Staatsterror = Bullenterror - Autonome im Kampf - mehrere Dokus - Update 17-12-2007
[center] Kollektiv Mainzer Straße: Sag Niemals Nie - Räumung der Mainzer Straße
"Wohnen ist wichtiger als das Gesetz"
Der Film ?Sag niemals Nie - Räumung Mainzer Straße? dokumentiert
das Leben und den Kampf der HausbesetzerInnen gegen Faschismus
und staatliche Räumungsmaßnahmen im gleichnamigen Straßenzug.
Am 14. November 1990, früh 7.00 Uhr, greifen über 4000 Bullen,
10 Wasserwerfer, Räumpanzer und Hubschrauber die etwa
500 Hausbesetzer der Mainzer Straße in Ostberlin an.
Was steckte hinter dieser spektakulären und
rücksichtslosen Polizeiaktion so kurz vor den
ersten Gesamtberliner Wahlen nach der Wende?
(Doku, 90 Minuten [deutsch][353 MB])
Weitere Info:
Vor 17 Jahren:
Räumung der Mainzer Straße in Berlin
"Berlin gelingts" lautete 1990 der Wahlkampfslogan der SPD. Ob damit die Räumungspolitik des damaligen rotgrünen Senats gemeint war oder die Verteidigung der BesetzerInnen in der Mainzer Straße blieb zunächst unklar. Über mehrere Tage gab es für rund 4000 Polizisten angesichts meterhoher Barrikaden und Straßenkämpfen kein Durchkommen trotz Tränengas, Blendschockgranaten, Wasserwerfern und Räumpanzern. Am morgen des 14. November 1990 gelang es der SPD dann tatsächlich, die zwölf Häuser in der Mainzer Straße in Friedrichshain räumen zu lassen. Die rot-grüne Koalition war damit am Ende, der Häuserkampf dagegen noch lange nicht.
Die Mainzer Straße
Zwölf Häuser. Das waren fast zwölf Szenen: In einigen Häusern lebten mehrheitlich Ossis, in anderen eher Wessis, es gab Häuser mit Punks, Polit-Freaks, weniger politischen Leuten, ein Frauenhaus, ein Tuntenhaus. Und in jedem Haus Aktivitäten: Kneipen, Volxküche, eine Buchhandlung mit DDR-Literatur, Infoladen und last but not least: den ?Forellenhof?, eine Kneipe im Tuntenhaus, die in der kurzen Zeit ihrer Existenz mit einigen unvergesslichen Tunten-Shows und semi-professionellen Matinées glänzte. Die BürgerInnen auf der anderen, nicht besetzten Straßenseite sahen dem bunten Treiben mit gemischten Gefühlen zu. Einige organisierten sich in einer Bürgerinitiative gegen die Hausbesetzer, weil ihnen einerseits die ständige und nicht bestreitbare Lärmbelästigung auf die Nerven ging, sie sich aber andererseits auch durch bestimmte Transparente ? und es waren vor allem die aus dem Schwulenhaus ? gestört fühlten. Den ganzen Sommer über bestürmt diese Bürgerinitiative die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung mit Briefen, in denen sie die Räumung fordert.
Doch diese Korrespondenz, die keinesfalls die mehrheitliche Stimmung im Kiez repräsentierte, dürfte kaum der Anlass zu dem gewesen sein, wozu es am 12. November 1990 dann schließlich kam.
Am frühen Morgen räumt die Polizei überraschend drei von sieben ?neu?, also nach dem 24. Juli besetzten Häuser, in der Pfarr- und Cotheniusstraße. Es versammeln sich DemonstrantInnen und es kommt zu einzelnen Rangeleien und Festnahmen. Um 10.03 Uhr meldet Radio 100 die Räumung. Gegen 11.15 Uhr beschließen rund 50 Leute aus der Mainzer Straße eine Solidaritätskundgebung. Sie legen Baumaterialien vom Straßenrand auf die Frankfurter Allee, um den Verkehr zu stoppen. Im Polizeifunk wird von ?mit Blumen verdeckten Nagelbrettern? phantasiert. Ein paar Polizisten erscheinen, räumen die Straße frei und werden dabei von
vereinzelten Steinwürfen attackiert. Daraufhin taucht innerhalb kürzester Zeit eine Kolonne aus Mannschaftswagen, Räumpanzern und Wasserwerfern auf und durchfährt die Mainzer Straße.
