Kann sich Europa seine Bauern noch leisten
Die Gemeinsame Agrarpolitik der Europäischen Gemeinschaft steht seit längerer Zeit in der Kritik. Einst ins Leben gerufen, um einen Ausgleich für die unterschiedliche Effizienz der Landwirtschaft in den Mitgliedsstaaten zu schaffen, mutierte sie zu einer Art Spendentopf für Landwirte und verschlingt immer noch 40 Prozent aller EU-Ausgaben. Die Dokumentation geht der Frage nach, ob die Agrarsubventionen noch eine Zukunft haben, und untersucht, was mit dem Geld der europäischen Steuerzahler geschieht.
50 Jahre nach den Römischen Verträgen steckt Europa fest. Symptomatisch für die Krise ist die Gemeinsame Agrarpolitik . Sie ist die einzige Politik, die wirklich auf europäischer Ebene betrieben wird und die zudem regelmäßig Gegenstand heftiger Debatten ist. Ursprünglich sollte die GAP die Selbstversorgung der EU mit Nahrungsmitteln sichern und die Landwirte vor dem wirtschaftlichen Ruin retten. Noch heute macht die GAP 40 Prozent des EU-Haushalts aus. Ein weltweit einzigartiges System zur Stützung der Landwirte.
Aber 50 Jahre nach ihrer Einführung ist die GAP umstrittener denn je. Die Briten wollen nicht mehr zahlen als unbedingt nötig, die Umweltschützer kritisieren die Förderung der intensiven Landwirtschaft und die USA prangert gemeinsam mit anderen Staaten unlauteren Wettbewerb an. In den letzten 15 Jahren gab es zahlreiche Reformen. Jedes Mal wurden die Subventionen gekürzt, ohne das Grundprinzip zu verletzen: ein Einkommensausgleich für die europäischen Landwirte, um sie in ihrer wirtschaftlichen Existenz vor der Konkurrenz des Weltmarktes zu schützen.
Im Jahr 2005 beschlossen die europäischen Staatsoberhäupter, die GAP-Subventionen bis 2013 nicht zu erhöhen. Sie stellten sich allerdings nicht die Frage, ob die Logik, die einst hinter der GAP stand, nicht inzwischen überholt ist. Und der Kampf zwischen denen, die keine Veränderung wollen - allen voran die Franzosen - und den Reformwilligen - vor allem aus den nordeuropäischen Ländern - ist vor dem Hintergrund der WTO-Verhandlungen aktueller denn je. Die Dokumentation ist eine Reise durch das Europa der Landwirtschaftsbeihilfen. Und sie geht der Frage nach, was mit dem Geld der europäischen Steuerzahler passiert.
Größe: 359 MB (Xvid) |
Dauer: 00:41:28
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