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Alt 25.11.11, 12:26   #126 (Permalink)
Benutzerbild von ZX80
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Ungerechte Entlohnung von Geringverdienern und Besserverdienern?

Naja, anscheinend können diese Stellen trotzdem besetzt werden.
Es muss also Leute geben, die diese Qualifikation besitzen.
Dass du sie eben nicht hast, ist lediglich dein persönliches Problem, wegen dem du nun so haderst.

 

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Alt 25.11.11, 12:26   #127 (Permalink) Top
Benutzerbild von fearless!
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Ungerechte Entlohnung von Geringverdienern und Besserverdienern?

Zitat:
Zitat von ZX80 Beitrag anzeigen
Ich sehe da keine unpassende Gehaltskluft zwischen Akademikern, Facharbeitern und ungelernten Arbeitern.
Die Abstufung muss sein und wie sie ist, ist sie in Ordnung.
Einzig ein Mindestlohn fehlt.
Nur, um das mal eben richtig zu stellen: Der Mindestlohn hat auf keinen Fall nur Vorteile, weshalb er auch noch nicht in allzuvielen Branchen (meines Wissenstandes nach) eingeführt worden ist. Wenn der Mindestlohn über dem ursprünglichen Preisgleichgewicht auf dem Markt liegt (was ja selbstverständlich der Fall sein wird), dann steigt zwar die Menge an angebotener Arbeitsleistung der Arbeitnehmer, es sinkt aber auch die Nachfrage an Arbeit der Unternehmen.
Somit wird es den sowieso schon "hochqulifizierten, besserverdienenden" in der Branche nicht tangieren, während aber z.B. niedrigqualifizierte oder Jugendliche viel weniger Chancen auf einen Arbeitsplatz besitzen werden.
Der Mindestlohn wird einfach häufig von Politikern als populistisch Mittel eingesetzt, ohne wirklich volkswirtschaftliche Vor- und Nachteile zu beleuchten.

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Alt 25.11.11, 12:29   #128 (Permalink) Top
Benutzerbild von ZX80
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Ungerechte Entlohnung von Geringverdienern und Besserverdienern?

Wie willst du sonst dafür sorgen, dass es Vollzeitjobs, bei denen weniger als 1200 EUR netto rausspringt, nicht mehr gibt?

 

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Alt 25.11.11, 12:36   #129 (Permalink) Top
Benutzerbild von webskipper
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Ungerechte Entlohnung von Geringverdienern und Besserverdienern?

Merkel will ja gar keine staatlichen Mindestlöhne einführen. Es sollen branchenspezifische Lohnuntergrenzen eingeführt werden, die von irgendwelchen Komissionen festgesetzt werden.

Wie das in der Praxis funktionieren soll, weiss keiner.

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Alt 25.11.11, 12:38   #130 (Permalink) Top
Benutzerbild von Ebbelwoi
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Ungerechte Entlohnung von Geringverdienern und Besserverdienern?

Zitat:
Zitat von Welzfisch
WOHER verdammtnochmal soll solch ein know-how kommen? Ich beziehe das jetzt nicht auf das eine Programm. Aber überall werden "Erfahrene" Leute gesucht. Nur niemand will an der Software oder was auch immer ausbilden.
Es gibt Fortbildungen.Wenn es betrieblich nicht angeboten wird, dann muss man sich halt privat darum kümmern.Wenn man weiterkommen will, muss man nunmal selbst aktiv werden.Da führt kein Weg dran vorbei. Man kann nicht immer alles auf andere schieben.

Zitat:
Zitat von Welzfisch
Als "junior" hast kaum aussichten auf Fortbildung. Das ist das größte Problem beim Fachkräftemangel.
Ach das ist doch auch Quatsch. Ein Junior will vielleicht alles von der Firma bezahlt bekommen, damit er sich Fortbilden kann.Am besten noch während der Arbeitszeit. Das ist meiner Meinung das Problem. Die meisten wollen es doch gar nicht in ihrer wertvollen Freizeit erledigen!

Zitat:
Zitat von Welzfisch
Da wird nix mehr investiert ins Fachpersonal und dann wirds auch bald immer weniger geben.
Warum investierst du nicht in deine Zukunft? Warum sollen immer die anderen in jemanden investieren?Jeder kann sich selbst um sich kümmern und sich fortbilden, sich neue Techniken anlernen. Es gibt genügend Möglichkeiten, wo Dinge angeboten werden. Wenn es betrieblich nicht geht, muss man sich eben privat darum kümmern.

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Alt 25.11.11, 12:43   #131 (Permalink) Top
Benutzerbild von webskipper
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Ungerechte Entlohnung von Geringverdienern und Besserverdienern?

Zitat:
Zitat von ZX80 Beitrag anzeigen
Es muss also Leute geben, die diese Qualifikation besitzen.
Nur wenige, denn SAP-Stellen gibts zuhauf. Allerdings sind viele Unternehmen schlicht dumm, wenn Sie monatelang / jahrelang auf Kandidaten warten. Einfach einen Informatiker einstellen und bei SAP schulen lassen. Ist unterm Strich billiger.

Die gleiche Thematik bei den Fachkräften. Vor ein paar Jahren wollten die Unternehmen nicht ausbilden. Jetzt heulen sie rum. Viele Unternehmen denken leider nur von Quartal zu Quartal.

