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Alt 21.01.10, 17:17   #1 (Permalink)
Benutzerbild von exetex
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Hinweise und Anregungen zum eigenen Board

Das eigene Board

- Ein kleiner Leitfaden mit vielen Tipps und Anregungen

Du hältst dich gerne auf Boards auf, findest es klasse, zu sehen wie sich ein solches Board entwickelt und möchtest gerne selber aktiv ein solches Board leiten?
Dann bist du hier genau richtig. Folgender Leitfaden wird dir helfen, dass dein Board nicht nur ein Flop, sondern ein richtiger Erfolg wird.

1. Die richtige Bordsoftware
Um ein Board auf die Beine zu stellen bedarf es einer Bordsoftware, welche zum Teil frei und zum Teil kostenpflichtig im Internet zu finden hast.

1.1 Kostenpflichtige Software
Beachte bitte, dass kostenpflichtige Boards oftmals „nach Hause telefonieren“ und deshalb zwingend legal erworben sein müssen. Das Vorhaben des eigenen Boards mit einer illegalen Bordsoftware ist daher zu 99.9% zum Scheitern verurteilt, da diese oftmals von den jeweiligen Bordherstellern zur Anzeige gebracht werden und demnach auch vom Netz genommen werden müssen.
Willst du ein kostenpflichtiges Board einsetzen, so lohnt es sich einen Blick auf das Woltlab Burning Board und das vBulletin Board zu werfen. Dies sind die beiden bekanntesten Bordsoftwares, die auf dem Markt zu finden sind, und sich einer großen Beliebtheit erfreuen. Solltest du eine solche Bordsoftware benutzen wollen, dann achte bitte – wie bereits gesagt – auf die Legalität der Bordsoftware.

1.2 Kostenlose Software
Willst du kein Geld ausgeben, so empfiehlt sich der Einsatz eines phpBB-Boards, welches komplett kostenlos ist und beliebig verändert und angepasst werden darf. Diese Bordsoftware ist aber - entgegen allen Vorurteilen - keinesfalls schlechter als die kostenpflichtigen Versionen, sondern mindestens genauso gut.
Dazu kommt noch die SimpleMachines Forensoftware, welche ebenfalls kostenlos ist.
Woltlab bietet - so wie einige andere Firmen auch - eine kostenlose Light-Version an.

1.3 Sicherheit
Generell ist es wichtig sein Board sicher zu halten und darauf zu achten, dass man alle Sicherheitsupdates, die von den jeweiligen Bordherstellern geliefert werden, installiert und immer dafür Sorge trägt, dass kein Außenstehender Zugriff auf administrative Funktionen bekommen kann. Bei Boards bieten sich die sog. Mailinguisten an, die regelmäßig über Sicherheitsupdates informieren.
Der schlimmste Fall, der einem in der Bordlaufzeit widerfahren kann, ist dass ein Hacker alle Daten löscht und man als Administrator dann wieder bei Null anfangen kann. Daher bietet es sich generell an in gewissen Zeitabständen - das Zeitintervall ist dabei von der Größe des Boards und dessen Zuwachsraten abhängig - Backups zu machen und sich so die Daten zu sichern.


2. Der richtige Webspace
Hast du die richtige Bordsoftware gefunden, so brauchst du noch einen Webspace, auf welchem du die Bordsoftware installieren kannst. Auch hier kannst Du zwischen kostenlosen und kostenpflichtigen Angeboten wählen.
Ein Blick in das BBZ:board-Forum Webspace ist sicherlich hilfreich, da dort genau solche Diskussionen an der Tagesordnung sind. Anfragen können dort selbstverständlich auch getätigt werden. Fakt ist: Guter Webspace muss nicht teuer sein und oftmals ist dieser den kostenlosen Angeboten vorzuziehen, da er eben nicht durch nervende Zwangswerbung finanziert werden muss.

2.1 Kostenloser Webspace
Die kostenlose Möglichkeit ist meistens durch Werbung finanziert, weswegen es zu überlegen ist ob man hier nicht die kostenpflichtige Variante bevorzugen sollte. Beispiele für kostenlose Anbieter wären z.B. Funpic oder auch Kilu.

2.2 Kostenpflichtiger Webspace
Kostenpflichtige Angebote findest du wie Sand am Meer. Hier gibt es jedoch große Unterschiede – sowohl preislich als auch aus Sicht des Service – weshalb es sich lohnt sich ausführlich über verschiedene Anbieter und Angebote zu informieren und diese zu vergleichen.


3. Das richtige Themengebiet
Ein Board findet nur dann Anklang, wenn dessen Themengebiet so gewählt ist, dass auch wirklich Diskussionsbedarf besteht. Es ist sehr von Vorteil, wenn man das Augenmerk auf ein einziges Themengebiet richtet, bei dem man ich als künftiger Administrator auskennt und auch mitreden kann. Dabei sollte man darauf achten, dass das Themengebiet nicht schon zig anderen Boards zu Grunde liegt, um so eine möglichst einzigartige Diskussionsplattform zu erstellen, die das Interesse der User weckt und diese auch dazu bewegt, sich zu registrieren.
Bedenke auch: Ein Board, dass nur dazu geschaffen wurde, dass dessen Administrator seine administrative Willkür ausüben kann und eben unter seinem Nick den Titel "Admin" prangen hat, ist zumeist zum Scheitern verurteilt.


