zunächst Wissenswertes, was die Grundlagen dieses Threads betrifft:
Da die Videobörse überwiegend von Konsumware fürs Popkornkino dominiert wird, möchte ich den von Gris Gris ins Leben gerufenen Thread der Übersichtlichkeit halber auf dem aktuellsten Stand halten. Hier werden im Gegensatz zu Mainstreamfilmen (Blockbustern) spezifische Filme für diejenigen angeboten, die sich hinsichtlich der Filmkultur, künstlerischer Aspekte der Filmgestaltung oder der Geschichte des Films weiterbilden möchten. Wer neben bloßer Unterhaltung auch die Filmtheorie für sich entdeckt hat, ist hier also genau richtig. Dabei ist es irrelevant, welches Genre bedient wird, vorausgesetzt, es handelt sich sind um künstlerisch anspruchsvolle Filme bzw. filmgeschichtlich relevante Werke, die zumeist nur abseits der breiten Masse ihre Zustimmung finden.
Die Goldenen Regeln (F.A.Q.):
1. Was darf ich uploaden?
Die wohl wichtigste Frage, die sich jedem User stellt, bevor er hier seinen Film hochlädt. Neben Spielfilmen und Dokumentationen sind natürlich auch Festivalsbeiträge erwünscht, sofern sie die in der Einleitung aufgeführten Grundvoraussetzungen erfüllen. Letztendlich liegt es jedoch immer im Ermessen des jeweiligen Uploaders, für wie geeignet er seinen Film dafür hält.
2. Wie soll der Upload aussehen?
Ein Film sollte nach folgenden Kriterien angeboten werden:
Orientiert Euch hierzu bsw. an der Formatierung des Users Maddas. So kann ein übersichtliches Angebot gewährleistet werden. Dementsprechend sollten die Film-, Dateiinformationen und der Donwloadlink daher auch als Spoiler verpackt werden.
3. Was tun, wenn ein Upload down ist?
In diesem Fall ist es in erster Linie sinnvoll, sicher zu gehen, ob der Film nicht schon bereits anderswo in der Videobörse angeboten wird. Dies ist zwar in der Regel nicht der Fall, doch finden sich manche Werke gelegentlich über die Suchfunktion auch in anderen Threads wieder. Sofern der Film dennoch nicht auffindbar sein sollte (Tipp: zu einigen Angeboten finden sich auch mehrere Mirrors in der Linkliste), hilft es, sich per PN direkt an den jeweiligen Uploader des Films zu wenden.
Ich möchte an dieser Stelle erwähnen, dass ich sowohl für positive als auch negative Kritik Eurerseits bezüglich des Aufbaus und/oder der Übersichtlichkeit des Threads offen bin.
4. Darf hier diskutiert werden?
Ganz klar: Nein! Bei diesem Projekt handelt es sich um einen reinen Angebots-Thread (kommentar- und supportfreie Zone), der aufgrund seiner Ausmaße mit der Zeit ohnehin schon an Übersichtlichkeit verliert. Selbiges gilt auch für Re-Up- und Passwortanfragen. Sofern das Passwort nicht stimmig ist, dieses entweder per Hand eingeben oder den jeweiligen Uploader in einer Privaten Nachricht darum bitten. Filmanfragen dürfen jedoch gerne im Suche Video-Bereich oder im eigens dafür eröffneten Projekt: Raritäten für Cineasten-Suchthread gestellt werden.
Sollten hier dennoch unnötige Beiträge (Dankepostings, Meinungsäußerungen, Downmeldungen, etc.) auftauchen, so werden diese umgehend von einem der dafür verantwortlichen Moderatoren gelöscht. Wenn Ihr Euch für die Mühen der Uploader erkenntlich zeigen wollt, nutzt bitte den dafür vorgesehenen Bedanken-Button oder die Bewertungsoption.
5. Wie finde ich, wonach ich suche?
Die Suchfunktion hat Euch diesen Thread bei Eurer Filmsuche als ersten Treffer ausgespuckt? Allerdings landet Ihr in diesem Fall auf der hiesigen Startseite. Über den Button am oberen Rahmen des Threads findet Ihr die Option Thema durchsuchen, wo der gesuchte Filmtitel eingegeben werden kann und die interne Suche alle relevanten Beiträge dieses Threads auflistet.
Des Weiteren habe ich eine Linkliste angelegt, wo in alphabetischer Reihenfolge die Originalfilmtitel aufgeführt sind (weitere Filminformationen im entsprechenden Beitrag), so dass sich die erst genannte Methode im Prinzip erübrigt.
Um die Suche in der Linkliste dennoch zu erleichtern, kann über Strg + F (sofern manuell nicht anders belegt) die browsereigene Suchfunktion aufgerufen werden, in deren Suchfeld bloß der jeweilige Filmtitel eingegeben werden muss. Potenzielle Treffer werden farblich markiert und direkt über dem Suchfeld angezeigt.
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Linkliste:
Ein paar Worte zum Anfang: Die Liste führt die Filme in alphabetischer Reihenfolge (#1-9, A-Z) auf, wobei die Artikel (egal welcher Sprache) direkt vor den Titel gesetzt und nicht gesondert abgetrennt werden: Das heißt, dass bsw. der Film L'avventura nicht unter A, sondern bei L zu finden ist. Des Weiteren sind die Filmtitel nur in der jeweiligen Originalsprache zu finden - ein Cineast sollte daher keine Probleme beim Suchen haben. Der Vereinfachung halber wird dem Titel exotischer Sprachen (japanisch, chinesisch, koreanisch, russisch, türkisch, Sprachen der Ostblockstaaten und nordische Sprachen) der englische/deutsche Titel beigefügt. Wer seinen Film dennoch nicht auf Anhieb entdecken sollte, möge sich doch bitte in der imdb nach dem Originaltitel des gesuchten Films erkundigen.
Filme online: 294
Filme offline: 122
Filme gewünscht: 56
Gesamt: 472
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Statement von Gris Gris auf die Frage, seine damals im gulli:board angebotenen Filme auch hier wieder online zu stellen:
Zitat:
Zitat von Gris Gris
Hi,
habe mich vor vor kurzen bei boerse.bz registriert und dort auch den Cineasten Thread entdeckt. Von meiner Zeit her schaffe ich es einfach nicht mehr Filme zu uppen.
Wegen den vielen PN's (täglich ca. 30 Stück) hatte ich damals die Lust am Projekt verloren. Da RS keinen unbegrenzten Speicherplatz mehr anbietet, sind damals die meisten Filme offline geworden.
Viele Filme davon sind sind immer noch verstreut (Blogs oder engl. Foren) im www zu finden.
Falls ich noch mal im Upload Bereich aktiv werde (mal schauen), werde ich mich Audio Bereich konzentrieren. Bestimmte Genres sind auch bei boerse.bz eher selten zu finden.
An dieser Stelle wünsche ich Euch nun viel Spaß mit den hier angebotenen Raritäten.
Kritik und Anregungen (bez. des Angebots, Änderungen des Layouts, etc.) sind erwünscht (bitte nur per PN).
Ein Bitte, auch an die Moderatoren, die diesen Beitrag lesen:
Seit asics vor gut 1 1/2 Monaten aus dem Board verschwunden ist und damit auch diesen Thread abgegeben hat, tut sich hier nichts mehr!
Es wurden zeitweise zwar Filme geuppt, aber der Threadstarter (ShutUp) hat hier bisher keinen Finger gerührt.
Zitat:
Zitat von ShutUp
Da mir das Projekt sehr am Herzen liegt, habe ich Asics Posten bezogen und hoffe mal das der Thread blühen und gedeihen wird.
Wohl nur heiße Luft, denn gesehen habe ich davon bisher nichts. Keine Veränderung im Startpost (seit mehr als einem Monat), keine Filme in die Liste hinzugefügt. Das wirkt sich natürlich auf den kompletten Thread aus, der so mehr und mehr in der Filmrubrik untertaucht.
Wenn man es zeitlich, beruflich oder meinetwegen auch privat nicht schafft, den Thread aufrecht zu erhalten, sprich; dafür zu sorgen, dass er stetig aktualisiert wird, dann sollte man sich in meinen Augen auch nicht für diese Aufgabe melden.
Ich appelliere daher an die Moderatoren dieses Bereichs: Stellt eine erneute Anfrage, ob nicht jmd. anderes diesen (anspruchsvollen) Thread übernehmen möchte. Denn so verläuft das Ganze hier immer mehr im Sande.
MfG, Nutzer ohne Namen
Die Kritik ist gerechtfertigt, danke dafür.