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Alt 25.11.11, 12:44   #132 (Permalink) Top
Benutzerbild von Welzfisch
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Ungerechte Entlohnung von Geringverdienern und Besserverdienern?

Zitat:
Zitat von Ebbelwoi Beitrag anzeigen
Es gibt Fortbildungen.Wenn es betrieblich nicht angeboten wird, dann muss man sich halt privat darum kümmern.Wenn man weiterkommen will, muss man nunmal selbst aktiv werden.Da führt kein Weg dran vorbei. Man kann nicht immer alles auf andere schieben.


Ach das ist doch auch Quatsch. Ein Junior will vielleicht alles von der Firma bezahlt bekommen, damit er sich Fortbilden kann.Am besten noch während der Arbeitszeit. Das ist meiner Meinung das Problem. Die meisten wollen es doch gar nicht in ihrer wertvollen Freizeit erledigen!


Warum investierst du nicht in deine Zukunft? Warum sollen immer die anderen in jemanden investieren?Jeder kann sich selbst um sich kümmern und sich fortbilden, sich neue Techniken anlernen. Es gibt genügend Möglichkeiten, wo Dinge angeboten werden. Wenn es betrieblich nicht geht, muss man sich eben privat darum kümmern.
Hehe ich hab 8500€ und 5 Monate in Fortbildung investiert... aber wie oft soll ich mir das noch leisten können?
Und da ist halt der Knackpunkt... Das ist nicht bezahlbar privat. Das geht NICHT und da gibts auch keine Lösung hierum darum dortrum... Es liegt nicht mehr in meinen Händen. Und da muss die wirtschaft eingreifen. Die Arbeitgeber sind am Ball zu honorieren was ich getan habe und das ist bei vielen anderen auch so.

Kurzum: meine kohle ist alle, bezahlt meine fortbildung weiter oder stellt mich mit dem ein was ich kann und da liegt der hase im pfeffer.... Anforderungen zu hoch - wunschdenken der Arbeitgeber

EDIT:
Vielleicht noch zu erwähnen das die ABAP Kräfte atm gesucht werden, ist also auch nicht am ziel vorbei fortgebildet.

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Alt 25.11.11, 12:47   #133 (Permalink) Top
Benutzerbild von Welzfisch
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Ungerechte Entlohnung von Geringverdienern und Besserverdienern?

Zitat:
Zitat von webskipper Beitrag anzeigen
Nur wenige, denn SAP-Stellen gibts zuhauf. Allerdings sind viele Unternehmen schlicht dumm, wenn Sie monatelang / jahrelang auf Kandidaten warten. Einfach einen Informatiker einstellen und bei SAP schulen lassen. Ist unterm Strich billiger.

Die gleiche Thematik bei den Fachkräften. Vor ein paar Jahren wollten die Unternehmen nicht ausbilden. Jetzt heulen sie rum. Viele Unternehmen denken leider nur von Quartal zu Quartal.
DANKE! Da kennt wer die Laage

EDIT:
Von Quartal zu Quartal - meine Rede. Es geht nur um die Planzahlen und nicht mehr um Nachhaltigkeit.
Leider werden und können viele Aspekte nicht in Planzahlen gefasst werden und werden deswegen heute nicht berücksichtigt. Aber das ist nen anderes Thema

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Alt 25.11.11, 12:48   #134 (Permalink) Top
Benutzerbild von Toxic_80
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Toxic_80
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Ungerechte Entlohnung von Geringverdienern und Besserverdienern?

Der Mindestloh ist auf jedenfall Sinnvoll. Wer immer noch glaubt dass in Deutschland weitgehends gute Löhne gezahlt werden, lebt an der Realität vorbei. Die existieren zwar noch aber meist bei langjährigen Mitarbeitern (Altverträge), oder wenn wirklich ein Mangel an Kräften herrscht, dann wird auch mit Geld gelockt.

Aber für den durchschnittlichen Arbeiter sieht das schon lange anderst aus. Realität in Deutschland ist mittlerweiele so, dass Löhne um die 900-1100 Euro (Netto) gezahlt werden, ganz egal ob man nun ungelert ist oder eine gelernte Kraft. Auch die meisten Tarifverträge sind nur Papiertieger! Ich habe es oft erlebt wie einfach es ist sie zu umgehen. Es gibt zwar noch ein paar Unternehmen die bereit sind eine entsprechende Fachkraft auch zu entlohnen, auch in Regionen die über überduchschnittlich viele Arbeitsplätze verfügen wird noch relativ ordentlich bezahlt, aber der Trend geht im allgemeinem zu: Je billger desto besser. Wozu eine Fachkraft bezahlen, wenn man innerhalb 1-2 Wochen jemanden auf seine Maschine einlernen kann... etc. Ein mir bestens bekannter Betrieb hat in den letzten 2 Jahren 90% seiner Belegschaft von Fachkräfte auf Zeitarbeitskräfte umgestellt. Was glaubt Ihr den warum?

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Alt 25.11.11, 12:55   #135 (Permalink) Top
Benutzerbild von fearless!
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Ungerechte Entlohnung von Geringverdienern und Besserverdienern?

