch als Selbsttherapie-Versuch eines Künstlers gesehen werden, der das mysteriöse Verschwinden seines Vaters, der nach seinem Todesurteil geflohen war, verarbeitet.
Stilistisch ist das Werk dem spanischsprachigen Surrealismus vom Schlage eines Luis Bu?uel ("Ein andalusischer Hund") oder Alejandro Jodorowsky ("El Topo") zuzuordnen. Inhaltlich hingegen steht Viva La Muerte in der Tradition des südeuropäischen "Faschismus-Abrechnungskinos" wie die ansonsten nicht vergleichbaren Filme Die 120 Tage von Sodom und Amacord.
Gedreht wurde der Film 1970 - also noch zu Lebzeiten Francos - im französischen Exil.
Was dem Zuseher hier vorgesetzt wird, ist definitiv harter Stoff: Eine lineare Storyline existiert praktisch nicht; der Film kippt immer wieder in minutenlange, einfärbig gehaltene surrealistische Traumbilder. Diese sind mitunter extrem gewalttätig und reflektieren das emotionale Chaos, in dem Fando (bzw. Arrabal) aufwächst: die zerrissene Kleinfamilie, die bittere Armut, der Krieg, die kranke Religiösität seiner Mutter und nicht zuletzt seine erwachende Sexualität.
Wir sehen Bilder von zerstückelten Tieren, hektoliterweise Blut, einen Priester, dem die Hoden abgeschnitten und in den Mund gesteckt werden, Folterszenen, Exekutionen, kranke sexuelle Demütigung mit Fäkalien usw. usf.
Auch wenn sich der Film einer herkömmlichen Erzählstruktur verweigert und dementsprechend unzugänglich wirkt, entwickelt er dennoch einen visuellen Sog, dem man sich nicht entziehen kann. Maßgeblichen Anteil daran hat auch der äußerst effizient eingesetzte Soundtrack - niemals wieder wird ein Kinderlied dermaßen spooky wirken. filmtipps.at
Fernando Arrabal - J'irai comme un cheval fou (Frankreich, 1973)
"Surrealism is not a new or an easier means of expression nor even a metaphysics of poetry. It is a means of total liberation of the mind and of all that resembles it."
Inhalt und Kritikauszüge
Inhalt
Nach dem Tod seiner überdominanten Mutter, die ihn getrieben von religiösem Wahn seit frühester Kindheit in bizarren Ritualen zum Heiligen und Märtyrer stilisiert hat, flieht Aden Rey aus der Stadt in eine namenlose Wüste. Dort trifft er auf einen Eremiten namens Marvel, der mitten im Nirgendwo zu leben scheint und u.a. über die Fähigkeit verfügt, mit Tieren und den Elementen zu sprechen. Die Gemeinschaft des kleinwüchsigen Schamanen öffnet Aden die Augen für die schlichte Schönheit der Natur.
Als Aden seine Rückkehr in die Zivilisation plant, bittet er Marvel, ihn zu begleiten, um ihm nun im Gegenzug die wunderbare Welt der Moderne und des technologischen Fortschritts zu zeigen. Aber die Erfahrungen in der Wüste haben nicht nur Marvels Sicht der Dinge verändert...
Review 1
Ähnlich wie schon Arrabals Debüt begint auch I Will Walk Like A Crazy Horse mit der Einblendung eines Bildes. War es in Viva la muerte allerdings eine ausufernde surrealistische Zeichnung seines Freundes Roland Topor greift Arrabal hier auf die zweite Version des berühmten "Nachtmahr"-Bildes (1791) des Schweizer Romantikers Heinrich Füssli zurück, welches neben dem auf der Brust hockenden Kobold, der für den Alpdruck sorgt, den Kopf eines geisterhaften weißen Pferdes zeigt. Diese sog. Mähre, das dämonische Reittier des Alptraumbringers, wird gemeinhin als sinnbildliche Verkörperung verbotener Begierden gedeutet - womit eine überaus passende Überleitung zum Gegenstand des Films gefunden wäre: Alptraumhafte Bilder und sexuelle Absurditäten.
Generell handelt es sich bei Arrabals Zweitling um einen ziemlich wüsten Genre-Crossover, der sich irgendwo zwischen surrealistischem Bilderrausch, Zivilisationskritik und Exploitationkino bewegt, wobei um den Tod von Adens Mutter am Rande sogar noch so etwas wie eine Krimihandlung mit Giallo-Elementen untergeflochten wird. Allerdings, um es gleich vorweg zu sagen, meines Erachtens geht diese Rechnung nicht wirklich auf. Im Ergebnis landet I Will Walk Like A Crazy Horse zwischen den Stühlen, und am Ende mag sich der Zuschauer ein wenig wie der verstört dreinblickende Kommissar nach der Wohnungsdurchsuchung fühlen [...] senseofview
Review 2
Fernando Arrabal zeigte seine Qualitäten als Regisseur schon mit seinem kontroversen Debüt "Viva la Muerte". Nicht weniger skandalös und schockierend ist auch "Ich werde laufen wie ein verrücktes Pferd" ausgefallen. Diesmal hat Arrabal sogar eine relativ lineare, klare Geschichte, der er 90 Minuten konstant folgt. Natürlich nähert Arrabal sich der Anklage an die Zivilisation durch Mutter Natur auf einem möglichst surrealistischen Wege: Arrabal filmt Marvel und Aden im Gegenlicht zur Mittagssonne im Profil auf: Nackt sitzen sie Rücken an Rücken und scheiden Kot aus. In einer anderen Szene legt Adens Mutter ihre Zunge auf einen Tisch. Diese wird durch einen Holzpflock durchbohrt. Es ist dieselbe Mutter, die ihrem Sohn, der sich an sie angelehnt hat, einen angezündeten Kerzendocht in den erigierten Penis steckt. Und es ist jener Sohn, der, mit den Dessous seiner Mutter bekleidet, in einen Sarg legt, um einen Menschenschädel zu gebären.
Ja, wie man merkt, ist auch "Ich werde laufen wie ein verrücktes Pferd" für ein relativ kleines Publikum gedacht. Arrabal zeigt uns auf eine ziemlich prätentiöse Weise, wie wenig Sinn und Sensibilität wir, korrumpiert durch das zivile Leben, für die Schönheit und für die Simplizität der Natur haben. Dabei sind seine Bilder nie hintergründig oder zu fragmentarisch; der Symbolismus den Arrabal benutzt, ist relativ offenkundig: Wenn ein fetter Mann am Tisch eines Lokals sitzt, und jungen Küken die Köpfe abbeißt, dürfte dies kein allzu großes Rätsel für die meisten bedeuten. Aber dennoch sind viele der Bilder, die uns Arrabal zeigt, schockierend, makaber und unbequem. [...] mitternachtskino
"Die Welt wird immer absurder. Nur ich bin weiter Katholik und Atheist. Gott sei Dank!"