Falls sich irgendjemand dazu bereit fühlt den Posten zu übernehmen reicht eine PN an den zuständigen Moderator. Ich bin im Moment leider z.Z. nicht imstande allzuviel Zeit für die Börse zu opfern.
Vielen Dank an Gris Gris, Asics, Maddas, 2184, hmpfhmpf, BoylerBoi, l4me, A M P, OldStallion66, Scream Of The Butterfly, Moewe, HarryX, Visious, SiRRa und an alle Upper und User die diesen Thread am Leben erhalten.
Ubuweb ist ein vollständig unabhängiges Projekt, dass es sich zur Aufgabe gemacht hat, Werke der Avantagarde, Ethnopoesie sowie vergessene und unterschätzte Kunst frei im Netz verfügbar zu machen.
Das Projekt wurde 1996 von dem Künster Kenneth Goldsmith gegründet und wird seitdem ausschließlich ehrenamtlich betrieben. Der Webspace und Traffic wird von einigen Universitäten und Sympathisanten bereitgestellt.
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Das im Archiv zur Verfügung stehende Material (Filme, Audiodateien und Texte) kann für nichtkommerzielle Zwecke frei heruntergeladen werden. Insbesondere das Filmarchiv kann sich sehen lassen. Werke von Luis Bunuel, Maya Deren, Marcel Duchamp, Laszlo Moholy-Nagy, Yoko Ono, Man Ray, Walter Ruttmann, Hans Richter, Carolee Schneeman und vielen weiteren Künstern sind dort verfügbar.
FAQs (Abspiel- und Entpackprobleme, Austauschen der Tonspur)
Austauschen einer Tonspur mit "VirtualDubMod"
VirtualDubMod braucht nicht installiert werden und wird nur gestartet.
1. VirtualDubMod starten und Video öffnen
2. Video -> Direkt Stream Copy auswählen (Wichtig)
3. Streams -> Streamlist -> Add (z.B AC3 Tonspur auswählen)
4. "Move Up" AC3 Tonspur nach oben verschieben
5. alte Tonspur auswählen und auf Disable klicken
6. Mit "Ok" bestätigen
7. File -> Save as
Das Video kann nicht abgespielt werden oder ihr hört kein Ton
Sehr wahrscheinlich fehlt euch der Video oder Audiocodec.
Um dieses zu Testen, empfehle ich euch mit GSpot das Videofile zu öffnen.
Screen
Nun könnt ihr sehen, welche Codecs im Video enthalten sind, bzw. ob ihr die Codecs auf euren Rechner installiert habt.
Codecs findet ihr u.a. bei http://www.codec-download.de/. Von Codec-Packs rate ich ab.
Als Alternative könnt ihr auch den VLC Player verwenden. Dieser Player ist einer der besten Softwareplayer und spielt i. d. R. fast alle Videos ab, ohne das ihr dazu den Codec installieren braucht.
Ich bekomme beim Entpacken Fehlermeldungen
Beim Packen und Dateitransfer können Fehler entstehen, so das sich die Archive nicht entpacken lassen.
Wenn ein Film schon über 10x runtergeladen wurde und noch keiner gemeckert hat, dann liegt der Fehler sehr wahrscheinlich auf deiner Seite.
Bei gesplitteten Archiven wird häufig eine sfv Datei (Prüfsumme) mit hochgeladen. Mit dieser Datei kannst du überprüfen, welche Rar Datei defekt ist.
SFV-Tools findet du hier.
Defekte Archive lassen sich auch reparieren. Dieses geht aber nur, wenn beim Packen die Wiederherstellungsfunktionen gespeichert sind. Dieses kannst du über die "Eigenschaften" (rechte Maustaste) erfahren.
Zum Reparieren startest du WinRar, wählst jedes Archiv aus und klickst auf Reparieren (ALT + R).
All in One Tutorial zur Erstellung von DVD/XviD Rips mit AutoGT & DVD-Shrink
Habe es für die Leute geschrieben, die nicht wissen wie sie ihren guten Filme rippen, bzw. in XviD umwandeln. Es wirklich einfach gute XviD Rips aus einer DVD zu erstellen.
Dieses noch nicht ganz fertig geschriebene Tut enthält u. a. auch Links zur Software und einer 30 MB großen Übungs-DVD.
Download (DVDRip Tutorial v. 08.05.2007)
http://rapidshare.com/files/30175375/DVDRip_Tutorial_2007_05_08.rar
Koyaanisqatsi - von Godfrey Reggio (1983) DVDRip - AC3 6CH - XviD - German subs
Info & Links
Der Titel "Koyaanisqatsi" stammt aus der Sprache der Hopi-Indianer und bedeutet so viel wie "Leben, das aus dem Gleichgewicht geraten ist".
ko.yaa.nis.katsi (from the Hopi language)
1. crazy life. 2. life in turmoil. 3. life disintegrating. 4. life out of balance. 5. a state of life that calls for another way of living.
Einen völlig neuen cineastischen Weg schlug Godfrey Reggio ein, als er 1975 bis 1982 "Koyaanisqatsi" drehte: Der Film kommt ohne Akteure aus und weist keine herkömmliche narrative Struktur auf. Die Bildsequenzen, ungewohnte Abspielgeschwindigkeiten und die von Philip Glass komponierte Minimal Music sind zu einer hypnotisierenden Einheit verschmolzen.
Am Anfang ziehen Wolken über den Himmel, Wasser fließt und sprudelt, Dampf quillt aus Felsspalten. Dann wühlen sich Planierraupen durch die Landschaft. Erde wird abtransportiert. Atompilze quellen empor.
Mietskasernen mit zerbrochenen Fensterscheiben werden gesprengt. Industriearbeiter bewegen sich im monotonen Takt der Maschinen. Fast Food wird am Fließband abgepackt und lustlos konsumiert. Der Einzelne zählt nicht. Immer schneller wird das Tempo. Auf den Highways und in den rechtwinkligen Straßenzügen einer amerikanischen Metropole pulst der Verkehr. In einer U-Bahn-Station hasten die Menschen wie Ameisen herum. Am Ende taumeln die Trümmer einer explodierten Rakete durch die Atmosphäre.
"Koyaanisqatsi" ist eine apokalyptische Vision der Zerstörung der Natur durch die Industriegesellschaft. Der Film zwingt uns dazu, das Paradigma vom technischen Fortschritt und vom Segen der urbanen Zivilisation neu zu überdenken.
Godfrey Reggio warnt zwar, aber er klagt nicht an. Er schreibt:
"Koyaanisqatsi" is not so much about something, nor does it have a specific meaning or value.
"Koyaanisqatsi" is, after all, an animated object, an object in moving time, the meaning of which is up to the viewer. Art has no intrinsic meaning. This is its power, its mystery, and hence, its attraction. Art is free. It stimulates the viewer to insert their own meaning, their own value. […] The film's role is to provoke, to raise questions that only the audience can answer. This is the highest value of any work of art, not predetermined meaning, but meaning gleaned from the experience of the encounter. The encounter is my interest, not the meaning. If meaning is the point, than propaganda and advertising is the form."
(www.koyaanisqatsi.org)
Wie ihr die Links bekommt, steht im Startposting unter "Premiumlinks".
- Movie
- Sample
WinRar PW:byGrisGris
edit:
Falls ihr die Untertitel abspielen möchtest, müssen die Untertitel im Filmverzeichnis liegen und den gleichen Filmdateinamen haben. Nicht jeder Softwareplayer unterstützt externe Subs.
Der Mediaplayer Classic oder der VLC Player spielt Untertitel ohne Probleme ab.
Hier nochmal die Übersetztung von Koyaanisqatsi
Ko - jah - nis - katzi (aus der Hopi-Sprache) heißt so viel wie:
1. Verrücktes Leben. 2. Leben in Aufruhr. 3. Leben in Auflösung. 4. Leben außer Gleichgewicht. 5. Ein Lebenszustand, der geändert werden muss
"Kustom Kar Kommandos"
USA 1965, 16mm, 3:00 min, col
Pygmalion und seine Herrin, die Maschine. Zum Soundtrack von ?Dream Lover? streichelt ein junger Mann sein individuell hergerichtetes Auto mit einem Wattebausch.
?Kustom Kar Kommandos? war ursprünglich ein achtteiliger 30-Minuten-Film, den Anger als ?oneirische Vision des zeitgenössisch amerikanischen (und speziell kalifornischen) Teenager-Phänomens, die Welt der herausgeputzten und frisierten Autos? beschrieb. Anger zeigte den Film alsbald als ?Kustom Kar Kommandos?, um Unterstützung zur Vollendung des Filmes zu finden, was er jedoch nicht schaffte und das Projekt aufgab.