Zitat:
Zitat von ZX80 Beitrag anzeigen
Wie willst du sonst dafür sorgen, dass es Vollzeitjobs, bei denen weniger als 1200 EUR netto rausspringt, nicht mehr gibt?
Im gesamtwirtschaftlichen Zusammenhang wäre es vielleicht am Besten, wenn sich einfach nichts ändern würde. Ich kann das im Moment nicht belegen, da mir auswertbare aussagekräftige Statistiken fehlen. Was ich in meinem Post nur ansprechen wollte war, dass Mindestlöhne nicht partout die Lösung aller Probleme darstellt. Meine Argumentation basiert auch darauf, dass wir von einem staatlichen, branchen+bergreifenden Mindestlohn sprechen.
Bei einer brancheninternen Lohnuntergrenze mag es sich durchaus positiv auf die Arbeitsmarktlage auswirken.

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Alt 25.11.11, 12:57   #136 (Permalink) Top
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Ungerechte Entlohnung von Geringverdienern und Besserverdienern?

Zitat:
Zitat von Toxic_80 Beitrag anzeigen
Ein mir bestens bekannter Betrieb hat in den letzten 2 Jahren 90% seiner Belegschaft von Fachkräfte auf Zeitarbeitskräfte umgestellt. Was glaubt Ihr den warum?
Soweit ich weiss soll die Entlohnung per Gesetz auf Festangestellten-Niveau angepasst werden. Weiss nur nicht wann genau. Dein genannter Betrieb müsste dann alle Festangestellte kündigen oder die Löhne anheben.

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Alt 25.11.11, 13:00   #137 (Permalink) Top
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Ungerechte Entlohnung von Geringverdienern und Besserverdienern?

Ich finde das Mindestlohnthema sollte endlich mal abgeschlossen werden, ständig wird es neu aufgerollt. (Also jetzt in der Politik nicht hier im board ^^)

Fakt ist offenbar kann niemand die genauen Konsequenten vorhersehen, solang wir es nicht testen. Daher bin ich der Ansicht, das ein gewisses Niveau der Löhne, welches angemessen ist ausgelotet werden soll und ein Mindestlohne eingeführt werden soll.

Das ganze Hohlgelaber der Politiker bringt eh nix und die Auswirkungen wird man dann sehen. Wer das jetzt für naives Verhalten tituliert, kann sich mal umsehen und rüber nach Frankreich oder Luxemburg oder Niederlande schauen. Dort ist zwar die Quote der an der Lohnuntergrenze Arbeitenden gering, jedoch ist dort ein Mindestlohn vorhanden und es scheint zu klappen.

Ja ok Portugal und Irland haben auch Mindestlöhne ^^ aber die bekommen dafür Geld von der Mama EU

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Alt 25.11.11, 13:00   #138 (Permalink) Top
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Ungerechte Entlohnung von Geringverdienern und Besserverdienern?

Zitat:
Zitat von fearless! Beitrag anzeigen
Meine Argumentation basiert auch darauf, dass wir von einem staatlichen, branchenübergreifenden Mindestlohn sprechen.
Wird nicht so kommen, wurde auf dem CDU-Parteitag beschlossen und auch die FDP macht das nicht mit. Du bist da also nicht up to date Es wird für jede Branche verhandelt. Ist nur die Frage wer da verhandelt.

Zitat:
Zitat von Welzfisch
Das ganze Hohlgelaber der Politiker bringt eh nix und die Auswirkungen wird man dann sehen.
Der Punkt ist total wichtig. Es wird viel zu wenig experimentiert. Die Deutsche Politik ist viel zu vorsichtig, mutlos. Man kann doch was ausprobieren und wenn es nicht wie erwartet läuft, steuert man gegen, ändert die Gesetze etc. Aber nein es muss immer von Anfang alles perfekt sein und es müssen vorher jahrelange Studien durchgeführt werden usw. usf.

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Alt 25.11.11, 13:05   #139 (Permalink) Top
Benutzerbild von fearless!
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Ungerechte Entlohnung von Geringverdienern und Besserverdienern?

Huch, na das wusste ich nicht. Danke für die Info

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Alt 25.11.11, 13:05   #140 (Permalink) Top
Benutzerbild von ZX80
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Ungerechte Entlohnung von Geringverdienern und Besserverdienern?

Zitat:
Zitat von Welzfisch Beitrag anzeigen
Hehe ich hab 8500€ und 5 Monate in Fortbildung investiert.
Da hat man dich vielleicht über den Tisch gezogen.

Ein Beispiel, gerade haben wir nämlich einen frisch eingestellt:

Eine komplette Fortbildung zum E-Techniker über 3 Jahre lang in der Abendschule kostet ca. 5000 EUR. Über das Meister-Bafög bekommst du davon ca. die Hälfte geschenkt.
Die anderen 2500 EUR kannst du steuerlich absetzen.

Du bist also mit ca. 1500 EUR Eigenanteil in 3 Jahren dabei. Das ist nicht zu viel.

Das Problem: Die meisten jungen Leute von heute, die diesen Weg nehmen könnten, sind schlichtweg zu faul, sich weitere 3 Jahre auf den Hosenboden zu setzen und nochmal zu büffeln.
Sie denken "Ausbildung fertig, und nun her mit der dicken Kohle.".

Einige Jahre später bereuen sie es und versuchen sich endlich an so einer Fortbildung.
Nur dann ist oft schon Familie, Haus und Co. im Spiel, was das Lernen natürlich nicht einfacher macht.

Es hängt immer von dem Menschen selbst ab, was er aus seinem Leben macht.

