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Darsteller: Alf Poier
Für Alf Poier ist Satsang "das Ende meiner geistigen Entwicklung, die es nie gegeben hat. Meine Mutter hat zu mir des Öfteren gesagt: je älter, desto blöder! Seither freue ich mich aufs Altwerden." Und so strebt er weiter nach der höchsten Einsicht.
Im wallenden weißen Gewand mit drittem Auge auf der Stirn begrüßt Guru Alf Poier nach längerer Absenz sein Publikum und bittet zum "Satsang", zum spirituell-kabarettistischem Gespräch zur Erlangung ultimativer Erkenntnis.
Viel ist inzwischen geschehen: Alf Poier war in Indien unterwegs, hat "Alfs Welt" fürs Fernsehen produziert, in seinem Atelier gewerkt und sich obendrein ein ländliches Anwesen in der Nähe von St. Pölten, in Eggendorf, gekauft und dieses in seine sehr persönliche Botschaft für Bewusstsein, Scheißdreck und Kunst umgewandelt - Stoff genug also für ein Kabarett-Programm. Der steirische Kabarettist, Marathonläufer, Zen-Meditations-Anhänger und nunmehrige Botschafter von eigenen Gnaden begibt sich wieder einmal auf die Suche nach dem Sinn des Daseins und nach sicherer Erkenntnis.
Alf Poier dreht und wendet - wie man es von ihm gewohnt ist - Begriffe so lange, bis ein neuer, ziemlich absurder Sinnzusammenhang erkennbar ist. Poier gibt sich nicht mit gängigen Sprachklischees und eingelernter Phrasendrescherei zufrieden und zwingt mit seiner scheinbar naiven Art seine Zuhörerschaft, ihm in Alfs Welt zu folgen, in eine Welt fragwürdiger Kunstwerke, schräger Erfindungen, absurder Wortkreationen und Nicht-Philosophien, sowie einer gehörigen Portion Brachialausdrücke, die am Rande des guten Geschmacks dahinschrammen.