Frankreich 1930
Inhalt und Kritik
Der Film „L’age d’or - Das goldene Zeitalter“ stand lange im Schatten seines Vorgängers „Un chien andalou“ („Ein andalusischer Hund“), und in gewisser Weise ist er fast so etwas wie eine Fortsetzung. Wieder arbeitet Bu?uel mit Dali zusammen. Doch diesmal ist Bu?uels Anteil wesentlich größer. War „Un chien andalou“ eine Provokation des Zuschauers, die auf künstlerischer Ebene für erhebliches Aufsehen sorgte, aber als Ausdruck der Freiheit der Kunst abgetan werden konnte, so war „L’age d’or“ ein Frontalangriff auf die bürgerlichen Werte seiner Zeit. Bu?uel sagt, er wollte mit diesem Film absichtlich einen Skandal herbeiführen. Dies ist ihm gelungen. Bei der Uraufführung 1930 in Paris randalierte das Publikum und die französische Polizei beschlagnahmte alle Kopien, derer sie habhaft werden konnte. Das Werk verschwand für Jahrzehnte aus der Öffentlichkeit.
Ähnlich wie sein Vorgänger „Un chien andalou“ widersetzt der Film sich den Regeln räumlicher und zeitlicher Kontinuität und es werden Motive als etwas scheinbar Selbstverständliches zusammengefügt, die im Ergebnis absurd sind. Der Grundstein für eine Stadt wird gelegt und im nächsten Moment ist daraus Rom entstanden und die gleichen Personen spazieren noch umher. In einem großbürgerlichen Schlafzimmer muss eine Kuh vom Bett verscheucht werden und mitten durch eine Abendgesellschaft fährt ein ländliches Eselsgespann, ohne dass jemand etwas dabei findet. Der Film ist aber wesentlich aggressiver als sein Vorgänger.
Der Anfang ist im Stil eines Dokumentarfilms gehalten und schildert die feindselige Lebensweise der Skorpione. Damit wird gewissermaßen die Stimmlage für das Folgende vorgegeben. Wir befinden uns auf einer kargen Insel und sehen eine Gruppe von Bischöfen, die murmelnd eine Messe zelebrieren. Kurz darauf sind sie nur noch Skelette und eine festliche Gemeinschaft, bestehend aus Großbürgern im Frack, Militärs und Priestern besucht die Insel, um mit hohlem Pathos eine pompöse Feier abzuhalten. Die Zeremonie wird von einem Pärchen gestört, einem namenlosen Mann (Gaston Modot) und einer namenslosen Frau (Lya Lys), die sich lautstark ihrem Liebensspiel hingeben. Entrüstet werden die beiden getrennt und der Mann wird regelrecht abgeführt. Bu?uel lässt in dieser Szenenfolge alles aufmarschieren, was er hasst. Es ist ein schwer entwirrbares Konglomerat aus heuchlerischem und bigottem Großbürgertum, verlogenem Nationalismus und natürlich institutionalisiertem Katholizismus als ideologischem Überbau. Der Film wird dieses etablierte Bürgertum im Folgenden mit zunehmender Schärfe attackieren. [...] filmzentrale
Mexiko zu Begin des letzten Jahrhunderts. Der bescheidene "Wunderheiler" Nazarín teilt sein Los, mit der Mittellosen Landbevölkerung, die rund um das Anwesen von Chanfa leben. Eines Tages brennt Chanfa und Nazarín nimmt eine Prostituierten Schutz, die für den Brandt verantwortlich gemacht wird. Er muß flüchten und zieht durchs Land. Es kommt zu Begebenheiten, die Nazarín an die Christliche Nächstenliebe seiner Mitmenschen zweifeln läßt.
Bu?uels Lieblingsfilm aus seiner Mexiko-Zeit. Gewann den Internationalen Filmpreis in Cannes 1959 und war für die Goldene Palme nominiert.
1960 kehrte Luis Bu?uel auf Einladung Francos aus dem mexikanischen Exil nach Spanien zurück und erhielt die Freiheit, nach seinem Belieben einen Film zu drehen. Das Ergebnis war „Viridiana“, eine fundamentale Abrechnung mit der katholischen Moral. Das Drehbuch war wohl nur deshalb durch die Zensur gekommen, weil die Prüfer sich keine Vorstellung machen konnten, welche Bildkraft Bu?uel zu entfalten in der Lage war. Der Film erhielt trotz offizieller Proteste des Vatikans in Cannes die Goldene Palme und wurde umgehend in ganz Spanien verboten.
In den frühen Sechziger Jahren herrschte in ganz Europa eine viel strengere öffentliche Moral und die Stellung der Kirchen war weit einflussreicher als heute. Auch Filme wie Fellinis „La Dolce Vita“ oder Bergmans „Das Schweigen“ lösten länderübergreifende Skandale aus. Doch was „Viridiana“ auszeichnet, ist nicht eine für die damaligen Verhältnisse zu freizügige Darstellung von Sexualität und Moral. Bu?uel greift mit diesem Film die christliche und speziell die katholische Moral an ihren Wurzeln an. Es werden nicht bigotte Auswüchse des Katholizismus kritisiert, es wird vielmehr dargestellt, dass dieses Moralgebäude von Grund auf pervertiert ist und nur immer neue Perversionen gebären kann.