Ich kann daher jedem Menschen nur immer wieder sagen: BILDUNG ist in Deutschland unersetzbar. Und bescheinigte BILDUNG noch viel mehr. Wer aufhört, sich zu bilden, gefährdet seine Zukunft.

 

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Alt 25.11.11, 13:13   #141 (Permalink) Top
Benutzerbild von Welzfisch
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Welzfisch
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Ungerechte Entlohnung von Geringverdienern und Besserverdienern?

Zitat:
Zitat von ZX80 Beitrag anzeigen
Ich kann daher jedem Menschen nur immer wieder sagen: BILDUNG ist in Deutschland unersetzbar. Und bescheinigte BILDUNG noch viel mehr. Wer aufhört, sich zu bilden, gefährdet seine Zukunft.
/sign Wie wahr!

Zu den Kosten ->

Das is halt ne SAP Schulung, die bekommst nich billiger leider... Liegt daran das nur die SAP Zertifikate annerkannt sind.
Edit: Abschreibung etc. ist natürlich klar

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Alt 25.11.11, 13:48   #142 (Permalink) Top
Benutzerbild von Denny1989
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Denny1989
Schlaumeier
 
Ungerechte Entlohnung von Geringverdienern und Besserverdienern?

Zitat:
Zitat von Toxic_80 Beitrag anzeigen
Ein mir bestens bekannter Betrieb hat in den letzten 2 Jahren 90% seiner Belegschaft von Fachkräfte auf Zeitarbeitskräfte umgestellt. Was glaubt Ihr den warum?
ich gehe mal davon aus um sich vor Konjunkturschwankungen zu schützen und vor allem als kleiner Betrieb sich gegen den wirtschaftlichen Ruin durch Aufschwungseuphorie und folgenden Festanstellungen zu schützen wenn es dann wieder stagniert?

Das Modell der Zeit-/Leiharbeit ist ein anerkanntes und auch sinnvolles Jobmodell, solange man diese Menschen nicht durch Hungerlöhne ausbeutet ist dagegen doch garnichts einzuwenden. Wenn das Modell richtig angewendet wird ist ein Leiharbeiter auch IMMER teurer als ein normaler Angestellter (gleicher Lohn + Leihgebühr), was ein ANreiz für Unternehmen darstellen soll jemand fest einzustellen. Möchte man das nciht kauft man sich so zu sagen flexibilität durch die teureren Leiharbeiter.

Der Betrieb den du da kennst ist vorsichtig, nicht mehr und nicht weniger, zumindest was deine gelieferten Informationen angeht.

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Alt 25.11.11, 15:01   #143 (Permalink) Top
Benutzerbild von Snkmn
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Snkmn
Dein schlechtes Gewissen
 
Ungerechte Entlohnung von Geringverdienern und Besserverdienern?

Zitat:
Zitat von ZX80 Beitrag anzeigen
BILDUNG ist in Deutschland unersetzbar. Und bescheinigte BILDUNG noch viel mehr.
So wahr, und so traurig. Vor allem der fett gedruckte Teil. Es juckt keinen Arsch, was man wirklich kann, es interessiert nur, was auf dem Papier steht. In meiner Branche ist das leider ganz extrem ausgeprägt.



Dem Thema Mindestlohn stehe ich etwas kritisch gegenüber. Von der menschlichen Seite, fände ich es natürlich gut, wenn sichergestellt werden würde, dass jeder mit seinem Gehalt auskommen kann.

Andererseits muss man aber auch sehen, dass sich die Löhne und Gehälter im Rahmen von Angebot und Nachfrage eingependelt haben. Kommen nun Mindestlöhne werden die Unternehmen natürlich erstmal die Belegschaft zurückschrauben, damit die Kosten möglichst gleich bleiben. Dann muss der Rest halt mehr arbeiten. Reicht das nicht, werden die Unternehmen wahrscheinlich auch größere Investitionen nicht scheuen, um mehr Menschen durch Maschinen zu ersetzen.

Die Unternehmen streben immer Kostenminimierung an. Dort, wo noch keine Maschinen eingesetzt werden, wären Maschinen im Vergleich zu menschlicher Arbeit wohl unwirtschaftlich. Entweder müsste viel Geld in die Entwicklung solcher Maschinen investiert werden oder die Anschaffungs- und Betriebskosten wären einfach höher als die Personalkosten.

Macht man das Personal jetzt künstlich teurer, stört man dieses Gleichgewicht zu Lasten des Personals und zu Gunsten der Maschinen. Was vorher unwirtschaftlich war, wird jetzt wirtschaftlich. Damit wird die Anschaffung getätigt und die Leute entlassen.

Ich halte die Einführung von Mindestlöhnen daher für ein zweischneidiges Schwert.

 

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Alt 25.11.11, 15:17   #144 (Permalink) Top
Benutzerbild von ZX80
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ZX80
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Ungerechte Entlohnung von Geringverdienern und Besserverdienern?

Zitat:
Zitat von Snkmn Beitrag anzeigen
So wahr, und so traurig. Vor allem der fett gedruckte Teil. Es juckt keinen Arsch, was man wirklich kann, es interessiert nur, was auf dem Papier steht.
Das stimmt nicht.
Der hohe Qualitätsstandard in Deutschland ist u. a. deshalb so hoch, weil wir eben nicht jeden Möchtegern-Schrauber an alles ran lassen.
Schau mal in anderen Ländern. Da ist das nämlich so und was produzieren viele Länder? Minderwertige Ware.
Daher sind Zertifikate, Prüfungen und Abschlusszeugnisse schon sehr wichtig.

