Biete hier einige Folgen der Serie "Durch die Nacht mit..." die auf ARTE läuft. Konzept der Sendung ist es, jeweils 2 Künstler, Schauspieler, Sänger oder Promis zusammenzubringen, und sie eine Nacht miteinander verbringen zu lassen. Die Kameras folgen ohne einzugreifen, alles wird unkommentiert dokumentiert. Je nach Konstellation der beiden Protagonisten ergeben sich sehr interessante Begegnungen, Gespräche, Bilder. Eine meiner Lieblingssendungen.
Ich hatte alle Sendungen mitgeschnitten und nur für den Eigenbedarf konvertiert, dachte nicht daran daß ich die jemals online stellen würde. Sorry also wegen der teilweise etwas strangen Formate/Auflösungen. Ich habe die leider nicht mehr im Original so daß ich davon high quality streams ziehen könnte.
Werde, je nach Resonanz, evtl. weitere Folgen uppen und hier in den thread einfügen.
Gesucht werden folgende Folgen:
e04 Fürstin Gloria von Thurn & Taxis & Leo König
e09 Karl Bartos & Benjamin Biolay
e22 Leander Haußmann & Alice Schwarzer
Passwort für viele Folgen (manche ohne)
ARTErockt
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Alle Folgen in einem Container
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BIS JETZT ONLINE
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Durch die Nacht mit den Unsichtbaren
Info
Ein Abend, zwei Künstler, eine Stadt – seit 5 Jahren begleitet „Durch die Nacht mit...“ interessante Menschen aus Kunst, Film und Musik auf nächtlichen Streifzügen durch die Metropolen dieser Welt. Jeden ersten Dienstag im Monat ist eine neue Künstlerbegegnung auf ARTE zu sehen. 2006 wurde die Reihe mit dem Grimme Preis ausgezeichnet. Doch wie entsteht „Durch die Nacht mit...“? Mit welchen Herausforderungen hat das Team zu kämpfen, wenn beim Dreh eine Location wegbricht, die Limousine eine Panne hat oder die Protagonisten den sorgfältig aufgestellten Drehplan in den Wind schießen? Wie werden später im Schnitt aufregende 8 Stunden in einen 60-minütigen Film kondensiert? Und die wichtigste Frage: Was geschah noch? Die Antwort darauf gibt es jetzt.
Durch die Nacht mit Moritz Bleibtreu und Oliver Pocher (in Hamburg)
mp4 h.264
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Hamburg: Ein echter Jungsabend, bißchen prollig, bißchen laut und sehr lustig. Ab und zu gibt Moritz, der sich Oliver als Partner ausgesucht hat, dem mietbaren Rüpel ordentlich Feuer. "Provokation allein, ohne Hintergrund, ist gar nichts!" Gemeinsam baggert man Frauen an, trifft Regisseur Fatih Akin und sieht sich die Hansestadt als Modelleisenbahn, aber auch in Natura an. Dabei geht man zum Äußersten: Im Dollhouse brechen alle Schranken, wenn die Stripperinnen die zwei zur Brust nehmen und zum Mitmachen zwingen. Männer unter sich - ein Lehrstück in Sachen Testosteron.
Durch die Nacht mit Thomas D und Thomas Dybdahl (in Stavanger / Norwegen)
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Info
Thomas D und Thomas Dybdahl durch die Nacht Thomas D meets Thomas D.: Der deutsche Musiker Thomas D (38), Mitglied der deutschen Hip-Hop-Institution "Die fantastischen Vier", trifft in Stavanger den norwegischen Kollegen Thomas Dybdahl (28), Shooting Star der Singer/Songwriter-Szene.
Lange hat sich der mittlerweile recht medienscheue Thomas D geweigert, "durch die Nacht" zu ziehen. Doch als der Name Thomas Dybdahl fiel, sagte er sofort zu. Seit er das erste Mal Dybdahls Musik hörte, zählt er zu den glühendsten Verehrern des Norwegers - der seinerseits jedoch noch nie etwas von dem deutschen Star gehört hat.
In Dybdahls Heimat Stavanger an der Küste Norwegens begegnen sich so ein junger, gefeierter Musiker, der sich noch gegen die Vereinnahmung durch Medien und Erfolg wehrt, und ein erfahrener Popstar mit Abonnement auf die Nr. 1 in den Charts, der längst das Spiel um Kunst und Kommerz beherrscht. "Hättest auch nicht gedacht, dass Du einen alten Veganer triffst, der Dich mit seinen esoterischen Thesen behelligt", fasst Thomas D die möglichen Spannungen dieses Blind Date zusammen.
Durch die Nacht mit Pierre Woodman und Brian Yuzna (in Prag)
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Sex trifft Horror. Der Franzose Pierre Woodman (44) ist einer der erfolgreichsten Porno-Produzenten und -Regisseure aller Zeiten. Und der Name des Amerikaners Brian Yuzna (55) steht seit zwei Jahrzehnten für wildes, hintergründiges und blutrünstiges Genre-Kino. Beide wissen, dass die breite Öffentlichkeit über ihr jeweiliges Arbeitsfeld die Nase rümpft. "Nur Porno wird noch schlechter angesehen als Horror", so Brian Yuzna.
Der Multimillionär Woodman, der bei den großen Firmen Private und Hustler unglaubliche Erfolge feierte, strebt den Mainstream-Erfolg an, während Kritikerliebling Yuzna nach neuen Herausforderungen in Indonesien sucht. In Prag, einer der Wirkungsstätten Woodmans, treffen sich die zwei streitbaren Regisseure zum ersten Mal. Der frühere Pariser Polizist und der Ex-Hippie brauchen nur eine Bootsfahrt zur Karlsbrücke, um das erste Dutzend Themen zu finden: Sex und Gewalt im Film, die Porno-Industrie und ihre ungewöhnlichen Lebensgeschichten. In einem unheimlichen ehemaligen Irrenhaus, auch Drehort der "Hostel"-Filme, erkunden sie im Dunkeln menschliche Urängste, während die Nacht über Prag hereinbricht.
Beim gemeinsamen Dinner will Yuzna wissen, wie Woodman Tausende von Mädchen als Darstellerinnen für seine Filme gewinnt. Trotz gelegentlicher Meinungsverschiedenheiten über Woodmans Ethos überwiegt die Neugier. Die zwei Vertreter extremer Kunstformen liefern sich einen tiefsinnigen Schlagabtausch über Sexualität, Gewalt und vor allem Moral. Sie sind selten einer Meinung, aber beide genießen in vollen Zügen diese wilde Nacht in Prag. Und um drei Uhr morgens verabreden sie sich zum Mittagessen, weil noch lange nicht alles gesagt ist.
Durch die Nacht mit Bai Ling und DJ Hell (in München)
360x288 DivX 5.2.1
Info
Das Münchner Abenteuer der als "Berlinackte" auch in hiesigen Gefilden berühmt gewordenen Schauspielerin und des profilierten DJs und Musikers, der sich gern als "Gigolo" bezeichnet. Der etwas zurückhaltende Hell wird von der forschen Chinesin kräftig aus der Reserve gelockt. Münchner Standards (Schumanns, P1) wechseln sich mit Skurrilem (Flatz und seine Schlange) und Kulturellem (Glyptothek) bestens ab. Wer sich mit Bai Ling trifft, muß Fragen beantworten ("Are you gay?"; "Why are you not married?"), im Restaurant auf Lärm gefaßt sein und erklären können, wer Boris Becker ist.
Durch die Nacht mit Bela B. und Julie Delpy (in Paris)
720x432 MP4
Info
Bela B., Schlagzeuger der legendären deutschen "besten Band der Welt: Die Ärzte", wollte Paris schon immer mal von einer anderen Seite erleben. Die französische Schauspielerin Julie Delpy gibt ihm Gelegenheit dazu. Gemeinsam durchstreifen sie die "Stadt der Liebe" und schnell wird klar: Beide teilen eine Faszination für die dunklen Seiten des Lebens und der Kunst und üben sich jeweils im Metier des anderen. Während Julie singt, schauspielert Bela seit neuestem. Zwischen Comicladen, Haute Couture und Karaoke finden sie zusammen und entdecken ein Stück unverfälschtes Paris.
Durch die Nacht mit Mieze und Eva Padberg (in Berlin)
leider nur in 320x240
Info
Die Sängerin Mieze, Frontfrau der Band "Mia", und das deutsche Topmodel Eva Padberg streifen gemeinsam durch das nächtliche Berlin. Mieze und Padberg treffen sich auf einem Altbau-Dach am Prenzlauer Berg, stöbern in der Boutique der Designerin Meike Vollmar, einer Freundin von Mieze, und probieren Stücke aus der neuen Kollektion an, lassen sich vom Fotografen Ali Kepenek bei der Vernissage von "Signs & Surfaces" im Kreuzberger Künstlerhaus Bethanien durch seine Ausstellung führen, speisen im Alt-Berliner Wirtshaus "Zur Henne", spielen in einer Strandbar eine Partie Billard, besuchen das kleine Design-Warenhaus von Anja Kantowski in Berlins Mitte und liefern sich ein Wettrennen auf einem Motorradsimulator in Hohenschönhausen. Zum Abschluss stellt Mieze Padberg ihrer Band vor, gemeinsam gehen sie in eine Bar.
Durch die Nacht mit Jonathan Meese und Jessica Schwarz (Hamburg)
720x424 XviD
Info
Jessica Schwarz ist ein Mysterium, und ich bin Odysseus, und zusammen sind wir auf großer Fahrt unterwegs“ proklamiert der Maler und Performancekünstler Jonathan Meese, als er zusammen mit seiner Mutter in der Stadtbücherei seines Heimatortes Ahrensburg auf die Schauspielerin Jessica Schwarz wartet.
Nach einem kurzen Plausch mit Mutter Meese machen sich Jessica und Jonathan auf den Weg in die große Stadt: In Hamburg wartet eine kleine Barkasse, die die beiden zur Hafenrundfahrt mitnimmt. Beim anschließenden japanischen Essen erläutert Meese mit beinahe kindlicher Naivität und voller Inbrunst die bevorstehende Revolution: „Die Kunst muss die Macht übernehmen – damit das Böse aus der Realität in die Kunst übergeht“. Fast glauben wir ihm, dass am Ende alles gut wird.
Nächste Stationen sind das neu eröffnete Hamburger Casino, wo Meese beim Roulette alles auf Rot setzt und verliert, und das Hamburger Schauspielhaus. Im Kostümfundus des Theaters haben die beiden viel Spaß beim Verkleiden: Ganz passend gibt Schwarz die Prinzessin und Meese ihren Beschützer in Uniform.
Blendend gelaunt treffen sie schließlich im legendären Antlantic Hotel Meeses Freund, den Schriftsteller Benjamin von Stuckrad-Barre – auf eine Partie "Brieftaschenquartett“.
Eine Begegnung zweier Menschen, die unterschiedlicher kaum sein könnten, voll fröhlicher Anarchie, Sponti-Aktionismus und zärtlicher Nostalgie.
Durch die Nacht mit Christoph Schlingensief und Michel Friedman (Frankfurt am Main)
Info
Die beiden Provokateure und Selbstdarsteller Michel Friedman und Christoph Schlingensief verbringen einen gemeinsamen Abend. Mit Friedmans gepanzerter Limousine geht es durch das nächtliche Frankfurt am Main. Später am Abend kommt die Schauspielerin Hannelore Elsner dazu und gemeinsam kehren sie zum Schluß beim Alt-68er Johnny Klinke in den Tigerpalast ein.
Durch die Nacht mit Jörg Immendorff und Christoph Schlingensief (Berlin)
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Info
Der Theaterregisseur Christoph Schlingensief trifft Jörg Immendorff, Maler von internationalem Rang und beide entdecken an diesem Abend ihre Seelenverwandtschaft. Ob künstlerisches Schaffen, Skandale, Krankheiten oder Politik - alles gehört bei dieser Begegnung zum Gesprächsstoff. Ein Streifzug durch die Berliner (Kunst)welt mit zwei kompromisslosen Avantgardisten, deren künstlerisches Schaffen nicht auch, sondern geradezu ausschließlich als Kritik der Gesellschaft verstanden sein will. Gäste: Jonathan Meese, Bruno Brunnet, Nicole
Hackert, Martina Prinz
Durch die Nacht mit Lewis Trondheim und Judith Holofernes (in Montpellier)
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Info
Der Film begleitet den französischen Comic-Zeichner Lewis Trondheim und die Songschreiberin und Frontfrau der deutschen Erfolgs-Band "Wir sind Helden" Judith Holofernes bei einem nächtlichen Streifzug durch Montpellier. Holofernes besucht zunächst Trondheim in seinem Atelier zu Hause, von da aus fahren beide in das Choreografie-Zentrum von Montpellier, wo sie der Generalprobe einer Choreografie von Odile Duboc zuschauen. Anschließend speisen sie in Trondheims Lieblingsrestaurant, dann gehen sie zum Trampolinspringen in die Zirkusschule Balthazar von Martin Gerbier. Am Schluss bringt Trondheim seinen Gast zurück ins
Hotel und trifft dort Holofernes Freund, den Schlagzeuger der Band "Wir sind Helden", Pola Roy.
Durch die Nacht mit Bruce La Bruce und Jörg Buttgereit (Toronto)
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teilweise leichte Synchronprobleme, hab versucht es zu fixen so gut es ging
Info
Der Filmemacher Bruce La Bruce, kanadische Ikone des schwulen Undergroundfilms, trifft in Toronto den legendären deutschen Skandalregisseur und Autor Jörg Buttgereit; zunächst trifft La Bruce Buttgereit in seinem Hotel, dort legt ihnen die Wahrsagerin Tara die Tarockarten, anschließend besuchen sie die Domina Mistress Demonica in ihrem Studio, gehen in einem Restaurant essen, treffen sich mit Rodrigo Gudino (Herausgeber Horrormagazin Rue Morgue), der sie durch das Kino-Theater "The Rue Morgue House of Horror" führt und ihnen seinen Film "The Eyes of Edward James" zeigt, dann schauen sie sich das letzte große Pornokino in
Toronto an und gehen abschließend in einen Club.
Durch die Nacht mit Carl Barat und Adam Green (in London)
Info
Der Film begleitet den britischen Rockmusiker Carl Barat, einst Kopf der Kultband "The Libertines , und den amerikanischen Songwriter Adam Green, der in Deutschland eine große Fangemeinde hat, bei einem nächtlichen Streifzug durch London; dabei treffen sie sich zueiner kurzen Jamsession im Proberaum von Carl, fahren in einer Limousine durch London, gehen einen Kaffee trinken, streifen durch Szeneläden und probieren Klamotten an, spielen Tischfußball, gehen in einen Pub, besuchen eine Ausstellung mit Fotos von Rocklegenden,nehmen am Poetry Slam in einer Kneipe teil, treffen dort die Galeristin Tracey Moberly, besuchen die Performance-Künstlerin Anat Ben-David, stehen mit ein paar Männern in einer Stehpizzeria herum, und legen sich am Ende im Hotelzimmer von Adam aufs Bett.
Durch die Nacht mit Ralph Herforth und Dolph Lundgren (in Stockholm)
640x306 XviD
Info
Der schwedische Schauspieler und Sportler Dolph Lundgren, vor allem für seine Körperlichkeit berühmt, kehrt in seine Heimat Stockholm zurück, um die Stadt seinem Gast, dem deutschen Schauspieler Ralph Herforth, zu zeigen; Herforth holt Lundgren aus seinem Hotel ab, sie fahren in einer Limousine durch Stockholm, besuchen die ehemalige Kampfsportschule von Lundgren, wo sie dem Kampfsportler Brian Fitkin begegnen und eine Trainingsstunde erhalten, speisen in einem kleinen Restaurant in der Altstadt, spazieren anschließend durch die verwinkelten Gassen, schauen sich die Waffenkammer im Königsschloss an und besuchen den Designer Thomas Bernstrand.
Durch die Nacht mit Nina Hagen und Katharina Thalbach (auf Ibiza)
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Info
Deutschlands Punkrock-Ikone lädt die Schauspielerin und Theaterregisseurin in ihre zweite Heimat Ibiza ein. Bei Sonnenuntergang beginnt ihr Inseltrip, und Nina Hagen und Katharina Thalbach trauern um verlorene Freunde und begießen neue Projekte. Eine wilde Nacht findet ihr spätes Ende in einem Stripclub. Gast: Grillo Demo
Durch die Nacht mit Franka Potente und John Carpenter (in Los Angeles)
Info
Deutschlands beliebteste junge Schauspielerin trifft in Los Angeles den Meisterregisseur des Schreckens: Franka Potente und John Carpenter - zwei Kettenraucher unterwegs. Auch nach gemeinsamen Abenteuern auf Friedhöfen und in Kuriositätenläden hat Carpenter seine Begleitung nicht von seiner Liebe zu L.A. überzeugen können, und doch kommt es nach den besten Hot Dogs in Los Angeles zu einem sehr harmonischen Abschluß. Gast: Hans Zimmer
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Durch die Nacht mit Bastian Pastewka und Frank Plasberg (auf Fischland-Darß-Zingst)
Info
Zwei Fernsehpreisträger gehen mit einem alten Ostblockpanzer auf Tauchstation. Höhepunkt eines aufregenden, geistreichen Abends an der vorsaisonal verlassenen Ostseeküste.
Comedy-Ikone Bastian Pastewka hat den gefeierten Journalisten und Moderator („Hart aber Fair“) Frank Plasberg in seine geliebte Urlaubsregion Fischland-Darß-Zingst eingeladen.
Die beiden Bildschirmgrößen begegnen sich mit Herzlichkeit und großem Vertrauen. Plasberg erweist sich auch Pastewka gegenüber als gewohnt harter, aber fairer Gesprächspartner. Dem Komiker pariert mit humorvoller Offenheit und nimmt am Ende des Abends seinen Partner schließlich selbst in die Zange: Warum mochte Plasberg seine erste WDR-Sendung „Lollo Rosso“ eigentlich nicht?
Plasberg ist bestürzt, dass dies Pastewka nach all der Zeit noch so wichtig ist. Das Wortgefecht endet mit einem Toast auf „Lollo Rosso“ und Plasberg resümiert: „Das war ein toller Tag.“
Durch die Nacht mit Michel Houellebecq und Calixto Bieito (in Barcelona)
Info
Der Film begleitet den Schriftsteller Michel Houellebecq, Provokateur der französischen Literaturszene, und den katalanischen Opernregisseur Calixto Bieito, bekannt für seine skandalträchtigen Inszenierungen, bei einem nächtlichen Streifzug durch Barcelona; zunächst zeigt Bieito Houellebecq die Traditionsoper Liceu; anschließend fährt der Regisseur mit dem Schriftsteller in seinen Lieblingsbuchladen; dann besuchen sie das kleine Theater Romea, das Bieito leitet, dort begegnen sie dem Schauspieler Josep Maria Pou, trinken etwas in der Bar; von da aus fahren sie zum Restaurant Casa Leopoldo; danach besuchen sie das Museum für Zeitgenössische Kunst; zum Schluss spazieren sie durch die Altstadt und auf der Flaniermeile "Las Ramblas".