4. Der richtige Style
Ein gutes Board will auch gut aussehen, denn das Auge surft ja bekanntlich mit. Nun gibt es mehrere Möglichkeiten dem Forum ein gutes Aussehen zu verleihen.
Bei der Eigenentwicklung eines Templates bzw. dem Beauftragen einer Firma/Privatperson, welche diesen Job übernimmt, ist es natürlich anzuraten sich das Templates so zu Recht zu legen, dass es mit dem gewählten Themenschwerpunkt eine Einheit bildet und optisch diesen Schwerpunkt noch unterstreicht. Möglichkeiten dazu gibt es viele: von der Farbwahl über ein passendes Headerbild bis hin zu speziellen Funktionen innerhalb des Boards sind den Gedanken keine Grenzen gesetzt. Hier gilt es innovativ und offen für Neues zu sein um vorne mit dabei zu sein.

4.1 Kostenlose Templates
Man kann auf Templates zurückgreifen, welche von verschiedenen Entwicklern weltweit für die verschiedenen Bordsoftwares entwickelt werden. Meistens ist im Footer dann ein kleiner Hinweis auf den Autor des Templates, der gegen eine kleine Gebühr entfernt werden kann, oder aber für die komplett kostenlose Nutzung des Templates stehen bleiben muss.

4.2 Selbst entwickelte Templates
Die zweite Möglichkeit ist die Eigenentwicklung eines Templates. Dafür sind natürlich Grundkenntnisse in HTML und eventuell auch der Programmiersprache von Nöten, in der die Bordsoftware geschrieben wurde (meistens PHP). Wenn man über diese Grundkenntnisse verfügt und sich eine Eigenentwicklung eines Templates zutraut, dann sollte man auf jeden Fall auf diese Möglichkeit zurückgreifen. Denn ein Templates, dass so nicht an allen Ecken und Enden des Internets zu finden ist, ist natürlich immer besser als ein Standardtemplate das oft und gerne von vielen Webmastern eines Boards benutzt wird.

4.3 Templates von Agenturen
Eine letzte Möglichkeit ist sich ein solches Templates entwickeln zu lassen. Im Internet finden sich verschiedene Firmen und Privatleute, die sich sehr gut in den verschiedenen Programmiersprachen auskennen und solche Aufgaben übernehmen. Allerdings ist diese Möglichkeit dann auch zwangsläufig mit Kosten verbunden.


5. Grundlagen schaffen und das Board in Bewegung bringen
Hat man einmal die das richtige Themengebiet ausgewählt, sollte man dafür sorgen, dass es anfangs mit qualitativ hochwertigen Beiträgen versorgt wird. D.h. es ist von Vorteil, wenn man durch eigene Beiträge (vor allem in der Anfangsphase) dafür Sorge trägt, dass das Bordgeschehen auf einem gewissen Niveau stattfindet und nicht zu sehr ins Lächerliche abrutscht. Man muss sich immer im Klaren darüber sein, dass man als Administrator eine Vorbildfunktion einnimmt und vorlebt, wie man sich im Board zu benehmen hat. Je zivilisierter man als Administrator selbst auftritt, desto höher wird das Niveau sein, auf dem die Konversationen aufbauen und desto mehr Stammuser wird das Board für sich gewinnen können.
Auch ist es weltklug den unregistrierten Usern den Lesezugriff auf das Board zu erlauben, da sie potentielle neue Stammuser sind und man neue "Kundschaft" durch eine Zwangsregistrierung nur verschreckt, so dass sich jene lieber ein anderes Board suchen, bei dem sie auch unregistriert einmal reinschnuppern können.
Des weiteren ist es sinnvoll parallel zum Board eine Webseite zu betreiben, die als Grundgerüst dienen kann. Stammuser einer Webseite werden sicherlich auch mal im Board vorbeischauen und dort auch zu Stammusern werden. Ein Forum alleine lockt noch lange nicht so viele User an, wie eine Webseite, die passend dazu ein Forum für Diskussionen bietet.

Noch ein Wort zu der (Sub)Forenanzahl:
Es ist sinnlos gleich am Anfang mit massig (Sub)Foren loszulegen, da es immer schlecht aussieht, wenn ein (Sub)Forum nur schlecht besucht ist und sich dort wenige Threads und Beiträge finden. Da aber am Anfang erst mal eine gewisse Anlaufzeit benötigt wird um voll durchstarten zu können, sollte man lieber mit weniger (Sub)Foren anfangen und dafür einige wenige gut gefüllte Bereiche haben, als die User mit zig Unterforen, die dann zwangsweise nur spärlich gefüllt sind, zu erschrecken und im schlimmsten Falle zu vertreiben.