Zitat:
Zitat von Snkmn Beitrag anzeigen
Ich halte die Einführung von Mindestlöhnen daher für ein zweischneidiges Schwert.
Wie lautet deine Lösung für das Problem der Niedriglöhne?

 

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Alt 25.11.11, 15:47   #145 (Permalink) Top
Benutzerbild von Snkmn
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Snkmn ist offline
Snkmn
Dein schlechtes Gewissen
 
Ungerechte Entlohnung von Geringverdienern und Besserverdienern?

Zitat:
Zitat von ZX80 Beitrag anzeigen
Das stimmt nicht.
Der hohe Qualitätsstandard in Deutschland ist u. a. deshalb so hoch, weil wir eben nicht jeden Möchtegern-Schrauber an alles ran lassen.
Schau mal in anderen Ländern. Da ist das nämlich so und was produzieren viele Länder? Minderwertige Ware.
Daher sind Zertifikate, Prüfungen und Abschlusszeugnisse schon sehr wichtig.
Im technischen Bereich ist es auch nicht so schlimm. Aber im Management-, Justiz- oder Verwaltungsbereich ist das ätzend. Teilweise ist es aber auch schlichtweg schädlich.


Zitat:
Zitat von ZX80 Beitrag anzeigen
Wie lautet deine Lösung für das Problem der Niedriglöhne?
Ich habe keine. Zumindest ist mir noch kein Ansatz eingefallen, bei dem der Nutzen den Schaden deutlich überwiegt. Bei den Mindestlöhnen denke ich auch, dass man damit der Allgemeinheit unterm Strich mehr schadet als nützt. Dagegen könnte man nur ankommen, wenn man entweder die Marktwirtschaft in diesem Sektor aushebelt oder die Voraussetzungen ändert. Einfach durch ein Gesetz willkürlich in den Markt einzugreifen schafft regelmäßig nur weitere Probleme.

 

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Alt 25.11.11, 16:28   #146 (Permalink) Top
Benutzerbild von Toxic_80
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Toxic_80
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Ungerechte Entlohnung von Geringverdienern und Besserverdienern?

Zitat:
Zitat von Denny1989 Beitrag anzeigen
ich gehe mal davon aus um sich vor Konjunkturschwankungen zu schützen und vor allem als kleiner Betrieb sich gegen den wirtschaftlichen Ruin durch Aufschwungseuphorie und folgenden Festanstellungen zu schützen wenn es dann wieder stagniert?

Das Modell der Zeit-/Leiharbeit ist ein anerkanntes und auch sinnvolles Jobmodell, solange man diese Menschen nicht durch Hungerlöhne ausbeutet ist dagegen doch garnichts einzuwenden. Wenn das Modell richtig angewendet wird ist ein Leiharbeiter auch IMMER teurer als ein normaler Angestellter (gleicher Lohn + Leihgebühr), was ein ANreiz für Unternehmen darstellen soll jemand fest einzustellen. Möchte man das nciht kauft man sich so zu sagen flexibilität durch die teureren Leiharbeiter.

Der Betrieb den du da kennst ist vorsichtig, nicht mehr und nicht weniger, zumindest was deine gelieferten Informationen angeht.
Das ist leider eine völlig falsche Desinformation die gerne als Argument benutz wird. Gerde zu dem mir bekannten Betrieb habe ich sehr gute private Kontakte zu führenden Mitarbeitern. Daher weiss ich dass die Behauptung, Zeitarbeitskräfte würden genauso viel kosten wie normale Facharbeiter bzw Angestellte schlichweg geschönigt ist, um nicht zu sagen gelogen! Es stimmt zwar, mit Leihgebühr kostet der Leiharbeiter etwas gleich viel Lohn wie ein Festangestellter, aber was gerne bei dieser Rechnung verschwiegen wird. Der Betrieb spart sich Urlaubsgeld, Sozialabgaben, Ausfall durch Krankheit (Zahlt alles die Zeitarbeitsfirma), Kündigungskosten (Abfindungen etc da der Betrieb einfach sagen kann, morgen brauchen wir sie nicht mehr). Das ist ein nicht unerheblicher Kostenvorteil. Zudem eben doch die überwiegende Mehrheit der Zeitarbeitsfirmen ihre Arbeiter ausbeuten...

Allein deswegen schon bin ich für den Mindestlohn (von mir aus 10 Euro). Aber bitte nicht so wie es geplant ist, auf Tarifvertragbasis, sondern per Gesetz!! Tarifverträge kann man wie gesagt leicht umgehen. Ein Beispiel das mir auch bekannt ist. Eine Firma schmückt sich öffentlich damit einen Tarfivertrag zu haben bei denen die Arbeiter gut bezahlt werden. Realität ist aber: Den Tarifvertrag gibt es dort wirklich, allerdings sind nur ca. 25% der Arbeiter dort dierekt angestellt, die restlichen 75% über eine Tochterfirma (keine Zeitarbeit) die an den Tarfivertrag nicht gebunden ist. Und dies ist nur eine von vielen Möglichkeiten...