Durch die Nacht mit Mark Benecke und Michaela Schaffrath (in Köln)
Info
Der forensische Kriminalbiologe Mark Benecke und die Schauspielerin Michaela Schaffrath, vielen besser bekannt als Porno-Darstellerin Gina Wild, streifen gemeinsam durch das nächtliche Köln. Schaffrath trifft Benecke in seinem Labor, gemeinsam gehen sie zur Fotoausstellung "That’s life" in der Focus Galerie von Bukhard Arnold, besuchen den Comic-Zeichner Ralf König in seiner Wohnung, speisen bei einem Italiener, schauen sich die Ausstellung "Keine Donau" im Kölner Kunstverein an, gehen Schlittschuh laufen und beenden den Abend im Dinnerclub, wo sie einem Auftritt der Sängerin und Schauspielerin Thekla N. Gras lauschen.
Durch die Nacht mit Asia Argento und Joe Coleman (in New York)
Info
Joe Coleman (52), der amerikanische Hieronymus Bosch, trifft Asia Argento (32), die schöne wilde Dame des italienischen Films, im New York der Vergangenheit.
Der selbsternannte „Outsider-Artist“ Joe Coleman zeigt Asia Argento „sein“ schaurig-schönes, vielleicht auch etwas abseitiges New York aus vergangenen und verruchten Zeiten. Asia bekommt eine Privatführung durch Joes Sammlung authentischer Serien-Mörder-Devotionalien und gruseligen Ausstellungsstücken aus alten Side-Shows. Im heruntergekommenen Vergnügungspark auf Coney Island besuchen die beiden die letzte echte Freak-Show mit der eleganten Schlangenfrau, der zierlichen Schwertschluckerin und einem Mann, der mit Kettensägen jongliert und sich Nägel in den Kopf schlägt. Eine Fahrt mit der gefährlich wackelnden alten Holzachterbahn und ein Abstecher in eine sexy Burlesque-Stripshow stehen ebenso auf dem Programm wie ein Treffen mit dem exzentrischen Magier David Blaine.
Die beiden „Kinder der Nacht“ amüsieren sich ganz selbstverständlich bei Dingen, die andere eher zum Weglaufen animieren würden. Eine unbeschwerte Alptraumnacht.
Durch die Nacht mit Franco Nero und Fred Williamson
Info
„Django“ trifft „The Hammer“: Mit dem Italiener Franco Nero und dem Amerikaner Fred Williamson treffen in Rom zwei Leinwandhaudegen der Extraklasse aufeinander.
Franco Nero wurde Ende der 60er mit Italowestern weltberühmt, drehte mit Chabrol, Buñuel und Fassbinder und trat in Blockbustern wie „Stirb langsam 2“ auf. Trotz seiner Vielseitigkeit hat er bis heute das Image des harten Burschen inne. Noch härter allerdings könnte sein Gast in dieser neuen „Durch die Nacht“-Folge sein: Fred Williamson, Ex-Footballstar und Super Bowl-Champion und seit den frühen Tagen des schwarzen Actionkinos als Schauspieler und Regisseur erfolgreich, besucht Nero in Rom. Hier hat auch Williamson in den 80ern einige seiner härtesten Filme gedreht. Von Anfang an ist klar, daß hier keiner den Kürzeren ziehen will: Franco Nero empfängt seinen Gast in seinem Lieblingsclub und führt ihn durch seinen Kiez, zeigt ihm seine Art, Billard zu spielen, seine Freunde und seinen Bäcker. In einer Gladiatorenschule aber zeigt Williamson dann, wie man einen Stuntman verprügelt, und auch beim Treffen mit Genrefilm-Ikone Barbara Bouchet knistert es ganz erheblich zwischen dem „Hammer“ und der blonden Diva. Beim Essen, das die zwei Tough Guys mit Drehbuchautor Lorenzo De Luca zusammenbringt, holt Nero wieder auf und läßt die Jazzcombo für und mit ihm spielen. Rechtzeitig führt ein weiterer großer Name des italienischen Thrillerkinos die zwei Machos wieder zusammen: Enzo G. Castellari ist der Lieblingsregisseur von beiden. Mit Williamson hat er vier, mit Nero sogar zehn Filme gedreht. So gibt es genug Stoff für Anekdoten in einem kleinen, berühmten Kino im Herzen Roms. Ein Spaziergang zum Piazza Navona klärt dann endgültig, wer hier der Coolste ist.
Es ist ein Abend voller Testosteron, rund um Hollywood, Cinecitta und das Älterwerden, um Filme, Frauen und Stunts und die wunderbare Welt des mediterranen Actionfilms. Zwei Männer, die nichts mehr beweisen müssen, es aber dennoch wieder und wieder tun.
Durch die Nacht mit Zaha Hadid und Michael Schindhelm (in Dubai)
Info
Eine Nacht in der Boomcity Dubai. Die irakische Stararchitektin Zaha Hadid (57), trifft Michael Schindhelm (47), deutscher Theaterintendant und Opern-Chef, der vor kurzem Kulturdirektor von Dubai geworden ist. Zusammen planen sie den Bau des ersten Opernhauses in den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Die Große Dame der Architektur, Zaha Hadid, reist ständig um die Welt. Sie spricht mit Investoren über Ideen und Entwürfe, hält Vorträge an Eliteuniversitäten, eilt hier noch zu einer Eröffnungsfeier, hat dort noch einen Pressetermin. In Dubai ist Zaha Hadid gelandet, um ihre Entwürfe für das Opernhaus mit dem Scheich zu besprechen - und um mit Michael Schindhelm „durch die Nacht“ zu ziehen.
Ziemlich erschöpft begrüßt Zaha Hadid ihren deutschen Gastgeber in ihrer Hotelsuite. Und schnell wird klar: Schindhelm hat es mit einer Diva zu tun. Sie sei in letzter Zeit viel zu viel geflogen, ihr Geschäftspartner gehe nicht ans Telefon und das 5-Sterne-Hotel sei eine Zumutung. Doch die schwüle arabische Nacht von Dubai hat viel zu bieten und lockt die beiden hinaus. Es geht vorbei an unzähligen Baustellen von Wolkenkratzern, Hadid und Schindhelm laufen durch eines der größten und luxuriösesten Einkaufszentren der Welt und essen in einem libanesischen Restaurant mit Blick auf eine künstlich verschneite Skiwelt hinter Glas.
Die Gespräche kreisen um Hadids Einflüsse auf andere Architekten, ihre irakische Vergangenheit und Schindhelms prägende Studienjahre in den 80er Jahren in Russland. Schon während des Essens ist Hadid mit ihren Gedanken und ihrem Mobiltelefon wieder bei anderen wichtigen Projekten. Eigentlich will sie zurück ins Hotel, aber dank Michael Schindhelms charmanter Art, lässt sie sich noch auf einen Drink an Dubais Strand überreden.
Durch die Nacht mit Joy Denalane und Michael Michalsky (in Berlin)
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Die deutsche Soul-Queen Joy Denalane (34) trifft den Shooting-Star der Modebranche Michael Michalsky (40), der nach seiner Zeit als Lifestyle-Papst bei adidas nun sein eigenes Label etabliert.
Michael Michalsky empfängt Joy Denalane in seiner Villa im Nobelbezirk Dahlem. Beim obligaten Begrüßungs-Champagner geht es gleich ans Eingemachte: Wieso er die große Liebe nicht für möglich halte, fragt Joy Denalane. Sie glaubt daran: „Für jeden Topf gibt es ganz viele Deckel.“ „Dann bin ich eine Bratpfanne ohne Deckel“, stellt Michalsky lakonisch fest. Bevor der erste Smalltalk zum Seelenstriptease entgleitet, führt Michalsky seinen Gast lieber durchs Haus, wo neben seltenen Schwarz-Weiß-Fotos von Nachkriegsjazzern vor allem die klinische Ordnung des Ankleidezimmers imponiert. „Legst du deine T-Shirts so zusammen?“ ? „Nee, ich habe meiner Haushaltshilfe eine Schablone angefertigt.“
Ohne Musik können beide nicht leben, und das ist deutlich zu spüren: Im Tonstudio, wo Denalane Michalskys Lieblingssong „One in a Million“ zum Besten gibt. Beim Essen im In-Restaurant „Grill Royal“, wo beide sich zehn Songs überlegen, die sie mit auf eine einsame Insel nehmen müssten. Und in der Limousine, in der sich Joy Denalane und Michael Michalsky die Ipod-Kopfhörer teilen und zu Sister Sledge und Bilal grooven.
Nach einem Besuch in Michalskys Showroom und einer Discofox-Stunde im Ballhaus erkennen die beiden, dass sie trotz der großen Verschiedenheiten mindestens eins gemeinsam haben: den unbedingten Wunsch, selbst gesteckte Ziele zu erreichen. Und der Glaube daran, dass dies nur im Team zu verwirklichen ist. Darauf noch ein Gläschen Champi!
Durch die Nacht mit Robert Stadlober und Alec Empire (in Wien)
Info
Der „junge wilde“ Schauspieler und Musiker Robert Stadlober (25) lädt den Musiker, DJ und Produzenten Alec Empire (35) in seine Wahlheimat Wien ein. Wo der junge Schauspieler Stadlober auf eine AntiFa-Vergangenheit zurückblicken kann und in Interviews immer wieder perplexe Journalisten mit seiner unbeeinflussten Meinung konfrontiert, da gilt der Digital Hardcore-Erfinder Empire dank seiner Tage mit der Noise- und Breakbeat-Band Atari Teenage Riot als politischster Agitator des Techno.
So ist es kein Wunder, dass er und sein Begleiter schnell auf die Dinge zu sprechen kommen, die ihnen gegen den Strich gehen: Die Gleichgültigkeit im gegenwärtigen Audiokonsum, der Wertverlust der Musik, die gescheiterte Basisdemokratie des Internets und vor allem Bushido. Der deutsche Hip Hop löst geradezu allergische Reaktionen bei den zwei zornigen jungen Männern aus. Das ändert nichts an dem Spaß, den die beiden in dieser Wiener Nacht haben: der legendäre Plattenladen„Rave Up Records“ steht ebenso auf dem Programm wie die Wiener Kanalisation, in der „Der dritte Mann“ gedreht wurde; und beim Eisstockschießen muss sich der Jungstar aus der Steiermark von seinem Berliner Gast zeigen lassen, wie man Punkte macht.
Vollends in seinem Element befindet sich Empire im Retro-Videospielladen „Subotron“ und zeigt dem Waldorfschüler Stadlober, was dieser als Kind verpasst hat. Der Punkrockclub „Arena“, wo sich der Schauspieler Sympathiebekundungen besonderer Art gefallen lassen muss, rundet den Abend ab - oder, wie Empire in Richtung Rapper fragt: „Wer sind hier eigentlich die richtigen Männer?“
Durch die Nacht mit Rosa von Praunheim und Todd Verow (in Berlin)
Info
Rosa von Praunheim (65), Pionier des politischen Schwulenfilms und schillernde Figur der deutschen Schwulenbewegung, trifft in seiner Heimatstadt Berlin den amerikanischen Filmemacher Todd Verow (41), Ikone des US “Queer Cinema„, der gerade einen Film in Berlin dreht. Ein Abend, in dem zwei Männer kein Blatt vor den Mund nehmen und mit gewinnender Selbstverständlichkeit Einblick in die schwule Szene und ihre Lebensentwürfe geben.
Rosa nimmt Todd mit auf einen Streifzug durch die Schwulenszene Berlins. Nach einem Spaziergang über einen Friedhof, auf dem viele von Rosas Freunden begraben liegen, zeigt der Berliner Filmemacher seinem Gast die berühmt-berüchtigte Stricherkneipe “Tabasco„. Dort berichtet Todd von seinen eigenen Erfahrungen als käuflicher Liebhaber. Anschließend geht es zum Abendessen in das rosarote Lokal “Sissi„, danach zu Master Patrick, Fotograf und skurrile Figur der Schöneberger Schwulenszene: Master Patrick tritt nie ohne seine schwarze Ledermaske in Erscheinung. Nach einer Ausstellung mit explizit schwuler Fotografie verabschieden die beiden Regisseuren sich herzlich in der plüschigen “Roses Bar„.
Rosa von Praunheim heißt eigentlich Holger Mischwitzky und wurde 1942 in Riga geboren. Mit seinem Film “Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Gesellschaft, in der er lebt„ (1970) brachte Praunheim als erster Filmemacher das verdrängte Thema Homosexualität in die öffentliche Diskussion in Deutschland. Von Praunheim war damit Wegbereiter und Mitbegründer der politischen Schwulen- und Lesbenbewegung in Deutschland. In seinen Filmen prangert er seither mit provokativen und bizarren Bildern auch die Diskriminierung von AIDS-Kranken, Frauen und Alten an.
Todd Verow (41) wurde 1966 in Bangor im US-Staat Maine geboren, ist amerikanischer Independentfilmer und gilt als “Posterboy des New Yorker Underground„. Seine großen Themen sind die Diskriminierung von Homosexualität in Gesellschaft und die Auseinandersetzung mit Sexualität, auch der eigenen. Sein erster Film “Frisk„, in dem ein schwuler Serienkiller seine Gewalt-, Sex- und Mordphantasien auslebt, sorgte bei der Berlinale 1996 für Aufsehen. Seither produziert, dreht und schneidet Verow seine eigenen Filme, wie die preisgekrönten “Anonymous„ und “Vacationland„.
Durch die Nacht mit Billy Corgan und Uli Jon Roth (in Hamburg)
Info
Billy Corgan (40), Frontmann der „Smashing Pumpkins“ und einer der größten Charakterköpfe der Rockmusik, trifft in Hamburg auf Uli Jon Roth (53), der in den 70ern die „Scorpions“ zu Höhenflügen trieb und heute als einer der besten Gitarristen der Welt gilt.
Egomane, Neurotiker, Tyrann: Billy Corgan wurde schon vieles genannt. Auch zu Unrecht. Sicher ist, dass er mit den Smashing Pumpkins eine der prägendsten Bands des Alternative Rock anführt – und dass er nur in den seltensten Fällen vor die TV-Kamera tritt. Für seinen Heroen Uli Jon Roth macht er eine Ausnahme. Roth verließ einst seine Band „Scorpions“, kurz bevor diese zu kommerziellem Erfolg kam, um sich experimentelleren Klängen zu widmen; Corgan hingegen hat seine Band gerade erst wieder erfolgreich reformiert. In Hamburg hat Roth zum ersten Mal Jimi Hendrix live gesehen – für ihn die Initiation, Rockgitarrist zu werden. Gemeinsam betreten die zwei Musiker den Ort des Geschehens, die Laeiszhalle, und atmen den Geist des Gitarrengottes ein. Corgan und Roth lassen sich eine ausgedehnte Jam Session nicht nehmen – und diese hat so viel Kraft, dass sich selbst Stargeiger Daniel Hope einen Besuch nicht nehmen lässt. In Deutschlands einziger Wrestlingschule blüht Corgan, der ein erklärter Fan des brachialen Sports ist, spürbar auf und überrascht seinen Begleiter mit ungebremster Begeisterung. Neben einem Besuch der Kunsthalle und einem ausgedehnten Dinner im Restaurant Au Quai am Hamburger Hafen ist es insbesondere die Stippvisite beim Gitarrenbauer Chris Adams, der Corgan und Roth inspiriert. Adams, Entwickler der „Robot Guitar“, bietet den beiden seine Couch für einen weiteren, sehr entspannten Jam an. Den ganzen Abend hindurch besteht Corgan immer wieder darauf, dass Roth mit ihm den alten Scorpions-Song „Robot Man“ als Zugabe des Hamburger Smashing Pumpkins-Konzert spielen soll. Und so kommt es in einem furiosen Finale in der Color Line Arena zum Gipfeltreffen von Corgan, Roth und Rudolf Schenker.
Musik, Erfolg, Misserfolg, Depressionen und die Frage, wohin es gehen soll - Themen dieses sehr intimen Abends mit zwei Ausnahmekünstlern, die kein knackiges Riff und keinen verspielten Lauf auslassen. „Durch die Nacht“ in rock: Ein Muss für Musikfans.
Durch die Nacht mit Julia Franck und Jens Friebe (in Berlin)
Info
Eine der erfolgreichsten Schriftstellerinnen im heutigen Deutschland, Julia Franck, trifft in Berlin auf Musiker, Buchautor und unser aller Liebling Jens Friebe. Beide gehören zu den interessantesten Vertretern der thirtysomething-Generation in der Hauptstadt. Für „Durch die Nacht mit“ treffen sich die beiden für ein echtes Blind Date im einstigen Ost-Vergnügungspark, dem Plänterwald. Beide kannten zuvor nicht einmal den Namen des anderen, obwohl ihnen doch der versierte Umgang mit der deutschen Sprache gemein ist. Julia Francks mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichneter Roman „Die Mittagsfrau“ ist bereits in 25 Länder verkauft worden, und Jens Friebe hat sich mit seinem neuen Album „Das mit dem Auto ist egal, Hauptsache Dir ist nichts passiert“ endgültig als „Barde der digitalen Bohème“ etabliert. Im Flugsimulator der TU Berlin heben die beiden ab in den Himmel über Berlin bevor sie im "Kumpelnest 3000" abstürzen.
Durch die Nacht mit James Ellroy und Bruce Wagner (in L.A.)
Info
In der Reihe “Durch die Nacht mit...„ treffen zwei Schwergewichte der Autorenszene von Los Angeles aufeinander: James Ellroy (60), wichtigster zeitgenössischer Krimiautor, und Bruce Wagner (54), zynischer Hollywood- Schriftsteller, Drehbuchautor und Regisseur, nehmen uns mit auf einen dunklen Streifzug durch ihre Vergangenheit in der Stadt der Engel.
Sein ganzes Leben hat Bruce Wagner in Beverly Hills, an der Grenze zu Hollywood verbracht; sämtliche seiner Romane und Filme spielen in dieser scheinheiligen, verräterischen Welt. Bruce Wagner und James Ellroy besuchen den Notrufdienst “Schaefer's Ambulance„, der die Reichen und Schönen mit Herzinfarkt abholt. Wagner hat hier in den 70er gejobbt und jede Menge Material über den gefährlichen Hollywood-Lebensstil für sein Werk sammeln können.
Ellroy bedient sich für seine düsteren Geschichten lieber aus Polizeiberichten. Neben “Black Dahlia„ und “L.A. Confidential„ beruhen die Kriminalfilme “Cop„, “Dark Blue„ und ,“Street Kings„ auf Ellroys Romanen und Drehbüchern.
Ein Dauerthema des Abends sind Frauen: In Ellroys Kiez Hancock Park, wo Ellroy schon früher schönen Frauen hinterher stieg, gibt es vieles zu erzählen. Im legendären Steakhouse Pacific Dining Car bekommen Ellroy und Wagner endlich weibliche Verstärkung: die Schauspielerin und Horror-Muse Rose McGowan (“Scream„, “Planet Terror„, “Death Proof„, “Black Dahlia„). McGowan, Ellroy und Wagner lassen sich ihr blutiges Steak schmecken und reden dabei über Hollywood, die Präsidentenwahl und natürlich Sex.
Ellory und Wagner: Zwei harte Hunde auf der Pirsch durch die Stadt der Engel, in der nichts Unmenschliches unmöglich ist.