Ein paar Mülltonnen werden auf die Straße geschoben. Räumpanzer schieben sie zur Seite, geparkte Autos gleich mit. Es fliegen Steine, die Polizei setzt Tränengas und die
Wasserwerfer ein. Die DemonstrantInnen verziehen sich in die besetzten Häuser. Die Polizei beginnt, mit den Wasserwerfern in die Fenster der Häuser zu zielen. Dabei gehen Scheiben zu Bruch und auch unbeteiligte Wohnungen von normalen BürgerInnen sind betroffen.
Bereits um zwölf Uhr meldet Radio 100 Straßenkämpfe in der Mainzer. Daraufhin strömen viele zum Ort des Geschehens. Hier entwickelt sich nun eine Straßenschlacht mit Barrikaden an beiden Seiten der Mainzer. Aber auch in benachbarte Straßen weitet sich der Fight aus. Die Polizei, mit etwa 1500 BeamtInnen zugegen, setzt Unmengen von Tränengas, Blendschockgranaten und Wasserwerfern ein. Auf der anderen Seite wird sie von rund 600 HausbesetzerInnen mit Steinen, Molotowcocktails und Zwillen auf der Straße, aus Häusern und von Dächern
beschossen. Ein Straßenbahnwagen, der genau an der Einfahrt zur Mainzer stehen bleibt, fängt Feuer und bildet eine weitere Barrikade. BürgerrechtlerInnen wie Bärbel Bohley und sogar der nicht besonders gut auf ?seine? HausbesetzerInnen zu sprechende Bezirksbürgermeister versuchen zu vermitteln, zu schlichten. Doch von Staatsseite aus gibt es dazu keinerlei Bereitschaft. Die Schlacht dauert bis drei Uhr am nächsten Morgen und endet mit dem vollständigen Rückzug der Polizei aus dem gesamten Kiez.
Der Dienstag, der 13. November, ist ein gespenstischer Tag. Die Ruhe vor dem Sturm. Immer wieder berichten Leute von Polizeikolonnen auf den Autobahnen, alle Richtung Berlin. In der Mainzer selbst hebt man zwei tiefe Gräben aus, wobei auch ein Bagger zum Einsatz kommt. Überall entstehen Barrikaden. In den Häusern sind die Leute damit beschäftigt, Mollis zu bauen. Pflastersteine werden in Eimern gesammelt. Auf der Straße diskutieren aufgeregt BürgerInnen, Autonome, Schaulustige. Und überall ergötzen sich Journalisten an den Bildern der Zerstörung: Ausgebrannte Autos, zerbrochene Schaufenster, umgestürzte Bauwagen, aufgerissenes Straßenpflaster, usw. Am Abend ist klar: Um sieben Uhr am nächsten Morgen
werden die Bullen angreifen.
Und genauso kommt es. Die folgende Straßenschlacht ist der bisher heftigste Polizeieinsatz gegen Autonome. Die Polizei setzt diverse Spezialkommandos und Hubschrauber ein, Unmengen von CN- und CS-Gas, Blendschockgranaten und gerüchteweise auch Gummigeschosse. Selbst von scharfen Schusswaffen macht sie Gebrauch: Zwei Leute werden getroffen. Mindestens 4000 Polizisten sind im Einsatz, auf der anderen Seite kämpfen in der Mainzer vielleicht 500 oder 600 Autonome. Ein Kampf mit dem Rücken zur Wand, denn es ist klar: Vielen wird die Flucht aus dem Kessel nicht gelingen. Am Ende werden rund 300 Menschen festgenommen. Vor allem das Tränengas, das über den gesamten Bezirk liegt, führt schließlich zu allgemeiner
Kampfunfähigkeit. Erst jetzt beginnt die Polizei, in die Straße vorzudringen. Es gibt jede Menge Verletzte und Schwerverletzte. Die Straße sieht aus wie nach einem Erdbeben. Die Polizei geht mit äußerster Brutalität gegen Leute vor, die sie in den Häusern antrifft. Als die Häuser geräumt sind, werfen die Beamten Einrichtungsgegenstände, Stereoanlagen, Bücher usw. durchs Fenster auf die Straße. Sie bedienen sich an den Getränkevorräten und feiern ausgelassen ihren Sieg.
Medien und Politiker zeichnen in den folgenden Tagen das Bild der ?tötungsbereiten?