Inhalt
Viridiana (Silvia Pinal) ist eine junge Novizin, die kurz davor steht ihre abschließenden Weihen zu erhalten. Sie wird von ihrem reichen Onkel Don Jaime (Fernando Rey) auf sein ländliches Gut eingeladen. Die grenzenlose Frömmigkeit Viridianas wird uns deutlich, wenn sie in der ersten Nacht zu Bett geht. Sie hat nicht einfach ein Kruzifix dabei, sondern ein riesiges hölzernes Kreuz nebst einer Sammlung mächtiger Nägel und einer echten Dornenkrone. Diese Gegenstände arrangiert sie feierlich auf einem Kissen, um davor zu beten. Das Ausmaß, in dem hier die Foltergeräte Christi zum Gegenstand demütiger Verehrung werden, wirkt verstörend. Bu?uel suggeriert mit solchen Bildern und mit der Darstellung, wie Viridiana mit geschlossenen Augen im Nachthemd durch das Haus schlafwandelt und dabei Asche aus dem Kamin holt, die sie in ihr Bett schüttet, dass unter der Oberfläche dieser so braven und züchtigen jungen Frau etwas Verdrängtes liegt, dass diese Frömmigkeit nicht gesund ist. [...] filmzentrale
Rudolf Thomes Filme kreisen seit ihren Anfängen, als er zu den Hauptvertretern der Jungen Deutschen Films zählte, um die Faszination, die Frauen auf Männer ausüben, und die kleinen Momente der Ewigkeit, wenn es kurze Glücksmomente im Leben von Adam und Eva gibt. Den Paradies-Film gönnte er sich zum 60. Geburtstag, das Schauspielensemble wurde mit dem Silbernen Bären belohnt, einer der wenigen Preise, die Thome im Laufe seines Schaffens seit 1968 ('Detektive', 'Rote Sonne') überhaupt gewann.[BR][BR]Dass die Schauspieler belohnt wurden, entspricht voll Thomes Inszenierungsstil, da er seinen Schauspielern größtmögliche Freiheit innerhalb des vorgegebenen Rahmens gibt. Vielleicht wirken sie alle deshalb so entspannt, in sich ruhend, und wie Hans Zischler, der die Hauptfigur spielt, abgeklärt, cool im philosophischen Sinn des Wortes. Zischler ist der Komponist Adam, der zu seinem 60. Jubeljahr die sieben Frauen seines Lebens für sieben Tage in sein Landhaus an einem See in Mecklenburg-Vorpommern lädt, ihnen zuhört, seinen seit 30 Jahren nicht gesehenen Sohn kennenlernt, mit den Gästen ein Konzert besucht, feiert, in vollkommener Harmonie die Tage verbringt und die liebenswerten Plauderer verabschiedet. Anschließend zeugt er mit seiner dritten Frau Eva ein Kind. Mehr passiert nicht, alles läuft beinahe kontemplativ ab, mit äußerster Ruhe, auch humorvoll mit jenem trockenen Witz, den Thome in seinen besten Filmen ('System ohne Schatten' mit Bruno Ganz, 'Berlin Camissoplatz' und 'Tarot', beide mit Zischler) pflegt. Da legt selbst Adams erste Frau, eine Nonne (Fassbinder-Schauspielerin Irm Herrmann), die Soutane ab und tanzt beschwingt zu Rock 'n Roll. Adam hat es geschafft, ein Haus gebaut, einen Sohn gezeugt, einen Baum (hier sind es 60 Pappeln, die in Gemeinschaftsarbeit angelegt werden) gepflanzt. Eine schöne, leise, unaufdringliche Parabel über den Schöpfungsmythos.
@all
Bitte halte diesen Thread übersichtlich und müllt ihn nicht mit unnötigen Beitragen (Dankepostings, Downmeldungen, etc) zu. Falls ein Film down ist, schreibt mir und den Uploader eine PM.
Wenn dieses weiterhin ignoriert wird, werde ich das Projekt beenden. Eröffnungsbeitrag
Werke von Luis Bu?uel II Mexiko 1964
Kurzinhalt
„Simon in der Wüste“ (1964) wurde Bunuels letzter mexikanischer Film. Die Geschichte vom Propheten Simon, der in der Wüste jahrelang auf einer hohen Säule zubrachte um Gott näher zu sein, faszinierte Bunuel schon seit Jahren.
Simon steht auf seiner Säule, ist einsam, hungert und wird schwachsinnig. Aber die Nähe zum Herrn macht ihn selig, glücklich und zufrieden. Dann und wann suchen ihn Bauern oder Priester auf. Sie kommen und verlangen Wunder und Ratschläge, die sie dann vom Erleuchteten bekommen. Dank und Lebensmittel weist er zurück. Er mag nur alleine und rein im Glauben sein. Doch dann erscheint dem Simon der Teufel in der Gestalt einer prallen Blondine (Sylvia Pinal) in Schuluniform und hofft ihn in Versuchung zu führen. Doch Simon bleibt in seinem zur Blödheit ausgewachsenen Glauben standhaft und widersteht. Nach 45 fertigen Minuten gingen Bunuel die finanziellen Mittel aus. Um zu einem Ende zu kommen, ließ er Simon aus seinem Delirium entrinnen, schleuderte ihn durch Raum und Zeit und brachte ihm und Michelangelo Antonioni den „Final Dance“ bei.
„Simon in der Wüste“ ist Bunuels funkelnster und kostbarster Juwel. Quelle
Gewann den Spezial Preis der Jury in Venedig 1964 und war für den Goldenen Löwen nominiert.
Synopsis
This wicked adaptation of the Octave Mirbeau novel is classic Luis Bu?uel. Jeanne Moreau is Celestine, a beautiful Parisian domestic who, upon arrival at her new job at an estate in provincial 1930s France, entrenches herself in sexual hypocrisy and scandal with her philandering employer (Bu?uel regular Michel Piccoli). Filmed in luxurious black-and-white Franscope, Diary of a Chambermaid is a raw-edged tangle of fetishism and murder—and a scathing look at the burgeoning French fascism of the era. Criterion
1928 kommt die Pariserin Célestine als Kammerzofe zu einer großbürgerlichen Familie in der Normandie. Entsetzt stellt sie fest, in welch feine Gesellschaft sie da geraten ist: Monsieur ein Lüstling, Madame verbittert, ihr Vater ein Fetischist, der Gärtner ein Sadist, der Nachbar ein Militarist ... – Sie will abreisen, doch als sie am Bahnhof erfährt, dass das kleine Bauernmädchen Claire vergewaltigt und ermordet wurde, kehrt sie zurück...