Durch die Nacht mit Wayne Wang und Ha Jin (in Boston)
Info
Anlässlich der Olympischen Spiele konzentrieren sich alle Blicke auf China. Zeit für „Durch die Nacht mit...“, zwei chinesische Kulturschaffende zu Wort kommen zu lassen, die ihrer Heimat den Rücken gekehrt haben, aber trotzdem in ihren Geschichten nicht von ihr lassen können. Der Regisseur Wayne Wang („Smoke“, „Manhattan Love Story“) besucht einen der erfolgreichsten chinesischen Schriftsteller, Ha Jin (National Book Award, PEN / Faulkner Award), in Jins Wahlheimat Boston.
Wayne Wang arbeitet für seine Filme häufig mit Schriftstellern: Paul Auster schrieb das Drehbuch zu den Kultfilmen „Smoke“ (mit Harvey Keitel) und „Blue in the Face“ (mit Jim Jarmusch und Madonna); „Töchter des Himmels“ basiert auf dem Roman von Amy Tan. Nun interessiert Wayne Wang sich für Ha Jins neusten Roman „A Free Life“.
Wayne Wang und Ha Jin kennen beide das Immigrantenleben im Land der unbegrenzten Möglichkeiten, kommen aber aus unterschiedlichen Verhältnissen: Ha Jins Eltern arbeiteten beide im Dienste der Kulturrevolution, er meldete sich freiwillig zum Militärdienst an der sowjetischen Grenze. Wayne Wang dagegen wurde von seinem Vater nach John Wayne benannt und wuchs in der britischen Kolonie Hong Kong auf.
Die beiden treffen sich in der Boston University, wo Ha Jin als Professor für Creative Writing arbeitet. Bei einem Bummel durch Chinatown entspinnen sich Diskussionen vom Tiananmen Massaker über Filmzensur bis hin zur chinesischen Heilkunde. In einem Ur-Bostoner Pub treffen Wang und Jin die Bestseller-Autorin Gish Jen, US-Chinesin in zweiter Generation und feurige Pionierin der „Asian American“ Literatur. Der Abend endet mit einer Bootsfahrt im Bostoner Hafen, die Wayne Wang und Ha Jin an ihre erste Ankunft im „Land of Plenty“ erinnert, in dem alles größer und irgendwie... seltsam war.
Eine chinesische Nacht mit sehr viel Gelächter und einigen traurigen Geschichten - „Durch die Nacht“ begleitet zwei „kulturell Schizophrene“, die ihre Position zwischen den Welten in ihre Stärke verwandelt haben.
Durch die Nacht mit Claire Denis & Jeff Mills
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Techno-Legende Jeff Mills, geboren 1963 in Detroit, trifft sich in Paris mit der 60-jährigen Filmregisseurin und Drehbuchautorin Claire Denis.
Zweimal haben die beiden bisher zusammengearbeitet. So lieferte Mills die Musik zu Denis Film "Vendredi soir" und beteiligte sich an einer Ausstellung mit dem Titel "Diaspora africaine", die die in Afrika aufgewachsene Denis im Jahr 2007 organisierte. Claire Denis ist für Mills also keine Unbekannte - dennoch waren ihre Begegnungen bislang nur kurze Arbeitstreffen. Beide freuen sich darauf, das in dieser Nacht ändern zu können. Erste Station ihrer Reise durch das nächtliche Paris ist das Centre Pompidou. Auf einer Futurismus-Ausstellung ist Mills mit einer Installation vertreten, für die er auf drei Screens verschiedene Video-Sequenzen zu Techno-Klängen montiert hat. Danach geht es in die Cinémathèque de France mit ihrer exklusiven Sammlung cineastischer Preziosen, darunter eine Nachbildung des berühmten "Metropolis"-Roboters. Für Mills eine Art Déjà-vu, denn er hat im Jahr 2000 den Fritz-Lang-Film neu vertont. Claire Denis zeigt einen Ausschnitt aus einem ihrer wichtigsten Filme: "Beau Travail" ist die eindringliche Rückschau eines Mannes auf seine Zeit in der Fremdenlegion. Wie Jeff Mills, dessen Musik rein instrumental ist, lässt auch Claire Denis vor allem die Kraft ihrer Bilder wirken und verzichtet häufig auf Dialoge. Anschließend steht ein Besuch im spektakulären Rundkino "La Géode" im Parc de La Villette auf dem Programm. Mills zeigt dort seinen Film "X 102 - Rediscovers the Rings of Saturn", eine Montage von elektronischer Musik, Nasa-Material, Sternen, Planeten, Galaxien, "kein Wesen, nichts was uns bekannt erscheint", sagt Jeff Mills. Bei einem letzten Glas Rotwein kreisen die Gespräche um UFOs, den Weltraum und die Sterne, aber auch um persönliche Ängste und die Kreativität. Beide Künstler verbindet eine Kompromisslosigkeit in der eigenen Arbeit. Ihnen geht es um den Prozess der Kreativität, nicht um den Erfolg. Aber beide verbindet auch eine gewisse Scheu. Im Laufe der Nacht gelingt es ihnen, diese Zurückhaltung abzulegen. Sie gewähren sehr persönliche Einblicke in ihre Arbeit und verabschieden sich schließlich wie zwei gute Freunde in der Pariser Vollmondnacht.
Durch die Nacht mit Campino und Klaus Maria Brandauer (in Berlin)
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Der Film begleitet den österreichischen Schauspieler und Regisseur Klaus Maria Brandauer und den deutschen Musiker Campino bei einem nächtlichen Streifzug durch Düsseldorf. Dabei treffen sie sich im Hotel, fahren in einem Londoner Taxi durch die Stadt, besuchen das ehemalige Gymnasium von Campino, werden von Anne Blankenberg durch das Theatermuseum Düsseldorf geführt, schauen sich das Inviertel Monkey’s Island am Hafen an, gehen im Restaurant bei Paul Meister Austern und Krebse essen, spielen im Vereinsheim der Fortuna Düsseldorf mit dem Zeugwart Alex Spengler Tischfußball, und unterhalten sich in einer kleinen Brauerei mit dem Gitarristen Breiti und dem Bassisten Andi von den den "Toten Hosen" beim Bier.
Durch die Nacht mit - Alan Cumming und Ian Rankin (in Edinburgh)
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Krimi-Bestsellerautor Ian Rankin (49) lädt den Exil-Schotten, Schauspieler, Regisseur und Produzenten Alan Cumming (44) von New York in die schottische Hauptstadt Edinburgh ein. Sowohl Rankin als auch Cumming erforschen in ihrer Arbeit die schottische Identität und sehen in dem Verlangen der Schotten nach Unabhängigkeit immer auch eine Inspirationsquelle für ihre Kunst. Auf ihrem Streifzug durch Edinburgh geben die beiden Künstler Einblicke in die sagenumrankte, oft verschrobene und einzigartige schottische Seele. Der Abend fängt launig an, als Rankin seinem Gast eröffnet, dass er als erstes Cummings nackten Hintern kennengelernt habe. Auch beim Besuch in dem neuen Gebäude des Schottischen Parlaments lassen sie ihrem hochländischen Humor freien Lauf, halten aber auch fest, dass fast jeder Schotte sich die Abnabelung von England wünscht, denn wer sei schon gerne Brite. Dabei räumt Rankin mit der schottische Geschichte auf und weist nach, dass seine Landsleute den Verlust ihrer Unabhängigkeit selbst verschuldet hätten. Als Krimiautor verbringt Rankin viel Zeit mit der Recherche über Polizeiarbeit. Mit seinem Gast schaut er im Polizeipräsidium St. Leonards vorbei. Denn dort lässt er seine berühmte Romanfigur Kommissar John Rebus arbeiten. Dafür nimmt Cumming ihn mit zu seinem Lieblingsschneider für Kilts. Nach einer Portion Fish & Chips und mehreren Pub-Aufenthalten steigen Cumming und Rankin hinab in die weitläufigen Katakomben unter Edinburgh. Dort haben in vergangenen Jahrhunderten Pestkranke gelebt. Während Rankin förmlich aufblüht, muss sich Cumming ganz schön gruseln. Der schottische Abend endet in der Bar des legendären Traverse Theater mit der Feststellung, dass beide sich so gut kennengelernt haben, dass sie schon fast wie eine Familie sind. In Schottland wird eben zusammengehalten.
Durch die Nacht mit H.P. Baxxter und Heinz Strunk (in Hamburg)
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H. P. Baxxter (42), Frontmann der legendären deutschen Technoband "Scooter" trifft in seiner Heimatstadt Hamburg Heinz Strunk (46), Anarcho-Humorist und Buchautor ("Fleisch ist mein Gemüse"). Der international erfolgreiche Musiker und der messerscharfe Parodist des typisch Deutschen scheinen auf den ersten Blick eine mehr als schräge Kombination zu bilden. Doch die beiden Hanseaten haben mehr gemeinsam, als man glaubt. Schon beim Treffen im "Scooter"-Studio gesellt sich die Querflöte des gelernten Musikers Strunks bei einem improvisierten Jam zu den Technobeats des Gastgebers. Das Eis bricht spätestens bei der folgenden Spritztour der zwei Autofans in Baxxters altem Jaguar Cabriolet. Ein Besuch im Atelier von "Pyrate Style", hier lässt sich Baxxter seine Bühnenoutfits anfertigen, und ein Drink in Rocko Schamonis "Pudel Club" zeigen, dass die zwei Nordlichter durchaus gemeinsame Interessen haben und ihnen der Gesprächsstoff nicht ausgeht. So unterhalten sie sich auch über die jeweiligen Rollen, die sie in der Öffentlichkeit spielen und um die Erwartungen und den Druck, die sie mit sich bringen.
Durch die Nacht mit Liza Minnelli und Fritz Wepper (in New York)
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Liza Minnelli (63), eine der größten Showlegenden Amerikas, trifft in New York auf Publikumsliebling und "Derrick"-Star Fritz Wepper (67). 38 Jahre ist es her, dass Liza Minnelli und Fritz Wepper Seite an Seite den mit acht Oscars ausgezeichneten Filmklassiker "Cabaret" drehten. Der Kontakt zwischen den beiden brach niemals ab, sie bezeichnen sich als Freunde und verloren einander nie aus den Augen. Doch nun begegnen sie sich zum ersten Mal in Liza Minnellis Wahlheimat New York.
Durch die Nacht mit Götz Alsmann und Roland Kaiser (in Mainz)
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"Münster, mehr Stadt braucht der Mensch nicht", befindet Roland Kaiser, 57 Jahre, Schlagertitan, gleich zu Beginn. Und man begreift sehr schnell, was der gebürtige Berliner am gemütlichen Ambiente so schätzt. Götz Alsmann, nur fünf Jahre jünger, aber deutlich quirliger, legt jedenfalls ein anderes Tempo auf dem Kopfsteinpflaster der Altstadt vor - zumindest verbal. In Münsters ältestem Musikalienhandel - übrigens nur ein paar Haustüren vom "Wilsberg"-Antiquariat entfernt - schwadroniert der Entertainer über Papas erstes Banjo und Notenpapier auf dicker Pappe. Kaiser fällt da noch nicht so viel ein. Bloß, dass er lange Zeit einen Auftritt in Alsmanns WDR-Show "Zimmer frei" verweigert hatte, Begründung: Er habe vor der Kamera keinen Humor.
Erst im Auto - etwas stillos in der Fahrradstadt für die paar Meter - entbrennt das erste zahlloser Fachgespräche über wahren Schlager, belanglosen Pop von heute und blöde Castingshows. "So ein Musiker, John Lennon, Roy Black oder Du oder ich", meint Alsmann, der sei zum Nachsingen fremder Titel nicht geboren, was gleichwohl beide später am Abend noch recht erschöpfend betreiben werden.
In Kaisers Stammimbissbude begeistert sich Alsmann zu extrascharfer Currywurst noch mit Recht über den genialen Burt Bacharach, ehe der rhetorisch leicht überforderte Widerpart aus unerfindlichen Gründen beim Segeln auf dem friedlich-abendlichen Aasee kneift ("Nönö!"). Dafür kann Kaiser aber prima mit Kapuzinerbruder Bruno, einem Familienfreund und Künstlerseelsorger. Alsmann landet an der Klostertafel lieber eine Pointe: Eine Nonne mit Regenschirm auf dem Fahrrad, die verdeutliche bestens, woran man in Münster ist: viele Radfahrer, scheiß Wetter und überall der Katholizismus.
In Alsmanns Tonstudio vor den Toren der Stadt klingt der Abend ganz buchstäblich in schier endlosen Klassikervariationen zur Pianobegleitung aus. "Tolle Melodie, was?", sagt Kaiser immer dann, wenn ihm der Text entfällt, und den Satz sagt er ziemlich oft. Als der Schlagerbarde alleine in der Limousine in die Nacht entschwindet, schlägt der verbliebene Alsmann dem befreundeten Studiobesitzer beherzt auf die Schulter: "Wir machen noch 'ne Flasche auf, oder?" Es hat ein bisschen was von einer Erlösung.
Durch die Nacht mit Chris Crawford und Jason Rohrer (in San Francisco)
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Der 58-jährige Crawford gehört noch zur alten Schule des Spieledesigns. Ende der 80er feierte er große Erfolge mit strategischen Computerkriegsspielen und gründete 1987 mit der "Game Developers Conference" den größten Branchenevent der Welt. Fünf Jahre später zog er sich aus dem Business wieder zurück, da es ihm an Innovativität der Branche fehlte. Aktuell meldet er sich mit der Simulation "Balance Of Power 2K" zurück. Sein Gesprächspartner für die Nacht ist Jason Rohrer. Rohrer gilt als neues Genie und Wunderkind der Gamesbranche. Er ging mit Spieletiteln, wie zum Beispiel "Passage" oder "Between" neue innovative Wege.
Beide haben eine völlig unterschiedliche Einstellung und Meinung zu der Thematik. Das Gespräch verspricht also spannend zu werden. Und wo sonst sollten beide Protagonisten aufeinander treffen, wenn nicht nicht auf besagter "Game Developers Conference" in San Francisco? Dort werden sie ihre Ideen und eigene Werke diskutieren, blicken zurück auf die Meilensteine der Computerspielgeschichte und wagen natürlich auch Prognosen für die Zukunft.
Durch die Nacht mit Kai Diekmann und Henryk M. Broder (in Berlin)
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Mit der Begegnung zwischen dem Journalisten Henryk M. Broder, bekannt für seine streitbaren Polemiken und Provokationen, und dem Bild-Chefredakteur Kai Diekmann kommt es zu einem Treffen zweier der streitbarsten und meinungsfreudigsten Männer der Bundesrepublik.
Im Axel-Springer-Haus begrüßt Kai Diekmann Henryk M. Broder zu einer langen Berliner Nacht. Gemeinsam sprengen sie den Empfang der FDP-nahen Walter Rathenau-Stiftung zu Ehren von Hans-Dietrich Genscher und begegnen sofort Rivalen wie Weggefährten. Beim Abendessen im "Diener", einem Klassiker der
Westberliner Restaurantszene, wird danach einander kräftig auf den Zahn gefühlt.
Auf den Boden der Tatsachen bringt Broder Diekmann im weiteren Verlauf der Nacht, denn ein äußerst schlichtes Internet-Café in Schöneberg steht ebenso auf seinem Plan wie eine Fahrt mit der Berliner U-Bahn. Beim Mitternachtsschmaus in einem vietnamesischen Restaurant kommt man sich dann doch etwas näher. "Wir sind uns gar nicht so unähnlich", muss Kai Diekmann konstatieren. Doch während Broder sich entspannt um Kopf und Kragen redet, steht Diekmann ständig unter Strom: Bild- und B.Z.-Redaktion müssen jederzeit mit seinen Anrufen rechnen.
Nach einem gemeinsamen Besuch des mittellosen Künstlers Clemens Wedel, nehmen Broder und Diekmann gegen Ende ihres Treffens in der Spandauer Druckerei die frische Bild entgegen. Spät in der Nacht wird nach einem erstaunlich launigen Zusammensein klar: Hier ist die Saat für eine Männerfreundschaft gestreut worden.
Durch die Nacht mit Dave Arnold und Tim Raue (in New York)
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Spitzenkoch trifft Küchen-Tüftler: In der Sendung „Durch die Nacht mit...“ lässt sich der Berliner Michelin-Stern-Träger Tim Raue vom New Yorker Food-Experten Dave Arnold in die Restaurantszene Manhattans entführen.
Und dort gibt es einiges zu entdecken: von exotischen Zutaten in Chinatown über experimentelle Köche bis hin zu abgefahrenen kulinarischen Techniken. Wen wundert’s: Schließlich kann Manhattan mit mehr als 17.300 Gaststätten die wohl größte Restaurantdichte und kulinarische Vielfalt der Welt vorweisen.
Der gemeinsame Abend der beiden Küchenprofis beginnt in Chinatown, wo sich Tim Raue, der in seinem Berliner Gourmetrestaurant „Ma“ selbst asiatisch Inspiriertes serviert, völlig fasziniert von der riesigen Auswahl an exotischen Lebensmitteln zeigt. Anschließend geht es weiter in Richtung Broadway, wo sich das French Culinary Institute befindet. Hier arbeitet Dave Arnold als Chef der Abteilung für kulinarische Techniken. Mit beinahe kindlicher Begeisterung führt der Gastgeber seine neusten Erfindungen und Experimente vor. Die Motivation des Food-Forschers: Den Geschmack und die Textur bestimmter Lebensmittel so zu manipulieren, dass etwas völlig Neuartiges entsteht.
Aber die kulinarische Reise der beiden ist auch nach dem Ausflug in die Entdeckerwelt von Dave Arnold noch lange nicht zu Ende. Und so werfen die beiden einen Blick in die Küche des Drei-Sterne-Restaurants „Jean Georges“, treffen Jeffrey Steingarten, den gefürchteten Gourmetkritiker der amerikanischen Vogue, und besuchen alle zusammen den radikalen Chefkoch David Chang. Dessen Restaurant ist so begehrt, dass Reservierungen im Internet versteigert werden - typisch New York.
Durch die Nacht mit Miranda July und David Shrigley (in Paris)
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Egal in welchem Medium die Kalifornierin Miranda July (34) debütiert, sie wird geliebt. Ihren bisher größten Erfolg feierte sie mit ihrem Spielfilm "Ich und du und alle, die wir kennen", der 2005 auf dem Sundance Film Festival und in Cannes ausgezeichnet wurde. Ihre erste Kurzgeschichtensammlung "Zehn Wahrheiten" wurde von Kritikern aus aller Welt gelobt. Das Guggenheim Museum, das Museum of Modern Art und die Whitney Biennale zeigen Julys Videoperformances. Und Indiebands wie "Blonde Redhead" lassen ihre Videos von ihr in Szene setzen. Gerade ist Miranda July auf Europareise. Nach einem Lehrauftrag in Venedig castet sie in Paris eine Schauspielerin für ihren nächsten Film - und wirft natürlich einen Blick auf die Fashion Week. Für eine Nacht hat sie ihren Lieblingskünstler David Shrigley (40) aus Glasgow nach Paris eingeladen. July und Shrigley sind sich noch nie zuvor begegnet, aber erkennen einander wieder im schonungslosen Humor und der seltsamen Poesie, die ihre Arbeit verbindet. Die Charaktere in Shrigleys preisgekrönten Cartoons, Skulpturen und Musikvideos sind deprimierende Anti-Helden. Seine Inhalte kreisen um Politik, Beziehungsprobleme und Suizid - und trotzdem muss der Zuschauer grinsen. International bekannt wurde Shrigley durch die Musikszene. Er hat Musikvideos für Blur ("Good Song") und Bonnie Prince Billy ("Agnes") animiert. Musiker wie Franz Ferdinand, David Byrne und Hot Chip haben auf dem Album "Worried Noodles" seine Cartoons und Texte vertont. Gemeinsam tauchen July und Shrigley ein in die junge Pariser Szene. Sie streifen von einer Modeschau zu einer Galerieöffnung und suchen Schätze auf dem Trödelmarkt. Es wird eine spielerische Nacht mit zwei außergewöhnlichen Künstlern, die zwischen hermetischem Basteln, kollektiver Therapie und schonungsloser Selbstdarstellung schwanken - und dabei unheimlich charmant sind.