HausbesetzerInnen. Eine gnadenlose Hetze ist im Gange. Tödliche Elektrofallen habe es in Treppenhäusern gegeben und auf einem Dach habe man einen 20 Liter fassenden ?Supermolli? gefunden. Auf der anderen Seite gibt es gerade im Osten und von NachbarInnen im Kiez eine ungeheuere Solidarisierung mit den HausbesetzerInnen. Die Kleider- und Möbelspenden, die in den nächsten Wochen in den anderen besetzten Häusern eingehen, sind kaum mehr zu erfassen.
Ein alter DDR-Feuerwehrmann bringt einen großen Armeesack mit Feuerwehrhelmen und einen voller Gasmasken vorbei: ?Ich hab?s im Fernsehen gesehen! Wenn ihr die gehabt hättet, hättet ihr es schaffen können!? Autonome werden von LehrerInnen eingeladen, um vor Schulklassen über die Räumung zu sprechen, die Medien laufen den anderen Häusern die Türen ein.
Für die Szene ist die Räumung ein tiefer Einschnitt. Bei einigen Leuten führt sie zu einer Radikalisierung, bei anderen zu Traumatisierung und Rückzug und bei vielen zu Verängstigung.
Letztere führt z.B. dazu, dass in einem Haus in der Kreutziger Straße noch am 14. November, dem Tag der Räumung, Einzelmietverträge mit der WBF abgeschlossen werden. Am 14. November abends gibt es noch eine spontane Demo mit über 10.000 TeilnehmerInnen. Danach wirkt die Szene jedoch lange wie paralysiert. Anders als z.B. der 1. Mai ?87 wird die Schlacht um die
Mainzer Straße nicht zu einem regelmäßigen Kampftag im schwarz-roten Kalender ? zu tief sitzt bei vielen der Schrecken. Es ist für viele einzelne tatsächlich um Leben und Tod gegangen.
Post-Mainzer-Zeit
Die Räumung der Mainzer Straße war nicht nur Anlass für den Bruch der damals regierenden SPD-Grünen-Koalition in Berlin, sie läutet auch den Niedergang der Squatter-Bewegung Ostberlins ein. Die Strukturen zerfallen in rasantem Tempo. In den meisten Häusern wird nur noch um das eigene Projekt verhandelt. So kommt es letztlich zu einer Vielzahl von Legalisierungsmodellen, aber auch zu weiteren Räumungen. Trotzdem löst sich natürlich nicht einfach alles so auf. Noch heute, 2007, leben in den ehemals besetzten Häusern viele hundert AktivistInnen, die dafür sorgen, dass gerade Friedrichshain noch immer, neben Kreuzberg, ein zweites Zentrum der Berliner Szene darstellt. Die früheren Kämpfe, aber auch die Infrastrukturmaßnahmen der Szene, haben den Kiez nachhaltig geprägt. Wenn Südfriedrichshain heute zu einem schicken Kneipenviertel geworden ist, mit all den bekannten Nachteilen, gilt es zu bedenken, dass der Stadtteil ein völlig langweiliger, grauer Wohnbezirk war, bevor damals Leben und Farbe in die Straßen gebracht wurden. Auch heute noch kommt es im Kiez hin und wieder zu Auseinandersetzungen mit der Polizei. Auch einige Kneipen, Info-Läden und einzelne Kleinbetriebe aus alten Tagen existieren noch. Straßen- und Stadtteilfeste, Kulturprojekte, der sonntägliche Flohmarkt, die jährlich stattfindende Silvio-Meier-Demo ? viele der heute in im Kiez rund um die Mainzer lebendigen Strukturen gehen direkt auf die ?besseren Tage? der Bewegung zurück oder
wären jedenfalls ohne diese nicht denkbar. Nazis trauen sich nach wie vor meistens nur inkognito durch Friedrichshain zu gehen, und Friedrichshain ist der Stadtteil im Osten Berlins, in dem sich AusländerInnen am sichersten auf der Straße bewegen können und es auch zunehmend tun.
Im September 1986 war Kopenhagen Schauplatz einer Aktion,
die wohl nicht nur für Dänemark einzigartig war. Es geht um
ein damals seit über drei Jahren besetztes Haus, in dem rund
60 Leute leben. Die Besitzerin will es abreißen lassen ? die
Räumung ist für den folgenden Tag angekündigt...