Kommentar
"Tagebuch einer Kammerzofe" ist eine maliziöse Satire auf das hinter seiner ehrbaren Fassade verdorbene französische Großbürgertum zwischen den beiden Weltkriegen. Luis Bu?uel (1900 - 1983) griff dabei auf den 1900 veröffentlichten Tagebuchroman "Le Journal d'une femme de chambre" von Octave Mirbeau (1848 - 1917) zurück. Das hatte Jean Renoir auch schon getan. Dieter Wunderlich
Die visuelle Verschlüsselung sowie die Mischung aus realen und surrealen Elementen spielt bei Luis Bu?uels Filmen zumeist eine große Rolle. In dem 1964 in der französischen Provinz gedrehten Film „Le Journal d’une femme de chambre” schien Bu?uel darauf zu verzichten. Fast alles liegt offen wie eine klaffende Wunde. Charaktere wie Handlung sind so durchsichtig wie Glas, und doch, könnte man sagen, sind sie eher Repräsentanten, Charaktermasken ihrer Zeit, Zeichen für eine Gesellschaft, in der sich alle bewusst oder nicht auf eine Zeichen-Sprache, auf ein „gezeichnetes” Verhalten festgelegt haben, dem sie gar nicht entrinnen wollen. Bu?uel verlegte die im Roman von Mirbeau im 19. Jahrhundert spielende Handlung in die Zeit Ende der 20er Jahre. [...] filmzentrale
Info Link Pass
DVD-Rip Divx 1,24GB 98min Französisch + Eng Sub (hardcoded)
PHP-
DOWN
doac@mj
Argentinien Spanien 1970
Kurzinhalt
„Tristana“ (1970) ist wieder ein Film über eine Amour fou. Der alte Fernando Rey hat es auf die junge Catherine Deneuve abgesehen. Doch die Frau bleibt, auch wenn sie zunächst in eine Heirat einwilligt, unberechenbar und widerspenstig. Sie beginnt eine Affäre mit einem Maler (fehlbesetzt Franco Nero), mit dem sie durchbrennt, verliert ein Bein, kehrt zurück und gibt dem Alten am Ende eiskalt Sterbehilfe.
„Tristana“ war ein Lieblingsfilm von Alfred Hitchcock. Quelle
Oscarnminierung als bester fremdsprachiger Film 1971
Johnny zieht in den Krieg ist ein US-amerikanischer Anti-Kriegsfilm aus dem Jahr 1971 von Dalton Trumbo, der seinen eigenen Roman von 1939 verfilmte. Buch und Film schildern das Schicksal des 21jährigen Joe (Johnny) Bonham, der freiwillig für die USA in den Ersten Weltkrieg zieht und schwer verwundet wird.
Die Versuche seiner Freundin, Joe von seinem Vorhaben abzubringen, prallen wegen der Aussicht, eine Waffe in die Hand zu bekommen, wirkungslos an ihm ab. Auf dem Schlachtfeld wird er von einer Granate getroffen und schwer verwundet. Er überlebt als Torso, ohne Arme und Beine, ohne Sprach-, Seh- und Hörfähigkeit - aber sein Gehirn funktioniert. Niemand kann sich vorstellen, dass sein Bewusstsein noch intakt ist, so erhält man ihn am Leben, aus Neugier, wie lange ein Mensch so überleben kann.
Seine anfängliche Freude, noch am Leben zu sein, wandelt sich bald in Verzweiflung, als er bemerkt, das ihm Arme und Beine amputiert wurden. In den folgenden Wochen und Monaten wird Joe nach und nach bewusst, dass er mit Ohren, Augen, Nase und Mund sämtliche Sinnesorgane außer der Haut verloren hat. Er führt innerlich einen Dialog mit sich selbst und Jesus, um einen Weg zu finden, mit seiner Umwelt, die im Wesentlichen aus einer Krankenschwester besteht, Kontakt aufzunehmen. Durch die einzige Bewegung, die ihm noch möglich ist - Kopfnicken -, bittet er sie per Morsecode, ihn zu töten. Bevor die Krankenschwester seiner Bitte nachkommen kann, wird sie allerdings durch einen Arzt davon abgehalten und Joe einer ungewissen Zukunft überlassen.
Die Aussage des Films wird besonders sarkastisch durch den Originaltitel Johnny got his gun unterstrichen. Nach dem Motto ?Das hat er jetzt davon? wird geschildert, was sein naiver Wunsch, eine Waffe zu bekommen, für Konsequenzen hat. Grundlage für den Titel Johnny got his gun war der Aufruf ?Johnny get your gun? (deutsch: ?Johnny, hol dir deine Waffe?), mit dem Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts versucht wurde, junge US-Amerikaner für den Militärdienst zu begeistern.
Dateiinformationen:
Quellen: arte (DVB-S) -> ed2k
Auflösung: 704 x 400
Video: teilweise Schwarz-Weiß, DivX 5.1.1 mit durchschnittlich über 1400 kBps
Audio: Stereo, .mp3 mit 128 kBps
Sprache: Deutsch
Container: .avi
Dateien: 2 - 591 Mb und 597 Mb
"Komprimiert" mit WinRAR 3.62 - 1% Wiederherstellungsinformationen
12 x 99 Mb und 1 x 6,73 Mb
Derjenige, der den Film ursprünglich kodiert hat, muss wohl das Quellmaterial nicht angesehen haben oder wusste nicht so recht, was er tat. Die hohe Auflösung sieht am PC-Bildschirm aus, als wäre sie heraufinterpoliert worden. Am normalen Kathodenstralfernsehgerät fällt dies aber nicht auf. Sonstige Bildmängel - wie zum Beispiel Kammartefakte - gibt es nicht.
Der Film an sich ist keiner, den man sich "mal eben nebenbei" ansehen sollte oder überhaupt kann. Die altmodische Machart - er ist immerhin schon 36 Jahre alt - und die Thematik verlangen vom Rezipienten meiner Meinung nach Interesse und Aufmerksamkeit.
Es handelt sich hierbei auf keinen Fall um einen Unterhaltungsfilm. Deshalb wünsche ich diesmal auch entgegen meiner sonstigen Gewohnheit nicht "Viel Spaß".
Der Steppenwolf ist die legendäre Verfilmung des gleichnamigen Kultromans von Nobelpreisträger Hermann Hesse. Es ist die Geschichte des Außenseiters Harry Haller, der an seiner Zerissenheit leidet. Seine Sehnsucht nach Zugehörigkeit, nach Harmonie und Liebe kollidiert mit dem Drang nach Freiheit und der Verachtung für alles Normale. So schlittert er immer tiefer in eine existenzielle Krise. Selbstmord scheint ihm der einzige Ausweg. Doch dann begegnet er der verführerischen Hermine, die ihm zu leben lehren versucht, und ihm mit dem Magischen Theater, einem Seelenspiegel, bekannt macht. Durch diese neuen Erfahrungen beginnt Harry sich selbst zu erkennen.