Video: MPEG-4 Video (AVC) 640x352, 25.00fps, d. 700Kbps, max. 5220Kbps
Audio: AAC 48000Hz stereo 136Kbps
Größe: 750MB
Qualität: Befriedigend (Das Label MPC konnte sich leider nicht zu einer restaurierten Fassung hinreißen lassen und so muß man nehmen, was diese DVD eben hergibt)
Container: mp4
Sprache: Deutsch
Laufzeit: 130 Minuten
Falls CRC-Fehler beim Entpacken auftreten, die Wiederherstellungsfunktion (Reparieren/Repair) mit WinRar starten.
Info zum Abspielen
Der Codec "H.264" aka "AVC" liefert in Gegensatz zu H.263 (DivX, XviD) keinen Decoder mit. Um dieses File mit fast jedem gängigen Player am PC abspielen zu können, muß der DirectShow-Filter ffdshow installiert sein, welcher dann ganz einfach die Decoder Funktion übernimmt. Selbst der Windows Media Player spielt euch dann das Video in voller Qualität ab (Media Player Classic sei jedoch empfohlen).
Zusätzlich: Da unsere Tonspur das AAC Format hat, sollte man nach obiger Anleitung neben den Einstellungen im Video Decoder auch im Audio Decoder unbedingt "AAC" aktivieren. Bitte klickt während der Installationsroutine nur die Punkte an, welche auch wirklich benötigt werden.
In unserem Fall also unter Audio "ACC" & unter Video "H.264,X.264" - alle anderen Optionen sind erst mal unwichtig.
Noch ein Punkt: _Nur_ der aktuelle VLC-Player spielt das Video fehlerfrei ab. Nutzt man diesen Player, erübrigt sich natürlich ffdshow.
The Straight Story - von D. Lynch, 1999 - DVDRip XviD - German (AC3 6ch) & Englisch (mp3) & Soundtrack
Info/Reviews & Links
Inhalt
Alvin Straight ist 73 Jahre alt, kann nur noch schwer gehen und arbeiten und seine Sehfähigkeit läßt immer mehr nach. Eines Tages erfährt er, daß sein Bruder einen Schlaganfall erlitten hat. Mit ihm hat er seit 10 Jahren kein Wort mehr gesprochen, seitdem sie sich einmal heftigst gestritten haben. Durch die Nachricht wird ihm aber klar, daß er seinen Bruder in seinem Leben vielleicht nie wieder sehen wird, da dieser im 500 Meilen entfernten Wisconsin wohnt. Er beschließt seinen Bruder ein letztes Mal zu besuchen und macht sich auf dem Weg zu ihm - mit seinem Rasenmähertrecker..
Reviews http://www.ofdb.de/view.php?page=rev...036&rid=148703
Der Film basiert auf einer wahren Begebenheit. Regisseur David Lynch der sonst eher für surrealistische Filme bekannt ist, präsentiert uns hier eine sehr gradlinig und sanft erzählte Geschichte. Mit wunderschönen friedlichen Bildern zeigt er die scheinbar endlose Weite des mittleren Westens, unterlegt mit der melancholisch ergreifenden Musik von Angelo Badalamenti. Trotz der ruhigen Erzählweise kommt zu keiner zeit Langeweile auf, und die Fahrt auf dem Rasenmäher, welche der Hauptprotagonist hier unternimmt, wird auch zu einer Reise durch die Welt der unterschiedlichsten Charakteren auf die wir während des Filmes treffen. Mit fast schon grotesker Hilfsbereitschaft, Freundlichkeit und uneingeschränktem Verständnis, wird hier diesem alten Mann beigestanden seine Reise fortzusetzen, sodass einem manchmal das Gefühl beschleicht dass Herr Lynch es doch nicht ganz lassen konnte, auch hier wieder, wie schon in seinen anderen Werken, eine “fremde Welt“ zu erschaffen.
The Straight Story ist ein wunderbar ruhiges Road-Movie, mit viel Gefühl und Sinn fürs Detail, großartigen Charakteren und einer Geschichte die bewegt und berührt.
-- http://www.senseofview.de/showreview.php?id=270&pid=1
Ein Film, der auch dem Zuschauer etwas zurückgibt, ja man ist hinterher geradezu entspannt. Die Geschichte ist zuende, der Abspann läuft, aber trotzdem möchte man noch gar nicht aufstehen. Ein einfach schöner Film.
Ein namenloser Mann kommt in die Stadt und wird bei der erstbesten Gelegenheit zu Tode geprügelt. Hier beginnt dieses epische Drama, dieser Film oder besser ein Traum von einsamen Herzen mit leeren Taschen unter dem weiten Himmel unseres Herrn - oder vielleicht besser - dem der Vögel. (Aki Kaurismäki)
Filminfo:
Ein Namenloser (Markku Peltola), überfallen und ausgeraubt nach einer Zugfahrt und von den Ärzten für tot erklärt, findet sich plötzlich erinnerungslos in einem zweiten Leben wieder. Er siedelt sich in einem Schrottcontainer am Flussufer an, mit Kleidern versorgt von der Heilsarmee und bald auch mit der scheuen Liebe einer Heilsarmistin (Kati Outinen). Mit Zähigkeit, Phantasie und Überlebenswillen kehrt er ins Leben zurück. Bis er, versehentlich eines Banküberfalls verdächtigt, identifiziert wird. Muss er nun zurück in seine frühere Welt, an die er sich immer noch nicht erinnern kann?
Nach längerer Schaffenspause ist Aki Kaurismäki nun ein kleines Meisterwerk gelungen, das sowohl inhaltlich durch seinen einfühlsam humanistischen Grundton, Situationskomik und Lakonie, als auch formal durch satte, warme Farben und eine wunderbare Musik besticht. Der Mann ohne Vergangenheit gehörte zu den Highlights der diesjährigen Filmfestspiele in Cannes und wurde mit dem "Großen Preis der Jury" und dem "Preis für die beste Darstellerin" (Kati Outinen) ausgezeichnet. Quelle und weitere Infos
Der Koch, der Dieb, seine Frau und der Liebhaber - von Peter Greenaway (1989) DVDRip - XviD - AC3 2Ch
Info & Review
Inhalt
Der Koch serviert in seinem exklusiven Restaurant kulinarische Meisterwerke. Der cholerisch-tyrannische Dieb hält in eben diesem Restaurant Hof und terrorisiert jeden in seiner Umgebung. Seine Frau hat eine heimliche Liäson mit einem unscheinbaren Buchhändler, der sich gerade auf die gefährlichste Affäre seines Lebens eingelassen hat.
Peter Greenways erfolgreicher Film ist eine moderne Rachetragödie mit einer gehörigen Prise schwarzem Humor. (Covertext)
Review
Peter Greenaway ist ein begnadeter Regisseur! Mehr als das - er ist der "Paul Bocuse" der haute cuisine des europäischen Films.
Die Arbeitsmethode des ehemaligen Malers ist unverändert geblieben. Anstatt mit Pinsel und Farbe die Leinwand zum Leben zu erwecken, "malt" er nun mit einer Kamera auf Zelluloid. Jedoch mit einem winzigen Unterschied: diesmal "laufen" seine Bilder!
...
Der finale "Leichenschmaus" läßt uns indes wissen: "Männer, die auf Toiletten herumlungern, wollen mit Gewalt ihre Illusionen verlieren."
...
Leidenschaftlicher Sex, religiöse und mythologische Anspielungen und noch einige Überraschungen. Dieser Eintopf mundet dem cineastischen Gourmet auf vorzüglichste Art.
- Bon appetit! - http://www.filmrezension.de/fil..._koch.html
Video Info
Ausgangsmaterial ist eine geshrinkte DVD (85%), encodet mit AutoGK (2 Pass)
Obwohl ich die Birate etwas höher geschraubt habe, bin ich mit der Qualität bin ich nicht zufrieden.
Bei der Ausgangs DVD sind auch schon einige Artefakte & Pixelblöcke zu erkennen.
Ich empfehle euch erstmal das Sample runterzuladen.