Hier beginnt der Videofilm der dänischen Gruppe, die während
der neun Tage dauernden Verteidigung der Besetzung bei fast
allen Aktionen und Alltagssituationen filmen konnte. Ihr gelang
so ein Portrait des Lebens hinter den Barrikaden von den
Leuten, die sich entschlossen hatten, das Haus militant zu
verteidigen.
Der Film "Chaostage Hannover - Kampf der Welten '95"
parodiert die wirklichkeitsfremde, oft widersprüchliche
Darstellung der Chaostage durch Medien, Politik und
Polizei. Dazu wird Material aller möglichen Sender über
die Ereignisse in Hannover mit historischen Bildern und
Filmausschnitten durchmischt, um die Übertreibung und
ironische Intention auf die Spitze zu treiben.
(Doku, 90 Minuten [deutsch][650 MB])
Weitere Infos:
Sequenzen aus dem I. und II. Weltkrieg folgt übergangslos der Ausnahmezustand bei den Chaostagen, bei denen über 2.000 Punks anwesend sind. Nach einem Rückblick auf die 94ger Geschehnisse werden die prophylaktischen Festnahmen der Polizei vor den Chaostagen behandelt. Auf die Unterbringungsmängel für Vorbeuge-Inhaftierte "antwortet" der Film zynisch mit Konstruktionsskizzen von KZ´s und Gaskammern. Die allseitigen Aufforderungen zu einem rechtzeitigen Handeln der Polizei, um die "Chaoten" im voraus zu beseitigen wird mit einem NS-Film verglichen, der Juden mit einer Rattenplage gleichsetzt...
Seit Donnerstag Mittag treibt die Polizei die anwesenden Punks in der Nordstadt zusammen, was dem Vorhaben von Deeskalation entgegen läuft und die friedlichen Punks, deren Mehrheit hier ist um Spaß zu haben, zu "Rechtsverstößen" provoziert. Hier paßt der alte Anarcho-Spruch: "Ohne Bullen kein Krawall!" An brennenden Barrikaden müssen sich die Beamten geschlagen geben. Auf einem von Autonomen besetzten Fabrikgelände sammeln sich Punks. Mit wiederaufgebauten Barrikaden wird der Platz lange Zeit gegen die mit Räumungsfahrzeugen und Wasserwerfern auftretende Polizei verteidigt, wobei das Phänomen des Stein- und Flaschenhagels eintritt. Im Zuge des gegen von außen anreisende Punks ausgesprochene Aufenthaltsverbot werden Einheimische von der Polizei wieder weggeschickt und dürfen nicht in ihre Wohnungen.
Bei einem weiteren Räumungsversuch an anderer Stelle werden Wasserwerfer gegen die auf den Dächern stehenden "Chaoten" eingesetzt, durch die Hilfe aus einer anderen Straße entwickelt sich dies für die Exekutive zum Zwei-Fronten-"Krieg". Die Polizei wirft mit Steinen gegen die Jugendlichen.
Eine Wiese, wo man und frau sich zum kollektiven Inhalieren verbotener Substanzen zusammen findet, wird von den Ordnungshütern geräumt. Bis weit nach Mitternacht kommt es zu Straßenschlachten und im Morgengrauen wird ein Pennymarkt in Volksfestcharakter "entleert". Am Samstag morgen werden mindestens 1.000 Menschen vorbeugend in Gewahrsam genommen, um die Innenstadt sauber zu halten. Die Fahrt zu und die Unterbringung in einer englischen Kaserne kostete die Glücklichen 80 DM.
Nochmal kommt es zu Meinungsverschiedenheiten zwischen Polizei, die inzwischen Unterstützung aus dem gesamten Bundesgebiet hat, und Gruppen von Punks, Autonomen und Hooligans, bei denen zahlreiche Argumente in Form von Steinen ausgeteilt werden.
Die Abreise treten die TeilnehmerInnen mit dem Ausspruch: "Wir kommen wieder, keine Frage. Nächstes Jahr sind Chaostage!" an. Dem folgen Reaktionen, in denen Kritik an den angeblich unzureichenden Maßnahmen der Verantwortlichen geübt wird und die Ergebnisse der Chaostage mit einem Bürgerkrieg verglichen werden.