Dead Man's Shoes (2004)
Director: Shane Meadows
Qualität: DVDrip - Xvid
Film wurde auf 16mm aufgenommen.
Audio: Englisch, keine Subs (wenn jemand welche Findet, wäre ich über eine PM Sehr dankbar!)
Von WARP Films veröffentlicht, deren Mutterlabel Warp Records Releases von elektronischen Musikgrößen wie Aphex Twin herausbringt!
Der Soldat Richard und sein geistig zurückgebliebener Bruder Anthony kehren in ihre Heimatstadt zurück, um sich an denen zu rächen, die Anthony vor einiger Zeit übel mitgespielt haben...
Das ist die simple Story dieser bösen Fabel. Ich bin immer bemüht, die Handlung eines Films in möglichst wenigen Sätzen wiederzugeben, hier reicht einer. Und das ist ein Kompliment. Shane Meadows (A ROOM FOR ROMEO BRASS; 24 7) hat einen der besten britischen Filme der letzten Jahre gedreht. Paddy Considine (welcher auch größtenteils das Drehbuch schrieb) spielt den abgestumpften, innerlich brodelnden Soldaten mit beeindruckender Intensität. Und Toby Kebbell stellt den geistig behinderten Bruder ähnlich beeindruckend dar wie Leonardo diCaprio in GILBERT GRAPE. Laut Regisseur Meadows hat sich Kebbell während einer Bahnfahrt auf die Rolle vorbereitet und den Nagel direkt auf den Kopf getroffen: So realistisch und vor allem subtil werden Behinderte selten im Film dargestellt.
Auch die Bande von Kleingangstern wird perfekt verkörpert, Gesichter wie Landkarten, Zähne wie Steinbrüche- eigentlich hat man fast schon Mitleid mit diesen urbritischen Jungs (ein brillianter Schachzug des Regisseurs) und ihrem schrecklichen Schicksal, bis man am Ende die wahren Ausmaße ihrer Gängeleien erfährt. Die miefige Kleinstadtatmosphäre wird hervorragend eingefangen, Meadows filmt ausschließlich an realen Locations, und fängt die wunderbar britische Landschaft gekonnt ein.
Oftmals glaubt man, einen Western vor sich zu haben, auch der hervorragende Soundtrack trägt dazu bei. Dominieren ansonsten die beunruhigenden Klangwelten von Aphex Twin das Geschehen, so sind es gerade die ruhigen Gitarrenstücke zwischendurch in Verbindung mit den grandiosen Landschaftsaufnahmen, die ein wahres Country-Feeling aufkommen lassen.
Aber keine Angst: Dieser Film ist keine romantisierende Heldenverehrung. Wer ein Spektakel im Stile von KILL BILL erwartet, wird böse vor den Kopf gestossen- hier regiert die böse Realität! Wenn Richard mit seinem Rachefeldzug beginnt, hält sich die Waage geschickt zwischen sardonischem Humor und purem Entsetzen- aber das Entsetzen ist es, was am Ende triumphiert. Dies ist kein Film, der Gewalt verherrlicht- hier ist jeder ein Opfer.
Dabei watet die Geschichte nicht in comicmäßigen Blutbächen, es sind eher die äußeren Umstände, die einen nervös im Kinositz herumrutschen lassen. Es ist die allgemein herrschende Düsterniss, die einen mitnimmt, aber gottlob immer wieder von befreiendem Schmunzeln über diverse skurrile Szenen gebrochen wird, wenn die Kleinstadtgauner, zu fünft in eine kleine grün/weisse Ente gepfercht, die Hauptstraße entlang fahren, und erschrocken den rachsüchtigen Soldaten erspähen. Und dann ist da diese unglaubliche Drogensequenz, welche meisterhaft vom Komischen in den puren Horror umkippt...
Richard hat die bescheidenen Drogenvorräte der Gauner an sich gebracht, dringt in deren Haus ein, während diese in der oberen Etage nach ihm suchen, und verstaut die Drogen in deren Teekanne! Sie kehren zurück und genießen ahnungslos ihren five o' clock-Tee, als die unheilvolle Mischung aus Trips, Speed und weissgottwasnoch zu wirken beginnt. Auf dem Höhepunkt ihres Trips zu brabbelnden Nervenklumpen reduziert, erscheint Richard und treibt seine zunächst harmlosen Spiele mit ihnen...
Schadenfroh beobachtet man Richard bei seinem Treiben, man wähnt sich fast in einer Kifferkomödie wie CHEECH UND CHONG IM DAUERSTRESS, aber schon bald wird man ertappt und das Lachen bleibt einem im Halse stecken. Shane Meadows spielt brilliant mit den Erwartungen und der Psyche des Zuschauers und baut eine beeindruckende Atmosphäre der stetigen Bedrohung auf. In diesen Momenten wird man an einen anderen brillianten Film, Michael Hanekes teilweise fast unerträglich beunruhigenden FUNNY GAMES erinnert, welcher auf ähnliche Art und Weise mit dem Betrachter spielt und ihm seinen eigenen Spiegel vorhält.
DEAD MAN'S SHOES ist ein Film über das Böse im Menschen, die Sinnlosigkeit von Gewalt und eine große Hinterfragung des Themas Rache an sich. Und es ist ein Thriller der Dank seines (endlich mal wieder guten) Schlußtwists mit jedem Mal interessanter wird.
Thumbs up, mate! (Bitte möglichst mit Untertiteln oder HERVORRAGENDEN Englischkenntnissen anschauen!)
Dieser Film ist nicht mehr und nicht weniger als ein Selbsttest zu der Frage: ?Habe ich wirklich gelebt?"
Wer am Schluß weint, hat dadurch mit "Nein" geantwortet.
Wer's nicht tut, ist bereits tot.
Bester Film, "Schermi d'Amore" Film Festival Verona 2003
Bester Film, "Tiburon" Film Festival 2005
Buch & Regie: Stefan Sarazin
Darsteller: Ken Duken, Marie Zielcke, Daniel Olbrychski, Axel Neumann
Filminfos:
Wissen Sie eigentlich, dass Jim Morrison, Jimi Hendrix, Janis Joplin alle mit siebenundzwanzig gestorben sind?
Jim hält sein Leben nur in extremen Gegensätzen aus. Leben und Tod. Heiß und kalt. Enge und Weite. Er träumt vom perfekten Tod: einem Frontalzusammenstoß, gemeinsam mit seiner Freundin Elise, verbunden in einem letzten Kuss. Ihre leidenschaftliche und kompromisslose Liebe scheint einen in dem ehemaligen Zonenkaff gestrandeten Amerikaner so sehr zu faszinieren, dass er sich dort einmietet. Doch er ist viel mehr, als er vorgibt zu sein ...