Durch die Nacht mit Alejandro Jodorowsky und Daniel Pinchbeck (in Paris)
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Alejandro Jodorowsky (80), Regisseur, Schriftsteller, Produzent, Komponist, Schauspieler, Pantomime, Comic-Autor, Tarot-Experte und Psychotherapeut, trifft in seiner Wahlheimat Paris den amerikanischen Schriftsteller Daniel Pinchbeck (43), den Guru der spirituellen „New Edge“-Szene.
„Ich möchte ihm meine Seele zeigen“, sagt Alejandro Jodorowsky über seinen Gast aus Amerika. Der New Yorker Daniel Pinchbeck ist ein Verfechter des Gebrauchs psychedelischer Substanzen und Leitfigur der „neuen psychedelischen Elite“ (Rolling Stone). In seinem neuesten Buch „2012“ verkündet er im Auftrag der Amazonas-Gottheit Quetzalcoatl das Ende der Welt. Für ihn ist Alejandro Jodorowsky, dieses wandelnde Gesamtkunstwerk, ein Meister und Idol. Jodorowsky, der mit seinen surrealen Filmen „El Topo“ und „Holy Mountain“ in den 70er Jahren berühmt wurde und seither auf unzähligen Gebieten der Kunst und Philiosophie Erfolge feiert, hat die Psychomagie als therapeutisches Werkzeug entwickelt und ist ein Meister des Tarot. Seine Tour durch Paris beginnt am Notre Dame, wo er für den wissbegierigen Pinchbeck die Symbole der Kathedrale deutet. Unter dem ältesten Baum der Stadt kommt es dann schon zu den Gesprächen zu den existenziellen Dingen dieser und anderer Welten – und natürlich einem Erfahrungsaustausch über bewusstseinsverändernde Rauschmittel. Jodorowsky lässt es sich nicht nehmen, Pinchbeck auf den Zahn zu fühlen und dessen Strategien zu hinterfragen. Das Hotel, in dem Oscar Wilde seine letzten Tage verbrachte, ist der passende Ort für eine intime Sitzung: Jodorowsky legt für Pinchbeck Tarot und kommt der Wahrheit etwas zu nahe – ganz so genau will der es dann doch nicht wissen.
Nach einem Besuch in einem Tempel, in dem Europas größter Buddha einsam wacht, lädt Alejandro Jodorowsky seinen Begleiter zum Essen ein – bei sich zu Hause, wo Jodorowskys Frau schon das Essen zubereitet. Jodorowskys Wohnung ist die reinste Wundertüte und inspiriert die zwei Querdenker zu letzten Ansichten und Einsichten, bevor Pinchbecks junge Freundin ihn in die Nacht entführt.
Durch die Nacht mit Markus Lüpertz und Hermann Nitsch (in Wien)
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Ein echter Höhepunkt der "Durch die Nacht"-Reihe. Zwei Künstler von Weltformat zeigen Wien, was eine Harke ist. Markus Lüpertz, Maler und Rektor der Kunsthochschule Düsseldorf, Charisma-Granate und Dandy der Kunstszene, besucht Hermann Nitsch, den umstrittenen Aktionskünstler, der bei seinen mehrtägigen "Orgien Mysterien Theater"-Veranstaltungen Tiere schlachtet und gekreuzigte Jungfrauen begattet. Beide Männer müssen nichts mehr beweisen, sie gehören zu den Top-Namen der internationalen Kunstwelt.
In Wien beweisen sie aber, daß zwei Mittsechziger mehr Dampf machen können als die meisten Jungspunde. Neben mehreren Weinflaschen bleibt auch die Limousine auf der Strecke, und die Abartigkeiten des pathologischen Museums stecken die zwei ebenso lässig weg wie das derbe Essen beim Heurigen. Dabei wird dem Kunstfreund noch einmal deutlich gemacht, daß Cézanne die Mona Lisa und Picasso vergessen läßt. Gemeinsam begutachtet man das eigene Werk im gewaltigen Depot der Sammlung Essl, trifft die Künstlerin Valie Export in ihrer Ausstellung und gibt schließlich bei einer völlig aus den Fugen geratenden Jam Session dem Affen Zucker. Wenn Markus Lüpertz um 3 Uhr morgens in die Tasten haut, ist immer noch Druck auf dem Kessel.
Durch die Nacht mit Goldie und Skream (MELT Festival)
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Mit der neuen Ausgabe des People- und Popkulturformats "Durch die Nacht mit..." betrat der TV-Sender arte am vergangenden Donnerstag, 02.10. Neuland: Erstmals begleitet die Sendung nicht zwei Künstler bei ihrem Streifzug durch eine Stadt. Denn für das Treffen zwischen der Jungle- und Breakbeat-Legende Goldie und dem jungen Dubstep-Aufsteiger Skream hat sich das Team das diesjährige Melt! ausgesucht.
Passenderweise auch deshalb, weil auf dem Melt! jedes Jahr die Up-and-Comings der internationalen Elektroszene zusammen mit schon arrivierten Indiestars die Nacht zum Tag machen. Für die Begegnung zwischen Goldie und Skream könnte das Setting also nicht besser sein: Grölende Fans und Feinde, ein irritierendes Candle Light Dinner am See und plötzlich einsetzender Platzregen sind nur einige der Herausforderungen, denen sich die Beiden aussetzen müssen.
In der Sicherheit ihres Backstage-Containers kommt es schließlich zum lebhaften Austausch über neue und alte elektronische Clubmusik und über die Staffelübergabe des Altmeisters an den jungen Star. Neben Goldie und Skream sind auch Ausschnitte von Blood Red Shoes, Adam Green, Zoot Woman, Editors und natürlich viele Impressionen des diesjährigen Melt! zu sehen.
Durch die Nacht mit Bjørn Lomborg und Tony Juniper (in Kopenhagen)
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Tony Juniper gilt als einflussreichster Umweltschützer Großbritanniens, der unter anderem Prinz Charles berät und für die Grünen in seinem Land kandidiert. Für ihn ist die Bekämpfung des Klimawandels die Hauptaufgabe unserer Zeit. Deshalb fordert er strenge gesetzliche Regelungen für CO2-Ausstöße, Subventionen für umweltfreundliche Verfahren und harte Strafen für Klimasünder. Ganz anders sieht das der Ökonom und Politologe Bjørn Lomborg, den er in Kopenhagen trifft. Nach dessen Meinung betreiben Medien und Politiker beim Thema Klimawandel reine Panikmache. Die Lösungsversuche seien zu teuer und ineffizient. Wichtiger - und billiger - als die Reduzierung des Kohlendioxids sei die weltweite Bekämpfung von Aids, Hunger und Korruption. Mit seinen Büchern "Apokalypse No!" und "Cool it!" hat Lomborg Umweltschützer in aller Welt heftig provoziert.
So unterschiedlich Lomborg und Juniper in ihren Ansichten auch sind, sie schätzen einander sehr. Auf ihrem Streifzug durch Kopenhagen begegnen der Ökoskeptiker und der Aktivist Leuten, die den Klimawandel innovativ bekämpfen. Sie besuchen einen Windpark, setzen sich ans Steuer von zwei Elektroautos, informieren sich über nachhaltigen Wohnungsbau und treffen den Designer einer ökologischen Luxusmodemarke. Dabei liefern sie sich harte Diskussionen. Was können und wollen wir tun, um unseren Planeten zu retten? Welche Maßnahmen lohnen sich wirklich? Am Ende des Abends zeigt sich, dass Klimapolitik mit viel Sachverstand - aber auch mit viel Herzblut diskutiert werden kann.
Durch die Nacht mit Bruce Greenwald und Joseph Stiglitz (in New York)
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Kaum jemand kennt sich in der Weltwirtschaft so gut aus wie Joseph E. Stiglitz (65). Jahrelang saß er an den Hebeln der Macht, ob als Berater von US-Präsident Bill Clinton oder als Chefvolkswirt der Weltbank. Er erlebte dabei hautnah, wie der freie Markt die Volkswirtschaften mehrerer Länder ruinierte. Diese Erfahrungen machten ihn zu einem der führenden Globalisierungskritiker. Schonungslos bezog er Position gegen seine ehemaligen Auftraggeber und bekam dafür viel Ärger - aber schließlich den Wirtschaftsnobelpreis. Der Amerikaner Bruce Greenwald (62) ist so etwas wie der Seismograph der Wall Street. Selbst alte Hasen unter den Investmentprofis geraten bei seinen Ratschlägen in Verzückung. Er nimmt kein Blatt vor den Mund und stellt das Weltbild der Börsianer mit Vorliebe auf den Kopf. Dabei wirkt der untersetzte Mann wie ein Fremdkörper in der Liga der geschniegelten Maßanzugträger. Doch niemand sollte ihn unterschätzen! So entwickelt er beispielsweise gerade ein neues Analysesystem, mit dem die Gewinnchancen auf dem Aktienmarkt noch effizienter bestimmt werden könnten. Bruce Greenwalds Lieblingsthema: Wachstum. Mit den beiden so unterschiedlichen Alphamännern der Finanz- und Wirtschaftswelt schlägt "Durch die Nacht mit ..." eine Schneise in das Dickicht der Finanzkrise und beleuchtet die Unternehmenskultur, die die Entgleisungen möglich gemacht hat. Der Abend führt die Ökonomen auf den Trader’s Floor der New York Stock Exchange, zum "Wall Street Journal", ins legendäre Banker-Steakhouse Delmonico, zum Kunstauktionator Simon de Pury, nach Chinatown und zu einem exzentrischen Immobilienbroker auf die Upper East Side.
Durch die Nacht mit Uwe-Karsten Heye und Michael H. Spreng (in Berlin)
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Mit diesen beiden Insidern schlägt "Durch die Nacht mit" eine Schneise in das undurchsichtige Dickicht der politischen Überzeugungsarbeit und dringt in die hermetische Welt des Berliner Regierungsviertels ein.
Die zwei Politkoryphäen begegnen sich in der Redaktion des SPD-Parteiorgans, wo der CDU-nahe Spreng schon mal die Chancen der SPD bei der Wahl austariert. Weiter geht es zur "Wahlzentrale" des großen deutschen Internetnetzwerkes StudiVZ. Hier wird klar: Es gibt ihn doch, den Generationenkonflikt. Bei "Berlin Direkt"-Moderator Peter Frey im ZDF-Hauptstadtstudio sind sie dagegen auf bekanntem Terrain. Doch die Welt hat sich verändert und das Fernsehen auch; Politik kann man inzwischen fast in Echtzeit im Internet verfolgen. Staunend besuchen Heye und Spreng die Agentur "Platoon". Hier werden Kampagnen für Gewerkschaften gemacht, die ganz neue Wege gehen.
Gut für die beiden, dass es noch Traditionen gibt: Zum seriösen Politiker gehört immer noch die passende Krawatte. Spreng und Heye suchen sich in Berlin-Mitte gegenseitig eine Krawatte fürs piekfeine Restaurant Bocca di Bacco aus und Spreng stellt fest: Alpha-Männer tragen Haifischkragen. Spät in der Nacht setzen sie sich mit Jörg Thadeusz ins Wirtshaus Wuppke und analysieren den Abend.
Wer bestimmt, was wir von der Politik wissen – oder glauben zu wissen? Wo werden Meinungen wirklich gemacht? Das Fazit des Abends: Die alten Regeln gelten nicht mehr, und die digitale Gesellschaft ist noch unbekanntes Terrain.
Durch die Nacht mit Zoë Bell & Diablo Cody (in Los Angeles)
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"Ich hoffe, sie endet nicht auf der Motorhaube eines Autos", formuliert Diablo Cody ihre Erwartungen auf den Abend mit Zoë Bell. Kein Wunder: Die Neuseeländerin Bell wurde mit ihrem waghalsigen Autostunt in Quentin Tarantinos "Death Proof" zum Star. Tarantino war es auch, der Zoë Bell als Uma Thurmans Double in den "Kill Bill"-Filmen nach Hollywood holte und schließlich zur Schauspielkarriere ermutigte. Inzwischen ist die quirlige Zoë in "Gamer" mit Gerard Butler und in Drew Barrymores Regiedebüt "Whip It" zu sehen. Ihre Begleitung für diesen feuchtfröhlichen Abend in Los Angeles ist eine frischgebackene Oscargewinnerin: Für den weltweiten Überraschungserfolg "Juno" verfasste die Amerikanerin das Drehbuch - ihr erstes - und wurde 2008 dafür mit dem begehrtesten Filmpreis der Welt ausgezeichnet. Die Ex-Stripperin und Journalistin hat seither mit der Emmy-preisgekrönten Serie "United States of Tara" und dem Horrorfilm "Jennifer's Body" ihren Status als Popkultur-Ikone zementiert. Für "Durch die Nacht mit ..." treffen diese zwei starken Frauen, die mit sonst weniger glamourösen Tätigkeiten eine gigantische Popularität erreichen konnten, in Hollywood aufeinander. Der Spaß an der Sache ist beiden anzusehen, und weder bei privaten noch bei beruflichen Themen werden Blätter vor den Mund genommen. Diablo und Zoë erfreuen sich an ihrem Abend und geben dem Zuschauer die Gelegenheit, zwei authentische, sympathische und ungewöhnliche Stars der Traumfabrik kennenzulernen.
Durch die Nacht mit Josef Hader und Daniel Kehlmann (in Wien)
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In Wien kennen sie sich beide gut aus: der österreichische Kabarettist, Autor und Schauspieler Josef Hader und der Schriftsteller Daniel Kehlmann. Ihr gemeinsamer Abend beginnt in einem Café im Wiener Südbahnhof. Als die beiden mit einem Begrüßungskaffee an ihren Stehtisch zurückkehren, hat dort jemand seinen Hund angebunden. Hader fragt: "Der Hund gehört Ihnen?" "Nein" antwortet Kehlmann, "aber nehmen tät ich ihn schon." Josef Hader und Daniel Kehlmann fahren im Prater eine Runde Riesenrad und schlendern durch den Ersten Bezirk, gehen in eine Buchhandlung, in den Stephansdom, ins Theater in der Josefstadt, wo Kehlmanns Vater als Regisseur tätig war, und landen schließlich im Künstlercafé Rüdigerhof. Hier treffen sie den Regisseur David Schalko, mit dem Hader seinen letzten Film "Aufschneider" geschrieben hat. En passant hinterfragen die beiden Künstler die Relevanz des modernen Theaters, entwerfen Lösungen, wie mit unvermeidlicher Kritik umzugehen sei, oder reflektieren den zweifelhaften Status eines Bestsellers - und den damit einhergehenden Ruhm. Die Zeit verfliegt, und es passiert eigentlich nicht viel, und doch passiert ständig etwas, denn Hader und Kehlmann sind beherrscht vom Thema des Schreibens. Eine Leidenschaft, die sie teilen. Das förmliche "Sie" legen die beiden in dieser Nacht nicht ab. Überhaupt ist der gemeinsame Abend eine Proklamation gegen die übermütige Selbstdarstellung und kumpelhafte Anbiederei. Die Herren stapeln tief und trinken wenig, stets auf Haltung bedacht.
Durch die Nacht mit - Christopher Doyle und Nonzee Nimibutr (in Bangkok)
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Christopher Doyle führte die Kamera in Wong Kar-Wais Film "In the Mood for Love". Das Melodram wurde in Bangkok realisiert, "weil das Hongkong unserer Erinnerung nur noch hier in Bangkok existiert", so Christopher Doyle. In der thailändischen Hauptstadt entstanden auch Nonzee Nimibutrs Erstlingsfilm "Dang Bireley and the Young Gangsters" und seine Kassenschlager "Nang Nak" und "Jan Dara". Aufgrund der Erotikszenen in "Jan Dara" bekam Nonzee Probleme mit der Zensur in Thailand, erreichte durch sie aber auch Kultstatus. Archaische Kraft und atemberaubende Ästhetik brachten den pan-asiatischen Filmen der beiden Künstler Einladungen zu den Filmfestivals in Cannes, Berlin und Venedig ein. Bangkok scheint ein verheißungsvoller Spiegel innerer Sehnsüchte zu sein. Auf ihrem Trip über die Highways des Molochs zu den Drehorten und Inspirationsquellen ihrer Filme erzählen die befreundeten Künstler, wie aus ihrem exzessiven Privatleben Kultfilme entstanden. Alles dreht sich um die existenziellen Dinge des Lebens, um Liebe, Sex, Familie, Kindheit, Erinnerung und den Ort, an dem man aufwächst und lebt. Sie besuchen den "Nang Nak"-Geisterschrein für verzweifelte Liebende (magischer Drehort aus "In the Mood for Love"), sicherheitshalber eine Wahrsagerin sowie den Mekong-Fluss, die Quelle allen Lebens und ihrer filmischen Inspiration. Sehr offen geben Christopher Doyle und Nonzee Nimibutr intime Einblicke in ihr Leben und künstlerisches Schaffen. Am Ende einer rauschhaften Nacht versteht der Zuschauer, "warum es keine einfache Antwort auf die Frage nach dem Glück gibt," ... "sondern immer nur einen Film, der eine Antwort sein kann: wie auch dieser Film," so Christopher Doyle.
Durch die Nacht mit Lars Eidinger und Oda Jaune (in Sofia)
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Lars Eidinger (33), der umworbene deutsche Schauspielstar (ALLE ANDEREN) trifft die erfolgreiche Malerin Oda Jaune (30) in ihrer Geburtsstadt Sofia.
Seit Oda Jaune den Berliner Lars Eidinger in ihrer neuen Heimat Paris als HAMLET auf der Theaterbühne erlebt hat, möchte sie diesen „unglaublichen“ Schauspieler kennen lernen. Deshalb lädt sie ihn in die bulgarische Hauptstadt ein, in der sich seit Oda Jaunes Kindheit vieles verändert hat.
Gemeinsam lassen sie sich von einer geheimnisvollen Wahrsagerin in die Nacht schicken.
In der prachtvollen Alexander-Newski-Kathedrale stellen sie sich Glaubensfragen und im pathologischen Institut am Rande der Stadt versucht Eidinger die düsteren Inspirationsquellen von Jaune zu ergründen. Ein Besuch in der Privat-Galerie von Bulgariens wichtigstem Maler Svetlin Russev steht ebenso auf dem Programm wie eine Privataudienz im Heimkino des preisgekrönten Regisseurs Javor Gardev, dem Shooting-Star des bulgarischen Kinos.
Gott, Sexualität und Vergänglichkeit sind die Themen eines Abends, an dem Extreme aufeinander prallen und der in einem freizügigen Nachtclub sein jähes Ende findet.