General #0
CompleteName : F:\DVD\Der Koch, der Dieb, seine Frau und der Liebhaber - XviD\Der Koch, der Dieb, seine Frau und der Liebhaber (1989) DVDRip - XviD - AC3 2Ch.avi
FileSize/String : 1.03 GiB
Format/String : Audio Video Interleave
OveralBitRate/String : 1243 Kbps
PlayTime/String : 1h 59mn
Encoded_Application : VirtualDubMod 1.5.4.1 (build 2178/release)
Morgan Sullivan (Jeremy Northam) führt ein ruhiges Spießerleben. Ohne das Wissen seiner Frau arbeitet er allerdings als Spion für eine Firma namens Digicorp, von der er den falschen Namen Jack Thursby bekommt. Als er jedoch von der schönen Rita (Lucy Liu) davor bewahrt wird, von Digicorp per Gehirnwäsche endgültig in Jack Thursby verwandelt zu werden, wird er misstrauisch. Ist das selbe schon mal passiert? War er vor Morgan Sullivan und dessen Eheleben schon mal jemand anders? Hat er auch eine wirkliche Identität? Kann er überhaupt noch jemandem trauen? Als er von verschiedenen Seiten verschiedenste Versionen der Wahrheit und seiner Vergangenheit erfährt, kennt er sich plötzlich selbst nicht mehr...
Cube-Regisseur Vincenzo Natali hat mit 'Cypher' für relativ wenig Geld einen absolut genialen zeitlosen Sience Fiction Thiller geliefert. Ich bin der gleichen Meinung, was auf dem Cover steht: Ein faszinierender Trip an die Grenzen der Vorstellungskraft! Aufmerksamkeit und Mitdenken ist angesagt! (Und möglicherweise, ich hatte es nötig, auch gleich ein 2. Mal ansehen!)
Im Prinzip stimmt an dem Film alles. Die Atmosphäre kommt wegen der geschickt eingesetzten Farbfilter und des grandiosen Soundtracks perfekt herüber. Die ständigen Wendungen, oder besser gesagt neuen Versionen der Wahrheit regen gekonnt zum Miträtseln an. Die Szenenwechsel mit der Weltkarte sind echt ein netter Einfall und auch an der schauspielerischen Leistung ist nichts auszusetzen!
Bevor ich mir die DVD zugelegt habe, kannte ich den Film noch nicht; ich habe lediglich den Trailer gesehen. Doch dieser und der Covertext haben mich derart fasziniert, dass ich nicht lange gezögert habe, mir die übrigens spitzenmäßige Doppel-DVD, an deren Produktion Vincenzo Natali persönlich beteiligt war, zuzulegen. Ich kann den Film nur jedem empfehlen!
Der Film erzählt die Geschichte des Dr. Caligari (Werner Krauß), der auf dem Jahrmarkt ein somnambules Medium namens Cesare (Conrad Veidt) ausstellt und hellsehen lässt. Zwei Freunde besuchen gemeinsam die Vorstellung und einer von ihnen wird in der darauffolgenden Nacht ermordet, nachdem ihm Cesare zuvor den Tod prophezeite. Caligari stellt sich als Wahnsinniger heraus, der Cesare als Mordinstrument benutzt. Am Ende schlägt der Film jedoch einen Haken (der von Drehbuchautor Carl Mayer nicht vorgesehen war): Die ganze Handlung ist nur eine Wahnvorstellung eines Insassen einer Irrenanstalt, Caligari der Direktor dieser Anstalt - nun allerdings wissend, wie er den tatsächlich Wahnsinningen heilen kann.
Berühmt wurde das Werk durch den außergewöhnlichen, neuartigen Stil, der gemalte und gebaute, grotesk verzerrte Kulissen mit kontrastreicher Beleuchtung und gemaltem Licht und Schatten kombinierte. (Die Bauten stammen von Walter Reimann.) Die Geschichte des Films ist surrealistisch und das ungewöhnliche Ende war ein Resultat der damaligen Zensur. Im zeitgenössischen Kontext stellt die Figur des Caligari eine unverhohlene Kritik an Obrigkeit und Kultur des im Weltkrieg unterlegenen deutschen Kaiserreichs dar. Ursprünglich sollte Fritz Lang Regie führen, aufgrund dessen Zeitproblemen jedoch ging der Film an Robert Wiene.
Für den durch Das Cabinet des Dr. Caligari geprägten filmischen Stil wird auch der Begriff Caligarismus verwendet. Der Film wurde 1933 in Deutschland verboten und 1937 zum Bestandteil der "entartete Kunst" Ausstellung gemacht. Hauptdarsteller Werner Krauß hingegen stieg in der Zeit des Nationalsozialismus zum "Staatsschauspieler" auf und exponierte sich unter anderem 1940 im antisemitischen Hetzfilm Jud Süß in einer der Hauptrollen.
Da heißt es immer, die Deutschen könnten keine guten Filme machen. Ich bin da sowieso schon immer anderer Auffassung gewesen, da z.B. „Absolute Giganten“ oder auch „Long Hello & Short Goodbye“ für mich zu überdurchschnittlichen Werken zählen. Mit „Lola rennt“ habe ich mir dann eines Tages das angebliche deutsche Meisterwerk angesehen, ein Film von Tom Tykwer, der größten deutschen Regiehoffnung. Ich kann zwar nicht bestreiten, dass der Film wirklich atemberaubend und alles andere als langweilig ist, die zahlreichen Meinungen vieler anderen konnte ich jedoch nicht teilen, denn was Besonderes ist „Lola rennt“ in meinen Augen keinesfalls. Also war Tom Tykwer für mich erst einmal abgehakt.
Als dann jedoch „Der Krieger und die Kaiserin“ langsam ins Rampenlicht stieß, konnte ich natürlich nicht widerstehen und sofort rannte ich in den nächsten DVD-Laden und legte mir den Film zu. Und ich muss sagen, selten waren 130 Minuten unterhaltsamer, atemberaubender und einfühlsamer als in diesem absoluten Meisterwerk. Von der allerersten Minuten sieht man die Genialität des Regisseurs mit wunderschönen Bildern und gefühlvoller Musik, noch dazu die beiden hervorragenden Schauspielerleistungen von Franka Potente und Benno Fürmann. Diese beiden besetzen die Hauptrollen und verkörpern überaus zerbrechliche und sensible Personen. Zum Einen wäre da Simone, die in einer Irrenanstalt arbeitet und zum Andere wäre da Bodo, ein Ex-Soldat, der immer noch am Tod seiner Frau leidet. Eines Tages bekommt Simone, die sonst nie Post von außerhalb bekommt, einen Brief von einer Freundin namens Maike, in dem steht, dass Maikes Mutter gestorben ist. In ihrem Testament steht, dass Maike in eine Bank gehen und aus einem Schließfach etwas holen soll. Da aber Maike am mehr und folglich fern der Stadt wohnt, bittet sie Simone anhand des Briefes, dass sie für Maike zu dieser Bank gehen soll, um eben das Hinterlassene abzuholen. Der Zuschauer erfährt hier schon, dass Simone, deren Mutter bei einem tragischen Unfall ums Leben gekommen ist, eigentlich niemanden hat, mit dem sie über ihre Probleme reden könnte oder der für sie da ist. Auch Bodo wird dem Zuschauer näher gebracht, das Einführen in die beiden Charaktere verläuft parallel und es wird immer hin- und hergesprungen, also Bodo und Simone werden nicht nacheinander charakterisiert. Bodo jedenfalls, oben schon erwähnt ein Ex-Soldat, ist auf der Suche nach einem Job, da er mit seinem Bruder Walter in einer kleinen Hütte auf einem Hügel und noch dazu in Armut lebt. Eines Tages versucht sich Bodo als Sargträger bei einem Bestattungsinstitut, doch als er bei der Beerdigung zu weinen beginnt, wird er auch gleich wieder gefeuert. Hier wird schon klar, dass auch Bodo recht zerbrechlich und sensibel ist und er nicht den harten Mann verkörpert, der er gern sein möchte. Zudem wird gezeigt, dass er keinen an sich ranlassen möchte und mit Abstand zu seinen Mitmenschen lebt. Eines Tages sieht man Bodo, wie er gerade einen Kleinladen überfallen hat und von dessen Besitzern flüchtet. Zur gleichen Zeit ist Simone mit Otto, einem Blinden aus der Anstalt, in der Stadt, um in diese Bank zu gehen. Als sie jedoch einen Moment unachtsam ist, wird sie von einem LKW überfahren. Bodo, der gerade an diesem LKW vorbeirennt und noch immer auf der Flucht vor den Ladenbesitzern ist, erkennt eine große Menschenmenge um die Unfallstelle und mischt sich unter diese, um nicht erkannt zu werden. Letztendlich wirft er sich dann unter den LKW und entdeckt die schwer verletzte Simone, der kurzerhand das Leben rettet.