"Marie Zielcke spielt die Elise mit Wärme und gibt gleichzeitig die Diva. Vom Buch über die Kamera bis zu den Darstellern - ein beeinruckender Film." Zitty Berlin
"Eine Art neue Adam und Eva an den Rand der Welt verbannt. Ein dicht gewebter Film voll sich stetig verflüchtigender Erkenntnisse." Kinematrix
Buch & Regie: Stefan Sarazin
Kamera: Jan Fehse
Musik: Schultheiss & Hoffmann
Produzent: Oliver Simon
Schnitt: Wolfgang Waigl
mit: Ken Duken, Marie Zielcke, Daniel Olbrychski, Axel Neumann
VideoMarkt
George, die junge, intellektuelle Tochter eines Schotten und einer Französin, verliebt sich in den Sommerferien in einem schottischen Dorf in den Bauernsohn Gavin. Diese Liebe soll die beiden ein Leben lang nicht mehr loslassen, auch wenn George, zurück in Paris, studiert und eine emotionslose Sex-Affäre lebt, während Gavin Fischer wird und sich mit der bodenständigen Josie verlobt. Noch Jahrzehnte später - George ist geschieden und lebt mit ihrem Sohn an der amerikanischen Ostküste, Gavin ist Vater dreier Kinder und immer noch Fischer - halten sie an ihrer von den Nöten des Alltags unbelasteten "amour fou" fest, die erst durch Gavins Tod ein Ende findet.
VideoWoche
Bestseller-Verfilmung nach dem Bucherfolg von Benoite Groult. Regisseur Andrew Birkin, dem Produzent Eichinger das Prestigeprojekt anvertraute, wurde in seiner zweiten Regiearbeit nach "Brennendes Geheimnis" dem hohen Erwartungsdruck von Millionen Leserinnen (und Lesern) nur bedingt gerecht. Zu sehr driften immer wieder das gutgemeinte Konzept und die filmische Umsetzung auseinander. Dennoch verleihen Weltstar Greta Scacchi ("Tod im Spiegel") und ihr Lebensgefährte Vincent D'Onofrio (mit dem sie bereits in "The Player" spielte) der stark romantisierten und von Klaus-Doldinger-Musik untermalten Lovestory das notwendige Format, um auch auf Video an den Kinoerfolg (knapp 900.000 Zuschauer) anzuknüpfen.
Zum einen weiß ich eh nicht was das mit den SfV Dtaien soll,
es reicht normal wenn jeder uploader einfach mal beim Packen
das Häkchen an richtiger Stelle und auch überhaupt für die
Wiederherstellungsinfos setzen würde.
Mac & Linux User können mit Wiederherstellungsinfos nicht viel anfangen und eine sfv macht daher mehr Sinn.
Das Irrlicht (Le feu follet) Louis Malle, 1963 - dt. & franz - XviD
Info & Review
Inhalt
Alain Leroy ist 30 Jahre alt, sieht gut aus, ist charmant und dank seiner guten Manieren Star der Gesellschaft von Paris. Innerlich ist er ein zerrissener, zerbrechlicher Mensch, der keinen Lebenssinn findet. Nach einer Entziehungskur scheint er seine Alkoholprobleme überwunden zu haben, nach außen hin ist er offenbar geheilt. Doch trotzdem spürt er seine Isolation mehr denn je...
Louis Malle, ein Meister des psychologischen Kinos, entwickelte nach dem Roman von Drieu La Rochelle das bitterböse Porträt eines jungen Mannes, der die Gesellschaft für seine Probleme verantwortlich macht und aus seiner narzisstischen Verweigerungshaltung heraus Selbstmord begeht. Maurice Ronet verkörperte dies exzellent.
Alle mal Bälle flachhalten, abwarten und bei Jodorowsky seine Paranoia-Fantasien ausleben...
Montana Sacra - Der heilige Berg (Mexiko, 1975)
Inhalt
Oberflächliche Beschreibung audiovisueller Impressionen: Ein ausgestoßener Dieb als fiktive Jesus-Figur wird von einem mysteriösen Mann mit Hut durch die Welten sechs verschiedener Planeten geführt und erlebt dort pervers-groteske Szenarien. Zusammen mit dem Guru und den sechs Repräsentanten der Planeten formiert er eine Gruppe, die sich aufmacht, den Heiligen Berg zu suchen, auf dessen Gipfel die Götter wohnen sollen... ofdb.de mit weiteren Reviewlinks
Anfangs hält man diesen seriösen älteren Herrn noch für einen verkappten Spanner, wie er da so sitzt und eine Dame beim Flirten beobachtet. Gerade schleppt sie einen etwas tumben Dickwanst auf sein Hotelzimmer. Bald aber stellt sich heraus, daß hier ein Gaunerpärchen am Werk ist. Betty verabreicht dem ahnungslosen Opfer ein Schlafmittel, und Victor hilft ihr beim Beuteernten. Ein kurzer Abschiedsbrief von Betty und etwas Restgeld in der Brieftasche wird dem Bestohlenen am nächsten Tag das Gefühl vermitteln, er habe eine wilde Nacht verlebt. Betty und Victor sind also zwei Kriminelle, die auf die denkbar menschenfreundlichste Weise straffällig werden.
Der französische Altmeister Claude Chabrol hat sich dieses Duo für seinen 50. Spielfilm ausgedacht, dabei hat er es tunlichst vermieden, die Beziehung seiner beiden Hauptfiguren genau zu definieren. So darf der Zuschauer, dessen Phantasie sonst nicht weiter beansprucht wird, herumrätseln ob Michel Serrault und Isabelle Huppert diesmal ein Liebespaar, Vater und Tochter, befreundete Kollegen oder sonstwas spielen. Ihr Umgang miteinander ist bestimmt von geistreichen Dialoge voller liebevoller Scherze, und Chabrol begnügt sich weitgehend mit der Bebilderung dieses charmanten Plaudertons.
Die Geschichte selbst wirkt wenig aufsehenerregend. Irgendwann nehmen Betty und Victor ein allzu gefährliches Projekt in Angiff, sie wollen nämlich einen Geldkurier der Mafia, an den sich Betty bereits herangemacht hat, um fünf Millionen Franc erleichtern. So müssen sie eine ganze Weile mit richtigen Bösewichtern hadern, bevor sie, nach einem Verwirrspiel um einen Geldkoffer, mit heiler Haut davonkommen können.