Durch die Nacht mit Sibylle Berg und Katja Riemann (in Zürich)
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Der Film begleitet die Schriftstellerin und Kolumnistin Sibylle Berg und die Schauspielerin Katja Riemann bei einem nächtlichen Streifzug durch Zürich; Berg holt Riemann in ihrem Hotel ab, sie fahren gemeinsam in einer Limousine durch Zürich, machen einen Ausflug in den zoologischen Garten, spazieren durch die Altstadt von Zürich, gehen in ein Kleidungsgeschäft, speisen in einem Restaurant, schauen sich eine Ausstellung im Migros Museum für Gegenwartskunst an, wo sie den Kurator des Museums Raphael Gygax und den Künstler Andro Wekua erwarten und treffen schließlich Matthias Hartmann, den Intendanten des Schauspielhauses Zürich, auf einem Boot.
Durch die Nacht mit Dirk Nowitzki und Till Brönner (in Dallas)
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Till Brönner, seit mehreren Jahren Deutschlands meistgefeierter Jazz-Trompeter, trifft Dirk Nowitzki, den deutschen Shootingstar des Profi-Basketballs, der als bester Nicht-Amerikaner der National Basketball Association (NBA) gefeiert wird. Nowitzki zeigt Brönner "sein" Dallas. Dokumentation, Deutschland 2002, ZDF, Erstausstrahlung Von: Edda Baumann von Broen. Till Brönner, seit mehreren Jahren Deutschlands meistgefeierter Jazz-Trompeter, ist Sänger, Komponist und Produzent der letzten Hildegard-Knef-CD und Preisträger der Deutschen Schallplattenkritik. Er trifft Dirk Nowitzki, den deutschen Shootingstar des Profi-Basketballs. Nowitzki wird heute als bester Nicht-Amerikaner der National Basketball Association (NBA) gehandelt. Viele Gemeinsamkeiten scheinen die beiden auf den ersten Blick nicht zu haben...
Nowitzki zeigt Brönner "sein" Dallas. Gesprächsthemen sind unter anderem der Erfolg, die frühe Entdeckung und Förderung von Begabungen, ihre Gemeinsamkeiten von Jazz und Basketball sowie Familienleben und Familienideal, Leben und Alltag in den USA, Heimweh, Förderung von Musik und Sport in den USA und Deutschland, Kultur in den beiden Ländern sowie Rassismus in Sport und Musik.
Durch die Nacht mit Thees Uhlmann und Feridun Zaimoglu (in Wales)
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Mit Thees Uhlmann (34), Frontmann der Hamburger Band Tomte und Mitbegründer des Independent-Labels Grand Hotel van Cleef, und Erfolgsautor Feridun Zaimoglu (44) ("Kanak Sprak", "Leyla") treffen sich heute zwei Künstler, die sich die Auseinandersetzung mit der deutschen Sprache auf die Fahne geschrieben haben. Das Feuilleton bejubelte Zaimoglu für "Kanak Sprak" und "Abschaum" als Brückenbauer zwischen der Sprache der Straße und der Hochkultur. Inzwischen hat er sich literarisch längst aus der Nische eines deutsch-türkischen Sprachrohrs befreit. Auch Thees Uhlmann ist Kontroversen gewohnt. Seine Indie-Pop Band Tomte wird regelmäßig als beste Band der deutschen Indie-Szene bejubelt oder als schlechteste abgestempelt....
Durch die Nacht mit Robby Naish und Max Raabe (auf Sylt)
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Max Raabe, international erfolgreicher Sänger des Palast Orchesters, trifft beim Surfworldcup auf Sylt die Surflegende Robby Naish zu einer actionreichen Reise entlang der Ufer der beliebten Ferieninsel. Mit Respekt und Humor nähern sich die beiden so unterschiedlichen Stars, denn es gibt Berührungspunkte. Max Raabe ist begeisterter Surfer und der Perfektionist Robby Naish interessiert sich für deutsche Kultur, spricht sogar etwas Deutsch. Doch was beim gemeinsamen Kiten am Strand wie der Beginn einer Männerfreundschaft aussieht, entpuppt sich als skurrile Begegnung zweier Welten. Nach einem kleinen Snack warten in Kampen zwei Pferde auf die beiden Ausflügler. Stilvoll galoppiert Raabe durch den Sand, Robby Naish hält sich wacker, steigt aber beinahe unfreiwillig ab. Beim anschließenden Essen in einem idyllischen Strandlokal in Hörnum dreht sich das Tischgespräch vor allem um Haie. Zum Abschluss des Abends setzen sich die beiden an die Hotelbar des legendären "Miramar". Stolz zeigt Robby Familienvideos auf seinem Handy, dann verabschiedet er sich. Max Raabe spaziert noch einmal zum nächtlichen Strand von Westerland und pfeift ein Liedchen. Ein stimmungsvoller Schlusspunkt einer Nacht, die fast den Grundstein zu einer Männerfreundschaft gelegt hätte.
Zwei Menschen, die in völlig verschiedenen Welten leben, zwischen denen es aber dennoch ein paar Berührungspunkte zu geben scheint, treffen sich auf Sylt und legen beinahe den Grundstein für eine Männerfreundschaft - aber wirklich nur beinahe. Max Raabe, Sänger des Palast Orchesters und leidenschaftlicher Hobbysurfer, trifft auf den Amerikaner Robby Naish, die perfektionistische Surflegende mit einem ausgeprägten Interesse für deutsche Kultur und Sprache.
Durch die Nacht mit Marcel Reif und Robert Marawa (in Johannesburg)
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100 Tage vor dem Anpfiff zum Sportereignis des Jahres begegnen sich in Johannesburg zwei Meister ihres Fachs: Marcel Reif hat in seiner Karriere alle renommierten deutschen Fernsehpreise gewonnen und ist bis heute für seine meinungsfreudigen Kommentare so berühmt wie berüchtigt. Auch Südafrikas Starkommentator Robert Marawa ist schon oft mit seinen ungeschönten Moderationen und Interviews angeeckt, was seiner Beliebtheit keinen Abbruch tut: Auch er wurde für seine Reportagen mehrfach preisgekrönt.
Reif und Marawa treffen sich vor dem gewaltigen neuen Soccer City Stadium, in dem das Eröffnungsspiel und das Finale der Fußball-WM stattfinden werden. Zum ersten Mal betreten die zwei Männer das sich noch im Bau befindliche Stadion und zeigen sich überwältigt von der schieren Größe und der Konzentration auf puren Fußball. Im Anschluss geht es in das Township Alexandria. Hier will die FIFA mit ihrem Projekt "Soccer for Hope" Kindern aus problematischen Verhältnissen Halt geben. Begeistert von Idealismus und Spielfreude auf dem unebenen Rasen im Township, treten die zwei Männer die Fahrt zum Radiosender Metro FM an. Dort nimmt Marawa seine tägliche Show auf. Sein heutiger Stargast: Marcel Reif.
In Marawas Lieblingsrestaurant "Grillhouse" lassen sie als einzige Gäste die Nacht und den Geburtstag des Gastgebers entspannt ausklingen. Hier werden die Gespräche noch einmal ernster und intimer, bevor die beiden sich voneinander verabschieden - aber nicht ohne sich ein Wiedersehen bei der WM zu versprechen. Diese Begegnung ist ein Freundschaftsspiel geworden.
Durch die Nacht mit William Friedkin und Ulli Edel (in Los Angeles)
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Filmfans, aufgepasst! Oscar-Preisträger und Regisseur William Friedkin (74, "Der Exorzist") trifft den deutschen Filmemacher Uli Edel (63, "Der Baader Meinhof Komplex") in Los Angeles, wo sie bei Pizza über die "Bild"-Zeitung und die Religion debattieren.
Als Uli Edel 1971 als frischgebackener Filmstudent William Friedkins 'French Connection' im Kino sah, war dies wie ein Initiationsmoment für ihn. Umgekehrt sieht es ähnlich aus: Friedkin ist ein Kenner von Edels Filmographie und preist den 'Baader Meinhof Komplex' als 'absolutes Meisterwerk' - und das von einem Regisseur, der zu den wichtigsten Figuren des New Hollywood gehörte und mit Filmen wie 'Der Exorzist', 'Cruising' oder 'Leben und Sterben in L.A.' reihenweise Klassiker geschaffen hat. William Friedkin empfängt seinen Gast in Bel Air, wo er mit seiner Frau Sherry Lansing (Ex-Chefin von Paramount) residiert. Er nutzt die Gelegenheit, um Uli Edel die ersten Entwürfe seiner nächsten Opernregie zu zeigen - seine Karriere als Opernregisseur ist mittlerweile ein zweites Standbein geworden. Anschließend fahren sie zu Friedkins Lieblingsrestaurant 'Toscana', wo die Stars ein- und ausgehen. Bei Pizza Margarita geht es um den 'Exorzisten' und um die 'Bild'-Zeitung, aber vor allem um das Thema Religion, wo die Ansichten der zwei Filmemacher unvereinbar scheinen. Doch es muss weitergehen, die Studenten an der Filmhochschule warten schon. Nach einer exklusiven Vorführung von 'Der Baader Meinhof Komplex' sind sie bereit, die beiden Regisseure mit Fragen zu löchern. Hier läuft Friedkin zu absoluter Hochform auf. Anekdoten von 'French Connection', Streit um 'Avatar' und Rundumschläge gegen das Kino der Gegenwart bringen Leben ins Auditorium. Als endlich die Dunkelheit über Hollywood hereinbricht, ist es Zeit für einen kurzen Stopp am legendären Hotel 'Chateau Marmon', wo Uli Edel einst übernachtete - in der Nacht, in der John Belushi dort starb. Bei einem letzten Glas Wasser bei Edel zu Hause betonen die zwei Ausnahmeregisseure noch einmal die gegenseitige Wertschätzung. Hier haben sich zwei Männer über ihr Werk kennengelernt und dann als Menschen angefreundet. Eine 'Durch die Nacht mit...'-Folge, die ein Muss für Filmfans ist.
Durch die Nacht mit Michael Haneke und Ferdinand von Schirach (in Venedig)
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Ferdinand von Schirach beendet gerade seine einmonatige Schreibklausur in seinem selbst gewählten Exil Venedig. Nur zu gern lässt er sich von Michael Haneke, der hier vor 25 Jahren den Film "Wer war Edgar Allan?" drehte, durch einen venezianischen Abend begleiten. Beim ersten Aufeinandertreffen im Garten von Hanekes Hotel wird auch sofort klar, dass sich diese zwei Männer mit großer gegenseitiger Bewunderung begegnen. Auch bei der Fahrt mit dem Wassertaxi in die Altstadt geht es um das Schreiben, das Filmemachen und die Strenge, die beide dabei walten lassen. "Einfach die Adjektive weglassen", erklärt von Schirach das Geheimnis seines viel gelobten Schreibstils. Beim Besuch einer psychiatrischen Klinik sehen sich die zwei Erkunder menschlicher Untiefen einer Herausforderung ausgesetzt. Der exaltierte Professor Ramaciotti sorgt mit radikalen Thesen und seiner rustikalen Art für Staunen. Die perfekte Erholung bietet da der Austausch mit der Opernkomponistin Olga Neuwirth beim Abendessen am Wasser, während die Sonne in der Lagune versinkt. Am Markusplatz besuchen die beiden Nachtschwärmer den eigens für sie geöffneten Dogenpalast, eilen durch alte Gefängniszellen und beurteilen den Komfort der Unterbringung. Im traditionsreichen "Caffé Florian" wartet anschließend Schauspieler Ulrich Tukur und bringt in bester Laune noch einmal Humor in den ausklingenden Abend. Die Begegnung von Ferdinand von Schirach und Michael Haneke, die sich beruflich fast ausschließlich mit ernsten und düsteren Themen auseinandersetzen, ist ein erstaunlich gut gelauntes und von großer Sympathie getragenes Treffen vor der unschlagbaren Kulisse des abendlichen Venedigs.
Durch die Nacht mit Barbara Hendricks und Henning Mankell (in Stockholm)
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Barbara Hendricks, weltweit gefeierte Sängerin und gleichzeitig engagierte Kämpferin für Menschenrechte, trifft in Stockholm auf den international anerkannten und mehrfach ausgezeichneten Krimi-Autor und Theaterregisseur Henning Mankell. Barbara Hendricks reist per Fähre von ihrer vor Stockholm gelegenen Insel in die schwedische Hauptstadt. Henning Mankell erwartet sie am Ufer. Im Restaurant Ulla Windbladh wird gegessen und diskutiert. Henning Mankell zieht einen mitreißenden Vergleich zwischen der Regierungsweise der Clintons und Shakespearscher Dramatik und schwärmt für Julia-und-Romeo-Verfilmungen. Barbara Hendricks berichtet, dass sie plant, sich der Botanik zu widmen. Weiter geht es zum Djurgarden Sjöcafé. Hier mieten sich die beiden ein Boot und Mankell rudert seine Partnerin durch die Stockholmer Schären. Erholung nach diesem Wassersport finden die zwei im Biergarten Mosebacke mit traumhaftem Blick über die Stadt. Von Mankells Vorschlag, gemeinsam an einem Projekt über internationale Schlaflieder zu arbeiten, ist Barbara Hendricks spontan begeistert. Beim Rundgang durch das Musikmuseum stimmt Barbara Hendricks ABBA-Lieder an. Henning Mankell greift zur Gitarre und möchte dem Museum einen Zeitungsartikel widmen und seine Kinder dorthin schicken. Im Intima Teater treffen die beiden den Intendanten Ture Rangström, dessen Vater gemeinsam mit Strindberg gearbeitet hat. Auf der Dachterrasse der Kulturhusset klingt der Abend bei Live-Musik aus.
Durch die Nacht mit Xavier Gens und Yannik Dahan (in Paris)
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Der meinungsfreudige Moderator ("Opération Frisson") und Filmkritiker Yannick Dahan und der Filmemacher Xavier Gens, der mit seinen Filmen selbst schon einige Grenzen ausgelotet hat, treffen bei einem gemeinsamen Abend in Paris auf verschiedene Ausprägungen des kreativen Donnergrollens im Lande. In den problemgeplagten Vororten, den Banlieues, begegnen sie dem früheren Gangleader Lamence Madzou und dessen Bruder, der hier ein unabhängiges Hip-Hop-Label betreibt. Zurück im Zentrum von Paris werden sie in die Kunst des sog. Parkour eingeführt
Durch die Nacht mit Harmony Korine und Gaspar Noé (in Nashville)
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In dieser Folge von "Durch die Nacht mit ..." treffen die experimentellen Filmemacher Gaspar Noé und Harmony Korine aufeinander. Beide sind bekannt für verstörende, brutale, aber psychologisch genaue Filme, die den Zuschauer tief ergreifen.
In der neusten Folge von "Durch die Nacht mit ..." erlebt der französische Skandalregisseur Gaspar Noé eine rasante Nacht in Nashville, Tennessee. Empfangen wird er vom wohl widerspenstigsten Sohn dieser Stadt, Harmony Korine. Wie zwei Midnight Cowboys lassen sich die beiden experimentellen Filmemacher mehr und mehr von der bizarren Schattenwelt der Countrymetropole aufsaugen. Die beiden beginnen den Abend bei der Premiere von Korines neuestem Film "Trash Humpers".
Nach der Vorführung besuchen Noé und Korine einen Schiessstand, bei dem Noé zum ersten Mal in seinem Leben eine echte Waffe abfeuert. Ein weiterer Höhepunkt des Abends ist ein spontaner Stopp bei einem Prediger, der am Strassenrand per Lautsprecher das Ende der Welt verkündet. Wie in einem klassischen "Buddy Movie" erleben Korine und Noé viele komische aber auch melancholische Momente auf ihrem Trip durch diese typische Südstaatenstadt. Den ganzen Abend hindurch drehen sich die Gespräche der beiden um ihre Leidenschaft fürs Kino.
Harmony Korine und Gaspar Noé sind bekannt für verstörende, brutale, aber psychologisch genaue Filme, die den Zuschauer tief ergreifen. Korine wurde 1995 mit dem Drehbuch für den Teenagerschocker "Kids" mit einem Schlag berühmt. Seitdem hat er sich als Regisseur einen Namen gemacht: "Gummo" und "Julien Donkey-Boy" wurden mehrmals ausgezeichnet. Seit seinem Debüt "Menschenfeind" 1998 empört Gaspar Noé die internationale Filmwelt immer wieder mit der ungefilterten Darstellung von Sex und Gewalt. Noés neuester Film "Enter the Void" kommt am 26. August in die deutschen Kinos. Regie bei dieser aussergewöhnlichen Folge von "Durch die Nacht mit ..." führt der kanadische Kultfilmemacher und Künstler Bruce LaBruce ("Hustler White", "The Raspberry Reich").
Durch die Nacht mit Marina Abramovic & Ismael Ivo (in Berlin)
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Die Performancekünstlerin Marina Abramovic und der Tänzer Ismael Ivo haben eines gemein: Sie suchen in ihrer Arbeit die physische und psychische Grenzerfahrung. “Eigentlich kennen wir uns schon lange, wir wussten es nur noch nicht”, resümiert Abramovic am Ende eines nächtlichen Zuges, der wie im Flug vergeht mit intensiven Gesprächen über Grenzerfahrungen, SChmerz und Prüderie. Hier treffen sich zwei Seelenverwandte, die sich nichts beweisen müssen und sich gegenseitig rückhaltlos bewundern können.
Durch die Nacht mit Bryan Ferry und Dieter Meier (in Zürich)
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Der Film begleitet den Filmemacher und Sänger des Elektro-Duos "Yello", Dieter Meier, und den Sänger Bryan Ferry bei einem gemeinsamen nächtlichen Streifzug durch Zürich, bei dem sie mit einer Limousine durch die Straßen fahren, das Geschäft von Meier besuchen, das argentinische Produkte anbietet und dort einen argentinischen Weißwein trinken, in einem Restaurant zu Abend essen, die Ausstellung "Kir Royal" von Urs Fischer besuchen, die Leiterin des GWAND Fashion Festivals Suzanna Vock und die Boutiquenkönigin Trudi Götz treffen und sich Kleider anschauen, in einer Bar Cocktails trinken und dort den Theaterregisseur Christoph Marthaler treffen. Dabei sprechen sie über ihr letztes Treffen, über Musik, über die Arbeit von Meier in Argentinien, über die argentinische Kultur und Gesellschaft, über den Erfolg, über ihre künstlerische Karriere und Arbeit, und über die Scheidung von Bryan Ferry.
Durch die Nacht mit Udo Kier und Grayson Perry (in London)
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Der Schauspieler Udo Kier begegnet in London dem Künstler Grayson Perry und seinem Alter Ego, dem Transvestiten Claire. Der Film begleitet Udo Kier und Grayson Perry bei einem gemeinsamen nächtlichen Streifzug durch London, bei dem sie in einer Stretchlimousine durch die Straßen fahren, die Saatchi Gallery besuchen und verschiedene Vasen von Perry betrachten, in einer Bar Kaffee trinken, eine Kunstausstellung besuchen, in einem Restaurant am Piccadilly Circus essen, in einem kleinen Kino einen Film anschauen, im "Colony Room" etwas trinken. Dabei sprechen sie über ihr Leben, über ihre künstlerische Arbeit.