Vor 6 Jahren versammelten sich die Regierungschefs der
größten Industrienation in Genua zum jährlich stattfindenden
Wirtschaftsgipfel G-8. Während die Staatschefs und ihre Berater
im frisch herausgeputzten Palazzo Ducale über den freien
Warenverkehr in der Welt berieten, forderten 300.000
Globalisierungsgegner auf den Straßen des Konferenzorts eine
gerechtere Welt. Noch nie hatten sich so viele Menschen zu einem
Protest gegen die herrschende Weltordnung versammelt, und noch
nie war die Reaktion der Polizei so scharf wie in Genua.
(Doku, 45 Minuten [deutsch][262 MB])
Weitere info:
Die Regierung Berlusconi, seit wenigen Wochen im Amt, hatte 20.000 Polizisten zusammengezogen. Und diese prügelten und verhafteten in einer Willkür, die die parlamentarische Opposition in Rom an chilenische Zustände erinnerte. Hunderte zum Teil Schwerverletzte wurden mit gebrochenen Rippen, Beinen und Armen in Krankenhäuser eingeliefert. Gleichzeitig - so erzählen Zeugen - hätten Polizisten mit faschistischen Liedern und mit Hymnen auf Mussolini ihre "Siege" gefeiert.
Vermummter Demonstrant; Bild: WDR/dpa Doch der öffentlichen Ordnung hat das rabiate Vorgehen der Polizei wenig genützt. Im Gegenteil: Rund 800 Schwarzvermummte konnten in Banken ungestört Feuer legen, Supermärkte plündern oder Autos anzünden. Die Gewalttäter, eine Mischung aus Skins, Hooligans, Neonazis und professionellen Randalierern, zogen drei Tage lang brandstiftend durch Genua und nahmen quasi unter den Augen der Polizei - manche sagen, mit ihrer stillen Duldung - die Stadt auseinander.
Der Film geht diesen Vorwürfen nach und untersucht die Hintergründe der blutigen Ausschreitungen. Die Autoren sprechen mit Politikern und Betroffenen vor Ort. Sie alle fragen sich, warum die Polizei so beharrlich auf die Falschen einschlug, warum Hunderte Gewalttäter aus England, Deutschland und anderen europäischen Ländern trotz schärfster Kontrollen an den Grenzen bis ins Zentrum von Genua vordringen konnten. Auch hochrangige Polizeibeamte nehmen dazu kritisch Stellung. Der Film findet heraus, dass der Geheimdienst und die Polizei über die Ankunft der Gewalttäter informiert waren. Er dokumentiert die Ungereimtheiten der offiziellen Erklärungen und konfrontiert die Stellungnahmen der Regierung Berlusconi mit bisher unveröffentlichten Bilddokumenten.
Häuser, Hass und Straßenkampf - Die Revolte der Westberliner Hausbesetzer
Zum Tode des Hausbesetzers Klaus-Jürgen Rattay vor 26 Jahren.
Vor 26 Jahren, am 22. September 1981, wurde während eines Polizeieinsatzes der
18-jährige Hausbesetzer Klaus-Jürgen Rattay von einem Bus erfasst und getötet.
Dieser Unfall war der traurige Höhepunkt der Auseinandersetzungen um besetzte
Häuser in Westberlin. Straßenkämpfe waren damals fast an der Tagesordnung.
Der neue Innensenator Heinrich Lummer (CDU) versuchte den Hausbesetzern
gegenüber eine Politik der Stärke. Die Lage eskalierte, Hass und
Gewaltbereitschaft gab es sowohl bei Hausbesetzern als auch bei Polizisten.
Viele Jahre lang waren vor allem in Kreuzberg alte Häuser "entmietet" worden -
um die leeren Häuser dann abzureißen. 1980 begann die linksalternative Szene in
Westberlin, solche Häuser zu besetzen.
Die Hausbesetzer glaubten nicht an die tradierten Lebensentwürfe. Die
Gesellschaft der Bundesrepublik schien ihnen vor allem dem Konsum nachzujagen.
Sie hingegen versuchten, andere Modelle des Zusammenlebens und -arbeitens zu
erproben.
Die Szene suchte Räume, um sich zu verwirklichen, und sie fand sie auch in den
Hunderten von leer stehenden Häusern.
Die Dokumentation rekonstruiert die Hintergründe und den Ablauf der Ereignisse,
die zum Tod Rattays führten.
Burn the mpeg1 video file with Nero or some
other burning software at a normal 700MB CD
as standard VCD to watch it with the most
standalone-dvd-players at your tv-set.