Michel Serrault ist wie gewohnt sehr erfreulich anzuschauen als alternder Gauner mit superseriösem Auftreten, der sich meist als pensionierter Armee-Offizier ausgibt. Auch das Zusammenspiel mit seiner Kollegin funktioniert hervorragend; Isabelle Huppert, das Pin-Up-Girl des Peter-Handke-Lesers, tröstet über viele ihrer erzlangweiligen Auftritte hinweg. Es bleibt die Frage, warum Chabrol, der diesen Film als seinen ersten autobiographischen bezeichnet, das so dringende Bedürfnis hatte, solch eine zwar nette, aber auch belanglose Story auf die große Leinwand zu bringen. Sei es drum: Der Besucheranteil der französischen Filme in Deutschland ist in den letzten Jahren sehr rückläufig; dem alten Claude kann man zum fünfzigsten Filmjubiläum schon mal wieder die Ehre erweisen, und sei es auch nur der alten Zeiten wegen und um ein paar vertraute Gesichter wiederzusehen.
Regisseur: Helmut Dietl
Darsteller: Götz George, Mario Adorf, Heiner Lauterbach
Filmtitel: Rossini oder Die mörderische Frage, wer mit wem schlief
Land, Jahr: D 1997 Videoinfo:
Dateigröße : 896 Mb.
[Film]
Gültig : Ja [AVI]
Dauer : 01:49:09
Film vollständig : Ja
VideoMarkt
Im edlen Feinschmeckerlokal "Rossini" trifft sich tagtäglich die Cremé de la Créme der Münchner Kultur-Schickeria. Am Tisch werden Geschäfte ebenso angebahnt wie Liebesaffären, Potenzprobleme ebenso diskutiert wie Migräne-Anfälle. So versucht etwa die Journalistin Charlotte vergeblich den Regisseur Uhu Zigeuner zu verführen, der Produzent Oskar Reiter bemüht sich um die Verfilmungsrechte eines Beststellers und die bezaubernde Valerie kann sich nicht zwischen Reiter und dem Lyriker Bodo Kriegnitz entscheiden...
VideoWoche
Regisseur Helmut Dietl hat nach "Schtonk!" ein zweites filmisches Meisterwerk inszeniert. Bissig, ironisch und gnadenlos komisch porträtiert er die egozentrischen Macken der Reichen und Schönen. Opulent ausgestattet, in herrlich satten Farben elegant gefilmt, versehen mit treffsicheren Dialogen (Patrick Süskind ist Co-Autor!) und von den besten Schauspielern Deutschlands (George, Adorf, Lauterbach, Ferres, Landgrebe) großartig gespielt, ist diese schonungslose Gesellschaftssatire ein Garant für Qualität.
Darsteller: Bud Cort, Ruth Gordon, Vivian Pickles
Regie: Hal Ashby
Musik: Cat Stevens
Buch: Colin Higgins
Produktion: USA 1971 Videoinfo:
Size: 700MB
Format: MVCD
Filminfo:
Todessehnsucht scheint diese Geschichte zu leiten, eine merkwürdige, skurrile Sehnsucht nach dem Morbiden, wenn der gerade mal 18jährige Harold (Bud Cort) seinen eigenen Tod inszeniert, nicht nur für seine Mutter, Mrs. Chasen (Vivian Pickles), sondern auch für sich selbst. Wenn er zeigt, demonstriert, wie es ist, am Strick zu enden, im Pool zu ertrinken, im Gemetzel zu sterben, zu explodieren und so weiter. Seine Mutter ist nicht nur das, was man dominant nennen könnte, obwohl dieser Begriff ihre Persönlichkeit nicht gänzlich erfasst, sondern auch reich und eingespielt. Eingespielt auf das Leben, wie es zu laufen hat, wie es sein muss, und sie tut alles, um es so werden zu lassen, wie es sein soll, und nicht so, wie es nicht sein darf, natürlich vor allem auch für ihren Sohn Harold. Ein Vater fehlt. Der Film tut so, als habe es in diesem Haus von Harold und seiner Mutter nie einen Vater gegeben. Harold scheint das Kind unbefleckter Empfängnis zu sein. Und tatsächlich wirkt Mrs. Chasen so unnahbar, so rein, so unbefleckt, dass für einen Mann und Sex in diesem Haus bei dieser Frau gar kein Platz wäre.
Und dann? Dann taucht Maude (Ruth Gordon) auf. Maude ist fast 80, aber sie benimmt sich, als wäre sie so alt wie Harold ? allerdings mit all der Erfahrung im Hintergrund, die ihr das Leben mitgab. Maude stiehlt Autos, Maude rast wie eine Irre durch Stadt und Land, und vor allem Maude scheint das Leben selbst zu sein. Maude sammelt, hat gesammelt, alle möglichen Dinge ? zum Riechen zum Beispiel. Und sie lässt Harold riechen, die Welt schnuppern lernen, fühlen lernen und vor allem zeigt sie ihm, worauf es ankommt und worauf nicht. Aber Maude ist nicht eine jener Pädagogen ? man könnte auch sagen: Menschenschnitzer ?, die wiederum nur ihre vorgefassten Lehrbuchmeinungen preisgeben. Nein. Maude erzählt und Maude lebt, wie sie schon immer gelebt hat ? und das begeistert diesen jungen todessehnsüchtigen Mann Harold, der plötzlich merkt, dass es noch etwas anderes gibt als Friedhöfe.
Die jüdische Bevölkerung eines rumänischen Dorfes will der drohenden Deportation durch die Deutschen dadurch entgehen, dass sie sich selbst einen Eisenbahnzug organisiert und den Verfolgern die Deportation vorspielt. Zu diesem Zweck steckt sich eine Gruppe in deutsche Uniformen, während die anderen die Rolle der Opfer übernehmen.