Durch die Nacht mit István Szábo und Otto Sander (in Budapest)
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Der ungarische Filmregisseur István Szabó und der deutsche Schauspieler Otto Sander streifen gemeinsam durch das nächtliche Budapest, bei dem sie das Holocaust-Museum besuchen, mit der Tram durch Budapest fahren, das Budaer Burgschloss besichtigen, in einem Restaurant zu Abend essen, den Schauspieler Andras Balint treffen und dessen Radnoti-Theater und schließlich das Opernhaus besuchen. Dabei sprechen sie über ihre Arbeit, über Budapest, über Theaterstücke und Filme, über die Schauspielerei.
Durch die Nacht mit Anke Engelke und Nikolai Kinski (in Berlin)
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Der Schauspieler Nikolai Kinski -Sohn des Übervaters Klaus Kinski - trifft Deutschlands beliebteste Komikerin Anke Engelke. Für Nikolai, der die letzten Jahre in Kalifornien gelebt hat, ist sie nicht der große Star, sondern vor allem ein attraktives und spannendes Date. Sie, die auch nur wenig von ihm weiß, hat sich seine Wahlheimat Berlin als Treffpunkt ausgesucht. Zwischen Kunst, Kultur und Sushi finden zwei zusammen, die die vielen Facetten der Stadt kennen lernen wollen - ein Ziel, dem die beiden nach dem letzten Drink in einem Kellerclub ein ganzes Stück näher gekommen sind.
Durch die Nacht mit Christoph Schlingensief und Christian Thielemann (in Berlin)
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Christoph Schlingensief, enfant terrible, und Christian Thielemann, Stardirigent - was verbindet die beiden? Größer scheint der Kontrast nicht sein zu können als zwischen den zwei Prominenten, die zu den Berühmtesten der deutschen Kulturszene gehören. Während Christoph Schlingensief als Regisseur, Schauspieler und politischer Aktivist für Aufruhr sorgt, brilliert Christian Thielemann als Dirigent von Weltrang nicht zuletzt mit seinen Wagner-Interpretationen bei den Bayreuther Festspielen. Was über Wagner und die Bayreuther Festspiele hinaus die beiden Protagonisten verbindet, erfahren wir im Laufe eines Abends, an dem sie gemeinsam durch das Berliner Nachtleben streifen. Dem Zuschauer eröffnet sich ein intimer Blick auf die Künstler, ihr Arbeitsumfeld, die Inspiration durch die Stadt und die private Seite ihres Lebens.
Der Abend beginnt bei Schlingensief zu Hause. Thielemann holt ihn dort ab, schaut sich die Wohnung an und wird gleich mit Schlingensiefs U-Bahn-Show U3000 konfrontiert, die er am Computer mehr amüsiert als entsetzt sieht. "Ist dir manchmal peinlich, was du da machst?" fragt Thielemann. Nächste Station ist die wiedereröffnete Alte Nationalgalerie, wo beide über Sigmar Polke und den "Alten Fritz" sinnieren. Weiter geht es in die Tadschikische Teestube. Auch wenn Thielemann nicht gerne die Schuhe auszieht, die Teezeremonie lässt er sich nicht entgehen: "Ich habe seit New York nichts mehr gegessen," stellt er fest Bei Evelin, Szene-Malerin am Prenzlauer Berg wird, bevor es ins Atelier geht, noch eben zu zweit am Stylophon musiziert. Gegessen wird im Pan Asia, Edelkantine in der Mitte Berlins, wo sich die Essstäbchen hervorragend eignen, ein paar Grundregeln des Dirigierens zu vermitteln: "Wie muß ich den Stab halten?" will Schlingensief wissen. Schließlich geht es in die russische Künstlerbar im Souterrain eines Altbaus, aus dem Akkordeonmusik schallt. Was hier passiert, ist den beiden schnell klar. "Wir setzen auf Iwan!" meint Schlingensief. "Ja los, wir setzen auf Iwan." stimmt Thielemann zu. Am Ende des Kakerlakenrennens haben sie gewonnen - eine Flasche Wodka. "Dies ist der Beginn einer großen Freundschaft," resümiert Schlingensief das Ende des nächtlichen Streifzugs.
Durch die Nacht mit Hélène Grimaud und Rolando Villazón (in Berlin)
Quelle: VHS Rip
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Hélène Grimaud und Rolando Villazón ziehen durch' s nächtliche Berlin, treffen sich in der Staatsoper Unter den Linden, wo sie gemeinsam die Bühne und den Orchestergraben besichtigen, gehen dann in die Ausstellung "Schmerz" im Hamburger Bahnhof und geben dann ein kleines Konzert in der leeren Philharmonie.
Durch die Nacht mit Stewart Copeland und Daniel Hope (in Los Angeles)
Quelle: VHS Rip
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Stewart Copeland (54), Filmmusik-Komponist und ehemals Drummer von „The Police“, und Daniel Hope (32), preisgekrönter klassischer Geigenvirtuose und jüngstes Mitglied des „Les Beaux Arts“ Trios, verbringen gemeinsam eine Nacht in Los Angeles.
In Stewart Copelands Heim-Studio wartet schon Andy Summers, der langjährige Gitarrist von „The Police“. Nach einer kleinen Improvisation spielen die drei den „Police“-Klassiker „Message In A Bottle“. Das klappt so gut, dass Stewart Copeland Daniel Hope fragt, ob er auch singt – vielleicht der Start für ein neues legendäres Trio. Im Anschluss packt Stewart Copeland zwei Fahrräder auf die Stretch Limousine – und los geht’s zum Pazifikstrand in Santa Monica. Hier radeln Stewart Copeland und Daniel Hope am Strand entlang in den Sonnenuntergang. Die Seeluft macht hungrig: In Stewart Copelands Lieblingsrestaurant „Locanda del Lago“ in Santa Monica stärken sich die beiden Musiker für ihren Besuch in der „LA Louver“ Galerie, wo sie die imposanten Pferde-Skulpturen der Künstlerin Deborah Butterfield bewundern. Weiter geht es mit der Stretch-Limousine in Richtung Downtown LA. Hier befindet sich die von Frank Gehry gebaute Walt Disney Concert Hall. Nicht nur der fantastische Bau hat es den beiden Künstlern angetan, auch die Akustik ist weltberühmt. Nach wildem Orgelspiel jammen Stewart Copeland und Daniel Hope mit brasilianischer Drumbox und Geige in der nächtlich leeren Halle. Auch die Backstage-Räume dürfen inspiziert werden – der Unterschied zwischen Klassik und Rockmusik wird den beiden hier besonders deutlich. Zum Schluss zeigt der Rockmusiker Copeland dem klassischen Musiker Hope noch das Highlight der Los Angeles Rockszene: „The Rainbow Grill & Bar“ ist seit den 80er Jahren ein legendärer Sleaze-Rock-Laden. Stewart Copeland, der seit 20 Jahren nicht mehr im „Rainbow“ war, wird dort sofort erkannt und von diversen Originalen sowie zwei gut aussehenden Mädchen an der Bar angesprochen. Auch Daniel Hope genießt hier die Vorzüge des Rockstar-Daseins. Gemeinsam mit den Mädchen fahren die beiden noch ein letztes Mal mit der Limousine…
Durch die Nacht mit Thea Dorn und Fatih Akin (in Istanbul)
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Fathi Akin, preisgekrönter Drehbuchautor und Filmregisseur, Sohn türkischer Einwanderer in Hamburg, trifft auf Thea Dorn, Krimiautorin, Dramatikerin und Philosophin aus Berlin. Gemeinsam verbringen die beiden einen Abend in Istanbul, der zweiten Heimat Akins. Diese erste Begegnung ist eine Entdeckungsreise der Bosporusstadt zwischen Orient und Okzident - und ein wenig Blind Date. Gäste: Murat Pilevneli, Burhan Öcal
Durch die Nacht mit Luc Bondy und Susanne Lothar (in Berlin)
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Habt ihr den Film "Funny Games" gesehen? Seitdem vielleicht Angstzustände, wenn ihr allein in einem Bauernhaus auf dem Land seid? Hauptdarstellerin Susanne Lothar hat tatsächlich ein Haus auf dem Land, und fühlt sich nicht immer wohl, wenn Motorradfahrer vorbeikommen und nach einem Schraubenschlüssel fragen...
Davon berichtet sie in "Durch die Nacht mit Luc Bondy und Susanne Lothar" am Dienstag abend um 0:30 Uhr auf ARTE. Außerdem besuchen die Schauspielerin und der Theater-Regisseur bei ihrem Streifzug durch Berlin das Holocuast-Mahmal, den Maler Max Neumann und Thomas Ostermeier an der Schaubühne. Beim Essen im Schwarzenraben erzählt Luc Bondy, dass seine Kinder sich für ihn schämen. Und vor dem Eingang des Hamburger Bahnhofs imitiert er George Bush.
Durch die Nacht mit Juliette Lewis und Crispin Glover (in Prag)
HQ Version in 16:9 720x576 mp4 h.264 621 MB
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1992 lernten sich die Schauspieler Juliette Lewis und Crispin Glover bei den Dreharbeiten zu Lasse Hallströms "Gilbert Grape" kennen, wo sie beide erkannten, dass das Filmbusiness sie nicht erfüllte. Sie beschlossen daher ziemlich schnell, sich nebenher auch noch mit anderen Projekten zu beschäftigen. Um sich in dem zu verwirklichen, was sie wirklich interessierte, machten sie sich ihren in Hollywood erarbeiteten Ruhm zunutze.
18 Jahre später treffen sie sich erneut - in Prag. Der Abend beginnt in einem kleinen Dorf in der Nähe der Stadt. Hier hat Crispin Glover mit dem in Hollywood verdienten Geld ein Schloss erworben, in dem er sich ganz seinen experimentellen Kunstfilmen widmet. Beim Abendessen mit Blick auf die Karlsbrücke wird eines klar: Obwohl sie kaum unterschiedlicher sein könnten, verbindet Lewis und Glover ihr komplexes Verhältnis zum Showbusiness. Beide sind Kinder von Schauspielern und haben bereits in der frühen Pubertät mit Fernsehrollen begonnen. Sie kämpfen mit der berufsbedingten Extrovertiertheit und wollen sich selbst im Showbusiness treu bleiben, wobei sie auch die Vorzüge des Rampenlichts für sich zu nutzen wissen.
Durch die Nacht mit Heike Makatsch und Peaches (in Berlin)
leider fehlen ein paar Minuten am Ende
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Schauspielerin Heike Makatsch und Elektro-Punkerin Peaches streifen gemeinsam durchs nächtliche Berlin. Stationen sind unter anderem ein chinesisches Restaurant, ein Sex-Shop für Frauen und eine Karaoke-Bar. Zwischendurch steht ein Besuch bei Marilyn Manson auf dem Programm.
Für Neu-Berliner wie Heike Makatsch ist die kanadische Sängerin und Berliner Underground-Ikone Peaches die perfekte Begleitung. Nach ersten musikalischen Gehversuchen als Folksängerin kam Peaches vor vier Jahren nach Deutschland und startete von Berlin aus ihre internationale Karriere als Elektro-Punkerin. Ihre sexlastigen Bühnenshows machten Peaches schnell über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt. Heike Makatsch ist erst vor kurzem aus London weggezogen. Obwohl sie als Schauspielerin inzwischen international Erfolg hat, haftet ihr in Deutschland immer noch das "Girlie"-Attribut an. Aber weil Gegensätze sich manchmal tatsächlich anziehen, wird es eine rauschende Nacht. Erste Überraschung: Heike übernimmt den männlichen Part des Abends. Nach einem chinesischem Essen in Peaches Lieblingsrestaurant "Good Friends" zahlt sie die Rechnung und kauft beim Rosenverkäufer für Peaches eine Rose. Zweite Überraschung: Es ist Peaches, die übers Kinderkriegen und ihre biologische Uhr redet. Nachdem Heike sie in der Frage beruhigt hat, gehen beide erst mal in einen Sexshop für Frauen - im Kaufhaus Karstadt, das extra für die zwei geöffnet wird. Weiter geht es zu Marilyn Manson, der gerade in der Stadt ist, um eigene Bilder auszustellen. Manson und Peaches kennen sich schon von einer gemeinsamen Tour. Nach Champagner und Wodka ziehen Heike Makatsch und Peaches gemeinsam mit Peaches wilden Freundinnen weiter. Nächster Höhepunkt: Eine asiatische Karaokebar in Kreuzberg. Erst am frühen Morgen klingt der Abend dann in den Hinterzimmern des "White Trash" aus.
Durch die Nacht mit Richard Norton und Cynthia Rothrock (in Berlin)
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Mit der Amerikanerin Cynthia Rothrock und dem Australier Richard Norton treffen in Berlin zwei Meister der Martial Arts aufeinander....
Mit der Amerikanerin Cynthia Rothrock und dem Australier Richard Norton treffen in Berlin zwei Meister der Martial Arts aufeinander. Dank ihrer erfolgreichen Zusammenarbeit in neun Filmen nannte man sie auch "Ginger Rogers und Fred Astaire des Actionfilms". Beide waren auch die ersten Kampfsportler aus dem Westen, die in Hongkong zu Stars wurden. Auch heute spielen sie noch in amerikanischen Genrefilmen. Cynthia Rothrock lehrt Kampfkunst in Kalifornien, Richard Norton koordiniert Stunts und Kampfszenen in Filmproduktionen und ist demnächst in "Mad Max IV" zu sehen.
In Berlin treten beide als Stargäste einer Martial-Arts-Convention auf. Ihre erste Anlaufstelle ist das Büro von Deutschlands bekanntestem Personenschützer, Ahmad Mohammed, der in seiner Schule Bodyguards und Securitypersonal ausbildet. Richard Norton hat selbst lange Jahre als Bodyguard für Rockstars wie die Rolling Stones und David Bowie gearbeitet. Vor der Kulisse des Berliner Europa Centers zeigt der Actionstar, wie man Angriffe abwehrt und Situationen deeskaliert. Danach geht es in die Kampfkunstschule von Kampfsportweltmeister André Mewis, der einige Schüler für eine Master Class mit den prominenten Besuchern eingeladen hat. Cynthia Rothrock demonstriert, wie sehr sich Kampfkunst für die Filmkamera von den ursprünglichen Bewegungen unterscheiden muss.
Nach einem japanischen Abendessen machen sie sich auf zum letzten Gefecht: Die Martial-Arts-Truppe "Movie-Do", die Deutschlands beste junge Kampfsporttalente vereint und gerade ihren ersten Spielfilm dreht, hat in einer Lagerhalle eine Choreographie für Cynthia Rothrock und Richard Norton vorbereitet. So treffen junge aufstrebende Fighter auf die altgedienten Legenden und lassen sich nach Strich und Faden verprügeln. Ein saftiger Höhepunkt für einen an Ein- und Ansichten reichen Abend mit einem gut gelaunten Starduo, das sich die Zeit für beeindruckende Kicks und Handkantenschläge nimmt.
Durch die Nacht mit Wolfgang Joop und Bill Kaulitz (in Paris) 720x576 anamorphe HQ Version - 770 MB
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Schräges Paar. Unterschiedlicher könnten die beiden nicht sein. Wolfgang Joop ist einer der großen deutschen Modenamen und hat in seinem Leben schon einige Stationen hinter sich. Dass er auch im Alter vor Rückschlägen gefeit ist, zeigt der kürzliche Streit mit seiner Tochter Jette um das Familienerbe.
Bill Kaulitz ist Anfang 20, Popsänger und in seinem Werdegang noch ganz am Anfang. Er muss sich erst noch beweisen und zeigen was er neben Teenie-Pop wirklich drauf hat.
In dem Doku-Format „Durch die Nacht mit…“ hat man Wolle und Bill in Paris zusammengeführt und mit der Kamera begleitet. Arte zeigt die Folge morgen um Mitternacht.Trotz der offensichtlichen Unterschiede zwischen ihnen fanden sich beide von Anfang an sympathisch. Der Modedesigner zeigte dem Popsänger sein Reich, die Pariser Modewoche.
Joops Fazit: „Ich bin hin und weg von dem Jungen!“. So hin und weg, dass er ihn beinahe bei seiner eigenen Show als Model engagiert hätte (Frauenkleider inklusive, versteht sich).
Durch die Nacht mit Garri Kasparow und Peter Thiel (in New York)
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"Durch die Nacht mit ..." wagt sich in die Welt der Superhirne. Der grösste Schachspieler aller Zeiten, Garry Kasparow, trifft in New York auf Peter Thiel den milliardenschweren Businessguru der Neuen Medien.
Als Schachspieler hat Garri Kasparow zahllose Rekorde gebrochen, aber auch politisch war er immer aktiv - insbesondere, seitdem er sich 2005 vom professionellen Schach zurückgezogen hat. Als scharfer Kritiker Putins wird er in den USA als Freiheitskämpfer gefeiert und ist Stammgast in politischen Fernsehsendungen. Sein Einsatz für Menschenrechte und Demokratie verbindet ihn mit dem gleichgesinnten Peter Thiel, der sich vor allem für die Pressefreiheit starkmacht. Thiel ist ausserdem ebenfalls begeisterter und erfolgreicher Schachspieler. Als Investor oder Mitbegründer war er am Aufbau von zahlreichen Start-ups beteiligt, die aus der Netzwelt heute nicht mehr wegzudenken sind, darunter PayPal, Facebook und LinkedIn.
Die hochkarätige Begegnung beginnt im Robotics Lab der Columbia University. Kasparow und Thiel lassen sich die dort entwickelten Maschinen zeigen. Beide interessieren sich für moderne Technologie, künstliche Intelligenz und deren Grenzen, die Kasparow bereits in seinen legendären Kämpfen gegen diverse Schachcomputer ausgelotet hat.
Weiter geht es zur Human Rights Foundation, wo sie mit dem Gründer der Stiftung, Thor Halversson, diskutieren. Obwohl Menschenrechte für beide ein zentrales Anliegen sind, wäre ein Abend ohne Schach kaum vorstellbar. Sie schauen im historischen Marshall Chess Club vorbei.
Danach geht es zum Dinner in den elitären Norwood Club, der seine Türen sonst nur für Mitglieder öffnet. Ein ganz normaler Abend also für zwei Männer, die den Lauf der Welt mitgestalten. Und wer kann das schon von sich sagen?
Durch die Nacht mit Béatrice Dalle und Virginie Despentes (in Paris)
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Wenn es in Frankreich um aufsehenerregende Frauen in Literatur und Film geht, dann fallen schnell die Namen Béatrice Dalle - exzentrische Schauspielerin und Femme fatale des französischen Kinos ("Betty Blue - 37,2 Grad am Morgen", "Trouble Every Day") und Virginie Despentes - Star der feministischen Literatur in Frankreich und Regisseurin der Verfilmungen ihrer eigenen Bücher ("Baise-moi/Fick mich!" und "Bye Bye Blondie").
Die beiden Ausnahmekünstlerinnen streifen durch das winterliche Paris und führen sich gegenseitig an die Orte ihrer Inspiration. Nach einem Besuch in dem ehrwürdigen Gotteshaus Eglise Sainte Rita, das sich den "verlorenen Seelen" verschrieben hat, steht eine Musik-Performance mit bizarren Tiermasken in der Galerie Paul Toupet auf dem Programm. Bei der Visite eines DVD-Geschäfts mit echten Raritäten fachsimpeln die beiden Frauen über die besten Filme aller Zeiten und lästern über einige Kollegen. Bevor es in den Pariser Untergrund geht, machen sie mit großer Neugierde und viel Humor einen Ausflug in die Hardcore-Lesben- und Schwulen-Szene.