53 Tage später, Simone wird gerade aus dem Krankenhaus entlassen, startet sie einen weiteren Versuch, die hinterlassenen Sachen für Maike aus dieser Bank zu holen. Zur gleichen Zeit überfallen Bodo und sein Bruder Walter diese Bank, da Walter dort arbeitet und dieser herausgefunden hat, dass direkt unter seinem Büro unterirdische Gänge aus früheren Zeiten verlaufen. Der Alarm wird jedoch ausgelöst und Bodo und Walter werden geschnappt. Simone jedoch rettet Bodo im letzten Moment und Walter wird angeschossen. Ab diesem Moment kommen sich Bodo und Simone näher…
In „Der Krieger und die Kaiserin“ geht es um zwei Personen, die erst zueinander finden, nachdem sie sich gegenseitig das Leben gerettet haben. Es handelt sich auch um einen Film, der nicht unbedingt leicht zugänglich ist, auch wenn er das FSK 12 Siegel trägt. Leute, die sich sonst nur actiongeladene Reißer anschauen, können wahrscheinlich nicht viel mit diesem Meisterwerk anfangen, da sie viele Szenen als Kitsch und realitätsfern bezeichnen werden. Und genau das ist ein Punkt, der den Film so atemberaubend macht. In vielen Szenen kommt fast schon eine poetische Stimmung auf. Dies wird dadurch noch bestärkt, weil „Der Krieger und die Kaiserin“ keinen großen Wert auf Dialoge legt, ein weiteres Argument dafür, dass der Film sicher nicht jedem Fan von irgendwelchen TV-Romanzen gefallen wird. Das Ende zählt wohl zu den genialsten, wenn auch simpelsten, die ich bisher gesehen habe und setzt auf die vorherigen 120 Minuten noch einen drauf.
Alles in allem kann „Der Krieger und die Kaiserin“ meines Erachtens durchaus als Meisterwerk bezeichnet werden und jeder, der um diesen Film einen Bogen macht, begeht einen Riesen-Fehler, denn jeder sollte diesen Meilenstein des deutschen Kinos gesehen haben. Ein brillanter Bilderrausch mit poetischen Anleihen und grandiosen Hauptdarstellern fesselt den anspruchsvollen Filmfan über die volle Länge. Dazu noch geniale Musikuntermalung und fertig ist ein Stück Genialität, geschaffen von Tom Tykwer. Und dass der wirklich poetische und vor allem überragende Filme drehen kann, hat er uns ja vor Kurzem mit „Heaven“ bewiesen…10/10 Punkte
Living in Oblivion – ein phantastischer, unheimlich sympathischer kleiner Beitrag zur Welt des Independentkinos. Tom DiCillo ließ den in New York hervorgekommenen Comedian Steve Buscemi als Regisseur über ein chaotische Filmset einen Low-Low-Bugdet-Streifen drehen – und herausgekommen ist ein künstlerisch wertvolle Alternative zum altbackenen Mainstream, auch in echt mit wenig Geld finanziert, aber doch mit einem interessanten Besetzungsstab aufwartend: neben Buscemi versuchen sich unter anderem Catherine Keener und Dermont Mulroney vor und hinter der Kamera.
Der Witz des Films ist sehr unterschwellig und eher zitierend, dabei aber sehr charmant und geistreich. Mehrere Szenen müssen immer und immer wieder wiederholt werden, weil immer irgendetwas anderes schief läuft – so scheitert die desperate Crew ein ums andere Mal an der Technik, aber auch aufgrund exzentrischer Extrawünsche von egomanischen Hauptdarstellern – und am Ende ist es die aus dem Heim entflohene Mutter des Chaosregisseurs, die als einzige den Film retten kann.
Ein weiteres innovatives Feature ist die Farbgebung, die sich nahezu keiner Regel zu unterwerfen scheint: zunächst zeigt der Regisseur die Szenen hinter der Kamera in schwarzweiß und die Aufnahmen in Farbe, wenig später ist es dann aber umgekehrt, und schließlich bleiben Blicke durch die Kamera im Film gänzlich außen vor. Dazwischen stehen neben den Aufnahmen beim Dreh im Hinterhofstudio, die den Großteil des Films ausmachen Szenen außerhalb des stickig anmutenden Kabuffs, die mehr Einblick in die Hintergründe der Hauptcharaktere und deren Beziehungen zueinander erläutern, die – neben den unzähligen anderen Hindernissen – ebenfalls einem flüssigen und reibungslosen Dreh im Wege stehen.
Die Darsteller liefern erstklassige Leistungen ab, allen voran Steve Buscemi. Alle vermitteln glaubwürdiges B-Flair und beweisen ihre Herkunft lupenrein. Heutzutage sieht man viele der Darsteller in großen und teuren Millionenproduktionen, damals, Mitte der Neunziger, sah das für die meisten noch anders aus! Zahlreiche Filmgrößen werden hier nicht nur als Vorbilder zitiert, sondern auch durch den Kakao gezogen: während Jim Jarmusch und Quentin Tarantino zu erstgenannten gehören, stehen Richard Gere und Tom Cruise eher auf der Abschussliste.
Insgesamt auf jeden Fall ein totaler Geheimtipp für Fans des Unbekannten. Mainstreamer sollten gleich die Finger davon lassen und da bleiben, wo der Pfeffer wächst.
Der Amerikanische Freund - von Wim Wenders (1977) - Deutsch & Englisch - DVDRip XviD
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Inhalt
Der an Leukämie erkrankte Hamburger Bilderrahmer Jonathan Zimmermann (B. Ganz) wird zum Spielball von Tom Ripley (D. Hopper), einem amerikanischen Kunsthändler, der in zwielichtige Machenschaften verwickelt ist. Ein Bekannter von Ripley, Raoul Minot (Gérard Blain), sucht nach jemandem, der für viel Geld zwei Menschen (Mafiosi) umbringt. Ripley schlägt Zimmermann als geeigneten Kanditaten vor: ein Mann, der nichts zu verlieren hat, weil er nicht mehr lange zu leben hat und der das Geld für seine Familie gebrauchen kann. Was Minot allerdings nicht weiß: Ripley hat Rachegefühle, weil sich Zimmermann ihm gegenüber schlecht benommen hat - für Ripley ist der Vorschlag zuerst nur ein makrabres Spiel. Zimmermann läßt sich von Minot und dem im Hintergrund aggierenden Ripley aber derart verstricken, daß er schließlich den Auftrag annimmt und zur Tat schreitet. Doch dann kommt es ganz anders als alle gedacht haben (auch Tom Ripley bekommt allmählich Skrupel) - und als aus Ripley's Spiel blutiger Ernst wird, nimmt das Drama unaufhaltsam seinen Gang...
Inhalt
"Leolos Welt ist die der Phantasie. Er verwandelt die Wirklichkeit in Lüge. Er glaubt, daß seine Mutter von einer verseuchten Tomate schwanger war, und der Arzt nicht den Mut hatte, ihr das zu sagen. Er ist auch fest überzeugt davon, daß alle in der Familie vom Großvater eine kleine Zelle zuviel im Gehirn abbekommen haben. Deshalb auch der Psychiater. Seine Familie ist ein einziger Alptraum. Da hilft nur noch die Liebe zu Bianca, der Kleinen aus der Nachbarschaft. Wenn es sein müßte, würde Leolo für sie seine ganze, bescheuerte Familie umbringen."
Happy End gibt's übrigens keines, weder im Film noch im wirklichen Leben: Der Regisseur ist 1997 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen ...
Review
Das dramatische und gleichermaßen skurrile Familienporträt des kanadischen Regisseurs Jean-Claude Lauzon ist stark vom eigenen Erleben der Kindheit geprägt. So kann der Film als Versuch betrachtet werden, die eigenen Kindheitserfahrungen zu verarbeiten. Ihm selbst gelang es, diesem rauen Milieu zu entkommen. Ein Entrinnen, das dem jungen Leolo verwehrt bleiben soll. Die Umsetzung der Aussichtslosigkeit von Leolos Versuch, die Realität mit der Fiktion in Einklang zu bringen, gelingt durch das gesamte Repertoire der filmischen und stilistischen Mittel.