"Der Festivalhit lebt vom viel beschworenen jüdischen Witz ; seine Spannung erzielt er nicht allein aus seinen brenzligen Situationen, sondern auch durch die Konflikte unter den Flüchtlingen, die ihre Rollen allzu ernst nehmen. Regisseur Radu Mihaileanu hält perfekt die Balance zwischen Komik und Ernst." (Blickpunkt Film)
"Radu Mihaileanu setzt da an, wo Ernst Lubitsch und Mel Brooks aufhören. Er dreht die Spirale des Absurden immer weiter und immer höher und übertrifft darin auch Roberto Benignis KZ-Märchen 'Das Leben ist schön'. [_] Einem Nobody ist ein Meisterstück gelungen, eine Synthese aus Aufklärung und Unterhaltung, Idylle und Horror. (Henryk M. Broder, Der Spiegel )
REGIE: Michael Verhoeven
BUCH: Michael Verhoeven
KAMERA: Axel de Roche
SCHNITT: Barbara Hennings
MUSIK: Mike Herting, Elmar Schloter, Billy Gorlt, Lydie Auvry
PRODUKTION: Sentana, ZDF
DARSTELLER: Lena Stolze, Monika Baumgartner, Michael Gahr, Hans-Reinhard Müller, Robert Giggenbach, Karin Thaler
Produktionsjahr:1990
Videoinfo:
Laufzeit:90 Minuten
Size: 770MB
Format: avi
Filminfo:
Die Schülerin Sonja hat einen wichtigen Aufsatzwettbewerb gewonnen und wird dafür in ihrer Stadt gelobt.
Aber dann gibt es einen neuen Wettbewerb. Diesmal lautet das Thema: "Meine Heimatstadt im 3.Reich" und da beginnen die Schwierigkeiten. Ihr wird der Zugang zu den Archiv-Akten der Stadt verweigert. Sonja ahnt: Da wird etwas verborgen. Sie beschliesst, der Sache auf den Grund zu gehen, und auf einmal steht die ganze Stadt gegen sie. Ein Kampf zwischen dem Mädchen und seiner Stadt beginnt...
Der Film basiert auf der wahren Geschichte von Anja Rosmus, die in der Dokumentation DAS MÄDCHEN UND DIE STADT ODER: WIE ES WIRKLICH WAR erzählt wird.
Michael Verhoevens tiefgründige und zugleich unterhaltsame Satire wurde mit zahlreichen in- und ausländischen Preisen geehrt, darunter ein Silberner Bär bei der Berlinale 1990, der Preis der New Yorker Filmkritik 1990 und eine Oscar-Nominierung als Bester Ausländischer Film 1992
Ein entlaufener Insasse einer psychiatrischen Klinik reißt mit Hilfe eines gestohlenen Preßlufthammers die meistbefahrene Straße Tel Avivs auf, was einen heftigen Streit rivalisierender Behörden auslöst. Am Ende wird die Katastrophe in ein durchdachtes Werk zum Wohle der Stadt umfunktioniert. Nach der gleichnamigen Novelle vom Autor selbst gedrehte Satire.
Regisseur: Jean-Luc Godard
Darsteller: Anne Wiazemsky, Jean-Pierre Léaud, Michel Semeniako
DVD-Erscheinungstermin: 9. August 2004
Produktionsjahr: 1967
Herstellungsland: Frankreich
Genre: Drama Videoinfo:
Kurzinhalt
Unzufrieden mit den herrschenden Verhältnissen, gründen fünf junge Studenten in Paris eine Kommune, um mit Hilfe von Maos Thesen das Wesen des Sozialismus in der Praxis ergründen zu können. Ihre Ideologien und Inspirationen teilend, leben sie dort als eine Art unterirdische Widerstandszelle. Als bei einer ihrer wöchentlichen Sitzungen Veronique die Ermordung einer prominenten Persönlichkeit der akademischen Welt vorschlägt, verlässt Henri die Gruppe, da er die Theorie einer friedlichen Koexistenz mit der Bourgeoisie vertritt. Das Attentat wird dennoch ausgeführt und markiert den Beginn einer Serie von weiteren Anschlägen... Dieser außergewöhnliche Film, den man bisher nur im Kino erleben durfte, zeigt den Kult-Regisseur Jean-Luc Godard von seiner politischsten Seite mit einer essentiellen Parabel auf den Kommunismus.
VideoMarkt
Fünf junge Leute schließen sich in Paris 1967 zu einer Kommune zusammen, studieren die Probleme der Gegenwart und diskutieren über Karl Marx, Mao, den Sozialismus und Vietnam. In Zeitschriften und mit Laienspielen versuchen sie, die Botschaft des Großen Vorsitzenden unters Volk zu bringen. Ziel: das Bewusstsein der Arbeiter und die Gesellschaft zu verändern. Doch bei den Bürgern, die sie mit Parolen und Zitaten aktivieren wollen, ernten sie Spott und Ablehnung. Entmutigt lassen sie sich am Ende zu einem sinnlosen Terrorakt verleiten.
Herstellungsland: Großbritannien
Erscheinungsjahr: 2006
Regie: Shane Meadows
Genre: Drama
Language: english
Format: Xvid
Source: DVD Screener
Story
Roland Rat, Margaret Thatcher; Rubik's Cubes, the Royal Wedding; aerobics, skinheads... It's 1983, and the schools are breaking up for summer. Shaun is 12 and a bit of a loner, growing up with his mum in a grim coastal town, his dad killed fighting in the Falklands War. On his way home from school where he's been tormented all day for wearing flares, he runs into a group of skinheads, who against expectations turn out to be friendly and take him under their wing. Soon Shaun discovers parties, girls and snappy dressing, and finds some role models in Woody, Milky and the rest of the gang. But when an older, overtly racist skinhead returns home from prison, the easy camaraderie of the group is broken, and Shaun is drawn into much more uncomfortable territory. Based largely on his own experience as a youngster, this is Shane Meadows' most mature and fully realised film. Handling the complexities of masculinity, violence and race with sensitivity and a lightness of touch, it's hard to imagine a film that would better capture the mood of the time, or that could have any greater an understanding of the allure of being part of a gang.
Die Welt des Theaters mit der ihr eigenen Illusionskraft dient François Truffaut als Basis für seine Reflektionen über die Besatzungszeit, die sich weniger an der Realität als an den Darstellungen dieser Zeit in den französischen Filmen der 40er Jahre orientieren. Truffaut betont dabei die menschliche Seite seiner Figuren, die, auch wenn sie nicht auf der Bühne stehen, durch die politischen Verhältnisse gezwungen werden, Rollen zu spielen. Überragende Darstellerin ist Cathérine Deneuve in der weiblichen Hauptrolle, sie bekam für ihre beeindruckende Leistung einen der zehn Césars, mit denen der Film insgesamt ausgezeichnet wurde. http://de.wikipedia.org/wiki/Di...tzte_Metro