Beide Künstlerinnen wurden über Nacht berühmt, gelten als absolute Profis in ihrem Metier, aber auch als unglaublich schwierig bei der Arbeit vor der Kamera - eine echte Herausforderung für den kanadischen Underground-Filmemacher Bruce LaBruce. Doch unverblümt schildern ihm die beiden Frauen die verdrehten Spielregeln eines Film- und Literaturbetriebs, der in Frankreich immer noch von Männern dominiert wird. Und sie gewähren Blicke auf die Privatpersonen hinter ihrer öffentlichen Fassade. Dabei kommt der Zuschauer zwei Frauen nahe, die keine Kompromisse zulassen.
Durch die Nacht mit Melissa Auf der Maur und Jennifer Lynch (in Montreal)
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„Durch die Nacht mit“ zwei starken Frauen: Die Musikerin Melissa Auf der Maur (38) (Hole, The Smashing Pumpkins) lädt die Filmemacherin Jennifer Lynch (42) zu Halloween in ihre Heimatstadt Montreal ein.
Beide Frauen haben ein großes Erbe zu bewältigen. Jennifer Lynch ist die Tochter von Regisseur David Lynch, und Melissas verstorbener Vater Nick Auf der Maur war als Journalist und Politiker ein Idol in Montreal. Die Rockmusikerin hat sich zudem den Status der erfolgreichen Solokünstlerin nach ihren Jahren als Bassistin in den Erfolgsbands „Hole“ (mit Courtney Love) und „The Smashing Pumpkins“ hart erkämpfen müssen. Jennifer Lynch hat ihre ganz eigenen Dämonen: Neben der übermächtigen Vaterfigur kämpft sie noch immer mit den Folgen eines beinahe tödlichen Autounfalls, war lange Jahre alkohol- und drogenabhängig und startete ihre Karriere als Filmemacherin 1993 mit dem Skandalfilm „Boxing Helena“. Heute stehen die Namen dieser zwei Frauen für sich selbst – Melissa Auf der Maur hat mit „Out Of Our Minds“ ihr zweites erfolgreiches Soloalbum eingespielt, und Jennifer Lynch hatte 2008 ein großes Comeback, als ihr Film „Unter Kontrolle“ in Cannes Premiere feierte.
Es gibt also viel zu besprechen an diesem Halloween-Abend im eisig kalten Montreal. Jennifer Lynch holt ihre Gastgeberin in deren Proberaum ab, wo sich Melissa Auf der Maur mit ihrer Band auf die am nächsten Tag beginnende Europatournee vorbereitet. Die bodenständige Jennifer und die filigrane Melissa – ein ungleiches Paar, das sich auf Anhieb versteht. Gemeinsam schwelgt man in der Damentoilette eines Punkrock-Lokals in Punkrock-Erinnerungen, besucht eine nach Melissas Vater benannte Straße und seine Lieblingskneipe und erörtert Melissas Verhältnis zu Courtney Love und das Sexleben von David Lynch. Mit dem Ausruf „Süßes oder Saures“ erstreiten sich die zwei unkostümierten Damen Süßigkeiten an den Haustüren Montreals, bevor sie sich am legendären Smoked Meat beim jüdischen Traditionsschlachter Schwartz laben. Der nächtliche Besuch von Montreals imposantem Industriegebiet hat etwas Unheimliches, doch erst die Tour durch ein Gruseltheater entlockt den zwei Nachtschwärmerinnen Schreie der Angst. Am Ende der Nacht hat man sich ohne Zurückhaltung über Sex, Drogen und Rock 'n Roll ausgetauscht und dabei angefreundet: „Ich habe eine Blutschwester gefunden“, bekennt Melissa. Doch werden beide Frauen diese Halloween-Nacht überleben?
Durch die Nacht mit Dirk von Lowtzow und René Pollesch (in Berlin)
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Wenn sich Musiker Dirk von Lowtzow am Anfang des gemeinsamen Abends als Fan von Theatermacher René Pollesch outet, denkt man: logisch. Wer Liedzeilen schreibt wie “Die Ausbeutung des Menschen / erreicht eine neue Qualität / und wie man allerorten hört / wird die Gartenbaukunst hier noch gerne gepflegt”, findet wahrscheinlich Gefallen an Theaterstücken mit Titeln wie “Tod des Praktikanten” und “Sozialistische Schauspieler sind schwerer von der Idee eines Regisseurs zu überzeugen”. Auch Pollesch hat bereits Musik von Lowtzows Band “Tocotronic” in seinen Stücken benutzt und Konzerte besucht.
Dirk von Lowtzow zeigt René Pollesch sein Studio “Chez Cherie”, in dem die Band die letzten zwei Alben live “wie beim imaginären Lagerfeuer” aufgenommen hat. Es wird klar, dass weder von Lowtzow noch Pollesch sich als autoritäre Masterminds sehen, sondern fest daran glauben, dass Kunst im zwischenmenschlichen Raum entsteht.
Im tiefsten Osten Berlins empfängt ein asiatischer Großhandel die beiden bunt und überladen wie das Bühnenbild eines Pollesch-Stücks. Hier gibt Dirk von Lowtzow einige überraschende Details von sich preis, zum Beispiel hatte er früher Schauspielerambitionen. Weiter geht es zur Vorführung von René Polleschs Stück “Diktatorengattinnen I” an der Volksbühne, das Dirk von Lowtzow zwar schon dreimal gesehen hat, aber gern hinter den Kulissen neu entdeckt. Nach den letzten Takten fallen Sophie Rois und ihre Kolleginnen euphorisch in die Arme ihres Regisseurs. An der Kantinentür läuft den Nachtschwärmern noch die junge Autorin Helene Hegemann über den Weg, die mit Pollesch befreundet ist und der “Tocotronic” vor kurzem den “Mach es nicht Selbst”-Award verliehen haben; im Kulturkreis der Hauptstadt geht es eben manchmal zu wie in einer Seifenoper.
Nach zwei weiteren Stationen – Theater Ramba Zamba und Haus der Kulturen der Welt – fürchten sich Pollesch und von Lowtzow schon, von einer neuen französischen Terroristenorganisation namens A-R-T-E als Geiseln genommen worden zu sein. Doch dann findet der Streifzug durch die Berliner Kulturszene einen würdigen Ausklang in einem spärlich beleuchteten Wirtshaus. Dort liefern sich die zwei Neinsager einen tiefsinnigen Schlagabtausch. Trotz Ironie spürt man bei Dirk von Lowtzow und René Pollesch große menschliche Wärme und Sehnsucht nach Gemeinsamkeiten. Wie Pollesch es mit einem Hölderlin-Zitat formuliert: “Gut ist es, an andern sich zu halten, denn keiner trägt das Leben allein”.
Durch die Nacht mit Ai Weiwei und Wim Delvoye (in Kassel)
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Der chinesische Künstler Ai Weiwei, Star der diesjährigen documenta, trifft seinen belgischen Kollegen Wim Delvoye auf der documenta 12 in Kassel. Ai Weiwei beschäftigt sich mit dem Zusammenstoß der Kulturen von Ost und West, während Delvoye immer wieder die Konsumgesellschaft ad absurdum führt - so etwa mit seiner Exkremente produzierenden Maschine "Cloaca".
Genau 1001 Landsleute lässt der chinesische Künstler Ai Weiwei für seine Aktion "Fairytale" zur documenta nach Kassel einfliegen. Seine Gäste beherbergt er in den Gottschalkhallen auf dem ehemaligen Kassler VW-Werksgelände. Dort begrüßt er auch seinen belgischen Künstlerkollegen Wim Delvoye, und schon bald sind die beiden umringt von Kunststudentinnen aus Shanghai. Delvoye ist ein großer Verehrer von Weiweis Kunst. Und auch zwischen den jungen Asiatinnen fühlt er sich sichtlich wohl. Ai Weiwei hat aber noch anderes im Sinn. Gemeinsam entflieht man dem Trubel und besucht den Kassler Hauptfriedhof, Ai Weiweis liebsten Ort in der Stadt. Dort stellt sich bald heraus, was Delvoye noch so umtreibt: Zum ersten, aber nicht letzten Mal, wässert der unkomplizierte Belgier die freie Natur.
Die Straßenbahn bringt die zwei Ausnahmekünstler zum Startpunkt ihres Kunstmarathons, der sie durch verschiedenste Ausstellungen führt und ihnen amüsante Expertisen entlockt. Beide absolvieren den Dauerlauf durch den documenta-Trubel mit Bravour und lassen sich allenfalls für ein Eis nieder. Spätestens beim gemeinsamen Essen in Weiweis Hallen muss Delvoye erkennen, dass weder sein Gastgeber noch dessen Gäste die Heimat vermissen. In Kassel sei es doch viel schöner, behaupten die Asiaten.
Der erstaunte Delvoye widmet sich nach einem abschließenden Besuch des Schlosses noch einmal den wichtigen Fragen des Lebens: Wo kommen wir her, wo gehen wir hin? Der Film zeigt einen temporeichen und äußerst amüsanten Trip durch die documenta und begleitet zwei außergewöhnliche Künstler - zwei Männer, die sich schätzen und mögen und die einen tiefen Einblick in die Mechanismen und die Schönheit der weltweit bedeutendsten Kunstausstellung geben.
Durch die Nacht mit Rolf Eden und Rosa von Praunheim (in Berlin)
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Für Männer wie Rolf Eden wurde das Wort «fremdschämen» erfunden. Der Berliner Alt-Playboy prahlt auch mit 81 noch mit seinen Frauengeschichten, findet Prostitution gut und lässt sich beim Gang zum Schönheitschirurgen filmen. Je mehr Presse, desto besser. Bei der Arte-Doku «Durch die Nacht mit» (3. Mai, 00.20) verbringt Eden nun einen Abend mit dem Regisseur und Schwulen-Aktivisten Rosa von Praunheim (68).
Eden wie immer mit weißem Anzug, Praunheim mit rosa Zylinder - so waren die beiden im Februar bei der Berlinale unterwegs. «The Big Eden» hieß ein viel gelobtes Porträt über den einstigen Disco-König, das dort lief. Praunheim stellte einen Film über die Stricherszene vom Bahnhof Zoo vor. Für Arte fahren die beiden alten Herren über den Kurfürstendamm und gehen mit Taschenlampen in Edens alte Disco, die heute leer steht. Praunheim lädt den Playboy zum Braten-Essen ins Schwulenlokal. Später geht es zum Karaoke.
Praunheim ist derjenige, der an diesem Abend Fragen stellt, die gerne unter die Gürtellinie zielen. Eden erzählt bereitwillig von seiner Potenzpille, deren Wirkung angeblich zwei Tage hält. Praunheim ist seiner Rolle des Provokateurs treu. «Bei Schwulen geht es ja immer sehr schnell», so erklärt er die Sexkontakte der Szene. Eden will das offensichtlich gar nicht so genau wissen. Aber die beiden scheinen sich zu mögen. «Das machen wir noch mal», sagt Praunheim am Ende des Abends. «Ich mag dich sehr gern.»
Durch die Nacht mit Moby und Will Cotton (in New York)
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In der neuen Folge, die am 08.06. 2011 um 0:15 h (in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch) auf Arte ausgestrahlt wird, begleitet Hasko Baumann, den Musiker Moby und den Künstler Will Cotton auf einen nächtlichen Streifzug durch die Kunstszene Manhattans. Als gemeinschaftlicher Höhepunkt ist auch ein exklusives Club-Konzert von Duran Duran Bestandteil des Abends.
Moby hat einen Perspektivenwechsel vollzogen. Dem Alkohol und exzessivem Rockstartum hat er mittlerweile abgeschworen. Als Künstler ist Moby umtriebiger als je zuvor. Gerade ist sein neues Album »Destroyed« erschienen. Ein Album, das die Desillusioniertheit in Hotelräumen und die Wartschleifen auf Tour, durch sphärische Ambient-Flächen, einfängt. Ganz im Stile des Renaissance-Menschen ist Mobys kreatives Betätigungsfeld nicht sehr eng definiert. Als Gimmick liegt dem neuen Album ein Bildband von Mobys Fotografien bei.
Mobys Partner für diesen Abend ist der Maler Will Cotton, der schon seit vielen Jahren mit seinen Bildern voller süßer Versuchungen wie Kuchen, Pralinen und Zuckerwatte erfolgreich ist. Doch das Jahr 2010 bedeutete seinen Einzug in die Welt des Pop: Katy Perry verpflichtete ihn als Verantwortlichen für das Artwork ihres Albums »Teenage Dream« und des Musikvideos zu «California Gurls«. Pop, Kunst, Image: Genug Gesprächsstoff für die zwei Männer in ihrer New Yorker Nacht.
Gefreut werden darf sich auf einen lebendigen Abend, bei dem beide Künstler mit offenen Augen durch New York streifen. Zwischen den ganzen Kreativschauplätzen finden die beiden auch Zeit für tiefsinnige Gespräche.
Durch die Nacht mit Rafi Pitts und Marwan Hamed (in Kairo)
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Nur wenige Monate nach dem Sturz von Präsident Husni Mubarak mischt sich in das Gefühl des Aufbruchs die erste Katerstimmung. Gewalttätige Zusammenstöße zwischen Kopten und Muslimen zeigen, wie fragil das neue Ägypten ist: Oppositionelle werden aus den Gefängnissen entlassen, aber auch wieder verhaftet.
Die ersten freien Parlamentswahlen stehen bevor, in den Kaffeehäusern versammeln sich die Menschen, um über die Zukunft zu diskutieren und die Vergangenheit aufzurechnen. Auch am Drehabend kommt es zu Unruhen.
Dennoch ziehen Pitts und Hamed davon unbeeindruckt in die Nacht. Viel mehr bewegt sie, was die Spannungen in Kairo bewirken könnten. Pitts wünscht sich, dass der „arabische Frühling“ auch das iranische Regime ins Schwanken bringt und er bald wieder in seiner Heimat Filme drehen kann; Hamed fürchtet, dass die Revolution sein Land islamisieren könnte.
Gemeinsam besuchen sie die Schauplätze der jüngsten Geschichte: den berühmten Tahrir-Platz, der 18 Tage lang Dreh-und Angelpunkt der ägyptischen Revolution war, die Kasr el Nil-Brücke, über die die Panzer und Wasserwerfer kamen, das legendäre „After Eight“- Cafe, versteckt in einer schmalen Gasse mit zwei Ausgängen, in dem sich Wortführer der Revolution zum Kartenspielen treffen und das moderne Viertel Zamalek, in dem die Facebook und Twitter-Generation ausgeht, die diese Revolution ins Rollen gebracht hat.
Die Filmemacher begegnen Aktivisten und Fußballfans und fahren allein über den sonst so lebhaften Nil. Sie resümieren über die Zukunft ihrer Länder und lassen uns an ihrer Sicht teilhaben.
Lagos ist ein quirliger Schmelztiegel. Das merkt Gentleman, der deutsche Reggae-Musiker, der aus Köln nach Afrika gekommen ist, gleich nach seiner Ankunft. Der Markt in Obalende ist voller Trubel, als er mit dem Motorradtaxi vorfährt. Inmitten einer Traube begeisterter Fans steht Asa. Sie ist der neue musikalische Superstar Nigerias und hat es auch international geschafft. Ihre Tourneen in Europa sind ausverkauft, und sie hat bereits das Vorprogramm von Snoop Dogg, John Legend und Beyoncé Knowles bestritten.
Auch Gentleman ist mit seiner Musik international erfolgreich. Vor allem aber ist er der einzige deutschsprachige Reggaemusiker, der selbst in Jamaika einen guten Ruf genießt und dort akzeptiert wird. Gemeinsam besuchen Asa und Gentleman das "Jazzhole", den letzten echten Plattenladen in Lagos. Hier gerät Gentleman ins Schwärmen und verschafft sich einen Überblick über die gegenwärtige Musikszene Nigerias.
Danach spazieren die beiden zum "Bogobiri House", einem Hotel und Musikertreff. Hier wartet bereits der nigerianische Weltstar Keziah Jones. Nach einem Gespräch über die künstlerische und die kommerzielle Seite des Musikmachens geht es direkt zum Strand. Dort treffen Gentleman und Asa General Pype, den neuen Star des Dancehall Sounds. Von ihm lassen Gentleman und Asa sich gleich anstecken und geben eine spontane Performance. Anschließend steht ein gemeinsames Essen im "Lifehouse", einer Oase der Entspannung, auf dem Programm. Gentleman und Asa spüren Gemeinsamkeiten, reden über ihre Musik, aber auch über die Probleme der Millionenmetropole Lagos und über Asas ambivalenten Status hier zwischen Anerkennung und Neid.
Spät in der Nacht ist dann noch einmal Zeit für Musik. Die beiden besuchen den Musiker Ade Bantu, schon seit vielen Jahren ein enger Freund Gentlemans. Ade Bantu hat einen Beat vorbereitet, und Gentleman improvisiert sofort einen hitverdächtigen Chorus. Gemeinsam mit Asa singt er den frisch geborenen Song.
Durch die Nacht mit Amira Casar und Robert Wilson (in Paris)
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Der Abend beginnt in der Pariser Banlieue, wo das ehemalige Model und neuer Star des französischen Kinos Amira Casar ihren Begleiter, den für seine kühlen Bühnenvisionen berühmten und perfektionistischen Workaholic und Theatermanager Robert Wilson, von einer Probe zu seiner Operninszenierung "La Passion selon St. Jean" für das Théâtre du Châtelet abholt. Wilson ist gelöst und weiß seine Begleiterin immer wieder mit zahlreichen Anekdoten und pointiertem Humor zu unterhalten. In bester Stimmung tauschen sie sich über die Arbeit aus: Wilson erzählt, wie er zwölf Stunden lang Wagners kompletten Ring stumm durchproben ließ. Casar amüsiert mit ihrer eigenwilligen Methode, sich neue Rollen über die Wahl des passenden Paars Schuhe zu erarbeiten. Während die beiden im von Jean Cocteau gestalteten Restaurant La Méditerranée zu Abend essen, wird gegenüber im Théâtre de l'Odéon Wilsons Inszenierung von Heiner Müllers "Quartett" aufgeführt. Nach Ende der Vorstellung gesellt sich der junge Schauspieler Benoît Maréchal zu ihnen, der in dem Stück mit Isabelle Huppert auf der Bühne steht. Zu dritt geht es weiter ins renommierte Conservatoire National Supérieur d'Art Dramatique, wo Casar Schauspiel studierte. Dort wartet schon ihre ehemalige Lehrerin, die Schauspielerin Madeleine Marion, auf das Trio. Marion spielte ebenfalls erst kürzlich in "Les Fables de La Fontaine" an der Comédie Française unter Wilsons Regie und gibt einige der Tiercharaktere aus dem Stück zum Besten. Weit nach Mitternacht endet der Abend im legendären Restaurant La Coupole am Boulevard Montparnasse. Was bleibt ist die Hoffnung auf ein gemeinsames Projekt - Amira Casar in Robert Wilsons "Jean d'Arc".