Die Erzählperspektive ist die von Leolo. Ergreifend sind seine innere Monologe, die mittels Off-Stimme hörbar werden und sehr poetisch Zeugnis von seiner Entfremdung ablegen. Selten gelang es einem Film, mit so wenig Worten so viel Weisheit und Emotion zu transportieren. Neben dem Gebrauch der Sprache, kommt den Metaphern eine wichtige Funktion zu. So spiegelt sich die physische Distanz Leolos in der fiktiven räumlichen Flucht nach Italien wider. Italien als Symbol der Entfremdung. Wesentlich für die Erzeugung von Emotionen ist die Realisierung von Traumwelt und Realität. So scheint die Fiktion realer zu sein als das wirkliche Leben. Dies geschieht durch die skurrile Überzeichnung der Tatsachen. So nimmt etwa das Bemühen des Vaters, Leolos Stuhlgang anzuregen, weil das der Gesundheit diene, einen bizarr großen Raum ein. Zugleich sind die Bilder der Realität in recht erdigen Tönen gehalten, während die Traumwelt in Licht und schillernde Farben eingetaucht wird.
Die beiden sehr unterschiedlich gezeichneten Welten verschmelzen immer wieder. Ein wichtiges Bindeglied nimmt hier die schöne und rassige Bianca ein. Sie bewohnt das selbe ärmliche Mietshaus in Montreal, ist jedoch zugleich Leolos Verbindung zu Sizilien. Auch hier zeigt sich die Distanz auf: Obwohl sie, laut Leolo, nur 5 Meter entfernt ist, bleibt sie doch unerreichbar für ihn. Nicht nur mit dem Verschmelzen von Wahrem und Erträumten wird hier gespielt – immer wieder springt die Handlung zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin und her. So gibt es in „Leolo“ keinen eigentlichen Handlungsverlauf, sondern es handelt sich viel eher um einzelne Sequenzen, die hier aneinandergereiht werden. Die Trennung von Realem, nicht Realem, Gegenwart und Vergangenheit wird zunehmend komplizierter, wenn nicht unmöglich. So nimmt das Schicksal seinen Lauf, Leolo verfällt selbst dem Wahnsinn und endet wie der Rest seiner Familie in der Psychiatrie. Doch was von der Erzählung wirklich real ist, bleibt dem Zuschauer verschlossen. Ist alles die reine Illusion eines Verrückten? Wie aussichtsvoll ist es, dass Leolo psychisch gesundet? Dem Zuschauer erschließen sich immer neue Möglichkeiten der Deutung.
Der Grundtenor des Filmes ist düster bis depressiv. Die Macht der Bilder und Worte reißt den Zuschauer in eine melancholische Stimmung, die ihn so einfach nicht mehr loslassen wird. Da können auch die Abstecher des Films in das Genre der Komödie keine Linderung bringen. Die skurrilen Momente und der trockene Humor des Filmes unterstreichen die trostlose Realität vielmehr und so manches Mal bleibt einem das Lachen im Halse stecken. Auch dem tragenden Thema der aufkeimenden Sexualität wird sich mit Hilfe der Komik genähert und auch hier wandelt sich Komisches in Tragisches. So nah liegen Weinen und Lachen bei einander. Selten hat ein Film es so gut verstanden, den Zuschauer in ein Wechselbad der Gefühle zu ziehen. “Leolo” ist ein mutiger Film, der sich über filmische Konventionen hinwegsetzt und den Zuschauer nicht mehr loslässt. Verstört und aufgewühlt bleibt man zurück und hat dennoch den Wunsch, diesen wunderschönen und poetischen Film bald wieder zu sehen. Der kanadische Regisseur Lauzon versteht es, das Publikum zu manipulieren und zu fesseln. Tragischerweise kam dieses Ausnahmetalent viel zu früh bei einem Flugzeugabsturz ums Leben.
Fazit: “Leolo” ist ein komplexer Film, den man selbst mit 3000 Wörtern nicht beschreiben könnte. Ein poetisches, fesselndes und zutiefst verstörendes Meisterwerk und ein Muss für jeden Cineasten. http://www.dvd-forum.at/2047/fi...detail.htm
Direkt von Anfang an ist klar, La mala educación ist kein gewöhnlicher Film. Die aufmerksamkeitserhaschende Musik und die vielen bunten Farben, die schon nur in den Opening Credits, die an ein wenig an die aus alten Hitchcock-Filmen erinnern, verwendet werden, sind definitiv ein Hingucker. Und diese Ungewohnheit, was die vielen Farben betrifft, die Musik, doch vor allem auch die Handlung, die Dialoge, die verschrobenen Charaktere wird der spanische Starregisseur Pedro Almodóvar (Todo sobre mi madre, Hable con ella) noch seinen ganzen Film über beibehalten.
Handlungstechnisch gesehen hat La mala educación viel zu bieten, sofern man mit den folgenden Aspekten nicht seine Problemchen hat: sexuelle Belästigung Minderjähriger, etlicher Schwulensexszenen, Transvestiten, Drogenabhängiger. Nach dieser Aufzählung kann man sich denken, dass der Film keine leichte Kost, ein Melodram und ein eher spezieller Film ist, der mit Sicherheit nicht jedem zusagen wird. Dennoch ist die Handlung raffiniert gespickt mit einigen unerwarteten Wendungen, intelligenten Dialogen und wird somit nie langweilig und bleibt immer etwas besonderes. Besonders zum Ende hin spitzt sich die Lage immer mehr zu und man kann kaum drauf abwarten, wie sich erneut alles zum Schlechten oder doch zum Guten hinwenden wird. Doch nicht nur spannungstechnisch kann die Story überzeugen, denn vor allem anderen ist La mala educación ein gefühlsgeladener Film. Wenn man sich erst einmal auf den Film eingelassen hat, fällt es einem kaum noch schwer sich perfekt in die Charaktere, ihre Lage und ihre Gefühle hineinzuversetzen, bzw. zu denken. Sicherlich helfen da die großartigen schauspielerischen Leistungen mit. Besonders Gael García Bernal brilliert in diesem Film, da er in jeder Rolle, in die sein Charakter (der einen Schauspieler darstellt) schlüpf, unglaublich überzeugend und glaubwürdig spielt, sei es als Ignacio, als Juan, als Ángel oder als Transvestit Zahara. Mit dieser Glanzleistung hat er für mich nun entgültig sein Können als hervorragender Schauspieler bewiesen und zählt für mich persönlich nun als bester und vielversprechendster seiner Generation.
Auch Regietechnisch und Inszenatorisch kann La mala educación überzeugen. Besonders das immer leicht ungewöhnliche Setting und die bereits erwähnte Farbwahl haben es mir angetan. Diese Verschaffen dem Film einen sehr südeuropäischen, warmen Touch, was wiederum perfekt mit den Umständen der Handlung harmoniert. Auch die Musik ist wundervoll und passend gewählt. Ich würde nicht sagen, dass Pedro Almodóvar hier überragende Arbeit was die Machart betrifft geleistet hat, aber dennoch ordentliche und solide. Dafür hat er es geschafft seine Darsteller zu absoluten Höchstleistungen zu bringen.
Auch wenn La mala educación mir persönlich sehr gut gefallen hat, bin ich mir sicher, dass ein ungewöhnlicher, intellektueller Film mit reichlich Transvestiten und Schwulen nicht jedermanns Geschmack ist. Eine Thematik, die selbst ich ein wenig schwierig fand, war die sexuelle Nötigung, bzw. Misshandlung Ignacios durch Pater Manolo. Zwar wird klar, dass diese Handlung fatale Folgen in der Zukunft der Charaktere haben wird, doch Almodóvar hat es nicht wirklich geschafft durch diese eigentliche Grausamkeit wirkliche Gefühle in mir hochkommen zu lassen, doch andererseits war dies auch vielleicht gar nicht seine Absicht. Dennoch ist La mala educación mit Sicherheit ein sehr gelungener, ungewöhnlicher Film mit einem brillanten Hauptdarsteller, den sich jeder, der von den oben genannten Aspekten nicht abgeschreckt ist, einmal ansehen sollte.
Als der Reisende Allan Gray in dem Ort Courtempierre eintrifft, sieht er sich mit einigen höchst seltsamen Vorgängen konfrontiert und als er Léone, eine junge Frau, kennenlernt, bemerkt er seltsame Bißspuren an ihrem Hals. Nach einigen Nachforschungen und mit Hilfe eines Buches über Vampirismus erfährt er die grausame Wahrheit: Marguerite Chopin, eine Vampiress, terrorisiert das kleine Dorf, doch Gray stellt sich ihr entgegen...
Für weitere Infos: OFDb Filmzentrale
Video Infos
Leider lässt die Qualität des Bildes sehr zu wünschen übrig (selbst für einen Film von 1932)! Ist nicht mein Rip, sondern vor Jahren von einem Kumpel als VCD bekommen. Falls jemand eine bessere Version hat (hoffentlich), kann er diese ja mal uppen.
Rapidshare
Die Links gibt es aus Sicherheitsgründen nur noch per PN.