6. Kritik ertragen und umsetzen koennen
Es ist wichtig auf Vorschläge seitens der User einzugehen und diese nicht von vorn herein als negativ abzustempeln. Natürlich ist nicht jeder Vorschlag sinnvoll und muss umgesetzt werden, sondern gerade hier tritt die Administratoren-Rolle ins Geschehen und es liegt an dir, diese Vorschläge umzusetzen, oder es eben bleiben zu lassen. Dass du konstruktiver Kritik allerdings erst mal freundlich gegenüber stehen solltest muss an dieser Stelle wohl nicht mehr explizit erwähnt werden.


7. Warez-, Hacker-, FXP-Boards:
Einen Spezialfall bilden diese Boards bzw. Themen (im weiteren Text als Warezboards zusammengefasst), welche sich zumeist in einer juristischen Grauzone bewegen und sich oftmals an den Grenzen der Legalität bewegen. Für diese Boards gelten etwas andere Regeln, welche hier im Folgenden aufgeführt werden sollen. Diese Liste ist keinesfalls vollständig, sondern soll nur einige Bereiche ansprechen, die schon des öfteren von den Administratoren der anderen Warezboards falsch gemacht wurden:

Der richtige Hoster, sollte sich nicht in Deutschland befinden. Vor allem Funpic, Ohost und Kilu, welche oftmals dafür benutzt werden, weil sie kostenlos sind, sind der absolut falsche Platz um darauf ein Warezboards zu hopsten. Die Hoster sind dafür bekannt solche Angebote unweigerlich zu kicken und eventuell sogar dagegen vorzugehen. Außerdem macht man sich damit lächerlich, weil man bewiesen hat, von der Materie keinerlei Ahnung zu haben.

Die Bordsoftware sollte trotz der Tatsache, dass sich die Warezboards am Rande der Legalität bewegen, legal sein und keinesfalls eine Raubkopie darstellen. Viele wissen nicht, dass die Autoren dieser Bordsoftwares ohne Ermüdung solche Bordsoftwares ausfindig machen und gnadenlos verfolgen und anzeigen, weshalb es wahrlich nicht zu empfehlen ist eine solche zu benutzen. Will man dafür kein Geld ausgeben lohnt es sich einen Blick auf die oben genannten freien Alternativen zu werfen.


8. Das Projekt ist fertig! Wie und wo werbe ich am besten?
Die Werbung ist die halbe Miete, wenn nicht sogar mehr. Beeindruckende Beispiele, wie man es nicht machen sollte, findet man fast täglich im Werbe-Forum des BBZ:boards.

8.1 Der Name
Man sollte dringend davon Abstand nehmen, sich mit einem nichts sagenden und komplett informationslosen Satz in der Form von "Neues Board" oder "Schaut mal bei mir rein, Leute" anzukündigen. Das ist peinlich, da man sich als inkompetenter Kinder-Admin geoutet hat.
Schlimmer als das sind dann Namen in Leet-Speak. Leet-Speak hatte mal für eine kurze Zeit tatsächlich einen Sinn, gehört mittlerweile allerdings als Relikt der Vergangenheit an. Solche Boards werden nahezu hundertprozentig von Menschen mit einem Alter oder IQ unter 18 betrieben.

8.2 Die Beschreibung
Wenn dein Board überhaupt einen Sinn hat, so ergibt sich die Beschreibung aus diesem. Nichts ist nerviger, langweiliger, peinlicher und kontraproduktiver als eine nicht vorhandene Beschreibung. Man stellt sich auch nicht vor ein Autohaus und da sind nur die Typennamen der vorhandenen Fahrzeuge aufgelistet. Nein, da stehen auch noch die Infos darüber, was denn da geboten wird, welche Vorteile es hat und was dahinter steckt. Also erzähl ein wenig über Dich und Dein Board. Warum hast Du es aufgemacht? Bist Du allein oder machst Du das mit anderen zusammen? Was willst Du erreichen? Was zeichnet Dein Board aus? Warum sollte man sich auf diesem Board registrieren?

8.3 Was sollte ich bei einem Warez-Board vermeiden?
Keine Anfragen nach Hackern, Scannern, Uppern und so ein Zeugs. Besser bekannt als das dynamische Trio Haxx0r, Sc4nn0r & Fill0r. Siehe Leet-Speak. Das ist peinlich und vollkommen unsinnig. Außerdem kennt man solche Leute, oder eben nicht. Und nichts ist dämlicher, als auf einem offiziellen und von jeder Strafverfolgungsbehörde gelesenen Board nach solchen Freaks zu fragen und damit seine Straftaten anzukündigen. Vor allem, wenn manch schlauer Mensch solche Boards auf Domains hostet, die über eine einfache Whois-Anfrage den Realname verraten.

Wenn man also diese Dinge beachtet hat, so kann man sich relativ sicher sein, noch lange Freude am Board-Admin-Dasein zu haben und es langfristig als Erfolg verbuchen zu können.

Viel Glück!

 

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