EDIT:

Was ich noch im allgemeinen zum Thema beitragen wollte:

Unterm Strich ist es sogar Zweitrangig ob ein Mensch nun Facharbeiter oder nicht ist, er sollte anständig für seine Arbeit bezahlt werden. Den auch ungelernte Kräfte leisten gute Arbeit und meistens müssen sie auch mehr leisten im Vergleich zu ihren Facharbeiterkollegen...

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Alt 25.11.11, 18:52   #147 (Permalink) Top
Benutzerbild von Senfnudel
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Senfnudel
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Ungerechte Entlohnung von Geringverdienern und Besserverdienern?

Zitat:
Zitat von ZX80 Beitrag anzeigen
Wie willst du sonst dafür sorgen, dass es Vollzeitjobs, bei denen weniger als 1200 EUR netto rausspringt, nicht mehr gibt?

Ich frage mal ganz stumpf:

Sind Vollzeitberufe mit 1200 Netto schon so schlecht das sie abgeschafft gehören??

Was ist mit Berufen die noch so unverbreitet sind das es keine Fortbildungen gibt?

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Alt 25.11.11, 18:56   #148 (Permalink) Top
Benutzerbild von ZX80
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Ungerechte Entlohnung von Geringverdienern und Besserverdienern?

Zitat:
Zitat von Senfnudel Beitrag anzeigen
Sind Vollzeitberufe mit 1200 Netto schon so schlecht das sie abgeschafft gehören??
Nein, sie gehören besser bezahlt.
Wie soll denn ein Mensch von 1000 EUR netto ordentlich leben können? (immer unter der Prämisse, dass er dafür 40 Stunden pro Woche arbeiten geht)
Eigene Wohnung, Auto und Urlaub sind damit schon nicht drin.
Und das in unserem Wohlstandsland.

 

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Geändert von ZX80 (25.11.11 um 19:21 Uhr).
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Alt 26.11.11, 01:21   #149 (Permalink) Top
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bitstopfen
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Ungerechte Entlohnung von Geringverdienern und Besserverdienern?

@alle den es atm gut geht

Hört doch mal auf, das ist doch alles gequirlte Scheiße hier.

Der Markt regelt eben gar nichts mehr, weil die Rahmenbedingungen verändert wurden.

Ich versteh euch ja, erzähle euch mal wie das mit mir so gelaufen ist.

Ich habe in mehreren Kanzleien gejobbt als junger Spunt. Anfang der 90iger war Ausbildungsflaute, es gab keine Stellen. Also hab ich ein Fernstudium begonnen.

Schwuppdiwupp, hab ich während der Ausbildung eine Stelle in einer Behörde übernommen. Dort musste ich eine andere Ausbildung machen, sozusagen Fernstudium abbrechen, was weh tut, denn das kostet Geld.

Dann habe ich eine Frau kennen gelernt und ein Kind gezeugt. Jetzt sagt nicht Karriere geht vor, genau das gehört mit zu den Gründen, warum unser Staat so gegen die Wand brettert. (Alterspyramide)

Ich konnte mich entscheiden, Kind im Osten oder weiter Schule im Westen. Die meisten die ich kenne, hätten gesagt, mach deine Ausbildung zu Ende. Ich bin wieder in den Osten, der Hindergrund hierfür ist, ich hatte nie einen Vater, jedoch hab ich mir geschworen für mein Kind immer da zu sein und die Frau hab ich heute noch, selbst der Sex ist nach über 10 Jahren erstklassig.

Dazu kam noch, ich war sehr überheblich, so ähnlich wie ihr hier in dem Thread. Ich dachte arbeitslos, muss man nicht sein. Man findet immer eine Stelle. So habe ich innerhalb von 14 Tagen 3 neue Stellen angeboten bekommen und bin erstmal in ein Unternehmen mit ca. ehemals 200.000 Mitarbeitern. Dort hab ich geschuftet (nicht als Führungsperson), von früh 7.00 Uhr bis nachts 1.00 Uhr oftmals. Die Arbeit machte mir Spaß, jedoch brauchte ich Tabletten um etwas gegen meine Übermüdungserscheinungen zu tun. Es gab auch ordentlich extra Geld.

Das nächste war dann, die Firma ging pleite, wurde für nen symbolischen Euro von der Treuhand an 2 Brüder aus dem Westen verkauft. Die haben meine Fähigkeiten erkannt, ein Workaholic, ich habe sogar die eigene Filiale angeboten bekommen. Mit dem Chef seinem Porsche mitfahren, hach wie geil liefs doch die Zeit. Naja was solls, sie wollten die Firma nur leerverkaufen. Es wurde das ganze Betriebsvermögen veräußert, statt sie weiterzuführen. 1 Million Umsatz am Tag gemacht, eyh wie geil das lief, wir waren stolz. Bis uns offenbar wurde, was die eigentlich vorhatten. Dann sind sie mit 20 Mille verschwunden.

Weitergings eine neue Ausbildung gemacht, mittlerweile hatte ich vier. In einem Autohaus ohne Übernahmeoption beendet. Das war Vorbedingung, sie bilden mich aus, jedoch einstellen können sie keinen mehr, es war ein Freundschaftsangebot.

Danach wurde ich kaufmännischer Ausbilder auf dem Bau. Auch dieses Unternehmen ging irgendwann den Bach runter, der Chef hat sich von einem Bauleiter über den Tisch ziehen lassen.

Ich hab dann noch als Vertreter und vieles andere gearbeitet. Schlußendlich landete ich 2004 dauerhaft beim Arbeitsamt. Von dort aus hab ich dann in allen möglichen Unternehmen gearbeitet, immer auf Fördermittel und auch immer auf eigene Kosten.