Für die komplette Link-Liste bitte einmal "Bedanken".
PW
vamp4gulli
PS:
Puuh, endlich geschafft! Dies ist der 1. Film den ich uppe, und jetzt merk ich erst wieviel Arbeit dahinter steckt: meinen grössten Respekt an Gris Gris und die anderen Uploader!
Falls noch Interesse an Klassikern wie Die Brücke am Kwai, Lawrence von Arabien, Die Nacht des Jägers (etc.) oder einigen Charlie Chaplin Filmen besteht kann sich derjenige ja mal melden. Ich stell mal 'ne Liste mit den wenigen Klassikern die ich habe zusammen.
PPS: Falls euch irgendwelche Fehler auffallen, bitte Bescheid sagen: ich will schliesslich aus meinen Fehlern lernen.
Klaus Kinski - Mein liebster Feind - von Werner Herzog (1999) AC3 2CH - XviD
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Inhalt
Nachdem er in über 100 Filmen mitgespielt hat, trifft Klaus Kinski auf Werner Herzog. Im Verlauf ihrer Hassliebe schreiben der geniale Regisseur und sein egomanischer Star Filmgeschichte. Aus ihrer Zusammenarbeit erschaffen die beiden Pioniere des deutschen Autorenfilms nach immensen Wutausbrüchen und Mordversuchen legendäre Werke wie Cobra Verde und Fitzcarraldo.Acht Jahre nach dem Tod seines „liebsten Feindes“ geht der Regisseur dem Mythos Kinski nach, reist zurück an die Drehorte in Peru und präsentiert unglaubliche Szenen zwischen zwei Besessenen...
Review
Regisseur Werner Herzog porträtiert in dieser Dokumentation die Person Klaus Kinski und berichtet über seine Zusammenarbeit mit ihm. Er erzählt, wie er als 13-jähriger Junge Kinski zum ersten Mal begegnet ist, der damals durch seine harsche Art auf immer in seiner Erinnerung geblieben ist. Danach schildert er ausführlich die chaotischen Umstände und Kinskis Ausraster in Südamerika, bei den Dreharbeiten zu den Filmen Aquirre - Der Zorn Gottes und Fitzcarraldo. Dabei kommt auch ein früherer peruanischer Schauspieler zu Wort, dem Kinski damals beim Dreh fast mit einem Schwert umgebracht hat. Nur durch ein Helm wurde ihm das Leben gerettet, hätte er den nicht getragen, wäre ihm der Schädel eingeschlagen worden! Damals haben die indianischen Statisten Herzog sogar angeboten, Kinski für ihn umzubringen! Zwischendurch kommen auch noch die Schauspielerinnen Eva Mattes und Claudia Cardinale zu Wort, die im Gegensatz zu vielen anderen durchweg positives über Klaus Kinski zu erzählen haben. Herzog gelang es mit dieser Dokumentationsarbeit die Person Kinski weitestgehend mit all ihren Seiten darzustellen und zu durchleuchten, was in ihm vorging, womit man ihn reizen, aber auch zur Ruhe bringen konnte. Aufgelockert wird das Ganze natürlich von einigen Filmausschnitten, wobei die Genreproduktion Nosferatu - Phantom der Nacht leider kaum berücksichtigt wird. Wer sich für den ungewöhnlichsten deutschen Schauspieler aller Zeiten interessiert, sollte sich diese Dokumentation ansehen, da sie von jemandem gemacht wurde, der Kinski sehr nahestand und daher ihn besser darstellen kann als jeder andere Filmhistoriker.
http://www.senseofview.de/showreview.php?id=201&pid=1
Monsieur Hulot ist Werbefachmann in der Autobranche. Er hat ein supermodernes, perfekt ausgestattetes Wohnmobil entworfen, das er im Amsterdamer Autosalon vorstellen soll. Gemeinsam mit einer Delegation der Pariser Autofirma macht er sich auf den Weg nach Amsterdam. Auch eine junge PR-Frau in einem kleinen gelben Sportwagen begleitet Monsieur Hulot dorthin.
Doch unterwegs kommt es zu allerhand Pannen, Unfällen, Staus und anderen Verwicklungen, die dafür sorgen, dass sie erst ankommen, als die Automesse gerade schließt...
Man fühlt sich versetzt in einen Traum, einen Alptraum zumeist, gespielt gleichsam sowohl auf der antiken Bühne eines Amphitheaters, wie auch in Unterwelt, wenn die beiden Studenten Encolpio (Martin Potter) und Ascilto (Hiram Keller) durch die Gelage und Obszönitäten, frivolen und ekelhaften Schauplätze Roms zur Zeit Neros wandern. Man wandert mit, wie in einer Galerie von Gemälden, einzelnen Szenen, und manches Mal hatte ich den Eindruck, dass Fellinis Inszenierung, die auf den erhaltenen Fragmenten des satirischen Romans „Satyricon“ des Gaius Petronius (gestorben um 66 n. Chr.) beruht, dem Leidensweg Christi nachempfunden ist, wie er etwa in den so genannten Stationswegen dargestellt wird. Am Ende dieses Leidenwegs aber steht keine Erlösung, keineWiederauferstehung, keine heilige Dreieinigkeit oder ähnliches.
Die beiden Jünglinge durchwandern ein finsteres Tal, wetteifern um den jungen Sklaven Gitone (Max Born) – Pädophilie spielt eine zentrale Rolle in dieser Zeit –, lernen die verschiedenen Seiten der römischen Gesellschaft kennen, nehmen am Gastmahl des herrschsüchtigen Trimalcione (Mario Romagnoli), der sich mit dem Dichter Eumolpo (Salvo Randone) streitet, und dessen Frau Fortunato (Magali Noël) teil, werden von einem Tyrannen namens Lica (Alain Cuny) gefangen genommen, der später geköpft wird, werden Zeuge des Selbstmordes eines Patrizierehepaares, das vorher seine Sklaven in die Freiheit entlassen hatte. Wie Theseus muss Encolpios gegen den Minotaurus (George Eastman) kämpfen, der sich dann jedoch als Schauspieler entpuppt. Gewalt, Tyrannei, Laster – was anderes scheint es in dieser phantastischen Welt nicht zu geben ...
Fellini zeichnet ein Sittengemälde, das sich von der Vorlage des Petronius sicherlich an vielen Stellen entfernt hat. Man begegnet skurrilen, abscheulichen, manchmal märchenhaften Gestalten, fetten Frauen und noch fetteren männlichen Kolossen, Hermaphroditen, sich Gelagen hingebenden Patriziern, nimmt an fremden Gebräuchen teil, deren Sinn einem unverständlich bleibt. Fellini, der andererseits dem fragmentarischen Charakter der Vorlage des Petronius treu geblieben ist, erzählt nicht, er zeigt, lässt Einblicke zu in unwirkliche Landschaften, eine verborgene Unterwelt, in der schöne Knaben, die den Herrschenden in Rom als sexuelles Futter dienen, ebenso zu sehen sind wie Zwerge und Krüppel, erfolglose Schriftsteller und skrupellose Tyrannen. Diese Bilderfolge, gepaart mit geheimnisvollen Zeichen und Symbolen, Gebärden und abrupten Szenenwechseln, deutet jedoch nicht so sehr auf deren Ursprünge bei Petronius, der seine Zeit satirisch begleitete und die Emporkömmlinge im Rom Neros einer beißenden und spottenden Kritik unterzog (weswegen er von einem Günstling Neros beschuldigt und dann in den Selbstmord getrieben wurde).
„Satyricon“ ähnelt in vielem eher Fellinis „Das süße Leben“ (1960), in dem er die Dekadenz der römischen Schickeria zeigte. 1969 gedreht, sind die Bezüge in „Satyricon“ zur Gegenwart um 1969 – wenn auch stark verfremdet – doch überdeutlich. Allein der (klassische) Titel „Satyricon“ verweist schon auf zweierlei: zum einen auf die Satyre, Sagengestalten, Wald- und Hügelgeister, halb Mensch, halb Tier, berüchtigt wegen ihrer Bosheit und Lüsternheit, wilde, übermütige Wesen im Gefolge des Dionysos; zum anderen auf Satire.