From 2nd to 7th of june thousands protestest
in Rostock and around Heiligendamm against
the G8-summit in Germany. It's documenting
the blockades around Heiligendamm, the
anti-war and migrant actiondays and the riots
in Rostock - as well as the "anti-terror"
razzias against G8-opposers in May and the
ASEM-manifestation end of May. The whole video
is underlayed with music from pop to rock.
---------------- SOlidARitY NEtWORX -----------
Weitere Info:
Lasst uns mal Krawall machen
3000 Schwerstverbrecher
Knut Abramowski, Leiter der Polizeisondereinheit KAVALA, hat in seiner abschließenden Presseerklärung am vergangenen Freitag auf den Punkt gebracht, was Deutschlands oberster Sicherheitsschützer Schäuble hören wollte: ?Es hat einen einheitlichen Konsens der Deeskalation gegeben, den haben wir geschlossen bis zum Schluss eingehalten, obwohl sich unter den Versammelten 3000 Schwerstverbrecher befanden.?
Eine Definition des Begriffes ?Schwerstverbrecher? scheint an dieser Stelle nicht nötig. Das Wort ?Verbrechen? beschreibt schon die höchste Stufe eines Rechtsvergehens, einen Superlativ sieht das juristische Vokabular nicht vor, allenfalls die Umgangs- bzw. Gossensprache nutzt derartige Begriffe. Und natürlich die gezielte Manipulation, sie wendet eingängige Wortschöpfungen immer dann an, wenn es besonders tief haften soll.
Doch leider hat das Abschlusskommunique der Polizei einen kleinen Schönheitsfehler bekommen. Quasi kurz vor Toresschluss des ungehinderten Treibens der Polizeikräfte, am Abend des vergangenen Mittwoch, passierte das, was nicht hätte passieren dürfen: Ein Agent Provocateur (AP) - das ist ein Staatsbediensteter oder im Auftrag des Staates Agierender, der sich das Aussehen eines Demonstranten gibt und zu Gewalt und Eskalation anstachelt - ist von den Demonstranten entdeckt, entlarvt und ?in Gewahrsam? genommen worden.
In ersten Stellungsnahmen erklärte die Polizei, davon sei nichts bekannt, keiner ihrer Leute werde ?vermisst? und außerdem gäbe es so etwas überhaupt nicht. Polizisten tarnen sich nicht als Autonome und verdeckte Ermittlungen fänden nicht statt.
Erst auf massiven Druck der Demonstrations- und Blockadenveranstalter lenkte man ein, ja - verdeckte Ermittlungen fänden hier und dort statt. Den enttarnten AP aber kenne man nicht.
Der Druck wuchs stetig, die Anwälte der Demonstranten vor Ort, das sogenannte ?Legal Team? legten nach. Ein Foto und die Identität es Enttarnten seien bekannt, wenn die Polizei nicht selbst eine Erklärung zu dem Vorfall abgeben würde, werden Foto und Personalien an die Presse gegeben.
Kurz darauf folgte eine erste Veröffentlichung des Fotos auf der Webseite von indymedia, bei dem man dem AP jedoch ein Maß an Anonymität zubilligte, indem man die Augenpartie unkenntlich machte.
Was aber war am frühen Abend des 6. Juni am Osttor in Heiligendamm geschehen? Ein vermummter ?Autonomer? war, nachdem er zum Steinewerfen gegen anrückende Polizeieinheiten aufgefordert und eine Gruppe Demonstranten ganz eindeutig zur Gewalt angestachelt hatte, als Spitzel enttarnt worden. Die Frage einiger Beteiligter: ?Wer bist Du überhaupt?, beantwortete er mit einem ?Sie?, was die Anwesenden schon einmal stutzig machte. Sie hielten ihn fest und rissen ihm die Vermummung vom Gesicht. Erst da erkannten einige, dass er ein Bremer Polizist ist! Es gibt also keinen Zweifel: hier war ein Staatsdiener damit beschäftigt, aus einer friedlichen Bewegung eine kriminelle zu machen, Straftaten anzuzetteln oder sie - und das ist in diesem Falle eine Vermutung, die andernorts ihre Bestätigung findet - selbst auszuführen.
Was aber macht nun der Polizeichef von KAVALA daraus?
Schadensbegrenzung!
