Germany made in USA - Wie US-Agenten Nachkriegsdeutschland steuerten
Schon zur Geburtsstunde der Bundesrepublik wurde die Bevölkerung Westdeutschlands in einer psychologischen Großkampagne der CIA und anderer US-Behörden gezielt auf pro-amerikanische Stimmung getrimmt. Die Amerikaner warben zwischen Kriegsende und Mitte der 60er Jahre deutsche Verbündete an, um in offenen und verdeckten Operationen Deutschlands Kultur, Politik und Gesellschaft nachhaltig zu beeinflussen und zu prägen. Allein in den 50er Jahren finanzierten die USA mit rund einer Milliarde US-Dollar pro Jahr ihre Gegenoffensive zur Sowjetpropaganda. Diese Dokumentation gewährt Einblick in Geheimakten und die Arbeitsweise amerikanischer Geheimagenten. In einem Exklusivinterview erläutert der ehemalige US-Sicherheitsberater Zbigniew Brzezinski erstmals die politischen Hintergründe und Anfänge dieser Deutschland-Offensive. Er gilt als einer ihrer geistigen Väter. Wer waren die Amerikaner, die die junge Bundesrepublik prägten? Wer waren ihre deutschen Verbündeten, wie arbeiteten sie zusammen? Diese Dokumentation nennt Ross und Reiter in einem der spannendsten Kapitel deutscher Nachkriegsgeschichte. Zum Beispiel die Kontakte des DGB mit der CIA; die Finanzierung namhafter deutscher Verlagshäuser durch die USA; die Rolle bekannter Meinungsforschungsinstitute sowie den Einfluss der Agenten auf Bundestagsbeschlüsse.