Von vielen als Zeit des Aufbruchs, gar einer revolutionären neuen Aufklärung und grenzenloser Freiheit verstanden, setzt Fellini – hier, wenn auch in anderen Zusammenhängen und mit anderen Mitteln, Pier Paolo Pasolini ähnlich – der Zügellosigkeit und falsch verstandenen Freiheit visuell umgesetzte Grenzen. Das Betrachten der Bilder und Szenen, Zeichen und Symbole versetzte mich in einen grotesken, ja bizarren Zustand, von Ekel, Neugier, Hinschauen-Wollen und Wegsehen-Müssen zugleich geprägt. Das Verhalten der Figuren ist nur oberflächlich geprägt von einer grenzenlosen Freiheit, im Grunde von, ja man kann sagen: absoluter Bedeutungslosigkeit. Lust verkommt zum Spielball der Macht, zum Selbstzweck. Die Süße des süßen Lebens schmeckt modrig. Der Leichengeruch ist permanent. Das Dekadente ist das Obszöne, und dies wiederum verleitet gleichermaßen zum Voyeurismus und zur Abscheu. Dadurch vermeidet Fellini, dass der Betrachter den Standpunkt des Urteilens und Verurteilens, der Verachtung und der Arroganz einnehmen kann; man fühlt sich, jedenfalls ab und an, ertappt.
Die letztlich erschreckende Leere des Geschehens ist im Film nicht von dieser Welt, in bezug auf die ausgehenden 60er Jahre aber ein bildreicher und symbolischer Kommentar, sei es zur „freien Liebe“, sei es zur „antiautoritären Erziehung“, sei es zum sich in manchen (politischen) Kreisen der damaligen Zeit breit machenden Standpunkt der Allgemeinsetzung der eigenen Maßstäbe, die allesamt an einem Punkt in ihr Gegenteil umschlagen (müssen): in Zwang, Herrschaft, Bevormundung.
Es ist das Traumhafte dieses Films, das die Figuren zu Fleisch und Blut werden lässt. Es waren Fellinis eigene Träume und seine Relation zur Vorlage des Petronius, die diese Bilder generierten, angezogen von der Dekadenz und den Exzessen, die zugleich Neugier und Angst erzeugen und den Zusammenbruch, den sozialen Kollaps dieser Welten vorausnehmen.
Bild und Ton der DVD sind angesichts des Alters des Films akzeptabel. Leider enthält die DVD kein Zusatzmaterial, so dass man von einem „Liebhaberkauf“ sprechen muss.
Sicherlich ist der Film auch nichts für jede(n) und lässt sich ohne einen Einblick in das übrige Werk des italienischen Regisseurs nur schwer verstehen und einordnen.
Zehn von zehn Punkten!
This is my favorite Pasolini film. This version of Arabian Nights does away with the slave girl telling a master tales: it tells the tale of a slave girl who outwits every man she contacts. First at the slave market she arranges to have herself bought by a young man instead of an old coot. Then she has to teach the man how to make love. Throughout the poem (it works better as visual poetry) Zummarud, the slave girl, gets into one mess after another with all kinds of men (kings, crooks, and governors): every time she outwits them. Along the way are various poetic tales of betrayal and justice (and other things.) Definitely not in the Aladdin vein and a masterpiece of cinema.
“Oh, yes, I believe in friends, I believe we need them, but if, one day, you find you can't trust them any more, well, what then, what then?”
Danny Boyle hat sich mittlerweile als Regisseur einen Namen gemacht. Wie kaum ein anderer, hat der Brite gezeigt, dass Genregrenzen für ihn nicht bestehen und benutzt auch einzelne Sparten wie Horror („28 Days Later“, 2002), Liebeskomödie („Lebe lieber ungewöhnlich“, 1997) oder Drama („Trainspotting“, 1995) um gesellschafts- und sozialkritische Untertöne an den Mann zu bringen und den Zuschauer auch über den einfachen Konsum des Films hinaus zum Nachdenken anzuregen. Sein Regiedebüt gab er 1994 mit de Film „Shallow Grave“, deutscher Titel „Kleine Morde unter Freunden“ und schon dort zeigte er dieses Talent.
Eigentlich scheinen sie auf den ersten Blick nicht zusammenzupassen, doch trotzdem sind der chaotische Journalist Alex (Ewan McGregor), der biedere Buchhalter David (Christopher Eccleston) und die lebenslustige Ärztin Juliet (Kerry Fox) die besten Freunde. Zu dritt teilen sich die Endzwanziger eine schicke und große Yuppie-WG, vierter Mitbewohner gesucht. Doch die Suche erweist sich als gar nicht so einfach. Die drei Freunde haben nämlich Ansprüche, und ihr Mitbewohner muss perfekt in ihre Psycho-WG passen. So wird auch ein Kandidat nach dem anderen beim Aufnahmetest mit blöden Fragen verballhornt und als untauglich der WG verwiesen. Bis man auf Hugo (Keith Allen) trifft. Er wird aufgenommen, doch liegt er leider schon tags darauf splitternackt und mit einer Überdosis Drogen im Blut tot auf seinem Bett.
Das Ganze entwickelt sich erst zu einem richtigen Problem, als die drei bei Hugo einen Koffer finden. Dieser ist voller Geld. Nachdem der anfangs skeptische David umgestimmt ist, beschließen die Freunde das Geld zu behalten und Hugo zu entsorgen. Damit er nicht identifiziert werden kann, werden Hände und Füße abgetrennt, die Zähne gezogen, und das Gesicht zertrümmert.
Doch während zwei brutale Killer auf der Suche nach Hugo und dem Geld vor nichts zurückschrecken, macht sich bei den drei Freunden erste Missstimmung breit. Alex und Juliet geben das Geld mit beiden Händen aus, während David daran zu knabbern hat, dass er aufgrund eines Losentscheides die „Arbeiten“ an dem toten Hugo durchführen musste. Eines Tages rastet er aus: Da er seinen Freunden nicht mehr vertraut, schnappt er sich das Geld und verbarrikadiert sich auf dem Dachboden der Wohnung. Durch in den Boden gebohrte Löcher beäugt er argwöhnisch seine einstigen Gefährten. Als die beiden Killer auftauchen, müssen Alex und Juliet endgültig erkennen, wie sich ihr einst so zurückhaltender Freund verändert hat. Kaltblütig metzelt er beide Killer nieder. Ein letztes Mal machen die drei Freunde etwas gemeinsam: Die beiden neuen Leichen werden auf die gleiche Weise wie die erste entsorgt. Doch spätestens als die Polizei die drei Leichen findet, und dem Trio auf die Spur kommt, ist die Freundschaft nicht mehr zu retten. Jeder überlegt nur noch, wie er überleben und sich retten kann.
Die Story von Freunden, die unerwartet und nicht ganz legal zu Geld kommen und deren Freundschaft daran zerbricht, war auch 1994 nicht gerade neu. Trotzdem unterscheidet sich das Erstlingswerk von Danny Boyle in einigen Punkten erheblich von ähnlichen Filmen. Boyle und sein Drehbuchautor John Hodge (der danach für drei weitere Boyle Filme das Drehbuch schreiben sollte) leiten den Zuschauer mit den auf den ersten Blick klischeetypischen Charakteren in die Irre und verknüpfen zudem hervorragenden schwarzen Humor und Thrillerelemente.
Boyles großes Talent erkennt man vor allem an seinen Bildkompositionen. Wohl auch aufgrund des niedrigen Budgets auf fast nur einen Schauplatz (die WG) beschränkt, leuchtet er diese wenigen Räume gemeinsam mit seinem Kameramann Brian Tufano aus immer neuen Blickwinkeln aus. Man wird stets aufs Neue überrascht durch die Platzierung der Kamera und das Ganze ist auch nicht nur eine technische Spielerei, sondern wertet die Atmosphäre der einzelnen Szene auf. Dazu kommen bei den wenigen Außenaufnahmen brillante Kamerafahrten. Allein die Eröffnungssequenz ist in dieser Hinsicht schon ein Augenschmankerl.
Man merkt dem Film natürlich sein niedriges Budget an und die Tatsache, dass Boyle für den Dreh nur knapp einen Monat Zeit hat. So lässt Boyle in dem wendungsreichen Plot jegliche größere Nebenhandlung beiseite. Wie zu erst die Killer und dann die Polizei auf die Spur der drei Freunde kommen, wird nur angedeutet, aber nie explizit ausgeführt und passiert bisweilen etwas plötzlich. Doch dies stört kaum, da diese kleinen Schwächen geschickt durch die Geschichte vertuscht sind.
So ist „Kleine Morde unter Freunden“ insgesamt nicht weniger sehenswert als Boyles andere Werke. Ein gelungener Mix aus schwarzer Komödie mit zahlreichen witzigen Dialogzeilen, Psychodrama mit gesellschaftskritischen Subtext und Thriller mit unglaublich hoher Spannung. Schon viel mehr als ein Geheimtipp und auf jeden Fall sehenswert.