Das geht bis heute so, so das ich mich mittlerweile erfolgreich gegen diese Praxis wehre. Das tut allerdings weh, tausende Unternehmen in Deutschland, die Fragen ob man gefördert wird. Wird man nicht, kann man gehen, wird man doch ist man gezwungen im Hartz 4 Bereich arbeiten zu gehen, bis die Förderung zu Ende ist.

Hier hat die SPD Dreck am Stecken, im Bezug zu Deutschlands Aussenwert genial, im Bezug zu den Menschen schafften sie die größte Niedriglohnmaschinerie Europas.

Denn die Unternehmen haben wirtschaftlich gedacht. Sie hatten ihre Stammbelegschaft verkleinert und diese Wanderarbeiter ins Konzept aufgenommen. Diese Leute bekommt man kostenlos, der Staat bezahlt die Löhne oder bezuschusst sie(Hartz 4 für 1 Jahr), macht der Arbeitnehmer Überstunden, muss er das mehr erarbeitete Geld an die Behörden zurückzahlen. Bei mir haben sich so 1200 Euro Schulden in 3 Monaten aufgebaut, ich habe doch meine Leistung erbracht, die drehen das so, als ob ich das dem Staat schulde und nicht der Unternehmer. So wird man Rückzahlungspflichtig. Klagen über Klagen überzogen die Gerichte.

Weiter gehts, man hat diese Praxis etwas heruntergefahren, allerdings sie läuft noch nur viel versteckter. Maßnahmen wurden gefordert, der asoziale faule Hartz 4 Empfänger muß was tun. Beschäftigungsmaßnahmen das zweite Standbein, immer mehr Dienstleistungsunternehmen breschten aus dem Boden, es wurden Bewerbungsmarathons durchgeführt, weil ja jeder Hartz 4 ler der Bauer sucht Frau Hackfresse entspringt und natürlich ein Messi ist, zu blöd um Bewerbungen zu schreiben und natürlich ala Sarazin auch noch Türke.

Das kommt an, denn hier hetzt man die Mittelschicht, die von den Steuern so erdrückt wird, wie in keinem andern Land auf die die unter ihnen ist, mit der Angst "wenn die nicht, dann seid ihr drann, der Staat kann sich das nicht leisten...".

ZX80, Toxic_80 ich würde mir so wünschen, zu denen zu gehören, die mittlerweile 20-30 Jahre in ihren Unternehmen bleiben konnten bzw. die eben nicht unter solch einer Konkurswelle leben mussten.

Ich habe für mich selbst erfahren können, alleine schafft man gar nichts es müssen sich dafür die Türen öffnen, man braucht Förder und Zuhörer. Kein Mensch kann ohne Arbeit leben, man würde an Fettleibigkeit und 300 Kg Kampfgewicht, Muskelschwäche oder anderem sterben.

Deutschland lässt kluge Menschen zurück, hier zählt nur Beziehung mit eignem Antrieb kann man viel erreichen, ohne die andere Seite wird das aber nichts. Ich bin nicht der Mensch, der sich unter der Menschenwürde weiterhin verkauft. Ich halte nichts von Bohlens die Menschen abwerten und genau deshalb bin ich unfähig mich genau für solches Klientel den Besen bereit zu halten. Das ist mein Problem und der angeblich vielen Faulen. Sicher gibts welche die Schmarotzen haben nen Job und kassieren Hartz 4 zusätzlich und nicht Hartz 4 allein (Schwarzarbeiter). Diese werdet ihr allerdings niemals in solchen Themen jammern hören.

Wer es schafft im Leben Türen zu öffnen, hat Glück. Es gibt welche, denen verschließen sie sich wieder bzw. haben sie sich nie aufgetan.

So Toxic das Hartz 4 Element wurde künstlich vom Staat herbeigeschaft, somit ist das seit der Einführung die Untergrenze für Löhne. Das heißt für mich, hier muß der Staat etwas machen. Ich habe auch schon eine große Arbeit mit Vorschlägen vor etlichen Jahren eingeschickt (Ministerium), weil ich wusste worauf das hinausläuft.

Mein Vorschlag war, Hartz 4 wieder abzuschaffen. Auf jeder Etage befinden sich haufen Büros. Man könnte stattdessen große Räume draus machen und schauen welche Ausbildung angefragt wird. An Hand der Vielfalt der Fortbildungsmöglichkeiten, könnte man mit entsprechenden Profilern mit den Leuten zusammen, die entsprechende Richtung wählen. Was macht der Mensch gern, für was kann man ihn begeistern. Das würde nicht nur weniger Kosten, da bisher nur verwaltet wird, es würde die gesuchten Fachrichtungen liefern. Die paar Faulen kann der Staat noch tragen, so was muss eine Demokratie aushalten, wenn Sanktionen nicht mehr helfen. Glaubt mir fast 10 Millionen Arbeitssuchende (6,xx Millionen davon Hartz 4) sind nicht alle faul, das zeigt ja auch die Statistik, denn arbeitslos sind in den heutigen Zeiten, weniger als 3 Millionen.