?Auf die Frage, warum es nötig war, eingesetzte Zivilpolizisten in Vermummung agieren zu lassen, sagte Abramowski: ?Wir wollten Informationen über die Strategie dieser kriminellen Elemente bekommen.? Augenzeugen, die berichteten, die Zivilpolizisten hätten zu Gewalt aufgerufen, forderte er auf, sich bei der Staatsanwaltschaft zu melden, die in diesem Fall Ermittlungen aufgenommen hat. ?Eine solche Strategie hat es bei der Polizei nie gegeben und wird es nie geben?, sagte der Polizeiführer. ?
Verdachtsmomente - die ?Krawalle? von Rostock
?Eine solche Strategie hat es bei der Polizei nie gegeben und wird es nie geben.? Eine solche Aussage ist nicht nur falsch, sondern schlicht gelogen. Derartige Einsätze hat es in der Geschichte der bundesrepublikanischen Polizei immer gegeben. Es hat sie darüber hinaus nachweislich als probates Mittel, den Widerstand gegen die G8 (G7) - Gipfel zu kriminalisieren und diskreditieren, in Genua 2001 gegeben. Immer nach dem gleichen Schema: Brutalste Strassenschlachten für die Pressekameras. Angezettelt und ausgeführt von Agent Provocateuren! Diese Fälle von Genua, der gezielte Einsatz und die enge Zusammenarbeit der Polizei mit gedungenen Brandstiftern, gelten als bewiesen.
Nun melden sich auch in Deutschland Stimmen zu Wort, die die Vorfälle von Rostock während der Auftaktdemonstration der G8-Kritiker in einem anderen Licht erscheinen lassen.
Auch hier ergibt sich mittlerweile ein Bild, das nicht nur die Anwesenheit, sondern vor allem das aktive Inszenieren der Gewaltakte durch verkleidete Polizeikräfte immer wahrscheinlicher werden lässt. Auf der Webseite Oraclesydicat wurde bereits eine erste Zusammenstellung von Fotos und Filmmaterial gemacht, die deutlich zeigt: Auch in Rostock waren es Zivilbeamte, die die Straftaten entweder selbst durchführten oder Situationen schufen, die die Eskalation initiierte und die Knüppelüberfälle auf friedliche Demonstranten legitimieren sollten.
Zehntausende friedliche Demonstranten
Die Gipfelstürmer hatten nicht nur ihren friedlichen Protest bestens organisiert, sie hatten auch - vor allem in den Camps - für eine oder zwei Wochen ein Leben nach ihren Vorstellungen geprobt. Basisdemokratie, Solidarität und Frieden hatten sie zum Motto ihres Alltags in Heiligendamm erklärt.
Die Brandstifter, so muss man nun vermuten, kamen nicht aus den eigenen Reihen, auch nicht aus denen der von der Presse zum Dämon erhobenen Autonomen. Die Brandstifter waren Beamte, der Staat selbst hat sein Gewaltmonopol nicht nur während der G8-Tage behalten, nein - er hat es auf schlimmste Weise missbraucht! Er hat Gewalt angewendet gegen friedliche Protestierer. Unschuldige wurden zu Hunderten (insgesamt 1200 Personen) in ein menschenunwürdiges Lager verschleppt, viele durch Knüppeleinsätze und Wasserwerfer verletzt, einige von ihnen so schwer, dass sie zeitlebens gesundheitliche Beeinträchtigungen behalten werden.
Der Rechtsstaat ist außer Kraft gesetzt worden!
Sinn und Zweck der verbrecherischen Einsätze sind unstrittig: Zum einen sollen Proteste und Demonstrationen kriminalisiert werden, niemand - aber auch wirklich keiner - soll jemals wieder auf die Idee kommen, seinen Unmut auf der Strasse zu artikulieren. Erstens ist das gefährlich, zweitens begibt sich ein unbescholtener Bürger damit in eine Reihe mit Schwerstverbrechern. Die Botschaft ist angekommen!
Zweitens - und diese staatliche Forderung kann nun auf breite öffentliche Unterstützung offen - sind Maßnahmen zum weiteren Ausbau der inneren Sicherheit dringend geboten, wollen wir nicht riskieren, dass dieser gewaltbereite Mob unseren Staat in Schutt und Asche legt.
Es ist eine schnelle und grundlegende Änderung zur Bewaffnung der Polizei durchzuführen. Gummigeschosse sind ein probates Mittel, um gegen demonstrierende Straftäter vorzugehen. Die Polizei muss aufgerüstet, ihre Befugnisse ausgedehnt werden.
Nein!