Durch die Nacht mit JR und Gael García Bernal (in Buenos Aires)
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Der Schauspieler Gael García Bernal und der Streetart-Fotograf JR treffen sich in Buenos Aires. Bernal lebt seit Jahren in der argentinischen Metropole. Die beiden Künstler verbindet eine überbordende Kreativität, Leidenschaft und ihr soziales Engagement. JR plakatiert in dieser Nacht eines seiner spektakulären Motive, und Gael García Bernal hilft ihm dabei, die gigantischen Poster anzubringen.
Beide pflegen das Image des Rebellen, ihre Gespräche kreisen um Herzensprojekte abseits des Mainstreams. Dabei geht es auch um den Glanz und das Elend, die in Buenos Aires so dicht beieinander liegen. Sie offenbaren ihre Lebensträume, empfinden sich als Vertriebene auf der Suche nach einer eigenen Identität fern der Heimat. Der Preis des Ruhms wird ebenso zum Thema wie die Regeln des Showbiz und die Frage nach Menschlichkeit in dieser Boomtown, die wenige Jahre nach Argentiniens Bankrott jung und stolz wieder auferstanden ist.
Am Set eines Films über Argentiniens jüngste Vergangenheit in der Militärdiktatur kommen Folter, Angst und Gewalt zur Sprache und immer wieder geht es um die Macht des Geldes und das Ringen um künstlerische Unabhängigkeit. Mit Fantasie und Abenteuerlust streifen die beiden durch Buenos Aires außergewöhnliche Kunstszene, treffen Filmemacher, Künstler, Tagger und Sprayer. Ob in der Galerie im Abbruchhaus, beim Essen in einem versteckten Restaurant oder im hippen Künstlerviertel – Gael und JR verwandeln jeden Ort in eine Szenerie, das Auto wird zur Requisite und das nächtliche Buenos Aires zum Set eines temporeichen, kuriosen Roadmovies.
Während sich eine Zufallsbekanntschaft an die andere reiht, landen sie spätnachts im angesagtesten Tangolokal der Stadt – mit dem festen Plan, sich bald wiederzusehen.
Durch die Nacht mit Shirin Neshat und Henry Rollins (in New York)
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Shirin Neshat, iranische Fotografin und eine der bedeutendsten zeitgenössischen Videokünstlerinnen, trifft in ihrer Wahlheimat New York auf den energiegeladenen US-amerikanischen Sänger, Autor und Schauspieler Henry Rollins. Sie diskutieren vor allem über die schweren politischen Spannungen zwischen den USA und dem Iran.
Durch die Nacht mit James Franco und Frank Bidart (in Los Angeles)
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Hollywood meets Poetry. In Los Angeles, Hochburg des extrovertierten Showbiz und des oberflächlichen Glamours, treffen zwei Künstler aufeinander, die die Tiefen und Abgründe dieser wahnsinnigen Stadt und ihrer Menschen erkunden. Hollywoods Darling James Franco, Schauspieler, Maler, Performancekünstler und Filmemacher zieht mit dem bedeutendsten zeitgenössischen Dichter Amerikas durch die Nacht: Frank Bidart. Eine ungewöhnliche Begegnung in einer Nacht voll spannender Gespräche über Filme, Dichtung, Liebe – und verlegte Lesebrillen.
Durch die Nacht mit Sharon Jones und Charles Bradley (in Brooklyn)
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Ein Newcomer mit 62: So alt war Charles Bradley als im Januar sein erstes Album auf den Markt kam. Jetzt steht der gelernte Koch in seiner Küche und macht Makkaroni. Die Nudeln nimmt er mit zu Daptone Records in Brooklyn. Er liebt die Crew des New Yorker Indielabels. Und die lieben ihn. Bradleys Platte "No Time For Dreaming" war ein musikalischer Glücksfall – für beide Seiten.
Prima ist auch, dass Arte Bradley ins kultige Format "Durch die Nacht mit" eingeladen hat – am 6.12., 23.20 Uhr. Und weil dazu immer zwei Künstler gehören, die munter übers Leben plaudern, sitzt auch bald Sharon Jones in der vollgestopften Küche.
Ihr gegenüber prangt auf einem Poster der Schriftzug "SuperSoulSister". Das passt. Jones hat ähnlich wie ihr Label-Kollege erst spät Karriere gemacht. Ihre Gigs mit der Band "The Dap-Kings" sind in den USA legendär. Nach dem Essen geht’s dann per Limousine zur Jamsession in die Dunham-Studios. Unterwegs haben die Soulstars viel zu erzählen.
Durch die Nacht mit Casper und Lena Meyer-Landrut (in Berlin)
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Zwei unterschiedliche Vertreter der aktuellen Musikszene treffen im nächtlichen Berlin aufeinander. Casper, der Hip-Hopper, und das freche Fräuleinwunder Lena Meyer-Landrut malen über den Dächern der Hauptstadt, klettern durch transparente Wolkenstädte des Künstlers Tomas Saraceno im Kunstmuseum "Hamburger Bahnhof" und stellen sich den investigativen Fragen von Musikstudenten.
Sie backen gemeinsam Torten in einer trendigen Kreuzberger Konditorei, spielen unterirdisches Schwarzlicht-Minigolf und verpflegen sich mit Currywurst in Neukölln. Doch bringt sie diese Berliner Nacht voller Abwechslung einander näher? Casper, der sich auf einen vergnüglichen Abend gefreut hat, muss erkennen, dass Lena es ihm nicht leichtmachen will. Beim Karaoke in Friedrichshain sind aber beide schließlich in ihrem Element - die letzte Chance dieser Nacht, doch noch einen gemeinsamen Nenner zu finden.
Durch die Nacht mit Cosma Shiva Hagen und Mimi Müller-Westernhagen (in Hamburg)
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Dies ist ein Mädelsabend unter Freundinnen, bei dem die Kamera nur stört. Beim Lästern und Unterwäscheanprobieren. Alkoholtrinken und Häppchenessen als Grundlage für noch mehr Alkohol. Die gesamten 50 Minuten über: Aperol-Sprizz-Stimmung.
Sowenig aufregend das ist, was die beiden tun (Sandalenshoppen im Karoviertel, Bildergucken in der Kunsthalle), so schön anzusehen ist, auf welche Art das geschieht. Nämlich mit kindlicher Unternehmungslust. Mehr Ausgehfreude war selten zu sehen in dieser Reihe. Dabei sind Cos und Mim, wie Freunde sie rufen, keine "Crazy Club-Chicks". Eher unkomplizierte "Mal gucken, was kommt"-Draufgängerinnen. Überhaupt, ein hübsches Gespann: die koboldhafte Punkgöre Mimi mit Blumenkranz im Strubbelhaar und Bilderbuch-London-Akzent. Und Cosma Shiva Hagen, das vielleicht strahlendste Gesicht des deutschen Fernsehens, auch noch um drei Uhr früh. Zwei Frauen, die über Liebeskummerlieder philosophieren. Zwei Mädchen, die süüüüß kreischen, für Miss Piggy schwärmen.
Durch die Nacht mit Stefan Tucci und Tom Rob Smith (in New York)
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Stanley Tucci ist das, was man in Amerika einen "Supporting Actor" nennt - er lässt die Schauspieler in den Hauptrollen besonders hell erstrahlen. In den USA ist er seit Jahrzehnten ein Star, Europa erobert er aktuell als Banker mit einem Rest an Gewissen in dem Börsenthriller "Margin Call - Der große Crash". Tucci gilt als Mann mit großem Können und kleinem Ego, der auch Regie führt und Drehbücher schreibt und dessen Modestil nicht erst seit seiner Rolle als rechte Hand von Meryl Streep in "Der Teufel trägt Prada" Legende ist.
Thrillerautor Tom Rob Smith, Engländer mit schwedischen Wurzeln, ist mit den Büchern um den KGB-Agenten Leo Domidow der große Wurf gelungen. An seinem Erstling "Kind 44" sicherte sich Hollywood-Regisseur Ridley Scott umgehend die Rechte. Mit "Agent 6" ist nach "Kolyma" gerade der dritte Band um den Geheimdienstoffizier erschienen und hat sich direkt auf der "Spiegel"-Bestsellerliste plaziert. Smiths packende Actionthriller aus dem Geheimdienstmilieu der Stalinzeit nehmen es mit den großen ideologischen Verblendungen des 20. Jahrhunderts auf. "Du bist ja besessen von Diktaturen", stellt Tucci im Laufe ihrer Begegnung in New York im derzeit angesagten Restaurant "Pravda" fest. "Ich habe mich nicht getraut, neben Dir ein Sakko zu tragen", kontert Smith an anderer Stelle.
Beide eint, dass sie Geschichten erzählen wollen, die wahrhaftig sind. Gemeinsam erkunden sie New York auf den Spuren von Smiths neuestem Roman und auf der Suche nach den Dingen, die Tucci wichtig sind: Kunst, Mode und gutes Essen. Ihre Reise durch eine regnerische Nacht führt sie zu berühmten Filmschauplätzen der Stadt, zum UNO-Gebäude, zum Museum of Modern Art, nach Harlem, in das inzwischen sehr arrivierte SoHo und schließlich zu einem sozialistischen Buchladen, der eine lange Geschichte aufzuweisen hat. Die beiden gucken stets genau hin. Unter ihrer Leichtigkeit verbergen sich großes intellektuelles Wissen und die Nonchalance, Kaviar und Trotzki gleichermaßen goutieren zu können.
Durch die Nacht mit James Gunn und Michael Rooker (in Los Angeles)
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Filmemacher James Gunn und Hollywood-Schauspieler Michael Rooker ziehen durch Los Angeles. Ihre Begegnung wird zu einem echten Männerabend mit jeder Menge Anekdoten im Gepäck und geladenen Waffen im Kofferraum. In ihren Gesprächen und Späßen geht es um Filme, Karrieren, Selbstanalyse, Frauen, Knarren - und Stinktiere.
"Wenn Du so weitermachst, muss ich Dir wehtun!" - Die Geduld von Hollywoodstar Michael Rooker mit seinem Begleiter James Gunn scheint auf dem gemeinsamen Gang durch Los Angeles schon früh am Ende zu sein. Rooker wurde als Serienkiller in dem Film "Henry" berühmt und hat danach als Bösewicht den ganz großen Stars - Gene Hackman, Al Pacino, Sylvester Stallone und Tom Cruise - hart zugesetzt. Doch sein Begleiter James Gunn lässt es sich trotzdem nicht nehmen, Rooker immer wieder zu ärgern. Gunn, der als Drehbuch- und Romanautor, TV-Moderator und Comic-Experte eine feste Größe in den USA ist, hat seine letzten zwei Filme "Slither" und "Super" mit Michael Rooker gedreht. Er weiß genau, wie er den charismatischen Star mit dem Tough-Guy-Image zur Weißglut treiben kann. Zu seinem Glück hat Waffennarr Rooker Humor. Gunn präsentiert Rooker das von ihm entwickelte Videospiel "Lollipop Chainsaw" und lässt ihn im Tonstudio die Stimme des Bösewichts einsprechen. Am Set des Independent-Thrillers "The Advocate" tauschen die zwei mit Low-Budget-Produktionen erfahrenen Filmprofis Erfahrungen mit den Machern aus. Eine etwas unangenehme Situation für James Gunn, denn Hauptdarstellerin Kristina Klebe ist seine Ex! Danach sollen endlich die Waffen sprechen, doch Rooker verirrt sich auf dem Weg zu seiner eigenen Schießanlage. Endlich angekommen zeigt Actionprofi Michael Rooker seinem Gast, wie man gezielte Schüsse platziert, und aus den Männern werden Jungs. Der Besuch bei der erfolgreichen Spezialeffekt-Firma MastersFX lässt die Zwei in Erinnerungen an blutrünstige Dreharbeiten schwelgen. Danach geht es zu James Gunn nach Hause. Hier steigt bereits eine Party, auf der sich Stars wie Nathan Fillion ("Serenity", "Castle") und Andre Royo ("The Wire") die Ehre geben. Ein sehr harmonischer Ausklang für einen ausgesprochen fröhlichen Abend.
Durch die Nacht mit Eva Ionesco und Bertrand Bonello (in Paris)
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Mutig, radikal und kompromisslos: Bei der Begegnung der französischen Regisseure Eva Ionesco und Bertrand Bonello treffen zwei kämpferische Filmemacher aufeinander - und steuern stilsicher Tabus an. Es geht um Sex und Macht, Sehnsucht und Abhängigkeit - und darum, ob die Kunst Wunden heilen kann.
Unmittelbar persönlich und autobiografisch ist Eva Ionesco (46) in ihrem Film "I am not a f++king Princess", der die europäischen Zuschauer begeistert. Im Alter von vier Jahren wurde Eva Ionesco als Aktmodell missbraucht. Ihre eigene Mutter fotografierte sie in erotischen Posen und verkaufte die Fotos als Kunst.
Der französische Filmregisseur Bertrand Bonello (43) gilt als eine der provokantesten Figuren der "Neuen Extremen Frankreichs". Bonello ist ein Exzentriker, der mit Vorliebe Abgründiges inszeniert: eine schmutzige Welt von Sex, Gewalt und extremen körperlichen Obsessionen. Auch in seinem neuen gefeierten Cannes-Wettbewerbsbeitrag "L' Apollonide" geht es um grenzüberschreitende Sexualität.
Diese Folge von "Durch die Nacht mit ..." ist eine höchst cineastische Begegnung. Es geht um Machtbeziehungen zwischen Müttern und Töchtern, das Filmemachen und posierende Schauspieler, um emotionale Abhängigkeit, Schuld und erotische Obsessionen. Es geht um das heilsame Moment beim Filmemachen und um den Sex-Appeal radikaler Filme, die aus gesellschaftlichen Tabu-Themen eine ungeheure Kreativität ziehen.
ich hab die Folge mit Pocher und Bleibtreu im Fernsehen gesehen und muss sagen,das war mit Abstand das beste was ich bis dato im TV gesehen hatte.
Vorallem als sie dann in dem Stripclub sind,einfach nur genial
Ich hoffe hier kommt noch einiges dazu. Von mir gibt es Mieze und Eva Padberg durch Berlin:
Inhalt:
Die Sängerin Mieze, Frontfrau der Band "Mia", und das deutsche Topmodel Eva Padberg streifen gemeinsam durch das nächtliche Berlin. Mieze und Padberg treffen sich auf einem Altbau-Dach am Prenzlauer Berg, stöbern in der Boutique der Designerin Meike Vollmar, einer Freundin von Mieze, und probieren Stücke aus der neuen Kollektion an, lassen sich vom Fotografen Ali Kepenek bei der Vernissage von "Signs & Surfaces" im Kreuzberger Künstlerhaus Bethanien durch seine Ausstellung führen, speisen im Alt-Berliner Wirtshaus "Zur Henne", spielen in einer Strandbar eine Partie Billard, besuchen das kleine Design-Warenhaus von Anja Kantowski in Berlins Mitte und liefern sich ein Wettrennen auf einem Motorradsimulator in Hohenschönhausen. Zum Abschluss stellt Mieze Padberg ihrer Band vor, gemeinsam gehen sie in eine Bar.
Hier die Folge mit Bela B.
Hab sie auch oben eingefügt, bin mir noch nicht ganz sicher was das sinnvollste ist. Wenn ich die neuen Folgen nur oben einfüge, merkt es vielleicht keiner.
Als nächstes uppe ich die mit Jessica Schwarz und Jonathan Meese
@frittenx
super, cool daß andere auch noch Folgen uppen, vorallem weil ich die noch nicht kannte!
Am übersichtlichsten wäre natürlich, wenn alle Folgen in EINEM thread sind. aber ich kann ja schlecht die Folgen die andere User uppen bei mir oben im Hauptthread adden...
Jemand einen Vorschlag wie man das am besten machen könnte bzw. wie das in anderen Threads gehandhabt wird?
@Tamasen
hab beide Folgen mit Schlingensief, die werde ich demnächst uppen. Gerade die wo er Michel Friedman trifft ist der Hammer.
@Just.Blaze
die mit Dolph Lundgren hab ich leider auch nicht
Von mir wird es leider keinen Beitrag mehr geben, daher kannst du meine Folge oben einfügen.
Auf den ollen Meese freu ich mich besonders, hab ihn im Februar auf Vortragsreise live erlebt :p
Durch die Nacht mit Jonathan Meese und Jessica Schwarz (Hamburg)
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Jessica Schwarz ist ein Mysterium, und ich bin Odysseus, und zusammen sind wir auf großer Fahrt unterwegs“ proklamiert der Maler und Performancekünstler Jonathan Meese, als er zusammen mit seiner Mutter in der Stadtbücherei seines Heimatortes Ahrensburg auf die Schauspielerin Jessica Schwarz wartet.
Nach einem kurzen Plausch mit Mutter Meese machen sich Jessica und Jonathan auf den Weg in die große Stadt: In Hamburg wartet eine kleine Barkasse, die die beiden zur Hafenrundfahrt mitnimmt. Beim anschließenden japanischen Essen erläutert Meese mit beinahe kindlicher Naivität und voller Inbrunst die bevorstehende Revolution: „Die Kunst muss die Macht übernehmen – damit das Böse aus der Realität in die Kunst übergeht“. Fast glauben wir ihm, dass am Ende alles gut wird.
Nächste Stationen sind das neu eröffnete Hamburger Casino, wo Meese beim Roulette alles auf Rot setzt und verliert, und das Hamburger Schauspielhaus. Im Kostümfundus des Theaters haben die beiden viel Spaß beim Verkleiden: Ganz passend gibt Schwarz die Prinzessin und Meese ihren Beschützer in Uniform.
Blendend gelaunt treffen sie schließlich im legendären Antlantic Hotel Meeses Freund, den Schriftsteller Benjamin von Stuckrad-Barre – auf eine Partie "Brieftaschenquartett“.
Eine Begegnung zweier Menschen, die unterschiedlicher kaum sein könnten, voll fröhlicher Anarchie, Sponti-Aktionismus und zärtlicher Nostalgie.
Durch die Nacht mit Christoph Schlingensief und Michel Friedman (Frankfurt am Main)
Info
Die beiden Provokateure und Selbstdarsteller Michel Friedman und Christoph Schlingensief verbringen einen gemeinsamen Abend. Mit Friedmans gepanzerter Limousine geht es durch das nächtliche Frankfurt am Main. Später am Abend kommt die Schauspielerin Hannelore Elsner dazu und gemeinsam kehren sie zum Schluß beim Alt-68er Johnny Klinke in den Tigerpalast ein.
Durch die Nacht mit Jörg Immendorff und Christoph Schlingensief (Berlin)
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Der Theaterregisseur Christoph Schlingensief trifft Jörg Immendorff, Maler von internationalem Rang und beide entdecken an diesem Abend ihre Seelenverwandtschaft. Ob künstlerisches Schaffen, Skandale, Krankheiten oder Politik - alles gehört bei dieser Begegnung zum Gesprächsstoff. Ein Streifzug durch die Berliner (Kunst)welt mit zwei kompromisslosen Avantgardisten, deren künstlerisches Schaffen nicht auch, sondern geradezu ausschließlich als Kritik der Gesellschaft verstanden sein will. Gäste: Jonathan Meese, Bruno Brunnet, Nicole Hackert, Martina Prinz
--Durch die Nacht mit ...-- ist einfach nur spitzenmässig
Danke für die bisherigen Folgen, da ich die Ausstrahlungen im TV meist eher durch Zufall gesehen habe