Die staatlich gemachte Lohnsklaverei bringt uns jedenfalls nicht voran. Und vom deutschen Boom profitiert nicht die Mehrzahl der Deutschen sondern die Industrie, die Versicherungen und Banken. Bei 10% der Bevölkerung liegt das Vermögen. Die Unternehmen wollen jedenfalls jede Maßnahme verlängern, jedes mal wenn ich da bin, ach könnten sie nicht beim Amt nachfragen ob noch 1 Monat geht usw. ein Glück das das mittlerweile verboten ist, Endlospraktika. Deshalb muss man mittlerweile die Unternehmen immer wechseln.

Die Mieten werden immer getragen (das Amt bezahlt die mit), deshalb gibts bei uns noch so viele helle Häuser, jedoch die Menschen darin selber müssen mit 365 Euro zu recht kommen. Das sind ca. 12,3 Millionen Menschen die entweder von HArtz 4 Leben und/oder als arm gelten. 12,3 Millionen Menschen, von 29 Millionen nicht beamteten Arbeitnehmern, von ca. 4-6 Millionen Selbstständigen, etc. und der Rest von 82 Millionen gilt als Transferempfänger (Rentner, nicht tätige Behinderte usw..

Wenn ihr einkaufen seid und genau hinschaut, dann seht ihr das Elend auch, klar bei Kik gibts für 2 Euro eine Jeans aber Gesellschaft, Kultur und Kino müssen ausbleiben. Dann gibts noch viele die haben nur den ausgeliehenen Firmenwaagen oder eben können sich die 80 Euro teure Monatsrate leisten. Wie viel können denn noch ein Auto neu kaufen ohne Bank.

Es rumpelt, fällt das weg dann gehts den Leuten tatsächlich schlecht genug. Bevor es soweit kommt, müssen wir alle was tun und Wirtschaft plus Menschen voranbringen. Verdienen die Leute mehr, dann kaufen sie auch mehr Autos.

@Snkmn
Willst du Probleme lösen oder euer Erfolgsrezept für alle zum Universellen machen? Findest du Lohnsklaverei rechtens?

Zitat:
Zitat von ZX80 Beitrag anzeigen
Das stimmt nicht.
Der hohe Qualitätsstandard in Deutschland ist u. a. deshalb so hoch, weil wir eben nicht jeden Möchtegern-Schrauber an alles ran lassen.
Schau mal in anderen Ländern. Da ist das nämlich so und was produzieren viele Länder? Minderwertige Ware.
Daher sind Zertifikate, Prüfungen und Abschlusszeugnisse schon sehr wichtig.
ein Guttenberg beweisst, das man nur gut kopieren muß, der Qualitätsstandard in Deutschland ist nicht mehr gegeben unsere Automarken versagen im internationalen Vergleich, Toyota macht das rennen. Siemens Kühlschränke werden zerdonnert, weil sie nicht die Qualität bieten. Die Technik wie Fernseher und co. kommt bei den meisten aus Japan oder Handys von Apple und Samsung. Wir Deutschen sind die größten Zocker international, ich finde an der Theorie des schwarzen Schwans ist was drann, nur das die Mehrzahl der Deutschen nicht davon profitiert, manche Youtubekommentatoren haben es nur nicht verstanden, der deutsche Steuerzahler wird eben nicht davon kommen.


und hier mal ein paar Fakten:

Zitat:
Zitat von Quelle wikipedia
Diese Vermögenskonzentration verstärkt sich seit Mitte der 1990er-Jahre: 2007 besaßen die reichsten 5 % der Bevölkerung 46 % des Gesamtvermögens, das reichste Prozent bereits 23 %. Das Vermögen der ärmsten Bevölkerungsschichten nahm hingegen ab:[27]

„„Mehr als zwei Drittel der Gesamtbevölkerung besaßen dagegen kein oder nur ein sehr geringes individuelles Nettovermögen. Die untersten 70 Prozent der nach dem Vermögen sortierten Bevölkerung haben einen Anteil am Gesamtvermögen von unter neun Prozent und damit rund 1,5 Prozentpunkte weniger als 2002.“

Geändert von bitstopfen (26.11.11 um 02:10 Uhr).
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Alt 26.11.11, 11:54   #150 (Permalink)
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Snkmn
Dein schlechtes Gewissen
 
Ungerechte Entlohnung von Geringverdienern und Besserverdienern?

Zitat:
Zitat von bitstopfen Beitrag anzeigen
@Snkmn
Willst du Probleme lösen oder euer Erfolgsrezept für alle zum Universellen machen?
Weder noch. Du weißt ja auch gar nicht, was mein "Erfolgsrezept" ist. Wenn du es wüsstest, wäre auch sofort klar, dass es gar nicht verallgemeinert werden kann.

Und Probleme lösen? Das tue ich jeden Tag im kleinen Rahmen. Das hier angesprochene Problem ist allerdings eines, das ich überhaupt nicht lösen kann. Dafür sind andere zuständig. Ich kann mir nur Gedanken darüber machen.

Zitat:
Zitat von bitstopfen Beitrag anzeigen
Findest du Lohnsklaverei rechtens?
Rechtens? Ja. Gerecht? Nein. Aber wie gesagt: ich bin nicht dafür verantwortlich (meine Leute werden gut bezahlt) und ich bin nicht in der Lage, daran etwas zu ändern.

 

Come ride with me through the veins of history. I'll show you a god who falls asleep on the job.
And how can we win when fools can be kings. Don't waste your time or time will waste you.
Muse - Knights of Cydonia
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