Retten wir den kleinen Rest des Rechtsstaates, der uns noch geblieben ist! Alle Fälle müssen zur Anklage kommen, es müssen staatsanwaltliche Ermittlungen eingeleitet werden, alle Zeugen müssen sich dringend melden und für Aussagen bereitstehen. Keiner darf über das, was er erlebt und gesehen hat, schweigen.
1. Wer waren die ?Verhafteten? auf dem Rasen? Die Personalien müssen festgestellt worden sein, sonst ist die gesamte Aktion von vornherein unglaubwürdig.
2. Wer waren die Täter, die das Polizeifahrzeug attackierten? Ein Fotograf dicht daneben hat entsprechende Fotos gemacht. Auch an Augenpartien können kriminologische Untersuchungen Personen identifizieren.
3. Wer ist der Halter des ausgebrannten PKW mit dem Dresdner Kennzeichen? Wann und warum hat er das Auto dort abgestellt?
4. Wer war der andere Vermummte , der an besagtem Mittwoch zum Steinewerfen aufforderte (s.w.u.) und dann, nachdem er als Provocateur erkannt wurde, in den Reihen der Polizei verschwand?
Fordern wir eine unabhängige Aufklärung! Fordern wir, dass gegen alle Zivilpolizisten, die der Anstiftung oder praktischen Gewaltausübung verdächtigt werden, Strafanzeige erhoben wird.
Fordern wir die Mainstreampresse auf, die Vorfälle nicht tot zu schweigen und darüber zu berichten.
PS:
Stellt die Glotze zu diesem Video am besten auf lautlos
und lasst eure eigene Mukke dazu laufen.
Mir ging die Mukke jedenfalls ganz schön auf den Sack!
[url=http://board.gulli.com/thread/924453-chopper-geheimtipp/]>>> CHOPPER Love & A .45 > FEEBLES >Terrorstorm Martial Law 9-11: Rise of the Police State Police State 3 America - Freedom to Fascism 9/11 Mysteries Part I: Demolitions Die Neue Weltordnung Dark Secrets - The Order of Death Chemtrail - Die Streifen am Himmel Autonome im Kampf >Street Fights KartVader Ska-P - Incontrolable UFOs und das 3. Reich Sorplus oder Konsumterror Outfoxed - Ausgefuchst Freiheit der Wahl Geheimtechnologie HAARP
Staatsterror = Bullenterror - Autonome im Kampf - mehrere Dokus - Update 17-12-2007
Das Video berichtet in 80 Minuten über 20 Jahre Wiederstand am 1. Mai in Berlin-Kreuzberg.
Unterlegt mit Soundtracks von HipHop bis Punk zeigt es die jährlichen Ereignisse von 1987 bis zum 1. Mai 2006.
Das Originalvideo ist in der Berliner linksradikalen Szene als Mobilisierung zum revolutionärem 1. Mai 2007 erschienen.
Staatsterror = Bullenterror - Autonome im Kampf - mehrere Dokus - Update 17-12-2007
Danke euch beiden für die ups,
muss aber mal zu Klipscher's Kommentar von Anti-G8 Germany 2007 - We Rock You sagen, dass die Musik net schlecht ist, schau mir den streifen grad an, und das ein oder andere Lied hat durchaus enormen charme. Ganz besonders der Rock-Remix vom Star-Wars Theme, obwohl ich alles andere als ein Fan von der 9-o-logie bin
20 Years Revolutionary 1st of May ENGLISH Video CD
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Video: VCD PAL 352x288, 25 fps, non standard MVCD
Audio: MPEG-1 Layer II, 44.100 Hz, Bit Rate 224 kbps Stereo
Duration: about 90 minutes
This is the english version of the "20 Years of Resistance" Video CD, with additional material.
Just burn the image with for example Nero at a 700MB/80min CD-R.
Because of the non standard MVCD format you have 90 minutes of Video what you can burn at a normal 700MB/80min CD-R. You can play this (M)VCD either on your computer with a video-/media player or at the most DVD players who can read burned CD's.
The Video shows 20 years of resistance during the Revolutionary 1st of May in Berlin-Kreuzberg. Every year in Kreuzberg riots broke out against the state an their police. The film, underlayed with HipHop and Punk Tracks, is now re-released and shows what happened from 1987 to 2007. It's underlayed with many Hip-Hop and Punk Tracks. The VCD also comes with a chapter menu to select the different years and as a feature you can remote control yourself through a slideshow with First of May Posters from 1987 to 2007.